Moin moin,
mache eben den Kühlschrank (Bosch) auf und habe den Griff in der Hand.
Natürlich mal wieder gealtertes Plastik, die Nase des Griffs ist
abgebrochen. Solche Defekte müssten eigentlich nicht sein, wenn man
haltbar konstruieren würde, wie z.B. verschrauben.
Dummerweise liegt die Nase nun in dieser Nasen-Buchse, einen neuen Griff
(falls man denn einen bekommt) wird man nicht eindrücken können. Das
abgebrochene Teil geht auch nicht raus. Was nicht verwundert, denn die
Nase soll ja nicht rausgehen, sonst würde ja der Griff nicht halten.
Einmal rein - und nie wieder raus ist heute die Devise.
Mir sieht das nach einer neuen Türe aus (wenn die denn lieferbar ist),
denn die Innenseite der Türe lässt sich nicht ausbauen. Zumindest nicht
so ohne weiteres. Schrauben gibt es auch innen nicht, man muss wohl erst
die Türdichtung rausrupfen. Ist alles so gemacht, dass der Austausch des
Griffs eigentlich unmöglich ist. Da staunt selbst ein Mechaniker
Bauklötzchen.
Bild 3 zeigt die Bruchstelle an der Griff Innenseite.
Der obere und untere Griff ist identisch.
Werde morgen mal den Bosch Kundendienst kontaktieren und berichten.
Manuel
Manuel O. schrieb:> Mir sieht das nach einer neuen Türe aus (wenn die denn lieferbar ist),
... für mich nach etwas Heimwerkerarbeit.
Gut, der Griff sieht dann nicht mehr so neu aus, aber was solls ?
Da besorg ich doch keine neue Tür für die Hälfte des Preises wie der
ganze Kühlschrank...
Nach meiner Erfahrung ist ein Großteil der Bosch-Entwickler mit der
Optimierung der geplanten Obsoleszenz.
Das haben die inzwischen perfekt gelöst.
Mein ehemaliges Bosch-Pedelec war exakt nach dem Ablauf der Garantie
hinüber - Ersatzteile gibt es nicht - nur den kompletten Motor - und nur
an Vertragshändler für fast 1000€!!!
Ferkel schrieb:> Doppelseitige Klebeband und Griff dran!
5x Aufgemacht, und er hat den Griff in der Hand, die Türe ist immer noch
zu.
Wer Kleber kennt, nimmt Schrauben.
Also Ein schöner Griff kaufen, und anschrauben...
Diese Plastikaufnahme in der Tür kannst Du doch ausbauen; die ist nur
eingedreht (ca. 1/4 Umdrehung), da gibt es ja nur 2 Nasen, die diese
Aufnahme halten.
Thomas R. schrieb:> ... war exakt nach dem Ablauf der Garantie hinüber ...
Da kauft der Kunde deutsche Qualität und wird so verprellt. Wenn die
Manager so weiter machen, laufen ihnen die Kunden weg und die
chinesischen Konzerne können diese Manager zurecht wirklich nicht
brauchen.
Interessant ist folgender Artikel:
https://www.mdr.de/zeitreise/ddr/gesetzliche-zuverlaessigkeit-von-ddr-elektrogeraten-100.html
Der Hintergrund dazu war aber nur der Ressourcenmangel. Das hat nichts
mit Öko-Ideen zu tun.
Manuel O. schrieb:> Bosch Kundendienst kontaktieren
Mit einer frischen Packung 33g UHU-Endfest hat sich schon manches
Problem gelöst. Ob allerdings diese Plaste dafür geeignet ist, wird erst
das Experiment zeigen. Eine Schraube wäre auch eine gute Lösung, solange
die Frau ein Auge zudrückt. :-)
Manuel O. schrieb:> Ist alles so gemacht, dass der Austausch des> Griffs eigentlich unmöglich ist.
Mit einem übergroßen Schraubenzieher kann das Restteil aus der Tür
gedreht werden und dann herausgezogen werden. Dann nimmst Du einen
harten Korken, den Du passend anschnitzt und drehst den ein. Ein Loch an
des Ende des Griffes gebohrt, Schraube hinurchstecken und im Korken
festschrauben.
Übrigens ist an der Öffnung sehr schön zu sehen, das dahinter die
Ausfüllung nicht lackiert ist um den Feuchtigkeitseintrag zu
verlangsamen. Das ist übrigens der Grund, warum ein
Energiesparkühlschrank nach fünf bis sieben Jahren den alten Kühlschrank
im Stromverbrauch überholt. Im Energietechnik Praktikum mussten daher
die neuen Energiesparkühlschränke ausgetauscht werden, für die
Vergleichsmessungen mit den Altgeräten aus den 70er Jahren.
> Doppelseitige Klebeband und Griff dran!
&
> beim IKEA so einen günstigen Schubladengriff kaufen
Ausserdem kann man noch Sekundenkleber aufs Klebeband troepfeln.
Das haelt dann eeeeeeeeeeeeeeewig.
Bei ebay sind die exakt passenden Griffe (17384751240) im Doppelpack
incl. Versand für knapp 12,-€ zu bekommen.
Naja, also doch kein absoluter Totalschaden..
Hallo,
man könnte die Reparatur folgenderweise angehen.
In das Loch der Tür Uhu Endfest oder ein anderes Epoxy
rein - damit die im Loch verbliebenen Teile nicht
rumklappern und schon eine Basis für das weitere Vorgehen
vorhanden ist.
Beim Griff gibt es ein planes Stück welches an der Tür anliegt.
Das dürfte deckungsgleich mit der horizontalen Ausnehmung des Türloches
sein. In den Griff eine kurze Schraube reindrehen, die die getrocknete
Epoxybasis der Tür dann erneut Epoxy (Uhu Endfest) reingeben (satt!),
den Griff schnappen und tief in das noch viskuose Epoxy eintauchen.
Mit Klebeband den Griff straff an die Tür spannen und 1 Tag warten.
Das sollte halten.
R
Matthias L. schrieb:> Thomas R. schrieb:>> Dann lieber ein DDR-Mixer von Ebay, die halten ewig.>> Ja, aber als Kühlschrank-Griff wirkt er doch ein wenig klobig.
Kein Vergleich zum filigranen Bügeleisen als Schubkontrolle im Schnellen
Raumkreuzer Orion. :)
Dafür kann sich der DDR-Mixer in nahezu jedem Material selbst verankern,
ohne vorbohren.
Mir ist eine Sollbruchstelle an Saeco-Kaffeemaschinen aufgefallen. Es
gibt dort ein 3 cm langes und 5 mm dünnes Röhrchen, selbstverständlich
Plastik, mit vielleicht einem halben Millimeter Wandstärke, das jedesmal
beim Einsetzen der Brüllgruppe;) 2 cm tief in eine trichterartige
Aufnahme gleiten muß. Je nachdem, wie genau man die Brühgruppe führt,
kann man das Ding schon im Laden abbrechen.
Und es gibt überhaupt keinen Grund, die Wandstärke nicht auf 1, 2 oder 3
mm zu erhöhen, um den Stutzen robuster zu machen.
> mache eben den Kühlschrank (Bosch) auf und habe den Griff in der Hand.> Natürlich mal wieder gealtertes Plastik, die Nase des Griffs ist> abgebrochen. Solche Defekte müssten eigentlich nicht sein, wenn man> haltbar konstruieren würde, wie z.B. verschrauben.
Halt- und lösbar verschrauben bedeutet aber Metallschraube und
Metallschraube bedeudet Kältebrücke ... das will man nicht im
Kühlschrank.
Wenn du keine alternde Plastik magst, dann mach einen Strick dran.
PS:
Verbindunstechnik des Jahrzehnts ist ohnehin Verkleben satt
Verschrauben. Aber das passt manchen auch wieder nicht. Ist vielleicht
was infantil-sexuelles, das manche nicht von den phallusartigen
Schrauben lassen können, die sie überall 'reindrehen' können. ;-)
Thomas R. schrieb:> Dann lieber ein DDR-Mixer von Ebay, die halten ewig.> Beweis:> https://www.mdr.de/nachrichten/panorama/ddr-ruehrgeraet-mixer-stiftung-warentest-100.html> https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28
Nö, da geht auch mit den Jahren die Motorwicklung kaputt. Oder das Lager
des Wippschalters (?). Oder die Buchse für die Rühstäbe leiert aus.
Oder, oder, ... Reparieren lohnt sich bei den DDR-Geräten meist nicht,
weil die Haltbarkeit der Komponenten aufeinander abgestimmt ist - hat
der Zerfall erstmal eingesetzt, fallen nach und nach alle Teile aus.
Bei Küchengeräten gibt es ohnehin zwei Klassen, Gastro-maschinen für den
langjährigen Dauereinsatz in der Restaurantküche und Consumergeräte für
den Wochenend-Hobbykoch. Bei den DDR-Geräten mag man Profigeräte zum
Laienpreis bekommen, was aber auch daran lag, das das Preissystem der
DDR durch und durch verdorben war. Einiges war übermäßig subventioniert,
anderes wurde zum Luxusgut erklärt und hoffnungslosübertuert (bspw.
Fernsehgerät zum Preis mehrerer Monatsgehälter)
Dieter D. schrieb:> Mit einem übergroßen Schraubenzieher kann das Restteil aus der Tür> gedreht werden und dann herausgezogen werden.
Stimmt, raus geht der Einsatz aber dann nur nach hinten. Und da ist die
Innenverkleidung im Weg, die nicht mal so eben demontierbar ist. Sicher
auch nur eingeklipst.
oszi40 schrieb:> Mit einer frischen Packung 33g UHU-Endfest hat sich schon manches> Problem gelöst. Ob allerdings diese Plaste dafür geeignet ist, wird erst> das Experiment zeigen.
Nach meiner Erfahrung haben die geplante-Obsoleszenz-Ingenieure hier
schon vorgesorgt und Kunststoffe verwendet, die sich nicht oder nur
schlecht kleben lassen. Und hier sind es gleich zwei verschiedene
Kunststoffe.
> Haltet doch endlich mal die Fre55e!!!> Aöles wollt ihr billig und schön und gut! Und wenn einer von xtausend> Griffen an den A**** geht, danns schreit ihr "geplante Obsolenz".
Woher weißt du Orgelpfeife, dass es einer von tausend ist?
Möglicherweise ist es genau anders rum. Wenn dein Kühlschrank 2 Jahre
hält, ist deine Welt in Ordnung, stimmt's?
Wobei ich im Prinzip auch kein Problem habe, einen defekten Türgriff
auszutauschen, wenn sich denn der Austausch von jemandem mit 2-jähriger
Grundausbildung Metall und gut sortierter Werkzeugkiste durchführen
ließe. Aber genau dies ist hier definitiv nicht der Fall. Und da darf
man sich fragen, für was (oder besser für wen) das gut sein soll.
Wäre die Türe plan, wäre i.d.T. ein mit doppelseitigem Klebeband
angesetzter Türgriff aus dem Baumarkt eine Lösung. Aber die Türe ist
nicht plan.
Es gibt doch zum Transport für Glasscheiben solche Griffe mit zwei
spannbaren Saugnäpfen dran. Das wäre vielleicht eine Lösung. Kennt
jemand den Suchbegriff?
Fpgakuechle K. schrieb:> Reparieren lohnt sich bei den DDR-Geräten meist nicht,> weil die Haltbarkeit der Komponenten aufeinander abgestimmt ist - hat> der Zerfall erstmal eingesetzt, fallen nach und nach alle Teile aus.
Da ne kleine Reparaturgeschichte samt Innenansichten:
https://hohlerde.org/rauch/elektronik/projekte/RG28e/
Thomas R. schrieb:> Mein ehemaliges Bosch-Pedelec war exakt nach dem Ablauf der Garantie> hinüber - Ersatzteile gibt es nicht - nur den kompletten Motor - und nur> an Vertragshändler für fast 1000€!!!
und den alten motor darfst du zurück geben, denn der gehört dir nicht.
der ist dir nur zur benutzung überlassen. einen neuen motor gibt NUR im
tausch gegen den alten. dass die leute trotzdem kaufen, spricht nicht
für einen mündigen kunden. denn hier fahren 9 von 10 bikes von bosch.
Fpgakuechle K. schrieb:> Ist vielleicht> was infantil-sexuelles, das manche nicht von den phallusartigen> Schrauben lassen können, die sie überall 'reindrehen' können.
was hast du denn gedrückt? ich würde dringend mal den dealer wechseln.
dein jetziger scheint mir den stoff mit klostein zu strecken.
Wollvieh W. schrieb:> Kein Vergleich zum filigranen Bügeleisen als Schubkontrolle im Schnellen> Raumkreuzer Orion. :)
das bügeleisen war ein diagnose- oder reperaturgerät, die
schubkontrollen waren bleistiftspitzer und eiskugelformer ;-)
Alexander F. schrieb:> Fpgakuechle K. schrieb:>> Ist vielleicht>> was infantil-sexuelles, das manche nicht von den phallusartigen>> Schrauben lassen können, die sie überall 'reindrehen' können.>> was hast du denn gedrückt? ich würde dringend mal den dealer wechseln.> dein jetziger scheint mir den stoff mit klostein zu strecken.
Du hast den smiley übersehen oder kennst seine Bedeutung nicht oder bist
sowieso auf Krawall gebürstet. -> PLONK
> das bügeleisen war ein diagnose- oder reperaturgerät, die> schubkontrollen waren bleistiftspitzer und eiskugelformer ;-)
Das sieht man aber mal wie gut damals die Buegeleisen waren wenn man
damit ein Raumschiff steuern konnte! Sowas ginge heute garnicht mehr
weil moderne Buegeleisen nicht die notwendigen Zertifikate fuer
Fluggeraete mitbringen.
Ich hab im uebrigen auch noch einen Toaster von meiner Oma der wohl in
den 50ern gekauft wurde. Geht noch wie am ersten Tag. Allerdings bin ich
mir recht sicher das meine Oma damals 10x soviele Stunden arbeiten
musste um sich diesen Toaster zu leisten wie wir heute.
Olaf
Olaf schrieb:> Ich hab im uebrigen auch noch einen Toaster von meiner Oma der wohl in> den 50ern gekauft wurde.
Schau dir bei Gelegenheit mal die Zuleitung an. Besonders wie sie im
Toaster aussieht und angeklemmt ist. In 70 Jahren zerbröselt die ein
oder andere Leitungsisolierung schon mal, besonders unter
Temperatureinwirkung.
Manuel O. schrieb:> "Der Dokumentarfilm Kommen Rührgeräte in den Himmel? von Reinhard> Günzler aus dem Jahr 2016 beschäftigte sich am Beispiel des RG28 mit dem> Gegensatz von robusten und langlebigen Haushaltsgegenständen und der> heute oft anzutreffenden geplanten Obsoleszenz in der> Wegwerfgesellschaft.">> Dass heute immer noch Dummies rumrennen, die dbzgl. nichts kapieren> wollen, ist krass.
Also IMHO sind die Zeitgenossen die Dummies, die statt "Billigware"
immer noch mit dem ideologisch belasteten Kampfbegriff "geplante
Obsoleszenz" arbeiten - achwas 'arbeiten' - mehr als Krakeelen ist das
nicht. Fachkundige Analyse, beispielsweise Aufschrauben und Blick ins
Gerät ist da nicht.
Wenn man wirklich an einem Vergleich von Alt-Gerät und Neu-Gerät
arbeiten würde, müsste man erstmal den Materialpreis und die
Verkaufbarkeit des Altgerätes aktuell bewerten. Der Preis des Altgerätes
von 35 DDR-Mark ist heute komplett unrealistisch und mit dem Gewicht und
Lärmentwicklung ist das 'Küchenwunder' heute nicht verkaufbar.
Natürlich werden auch heute noch langlebige Haushaltsgegenstände
angeboten, allerdings nicht für den Preis den manche Ostaltiker als
Schmerzgrenze im Kopf haben. Wenn ein Gerät kurzlebig ist, dann weil
alles auf billig gemacht werden musste, damit das Gerät seinen (Geiz ist
Geil) Käufer findet.
Ist halt die Unschärfereletion der Consumergeräte:
"Bist nur auf niedrigen Preis aus, willste nicht wissen wie lange das
Gerät durchhält, willste ein langlabiges Gerät, ist der Preis egal".
Fpgakuechle K. schrieb:> Natürlich werden auch heute noch langlebige Haushaltsgegenstände> angeboten, allerdings nicht für den Preis den manche Ostaltiker als> Schmerzgrenze im Kopf haben. Wenn ein Gerät kurzlebig ist, dann weil> alles auf billig gemacht werden musste, damit das Gerät seinen (Geiz ist> Geil) Käufer findet.
Exakt.
Ich kaufe lieber weniger Geräte, dafür bessere. Und bisher habe ich es
nicht bereuht. Sicher ist Miele (als Beispiel) teuer, dafür haben wir
einen Elektriker vor Ort, der mir die Dinger repariert. Und Ersatzteile
bekommt man dafür auch sehr lange.
Neulich haben wir eine alte Waschmaschine repariert (eine Eudora, ein
österreichischer Hersteller), da war der Türgummi gerissen. Die
Maschiene ist 35 Jahre alt, das Ersatzteil bekam man für ca. 30€ im
Internet.
Oder der Rasenmäher: Baujahr 1999: Messer kaputt (auf Stein gefahren),
kostet <25€. Weil es ein Wolf-Gerät ist. Sicher war der teurer, dafür
lebt er jetzt schon 20 Jahre, und wird viel benutzt.
Ich habe das Gejammer der Ostalgiker wirklich satt. Für Qualität muss
man halt bereit sein, etwas mehr Geld hinzulegen, aber man bekommt sie.
Auf lange Sicht ist das sogar billiger.
Thomas R. schrieb:> Mein ehemaliges Bosch-Pedelec war exakt nach dem Ablauf der Garantie> hinüber - Ersatzteile gibt es nicht
mein vor 10 Jahren gebraucht gekauftes Fahrrad (nur Ped, ohne Elec)
hält noch immer.
Gut... mal einen Platten...
Es hilft eigentlich nur noch eine Vereinfachung des Lebens
Fpgakuechle K. schrieb:> mit dem ideologisch belasteten Kampfbegriff "geplante> Obsoleszenz" arbeiten
Das ist kein Kampfbegriff, das ist schlicht Erkenntnis.
wendelsberg
Fpgakuechle K. schrieb:> ...> Wenn man wirklich an einem Vergleich von Alt-Gerät und Neu-Gerät> arbeiten würde, müsste man erstmal den Materialpreis und die> Verkaufbarkeit des Altgerätes aktuell bewerten. Der Preis des Altgerätes> von 35 DDR-Mark ist heute komplett unrealistisch und mit dem Gewicht und> Lärmentwicklung ist das 'Küchenwunder' heute nicht verkaufbar.>
Ähhh. Doch. Viele aktuelle Handrührgeräte sind nicht leiser als die RGs.
Ich unterstelle jetzt mal, dass die Leute dort auch leisere Geräte
hätten bauen können, wenn man die gelassen hätte. Die Auswirkungen der
zentralen Lenkung bis ins Detail kennen die meisten "Ossis" noch zur
Genüge. Der Rest lernt seit 2020 den Schnellkurs.
Und da der Preis heute rückblickend natürlich über die Lebensdauer
betrachtet werden kann, sind umgerechnet grob 150..200,- Euro für ein
Markengerät der Profiklasse jetzt nicht so realitätsfern. Denn so muss
man die Geräte von AKA fairerweise auch einstufen.
> Natürlich werden auch heute noch langlebige Haushaltsgegenstände> angeboten, allerdings nicht für den Preis den manche Ostaltiker als> Schmerzgrenze im Kopf haben. Wenn ein Gerät kurzlebig ist, dann weil> alles auf billig gemacht werden musste, damit das Gerät seinen (Geiz ist> Geil) Käufer findet.>
Im Prinzip richtig. Aber so lange es kein verlässliches Merkmal gibt, an
dem ein "dauerhaftes" Produkt erkennbar wird ist eine Bewertungen aus
Kundensicht unmöglich.
Damit wird dann natürlich das "Schnäppsche!" gekauft...
Es wäre prinzipiell auch in der Wegwerfgesellschaft möglich,
Langlebigkeit zu fördern. Sei es darüber, den Energieverbrauch der
Erzeugung in die Bewertung der Energieklassen einzubeziehen oder eben
knallhart vorzuschreiben, dass Klein- und Großelektro eben mindestens 5
bzw 15 Jahre halten müssen (orientiert an den Regeln der Abschreibung
für Investitionsgüter). Wer es nicht einhält, zahlt ne fette Prämie pro
Gerät an die Elektrogeräteentsorgungsbranche...
Roland E. schrieb:> Wer es nicht einhält, zahlt ne fette Prämie pro> Gerät an die Elektrogeräteentsorgungsbranche.
Au ja, das koennen wir nur befuerworten.
Euer Elektrogeräteentsorgungsservice
Roland E. schrieb:> Im Prinzip richtig. Aber so lange es kein verlässliches Merkmal gibt, an> dem ein "dauerhaftes" Produkt erkennbar wird ist eine Bewertungen aus> Kundensicht unmöglich.
Nicht immer unmöglich aber schwierig und aufwändig.
Wenn ich z.B. eine Brotschneidemaschine von Gräf kaufe kostet die mich >
200 Euro, aber ich kriege nach 20 Jahren noch ein neues Messer und sie
hält.
Mein letzter Röhrenfernseher war ein Vorführgerät und deshalb vom
Listenpreis 2300DM auf 1700 heruntergesetzt.
Heute bekomme ich einen so viel besseren und größeren Panasonic
Flachbildschirm für 500 Euro.
Die gleiche Preisentwicklung gibt es bei der weissen Ware. Unser alter
Miele Trockner hat deutlich über 1000DM gekostet, heute wird gejammert
dass der Trockner mehr als 299 Euro kosten soll.
Da man (fast) nur noch über den Preis verkaufen kann sind viele
Hersteller guter Qualität ausgestorben, andere haben sich angepasst wie
BSH.
Und bei den Käufern sind die größten Geizkragen dann oft die lautesten
"Obsoleszenz"-Schreihälse.
Problematisch sehe ich dass überall unnötig viel billige Elektronik
verbaut ist. Warum muss ein Wasserkocher eine regenbogenbeleuchtung des
Wasserstands oder des Deckels haben? Diese Elektronik bestimmt oft die
Lebensdauer.
Bei manchen Gerätegruppen gebe ich dir aber recht, es ist fast nicht
mehr möglich gute Qualität zu bekommen. Ich bin hier gescheitert bei dem
Versuch einen einfachen aber guten Radiowecker und genauso einen
haltbaren, genauen und sparsamen Innen/aussen Funkthermometer ohne
Schnickschnack zu kaufen.
@Manuel O. wie alt ist denn jetzt dein Kühlschrank und was hatte er
gekostet?
Dieter D. schrieb:> Thomas R. schrieb:>> ... war exakt nach dem Ablauf der Garantie hinüber ...>> Da kauft der Kunde deutsche Qualität und wird so verprellt. Wenn die> Manager so weiter machen, laufen ihnen die Kunden weg und die> chinesischen Konzerne können diese Manager zurecht wirklich nicht> brauchen.>> Interessant ist folgender Artikel:> https://www.mdr.de/zeitreise/ddr/gesetzliche-zuverlaessigkeit-von-ddr-elektrogeraten-100.html> Der Hintergrund dazu war aber nur der Ressourcenmangel. Das hat nichts> mit Öko-Ideen zu tun.
Da sind unsere „Grünen“ einfach viel zu dumm, nein saudumm.
Wenn sie es wirklich ernst mein3n mit dem Umweltschutz dann wäre das ein
Ansatzpunkt!
Noch was:
Diese Tussys der Grünen kommen aus dem Osten!!! Namen fallen mir gerade
nicht ein. ;—)
Name: schrieb:> Oder der Rasenmäher: Baujahr 1999: Messer kaputt (auf Stein gefahren),> kostet <25€. Weil es ein Wolf-Gerät ist. Sicher war der teurer, dafür> lebt er jetzt schon 20 Jahre, und wird viel benutzt.
Das ist aber noch ein Jüngling. Ich benutze einen McCulloch aus der
Black&Decker-Zeit von 1978, dank Alugehäuse rostet der nicht. Bisher 1 x
generalüberholt (neu gestrichen, B&S Motor gewartet) schnurrt der wie am
1. Tag. Dagegen ist ein 2008 neu gekaufter MrGardener Rasenmäher auch
mit B&S mit Blechgehäuse schon 2011 durchgerostet und wegschmeissbar
gewesen, da der immer auf Vollgas lief und jedesmal beim loslassen des
Griffs abgewürgt wurde war dessen Minderwertigkeit schon beim Kauf
erkennbar.
Ich war's nicht, der ihn im Anfalll auf 'neu haben wollen, er ist doch
so günstig' gekauft hat. Immerhin hatte ich den McCulloch aufgehoben.
Ich war aber schon erschrocken, WIE schnell der auf Obsoleszenz
optimierte Müll hinüber war.
Thomas R. schrieb:> Nach meiner Erfahrung ist ein Großteil der Bosch-Entwickler mit der> Optimierung der geplanten Obsoleszenz.
Kann ich bestätigen. Bim Besuch in der Firma eines befreundeten
Spritzgussfertigers erzählte uns dieser das er beim Auftrag für ein
neues Teil die Anforderung erfüllen musste das das Teil nach 2-3 Jahren
von selbst kaputt geht. Das lief ihm zwar sehr zuwider konnte er aber
nicht ablehnen ohne seine weiteren Aufträge zu gefährden. Ging da soweit
ich mich erinnere um Außenspiegel für LKW.
Tja zur Haltbarkeit von Ostprodukten, hab da eine Küchenmaschine mit
jeder Menge Zubehörteilen die meine Mutter mal Ende der 60 er bekam. Das
Teil tut es immer noch, ein Schalter klemmt nun etwas, der Rest ist ok.
Habe heutzutage noch kein Gerät gesehen das so vielfältig ausbaubar ist
uns nur ein motorisiertes Grundgerät braucht. So ein alten RG28 hab ich
auch noch, läuft wie am ersten Tag, nur das brüchig werdende Kabel
musste mal gewechselt werden. Hat nichts mit Ostalgie zu tun, schmeiße
doch gut brauchbare und funktionierende Geräte nicht weg, auch wenn die
neuen, hippen, noch so billig sind.
Fpgakuechle K. schrieb:> Wenn ein Gerät kurzlebig ist, dann weil> alles auf billig gemacht werden musste, damit das Gerät seinen (Geiz ist> Geil) Käufer findet.
Im Prinzip schon richtig.
Aber was hindert die Hersteller daran für ein paar m€ mehr Material an
neuralgischen Punkten zu verwenden? Nur die Aussicht auf baldigen
Ersatz.
Auch wenn der Kunde dann kein BSH kauft sondern FirmaY. Ein FirmaY-Kunde
kauft dann bei BSH, weil es ja eine deutsche /Qualitätsfirma/ ist..
Manuel O. schrieb:> Werde morgen mal den Bosch Kundendienst kontaktieren und berichten.
Das wird interessant werden. Wir sind gespannt auf die Rechnung.
Entweder 60 Euro Anfahrt und Beschau, oder bieten an das Teil
zuzusenden.
Der Türgriff kostet als Ersatzteil inklusive dem Plastikteil, das noch
in der Tür steckt, zwischen 10-20 Euronen.
Aber wenn der TO es genau wissen wollte, hätte er die Typnummer seines
Gerätes angegeben. Übrigens, wenn man sich die Statistik anschaut, wie
viele Personen nicht mal mehr die Ahnung haben, die Typangabe zum Anruf
beim Kundendienst parat zu haben, ist diesem Land ein Armutszeugnis
auszustellen.
> Schau dir bei Gelegenheit mal die Zuleitung an. Besonders wie sie im> Toaster aussieht und angeklemmt ist.
Ach, die Leitung ist sicher nicht mehr Original weil sie auch in
Omas Waffeleisen gepasst hat und bestimmt schon Opa da mal was dran
geschraubt hat.
Ich hab sie aber auch schon vor 5Jahren mal ausgetauscht und dafuer eine
neue Stoffummantelte Leitung verwendet. Wenn ich jetzt den Stecker raus
ziehe dann bleibt die Leitung in genau derselben Position in der Luft
steht weil Stromkabel von 2016 mittlerweile nicht mehr flexibel ist.
Vermutlich sind da keine Weichmacher mehr drin weil zu gefaehrlich.
Fuehrt ja dazu das der IQ der Kinder sinkt. :)
Olaf
Wollvieh W. schrieb:> Kein Vergleich zum filigranen Bügeleisen als Schubkontrolle im Schnellen> Raumkreuzer Orion. :)
vergiss btte nicht die verchromten Wasserhähne!
Manuel O. schrieb:> Dieter D. schrieb:>> Mit einem übergroßen Schraubenzieher kann das Restteil aus der Tür>> gedreht werden und dann herausgezogen werden.>> Stimmt, raus geht der Einsatz aber dann nur nach hinten. Und da ist die> Innenverkleidung im Weg, die nicht mal so eben demontierbar ist.
Das haben wohl mehrere übersehen, oft werden vorhandene Informationen
nicht "verarbeitet".
> Sicher auch nur eingeklipst.
Nein, da dürfte alles verklebt sein.
> oszi40 schrieb:>> Mit einer frischen Packung 33g UHU-Endfest hat sich schon manches>> Problem gelöst. Ob allerdings diese Plaste dafür geeignet ist, wird erst>> das Experiment zeigen.>> Nach meiner Erfahrung haben die geplante-Obsoleszenz-Ingenieure hier> schon vorgesorgt und Kunststoffe verwendet, die sich nicht oder nur> schlecht kleben lassen. Und hier sind es gleich zwei verschiedene> Kunststoffe.
Ein Kunststoff, der leicht zu reinigen ist und tausenden verschiedenen
"Hausmittelchen" widerstehen soll, MUSS sich schlecht kleben lassen,
jedenfalls durch Laien mit Haushaltsklebern.
Und dass ggf. für den Kunststoffeinsatz im Blech ein anderer Kunststoff
zum Einsatz kommt, ist auch klar.
"Fachleute" könnten hier kleben, würden Dir aber wohl auch sagen, dass
das hier aufgrund des billigen Ersatzteils Blödsinn ist.
"SO" schlecht scheint der Kunststoff übrigens auch nicht zu sein.
Ansonsten würden nach dem auch bei Dir erfolgten Bruch viel öfter der
Griff auch noch gleich an der seitlichen Schraubverbindung brechen.
Nebenbei sind manche Sollbruchstellen auch durchaus durchdacht.
Wenn DER Griff mittig auf der Tür bei Überlastung nicht rausbrechen
würde, wäre sofort eine dicke Beule in dem heutzutage sehr dünnen Blech.
Aber sofort von "geplante-Obsoleszenz" rumzutönen, ist einfacher, als
mal den eigenen Kopf einzuschalten.
>> Haltet doch endlich mal die Fre55e!!!>> Aöles wollt ihr billig und schön und gut! Und wenn einer von xtausend>> Griffen an den A**** geht, danns schreit ihr "geplante Obsolenz".>> Woher weißt du Orgelpfeife, dass es einer von tausend ist?> Möglicherweise ist es genau anders rum. Wenn dein Kühlschrank 2 Jahre> hält, ist deine Welt in Ordnung, stimmt's?>> Wobei ich im Prinzip auch kein Problem habe, einen defekten Türgriff> auszutauschen, wenn sich denn der Austausch von jemandem mit 2-jähriger> Grundausbildung Metall und gut sortierter Werkzeugkiste durchführen> ließe. Aber genau dies ist hier definitiv nicht der Fall. Und da darf> man sich fragen, für was (oder besser für wen) das gut sein soll.
Sorry, aber da scheint Deine "2-jähriger Grundausbildung Metall" wohl
für die Katz gewesen zu sein und Deine "gut sortierte Werkzeugkiste"
lediglich ein "must have"...
Ansonsten wäre das abgebrochene Teil innerhalb von einer Minute draussen
oder seitlich so verschoben, dass es den Einbau des 6,-€ Ersatzgriffes
nicht stört.
> Wäre die Türe plan, wäre i.d.T. ein mit doppelseitigem Klebeband> angesetzter Türgriff aus dem Baumarkt eine Lösung. Aber die Türe ist> nicht plan.
Lass die Finger von Technik/Handwerk.
> Es gibt doch zum Transport für Glasscheiben solche Griffe mit zwei> spannbaren Saugnäpfen dran. Das wäre vielleicht eine Lösung. Kennt> jemand den Suchbegriff?
Jetzt dreht da aber jemand völlig ab..
Dieter schrieb:> Übrigens, wenn man sich die Statistik anschaut, wie viele Personen nicht> mal mehr die Ahnung haben, die Typangabe zum Anruf beim Kundendienst> parat zu haben, ist diesem Land ein Armutszeugnis auszustellen.
Übrigens, wenn man sich anschaut, bei wie vielen Geräten die Typennummer
nicht einfach lesbar auf der Vorderseite aufgedruckt ist, sondern sich
in einem unzugänglichen Aufkleber versteckt, den man nur lesen kann,
wenn man das Einbaugerät aus der Küchenzeile raus gebaut hat, auf den
Kopf gestellt hat, dann mit Taschenlampe und Lupe suchen muss, der ahnt,
welches Armutszeugnis man den Ingenieuren diesen Landes ausstellen muss.
Besonders beliebt war bei Bosch die e-Nummer, die nichts mit der
Typennummer zu tun hat. Die Typennummer wusste der Anrufer meistens, den
Aufkleber mit der e-Numner auf der Rückseite des Geräts konnte er nicht
sehen, bloss ohne e-Numner ging bei Bosch nichts.
Dieter schrieb:> wie> viele Personen nicht mal mehr die Ahnung haben, die Typangabe zum Anruf> beim Kundendienst parat zu haben, ist diesem Land ein Armutszeugnis> auszustellen.
Oft genug stehen 3-5 unterschiedliche Nummern auf den Geräten und die
wichtige ist dann gut versteckt auf der Rück- oder Unterseite des
Geräts. Beispiele: Kaffeevollautomaten, Staubsauger.
Ganz toll wenn es sich dann z.B. um einen 160kg schweren Holzofen
handelt der auch noch an einem Kamin angeschlossen ist. Hatte ich gerade
vor kurzem.
Olaf schrieb:> Das sieht man aber mal wie gut damals die Buegeleisen waren wenn man> damit ein Raumschiff steuern konnte! Sowas ginge heute garnicht mehr> weil moderne Buegeleisen nicht die notwendigen Zertifikate fuer> Fluggeraete mitbringen.
heute braucht man Raketenwissenschaft,
um all die ganzen Funktionen
von eigentlich einfachen Geräten zu überblicken
Oben haben es zwei Leute schöln heraugearbeitet, daß die geplante
Obsoleszenz vor allem deshalb so @&%! lästig ist, weil man
a) durch kein äußeres Merkmal, auch nicht den Preis, erkennen kann
welche Qualitätsstufe einen erwartet, und weil
b) oftmals dem Wert und Gesamtressourcenverbrauch des Geräts
unangemessen kleinliche Einsparungen an besonders neuralgischen Stellen
gemacht werden.
Bestes Beispiel ist der Lopez-Effekt damals bei den Opels. In ein
30-40000 Mark-Auto hat Lopez Mikroschalter mit Goldbedampfung für
Analogsignale einbauen lassen, die induktive Lasten mit 20-30A
Strombedarf schalten mußten, nämlich die Türmotoren für die
Zentralverriegelung. Ergebnis: An zehntausenden Autos ging die
Zentralverriegelung kaputt und mit einem irrsinnigen Aufwand mußten die
300 Mark teuren Türmodule getauscht werden. Man konnte sie auch
aufbohren und den Mikroschalter für eine Mark bei Conrad neu kaufen.
BMW hat sich auch erdreistet, in 140000-Mark-Autos, die 10000 Mark
Aufpreis für Ledersitze, 4000 Mark Aufpreis für deren Verstellbarkeit
und 700 Mark Aufpreis für die Sitzheizung kosteten, nur die hintere
Hälfte der Sitzfläche zu beheizen. Um 1-2 Mark für die größere Heizfolie
zu sparen. Dafür hat der Käufer, dem Geld nun wirklich völlig egal war,
jahrzehntelang in jedem Winter einen heißen Hintern und eiskalte
Oberschenkel.
In der Elektronik ist es hier allgemein bekannt, wie wenig bessere
Elkos, etwas größere Kühlkörper und hier und da ein paar
Stabilitätsreserven mehr kosten würden. Das zu bezahlen wären sicherlich
viele Leute bereit. Denn das wäre billiger als die
Garantieverlängerungen und ähnlichen Quark, den die Blödmärkte offenbar
erfolgreich verkaufen.
Wollvieh W. schrieb:> BMW hat sich auch erdreistet, in 140000-Mark-Autos, die 10000 Mark> Aufpreis für Ledersitze, 4000 Mark Aufpreis für deren Verstellbarkeit> und 700 Mark Aufpreis für die Sitzheizung kosteten, nur die hintere> Hälfte der Sitzfläche zu beheizen. Um 1-2 Mark für die größere Heizfolie> zu sparen. Dafür hat der Käufer, dem Geld nun wirklich völlig egal war,> jahrzehntelang in jedem Winter einen heißen Hintern und eiskalte> Oberschenkel.>
Stimmt das wirklich? Falls ja, dann muß das in der Bildzeitung
veröffentlicht werden.
Wollvieh W. schrieb:> Denn das wäre billiger als die> Garantieverlängerungen und ähnlichen Quark, den die Blödmärkte offenbar> erfolgreich verkaufen.
wenn es für gewisse Geräte Garantieverlängerungen gibt...
könnte das ein Hinweis auf etwas bessere Qualität sein?
Oder macht ein Hersteller dafür etwa auch schon Unterschiede?
Ohne Verlängerung ist das Gerät schlechter verbaut?
Also Fragen, obs eine Garantieverlängerung optional gibt
und dann sagen: nö, kauf ich ohne...
● Des I. schrieb:> wenn es für gewisse Geräte Garantieverlängerungen gibt...> könnte das ein Hinweis auf etwas bessere Qualität sein?>> Oder macht ein Hersteller dafür etwa auch schon Unterschiede?>> Ohne Verlängerung ist das Gerät schlechter verbaut?
ja Sonie!!!
Es gibt (oder gab) einen Reparaturaustauschservice mit günstigen
Preisen, aber als ich mit den Weltempfänger SW1 nach 10 Jahren Probleme
mit Audio bekam wollte ich den Service nutzen für einen Diskman kein
Problem, genau für dieses Gerät SW1 wurde der günstige Service nicht
angeboten. Schuld waren definitiv die Elkos, die hätten auf 4 Sandwich
Platinen getauscht werden müssen, das wollte ich mir mit allen
verlöteten Drähten nicht antun und Sonie wohl auch nicht, aber deren
Stundenpreise machten den SW1 zu einem Schrottobjekt!
● Des I. schrieb:> wenn es für gewisse Geräte Garantieverlängerungen gibt...> könnte das ein Hinweis auf etwas bessere Qualität sein?
Nein.
Versicherer versichern alles.
MediaMarkt gibt auf jedes Gerät die erweiterte Garantie
https://www.mediamarkt.de/de/service/garantie-versicherung/plusgarantie
Dahinter steckt die Zurich Versicherung, also nicht mal MediaMarkt, die
kassieren nur die Vermittlungsprovision für den Versicherungsvertrag.
Wollvieh W. schrieb:> Denn das wäre billiger als die> Garantieverlängerungen und ähnlichen Quark, den die Blödmärkte offenbar> erfolgreich verkaufen.
Autsch, Fehler... Böser Fehler!
Bloß das Thema Garantieverlängerung nicht ansprechen!
Das würde ja bedeuten, daß Hersteller es sich leisten können für ein
paar Euros mehr, mehr als 2 Jahre Leben für ihre Erzeugnisse zu
garantieren. Was wiederum die ganze schöne Theorie von der sog.
"geplanten Obsoleszenz" zur Nichte machen würde.
Womit den einschlägig bekannten Loosern des Forums, eines ihrer
wichtigsten Aufregerthemen genommen wäre.:-)
Das darf nicht passieren! Die Ärmsten haben ohnehin schon arge Probleme
gegen die Lebenswirklichkeit der meisten Menschen anzukämpfen, bei denen
z.b. LED-Glühlampen praktisch ewig halten und Toaster/Mixer/Wasserkocher
viel eher wegen allg. Versiffung als wegen -kaputt- in den Müll
fliegen...
Wollvieh W. schrieb:> Oben haben es zwei Leute schöln heraugearbeitet, daß die geplante> Obsoleszenz vor allem deshalb so @&%! lästig [...]> Bestes Beispiel ist der Lopez-Effekt damals bei den Opels.
Nein, das ist ueberhaubt kein Beispiel fuer G E P L A N T E
Obsoleszenz.
> In der Elektronik ist es hier allgemein bekannt, wie wenig bessere> Elkos, etwas größere Kühlkörper und hier und da ein paar> Stabilitätsreserven mehr kosten würden. Das zu bezahlen wären sicherlich> viele Leute bereit.
Ja, aber sie sind nicht bereit die Entwickler dazu zu bezahlen, welche
sich um so etwas ueberhaupt Gedanken machen. Und sie wollen auch kein
doppelt so schweres Fahrrad, das dafuer ein Mensch in seinem Leben nicht
kaputt fahren kann. Dazu muss alles noch schoen fesch sein, d.h.
kontinuierliche Neuentwicklungen und Ueber-Den-Haufen-Werfen von
Funktionierendem. Und heute in Zeiten der Massenproduktion sind
Alltagsgegestaende einfach unfassbar billig.
Meine Frage war durchaus ernst gemeint.
Nur wenn ich überlege was uns in den letzten Jahrzehnten alles verboten
wurde und im Gegensatz dazu die Verbraucher Schutz Ministerien nichts
zum Verbraucher Schutz getan haben, eher das Gegenteil, dann wundert
mich das nicht.
O.k., gerade Gurken dürfen jetzt wieder verkauft werden... das war es
dann auch schon....
Labels in allen Farben, totaler Unsinn...
Aktuell diese die auf den Kühlschränken...
Auch aktuell, LKW Fahrverbot niemand kontrolliert die, mit Sommerreifen
bei Glatteis unterwegs,
...
...
Maxe schrieb:> Wollvieh W. schrieb:>> Bestes Beispiel ist der Lopez-Effekt damals bei den Opels.>> Nein, das ist ueberhaubt kein Beispiel fuer G E P L A N T E> Obsoleszenz.
Gut, man könnte sagen, das waren einfach nur wilde Rundumschläge ohne
Sinn und Verstand, womit der Begriff der Planung entfiele. Aber für
viele bewußt überlastete oder ungeeignete Bauteile wurden sicherlich
Abschätzungen gemacht, ob sie die Garantiezeit überleben. Und das ist
dann wiederum ein geplanter Ausfall.
> Abschätzungen gemacht, ob sie die Garantiezeit überleben. Und das ist> dann wiederum ein geplanter Ausfall.
Okay Klugscheisser, dann rechne uns doch mal vor wie in einem Geraet ein
Elko nicht aelter wie 3Jahre wird, aber auch nicht mehr wie 1% der
Geraete nach 23Monate wieder beim Hersteller laden. Ich denke da koennen
wir alle noch was draus lernen oder?
Wenn du ernsthaft selber entwickeln wuerdest dann wuesstest du das sowas
garnicht machbar ist.
Olaf
Maxe schrieb:> Dazu muss alles noch schoen fesch sein
Du meinst Design.
Das macht ja auch schon seit längerem eine Reparartur
schön schwer bis unmöglich
Manuel O. schrieb:> oszi40 schrieb:>>> Mit einer frischen Packung 33g UHU-Endfest hat sich schon manches>> Problem gelöst. Ob allerdings diese Plaste dafür geeignet ist, wird erst>> das Experiment zeigen.>> Nach meiner Erfahrung haben die geplante-Obsoleszenz-Ingenieure hier> schon vorgesorgt und Kunststoffe verwendet, die sich nicht oder nur> schlecht kleben lassen. Und hier sind es gleich zwei verschiedene> Kunststoffe.
Warum probierst du es nicht einfach aus? Willst du ein Problem lösen
oder nur deinen Frust ablassen? Für letzteres ist das hier das falsche
Forum.
Übrigens muss der Kleber gar nicht unbedingt an den Kunststoffen kleben.
mit etwas Geschick kann man mit einem 2K-Kleber auch formschlüssige
Verbindungen herstellen. Ggf. muss man die zu verbindenden Teile vorher
etwas bearbeiten.
● Des I. schrieb:> Maxe schrieb:>> Dazu muss alles noch schoen fesch sein>> Du meinst Design.>> Das macht ja auch schon seit längerem eine Reparartur
d.h. Reparatur
> schön schwer bis unmöglich
Wow! Was ist schön? Ein tolles Weib? Und schwer? Ein Sack Kartoffeln?
MaWin schrieb:> ● Des I. schrieb:>> wenn es für gewisse Geräte Garantieverlängerungen gibt...>> könnte das ein Hinweis auf etwas bessere Qualität sein?>> Nein.>> Versicherer versichern alles.
So ist es. Die Sachversicherer wissen genau, was was taugt und was
nicht. Entsprechend niedrig oder hoch sind die Prämien.
Dieter schrieb:> Der Türgriff kostet als Ersatzteil inklusive dem Plastikteil, das noch> in der Tür steckt, zwischen 10-20 Euronen.
Ein neuer Türgriff bringt mich hier nicht weiter, solange das
abgebrochene Teil noch in der Türe steckt. Und nein, es lässt sich
nirgends wohin schieben, denn da ist kein Platz. Derjenige mit dem Tipp
sollte seine Billig-Glaskugel auf den Müll werfen und sich eine
qualitativ hochwertige Glaskugel für richtig Geld kaufen. Denn viel Geld
= viel gut.
Gestern durfte hier jeder mal 10 min. versuchen, das abgebrochene Teil
raus zu popeln. Keine Chance, jeder ist gescheitert. Was nicht wundert,
denn wenn die Nase rausgehen würde, würde der Griff nicht halten.
Ralf X. schrieb:>> Es gibt doch zum Transport für Glasscheiben solche Griffe mit zwei>> spannbaren Saugnäpfen dran. Das wäre vielleicht eine Lösung.> Jetzt dreht da aber jemand völlig ab..
Ja klar! Eben bestellt, eBay-Artikelnummer: 302342789003
Hat den Vorteil, dass ich nun auch noch zwei Glasscheibenhalter zu
meinen Werkzeugen zählen kann.
Nachtrag: Und nein, das Plastikteil in der Türe lässt sich auch nicht
eben ausbauen, weil der Innenaufbau der Türe entweder eingeklipst, oder
wie hier behauptet wurde, eingeklebt ist.
Manuel O. schrieb:> Nachtrag: Und nein, das Plastikteil in der Türe lässt sich auch nicht> eben ausbauen,> Gestern durfte hier jeder mal 10 min. versuchen, das abgebrochene Teil> raus zu popeln. Keine Chance, jeder ist gescheitert.
Dann mach es wie der Zahnarzt bei Wurzelziehen. In situ zerteilen und
Fragmente einzeln extrahieren. Zerteilen per Dremel oder Skalpell.
MaWin schrieb:> Besonders beliebt war bei Bosch die e-Nummer, die nichts mit der> Typennummer zu tun hat. Die Typennummer wusste der Anrufer meistens, den> Aufkleber mit der e-Numner auf der Rückseite des Geräts konnte er nicht> sehen, bloss ohne e-Numner ging bei Bosch nichts.
Deshalb macht man ja auch vor dem Einbau mit dem Handies rundum gut
lesbare Fotos von dem teil. Auch dafür wurde das Handy erfunden, nicht
nur für Spiele und Selfies verbrechen ...
Drehrumbum schrieb:>> Gestern durfte hier jeder mal 10 min. versuchen, das abgebrochene Teil>> raus zu popeln. Keine Chance, jeder ist gescheitert.
Ist die Griffhalterung in die Türaufnahme hineingedreht? So eine Art
Bajonettverschluss?
LG, Sebastian
Manuel O. schrieb:> Die Sachversicherer wissen genau, was was taugt und was> nicht. Entsprechend niedrig oder hoch sind die Prämien.
Ein Beispiel, auf das Erstbeste geklickt:
https://www.mediamarkt.de/de/product/_microsoft-surface-laptop-3-2604909.html
1399,--EUR Preis Garantieverlaengerung auf (max.) 4 Jahre: 407,52 EUR 48
* 8,49 EUR), also fast 30% des Kaufpreises, satte Kalkulation. (Oder
bekannt schlechtes Geraet)
Allerdings waren alle Ueberschlaege, die ich dazu mal angestellt habe,
geeignet, erhebliche Zweifel an der Qualitaet der Geraete zu naehren,
das waren immmer mindestens 20% des Kaufpreises.
wendelsberg
wendelsberg schrieb:> 1399,--EUR Preis Garantieverlaengerung auf (max.) 4 Jahre: 407,52 EUR 48> * 8,49 EUR), also fast 30% des Kaufpreises, satte Kalkulation. (Oder> bekannt schlechtes Geraet)
Gibt es auch billiger und gestaffelt nach Warenwert:
https://www.notebooksbilliger.de/notebook+garantien+uebersicht
Apple ist wieder mal am Teuersten.
aluhut schrieb:> Autsch, Fehler... Böser Fehler!> Bloß das Thema Garantieverlängerung nicht ansprechen!> Das würde ja bedeuten, daß Hersteller es sich leisten können für ein> paar Euros mehr, mehr als 2 Jahre Leben für ihre Erzeugnisse zu> garantieren.
Wo ist das Problem? Das ist gewöhnliche Versicherungsmathematik. Wenn
doch Risiko-Lebensversicherungen so effektiv wären!
Ach das erinnert mich an den BSH Kühlschrank bei Muttern, da ist auch
kurz nach der Erstnutzung die Griffmulde kaputtgebrochen. Das ist so ein
Kunststoffteil, das über die ganze Breite geht.
Das Mistding war damal aber auch billig vom Blödmarkt.
Dann gab es ja diesen Geschirrspülerrückruf von Siemens, bei denen wegen
schlechtem Kontaktmaterial mehrere Brände verursacht wurden. Ich hatte
durch zufall mal ein betroffenes Ehepaar kennengelernt - die
zehntausende Schaden dadurch erlitten haben.
Ich habe daraus gelernt - mein neuer Kühlschrank ist von Liebherr. Im
Familienbestand haben wir so ein Ungeheur, dass seit 40 Jahren Dienst
tut, und angeblich gar nicht so verfressen ist. Muss ich mal nachmessen.
Kann jemand noch etwas Genaueres zu den angedeuteten nachlassenden
Isolierwerten von Kühlschrankdämmungen sagen? Betrifft das bestimmte,
neuere Dämmschaumtechnologien? Könnte man das wie angedeutet durch eine
bestimmte Oberflächenbehandlung verhindern?
Das Reparaturbild mit dem Schubladengriff gefällt mir.
Also : wer billig kauft - kauft zweimal..
Noch ein kleiner Nachtrag zu den Garantieverlängerungen. Eine gute
Freundin hat da - unbeabsichtigt - immer Glück .
Deren Geräte sind immer von solch Käsefirmen mit verkaufsfördernden
Gimmicks. Die aber dann zumindest mir als Lieferanten mit schlechter
Ersatzteilversorgung aufgefallen sind. Z.B. Samsung. Für sie gab es dann
wegen Ersatzteilunbeschaffbarkeit schon diverse neue Geräte bzw.
Geldrückerstattungen in der Garantiezeit.
Ich persönlich bin froh, wenn die Geräte klaglos ihren Dienst tun - und
ich mich nicht kümmern muss. Da muss halt Qualität her. Meine
Mielewaschmaschine tut seit 10 Jaren, eine weitere in der Familie seit
20 oder gar 30 Jahren.
Drehrumbum schrieb:> Deshalb macht man ja auch vor dem Einbau mit dem Handies rundum gut> lesbare Fotos von dem teil. Auch dafür wurde das Handy erfunden, nicht> nur für Spiele und Selfies verbrechen ...
Na ja, bei klügeren Leuten halten die Gerate aber erst mal 30 Jahre,
bevor man die Notwendigkeit hat, ein Ersatzteil zu bestellen und daher
die e-Nummer wissen muss. Vor 30 Jahren gab es keine Smartphones und
Digitalkameras waren unerschwinglich.
Und Photofilm hat man nicht so leichtfertig verschossen
Deine Methode hilft vielleicht in 10 Jahren aber nicht jetzt.
Maik .. schrieb:> Kann jemand noch etwas Genaueres zu den angedeuteten nachlassenden> Isolierwerten von Kühlschrankdämmungen sagen
Passiert sowohl bei alten PU-Schaum-isolierten Kühlschranken weil
Feuchtigkeit in die Kondensregion hineinzieht (mein Alter sollte laut
Prospekt 250 brauchen, nach 30 Jahren waren es eher 480) als auch bei
modernen vakuumplattenisolierten weil die Plattenumhüllung undicht wird
(der hat mal 125 gebraucht und gönnt sich nach 8 Jahren nun 248,
Prospekt sagt 150).
Loch in Blech statt zumindest bei Herstellung luftdicht verschweisst ist
schon mal ein Idiotenprodukt.
Manuel O. schrieb:> Nachtrag: Und nein, das Plastikteil in der Türe lässt sich auch> nicht eben ausbauen, weil der Innenaufbau der Türe entweder eingeklipst,> oder wie hier behauptet wurde, eingeklebt ist.
Hmm, sieht aber sehr danach aus, als ob man das vorne an 2 Stellen
herausstehende Reststück durch eine 25 Grad Drehung im Uhrzeigersinn aus
der Bajonetthalterung mit dem Kreuzschlitz rausbekommt.
Im Anhang kann man besser verstehen, wie das abgebrochene Teil aussieht.
Lösungsweg 1a:
Mittels "guter" Spitzzange das Teil rund ~55° im Uhrzeigersinn
verdrehen, anschliessend versuchen, es aufzurichten und es wieder mit
Spitzzange zur Mitte zu bringen und zu entnehmen.
Lösungsweg 1b:
Mittels "guter" Spitzzange das Teil rund ~55° im Uhrzeigersinn
verdrehen, anschliessend versuchen, es ganz zur Seite zu schieben.
Ggf. lässt sich dann schon ein heiler Griff in der Mitte einführen.
Lösungsweg 2a:
3mm Bohrer am roten Kreis etwas schräg zum breiten Teil ansetzen und das
Teil durchbohren, dann auf 4mm, etc. steigern, bis das Teil zerlegt ist
und sich Reste entfernen lassen.
Beim Bohren das Teil durch Schraubenzieher gegen mitdrehen sichern.
Lösungsweg 2b:
Nur soweit aufbohren, dass sich dort ein vorhandenes Rundeisen (kleiner
Kreuzschlitzdreher, Schaschlikspiess, etc.) einschieben oder längere
Spaxschraube eindrehen lässt und damit PLUS Schraubendreher das Teil in
eine passende Lage bringen, aufrichten und entnehmen..
Noch einige Zusätze:
Diese Griffe werden an hunderten unterschiedlichen Geräten der
BSH-Gruppe eingesetzt, also Bosch, Neef, Siemens, Gaggenau, Thermador,
Baley, Junkers, usw. usf..
Auch bei diversten richtigen "Edelteilen" in Sondermodellen mit/in
Sonderfarben.
Bei einer Kundin hatte mal ein "Techniker" dieses Teil abgebrochen, als
er die Anschlagsseit der Türen wechseln wollte.
In der "Edelfarbe" Bronze-Metallic gab es die Griffe aber nicht mehr.
Also habe ich als schnelle und billige Lösung den Rest der Führung
abgeschnitten (Flex), ein 3mm(?) Loch leicht schräg in den dicken
Unterbau des Griffes gebohrt und eine Flach-/Linsenkopf-"Spax"
eingesetzt, wobei der Kopf deutlich breiter als üblich war.
Hält sein Jahr und Tag und müsste auch bei Dir klappen, je nachdem, was
Deine Werkzeugkiste hergibt.
Ansonsten könntest Du an dem kaputten Griff an der Bruchstelle auch mal
testen, wie das Material auf Wärme reagiert.
Je nach Ergebnis könnte ich noch weitere Lösungswege zum Entfernen des
Bruchstückes aus den Aufnahmebuchse offerieren.
Ralf X. schrieb:> Im Anhang kann man besser verstehen, wie das abgebrochene Teil> aussieht.>
Also ist der Schnapper abgebrochen wie es aussieht.
Da ist nix mit bohren...
Filigrane Pinzetten sind das Werkzeug der Wahl.
Man kann auch etwas langes dünnes Material am abgebrochenen Teil
ankleben.
Udo S. schrieb:> Mein letzter Röhrenfernseher war ein Vorführgerät und deshalb vom> Listenpreis 2300DM auf 1700 heruntergesetzt.> Heute bekomme ich einen so viel besseren und größeren Panasonic> Flachbildschirm für 500 Euro.
Unter dem Strich ist dabei keine Verbesserung heraus gekommen.
Bei den besch........ Programmen schalte ich den TV nicht mal ein.
Die 500 Euro hättest Du Dir sparen können!
MaWin schrieb:> wenn man sich anschaut, bei wie vielen Geräten die Typennummer> nicht einfach lesbar auf der Vorderseite aufgedruckt ist, sondern sich> in einem unzugänglichen Aufkleber versteckt, den man nur lesen kann,> wenn man das Einbaugerät aus der Küchenzeile raus gebaut hat, auf den> Kopf gestellt hat, dann mit Taschenlampe und Lupe suchen muss, der ahnt,> welches Armutszeugnis man den Ingenieuren diesen Landes ausstellen muss.
Ggf. ist es tatsächlich eine "Ingenieurswissenschaft", einen geeigneten
Anbringungsort und Ausführung des "Typenschildes" zu finden.
Wahrscheinlich bist aber Du an dieser(!) Stelle einfach nur überfordert
und suchst die Schuld daher bei anderen.
Niemand (kaum jemand?) mag ein umfangreiches Typischenschild im direkten
Sichtbereich, viele nicht einmal das Markenzeichen.
Also wird das "schnellzugängliche Typenschild" bei Kühlgeräten in den
Innenraum verlegt, bei Backöfen; Spülmaschienen, Waschmaschinen und
Trocknern unter irgendwelche leicht oder stetig zu öffnende Klappen.
Moderne (reinliche) Hausfrauen/-Männer in Verbindung mit diversen
Reinigungschemikalien und Werkzeugen bekommen ALLES clean.
Und dann?
Ja DANN findet man oft zum Glück noch ein weiteres Typenschild an
Stellen, wo der normale User keinen stetigen Zugang hat.
(echte) Hausgerätetechniker wissen aus dem FF, wo sie das oder die
Typenschilder finden.
An sich ist mein Metier ja auch die Elektronik, aber immer mal wieder
kommt man/ich auch dabei mit der weissen Ware in Berührung.
Und an sich habe nie Probleme, das/ein Typenschild zu finden.
Aber sehe ich aber auch alle naslang, vorsätzlich entfernte
Typenschilder, bzw. die Spuren der Entfernung mit Spachtel, Klingen,
Putzschwamm, Stahlwolle und Chemie..
> Besonders beliebt war bei Bosch die e-Nummer, die nichts mit der> Typennummer zu tun hat. Die Typennummer wusste der Anrufer meistens, den> Aufkleber mit der e-Numner auf der Rückseite des Geräts konnte er nicht> sehen, bloss ohne e-Numner ging bei Bosch nichts.
Die E-Nummern der BSH-Gruppe sind auch immer ohne Ausbau der Geräte zu
lesen, WENN sie nicht entfernt wurden.
Aber "hinz" ist es ja schon zuviel, bei einem Staubsauger oder
Kaffeemaschine auf die Rück- oder Unterseite zu schauen.
Andere Hersteller haben andere Sondernummern, egal um was es sich
handelt.
Weisse Ware, braune Ware, Computer/Handybereich, Kfz, usw..
Nicht einmal einem guten Messgerät sieht man heute von aussen an, was es
kann, z.B. was da eingebaut und/oder freigeschaltet ist.
Ich stelle mir gerade vor, dass jemand auf die Idee kommt, einen
Luftfiltereinsatz für einen Golf VII bestellen zu wollen, ohne weitere
Angaben machen zu müssen. :-)
Alter xp Rechner schrieb:> Also ist der Schnapper abgebrochen wie es aussieht.
Es handelt sich um eine Schiebeverbindung, ein Schnapper ist etwas
anderes.
> Da ist nix mit bohren...
Lässt sich Kunststoff nicht mehr bohren, wenn Du ihn Schnapper nennst?
> Filigrane Pinzetten sind das Werkzeug der Wahl.
Auch da scheinst Du sehr individuelle Begrifflichkeiten entwickelt zu
haben.
> Man kann auch etwas langes dünnes Material am abgebrochenen Teil> ankleben.
Klar, man könnte es auch mal mit Handauflegen probieren.
Vorher aber fünfmal klopfen und Schütteln.
Ralf X. schrieb:> Niemand (kaum jemand?) mag ein umfangreiches Typischenschild im direkten> Sichtbereich, viele nicht einmal das Markenzeichen.
Also die meisten tragen voller Stolz ihre Automodellbezeichnung an der
Heckklappe rum, warum sollten sie nicht auch stolz auf ihre
Kühlschrankmodellbezeichnung sein ?
Aufkleber im Innenraum sind so lange ok, wie man nicht den halben
Kühlschrank ausräumen muss, um sie lesen zu können. Hatte ich schon
Bosch erwähnt ?
MaWin schrieb:> Aufkleber im Innenraum sind so lange ok, wie man nicht den halben> Kühlschrank ausräumen muss, um sie lesen zu können.
Im Prinzip richtig, aber wenn der Kühlschrank defekt ist, dann ist das
Ausräumen ohnehin eine sich geradezu aufdrängende Idee. Und wenn er
nicht defekt ist, braucht man auch das Typenschild nicht...
Aber stimmt schon, mein erster Siemens-Kühlschrank hatte sein
Typenschild noch vorne in der Nähe des unteren Türscharniers, der
aktuelle hat's tatsächlich versteckt. Doof.
Matthias L. schrieb:> Aber stimmt schon, mein erster Siemens-Kühlschrank hatte sein> Typenschild noch vorne in der Nähe des unteren Türscharniers
Das kam immer drauf an, auf welcher Seite man die Scharniere haben
wollte. :-)
> der aktuelle hat's tatsächlich versteckt. Doof.
Die Typenschildingenieure/Wissenschaftler haben gelernt, dass viele die
sofort sichtbaren Typenschilder in den Kühlschränken wegputzen oder
abkratzen und später jammern.
Bei neueren BSH-Kühlgeräten ist man daher bemüht, die Typenschilder
immer seitlich an der Innenwand neben einer Schublade anzubringen.
Aber dafür gibt es ja heute auch den Typenschildfinder online, wenn man
Bedienungsanleitung und Kaufunterlagen nicht mehr hat.
https://www.bosch-home.com/de/service/typenschild-finder
Ralf X. schrieb:> Aber dafür gibt es ja heute auch den Typenschildfinder online,
Na, schau mal an - und damit habe ich tatsächlich das Typenschild
gefunden. Ist also doch ohne Ausbau lesbar.
Also, ich hab' auch irgendwo die Bedienungsanleitung abgeheftet und
vermutlich habe ich da auch die Angaben vom Typenschild drauf notiert.
Da ich im Alltag aber doch fähig bin, einen Kühlschrank ohne Handbuch zu
bedienen, ist diese Bedienungsanleitung irgendwo weit hinten verstaut...
Ralf X. schrieb:> Nebenbei sind manche Sollbruchstellen auch durchaus durchdacht.> Wenn DER Griff mittig auf der Tür bei Überlastung nicht rausbrechen> würde, wäre sofort eine dicke Beule in dem heutzutage sehr dünnen Blech.
Ok, also keine Beule im Blech. Dafür ist der Griff nicht tauschbar, weil
wegen der abgebrochen Nase ein neuer Griff nicht montiert werden kann.
Was ist also gewonnen?
Manuel O schrieb:> Ok, also keine Beule im Blech. Dafür ist der Griff nicht tauschbar, weil> wegen der abgebrochen Nase ein neuer Griff nicht montiert werden kann.> Was ist also gewonnen?
Die Erkenntniss, das manche zu bequem oder zu blöd sind die Reste des
Sollbruchs sauber zu entfernen.
Manuel O schrieb:> Ok, also keine Beule im Blech. Dafür ist der Griff nicht tauschbar, weil> wegen der abgebrochen Nase ein neuer Griff nicht montiert werden kann.> Was ist also gewonnen?
Kann es sein, dass Du auch nicht weisst, wie man Brötchen halbiert oder
Brot in Scheiben schneidet?
Und auch nicht nach ausführlichen Beschreibungen/Anleitungen, sondern
verhungern würdest, wenn das nicht jemand für Dich macht?
Kann sich ein Troll real so dämlich anstellen?
Also wenn man eine Zugkraftbegrenzung braucht, damit die Folientür nicht
zerstört wird, kann man statt diesem bizarren
Selbstzerstörungsmechanismus einfach zwei Magnete nehmen. Wobei dann
vermutlich das Problem auftritt, daß dünnes Blech gar nicht genug
Magnetkräfte aufnehmen kann.
Wollvieh W. schrieb:> Also wenn man eine Zugkraftbegrenzung braucht, damit die Folientür nicht> zerstört wird, kann man statt diesem bizarren> Selbstzerstörungsmechanismus ...
Ich seh das so:
Typisches Umzugszenario in der Walachai: Pritschenwagen, Kühlschrank
druff und einer zum Festhalten damit bei dem Schlaglochacker und
Buckelpiste der tolle Schrank nicht von der Karre kippt. Natürlich
versucht der Typ den Schrank am Griff zu halten, hatt auch extra einen
Kälberstrick um das Gerät geschlungen und verknotet, damit die Tür nicht
aufspringt. Und nun kommt es wie es kommen muss, der Schrank kippt in
Richtung Schlucht und der Arme Mann klammert sich dran. Natürlich hat
er keine Chance den kippenden Zentnerschrank zu halten. Wenn jetzt der
Griff dank der Sicherheitseinrichtung Sollbruchstelle nachgibt, rettet
das dem Mann das Leben...
Denn das ist der Job einer Sollbruchstelle, dort zu zerbrechen, wo es am
wenigsten weh tut.
PS:
https://youtu.be/o04nUr6FinA?t=2
wenn der Kühlschrank kippt ...
Fpgakuechle K. schrieb:> Wollvieh W. schrieb:>> Also wenn man eine Zugkraftbegrenzung braucht, damit die Folientür nicht>> zerstört wird, kann man statt diesem bizarren>> Selbstzerstörungsmechanismus ...>> Ich seh das so:> Typisches Umzugszenario in der Walachai: Pritschenwagen, Kühlschrank> druff und einer zum Festhalten damit bei dem Schlaglochacker und> Buckelpiste der tolle Schrank nicht von der Karre kippt. Natürlich> versucht der Typ den Schrank am Griff zu halten, hatt auch extra einen> Kälberstrick um das Gerät geschlungen und verknotet, damit die Tür nicht> aufspringt. Und nun kommt es wie es kommen muss, der Schrank kippt in> Richtung Schlucht und der Arme Mann klammert sich dran. Natürlich hat> er keine Chance den kippenden Zentnerschrank zu halten. Wenn jetzt der> Griff dank der Sicherheitseinrichtung Sollbruchstelle nachgibt, rettet> das dem Mann das Leben...>> Denn das ist der Job einer Sollbruchstelle, dort zu zerbrechen, wo es am> wenigsten weh tut.>> PS:> https://youtu.be/o04nUr6FinA?t=2> wenn der Kühlschrank kippt ...
Genau. Deswegen gehen fortschrittliche deutsche Autos auch alle Nase
lang kaputt. Das dient einfach der Unfallvermeidung im Straßenverkehr.
Die rückständigen Japaner haben das noch gar nicht verinnerlicht...
Bis Du sicher das Du Dich nicht mal vom Arzt checken lassen möchtest mit
der Idee?
Pille
Wollvieh W. schrieb:> Also wenn man eine Zugkraftbegrenzung braucht, damit die Folientür nicht> zerstört wird, kann man statt diesem bizarren> Selbstzerstörungsmechanismus einfach zwei Magnete nehmen. Wobei dann> vermutlich das Problem auftritt, daß dünnes Blech gar nicht genug> Magnetkräfte aufnehmen kann.
Wie kommst Du auf Zugkraftbegrenzung?
Es geht um Knickschutz an dieser(!) Stelle.
Z.B. wenn "der/die Kleine" an dem Griff Kletterübungen macht.
Oder jemand beim Aufstellen, Umzug oder Renovieren meint, dass das ein
Tragegriff sei, etc..
Also wird da ein Billigteil "geopfert", bevor die ganze Tür auf den Müll
kann.
Übrigens gibt es die gleichen Modelle mit rein senkrechten Griffen an
der jeweiligen Öffnungsseite, ebenso links/rechts austauschbar.
Aber viele Kunden scheinen diese waagerechten Handtuchhalter zu lieben..
Wer etwas mehr ausgeben will UND einen Stabilen Handtuchhalter haben
möchte, der nimmt einen durchgehenden METALL-Griff, der nur seitlich
stabil verschraubt wird.
Ohne das Loch mit Plasteaufnahme in der Mitte des Türbleches.
Deine Kenntnisse über Magnetismus scheinen auch nicht weit her zu sein?
Die Dicke eines Bleches hat sehr wenig damit zu tun, wie stark ein
Magnet darauf haftet.
Aber auch plan aufliegende saustarke Magnete lassen sich recht leicht
verschieben.
Und entsprechend sehen viele Kühlschränke auch aus...
Nicht jeder mag schräg stehen Griffe und verkratzte Oberflächen.
Aber woher soll der moderne Verbraucher das auch vorher wissen?
Der ist selber Spezialist, hat seine Werkzeugkiste und jetzt auch noch
zwei Griffe, um mal grosse Glasplatten zu transportieren. :-)
Pille schrieb:>> Denn das ist der Job einer Sollbruchstelle, dort zu zerbrechen, wo es am>> wenigsten weh tut.> Bis Du sicher das Du Dich nicht mal vom Arzt checken lassen möchtest mit> der Idee?
Du findest also die Idee von der Sicherheitseinrichtung Sollbruchstelle
krank? Und auch das Geschwisterchen der Sollbruchstelle - die
Knautschzone - ist Deiner Ansicht nach einem kranken Hirn entsprungen?!
https://de.wikipedia.org/wiki/Knautschzonehttps://www.wortbedeutung.info/Sollbruchstelle/
Ralf X. schrieb:> Also wird da ein Billigteil "geopfert", bevor die ganze Tür auf den Müll> kann.
Offenkundig kann die ganze Tur auf den Müll, wenn der Griff abgebrochen
ist.
Zumindest haben wir von Manuels Rückfrage bei Bosch noch keine andere
Antwort gehört.
MaWin schrieb:> Ralf X. schrieb:>> Also wird da ein Billigteil "geopfert", bevor die ganze Tür auf den Müll>> kann.>> Offenkundig kann die ganze Tur auf den Müll, wenn der Griff abgebrochen> ist.>> Zumindest haben wir von Manuels Rückfrage bei Bosch noch keine andere> Antwort gehört.
Manuel hat auch noch nicht geschrieben, ob er ein Brötchen halbieren
oder eine Brotscheibe abschneiden kann.
Geschweige denn geschildert, ob er daraus dann ein belegtes Teil machen
könnte, was ich ihm eher nicht zutraue. :-))
Und ich kann Dir garantieren, dass jeder halbwegs bewanderter Techniker
das Problem mit dem abgebrochenen Griffteil in der Tür ähnlich schnell
vor Ort löst, wie zumindest ein echter MaWin hier im Forum die
Identifiezierung eines unbekannten elektronischen Bauteils.
Leider weiss man ausserhalb der Bauteile selten, mit welchem MaWin man
es gerade zu tun hat. :-((
Ralf X. schrieb:> Und ich kann Dir garantieren, dass jeder halbwegs bewanderter Techniker> das Problem mit dem abgebrochenen Griffteil in der Tür ähnlich schnell> vor Ort löst...
Sachmal, wo kommst du denn her und von was träumst du nachts?
Bin seit vielen Jahren als Servicetechniker unterwegs und du glaubst
doch nicht im Ernst, dass ich beim Kunden das Popeln anfange?
Für eine Reparatur gibt es gewisse Standards. Aufschrauben - defektes
Teil ausbauen - Ersatzteil einbauen - zusammenschrauben. Wenn dies nicht
möglich ist, packe ich zusammen und der Hersteller darf antanzen. Ich
bin ausdrücklich! angewiesen, sämtliche Popeleien zu unterlassen.
William R. schrieb:> Wenn dies nicht> möglich ist, packe ich zusammen und der Hersteller darf antanzen. Ich> bin ausdrücklich! angewiesen, sämtliche Popeleien zu unterlassen.
Jo, bzgl. Popeleien beim Kunden kenne ich das ebenfalls so. Denn da gibt
es noch die Haftung. Geht eine Popelei ins Auge, darf man für den
Schaden aufkommen. Wer sich auf sowas einlässt, ist schön blöd.
Was seltsamen Sollbruchstellen oder Reparaturverhinderungen angeht,
wollen die Hersteller den Fisch* eben selber putzen**.
*: Konsument
**: ausnehmen
In dem Fall gehe ich auch von einer neuen (und überteuerten) Türe aus.
Dann wird noch das Alter abgefragt (oje, viel zu alt) und es wird ein
Neukauf angeraten. Restwiderstände fegt dann eine Gutschrift vom Tisch.
Schon ist wieder ein funktionsfähiges Gerät auf der Müllhalde gelandet
und es klingelt beim Hersteller und beim Staat die Kasse (MwSt).
Am Ende hat keiner die geplante Obsoleszenz bemerkt und alle sind
glücklich und zufrieden.
Scherenschleifer schrieb:> William R. schrieb:>> Wenn dies nicht>> möglich ist, packe ich zusammen und der Hersteller darf antanzen. Ich>> bin ausdrücklich! angewiesen, sämtliche Popeleien zu unterlassen.
Es sollte doch bekannt sein, das man (anonymen/angeblichen) Vertretern
aller ART (egal ob Kühlschrank oder Versicherung) kein Wort glaubt, das
man nicht selbst nach recherchiert hat.
> Geht eine Popelei ins Auge, darf man für den> Schaden aufkommen. Wer sich auf sowas einlässt, ist schön blöd.
Nein, blöd ist, wer sich nicht selbst zu helfen weiß. Oder nicht den
Servicetechniker (bei Kindern: Mama/Papa) dazu bringen kann, ihren Job
zu tun.
> In dem Fall gehe ich auch von einer neuen (und überteuerten) Türe aus.> Dann wird noch das Alter abgefragt (oje, viel zu alt) und es wird ein> Neukauf angeraten. Restwiderstände fegt dann eine Gutschrift vom Tisch.> Schon ist wieder ein funktionsfähiges Gerät auf der Müllhalde gelandet> und es klingelt beim Hersteller
Eher nicht, weil man den Hersteller wechselt, wenn das Vorgängergerät
Scheiße/überteuert war.
Das ist ohnehin der Denkfehler aller "Hier ist der Ausfall geplant"
Jünger - Warum soll man das selbe Fabrikat kaufen, wenn die bisherigen
Geräte vorzeitigt verreckten?
> Am Ende hat keiner die geplante Obsoleszenz bemerkt und alle sind> glücklich und zufrieden.
Was es nicht gibt, kann man auch nicht 'bemerken'.
Fpgakuechle K. schrieb:> Eher nicht, weil man den Hersteller wechselt, wenn das Vorgängergerät> Scheiße/überteuert war.
Klar, dann kauft man den nächsten Kühlschrank von GRUNDIG oder
TELEFUNKEN, denn die sind sicher besser. Und auch nicht überteuert, weil
noch billiger.
Fpgakuechle K. schrieb:> Was es nicht gibt, kann man auch nicht 'bemerken'.
Corona gibt es sicher auch nicht, weil du es noch nicht 'bemerkt' hast.
Das ist nur ein Komplott der Bestatter, die jetzt endlich mal richtig
Kohle machen wollen. Oder ist doch Bill Gates schuld?
Dafür, dass es die geplante Obsoleszenz nicht gibt, ist der
Wikipedia-Artikel aber verdammt lang. Alleine das Inhaltsverzeichnis hat
es in sich: https://de.wikipedia.org/wiki/Geplante_Obsoleszenz
William R. schrieb:> Ralf X. schrieb:>> Und ich kann Dir garantieren, dass jeder halbwegs bewanderter Techniker>> das Problem mit dem abgebrochenen Griffteil in der Tür ähnlich schnell>> vor Ort löst...>> Sachmal, wo kommst du denn her und von was träumst du nachts?>> Bin seit vielen Jahren als Servicetechniker unterwegs und du glaubst> doch nicht im Ernst, dass ich beim Kunden das Popeln anfange?>
Das liegt daran das die Entwicklung und Konstruktion bei allen Konzernen
ausgelagert wurden. Lopez heißt das Stichwort.
Egal wo, Siemens, VW, ....
Just in time kommen die Teile von den Zuliefern!
Kiste auf Tack, Tack , fertig ist.
William R. schrieb:> Dafür, dass es die geplante Obsoleszenz nicht gibt, ist der> Wikipedia-Artikel aber verdammt lang. Alleine das Inhaltsverzeichnis hat> es in sich: https://de.wikipedia.org/wiki/Geplante_Obsoleszenz
Das ist der Text über die Mondverschwörung auch, Obsoleszenz gibt es,
geplante eher nicht, das ist eine urban legend (wie die
Mondverschwörung).
Jedenfalls benutzen manche 'Servicetechniker' die Ausrede von der Gepl.
Obs. oft und gerne um sich vor der sachgerechten Reparatur zu drücken
und lieber ein Neugerät von dem Hersteller zu verticken, von dem dieser
Servicetechniker abhängig ist (Provision, Anstellung).
Das ist jedenfalls die Sichtweise der Konstrukteure.
Drehrumbum schrieb:> Obsoleszenz gibt es, geplante eher nicht
Manche Leute leben halt in einer Märchenwunderlandblase und Glauben an
das Gute im Menschen.
Es gibt noch viel mehr, als du dir träumen magst, es gibt gar Leute, die
Kriege anzetteln.
William R. schrieb:> Für eine Reparatur gibt es gewisse Standards. Aufschrauben - defektes> Teil ausbauen - Ersatzteil einbauen - zusammenschrauben.
Klingt nach einem total spannenden Job! (Wer Sarkasmus findet, darf ihn
behalten und weitergeben.)
> Wenn dies nicht> möglich ist, packe ich zusammen und der Hersteller darf antanzen.> Ich bin ausdrücklich! angewiesen, sämtliche Popeleien zu unterlassen.
Dafür gibt es zum Glück das Forum hier.
Und trotzdem werden den Herstellern die falschen Anreize gegeben: Es
muss billig ein einfach herzustellen sein und die Gewährleistungszeit
überstehen. Von gut zu reparieren steht nix im Pflichtenheft.
Ist ja bei Autoherstellern auch so. Da bricht man sich schon die Hand,
wenn man mal 'ne Glühlampe wechseln muss...
Udo S. schrieb:> ... und die wichtige ist dann gut versteckt auf der Rück- oder> Unterseite des Geräts.
Das kenne ich von Adidas-Fußbällen. Für ein Ersatzventil wollen die die
Modellnummer des Balles wissen. Und wo steht die??? Selbstverständlich
auf der Ball-Unterseite! Ärgerlich sowas!
Achim B. schrieb:> Das kenne ich von Adidas-Fußbällen. Für ein Ersatzventil wollen die die> Modellnummer des Balles wissen. Und wo steht die??? Selbstverständlich> auf der Ball-Unterseite! Ärgerlich sowas!
Ball-Innenseite wäre noch ärgerlicher.
Etwas ähnliches gab es mal bei diesen großen Sitzbällen vom Discounter:
Für eine Garantieanfrage sollte man nicht den ganzen Ball einschicken,
sondern das Stück um das Ventil herum, auf dem die Typenbezeichnung
aufgedruckt war.
Sofern die Anfrage negativ beschieden wird, dürfte man einige
Schwierigkeiten haben, das Stück wieder luftdicht einzufügen.
Zum Thema Planung der Obsoleszenz: Sobald eine bestimmte Haltbarkeit von
Bauteilen ermittelt und angewendet wird, ist damit automatisch eine
Obsoleszenz geplant. Es ist natürlich eine Wertungsfrage, ab oder bis
wann eine Nutzungsdauer als Obsoleszenz gilt und ab wann als
Dauerhaftigkeit.
Ich sah mal einen Prüfstand für Winkelschleifer der blauen Linie einer
bekannten Marke, die dort mit verschiedenen (China-)Kugellagern versehen
einem 25000-Stunden-Test unterzogen wurden. Wenn ich das durch 200
Arbeitstage mal 8 Stunden Dauerbetrieb teile, komme ich auf 15 Jahre.
Für die Umrechnung in realen Arbeitseinsatz werden dort sicherlich
Erfahrungswerte vorliegen, so daß ich vermute, daß man vielleicht in
Richtung 30 Jahre Haltbarkeit geht, was die Annahme stützt, daß man hier
ein dauerhaftes Produkt bauen möchte.
Daß man sich die Mühe macht, Kugellager verschiedener Provenienz zu
prüfen, damit man das billigste davon einbauen kann, anstatt einfach SKF
zu nehmen und fertig, kann man natürlich als Marktbeobachtung ansehen.
Kann aber auch sein, daß man auf Teufel komm raus billig sein will und
damit das Risiko eingeht, daß bei der Großbestellung die Qualität nicht
mehr den Musterexemplaren entspricht.
Und natürlich gibt es diese Prüfstände auch für die grüne Linie dieser
nicht näher zu benennenden bekannten Firma. Da werden die Stundenzahlen
aber ganz andere sein. Ich tippe auf die Größenordnung 2 Jahre a 20 Tage
a 1 Stunde. Und falls selbst die billigsten Lager das aushalten, muß man
eben bei der Auwahl der Kunststoffmischung für eine Tendenz zur
Versprödung oder Entwicklung einer klebrigen Oberfläche sorgen.
Bernd schrieb:> Da bricht man sich schon die Hand,> wenn man mal 'ne Glühlampe wechseln muss...
Na, dann ist es ja einfach.
Bei mir ist im Radhaus der Vorderräder eine Abdeckung, hinter der die
Birnchen erreichbar sind. Habe ich jedenfalls so gelesen - solch einen
albernen Kram lasse ich in der Werkstatt machen. Die H7-Glühlampen sind
allerdings so haltbar (sofern man nicht den billigsten "blauen
superhell"-Scheiß einbaut), dass das in den letzten zehn Jahren nur ein-
oder zweimal gemacht werden musste (kost dann aber - wenn ich mich
recht erinnere - 25€ pro Seite zzgl. Glühobstkosten).
Fpgakuechle K. schrieb:> der Schrank kippt in> Richtung Schlucht und der Arme Mann klammert sich dran. Natürlich hat> er keine Chance den kippenden Zentnerschrank zu halten.
"Kippender Zentnerschrank"? Ist ja wohl lächerlich.
Die Damen und Herren aus der mutmasslichen Region haben in den
Neunzigern hier in der Gegend Tresore temporär in ihren Besitz gebracht
und an Stellen bugsiert und aufgebrochen, an denen die Teile nur mit
schwerer Bergetechnik wieder rausgeholt werden konnten.
Die Zuständigen hatten sich in der Soko "Balkan" organisiert und hatten
durchaus gut zu tun.
Da wird doch wohl ein Kühlschranktransport mit Kipp-Überraschung nicht
zum echten Problem werden...
Fpgakuechle K. schrieb:> Das ist ohnehin der Denkfehler aller "Hier ist der Ausfall geplant"> Jünger - Warum soll man das selbe Fabrikat kaufen, wenn die bisherigen> Geräte vorzeitigt verreckten?
Naja, macht man manchmal doch, weil die anderen sind auch nicht
besser...
An die Mähr mit der "geplanten Obsoleszenz" glaube ich auch nicht.
Die geringe Haltbarkeit ergibt sich einfach, wenn man das Produkt so
billig wie möglich herstellen will.
Und sollte es zu billig sein - also übermässig zum Gewährleistungsfall
werden, dann wird einfach ein klein wenig nachgesteuert, auf dass es
bisschen länger hält.
Und sagen wir es doch offen: Der Verbraucher will doch nix, was ewig
hält, der will doch, dass er einen Grund hat, mal wieder was neues zu
kaufen. Außerdem: Wenn ich mir den Elektronik-Container im Wertstoffhof
so ansehe, dann sind dort eher Geräte, die noch einwandfrei
funktionieren und trotzdem weggeworfen werden (die Entnahme ist
natürlich ausdrücklich verboten, da sei das Elektrogesetz vor).
Im vorliegenden Fall - es lohnt nicht, wegen einer Türklinke den
Aufstand zu machen. Kleben oder Schrauben oder anderer Griff - da
brauchts doch noch nichtmal Kreativität. Also sorry, wenn es daran
scheitern sollte... dann weiß ich auch nicht. hauptsache Jammern
MaWin schrieb:> Es gibt noch viel mehr, als du dir träumen magst, es gibt gar Leute, die> Kriege anzetteln.
Das ist noch gar nichts - es gibt da Leute, die in den Foren Unsinn
schreiben, der ausschließlich aus ihrer Phantasie und negativen
Weltanschauung entsprungen ist.
MeierKurt schrieb:> Das ist noch gar nichts - es gibt da Leute, die in den Foren Unsinn> schreiben, der ausschließlich aus ihrer Phantasie und negativen> Weltanschauung entsprungen ist.
Genau: "über 35 ist man zu alt für den Arbeitsmarkt"
William R. schrieb:> Bin seit vielen Jahren als Servicetechniker unterwegs und du glaubst> doch nicht im Ernst, dass ich beim Kunden das Popeln anfange?
Die Einstellung ist so neu nicht. Vor ~40 Jahren habe ich meinen Wagen
lieber zu einem unabhängigen kleinen Schrauber gebracht als in die
Vertragswerkstatt. Zu Recht: der hat noch repariert, statt einfach
auszutauschen.
Anbei ein Link auf ein Video vom WDR auf Youtube passend zum Thema:
https://www.youtube.com/watch?v=ndBdXBs2vIU
#Tüftler #Reparieren #WDRDoku
Der Tüftler-König von Deutschland | WDR Doku
•Dec 10, 2020
Auszug aus der Beschreibung des WDR:
Der Herd ist 7 Jahre alt und schon kaputt. „Das ist kein Zufall, sondern
gewollt,“ sagt Heinrich Jung und krempelt die Ärmel hoch. „Die Dinge
werden so gebaut, dass sie kaputt gehen. Sie sollen sich ja ein neues
Gerät kaufen,“ sagt er und schraubt die Elektronik des Herdes auf. ...
MeierKurt schrieb:> An die Mähr mit der "geplanten Obsoleszenz" glaube ich auch nicht.> Die geringe Haltbarkeit ergibt sich einfach, wenn man das Produkt so> billig wie möglich herstellen will.
und wenn sich dabei zufällig "geplante Obsoleszenz" ergibt ist niemand
von der Fa. traurig.
Es ist dem Verbraucher doch schlicht egal ob es geplant ist oder wegen 2
Ct. Ersparnis früher stirbt, es nervt.
Inzwischen gehts anscheinend wirklich nur ums Obsolenz-bashing. Aber mal
etwas andres:
Wenn bei einem Kühlschrank die Ablauföffnung für Kondenswasser
(innen,tief am Boden oder an Ablaufrinnen) verstopft ist, saugt sich die
Kühlschranktür nach dem Schließen durch das Abkühlen der eingedrungenen
warmen Luft so richtig fest. Da muss man zum Wiederöffenen manchmal wie
ein Ochse ziehen.
Also, wenn dieses Festsaugen eintritt, mal nach der Ablauföffnung suchen
und sie frei machen. Vielleicht hat da der Griff dieses Festsaugen nicht
vertragen.
Dieter D. schrieb:> Anbei ein Link auf ein Video vom WDR auf Youtube passend zum Thema:> https://www.youtube.com/watch?v=ndBdXBs2vIU
Interessant, da gehts nicht nur um Waschmaschinen, auch ums Fairphone
und so.
> „Die Dinge> werden so gebaut, dass sie kaputt gehen. Sie sollen sich ja ein neues> Gerät kaufen,“ sagt er und schraubt die Elektronik des Herdes auf. ...
Naja das ist sehr verkürzt, im Video werden auch noch andere
Ausfallursachen angegeben, wie beispielsweise Fremdkörper (Knöpfe) an
den falschen Stellen, die die Maschine stoppen lassen und die der
Besitzer nicht fähig selbst als Fehlerursache zu erkennen und zu
beseitigen.
Und das Zitat oben impliziert, das man Geräte so bauen könnte, das sie
(wartungslos) nicht kaputtgehen können, was nun mal ziemlich unmöglich
ist. Die Produkte unterliegen nun mal dem Verschleiss durch die
Benutzung.
Das Bundesumweltamt führte eine Studie zur Lebensdauer von Geräten
durch, mit dem Ergebniss, das viele Geräte nicht wegen 'kaputt'
getauscht wurden und daß die durchschnittliche Lebensdauer über 10 Jahre
liegt, E-herde 15 Jahre. Interessanterweise ist, daß das etwa die selbe
Spanne wie für den Neukauf obwohl das Altgerät noch funktioniert, (ca.
16 Jahre) ist.
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/texte_11_2016_einfluss_der_nutzungsdauer_von_produkten_obsoleszenz.pdf
Interessant der Vorschlag wie man die Produktlebensdauer verlängern
könnte - durch Leasing/miete . Also wie beim Telefon z.Z der Bundespost,
das hat man auch nur gemietet und nicht erworben und so ein Mehrfaches
des tatsächlichen Gerätewertes an die Post abbezahlt.
Fpgakuechle K. schrieb:> Das Bundesumweltamt führte eine Studie zur Lebensdauer von Geräten> durch, mit dem Ergebniss, das viele Geräte nicht wegen 'kaputt'> getauscht wurden und daß die durchschnittliche Lebensdauer über 10 Jahre> liegt, E-herde 15 Jahre. Interessanterweise ist, daß das etwa die selbe> Spanne wie für den Neukauf obwohl das Altgerät noch funktioniert, (ca.> 16 Jahre) ist.
Da wird sich die Politik entscheiden müssen (aber nicht können):
Will man prosperierende Wirtschaft und wenig Arbeitslose?
Möchte man hohe Einnahmen aus der Umsatzsteuer?
Ist man bereit, dafür höhere Bedarfssätze zB bei ALG & Co hinzunehmen?
Will man Ressourcen schonen?
Das Mietmodell scheint immerhin das Problem der Steuereinnahmen auch für
den Fall der Ressourcenschonung zu neutralisieren.
Percy N. schrieb:> Da wird sich die Politik entscheiden müssen (aber nicht können):
Nein, das Problem langlebige Geräte zu bauen ist ein technisches, das
die Ingenieure und Co zu lösen haben, kein Politisches.
Vater Staat ist nicht für alles in der Verantwortung.
Fpgakuechle K. schrieb:> Nein, das Problem langlebige Geräte zu bauen ist ein technisches, das> die Ingenieure und Co zu lösen haben, kein Politisches.
Das stimmt, aber die Entscheidung, das aucch zu tun, ist eine
(unternehmens-)politische. Siehe auch
https://de.wikipedia.org/wiki/Phoebuskartell> Vater Staat ist nicht für alles in der Verantwortung.
Darüber können die Meinungen auseinander gehen, wie immer in der
Politik. Nur schlagen diesbezüglich zwei Herzen in Vater Staats Brust;
das hatte ich darzustellen versucht.
Es scheint mir nicht gelungen zu sein, Dir dies zu vermitteln.
Wie lange sollen Geräte den halten?
TV?
Kühlschrank?
Handy?
Herd?
Waschmaschine?
Trockner?
Spülmaschine?
Wie ist eure Einschätzung?
Nehmen wir mal an für Immer.
Was wird dann aus Innovationen?
Für immer würde bedeuten, dass es niemals einen Fortschritt gibt.
Fpgakuechle K. schrieb:> das Problem langlebige Geräte zu bauen ist ein technisches, das> die Ingenieure und Co zu lösen haben, kein Politisches.
Sehr viele Ingenieure haben grösstes Interesse daran, etwas solides,
langlebiges, wertvolles zu erschaffen.
Auch viele "echte" Handwerker denken so.
Nur wer möchte das bezahlen und in Auftrag geben?
Ich bin Ingenieur und Handwerker und habe meinen Betrieb über Jahrzehnte
mit dem absoluten Qualitätsgedanken geführt, auch im Hinblick auf
Nachhaltigkeit.
Dabei solchen Gedanken bin ich aber überwiegend bei anderen Unternehmern
auf offene Ohren gestossen.
Das sind diejenigen, die wissen, dass Qualität echtes Geld kostet, aber
ein Ausfall noch viel mehr.
Die kapieren auch, dass die Stundensätze nicht 1:1 in die private
Schatulle wandern, sondern dahinter auch ein riesiger Kostenapparat
steckt, der davon finanziert werden muss.
Der Ottonormalo möchte überwiegend alles fürn Appel und Ei.
Wenn er 12,- netto bekommt, soll der Handwerker am besten mit 10,- auf
die Kralle zufrieden sein.
Und was er für Ersatzteile nehmen darf, wird ihm an Preisen von
Ali-Schwarzimporten vorgerechnet.
Und Anfahrt? Will er den Auftrag?
Oder Kostenvoranschlag? kann doch nur ein kleiner Fehler sein, bius
gestern gung es doch noch.
Also dafür bezahlen?
Oder (z.B.) für eine kpl. Reparatur 1/3 bis 50% vom Neupreis?
Oder sogar noch mehr?
Kommt doch gar nicht in die Tüte...
"Ingenieure und Co" erfüllen gerne Deine Wünsche, wenn DU sie dafür
angemessen entlohnst!
> Vater Staat ist nicht für alles in der Verantwortung.
Naja, der "Vater Staat" soll ja lenken.
Und dann ist er schon dafür zuständig, das Lenkrad in die richtige
Richtung zu drehen.
Wenn die Mehrheit sagt, dass alles länger halten und länger reparierbar
sein soll, muss die Mehrheit diejenigen wählen, die das gesetzlich
festlegen.
Und wenn einige Jahre Später Herde, WaMa, Kühlschränke bei 500,-€
anfangen und die Mehrheit das blöd findet, können die diejenigen wählen,
die gesetzlich bestimmen, dass es Kühlschränke ab 79,-€ und Wama ab
99,-€ zu geben hat.
Und wenn es dann nach einer Weile keine elektrischen Geräte mehr zu
kaufen gibt, kann sich das Volk frei entscheiden, diejeniegen zu wählen,
die zaubern können. :-)
Percy N. schrieb:> Ralf X. schrieb:>> Oder (z.B.) für eine kpl. Reparatur 1/3 bis 50% vom Neupreis?>> Wenn die Kiste dann die nächsten 30 Jahre tut, warum nicht?
Soll das jetzt witzig sein?
Wenn ich nicht weiss, was ein Kunde mit einem Ziegelstein anstellt, kann
ich dem nicht einmal 5 Minuten garantieren, das der das übersteht.
Ralf X. schrieb:> Sehr viele Ingenieure haben grösstes Interesse daran, etwas solides,> langlebiges, wertvolles zu erschaffen.> Auch viele "echte" Handwerker denken so.> Nur wer möchte das bezahlen und in Auftrag geben?
Jeder.
Ralf X. schrieb:> Der Ottonormalo möchte überwiegend alles fürn Appel und Ei.
Merkwürdig, warum kassieren Handwerker dann vom Privatmann locker das
3-fache von dem, was sie einem erfahrenen Kunden wie z.B. einer
Wohnungsbaugesellschaft oder Architekten in Rechnung stellen ?
Auch die Lüge, es müssten die teuren Materialen aus dem eigenen Haus
sein, die billig im Baustoffhandel oder KFZ-Ersatzteilladen weil es nur
so eine Gewährleistung geben könnte, wird doch nur dem Privatmann unter
die Nase gerieben, beim Profikunden traut sich der 'Handwerk hat
goldenen Boden' das doch gar nicht.
Was mir hier in der Nachbarschaft entgegenkommt wenn die älteren Rentner
"alt&doof" dort einen Handwerker beauftragen, 3000 EUR um in 2
Leerrohren das alte Koaxkabel gegen ein neues Ethernetkabel ersetzen (1
Anfahrt, 1 Arbeitsstunde), 1500 EUR um in eine Wand ein Abwasserrohr um
50cm nach oben zu verlangern (3 Anfahrten, 5 Arbeitsstunden), 12000 EUR
um an einem Carport aus Holzständerwerk die aussen drangenagelten
Profilbretter weil unansehnlich und tellenweise durchgegammelt zu
ersetzen (noch nicht gemacht, aber ich sag mal 1 Tag Arbeit), nur hinten
und links (rechts ist Hauswand, vorne offen), ist purer Wucher und nur
mit der Gier nach dem nächsten Benz zu verargumentieren.
Ralf X. schrieb:> Percy N. schrieb:>>> Ralf X. schrieb:>>>>> Oder (z.B.) für eine kpl. Reparatur 1/3 bis 50% vom Neupreis?>>>> Wenn die Kiste dann die nächsten 30 Jahre tut, warum nicht?>> Soll das jetzt witzig sein?
Nein, wie kommst Du darauf? Wenn in einem stark frequentierten
Treppenhaus nach 20 oder 30 Jahren die Stufen erneuert werden müssen,
ist das kein Problem. Wenn die neuen dann aber nach sechs Jahren hinüber
sind, schon. Unter dieser Prämisse darf haltbar auch synonym für
kostspielig sein.
MaWin schrieb:> verargumentieren.
Was für ein dämiches Wort.
Ver-ar-gu-men-tie-ren.
Ist das ein Ver-sprecher?
Oder schwülstiges Geschwurbel?
Dazu die zigtausend Euro für eine Arbeitsstunde.
Glaub ich einfach nicht!
MaWin schrieb:> ist purer Wucher und nur> mit der Gier nach dem nächsten Benz zu verargumentieren.
Naja, zur Zeit koennte man durchaus noch in Betracht ziehen, das der
Betrieb so ausgelastet ist, dass da nichts mehr reinzuschieben geht.
Also schreibt man solche Angebote, weil "kein Angebot abgeben" vom
Kunden noch viel schlechter bewertet wird.
Einige Bekannte aus der Baubranche haben mir das so erklaert.
wendelsberg
wendelsberg schrieb:> Also schreibt man solche Angebote, weil "kein Angebot abgeben" vom> Kunden noch viel schlechter bewertet wird.
Und wenn man "Pech" hat, gewinnt man die Ausschreibung trotzdem ...
MaWin schrieb:> Ralf X. schrieb:>> Sehr viele Ingenieure haben grösstes Interesse daran, etwas solides,>> langlebiges, wertvolles zu erschaffen.>> Auch viele "echte" Handwerker denken so.>> Nur wer möchte das bezahlen und in Auftrag geben?>> Jeder.
Naja, keine Ahnung, welche Erfahrungen wie und wo Du gemacht hast.
Meine Erfahrungen bauen auf vier Jahrzehnte Selbstständigkeit, sowie auf
denen davor und danch im mehr oder weniger weitem bekannten Umfeld.
Also auch aus der Sicht anderer Unternehmer.
> Ralf X. schrieb:>> Der Ottonormalo möchte überwiegend alles fürn Appel und Ei.>> Merkwürdig, warum kassieren Handwerker dann vom Privatmann locker das> 3-fache von dem, was sie einem erfahrenen Kunden wie z.B. einer> Wohnungsbaugesellschaft oder Architekten in Rechnung stellen ?
Bei mir war es eher umgekehrt, wenn auch meist nicht in der von Dir
genannten Dimension.
Vielleicht hast Du einfach vergessen, den jeweiligen Aufwand
einzukalkulieren und siehst nur das "technische" Endergebnis?
In Kurzform: Meine Gewerbekunden erteilten i.d.R. den Auftrag, der
Auftrag wurde ausgeführt, Rechnung gestellt, bezahlt, alles ok..
Dazu: Oft mehrere Dinge am Stück, konkrete Problembeschreibung,
technische Unterlagen vorhanden, unproblematische Terminvereinbarung.
Kenntnis darüber, dass auch Dreck anfällt, der entweder durch uns oder
den Auftraggeber zu beseitigen ist, usw. usf.
Und dazu der Punkt der ggf. wegfallenden Gewährleistung im B2B.
Privater Kunde: Mehr unfruchtbare und zeitaufwändige Diskutiererei,
Seelsorgertum, etc., als praktische Arbeit am Objekt.
Das heisst nicht, dass ich die Arbeit bei privaten Kunden nicht mochte.
Ganz im Gegenteil: Ich helfe, berate und unterhalte mich auch gerne.
Aber egal ob ich das mache oder meine MA, es muss bezahlt werden.
Der gute Engel aus dem WDR-Beitrag nimmt nach dortiger Aussage 30,-€
Anfahrt und 15,-€/0,25h, also min 60,-€/h.
Da kann der den Backofenthermostaten auch mit dem EK abrechnen, knapp
100,-€ sind weg..
Da bekommen die meisten Privatkunden doch schon einen Krampfanfall
"wegen so einer Kleinigkeit".
> Auch die Lüge, es müssten die teuren Materialen aus dem eigenen Haus> sein, die billig im Baustoffhandel oder KFZ-Ersatzteilladen weil es nur> so eine Gewährleistung geben könnte, wird doch nur dem Privatmann unter> die Nase gerieben, beim Profikunden traut sich der 'Handwerk hat> goldenen Boden' das doch gar nicht.
Woher glaubst Du das zu wissen?
Meine "Profikunden" wussten das alle und DENEN war auch freigestellt, ob
sie Material selber ordern oder über mich.
Die waren sich aber auch über die Konsequenzen im Klaren.
> Was mir hier in der Nachbarschaft entgegenkommt wenn die älteren Rentner> "alt&doof" dort einen Handwerker beauftragen, 3000 EUR um in 2> Leerrohren das alte Koaxkabel gegen ein neues Ethernetkabel ersetzen (1> Anfahrt, 1 Arbeitsstunde), 1500 EUR um in eine Wand ein Abwasserrohr um> 50cm nach oben zu verlangern (3 Anfahrten, 5 Arbeitsstunden), 12000 EUR> um an einem Carport aus Holzständerwerk die aussen drangenagelten> Profilbretter weil unansehnlich und tellenweise durchgegammelt zu> ersetzen (noch nicht gemacht, aber ich sag mal 1 Tag Arbeit), nur hinten> und links (rechts ist Hauswand, vorne offen), ist purer Wucher und nur> mit der Gier nach dem nächsten Benz zu verargumentieren.
Warum bietest Du denen nicht Deine Hilfe an und/oder organisierst da
etwas?
Dü könntest Dir scheinbar ein Schweinegeld verdienen und die
Vorortkonkurrenz um 90% unterbieten.. :-)
Percy N. schrieb:> Ralf X. schrieb:>> Percy N. schrieb:>>>>> Ralf X. schrieb:>>>>>>> Oder (z.B.) für eine kpl. Reparatur 1/3 bis 50% vom Neupreis?>>>>>> Wenn die Kiste dann die nächsten 30 Jahre tut, warum nicht?>>>> Soll das jetzt witzig sein?>> Nein, wie kommst Du darauf? Wenn in einem stark frequentierten> Treppenhaus nach 20 oder 30 Jahren die Stufen erneuert werden müssen,> ist das kein Problem. Wenn die neuen dann aber nach sechs Jahren hinüber> sind, schon. Unter dieser Prämisse darf haltbar auch synonym für> kostspielig sein.
So gesehen hast Du recht.
Aber das hat doch wenig mit dem Ingenieur- oder Handwerkerverständnis zu
tun.
Treppensanierung ist seit den 80er Jahren ein Geschäftszweig der
Abzockmafia auf Basis der selbsständig arbeitenden Hobbyisten.
Die könnten genauso gut Treppenlifte, IR-Heizungen oder Massagesessel
verkaufen.
Aber selbst in Dubrovnik etc. ist man schon auf minderwertige
Treppensanierung reingefallen, es kommt eben auf den Marmor an.
Oder das Holz, Stein, Steingut, etc..
Betrug gab es immer und gibt es immer und überall.
Drehrumbum schrieb:> Umweltbundesamt
Zu solchen Themen werden von einem Bundesamt fast immer Studien
vergeben. Der Studienauftragnehmer ist fast immer einschlaegige
Industrie oder Unternehmensberatungen. Wer da ein anderes Ergebnis
erwartet haette, ist wirklich duemmlich naiv.
Ralf X. schrieb:> Warum bietest Du denen nicht Deine Hilfe an und/oder organisierst da> etwas?> Dü könntest Dir scheinbar ein Schweinegeld verdienen und die> Vorortkonkurrenz um 90% unterbieten.. :-)
Das Kabel haben wir mal eben durchgezogen, das war 100% billiger als der
Elektriker, der Carport ist noch nicht vergeben, der Rollator-Rentner
fragt sich warum er damals, als er vor 40 Jahren seinen Carport das
erste Mal noch selbst verbrettert hat, nicht seinen Job gekündigt und
nur noch Carports (fremder Leute) gemacht hat, dann wäre er nicht nur
Millionär, sondern Milliardär. Das Abwasserrohr war zu spät.
Ralf X. schrieb:> Meine "Profikunden" wussten das alle und DENEN war auch freigestellt, ob> sie Material selber ordern oder über mich
Den Profis schon, denen kann man mit den Betrügereien auch nicht kommen,
die sonst im Handwerk gegenüber den Privatkunden so üblich sind.
Ralf X. schrieb:> Privater Kunde: Mehr unfruchtbare und zeitaufwändige Diskutiererei,> Seelsorgertum, etc., als praktische Arbeit am Objekt.
Hättest du dem Privatkunden seriöse Preise genannt, hättest du dir das
ewige Diskutieren um die überhöhten Preise gespart und bräuchtest in
Befürchtung des hinterher durch dich geleerten Kunden-Portemonnaies
nicht präventiv Seelsorge treiben.
Unser (Freundeskreis, ich selbst nicht) Ansatz beim Hausbau bzw.
Hausumbau war stets ein rückfragefreies Pflichtenheft und dann ein
Lachen über die aberwitzigen 'Angebote' denn wir kannten der Summe nach
Baukostentabelle, bei Kleinkram der örtlichen Wohnungsbaugesellschaft.
Denn dummerweise befindet sich im Freundeskreis eine Architektin und ein
Mitarbeiter der Wohnungsbaugesellschaft.
Ja, man musste 10 Handwerker fragen, bevor 1 zuschlug. Aber das war in
der Flautezeit 2000-2010, nicht heute im Bauboom, da wird nur noch
abgezockt (siehe Preise oben).
Dieter schrieb:> Drehrumbum schrieb:>> Umweltbundesamt>> Zu solchen Themen werden von einem Bundesamt fast immer Studien> vergeben. Der Studienauftragnehmer ist fast immer einschlaegige> Industrie oder Unternehmensberatungen. Wer da ein anderes Ergebnis> erwartet haette, ist wirklich duemmlich naiv.
Bis vor kurzem glaubte ich den Grünen auch noch, dass sie das UBA
nachhaltig verändert hätten.
Aber dann sollte man sich diese Lügner doch mal genauer ansehen.
Viele tragen sogar Lederschuhe, benutzen nicht nur Bienenwachskerzen,
sondern fressen sogar Honig und Gelantine!
Es ist nicht zu fassen!
Einer trug sogar Hanfblüten an einem Leder 111elf!!-Gurt!
MaWin schrieb:> Ralf X. schrieb:>> Warum bietest Du denen nicht Deine Hilfe an und/oder organisierst da>> etwas?>> Dü könntest Dir scheinbar ein Schweinegeld verdienen und die>> Vorortkonkurrenz um 90% unterbieten.. :-)>> Das Kabel haben wir mal eben durchgezogen, das war 100% billiger als der> Elektriker
Wer Kosten nicht rechnet, bekommt halt alles umsonst.
> der Carport ist noch nicht vergeben, der Rollator-Rentner> fragt sich warum er damals, als er vor 40 Jahren seinen Carport das> erste Mal noch selbst verbrettert hat, nicht seinen Job gekündigt und> nur noch Carports (fremder Leute) gemacht hat, dann wäre er nicht nur> Millionär, sondern Milliardär. Das Abwasserrohr war zu spät.
Wessen Carport ist noch nicht vergeben und warum macht der Rollatorheini
den nicht mal eben?
Oder der selber, der den Carport jetzt möchte?
Und fürs Abwasserrohr wars zu spät?
Geht es um einen Neubau?
Und alle DeineBekannten sind keine Unternehmer, Gewerbetreibende,
Handwerker, also keine Abzocker?
Wo haben die denn das Geld her, um zu bauen?
Alles nur Erben von verstorbenen Abzockern?
Oder zusammengespart vom Lohn, den sie von privaten oder staatlichern
Abzockern verdient haben?
> Ralf X. schrieb:>> Meine "Profikunden" wussten das alle und DENEN war auch freigestellt, ob>> sie Material selber ordern oder über mich>> Den Profis schon, denen kann man mit den Betrügereien auch nicht kommen,> die sonst im Handwerk gegenüber den Privatkunden so üblich sind.
Noch einmal die Frage:
Woher weisst Du, wem man mit Betrügereien kommen kann und wem nicht?
> Ralf X. schrieb:>> Privater Kunde: Mehr unfruchtbare und zeitaufwändige Diskutiererei,>> Seelsorgertum, etc., als praktische Arbeit am Objekt.>> Hättest du dem Privatkunden seriöse Preise genannt, hättest du dir das> ewige Diskutieren um die überhöhten Preise gespart und bräuchtest in> Befürchtung des hinterher durch dich geleerten Kunden-Portemonnaies> nicht präventiv Seelsorge treiben.
Meine Kunden, egal ob privat, gewerblich oder staatlich/institutiell
haben IMMER seriöse Preise genannt bekommen.
Neue Kunden natürlich aufgeschlüsselt nach unbekannten Aufwand, bei
Altkunden kann es dann auch Richtung Pauschale gehen.
Und das man ggf. auch noch eine soziale Komponente einbringt, dürftest
Du eh nicht glauben.
> Unser (Freundeskreis, ich selbst nicht) Ansatz beim Hausbau bzw.> Hausumbau war stets ein rückfragefreies Pflichtenheft und dann ein> Lachen über die aberwitzigen 'Angebote' denn wir kannten der Summe nach> Baukostentabelle, bei Kleinkram der örtlichen Wohnungsbaugesellschaft.> Denn dummerweise befindet sich im Freundeskreis eine Architektin und ein> Mitarbeiter der Wohnungsbaugesellschaft.
Rückfragefreies Lastenheft für ein Preisangebot über eine Dienstleistung
im Kleinbereich?
Am besten noch mit garantiertem Fertigstellungstermin, auch wenn diese
von fremden Gewerken abhängig sind.
Solche "Anfragen" kenne ich auch.
Dennoch hatte ich da immer zumindest EINE Rückfrage:
"Tickt Ihr noch ganz sauber?"
WENN Ihr im Freundeskreis schon die Architektin und einen plaudernden
Mitarbeiter einer WBG habt und die günstigen Preise kennt, habt Ihr denn
mal den oder die Unternehmen angesprochen, die die so günstigen Arbeiten
dort erledigen?
Dann könntet Ihr Euch doch jede Suche ersparen.
Oder haben die ganz einfach dankend abgelehnt, weil die eben wissen,
welches Theater sie mit Euch zu erwarten haben?
> Ja, man musste 10 Handwerker fragen, bevor 1 zuschlug. Aber das war in> der Flautezeit 2000-2010, nicht heute im Bauboom, da wird nur noch> abgezockt (siehe Preise oben).
Ich kenne es so, dass es Ausschreibungen gibt und dann ein Betrieb den
Zuschlag erhält.
Wenn bei Euch einer zugeschlagen hat, gab es also keine Ausschreibung,
sondern ein feststehendes Angebot von Euch.
Und wenn da nur einer von 10 (von Euch) ausgesuchten Billigstheinis in
der Flautezeit zugeschlagen hat, kann sich jeder unschwer vorstellen,
wie Ihr drauf seid.
Und dann kann sich jeder normale Mensch vorstellen, dass Ihr Euch
permanenten Schrott eingehandelt habt.
Aber besser habt Ihr es dann auch nicht verdient.
Wer für 249,- eine 60 x 60 x 86cm Wama mit 8kg Fassungsvermögen und
1.400U/min mit einem Eigengewicht von 60kg kauft, sollte sich auch nicht
wundern, wenn ihm diese in kürzester Zeit um die Ohren fliegt.
Verstehe meine Frage bitte nicht falsch, aber in welchem Bereich warst
Du beruflich tätig?
Dein Wissen um elektronische Bauteile und Schaltung ist enorm.
In meinem Unternehmen hatte ich viele Allrounder beschäftigt, aber auch
Speziaisten.
Die Spezialisten hatten aber oft gewisse Probleme, auch mal einen
Seitenblick zu riskieren.
Oft weil sie von der Weitwinkel-Thematik absolut nichts verstanden.
MeierKurt schrieb:> Und sagen wir es doch offen: Der Verbraucher will doch nix, was ewig> hält, der will doch, dass er einen Grund hat, mal wieder was neues zu> kaufen.
Ich will, das der Kram problemlos funktioniert, solange wie ich das
möchte. Nein, ich will nicht ab und zu was Neues.
Und wenn doch, darf der alte Krempel immer noch funktionieren und den
nächsten Besitzer glücklich machen.
Ralf X. schrieb:> Sehr viele Ingenieure haben grösstes Interesse daran, etwas solides,> langlebiges, wertvolles zu erschaffen.> Auch viele "echte" Handwerker denken so.> Nur wer möchte das bezahlen und in Auftrag geben?
Das wäre auf Dauer für den Planeten billiger. Aber dazu fehlen die
unternehmerischen Anreize.
Und die Mär, das langlebige Geräte zu mehr Arbeitslosen führen, weil die
Firmen weniger Umsatz machen, ist doch genauso Quatsch, wie die
Argumente vor der Einführung des Mindestlohns.
Es wird Zeit, das genutzte Ressourcen nach ihrem wahren Wert bezahlt
werden.
Dieter schrieb:> Drehrumbum schrieb:>> Umweltbundesamt>> Zu solchen Themen werden von einem Bundesamt fast immer Studien> vergeben. Der Studienauftragnehmer ist fast immer einschlaegige> Industrie oder Unternehmensberatungen. Wer da ein anderes Ergebnis> erwartet haette, ist wirklich duemmlich naiv.
Noch dümmlicher ist es, über eine Studie zu urteilen, ohne sie gelesen
zu haben. Dabei sind einfach herunterladbar, da:
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/texte_11_2016_einfluss_der_nutzungsdauer_von_produkten_obsoleszenz.pdf
Und wer zu bequem ist, trotz erforderlicher Sorgfalt alles wenigsten zu
überfliegen, sollte das Kapitel Schlussfolgerung und Ausblic" (ab S.
282) lesen.
Da wird die Diskussion über die geplante O. so dargestellt (S. 288):
(gekürzt)
In den letzten Jahren hat die Medienberichterstattung das Thema
„geplante Obsoleszenz“ sehr emotional präsentiert und die Gesellschaft
in zwei voneinander unabhängige Pole geteilt:
(1) Hersteller und Industrie als TÄTER, ..., indem sie bewusst
Schwachstellen einbauen, um die Produkte nach einer vorher definierten
Zeitdauer geplant ausfallen zu lassen. Damit wird suggeriert, dass die
Hersteller mit dieser Strategie ihren Absatz ankurbeln ... wollen;
(2) Verbraucher als OPFER der oben genannten Verschwörung, denn die
... hätten gar keine Möglichkeiten, sich gegen eine solche
Hersteller-strategie zu wehren.
Die vorliegende Studie hat gezeigt, dass Obsoleszenz, das heißt die
(natürliche oder künstliche) Alterung von Produkten, nicht so
eindimensional ist wie oben beschrieben.
Zitat Ende.
Der bisherige Diskussionsverlauf hat gezeigt wie zutreffend diese
Einschätzung ist, der "technische Kern" des Problems wird weitgehend
ignoriert, Hauptsache man kann über (gutmütige) Opfer und (bösartige)
Täter palavern.
Bernd schrieb:> Es wird Zeit, das genutzte Ressourcen nach ihrem wahren Wert bezahlt> werden.
?Bezahlst Du die Leser Deines Beitrages dafür, das Sie die
unwiederbringliche Ressource 'Zeit' aufwenden um Deinen Beitrag zu
lesen?
SCNR
Fpgakuechle K. schrieb:> Dieter schrieb:>> Drehrumbum schrieb:>>> Umweltbundesamt>>>> Zu solchen Themen werden von einem Bundesamt fast immer Studien>> vergeben. Der Studienauftragnehmer ist fast immer einschlaegige>> Industrie oder Unternehmensberatungen. Wer da ein anderes Ergebnis>> erwartet haette, ist wirklich duemmlich naiv.>> Noch dümmlicher ist es, über eine Studie zu urteilen, ohne sie gelesen> zu haben. Dabei sind einfach herunterladbar, da:> https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/texte_11_2016_einfluss_der_nutzungsdauer_von_produkten_obsoleszenz.pdf>
[x] Ja, ich habe die Studie gelesen.
Obwohl es naheliegend ist das die Studie Industriefreundlich ist kann
man deutlich sehen das fast alle Produkte kurzlebiger sind.
Das führt zu erheblichen Gewinnsteigerungen eben derer!
Fpgakuechle K. schrieb:> Noch dümmlicher ist es, über eine Studie zu urteilen, ohne sie gelesen> zu haben.
Darum war der Kommentar ganz allgemein gehalten. Stand "fast immer",
allgemein nur Bundesamt geschrieben, usw.
Stand doch auf den ersten Seiten, wer Studienauftragnehmer war.
Allerding muessen Lehrstuehle dabei auch aufpassen, das nicht die
Drittmittelgeber verprellt werden.
Es gab in Ungarn einen Studenten, der hat mal in Richtung eines
Vortragenden eine Tomate oder Ei geworfen. Der Konzern hatte der
Hochschule im Hintergrund klar gemacht, kein Rauswurf, keine Drittmittel
mehr und gleiches fuer andere Hochschulen auch im Ausland, wenn diese
den nehmen wuerden mit dem Hinweis, das sie es immer herausfinden
wuerden.
Nichtverzweifelter schrieb:> MaWin schrieb:>> verargumentieren.>> Was für ein dämiches Wort.>> Ver-ar-gu-men-tie-ren.
Das "Dämiche" [sic] an diesem Wort ist, dass du dessen Schönheit nicht
erkennst.
Lediglich nur ein Benutzer schrieb:> [x] Ja, ich habe die Studie gelesen.>> Obwohl es naheliegend ist das die Studie Industriefreundlich ist kann> man deutlich sehen das fast alle Produkte kurzlebiger sind.>> Das führt zu erheblichen Gewinnsteigerungen eben derer!
Nein, das steht da nicht drin, da steht eben drin das die
Lebensdauerermittlung recht kostspielig aber dennoch vom Miele und Co
betrieben wird und die dadurch die gesetzten Ziele von mindestens 20
Jahre für Waschmaschinen und 15 Jahre für Kühlschränke erreichen. Wenn
es um reine Gewinnsteigerung gänge, würde man die Lebensdauer nicht so
aufwendig ermitteln und die QS so betreiben, das die gesteckten Zielen
erreicht würden.
Und dennoch wird ein beträchtlicher Teil der Maschinen vor Ende der
Nutzungsdauer ausgetauscht (siehe Anhang). Letztlich geht also ein
Beträchtlicher Anteil der Wegwerfkultur nicht vom (Täter) Industrie aus,
sondern vom (Opfer) Kunden. Der sehr wohl die Wahl hat seine Kaufwahl
und den Umgang mit dem Gerät so zu gestalten, das er lange seine Freude
damit hat.
Aber manche sind wohl nicht in der Lage eine Kühlschrank so zu öffnen,
das der Griff nicht zerbricht.
Fpgakuechle K. schrieb:> das die Lebensdauerermittlung recht kostspielig aber dennoch vom Miele> und Co betrieben wird und die dadurch die gesetzten Ziele von mindestens> 20 Jahre für Waschmaschinen und 15 Jahre für Kühlschränke erreichen
d.h. sie investieren inzwischen besonders viel Geld in die Forschung,
wie man eine Waschmaschine so konstruiert, dass sie nur noch halb so
lange hält wie die alte, und was man an einem Kühlschrank anders machen
kann, damit er zielgenau nach 15 Jahren kaputt geht, obwohl er
eigentlich 30 Jahre halten müsste. Danke Miele.
Und nein, die Zeiten sind nicht aus dem Finger gesaugt, so alt wurden
meine alten Geräte, die jedoch von normalen Anbietern stammten.
Achim B. schrieb:> Das "Dämiche" [sic] an diesem Wort ist, dass du dessen Schönheit nicht> erkennst.
Dem Wort kann man das nun wirklich nicht vorwerfen, denke ich. Dem
Schöpfer auch nicht. Bleibt noch der Kritikaster ...
P.S. Pass auf, dass Dir niemand juristischen Aküfi vorwirft!
Wollvieh W. schrieb:> Zum Thema Planung der Obsoleszenz: Sobald eine bestimmte Haltbarkeit von> Bauteilen ermittelt und angewendet wird, ist damit automatisch eine> Obsoleszenz geplant.
Ganz genau, ich gehe noch sogar noch einen Schritt weiter: Wenn
Materialien verfügbar sind, die lange halten und man verwendet
vorsätzlich Materialien, die nicht lange halten, dann ist der
Straftatbestand der geplanten Obsoleszenz erfüllt.
Leider gibt es hier keinen Straftatbestand, weil die entsprechenden
Instanzen nicht das Strafrecht anwenden, sondern schützend die Hand über
die ganzen Schweinereien halten. Da muss man sich nur mal "kein Recht
auf Reparatur" auf der Zunge zergehen lassen.
Dass das seit Jahrzehnten alles so funktioniert, ist mir ein Rätsel.
Denn eigentlich sollten da längst die Fetzen fliegen. Aber mit dem
deutschen Michl ist hier kein Krieg zu gewinnen. Ist er doch der
Ansicht, dass die geplante Obsoleszenz ein Märchen ist:
Drehrumbum schrieb:> das ist eine urban legend (wie > die Mondverschwörung).
Heinrich P. schrieb:> Wenn Materialien verfügbar sind, die lange halten und man verwendet> vorsätzlich Materialien, die nicht lange halten, dann ist der> Straftatbestand der geplanten Obsoleszenz erfüllt.
Wo ist der denn gesetzlich normiert?
> Leider gibt es hier keinen Straftatbestand,
Ach, doch nicht? Ja, was denn nun?
> weil die entsprechenden> Instanzen
Welche sind das?
>nicht das Strafrecht anwenden,
In welcher Art und Weise sollten sie das tun?
> sondern schützend die Hand über> die ganzen Schweinereien halten.
Wie läuft das ab?
> Da muss man sich nur mal "kein Recht> auf Reparatur" auf der Zunge zergehen lassen.
Kann es sein, dass Du dummes Zeug schreibst?
Lediglich nur ein Benutzer schrieb:> Dann lies die Studie noch einmal gründlich durch, und nicht nur> überfliegen.
Dann nenne mir bitte die Seitenzahlen und gib ein gekürztes Zitat, wo
sich die Belege für Deine Aussage finden. Richte Dich bitte nach diesem
Beispiel:
Beitrag "Re: Schon wieder geplante Obsoleszenz?"
Falls Du mit gängigen PC-Tools wie GIMP und Snipping-tool umgehen
kannst, wäre auch ein Screenshot wie bei:
Beitrag "Re: Schon wieder geplante Obsoleszenz?"
hilfreich um deine Argumentation nachvollziehbar darzustellen.
Heinrich P. schrieb:> Wollvieh W. schrieb:>> Zum Thema Planung der Obsoleszenz: Sobald eine bestimmte Haltbarkeit von>> Bauteilen ermittelt und angewendet wird, ist damit automatisch eine>> Obsoleszenz geplant.
Nein, das sind zwei verschiedenen Dinge. Unter gepl. Ob. versteht man
den absichtlichen Einbau eines Mangels, während Lebensdauerermittlung
und Kommunizierung desselben verantwortliches Qualitätsmanagment ist.
Miele bewirbt bei seinen Waschmaschinen 20 Jahre (bei einer Jahreslast
von ca. 700 kg Wäsche) und kann das auch über die Entwicklung/QS
sicherstellen.
> Leider gibt es hier keinen Straftatbestand, ..., sondern schützend die Hand über> die ganzen Schweinereien halten.>> Dass das seit Jahrzehnten alles so funktioniert, ist mir ein Rätsel.> Denn eigentlich sollten da längst die Fetzen fliegen. Aber mit dem> deutschen Michl ist hier kein Krieg zu gewinnen. Ist er doch der> Ansicht, dass die geplante Obsoleszenz ein Märchen ist:
Ist sie ja auch, Obsoloszenz gibt es, aber geplante Ob. ist eine unnötig
emotional und ideologische Belastung eines Themas nach dem
Täter/Opfer-Schema. Unnötig weil Obs. im Kern ein Problem rein
technischer Natur ist.
Und es gibt auch technische Standards die gegen künstliche Obs.
gerichtet sind. Insofern gibt es keinen reglungsfreien Raum wie hier
behauptet, siehe der Auszug an technischen Normen bzgl Lebensdauer im
Anhang (ebenfalls uas der oben zitierten Studie).
MaWin schrieb:> d.h. sie investieren inzwischen besonders viel Geld in die Forschung,> wie man eine Waschmaschine so konstruiert, dass sie nur noch halb so> lange hält wie die alte, und was man an einem Kühlschrank anders machen> kann, damit er zielgenau nach 15 Jahren kaputt geht, obwohl er> eigentlich 30 Jahre halten müsste. Danke Miele.
Eine Miele geht nicht zielgenau nach 15 Jahren kaputt, eine
Waschmaschine hält im Schnitt mindestens 20 Jahre. Natürlich enthält der
Schnitt auch Früh- und Zufalls-ausfälle entsprechend der Badewannenkurve
aka Weibull-Verteilung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ausfallverteilung
MeierKurt schrieb:> An die Mähr mit der "geplanten Obsoleszenz" glaube ich auch nicht.> Die geringe Haltbarkeit ergibt sich einfach, wenn man das Produkt so> billig wie möglich herstellen will.
Nu meinst also, die Nase so stabil auszuführen, dass sie als letztes
bricht, würde Mehrkosten verursachen? Dann glaubst du sicher auch noch
an den Klapperstorch, der die Babys bringt.
> Und sollte es zu billig sein - also übermässig zum Gewährleistungsfall> werden, dann wird einfach ein klein wenig nachgesteuert, auf dass es> bisschen länger hält.
In dem Statement bestätigt du die geplante Obsoleszenz und bemerkst es
offensichtlich nicht mal. Echt krass. Es stimmt tatsächlich, mit dem
Michl ist kein Krieg zu gewinnen. Der schießt sich mit Begeisterung
lieber ins eigene Knie.
Fpgakuechle K. schrieb:> der "technische Kern" des Problems wird weitgehend> ignoriert
das stimmt auch leider!
Wie lange hat es für alle Handyhersteller gereicht den "verpflichtenen"
microUSB anzubieten?
Nicht mal das klappte wenn ich an apple denke und heute reicht der
microUSB nicht mehr um größere Ströme zu liefern, es musste ein besserer
Stecker her.
Alle Raspiuser kennen das Drama mit den Netzteilen ab PI2
Fpgakuechle K. schrieb:> So was sollte eigentlich jedem kleinen Kind gezeigt werden:> -nicht gleich mit ganzer Kraft ziehen sondern langsam steigernd> -den Griff in die richtig Richtung ziehen also parallel zum Boden in> Aufschwingrichtung
Das sagt sich alles so leicht... Aber Du musst auch ein wenig
Verständnis für den TO haben!
Wenn der Alkoholspiegel langsam nachlässt, oder gar nach dem Aufstehen
früh morgens um 11:30Uhr einen Tiefststand erreicht hat, und diese blöde
Tür dann den unmittelbaren Zugriff auf Bier und den blauen Würger
versperrt... Mist!
Das könnte auch der Grund dafür sein, daß ihn die Entfernung des
Restnippels so überfordert. Mit zittrigen Händen geht da halt nichts.
Also bitte etwas Mitgefühl... :-))
Der Griff schaut aus wie das Ersatzteil 00369542.
Verbaut in Kühlschränke um 2002.
Bei so einem uralten Gerät (lassen wir's 15 Jahre alt sein) und so einem
Fehler mit der (IMHO abgedroschenen und lächerlichen) Phrase "geplante
Obsoleszenz" zu kommen ist einfach beschämend! Sei froh, dass das LPP
Gerät so lange gehalten hat und investiere (zum wohle auch deiner
Stromrechnung) ggf. gleich in ein neueres Gerät!
> Ich habe ein Röhrenradio welches ich noch täglich benutze. Hergestellt> 1958. Noch Fragen? Das sage ich hier den Grünlingen hinter den Ohren.
Genau, Lang- und Mittelwelle sind (weitestgehend) stumm. Stereo gibt's
nicht und erst nach Minuten der Röhrenaufwärmung füllt der wohlig warme
Röhrenklang den Raum. Nicht zu verachten die 250W die sich das Radio
gönnt.
"Stand der Technik" heißt das Zauberwort.
In der oben erwähnten Studie wird angeführt, dass die Lebensdauer eines
TVs im Schnitt bei 10 Jahren liegt (naja bei 200 EUR Billigheimern darf
man das sicher nicht erwarten). Die meißten Geräte aber noch immer
aufgrund von Modernisierung ausgewechselt werden.
Mir ist vor zwei Jahren auch mein alter TV verreckt - da war es ein
Schaltregler + Elkos. Ich hab ihn nach der Reparatur trotzdem ersetzt.
Er war aber auch elf Jahre alt!
Hans_Dampf schrieb:> Er war aber auch elf Jahre alt!
Also quasi neu.
Und, hat man dir nach 11 Jahren auch den Job gekündigt.
Ach nein, deine Eltern haben dich mit 11 verstossen.
Markus S. schrieb:> Nu meinst also, die Nase so stabil auszuführen, dass sie als letztes> bricht,
Und das ist immer so einfach? Alles einfach nur stabiler zu machen?
Dann hätten wir Waschmaschinen die 2kg Fassungsvermögen hätten.
MaWin schrieb:> Hans_Dampf schrieb:>> Er war aber auch elf Jahre alt!>> Also quasi neu.>> Und, hat man dir nach 11 Jahren auch den Job gekündigt.>> Ach nein, deine Eltern haben dich mit 11 verstossen.
wie lange soll ein TV halten?
Meine OLEDs werden an organischem Material Sterben ;)
Hans_Dampf schrieb:>> Ich habe ein Röhrenradio welches ich noch täglich benutze.> Hergestellt>> 1958. Noch Fragen? Das sage ich hier den Grünlingen hinter den Ohren.>> Genau, Lang- und Mittelwelle sind (weitestgehend) stumm. Stereo gibt's> nicht und erst nach Minuten der Röhrenaufwärmung füllt der wohlig warme> Röhrenklang den Raum. Nicht zu verachten die 250W die sich das Radio> gönnt.> "Stand der Technik" heißt das Zauberwort.>
...
> Mir ist vor zwei Jahren auch mein alter TV verreckt - da war es ein> Schaltregler + Elkos. Ich hab ihn nach der Reparatur trotzdem ersetzt.> Er war aber auch elf Jahre alt!
Schaltregler bei einem alten TV? Ja wo gibt es denn sowas? Oder meinst
du die Hochspannungserzeugung mit PL xxx?
ACDC schrieb:> wie lange soll ein TV halten?
größer 10 Jahre haben alle bei mir geschafft
Der Sami B-Serie 2008/2009 hat immerhin noch DVB-C aber seit der analog
Abschaltung im Kabel kein VT mehr.
Der Sami C-Serie 2x, einer davon braucht 1 Stunde und leichte Schläge
das er analog den RF Modulator erkennt.
H- Serie und MU Serie ärgern mich mit unterschiedlicher Programmierung!
Eines haben alle gemeinsam, 2x drücken auf Platz 1 wechselt ohne ins
Menü zu müssen analog und digital Tuner.
Bei LG oder anderen wird man irre sich in die Menüuntiefen begeben zu
müssen um sich bis analog oder digital durchzuwurschteln.
Joachim B. schrieb:> ACDC schrieb:>> wie lange soll ein TV halten?>> größer 10 Jahre haben alle bei mir geschafft
Wieder keine Antwort auf meine Frage.
10 Jahren haben alle meine TVs geschafft.
Aber ich habe einige vorher gegen OLED getauscht.
Wie soll man das sonst nennen, wenn durch Analogabschaltung im Kabel und
bald auf UKW und schon bei DVB-T schon funktionierende Geräte unnutzbar
werden ausser "geplante Obsoleszenz"?
ACDC schrieb:> wie lange soll ein TV halten?
na länger, wieso darf ich in der Gerätenutzbarkeit enteignet werden?
Joachim B. schrieb:> Wie soll man das sonst nennen, wenn durch Analogabschaltung im> Kabel und> bald auf UKW und schon bei DVB-T schon funktionierende Geräte unnutzbar> werden ausser "geplante Obsoleszenz"?>> ACDC schrieb:>> wie lange soll ein TV halten?>> na länger, wieso darf ich in den Geräten enteignet werden?
Also ist wer schuld?
Der TV Hersteller?
Joachim B. schrieb:> Bei LG oder anderen wird man irre sich in die Menüuntiefen begeben zu> müssen um sich bis analog oder digital durchzuwurschteln.
Dann scheint es sich gerade nicht um Untiefen zu handeln. Warum nur
müssen Landratten das immer falsch verstehen?
ACDC schrieb:> Der TV Hersteller?
TT teils teils
wer macht denn Lobbyarbeit für ewiges Wirtschaftswachstum?
das hätten sie sich mal 1969 trauen sollen als Farbe kam, das alle SW TV
wertlos werden!
Frag doch mal Leute die sich vor nicht alzu langer Zeit einen DBV-T
gekauft hatten?
Wer hat denn Analogabschaltung genehmigt? Den Markt privatisiert?
Wer verfügt über die Frequenzen und Bänder?
Wer kassiert gleichzeitig Haushaltsabgabe?
Obwohl mir nicht alles zur Verfügung steht obwohl ich zahle,
Fussballberichte im Netz, Balken darf nicht gezeigt werden, im Urlaub
Geo Sperre!
Percy N. schrieb:> Untiefen
stimmt das sind un-mögliche TIEFEN
Joachim B. schrieb:> das hätten sie sich mal 1969 trauen sollen als Farbe kam, das alle SW TV> wertlos werden!
Tja,
was machen wir mit Innovationen?
Lassen wir die einfach weg?
Immerhin haben meine OLED wieder eine Farbe mehr ala Weis. Also RGBW
Joachim B. schrieb:> das hätten sie sich mal 1969 trauen sollen als Farbe kam, das alle SW TV> wertlos werden!> Frag doch mal Leute die sich vor nicht alzu langer Zeit einen DBV-T> gekauft hatten?
DejaVu, hatten wir das nicht erst kürzlich hier? Egal, nochmal:
Damals hätte der Ersatz des TV-Geräts einen Monatslohn und mehr
gekostet. Heute kann selbst der ärmste Schlucker mit Mindestlohn nach 4
Stunden Arbeit einen neuen und wesentlich besseren Reciver erwerben.
Das ist doch überhaupt kein Problem. Nebenbei kommmt dabei auch endlich
mal die alte abgegrabbelte Fernbedienung vom Tisch...
> Wer hat denn Analogabschaltung genehmigt? Den Markt privatisiert?> Wer verfügt über die Frequenzen und Bänder?
Jaaa, und wer hat damals in den 20er Jahren die schönen
Knallfunkensender abgeschaltet, nur um Platz zu machen für so
neumodisches Zeugs wie Mittel-, Kurzwelle oder UKW?
Die Entwicklung geht halt immer weiter!
Warum und wer sollte das ernsthaft aufhalten(wollen)?
Ihr kommt einfach mit der Welt nicht mehr klar, sucht euch doch mal ne
passende Therapie! Achso, die findet hier statt... Na gut, dann
weiterjammern bitte,,,
Joachim B. schrieb:> Wie soll man das sonst nennen, wenn durch Analogabschaltung im Kabel und> bald auf UKW und schon bei DVB-T schon funktionierende Geräte unnutzbar> werden ausser "geplante Obsoleszenz"?
Wie wärs mit "Systemwechsel"?!
Schliesslich hat nicht 'Dein' Gerät das Ende seiner Lebensdauer
erreicht, sondern das Übertragungsprotokoll wurde ersetzt und du
könntest dein Gerät immer noch im verbliebenen Verbreitungsgebiet des
Protokolls nutzen.
Mit geeigneten Gerätschaften (Breitband-SDR) oder Ersatz einzelne
Komponenten (DVB-T Stick) gehts ja munter weiter. Bei den Modems gabs
auch schnelle Modell-Wechsel, 56k dürfte kein Jahrzehnt durchgehalten
haben, ISDN ist auch am Sterben, so wie UMTS
https://www.telekom.com/de/blog/netz/artikel/3g-abschaltung-608274https://www.computerworld.ch/business/politik/geschichte-modems-1311791.html> wieso darf ich in der Gerätenutzbarkeit enteignet werden?
Weil Du Dich nicht an der Finanzierung des Systems/Senders beteiligst,
haste auch kein Mitspracherecht?!
Fpgakuechle K. schrieb:> Wie wärs mit "Systemwechsel"?!
stimmt, die BRD wurde übernommen, Enteignung gabs schon immer nur hier
seltener vor dem Mauerfall, heute scheint es der Normalfall zu sein,
sogar per Verordnung werden Grundrechte gekippt (OK in Pandemiezeiten
wäre eine bundeseinheitliche Regelung auch nicht möglich, Schulen auf/zu
jeder nach belieben uvam.)
Zu Pandemie bekämpfen und bundeseinheitliche Regeln hätte ich auch keine
Idee wie das über alle Parteien klappen soll.
Sicher ist nur bei Diätenerhöhung gibts selten Widerspruch und immer so
schwach das sie durchkommt. Wie das "usa impeachment" der Schein wird
gewahrt, aber nichts geändert.
Fpgakuechle K. schrieb:> Heinrich P. schrieb:>> Wollvieh W. schrieb:>>> Zum Thema Planung der Obsoleszenz: Sobald eine bestimmte Haltbarkeit von>>> Bauteilen ermittelt und angewendet wird, ist damit automatisch eine>>> Obsoleszenz geplant.>> Nein, das sind zwei verschiedenen Dinge. Unter gepl. Ob. versteht man> den absichtlichen Einbau eines Mangels, während Lebensdauerermittlung> und Kommunizierung desselben verantwortliches Qualitätsmanagment ist.
Ich halte das für eine Unterscheidung wie zwischen Mord und Totschlag
(oder zwischen Leihe und Überlassung gefälligkeitshalber): Derselbe
Sachverhalt, nur der Täterwille ist anders. Die Leiche, bzw. das Gerät,
ist hinterher aber genauso tot.
So wie es Firmen gibt, die auf Langlebigkeit planen, gibt es auch
welche, die dasselbe für Kurzlebigkeit tun, mit voller Absicht der
Zerstörung des Geräts, nicht nur zum Geld Sparen. Das ist zur Genüge
belegt. Nicht nur durch den Kühlschrankgriff hier oder meine
Kaffeemaschine mit dem hauchdünnen ewig langen mechanisch enorm
belasteten Plastikröhrchen, sondern auch durch z.B. die
Drucker-Seitenzähler und von selbst klebrig werdende
Kunststoffbeschichtungen.