Hallo Leute,
ich habe eine kleine Frage. Ich habe hier einen temperaturabhängigen
Widerstand und würde gerne damit die Temperatur messen.
1. Muss ich einen Spannungsteiler machen oder reicht es einfach den
Widerstand zu nehmen?
2. Wie kann ich aus dem ADC Wert die akuelle Temperatur errechnen?
Bin schonmal dankbar.
Hallo,
was hast du denn für einen Widerstand? PT100? Jeder Typ hat eine
bestimmte Kennlinie, mit deren Hilfe du leicht aus der Spannung die Temp
ermitteln kannst.
Ob du einen u-Teiler brauchst hängt von deiner Schaltung und dem
messbereich ab.
Wenn du ohne U-Teiler nur Spannungen hat die dein ADC verarbeiten kann
brauchst du keinen.
Ohne Spannungsteiler mußt du eine Konstantstromquelle benutzen.
Bei Verwendung einer Konstantspannungsquelle brauchst du einen
Spannungsteiler.
Die Abhängigkeit ergibt sich aus dem Datenblatt des Widerstandes. Wenn
es das nicht gibt, mußt du halt eine eigene Meßreihe fahren und daraus
entweder eine Tabelle machen oder eine Funktion höheren Grades
bestimmen.
BKone schrieb:> Die Kennlinien sind bei den Temperatursensoren meistens linear, eine> Bestimmung über Funktionen höheren Grades daher eher unwahrscheinlich.
Schön wärs. Lineare Kennlinien sind eher die Ausnahme.
Gruss
Harald
> BKone schrieb:> Die Kennlinien sind bei den Temperatursensoren meistens linear, eine> Bestimmung über Funktionen höheren Grades daher eher unwahrscheinlich.
Das ist eher die Ausnahme als die Regel. LM35 z.B. ist linear, aber das
ist auch kein NTC oder PTC. Für die ist entweder ein beträchtlicher
schaltungstechnischer Aufwand zur Linearisierung oder mächtig Rechnerei
entweder on the fly per Funktion im Controller oder im Vorab zur
Erstellung einer Lookuptabe zu treiben.
Alternativ bietet es sich aber an digitale Sensoren wie DS1820, LM75
oder LM35 zu verwenden.
Also der Temperatursensor ist ein KTY81-222.
Fhutdhb Ufzjjuz schrieb:> Alternativ bietet es sich aber an digitale Sensoren wie DS1820, LM75> oder LM35 zu verwenden.
Hab ich mir auch gedacht. Ich möchte den jetzt verbauen und dann werde
ich wahrscheinlich DS1820 nutzen.
Temp. Sensor schrieb:> Also der Temperatursensor ist ein KTY81-222.
Gut, dass wir das endlich erfahren dürfen. Das schränkt doch die
Rätselei schon ein und entlastet die Glaskugel.
Temp. Sensor schrieb:> Also der Temperatursensor ist ein KTY81-222.>> Fhutdhb Ufzjjuz schrieb:>> Alternativ bietet es sich aber an digitale Sensoren wie DS1820, LM75>> oder LM35 zu verwenden.>> Hab ich mir auch gedacht. Ich möchte den jetzt verbauen und dann werde> ich wahrscheinlich DS1820 nutzen.
Ja was denn nun? KTY oder DS?
Michel schrieb:> Temp. Sensor schrieb:>> Also der Temperatursensor ist ein KTY81-222.>> Gut, dass wir das endlich erfahren dürfen. Das schränkt doch die> Rätselei schon ein und entlastet die Glaskugel.
In der Schule kann man halt schlecht nachschauen welchen man hat. ;)
Michael schrieb:> Temp. Sensor schrieb:>> Also der Temperatursensor ist ein KTY81-222.>>>> Fhutdhb Ufzjjuz schrieb:>>> Alternativ bietet es sich aber an digitale Sensoren wie DS1820, LM75>>> oder LM35 zu verwenden.>>>> Hab ich mir auch gedacht. Ich möchte den jetzt verbauen und dann werde>> ich wahrscheinlich DS1820 nutzen.>> Ja was denn nun? KTY oder DS?
Also es geht nun um den KTY sobald ich den jetzt mal ausgelesen hab und
verbaut habe, dann werde ich DS nutzen. Das ist aber eine andere
Geschichte und ich werd mich da nochmal informieren.
Ist doch oben verständlich: Ich möchte *den jetzt verbauen und dann...*
Ja.
Aber ein KTY alleine hilft dir noch nichts.
Das ist nur ein Widerstand, der sich mit der Temperatur verändert.
Wenn du den so anhängst
+5V ----------+
|
---
| |
| | KTY
| |
---
|
- ----------+
dann fliesst zwar durch den KTY je nach Temperatur ein anderer Strom,
aber das hilft dir nichts, weil du es nicht messen kannst.
Wenn du am oberen Ende die SPannungs misst, wirst du immer 5V messen.
Wenn du am unteren Ende die Spannung misst, wirst du immer 0V messen.
Also brauchst du noch einen 2ten bekannten Widerstand ...
+5V ----------+
|
---
| |
| | bekannter Widerstand
| |
---
|
+-------------->
|
---
| |
| | KTY
| |
---
|
- ----------+
... mit dem der KTY einen Spannungsteiler bildet. Aber da der KTY ja
seinen Wert ändert, verändert sich auch der Wert der 'geteilten'
Spannung an ->
Wenn du jetzt am Verbindungspunkt ein Voltmeter drann hältst, dann
ändert sich da tatsächlich die Spannung mit der Temperatur. Und
veränderte Spannung bedeutet: das kannst du mit dem ADC deines µC
messen.
Stimmt, ja. Dachte nur weil ich immer einen Poti alleine gesehen habe,
aber im Grunde ist das ja auch nur ein Spannungsteiler.
Kurze Frage noch: laut Datenblatt hat mein KTY81-222 2,2 kOhm bei 25°C.
Wären als 2. Widerstand im Spannungsteiler 10k zu viel oder passt das?
Temp. Sensor schrieb:> Kurze Frage noch: laut Datenblatt hat mein KTY81-222 2,2 kOhm bei 25°C.> Wären als 2. Widerstand im Spannungsteiler 10k zu viel oder passt das?
Den kleinsten Fehler wirst Du haben wenn R_bekannt = KTY ||
Ri_Messgerät.
Grüße
Je weniger Strom durch den Sensor fließt desto weniger erhitzt er sich
selber, aber auch umso weniger Spannungshub wirst du haben.
Kommt auf die Anwendung, Genauigkeit, Stabilität, Messbereich,
Innenwiderstand des ADCs oder Operationsverstärkers an.
NopNop schrieb:> Den kleinsten Fehler wirst Du haben wenn R_bekannt = KTY ||> Ri_Messgerät.
Ergänzend muss ich dazu sagen...ich hab mich auf die Empfindlichkeit
bezogen.
Bei den KTY81 Sensoren gibt es einen passenden Widerstand so dass man in
guter Näherung eine lineare Kennlinie bekommt. Da sollte so etwa 2,7 K
Ohm sein. Den genauen Wert müsste man ggf. noch im Datenblatt nachlesen.
Ulrich schrieb:> Bei den KTY81 Sensoren gibt es einen passenden Widerstand so dass man in> guter Näherung eine lineare Kennlinie bekommt. Da sollte so etwa 2,7 K> Ohm sein. Den genauen Wert müsste man ggf. noch im Datenblatt nachlesen.
Im Datenblatt ist der passende Vorwiderstand leider nicht angegeben. Die
2,7k gelten für den KTY82-100. Der KTY81-222 hat 2K bei 25°, den
Vorwiderstand sollte man also auf 5k4 erhöhen.
Genauer geht es, wenn man sich auf den Temperaturbereich festlegt, der
linearisiert werden soll. Man wählt dazu 3 Temperaturen Ta, Tb, Tc, für
die die Kurve genau auf der Geraden liegen soll. Mit den zugehörigen
Widerständen Ra, Rb, Rc des Sensors ergibt sich der Vorwiderstand Rv zu:
Rv=((Rb*(Ra+Rc)-2Ra*Rc)/(Ra+Rc-2Rb)
Das habe ich in einer alten Applikation von Philips von 1992 gefunden.