Art des Temperatursensors bestimmen

OP #7409203

Ich möchte meine Wärmepumpe (PAW-DHW250F) komplett selbst regeln. Die eingebaute Steuerung heizt zwangsweise für mind. 8h am Tag auf 50 °C hoch. Man kann diese über einen Signaleingang (PV-Eingang) extern schalten, sie heizt dann ebenso, bis auf maximal 62 °C.

Ich möchte, dass die Wärmepumpe nur läuft und nur so hoch heizt wie ich möchte. Dazu habe ich bereits einen weiteren Temperatursensor installiert, mit dem ich die aktuelle Temperatur abfragen kann.

Ich sehe zwei Möglichkeiten, die Steuerung zu überlisten:

  • Die 8h Mindestheiztdauer könnte ich in die Nacht legen (22 Uhr bis 6 Uhr). In der Zeit kann ich die Wärmepumpe dann über einen shelly komplett ausschalten. Ich weiß aber nicht, ob das so gut für die Elektronik ist.
  • Ich simuliere den eingebauten Temperatursensor und melde der Steuerung eine Temperatur von 60 °C für die Zeit, in der sie nicht heizen soll. Für die restliche Zeit braucht sie natürlich die richtige Temperatur.

Die zweite Lösung wäre mir lieber. Wie kann ich rausfinden, welcher Temperatursensor verbaut ist, um das Signal zu simulieren?

Im Anhang Bilder des Sensorkabels und Anschluss an Platine.

Angehängte Dateien:

Serge B. schrieb:

Wie kann ich rausfinden, welcher Temperatursensor verbaut ist, um das Signal zu simulieren?

Jedenfalls nicht, in dem man den Kabelaufdruck oder Stecker photographiert.

Stecker abziehen und Widerstand bei zumindest 2 unterschiedlichen Temperaturen messen, dann findet man raus ob es Platin, KTY, NTC oder Thermoelement (Spannungsmessung) ist und welcher, bei DS18B20 im parasitärmodus misst man halt nichts vernünftiges.

OP

Danke für die Hinweise bzgl. Legionellen. Da wir hier auf einem Elekronik-Forum sind würde es mich freuen, wenn sich die Diskussion auf das elektronische konzentriert.

Bei dem Sensor handelt es sich übrigens um einen PT1000. Wie muss ich jetzt weiter machen?

  • Ich denke ich muss dennoch die Spannung messen, die von der Steuerung auf den Sensor gegeben wird. Ebenso müsste ich den Widerstand des Sensors bei 60°C messen.

Wie kann ich jetzt der Steuerung die gewünschte Temperatur vorgaukeln? Nehme ich einfach einen Widerstand, der dem Widerstand des PT1000 bei 60°C entspricht und schalte dann zwischen dem PT1000 und dem 60°C Widerstand, je nachdem ob er 60°C oder die korrekte Temperatur bekommen soll?

Gast

Serge B. schrieb:

Wie kann ich jetzt der Steuerung die gewünschte Temperatur vorgaukeln? Nehme ich einfach einen Widerstand, der dem Widerstand des PT1000 bei 60°C entspricht und schalte dann zwischen dem PT1000 und dem 60°C Widerstand, je nachdem ob er 60°C oder die korrekte Temperatur bekommen soll?

Da der PT1000 mit steigender Temp auch einen steigenden Widerstand aufweist, brauchst du eigentlich nur eine Ader zu unterbrechen, das bedeutet unendlicher Widerstand, dann dürfte die Anlage aus bleiben.

Hier hast du eine Tabelle über den Widerstandsverlauf eines PT1000: https://www.temperaturmesstechnik.de/fileadmin/user_upload/pdf/tmh_pt1000_tabelle.pdf

Ein PT1000 wird bei 65° einen Widerstand von 1252 Ohm haben.

D.h. Du bist mit einem simplen 1.2k Ohm und 47 Ohm Widerstand in Serie dicht dran.

Am einfachsten ist es, wenn Du die Widerstände einfach per Relais anstatt des Temperatursensors schaltest.

Serge B. schrieb:

Wie kann ich jetzt der Steuerung die gewünschte Temperatur vorgaukeln? Nehme ich einfach einen Widerstand, der dem Widerstand des PT1000 bei 60°C entspricht und schalte dann zwischen dem PT1000 und dem 60°C Widerstand, je nachdem ob er 60°C oder die korrekte Temperatur bekommen soll?

Könntest du machen, wobei die Frage wäre, was die Steuerung macht, wenn beim Umschalten der Eingang kurz offen ist: Sensorkabelbruch erkennen und mit Fehler abschalten ?

Besser vielleicht statt 60 GradC einfach ÜBER 60 GradC vorgaukeln in dem ein zusätzlich eingefügter 270 Ohm Widerstand in Reihe sonst per Reedrelaiskontakt überbrückt wird um korrekt zu messen.

Phasenschieber S. schrieb:

Da der PT1000 mit steigender Temp auch einen steigenden Widerstand aufweist, brauchst du eigentlich nur eine Ader zu unterbrechen, das bedeutet unendlicher Widerstand, dann dürfte die Anlage aus bleiben.

Wenn die Sensorauswerteelektronik nicht ganz steinzeitlich ist, wird sie eine mehr oder weniger kryptische Fehlermeldung schmeißen und nach etwas Recherche wird sich zeigen, dass sie einen Kabelbruch oder einen defekten Sensor diagnostiziert hat. Als Alternative zu dem Sensor könnte man in dem Fall besser eine Widerstand in Serie schalten, der überbrückt wird, wenn die Anlage wie vorgesehen regeln soll.

Serge B. schrieb:

Danke für die Hinweise bzgl. Legionellen. Da wir hier auf einem Elekronik-Forum sind würde es mich freuen, wenn sich die Diskussion auf das elektronische konzentriert.

Wenn es um Warmwassererzeugung geht: Lebst Du alleine? Dann kann man das so weiterverfolgen.

Wenn nicht: Lass' die Finger davon. Legionellen sind nichts, was man "skeptisch" oder mit "eigenen Fakten" betrachtet.

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