[V] Quarze 10,0000000 Mhz

Gast #2283921
Mir sind von einem Uniprojekt ca. 20 Grundtonquarze mit 10,0000000 Mhz 
übriggebliben. Sollte jemand Verwendung dafür haben bitte an 
8h76qd8yk694 -at- nurfuerspam.de schreiben. Preislich hätte ich an 5€ 
pro Stück gedacht. Das Gehäuse ist das selbe wie bei 
SMD-Quarzoszillatoren, mit dem Unterschied, dass nur Pin 1 und 3 
vorhanden sind.

Versand als Brief für 2€ nach Deutschland und Österreich, restliche EU 
3,50€.
Gast #2284064
Nein, stammen aus einer Diplomarbeit und wurden von mir selbst vor ca. 2 
Jahren bezahlt.


> Hallo, Thorsten,
> bitte genaue Bestell-Bezeichnung angeben; würde mir mal gerne das
> Datenblatt ansehen. Vielen Dank.
> Stephan.

Thorsten schrieb:
> Da ich nicht weiß, wer der Hersteller ist, gibt's
> auch kein Datenblatt.

Ich versuche, die Rechnung zu finden, da müsste der Hersteller 
draufstehen.
Gast #2284105
Wenn du die Quarze selbst bestellt hast, hast du sie sicherlich auch 
genau spezifiziert.
Welche Quarzersatzdaten mit welcher Toleranz haben die?
welcher Abstand der Nebenresonanzen wurde garantiert? TK-Dips? 
Drive-Level-Dependency?
Wenn die Quarze dem verlangten Preis entsprechen, müssen sie schon 
bestimmten Qualitätsanforderungen genügen.
die Angabe 10,0000000 Mhz ist doch völliger Unfug, da die 
Resonanzfrequenz eines jeden Quarzes von seiner äusseren Beschaltung 
mitbestimmt wird.

Dein Angebot liest sich etwa so:
Verkaufe einen Bierkrug, der sich mit exakt 0.50000000000 Litern Bier 
befüllen lässt. Wegen der Nachkommastellen ist er etwas teurer. Die 
Einhaltung der Füllmenge ist dem Anwender überlassen.
Gast #2284219
Hersteller ist Agilent, Artikelnummer bei DigiKey war 1435337, scheint 
aber nicht mehr erhältlich zu sein. Ausserdem steht noch U710-33-A auf 
der Rechnung.
Gast #2284589
> An welcher Uni muss man denn für eine Diplomarbeit 20 Quarze kaufen und
> dafür als Student ~ 20 * 5 € selber bezahlen?

Meine Tochter hat zwar keine Elektrotechnik, sondern Design studiert. 
Die Materialien für ihre Diplomarbeit waren komplett selbstfinanziert.
Gast #2284882
Hallo,

Andrew Taylor schrieb:
> Yepp, die sind wirklich sehr gut. Die ich aus dieser Serie habe liegen
> alle deutlich besser als die spezifizierte Toleranz von 3ppm.

@Andrew
Hast Du ein Datenblatt? Kann mit der betreffenden Digi-Key Artikelnummer 
leider keines finden.

Mit freundlichen Grüßen
Guido
Gast #2285058
soll es ja auch nicht sein, er ist nur in einem Gehäuse in dem auch 
Quarzoszillatoren vorzufinden sind.

Ich gehe mal davon aus dass es in diese Richtung geht:

http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=84993;GROUPID=4003;PROVID=2351;&utm_source=Preisvergleich&utm_medium=CPC&utm_campaign=preisroboter.de

Aber wie man sieht kommt man hier mit geknobel und geschätze nicht 
weiter, es muss ein DB her!

Digikey gibts u.u. raus, wenn man sich an die wendet...

T.
Gast #2285155
Ich vermute, daß der Threadopener uns dieses Teil:
http://www.reichelt.de/Quarze-SMD-Keramikgehaeuse/10-000000-MQ/index.html?;ACTION=3;LA=2;ARTICLE=84990;GROUPID=4003;SID=11TY0Ccn8AAAIAAGd3bGgd30977c9debbaadc6aa163349931f1d2
für schlappe 5 Doppelmark verkaufen will.
Da dieses Geschäft sehr schleppend anläuft, hat er sich nun 
zurückgezogen und weint bitterlich.
Gegen Depressionen hilft übrigens Alpenmilch, wenn sie regelmäßig 
getrunken wird.
Gast #2285590
Ja, zumal auch kein Datenblatt vorhanden ist und man auch nicht wissen 
kann,
für welche pF die Quarze gemacht wurden, sowie deren 
Temperaturstabilität
sowie Temperaturrange wie Kommerziell, Industriell usw nicht kennt.
Mit der Rechnungsnummer sowie Bestellnummer wäre es ein leichtes, bei 
Digikey
das Datenblatt anzufordern, aber das interessiert hier anscheinend 
keinen.
#2285669
...naja, vielleicht gibt es Leute, Käufer die mehr wissen als wir, wenn 
dann von 20 Teilen schon 17 verkauft sind, dann muss das notgedrungen 
der Fall sein, es lohnt sich halt nicht das DB zu besorgen, wenn die 
Dinger auch ohne den Aufwand weggehen weil einige Käufer das Teil zu 
kennen scheinen...

Es ist nur ein wenig schade das andere Interessenten so garnicht 
informiert werden.

@ Sepp: das bezweifle ich sehr stark! Die Genauigkeit macht den Preis!

Na dann...

T.
#2285685
@  Thorsten S. (whitejack)

>@ Sepp: das bezweifle ich sehr stark! Die Genauigkeit macht den Preis!

Ein Quarz allein ist nicht sonderlich genau, das kann man mit der 
unpassenden Beschaltung, vor allem der Lastkapazität, wieder schnell 
versauen. Was vor allem ohne Datenblatt sehr wahrscheinlich ist.
Wenn es ein QuarzOSZILLATOR wäre, dann wäre der Deal OK.
So ist es nur Dummfang.

MfG
Falk
#2285790
@ Falk,

mir ist schon klar dass man einen Quarz "ziehen" kann, und dass deren 
Genauigkeit von der Aussenbeschaltung abhängt, aber warum sollte dann 
auf einem Quarz wohlgemerkt keinem Oszillator dann eine ppm Zahl 
angegeben werden - das verstehe ich dann nicht. Klar, bei einem 
Oszillator wäre das logisch...

T.
#2285810
Thorsten S. schrieb:
> @ Falk,
>
> mir ist schon klar dass man einen Quarz "ziehen" kann, und dass deren
> Genauigkeit von der Aussenbeschaltung abhängt, aber warum sollte dann
> auf einem Quarz wohlgemerkt keinem Oszillator dann eine ppm Zahl
> angegeben werden - das verstehe ich dann nicht. Klar, bei einem
> Oszillator wäre das logisch...
>
> T.

Es geht um die Reproduzierbarkeit!
Das DB macht ja angaben zu den Betriebsbedingungen bei denen die Angabe 
gilt. Der eine Unterschied bei Präzisionsquarzen zu einem "10Mhz 
Computerquarz" wie es ihn bei REichelt für 20ct als Schüttgut gibt liegt 
nun darn, das selbst wenn man diese Parmeter Peinlich genau einhält (was 
fast unmöglich ist) der eine Computerquarz trotzdem locker 100Khz 
daneben liegt. Der Zweite aus dem Tütchen dann nur 50Khz und der dritte 
passt vieleicht sogar haargenau.

Der zweite Unterschied liegt darin das Präzisionsquarze normalerweise 
immer auf möglichst wenig Drift ausgelegt sind. Evtl. auch schon 
vorgealtert usw. (Datenblatt gibt Auskunft!)

Daher:
Die Absolute Frequenz ist eigentlich unwichtig, denn die Parameter genau 
treffen kann man fast gar nicht. Selbst mit Präzisionsbauteilen kommen 
dann wieder die Aufbaukapazitäten und Indukivitäten ins Spiel.
Daher werden eigentlich fast immer Variable Kapazitäten (oder in anderen 
Aufbauvarianten -insbesondere oft Funktechnik- Induktivitäten) 
zusätzlich verbaut um dne Quarz nach einbau wirklich genau auf Frequenz 
ziehen zu können. (Bei Oszillatoren geschieht das halt im inneren nach 
der Fertigung,mal durhc trimmer, mal durch Läser o.ä. selbst wenn nichts 
verstellbares zu sehen ist. Viele TXCOS haben aber eine zugängliche 
Stellmöglichkeit)

Das würde mit "Billigstquarzen" genauso gehen.
Was man aber nur mit erheblichen Aufwand kompensieren kann ist die 
STABILITÄT, also die Drift über die Zeit/Temperatur. Aber ob DIESE 
Quarze da wirklich so viel besser leigen sagt das DB! (Ist aber zu 
vermuten, wobei auch die normalen Quarze dank immer feinerer 
Standartmethoden bei der HErstellung auch besser werden... Voraltern 
usw. ist aber immer noch ein extra Arbeitsschritt der dann auch 
durchgeführt werden müsste)

Gruß
Carsten
Gast #2285884
Thorsten S. schrieb:
> @ Falk,
>
> mir ist schon klar dass man einen Quarz "ziehen" kann, und dass deren
> Genauigkeit von der Aussenbeschaltung abhängt, aber warum sollte dann
> auf einem Quarz wohlgemerkt keinem Oszillator dann eine ppm Zahl
> angegeben werden - das verstehe ich dann nicht. Klar, bei einem
> Oszillator wäre das logisch...
>
> T.

Die "ppm-Zahl" ist die Fertigungstoleranz des Quarzes.
Sie gibt an, um wieviel ppm der Quarz bei Nenntemperatur und 
Nennkapazität neben der Nennfrequenz liegen darf.

1. Beispiel: Fertigungstoleranz = +-20ppm, Lastkapazität 12pF
Die Resonanzfrequenz liegt zwischen 9.9998 und 10.0002MHz bei einer 
Lastkapazität von 12.000pF und 25°C

2. Beispiel: Fertigungstoleranz = +-50ppm, Lastkapazität 20pF
Die Resonanzfrequenz liegt zwischen 9.9995 und 10.0005MHz bei einer 
Lastkapazität von 20.000pF und 25°C
Gast #2285909
Carsten Sch. schrieb:
> Das würde mit "Billigstquarzen" genauso gehen.

Carsten Sch. schrieb:
> wobei auch die normalen Quarze dank immer feinerer
> Standartmethoden bei der HErstellung auch besser werden... Voraltern
> usw. ist aber immer noch ein extra Arbeitsschritt der dann auch
> durchgeführt werden müsste)

Gerade dadurch, daß Quarze immer mehr zu immer billigeren 
Massenprodukten werden, ist man bestrebt, die Kosten/Stück zu 
reduzieren.

Dazu nur 2 Beispiele:

1. "Bessere" Quarze bekommen zwischen den Silberelektroden und der 
Quarzscheibe Nickelschichten aufgedampft. Diese Nickelschichten 
verhindern, daß das Silber in die Quarzscheibe diffundiert. Dieser 
Diffusionsprozess ist ein Grund für die Quarzalterung. Bei Billigquarzen 
fehlt diese Nickelschicht.

2. Bei besseren Quarzen wird zur Vermeidung von Nebenresonanzen die 
Quarzscheibe angefast. Das verhindert Nebenresonanzen, kostet aber Geld.
Bei einem Quarz mit Nebenresonanzen kann eine solche Nebenresonanz bei 
bestimmten Temperaturen auf die Hauptresonanz treffen. Das führt zu 
einem merkwürdigen Temperaturgang (siehe Anhang, da traf die 
Nebenresonanz die Hauptresonanz bei 27°C). Darüberhinaus hat dieser 
Quarz eine Hysterese im Temperaturgang.

Darüberhinaus gibt es noch viele andere Qualitätsmerkmale von Quarzen, 
die die unterschiedlichen Preise rechtfertigen.
Angehängte Dateien:
Gast #2285946
Oder schaut euch diesen Billigquarz an.
Damit konnte ich keinen Präzisionsoszillator bauen.
Die Analyse ergab, daß die Quarzscheibe das Gehäuse berührt.
Damit änderte sich die Frequenz - je nach Lage des Quarzes - um 5ppm!
Angehängte Dateien:

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