Ferritperle Definition

#616984
Newbie wrote:
> aber was stellt sie technisch gesehen dar?
Ein Stückchen Ferrit mit mindestens einem Loch drin.

> entspricht sie einer spule
Zu einer Spule gehört ein bisschen mehr als nur ein Kern. Man kann mit 
einer Ferritperle eine kleine Spule basteln, wenn man einen Draht ein- 
oder mehrmals durchwickelt.

> oder aus was besteht sie?
Aus Ferrit eben...
Gast #616996
Betrachte einen Ferrit wie eine Spule mit extrem tiefer Guete. Sie 
begrenzt Stromanstieg, ist aber dissipativ. Fuer einen Schaltregler 
daher ungeeignet.
Gast #617469
Zusaetzlich gibt's noch 4 Stueck in einem 1206 quer.

>nach welchen vorgaben sucht man sich eine passende ferrit perle aus?

Naja. Der DC Widerstand, die Strombelastbarkeit, die Durchlassfrequenz 
und die Sperrfrequenz sollten hinkommen. Und auch nicht unwichtig : 
sollte lieferbar sein. Ich fand die Dinger sind nicht an Lager und 
bestelle daher immer eine Rolle.
Gast #617547
Ich hab den genauen Betrag nicht mehr im Kopf, aber eine 3000er Rolle 
ist bei 150Euro oder so. 13 Euro pro Stueck ist dreister Abriss. Sogar 
der nicht wirklich guenstige schuricht/distrelec verkloppt die fuer 50 
cents das stueck.
Gast #617692
Haben Ferritperlen eigentlich nachteile bezüglich störungen etc. von 
anderen bauteilen? Sind das die gleichen wie für spulen oder tritt noch 
irgendwas verstärkt auf?


PeterK
#617746
Hi,

Timm wrote:
> aber billig sind diese dinger in smd-ausführung keineswegs, oder?
>
> bei RS zahlt man für eine 13 Euro und bei FArnell gibts gar keine

Schau bitte ganz genau bei den RS-Preisen nach. Der Preis wird oft als 
Preis pro Verpackungseinheit angezeigt, nicht der reine Stückpreis.

als Beispiel: 
http://www.rsonline.de/cgi-bin/bv/rswww/searchBrowseAction.do?D=bead&Nr=AND%28avl%3ade%2csearchDiscon_de%3aN%29&Ntk=I18NAll&Nty=1&Ntt=bead&Dx=mode%20matchpartial&Ntx=mode%20matchpartial&N=0&name=SiteStandard&forwardingPage=line&R=2509574333&callingPage=/jsp/search/search.jsp&BV_SessionID=@@@@1362048767.1185867566@@@@&BV_EngineID=cccgaddlijghfjdcefeceeldgkidhgk.0&cacheID=denetscape

Da steht Menge 1+ 21,57 €, aber die VPE ist 50 Stück!

mfg Ulrich
#617753
Hallo,

eigentlich dienen Ferritperlen der Unterdrückung von Störungen. Als 
Spule würde ich sie nicht direkt sehen (elektrotechnisch/philosophisch 
ist ja alles eine Induktivität - aber lassen wir das).
http://www.neosid.de/DWL/Teil4/Teil_4.pdf (Achtung 9.2MB) Seite 86.
Nicht umsonst wird dort eine Impedanz bei Frequenzen angeben, damit kann 
mal hochfrequente Störungen "dämpfen".

Ich hoffe das war soweit richtig.

mfG

PS: Preise dafür z.B. bei Bürlin 42ct (Apotheke halt)
http://www.buerklin.com/gruppen/KapD/D127610.asp
Gast #1301040
Ich hätte noch eine Frage zu Ferritperlen.

Ich habe eine Rechteckspannung mit einer Frequenz von 500kHz.
Diese hat "Sinusschwingungen mit 50Mhz" überlagert.
Wenn ich nun eine Ferritperle und zwar eine RRH 16-090-285 siehe DB S.12 
http://docs-europe.electrocomponents.com/webdocs/0295/0900766b8029522f.pdf 
benutzen würde.

Was würde dann genau passieren? Wirkt die Ferritperle wie eine 
Induktivität? Laut DB hat die von mir genannte Ferritperle bei 1Mhz noch 
eine Impedanz von ca. 18ohm. Wie wirkt sich das auf das Rechteck aus, 
wenn es mit 8 ohm belastet wird.

Währe Glücklich über Hilfe.
#1301152
@  Redegle (Gast)

>Was würde dann genau passieren? Wirkt die Ferritperle wie eine
>Induktivität?

Sie IST eine Induktivität, allerdings eine absichtlich verlustbehaftete.

> Laut DB hat die von mir genannte Ferritperle bei 1Mhz noch
>eine Impedanz von ca. 18ohm. Wie wirkt sich das auf das Rechteck aus,
>wenn es mit 8 ohm belastet wird.

Schaltplan?

MFgG
Falk
Gast #1301325
Danke für die Information, auch wenn ich Verlustbehaftet eigendlich 
nicht höhren wollte.

Bild ist im Anhang.

AC 1 ist eine PWM 500kHz 60V Rechteck.

R1 ist der Lastwiderstand. Ziel ist es ein möglichst Verzerrungsarmes 
Sinus zu bekommen.

Die PWM Schwingt leicht mit 40-50Mhz und durch die parasitäre Kapazität 
der 33µH Spule bekomme ich die nicht rausgefiltert. Hatte das schonmal 
hier gepostet und als Tipp kam nen Ferrit in Reihe zu der Spule zu 
schalten.

Sieht an aber auf dem Bild ist L3 und L4.
Angehängte Dateien:
Persönliche Seite #1301836
Redegle schrieb:
> Danke für die Information, auch wenn ich Verlustbehaftet eigendlich
> nicht höhren wollte.

Wie soll sie dann die Störungen unterdrücken können? Die hohen 
Frequenzen werden halt verheizt und das meint Falk mit Verlustbehaftet. 
Das ist bei ner normalen Induktivität (zB Speicherdrossel) eher 
unerwünscht, hier aber nicht.
Gast #1302241
Das kann ich mir irgedwie schlecht vorstellen.

Bei einer Induktivität z.B. Speicherdrossel bleibt die Energie 
vorhanden. Also sie wird im Magnetfeld gespeichert.
Eine Ferritperle soll ähnlich einer Induktivität wirken aber die Energie 
wird verheizt. Also wird die dann entsprechend warm oder wie soll ich 
mir das vorstellen?

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