Was könnte das hier wohl sein?

OP #7855111

Es erinnert irgendwie an einen Richtkoppler, aber mit 3 MCX-Ausgängen? Auf der Rückseite ist noch eine SMA-Flanschbuchse. Die Töpfchen mit den MCX-Buchsen sind anscheinend höhenverstellbar, zumindest unterschiedlich hoch. Ein Filter wird's wohl auch nicht sein wegen der MCX-Buchsen.

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(Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) #7855117

Gerhard H. schrieb:

Es erinnert irgendwie an einen Richtkoppler, aber mit 3 MCX-Ausgängen? Auf der Rückseite ist noch eine SMA-Flanschbuchse. Die Töpfchen mit den MCX-Buchsen sind anscheinend höhenverstellbar, zumindest unterschiedlich hoch. Ein Filter wird's wohl auch nicht sein wegen der MCX-Buchsen.

Das wird schon ein Filter sein

#7855142
#7855260

Wenn das wirklich drei Koaxanschlüsse sind, würde ich nach Koax-Notchfiltern suchen: https://duckduckgo.com/?q=notchfilter+coaxial&atb=v405-1&iar=images&iax=images&ia=images

Sind die kleinen Topfkreise von innen angeschraubt? Wie kommt man zum Abgleich an die Schraubenköpfe dran?

Klarheit schafft nur eine Wobbelmessung.

Mir ist ein Suchbegriff wieder eingefallen, "pipe-cap filter". https://www.ko4bb.com/manuals/91.37.159.223/Pipe-cap_Filters_Revisited.pdf Das hat vor allem Paul Wade, W1GHZ vorgeschlagen.

https://duckduckgo.com/?hps=1&q=pipe+cap+filter&atb=v405-1&iax=images&ia=images

hier für 2,4GHz: https://radio.g4hsk.co.uk/2020/01/04/qo-100-experiments-2400mhz-pipe-cap-filter/

OP #7855351

Christoph db1uq K. schrieb:

Wenn das wirklich drei Koaxanschlüsse sind, würde ich nach Koax-Notchfiltern suchen: https://duckduckgo.com/?q=notchfilter+coaxial&atb=v405-1&iar=images&iax=images&ia=images

Sind die kleinen Topfkreise von innen angeschraubt? Wie kommt man zum Abgleich an die Schraubenköpfe dran?

Irgendwie verschraubt sind die wohl, mit klitzekleinen Imbusschrauben. Aber kein erkennbares System. Merkwürdig ist das Teil schon: eine Seite mit 7/16"-Buchse, SMA auf der anderen Seite und 3 *MCX. Die MCXe aus der Digikey-Tüte passen jedenfalls. Das die für Koaxkabel- Resonatoren sein sollen kann ich mir kaum vorstellen. Was soll bei dem passenden, popeligen Kabel dann noch für ein Q übrigbleiben?

Klarheit schafft nur eine Wobbelmessung.

Mir ist ein Suchbegriff wieder eingefallen, "pipe-cap filter". https://www.ko4bb.com/manuals/91.37.159.223/Pipe-cap_Filters_Revisited.pdf Das hat vor allem Paul Wade, W1GHZ vorgeschlagen.

Ja, über solche pipe cap Filter habe ich einen Artikel geschrieben, der Verwaltungszugang zu meiner web site funktioniert aber schon länger nicht mehr, muss ich mal reparieren [lassen]. Da sind alle pipe caps drinnen die's hier im lokalen Globus-Baumarkt gibt, gewobbelt bis 8 GHz mit dem ZVB8. Ich habe auch Verstärkerplatinchen gemacht mit pipecap + SOT89-MMIC, falls das jemand brauchen kann. Gehen auch als Frequenzvervielfacher wenn man mit der Steuerleistung nicht zu zimperlich ist.

Man kann sich nicht hinclicken, man muss die genaue Adresse wissen:

< http://www.hoffmann-hochfrequenz.de/downloads/PipeCapFilters.pdf >

Gerhard H DK4XP

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#7856556

Gerhard H. schrieb:

Auf der Rückseite ist noch eine SMA-Flanschbuchse.

Ich denke, dass dort die HF reinkommt. Das dicke, dämpfungsarme Kabel führt dann zur Antenne.

Damit könnte es sich doch um einen doppelten Richtkoppler zur gleichzeitigen Messung der vorlaufenden und rücklaufenden Leistung handeln. An den mittleren MCX-Anschluss könnte ein Abschlusswiderstand für eine der Nebenleitungen gehören, mit der Möglichkeit durch die Abgleichschrauben die Richtschärfe zu verbessern.

Anhand der Abmessungen geschätzte Arbeitsfrequenz vllt 200..500MHz.

1
Forw.           Z    Rev.
2
  +----50R,GND  +----+

IN >========================> OUT

#7856557

In deinem Aufzeichnungen zu den Pipe-Cap-Filtern scheibst du: "Messingschrauben sollen 1-2 dB weniger Verluste machen als Stahl."

Etwas ähnliches hatte ich vermutet, (aber nicht zu fragen gewagt). Und:
Messing kann man ganz gut versilbern, Stahl eher nicht.

Vor allem aber zeigt es keine passive Intermodulation (PIM), die bei den modernen Modulationsverfahren, z.B. bei Mobilfunk Basisstationen, doch recht störend sein kann, falls man ferromagnetische Materialien (Nickel, Eisen, Kobalt) verwendet. Aus diesem Grund bieten die namhaften Hersteller PIM-freie Steckverbinder, ohne Nickelbeschichtung an.

OP #7868603

Ich habe das Ding aufgeschraubt. Einen Briefbeschwerer kann ich auch nicht brauchen. Es ist ein Richtkoppler mit 1-4 Ausgängen je nach Bestückung. Der hier hat 3 Koppler und einen Blind-Deckel. Vermutlich Vor / zurück und einen zur Entnahme des modulierten Signals für Gegenkopplung über alles (Verhinderung von PIM, Verzerrungen etc..)

Gruß Gerhard DK4XP

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