So funktioniert eine Modemverbindung nicht; Du musst schon noch eine
Spannungsquelle in Reihe schalten, damit ein Schleifenstrom fließen
kann, der von den Modems moduliert wird.
Obendrein funktioniert mit solch einer "Standleitung" kein
Wählbetrieb; zwar mag das wählende Modem seine DTMF-Töne loswerden
(wenn denn es so konfiguriert ist, daß es nicht auf einen Wählton*
wartet - ATX0 hilft da), aber das "angerufene" Modem bekommt nichts
davon mit.
Die einfachste Abhilfe ist hier die Verwendung einer simplen
Telephonanlage, in Form einer Istec 1003 oder 1008 sollte sowas für
sehr wenig Geld gebraucht zu bekommen sein. Dann ist auch das Problem
des Schleifenstromes gelöst.
AUfgrund des seltsamen Wähltones solcher Telephonanlagen sollte die
modemeigne Wähltonerkennung dennoch deaktiviert werden.
Du könntest Dir mal das hier
http://www.mikrocontroller.net/forum/read-8-155472.html#new
beschriebene "Terminalprogramm" ansehen - sollte Tobi den Quelltext
'rausrücken, besteht eine realistische Chance, das Teil auch unter
Linux zum laufen zu bekommen, weil das auf dem Cross-Platform-Toolkit
wxWidgets aufsetzt.
Warum möchtest Du die PCs über diese sehr langsame Schnittstelle
miteinander verbinden? Ist Kabellänge ein Thema?
*) Der Wählton ist bei Festnetztelephonen das Geräusch, das ertönt,
wenn einfach nur der Hörer** abgenommen wird - also ein Dauer-Tuut. Aus
was für Gründen auch immer wird der Wählton oft fälschlich als
Freizeichen bezeichnet, das aber signalisiert, daß am "anderen Ende"
das angerufene Telephon klingelt und nicht belegt ("besetzt") ist.
Naja, Telekommunikationssprache war schon immer 'ne komische Nummer,
wie folgendes zeigt:
**) Eigentlich "Handapparat". Jaha!