Hallo Forumaner,
mit mit meinem jetzigen NAS von Synology sehr zufrieden, der Lüfter
macht aber einen heiden Lärm. Für eine Solid State IT suche ich nun die
ideale Lösung ohne Lüfter für 2 SSD oder auch USB Sticks zu je 256MB.
Was habt Ihr da so für Erfahrungen? Geschwindigkeit ist nicht so
wichtig.
Gruss Chregu
Christian M. schrieb:> Für eine Solid State IT suche ich nun die ideale Lösung ohne Lüfter für> 2 SSD oder auch USB Sticks zu je 256MB.
Es gibt lüfterlose Mini-PCs, die man mit einer 2.5"-SSD und mehreren
USB-Geräten ausstatten kann, wie z.B. das kleinste Modell der Asrock
BeeBox (N3000) oder Gigabyte Brix (GB-BACE-3000).
Leider haben die Dinger nur genau einen SATA-Anschluss und auch nur
Platz für eine 2.5"-Platte/SSD, so daß man weitere Laufwerke extern über
USB3 anschließen muss. Man könnte die WLAN-Karte ausbauen und
stattdessen eine m.2a-SSD betreiben.
Preislich liegen die Dinger zwischen etwa 130 und 150 EUR, hinzu kommen
noch Massenspeicher und RAM (DDR3L-SODIMM).
Wenn du das Synology Teil mit SSDs statt Festplatte ausstattest, dürftes
du den Lüfter eigentlich abklemmen können. Der ist ja hauptsächlich für
die Külung der Festplatten da.
meine beiden Qnap 110 und 453 sind zwar nicht lüfterlos aber nahezu
unhörbar, die WD red im 453 sind lauter, im 110 habe ich eine langsame
2,5" mit 5400 UPM auch leise. (PS auch die qnap 253 war leise)
Joachim B. schrieb:> meine beiden Qnap 110 und 453 sind zwar nicht lüfterlos aber nahezu> unhörbar, die WD red im 453 sind lauter, im 110 habe ich eine langsame> 2,5" mit 5400 UPM auch leise. (PS auch die qnap 253 war leise)
Tja die Synology sind halt billige QNAS ;-) Wer billig kauft kauft halt
laut.
Das TS-470 kostet halt auch nen Tausender leer.
Cyblord -. schrieb:> Wer billig kauft kauft halt> laut.
oder kauft 2x, hatte mich aus Sparsamkeit erst für die qnap TS-253pro
entschieden mit 2GB, aber das war mir dann doch zu knapp nur Raid 1 zu
können, ich will mal Raid 6 also am letzten Tag der 30 Tage zurück zum
453 mit 16 GB gewechselt, der Aufpreis war verschmerzbar, Erweiterung
kein Thema mehr, erst mal bis zu 4 Platten und später mit
Erweiterungsbox bei Bedarf.
ich kann noch die hp microserver gen8 empfehlen. nicht Lüfterlos, aber
nur ein 120mm Lüfter der normalerweise auf 10% läuft. steht bei uns im
Wohnzimmer und läuft dauerhaft
Joachim B. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Wer billig kauft kauft halt>> laut.>> oder kauft 2x, hatte mich aus Sparsamkeit erst für die qnap TS-253pro> entschieden mit 2GB, aber das war mir dann doch zu knapp nur Raid 1 zu> können, ich will mal Raid 6 also am letzten Tag der 30 Tage zurück zum> 453 mit 16 GB gewechselt, der Aufpreis war verschmerzbar, Erweiterung> kein Thema mehr, erst mal bis zu 4 Platten und später mit> Erweiterungsbox bei Bedarf.
Naja hier wurde halt im Prinzip das falsche gekauft. Nicht billig. Das
ist schon ein Unterschied.
Auch das TS-253 ist super. Wenn RAID1 reicht.
Aber RAID6 ist schon zu empfehlen. Ich habe auf dem TS-470 einen RAID6
mit 4x4 TB. Also 8TB Nettospeicher bei hoher Sicherheit. Das ist ganz
ok.
Christian M. schrieb:> mit meinem jetzigen NAS von Synology sehr zufrieden, der Lüfter> macht aber einen heiden Lärm.
Hast Du auch schon die Luefterkennlinie angepasst ?
Bei meiner Synology DS 214+ muss ich schon ganz nahe
herangehen um zu hoeren das da drinne etwas werkelt.
Die Kopfbewegungen der Festplatten sind deutlicher zu hoeren.
Aber manch einer ist da in der Hinsicht halt empfindlicher.
Ein Luefterloses Geraet mit SSD ist dann natuerlich voellig
geraeuschlos. Ausser: vielleicht dem "Plopp" wenn das Netzteil
kaputt geht. ;-)
Gruss Asko.
Cyblord -. schrieb:> Aber RAID6 ist schon zu empfehlen.
Allerdings nicht mit...
> 4x4 TB
Bei 4 Platten bietet sich RAID10 an, das mit ähnlich hoher Verfügbarkeit
und gleicher Kapazität, aber wesentlich besserer Performance arbeitet.
Icke ®. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Aber RAID6 ist schon zu empfehlen.>> Allerdings nicht mit...>>> 4x4 TB>> Bei 4 Platten bietet sich RAID10 an, das mit ähnlich hoher Verfügbarkeit> und gleicher Kapazität, aber wesentlich besserer Performance arbeitet.
Ähnlich hohe Verfügbarkeit sicher nicht. Bei RAID10 dürfen eben nicht
zwei beliebige Platten ausfallen.
Icke ®. schrieb:> Bei 4 Platten bietet sich RAID10 an
nicht wirklich, mit einer Erweiterungsbox hängt man zusätzlich Platten
rein und das raid 6 Array baut sich selber um, mit raid 10 wohl kaum
soweit ich weiss.
Cyblord -. schrieb:> Bei RAID10 dürfen eben nicht> zwei beliebige Platten ausfallen.
Das ist richtig. Die Wahrscheinlichkeit, daß zwei Platten zeitgleich
ausfallen, ist aber gering. Dafür würde ich mir die miese Performance
von RAID6, die im Falle eines Rebuilds bis zur Unbrauchbarkeit absinken
kann, jedoch nicht antun. RAID 5 oder 6 macht nur in Datengräbern Sinn,
wo sehr viele Platten arbeiten und das Preis-/Kapazitätsverhältnis eine
Rolle spielt.
Ich empfehle die AMD Kabini Reihe.
Board ASRock AM1H-ITX mitm passenden Athlon gibts zusammen für deutlich
unter 100 €. Passiver kühler und altes Notebook Netzteil reichen, ist
absolut lautlos und fürs NAS ausreichend flott und bietet sogar AES-NI.
Icke ®. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Bei RAID10 dürfen eben nicht>> zwei beliebige Platten ausfallen.>> Das ist richtig. Die Wahrscheinlichkeit, daß zwei Platten zeitgleich> ausfallen, ist aber gering. Dafür würde ich mir die miese Performance> von RAID6, die im Falle eines Rebuilds bis zur Unbrauchbarkeit absinken> kann, jedoch nicht antun. RAID 5 oder 6 macht nur in Datengräbern Sinn,> wo sehr viele Platten arbeiten und das Preis-/Kapazitätsverhältnis eine> Rolle spielt.
Schön für dich. Vielleicht betreibe ich ein Datengrab wo hohe
Verfügbarkeit gefordert ist?
Selbst wenn ich den Ausfall zweier Platten nicht annehmen würde, dann
würde ich auf RAID5 gehen. Extreme Perfomance in einem NAS sehe ich
nicht als wichtig an. Die Perfomance ist so schon recht hoch. Die QNAS
selbst und die verbauten Platten sind flott.
RAID10 macht vielleicht in einem Gaming PC oder einer Workstation Sinn.
Cyblord -. schrieb:> Vielleicht betreibe ich ein Datengrab wo hohe> Verfügbarkeit gefordert ist?
Dann viel Spaß bei einem Plattenausfall mit anschließendem Rebuild.
Icke ®. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Vielleicht betreibe ich ein Datengrab wo hohe>> Verfügbarkeit gefordert ist?>> Dann viel Spaß bei einem Plattenausfall mit anschließendem Rebuild.
Warum denn du Vogel? Was macht mir denn ein langsamer Rebuild? Wie lange
sollte der denn dauern?
Kannst du dich vielleicht mal zurückhalten? Du hast halt andere
Anforderungen. Mach dein RAID10 und wird glücklich, wir habens kapiert.
Denkst du ich habe keine guten Gründe für RAID6? Denkst du ich kenne die
Vor- und Nachteile nicht? So doof wie du bin ich schon lange...
Trottel gibt's...
Icke ®. schrieb:> Dafür würde ich mir die miese Performance> von RAID6, die im Falle eines Rebuilds bis zur Unbrauchbarkeit absinken> kann, jedoch nicht antun.
ich verstehe deine Rede nicht, wie lange dauert denn bei dir ein rebuild
von raid 6 auf welchem NAS?
Du schreibst von Performance an einem Gbit Netzwerk, da kommen doch eh
keine 100 Mb/s raus, was soll da raid 10 bewirken weinn eine Platte 130
Mb/s kann aktuell könnten 2 im stripe zwar 260 Mb/s aber die zwingst du
niemals durchs Gbit, höchstens mit Kanalbündelung was das Qnap kann.
Joachim B. schrieb:> wie lange dauert denn bei dir ein rebuild von raid 6 auf welchem NAS?
Gar nicht, denn ich setze aus gutem Grunde nur RAID1 oder 10 ein.
> Du schreibst von Performance an einem Gbit Netzwerk, da kommen doch eh> keine 100 Mb/s raus
Ich habe vor einiger Zeit ausführliche Tests mit verschiedenen
RAID-Leveln auf File-, Anwendungs- und Datenbankservern gemacht. Und
zwar mit praxisorientierten Datenbewegungen. RAID10 war auf
Anwendungsservern ganz klar am schnellsten, bei File- und
Datenbankservern ergaben sich leichte Vorteile gegenüber RAID1. RAID5
lag dagegen um Längen hinter den beiden anderen zurück, schon im
Normalbetrieb. Noch weitaus dramatischer sind die Unterschiede beim
Rebuild. Mit RAID1x sind die Systeme zwar langsamer, aber immerhin noch
benutzbar gewesen. Anders bei RAID5, dort sackte die Performance
unerträglich ein, an Produktivbetrieb nicht mehr zu denken.
RAID6 ist nicht viel anders als RAID5, nur mit höherer Redundanz. Es
teilt dessen schlechte Schreibperformance, die selbst ein "nur"
Gigabitnetzwerk unterfordert und kackt im Rebuildprozess genauso, wenn
nicht noch mehr ab. Mit dieser Meinung stehe ich nicht allein, siehe
u.a. hier:
https://community.spiceworks.com/topic/290343-raid-6-s-dirty-little-secret
Wie lange ein Rebuild über 8TB dauert, läßt sich nur ahnen. Vermutlich
mehrere Tage. In denen das Sywtem kaum benutzbar ist. Also m.E. keine
gute Wahl.
Icke ®. schrieb:> Ich habe vor einiger Zeit ausführliche Tests mit verschiedenen> RAID-Leveln auf File-, Anwendungs- und Datenbankservern gemacht.Icke ®. schrieb:> Es> teilt dessen schlechte Schreibperformance, die selbst ein "nur"> Gigabitnetzwerk unterfordert und kackt im Rebuildprozess genauso, wenn> nicht noch mehr ab. Mit dieser Meinung stehe ich nicht allein, siehe> u.a. hier:>> https://community.spiceworks.com/topic/290343-raid-6-s-dirty-little-secret>> Wie lange ein Rebuild über 8TB dauert, läßt sich nur ahnen. Vermutlich> mehrere Tage. In denen das Sywtem kaum benutzbar ist. Also m.E. keine> gute Wahl.
danke für deine Hinweise, prinzipiell glaube ich das schon und es ist
bekannt das ein rebuild dauert, das ist ja auch der Grund warum ich raid
6 statt 5 wollte, wenn eine Platte ausfällt (und alle Platten aus
derselben Serie gleichalt sind) kann auch die nächste im rebuild
ausfallen, deswegen raid 6.
Aber Zeit ist bei mir ja kein Thema, es ist mein privates NAS und nachts
hat der eh nix zu tun. Ich habe auch keinen File-, Anwendungs- und
Datenbankserver, es ist nur die eine CPU j1900 mit 4 Kernen und 16GB Ram
im NAS das sollte die auch nicht überfordern, von daher bleibe ich
optimistisch.
Im Firmenumfeld sieht das anders aus.
Also ich denke es hängt stark von den Anforderungen ans NAS ab. Ich habe
hier ein RAIDZ (= RAID5) mit 3 x 3 TB von WD. Habe neulich ein rebuild
gemacht und es hat knapp 24 Stunden gedauert. Alle Platten komplett
verschlüsselt. Während des Rebuilds lief der Server weiter und ich habe
sowohl das Backup (inkrementell Laptop -> NAS) als auch das abendliche
Serienschauen (NAS -> HTPC) problemlos parallel nutzen können.
Performance Anforderung von Backup und Serien schauen ist natürlich
nicht so hoch, aber im Ergebnis hat für mich das Rebuild KEINE
Auswirkungen gehabt und war nach 24h vorbei.
Ihr hinkt mit den RAID Leveln etwas hinter der Zeit her. Wer es
redundant und flexibel will, der nimmt zfs oder btrfs. Die erledigt die
Redundanz im Filesystem selber und hinzu kommende Platten sind völlig
problemlos ins Volume integrierbar. Als ggf. nützlichen Nebeneffekt
gibts auch noch Snashots.
Da Metadaten und Inhalte zudem auch mit Checksums versehen werden ist
auch die mittlerweile grenzwertige zugesicherte Datensicherheit grosser
SATA Disks abgedeckt.
Icke ®. schrieb:> A. K. schrieb:>> Wer es redundant und flexibel will, der nimmt zfs oder btrfs.>> Hmm, und welche Consumer-NAS unterstützen das?
Eben. Der Vorteil der fertigen NAS sehe ich vor allem in der einfachen
Benutzung. Die Dinger laufen einfach. Haben eine super Bedienung und
sind unkompliziert.
Natürlich macht ein Linux-Frickler das ganz anders. Aber die fertigen
NAS sind Lösungen für die Leute die das genau nicht wollen. Frickeln.
> Ich habe vor einiger Zeit ausführliche Tests mit verschiedenen> RAID-Leveln auf File-, Anwendungs- und Datenbankservern gemacht. Und> zwar mit praxisorientierten Datenbewegungen. RAID10 war auf> Anwendungsservern ganz klar am schnellsten,
Ist doch aber nun nichts neues, dass RAID10 an schnellsten ist. Man
opfert Redundanz für Leistung. Eigentlich eben ein RAID0 wo die horrende
Ausfallgefahr durch ein übergeordnetes RAID1 abgefedert wird.
Wie gesagt, bei vielen Aufgaben ist dies sinnvoll. Für schnelle PCs ist
es super! Auf einem NAS sehe ich das einfach nicht.
RAID5 so schlecht zu reden ist auch übertrieben. RAID5 ist für KMU ja
schon so was wie ein Standard. Hohe Sicherheit aber immer noch
wirtschaftlich. Die Rebuild Zeiten interessieren wirklich nur peripher.
Auch die Story dass das NAS dabei "praktisch Unbenutzbar" wäre, halte
ich für merkwürdig.
1.) Was heißt das genau?
2.) Welches NAS? Liegts wirklich am RAID Level oder ist das NAS scheiße?
> Wie lange ein Rebuild über 8TB dauert, läßt sich nur ahnen
Dafür riskierst du aber echt ne dicke Lippe.
Jörg W. schrieb:> Da FreeBSD ZFS unterstützt, kannst du das mit FreeNAS haben.
FreeNAS ist in meinen Augen von der Bedienung und der einrichtung auf
jeden Fall der fertigen Lösungen ebenbürtig. Da muss nix gefrickelt
werden.
Lediglich die Hardware ist eventuell etwas mehr Aufwand. Mit oben
genanten Kabini Board (hat alles auf dem Board, Netzteil extern) ist
aber auch dass vermutlich für jeden hier im Forum absolut kein Thema.
Wer nen Schraubenzieher bedienen kann hat das Ding innerhalb von ner
Stunde Lauffähig. In meinen Augen schlägt diese Lösung JEDES fertige NAS
in jeder Kategorie.
Immer diese Werbung fuer ZFS im Heimgebrauch. Das ist fuer den
Enterprise gebrauch und fuer Profis. Es gibt so viele Wege sich da in
den Fuss zu schiessen. Und ausserdem braucht ihr ohne ECC RAM gar nicht
anfangen, ich glaube nicht das das auf euer Bastelhardware geht...
Es gab mal für 155€ einen HP Microserver mit 4 SATA Plätzen. Der hat nun
3GB ECC RAM drin, ein Linux drauf und 2 produktive Datenplatten, die
seit einem Jahr problemlos mit btrfs arbeiten. Kein Hexenwerk. Und ist
so schnell wie das Gbit Ethernet hergibt.
ZFSHater schrieb:> Immer diese Werbung fuer ZFS im Heimgebrauch. Das ist fuer den> Enterprise gebrauch und fuer Profis.
Wie schon geschrieben wurde steckt ZFS im FreeNAS unter der Haube. Das
liefert für den Umgang mit dem System eine Weboberfläche, die von den
üblichen NAS-Boxen nicht so weit weg ist.
Wenn ein NAS permanent durchläuft und kein ECC hat, dann können in
jedem System unerkannt Fehler einfliessen.
Danke für die vielen Ideen/Anregungen!
Ich habe momentan die DS107. Soviel ich gesehen habe, lässt sich der
Ventilator nicht beeinflussen. Im Zuge der ver-solid-state-isierung
möchte ich aber mittelfristig weder Ventilator noch rotierende Disk.
Da mein neuer Rechner wirklich so ein lüfterlos Teil mit SSD ist, sollte
doch ein Serverchen auch machbar sein. FreeNAS habe ich mal ins Auge
gefasst, fürchte mich aber vor unvorhersehbaren zeitlichen
Investitionen, die mir leider sehr wenig zur Verfügung stehen.
Gruss Chregu
ZFSHater schrieb:> Das ist fuer den> Enterprise gebrauch und fuer Profis.
Warum muss man damit Geld verdienen müssen?
> Es gibt so viele Wege sich da in> den Fuss zu schiessen.
Zum Beispiel?
Und gibt es nun ein lüfterloses NAS-System fertig zu kaufen?
Hier wird wieder so viel diskutiert, dass ich das jetzt noch nicht
verstanden habe. Wäre ich aber auch daran interessiert.
Also: Wer kann ein lüfterloses NAS für SSD-Einbau empfehlen?
Verwirrter schrieb:> Wer kann ein lüfterloses NAS für SSD-Einbau empfehlen?
wie denn?
spezielle NAS für SSD gibt es wohl nicht, und starke schnelle Platten
sind meist 3,5" oder hochtourige 2,5" und benötigen Lüfter und weil das
die Hersteller wissen spendieren sie der CPU nur kleine Kühlkörper.
Will man total lüfterlos wird man wohl externes Notebooknetzteil wählen
müssen und einen HTPC lüfterlos aufbauen müssen.
Christian M. schrieb:> mit mit meinem jetzigen NAS von Synology sehr zufrieden, der Lüfter> macht aber einen heiden Lärm.
Bau Dir doch einen Mini (64Bit) Rechner zusammen und nehm die
"freie"/OpenSource/gepatchte DSM Version von Xpenology:
http://xpenology.me/downloads/http://xpenology.org/installation/
Ich hatte dazu einen 64Bit ATOM Rechner mit Intel D525MW Mainboard
genommen (passiv gekuehlt) - den hatte ich auf eBay mit 4GB Ram und
500er Platte (2.5") fuer 49EUR "geschossen"....ist still und zusaetzlich
zur internen Platte kann man USB-Stick anschliessen :)
Leider haben die meisten Atom Rechner eine 32Bit CPU (Atom N260/N270).
GuidoL schrieb:> Ich hatte dazu einen 64Bit ATOM Rechner mit Intel D525MW Mainboard> genommen (passiv gekuehlt) - den hatte ich auf eBay mit 4GB Ram und> 500er Platte (2.5") fuer 49EUR "geschossen"....ist still und zusaetzlich> zur internen Platte kann man USB-Stick anschliessen :)
So eine Lösung würde ich dem OP auch empfehlen. Hier werkelt auch ein
lüfterloses Intel-ATOM-Board als Server. Zusätzlich zum NAS (2x interne
2,5"-HDD mit je 1TB) ist er noch Druckserver, zuständig für die
Sicherungen und Webserver für unser internes "Internet". Betriebssystem
ist ein LTS-Ubuntu. Aber wie Guido schon schrieb, gibt es fertige
Lösungen für diejenigen, die nicht großartig administrieren möchten.
Der Leistungsbedarf liegt (inkl. 12V-Netzteil) unter 10 (zehn) Watt.
> Leider haben die meisten Atom Rechner eine 32Bit CPU (Atom N260/N270).
Ich denke, dass bei den Aufgaben, die so ein Server zu leisten hat, die
Flaschenhälse woanders liegen als dass der Leistungszuwachs von 32->64
Bit eine große Rolle spielt ;-)
Chris D. schrieb:> Ich denke, dass bei den Aufgaben, die so ein Server zu leisten hat, die> Flaschenhälse woanders liegen als dass der Leistungszuwachs von 32->64> Bit eine große Rolle spielt ;-)
Falls man allerdings an ZFS denkt, die mögen viel RAM, da ist eine
64-Bit-CPU schon nützlich.
Hätte mich ja schon gewundert, wenn sich zwischenzeitlich wirklich
niemand dieses Themas angenommen hätte. Also einer freien NAS auf
Linux/btrfs Basis, statt auf BSD/ZFS Basis wie im FreeNAS. Kurze Suche
fand http://rockstor.com/
"Man hat schon Pferde kotzen sehen. Direkt vor der Apotheke. Mit dem
Rezept in der Hand." ;-)
Icke ®. schrieb:> Die Wahrscheinlichkeit, daß zwei Platten zeitgleich> ausfallen, ist aber gering.
Es ist nicht notwendig, dass zwei Disks gleichzeitig ausfallen. Die
Realität hat Sachen auf Lager, da denkst du garnicht dran. Hier die
Geschichte:
Neulich habe ich von einem Kollegen, der die Firma verlassen hat, unter
Anderem ein NAS "geerbt", ein QNAP mit fünf Disks als RAID5. Blöderweise
war für Benachrichtigungsmails die persönliche E-Mail des Kollegen
konfiguriert, böses Foul. Eines Tages ist eine der Disks gestorben und
hat konfigurationsgemäß eine diesbezügliche E-Mail ins Nirwana
geschickt. Dann kam der Tag, an dem einer anderen Disk die
Reserve-Sektoren ausgegangen sind. Verständlicherweise hat das NAS jetzt
ein echtes Problem. Unterm Strich lässt sich sagen, dass das NAS nicht
mehr ansprechbar war, nicht über die Web-Administrationsoberfläche,
nicht per direktem Login. In dieser Situation ist der Hinweis in der
Dokumentation, dass man das NAS nicht ausschalten soll, nicht wirklich
hilfreich. Alternativ hätte ich natürlich auch bis zum nächsten
Stromausfall warten können, aber das hätte ein paar Jahre dauern können.
Also das Unvermeidliche: Ausknipsen, dann gucken, was nach dem
Einschalten passiert. ... ... ... Naja, das Teil hat nicht mehr gewusst
wo oben und unten ist und von vorne angefangen. Also ganz von vorne:
IP-Konfiguration vom DHCP, Status auf "unkonfiguriert" gesetzt, die
Web-Oberfläche freundlich einladend zur Grundkonfiguration. Danke, QNAP!
YMMD! Und nicht nur einen! Es folgte die Erkenntnis, dass busybox auf
einem NAS mit ernsthaften Problemen vor allem eines ist: wenig
hilfreich. Schließlich habe ich dann ein Werkzeug angesetzt, mit dem man
dem Problem wesentlich besser zu Leibe rücken kann: systemrescuecd. OK,
da ist ein kaputtes RAID5, eine Disk ist tot, eine weitere Disk hat noch
einen Sektor "pending", die anderen Disks sind gut. Also kein Grund zur
Panik. Kaputte Disk per ddrescue auf eine Ersatzdisk kopiert, ein
4k-Sektor nicht mehr wiederherstellbar. Ersatzdisk eingebaut, mit
systemrescuecd gebootet, et voilà, ein funktionierendes RAID5 mit
Terabytes an Daten - das Backup bleibt im Schrank. Die QNAP-Software
beharrt natürlich darauf, dass da nichts ist und alles von Grund auf neu
konfiguriert werden muss, aber das ist egal, denn jetzt macht ein Debian
den Job. Da weiß man, was man hat!
Konrad S. schrieb:> Es ist nicht notwendig, dass zwei Disks gleichzeitig ausfallen.
die Wahrscheinlichkeit bei 2 Platten aus einer Serie steigt aber gerade
bei anschliessenen belastenen rebild.
Deswegen möchte ich auch raid6.
Joachim B. schrieb:> die Wahrscheinlichkeit bei 2 Platten aus einer Serie steigt aber gerade> bei anschliessenen belastenen rebild.
Samsung hatte mal 'nen wirklich guten Bug bei den HD203UI: Ausfall nach
256(?) Power-Cycles. (Und als Bonus-Feature hatten die Disks nach dem
Update immer noch die gleiche Firmware-Revision.) Ich hatte Glück. Als
die Welle der Fehlerberichte auf dem Höhepunkt war, hatten meine
Exemplare noch keine zehn Power-Cycles hinter sich.
Das hat wieder mal gezeigt, dass man garnicht so dumm denken kann, wie
es dann kommt. ;-)
Joachim B. schrieb:> Deswegen möchte ich auch raid6.
In einem für den Heimgebrauch vorgesehenen NAS sind oft nur 2-3 Disks
drin. Keine gute Voraussetzung für RAID6. ;-)
Es ist auch bei kleinem NAS sinnvoll, das System regelmässig die
Integrität kontrollieren zu lassen. Also scrubbing durchzuführen.
Konrad S. schrieb:> Samsung hatte mal 'nen wirklich guten Bug bei den HD203UI: Ausfall nach> 256(?) Power-Cycles.
So ähnlich hatte Crucial das bei der "m4" SSD implementiert. Nämlich
nach 5184 Betriebsstunden. Da hilft natürlich auch kein RAID.
Genau so lange dauerte es folglich, bis der Bug aufflog. Nach reichlich
einem halben Jahr waren jene dran, die 24x7 Betrieb fuhren. Allerdings
war das reparabel, d.h. die Daten waren nicht verloren. Nach Neustart
lief sie dann wieder für eine Stunde.
Hm,
also Raid ersetzt niemals ein Backup!
Es braucht ja keinen Ausfall der Festplatten, wenn das Netzteil
beschließt 12V sind langweilig und mal 30V und mehr durch das System
jagt, erwischt es zuverlässig jede Festplatte....
mfg
Gast
Gast schrieb:> Es braucht ja keinen Ausfall der Festplatten, wenn das Netzteil> beschließt 12V sind langweilig und mal 30V und mehr durch das System> jagt, erwischt es zuverlässig jede Festplatte....
Etliche freiwillige Teilnehmer an der Versuchsreihe "was passiert, wenn
ich meine 12V USB Disk an meinem 19V Laptop-Netzteil betreibe" haben
bewiesen, dass die Hersteller von Disks gerne Schutzdioden gegen solche
Unbill einbauen.
Konrad S. schrieb:> Danke, QNAP!
Die Mailbenachrichtigung funktioniert bei den QNAPs ausgezeichnet.
Natürlich muß sie vorher richtig konfiguriert werden. Außerdem werden
Fehler über die Status-LEDs am Gerät signalisiert. Aber da muß man eben
ab und zu mal hinschauen. Der Dank gebührt also dem offensichtlich
inkompetenten Admin.
> denn jetzt macht ein Debian> den Job. Da weiß man, was man hat!
Nur nebenbei, unter der QNAP-Oberfläche arbeitet ein gewöhnliches Linux.
Icke ®. schrieb:> Natürlich muß sie vorher richtig konfiguriert werden.
Yep!
Icke ®. schrieb:> Der Dank gebührt also dem offensichtlich> inkompetenten Admin.
Er hätte die für das Monitoring vorgesehene E-Mail-Adresse eintragen
können. Weiß der Geier, welcher Teufel ihn da geritten hat!
Icke ®. schrieb:> Nur nebenbei, unter der QNAP-Oberfläche arbeitet ein gewöhnliches Linux.
Wenn du busybox als "gewöhnliches Linux" ansiehst, OK, deine Sache.
Für mich hat der Vorfall als neue Erkenntnis gebracht, dass busybox
als Unterbau für ein NAS nicht geeignet ist, wenn es hart auf hart geht.
Die Welt ist in Ordnung, solange das NAS im Rahmen der vom Hersteller
vorhergesehenen Fehlerfälle bleibt und das war hier eben nicht mehr der
Fall. Meinen "Dank" hat sich QNAP allein durch das Wegwerfen der
Konfiguration verdient. Für den Komfort, ein NAS einfach per Klick-Klick
in wenigen Minuten einrichten zu können, muss man einen gewissen Preis
zahlen. Den will ich aber nur einmal zahlen. Deshalb läuft da jetzt
ein Debian drauf.
Konrad S. schrieb:> Samsung hatte mal 'nen wirklich guten Bug bei den HD203UI: Ausfall nach> 256(?) Power-Cycles. (Und als Bonus-Feature hatten die Disks nach dem> Update immer noch die gleiche Firmware-Revision.) Ich hatte Glück. Als> die Welle der Fehlerberichte auf dem Höhepunkt war, hatten meine> Exemplare noch keine zehn Power-Cycles hinter sich.
Das ist ja noch gar nix. Ein Bekannter hatte mal ein Problem, das aus
dem perfekten Zusammenspiel von Bugs in zwei getrennten Komponenten
resultierte. Ist allerdings schon einige Jahre her. Auf der einen Seite
war die Festplatte, die durch einen Firmware-Bug Zugriffs-Kommandos
schon angenommen und ausgeführt hat, bevor das Medium die volle Drehzahl
erreicht hat. Auf der anderen Seite war das Mainboard, dessen BIOS nicht
wie vorgesehen mit dem ersten Zugriff wartete, bis die Festplatte
Bereitschaft meldete.
Konrad S. schrieb:> Icke ®. schrieb:>> Der Dank gebührt also dem offensichtlich>> inkompetenten Admin.>> Er hätte die für das Monitoring vorgesehene E-Mail-Adresse eintragen> können. Weiß der Geier, welcher Teufel ihn da geritten hat!
Tja, der hätte halt, als der Vorgänger gegangen ist, sich mal anschauen
müssen, wie das ganze funktioniert und nicht einfach bis zum Ausfall
warten, bevor er sich mal damit beschäftigt.
> Icke ®. schrieb:>> Nur nebenbei, unter der QNAP-Oberfläche arbeitet ein gewöhnliches Linux.>> Wenn du busybox als "gewöhnliches Linux" ansiehst, OK, deine Sache.>> Für mich hat der Vorfall als neue Erkenntnis gebracht, dass busybox> als Unterbau für ein NAS nicht geeignet ist, wenn es hart auf hart geht.
Welches konkrete Problem hattest du denn mit busybox?
> Die Welt ist in Ordnung, solange das NAS im Rahmen der vom Hersteller> vorhergesehenen Fehlerfälle bleibt und das war hier eben nicht mehr der> Fall. Meinen "Dank" hat sich QNAP allein durch das Wegwerfen der> Konfiguration verdient.
Und was kann da busybox dafür?
A. K. schrieb:> In einem für den Heimgebrauch vorgesehenen NAS sind oft nur 2-3 Disks> drin. Keine gute Voraussetzung für RAID6. ;-)
das hat man ja nun selber in der Hand, deswegen tauschte ich die QNAP
253pro zur 453pro.
Jeder muss doch selber wissen was einem die Daten wert sind und die
Vefügbarkeit. Ich hoffe mal das ich ein Backup schaffe wenn eine Platte
ausfällt.
Immer wieder faszinierend, wie hier aus einer einfachen, direkten und
guten Frage eine komplett andere Diskussion gemacht wird ..
Jetzt fehlt noch ein bisschen das Thema C versus Bascom,
Arbeitslosigkeit usw.
Hallo schrieb:> Immer wieder faszinierend, wie hier aus einer einfachen, direkten und> guten Frage eine komplett andere Diskussion gemacht wird ..
Sowas kann bei Diskussionen eben vorkommen. Mich fasziniert, daß immer
einer daher kommt und absolut nichts zur Diskussion beizutragen hat,
aber trotzdem ein Posting verfasst, ausschließlich um sich darüber zu
beschweren, daß andere nicht beim Thema bleiben...
Stefan schrieb:> Da noch eine SSD dran, das ist es dann.
Naja, der Preis wuerde mich mehr als abschrecken.
(war aber nur ein Beispiel)
Gast schrieb:> also Raid ersetzt niemals ein Backup!
Wie wahr !
Ich hab zwei NAS mit jeweils 2 Festplatten gleichen
Datums und gleicher revision in Betrieb, bisher
kann ich die bedenken nicht nachvollziehen.
Gruss Asko.
Rolf M. schrieb:> Tja, der hätte halt, als der Vorgänger gegangen ist, sich mal anschauen> müssen, wie das ganze funktioniert und nicht einfach bis zum Ausfall> warten, bevor er sich mal damit beschäftigt.
Selber tja! Nach dieser Aktion habe ich die anderen "Erbstücke"
untersucht und da waren keine faulen Eier dabei. Rückblickend kann ich
feststellen, dass kein Grund für Misstrauen vorlag. Zum zweiten Teil:
Ich habe schneller ein NAS mit Standard-PC-Komponenten und Debian
aufgesetzt als es dauert, durch das QNAP-Zeug durchzudringen, zumal es
bei den QNAP-Spezifika mit Dokumentation mau aussieht.
> Welches konkrete Problem hattest du denn mit busybox?
Den eingebauten Befehlen fehlen einige nützliche Optionen, manche
Befehle sind nicht eingebaut. Reinkopieren von einen anderen System geht
nicht so einfach. Solange man nicht in so ein Problem reinläuft,
spielt es keine Rolle.
>> Meinen "Dank" hat sich QNAP allein durch das Wegwerfen der>> Konfiguration verdient.>> Und was kann da busybox dafür?
Ich habe diesbezüglich keinen Zusammenhang hergestellt.
Chris D. schrieb:> Ich denke, dass bei den Aufgaben, die so ein Server zu leisten hat, die> Flaschenhälse woanders liegen als dass der Leistungszuwachs von 32->64> Bit eine große Rolle spielt ;-)
Das war nur "wichtig" fuer die freie DSM-Version von Xpenology...die
bootet nur auf 64Bit :)
Mit debian oa.e. reicht dann naterulich auch 32Bit :)