Der DHT22 ist ja nicht schlecht. Das beschriebene Problem trifft auf
alle Sensoren zu, die als Sensorelement eine (mit Gold) bedampfte
Polymerfolie haben und die Kapazität dieses Kondensators auswerten. Es
gibt Sensoren, bei denen die Feuchtigkeit über Widerstandsänderungen
gemessen werden, aber die sind generell ungenauer und liefern nur die
absolute - aber nicht die relative - Feuchte. (Im Prinzip misst übrigens
auch der DHT22 die absolute Feuchte, rechnet die aber mit Hilfe der
ebenfalls eingebauten Temperaturmessung um.)
Die von Harald W erwähnten Sensoren sind bei Profis (und zum Eichen) im
Einsatz, kosten aber deutlich mehr und sind oft nicht wartungsfrei
(Spiegel putzen oder so...).
Ein Versuch wäre, den Sensor so "einzupacken", dass bei schnell
sinkenden Temperaturen die Feuchte an kalten Flächen kondensieren kann,
während der Sensor selbst langsamer abkühlt. Natürlich muss die Luft
nach wie vor an den Sensor kommen, aber nur langsamer und auch die
Temperaturänderungen müssen verzögert werden. Aber eine Konstruktion,
die das sicherstellt, ist nicht ganz einfach.
Bliebe noch, die Luft vor dem Sensor um eine genau definierte
Temperaturdifferenz zu erhöhen und so die Feuchte am Sensor zu
verringern. Diese Erwärmung muss dann in einer Korrekturrechnung für die
Sensordaten berücksichtigt werden.