Selbst wenn die CPU rund um die Uhr mit Volllast läuft bekommt man das
Wasser damit nicht in die Nähe von üblichen Warmwassertemperaturen, auch
wenn es ein kleiner Speicher wäre, auch wenn man 100% der CPU-Wärme
abführen würde.
Auch das heizen mit Teelichtern ist dämlich. Man müsste schon sehr viele
Teelichter anzünden, was sehr teuer wäre und die Raumluft verpesten
würde.
Oliver S. schrieb:> Der Text liest sich wie vom Postillon abgeschrieben.
Aber Einige werden ihn doch wieder ernst nehmen.
Fürchte, das wird wieder für einige Kohlenmonoxyd-Vergiftungen diesen
Winter reichen.
Na, das ist doch mal eine Anregung für dieses Großmaul hier:
Beitrag "1 kWh Gas = 1 kWh Strom ?"
Wir brauchen ja keinen Gas-Lieferanten mehr, der 50 Jahre lang
zuverlässig lieferte -weil wir die Guten sind!
Zumindest kann ich bestätigen, daß ein dauerhaft laufender Rechner ein
großes Zimmer auf einer angenehm warmen Temperatur hält, wenn das Haus
halbwegs isoliert ist.
Damit duschen zu wollen ist natürlich Quatsch, aber wer weiß ob die
nicht das tun was die Grünen gerade propagieren und bei der Antifa schon
immer praktiziert wird: auf Körperhygene völlig zu verzichten. Wenn man
nur den Raum warm haben will, dann reichen ein paar Rechner.
Alt G. schrieb:> Meine Tochter hat nene gaming PC der beim gamen fast 1000W> braucht. 10> solche und man könnte duschen.
Blödsinn. Deine Tochter hat vielleicht einen PC, wo ein Netzteil drin
steckt auf dem deutlich mehr Leistung auf dem Etikett steht als der
Rechner wahrscheinlich brauchen wird.
Zum Prollen ist ein 1.000W-Netzteil natürlich durchaus hilfreich (ja,
ich war auch mal so drauf, zumindest ein wenig), aber die technische
Notwendigkeit ist in der Regel nicht gegeben und ich wage mal zu
behaupten, daß die Hersteller das auch wissen und das Netzteil diese
Leistung kaum dauerhaft wird liefern können.
Wenn man in die Stubenlampe für 5 Glühlampe wieder die 100 Watt
Glüchbirnen einsetzt, dann wird es in der Bude auch ein wenig wärmer.
Und dann noch einen Röhrenfernseher zum Fernsehen besorgen.
Was der Feuerwehr sicher Freunde macht, wenn am Weihnachtsbaum wieder
Bienenwachs- oder ähnliche Wachskerzen hängen.
Bei den PCs könnte man - weil die schon ein wenig standardisiert sind -
Wärmetausch-Lösungen überlegen.
Tendentiell werden die PCs doch aber sparsamer? Würde ich meinen. Wenn
in einer Großfamilie jedes Mitglied zwei Rechner a 1000 W ständig nutzt,
dann wäre auf jeden Fall eine WarmwasserfürdieDusche-Überlegung
sinnvoll.
Man könnte aber genausogut Fahrrad fahren, um den Strom für das warme
Wasser zu erzeugen.
Für die Kinder wäre das auch sehr gut, um zu verstehen, was es kostet,
im Hawaii-Hemd und ohne warme Socken in der Stube sitzen zu müssen.
rbx schrieb:> Tendentiell werden die PCs doch aber sparsamer? Würde ich meinen. Wenn> in einer Großfamilie jedes Mitglied zwei Rechner a 1000 W ständig nutzt,> dann wäre auf jeden Fall eine WarmwasserfürdieDusche-Überlegung> sinnvoll.
Die dickste Nvidia RTX 3090 Ti hat eine TDP von 450W. Der dickste
Prozessor von Intel mit dem 12900K schafft es auf 250W.
Dazu kommt noch Chipsatz/RAM und SSD, Monitor darf man bei 31" bis 40"
was inzwischen üblich ist auch nicht unterschätzen.
Sprich mit High End Komponenten kommst nicht über 1000W im Fall
maximaler Last auf allen Komponenten.
In der Realität wird die Tochter aber garantiert keine derartige
Höllenkiste haben, zudem stellen Computerspiele keine Maximallast dar.
Wärmetauscher lohnt sich nicht, moderne Kisten brauchen im Leerlauf
vielleicht 20-30W.
Ich hoffe ihr habt alle diese Petition zum weiterlaufen lassen und
wieder hoch fahren der 2021 abgestellten Atomkraftwerke gelesen und
unterschrieben:
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2022/_07/_26/Petition_136760.nc.html
Zeichnungsfrist endet bald.
Und was die Idee der Familie betrifft, das wird nicht funktionieren.
Beim mir ist letzten Sommer die Heizung ausgefallen und mangels
Elektroofen habe ich versucht die Temperatur in der Wohnung wenigstens
durch einschalten elektrischer Verbraucher, die für die Dauerlast
ausgelegt sind, aufzuheizen. Das waren somit in der Regel alle Lampen,
habe die LEDs extra dafür durch die alten Glühlampen ersetzt und die
Rechner habe ich extra Arbeit machen lassen.
Gebracht hat es höchstens 0,5 bis 1 K, warm war es nicht.
Wühlhase schrieb:> Blödsinn. Deine Tochter hat vielleicht einen PC, wo ein Netzteil drin> steckt auf dem deutlich mehr Leistung auf dem Etikett steht als der> Rechner wahrscheinlich brauchen wird.
Nein du proll.
Der shelly 3EM sagt die braucht fast 1kw.
Nur beim online game, in den pausen sind das keine 250W.
Du kannst dir vorstellen dass jemand der annähernd null kosten hat,
wohnt und frisst bei mama, ausgang und ferien bezahlt der freund, und
monatlich fett kohle heimbringt einen teuren PC kauft?
Nano schrieb:> Beim mir ist letzten Sommer die Heizung ausgefallen und mangels> Elektroofen habe ich versucht die Temperatur in der Wohnung wenigstens
Lol. Als mein brenner gestreikt hat hab ich versucht die 3 tage bis zum
ersatz mit holz zu überbrücken. Ziemlicher fail. Der show-kamin in der
stube taugt dazu nichts.
Heizungsbauer: showkamin ist 3kw, heizung 24kw.
Horst Heizkörper schrieb:> Ist die Familie eine Trollfamilie oder glauben die den Blödsinn> wirklich?
Unterstelle nie eine böse Absicht wenn schiere Blödheit und vollkommene
Abwesenheit von Bildung als Erklärung vollkommen ausreicht. ;-)
Nano schrieb:> Petition
Beim derzeitigen Zustand der Dinger hilft das auch frühestens in einem
Jahr.
Was langfristig nicht ganz doof wäre: So ein Resteverwertungs-AKW, wie
Russen und Chinesen auch bereits am laufen haben. Atommüll verheizen.
Braucht aber auch wieder so 15 Jahre, bis das läuft.
P.S. schrieb:> Das Problem hat ein Tüftler schon gelöst:> https://www.der-postillon.com/2022/09/teelichtofen-led.html.
Danke, jetzt weiß ich wenigstens wie ich meine Sauna weiter betreiben
kann.
Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, ob ich mir in Zukunft meine zweimal
wöchentlichen Saunasessions noch leisten kann.
Habe schonmal der Madame erklärt, daß die Sauna das letzte sein wird was
ich mir abschminke.
Bedenken habe ich jetzt nur wegen dem Ruß welche diese Teelichter
verursachen, denn das Paraffin oder Stearin, aus welchem die gemacht
sind, rußt ja wie´d Sau. Nicht, daß ich dann völlig geschwärzt aus dem
Schwitzraum komme.
Helge schrieb:> Nano schrieb:>> Petition> Beim derzeitigen Zustand der Dinger hilft das auch frühestens in einem> Jahr.
Die 3 laufenden kann man direkt weiterlaufen lassen.
Die 3 bereits abgeschalteten brauchen vielleicht ein paar Monate. Aber 1
Jahr glaube ich jetzt nicht.
Letzten Endes führt daran aber kein Weg vorbei. Auch ein Neubau ist
notwendig.
Denn das Problem wird im nächsten Winter ganz genauso bestehen.
Die LNG Tanker können nicht genug liefern und es gibt auch nicht genug
davon und das Gas daraus ist 10 mal so teuer.
> Was langfristig nicht ganz doof wäre: So ein Resteverwertungs-AKW, wie> Russen und Chinesen auch bereits am laufen haben. Atommüll verheizen.> Braucht aber auch wieder so 15 Jahre, bis das läuft.
Generation 4 Kernreaktoren, die das können, sollte natürlich das
langfristige Ziel sein.
Das mit der "Resteverwertung" bzw. Atommüll aus den aktuellen
Kernreaktoren erneut in einen Reaktor zu schmeißen, könnt ihr knicken.
Vieleicht ist es mit starker Neutronenstrahlung möglich, das irgendwann
in einen stabilen und damit nicht mehr radioaktiven Zustand zu
überführen - aber das kostet Energie und liefert keine.
Ben B. schrieb:> Das mit der "Resteverwertung" bzw. Atommüll aus den aktuellen> Kernreaktoren erneut in einen Reaktor zu schmeißen, könnt ihr knicken.> Vieleicht ist es mit starker Neutronenstrahlung möglich, das irgendwann> in einen stabilen und damit nicht mehr radioaktiven Zustand zu> überführen - aber das kostet Energie und liefert keine.
Dann informiere du dich mal, denn es ist falsch was du schreibst und auf
einem Wissensstand von vor 60 Jahren.
Seitdem nicht mehr in ein einziges aktuelles Buch zum Thema Kernenergie
geguckt.
So geht's:
https://www.youtube.com/watch?v=nG8Q5BXvIZI
Nano schrieb:> Der Gang in die Sauna ist ja noch erlaubt, nur einen Pool, falls> vorhanden, darfst du nicht warm machen.
Du meinst, ich müsste meinen Jacuzzi außer Betrieb nehmen?
Na gut, das wäre ja nur ein kleiner Pool, aber der braucht mächtig
Energie.
Die 32 Massagedüsen plus Heizung saugen schlappe 32A aus der Leitung.
Einen Saunagang ohne hinterher in den Jacuzzi zu springen, kommt für
mich nicht in Frage.
Na gut, die 10kW der Sauna würde ich ja durch die Teelichter ersetzen.
Ob die wohl auch den Jacuzzi erwärmen könnten?
Phasenschieber S. schrieb:> Nano schrieb:>> Der Gang in die Sauna ist ja noch erlaubt, nur einen Pool, falls>> vorhanden, darfst du nicht warm machen.>> Du meinst, ich müsste meinen Jacuzzi außer Betrieb nehmen?>> Na gut, das wäre ja nur ein kleiner Pool, aber der braucht mächtig> Energie.> Die 32 Massagedüsen plus Heizung saugen schlappe 32A aus der Leitung.>> Einen Saunagang ohne hinterher in den Jacuzzi zu springen, kommt für> mich nicht in Frage.>> Na gut, die 10kW der Sauna würde ich ja durch die Teelichter ersetzen.> Ob die wohl auch den Jacuzzi erwärmen könnten?
Die Grünen haben das Beheizen von Pools im kommenden Winter doch
inzwischen verboten.
Wenn das also so wie zur Coronazeit läuft, dann kommen die Männer von
der Polizei bei dir vorbei, wenn du in deinem Jacuzzi hockst.
Aber in die Sauna hocken geht noch.
Gen4 mit Flüssigmetall zum Wärmetransport haben die Russen offenbar im
Griff nach einigen Fehlschlägen. Problem ist Diffusion bzw. Auflösung
der Leitungen. Ich vermute, dieses Spezialwissen bekommen wir em ehesten
durch Zuwanderung von Fachkräften. Aber selbst dann brauchts wenigstens
ein Jahrzehnt.
Die aktuell laufenden AKW haben alle nur noch provisorischen Betrieb
ohne Sicherheitsnachweis, dazu diverse Gebrechen. Man kann die für paar
Jahre wieder fit machen, aber auch das dauert.
Fazit: PC-Durchlauferhitzer ist der falsche Ansatz. Außer man wohnt im
Rechenzentrum.
Und das hier reicht auch nur zum kalt duschen
https://twitter.com/wolfgan98479095/status/1508397552948940801
Nano schrieb:> Die Grünen haben das Beheizen von Pools im kommenden Winter doch> inzwischen verboten.
Also wenn du das wirklich ernst meinst, was ich jetzt nicht weiß, dann
müsste es auch eine Definition geben, ab wann ein Gefäß als Pool
bezeichnet wird.
Von der Regentonne bis zum Schwimmbad muss es ja eine Abstufung geben.
Ab wieviel Litern Volumen ist ein Gefäß ein Pool?
Hast du da mal einen Link auf dieses Verbot?
Kommt ja auf die Lebensumstände an, für manche Leute ist schon eine
Badewanne ein Pool ;-)
(prx) A. K. schrieb:> Solange du deine Regentonne bislang nicht heizt, ist das doch> irrelevant.
Sag mal, siehst du deine einzige Aufgabe/Funktion hier in diesem Forum
darin, unsinnige Texte abzusondern?
Dann ausführlicher: Wenn du einen Pool nicht heizen darfst und eine
Regentonne nicht heizen willst, wofür musst du dann dazwischen klar
unterscheiden, was Heizung angeht?
Allerdings dürfte es eher um den Zweck als um das Volumen gehen.
Helge schrieb:> Die aktuell laufenden AKW haben alle nur noch provisorischen Betrieb> ohne Sicherheitsnachweis, dazu diverse Gebrechen. Man kann die für paar> Jahre wieder fit machen, aber auch das dauert.
Die haben keine Gebrechen, die haben lediglich keinen Core Catcher.
https://de.nucleopedia.org/wiki/Kernf%C3%A4nger
Nano schrieb:> nehmen sie dich im Worst Case Fall mit.
Case=Fall, es geht ja ums Sparen, kannst dir also ein Wort sparen :-)
Nano schrieb:> Die messen die Temperatur und wenn du den Jacuzzi beheizt hast, dann> nehmen sie dich im Worst Case (Fall, habe ich mal gerade gespart) mit.
Da freue ich mich schon drauf :-) Ich hoffe, auf eine gute Verpflegung
in diesem Fall.
Andernfalls werde ich vor den Gerichtshof für Menschenrechte gehen ;-)
Wühlhase schrieb:> Zumindest kann ich bestätigen, daß ein dauerhaft laufender Rechner ein> großes Zimmer auf einer angenehm warmen Temperatur hält, wenn das Haus> halbwegs isoliert ist.Horst Heizkörper schrieb:> Der dickste> Prozessor von Intel mit dem 12900K schafft es auf 250W.
Aber nur im Turbo für ein paar Sekunden, ansonsten eher die Hälfte.
Hier gibt es doch gerade einen Heizer im Sonderangebot:
Beitrag "Re: [Verhandlungssache]Dell_Teile"
Das scheint ein P4 der 5xx-er Reihe zu sein, incl. Mainboard würde ich
gut 100 Watt erwarten. Sinnvolle Sparfunktionen gab es noch nicht, der
Unterschied zwischen Leerlauf und Rechnen war gering.
Horst Heizkörper schrieb:> CPU Kühler als Durchlauferhitzer!
Warum muss man damit das Wasser erhitzen? Die Luft nebenbei erhitzen
reicht doch (was sie auch tun).
Manfred schrieb:> Aber nur im Turbo für ein paar Sekunden, ansonsten eher die Hälfte.
Sehe ich auch so.
Wenn ich morgens in mein Shack komme, muss ich alle drei Rechner
anmachen um eine Stunde später bei 23°C anzukommen (brauche ich zum
Wohlfühlen).
Ich brauche zwar nur einen, aber die anderen helfen mir beim Heizen. Als
Nebenprodukt stehen sie mir natürlich als Netzwerk-Clienten zur
Verfügung.
Wenn die aber nur idle so herumstehen, dann wärmen die nicht genug. Muss
mir mal ein Programm aufziehen das selbständig die Rechner beschäftigt.
Wie wäre es mit Mining, BitCoin oder sowas?
(prx) A. K. schrieb:> Dann muss es eben ein Xeon Platinum 9282 werden. Der hat 400W> Dauerleistung.
Ein Schnäppchen, schätze so 30..40 Euro pro Watt.
Phasenschieber S. schrieb:> Wenn die aber nur idle so herumstehen, dann wärmen die nicht genug. Muss> mir mal ein Programm aufziehen das selbständig die Rechner beschäftigt.https://www.jam-software.de/heavyload?ca=1 in den Autostart.
Was ich dumpf mitbekommen habe ist wohl, daß sich der wichtigste
Mining-Coin nicht mehr minen lässt und dadurch aktuell kein lohnendes
Mining mit dem PC möglich ist. Wobei das relativ ist, wenn die kWh aus
Strom wirklich gleich viel kostet wie eine aus Gas, dann ist es ja egal
ob man mit der Heizung oder mit dem PC heizt, auch wenn die Erträge
extrem gering sind.
Fürs Mining von Bitcoin braucht man schon seit einigen Jahren immer die
aktuellsten ASIC-Miner, um überhaupt einen Schnitt machen zu können. Mit
dem PC wie ganz zu Anfang geht das schon lange nicht mehr.
Evtl. könnte man eine Art Lotto spielen wenn Heizen mit Strom lukrativer
ist als mit der Gasheizung: Solo Mining und darauf hoffen, daß man einen
Block findet. Die Chance dürfte zwar geringer sein als die auf einen 6er
im normalen Lotto, aber man bekommt halt mit einem Block eine
nennenswerte Menge Bitcoin auf einmal.
Ich glaube aber auch, daß Krypto-Mining in Deutschland als gewerbliche
Tätigkeit angesehen wird, da Gewinnerzielungsabsicht unterstellt werden
kann. Daher keine Ahnung obs so eine gute Idee ist oder welche Regeln
man beachten muss, damit einem das Finanzamt keinen Strich durch die
Rechnung macht.
Sigma schrieb:> Selbst wenn die CPU rund um die Uhr mit Volllast läuft bekommt man das> Wasser damit nicht in die Nähe von üblichen Warmwassertemperaturen,
Um einen Liter Wasser von 13 auf 60 Grad zu bringen, werden 50Wh
benötigt. Wenn der PC dauernd läuft, dabei CPU und GPU 300W über
Wasserkühlung liefern, dann gibt es täglich nach 10h Betrieb 60l heißes
Wasser. In Norddeutschland hatte ich eine Wohnung mit einem
Schichtboiler. Der hatte einen 1000W Heizstab. Beim Aufstehen als erstes
eingeschaltet, hatte es nach dem Frühstück ausreichend warmes Wasser zum
Duschen.
Horst schrieb:> Was ist das denn hier jetzt für ein dummes Gelaber über Bitcoin mining?> Hat ja wohl so gar nichts mit dem Thema zu tun.
Falls du es noch nicht geschnallt hast, hier geht es um Energiegewinnung
als Abfallprodukt beim Betrieb eines PCs.
Selbige fällt beim Mining in besonders hohem Maße an.
Dabei würde der CPU-Kühler als Durchlauferhitzer eine ganz neue Aufgabe
bekommen 😊
Dieter schrieb:> In Norddeutschland hatte ich eine Wohnung mit einem> Schichtboiler. Der hatte einen 1000W Heizstab. Beim Aufstehen als erstes> eingeschaltet, hatte es nach dem Frühstück ausreichend warmes Wasser zum> Duschen.
Wann hast du Frühstück gemacht?
Ein Durchlauferhitzer, egal ob Elektro oder Gas, sollte 25KW haben.
Gibt es das überhaupt bei Öl?
Dieter schrieb:> Wenn der PC dauernd läuft, dabei CPU und GPU 300W über> Wasserkühlung liefern, dann gibt es täglich nach 10h Betrieb 60l heißes> Wasser.
Ja, mit 300 Watt über 10 Stunden bekommt man 60 kg Wasser um 43K erwärmt
- soweit keine anderen Verluste auftreten.
michael_ schrieb:>> In Norddeutschland hatte ich eine Wohnung mit einem
Schichtboiler.
>> Der hatte einen 1000W Heizstab. Beim Aufstehen als erstes>> eingeschaltet, hatte es nach dem Frühstück ausreichend warmes Wasser zum>> Duschen.
Mal rechnen: 1000 Watt bringen 25 kg Wasser in einer Stunde von 10°C auf
45°C hoch - reicht, wenn man sparsam ist.
> Wann hast du Frühstück gemacht?> Ein Durchlauferhitzer, egal ob Elektro oder Gas, sollte 25KW haben.
Ach ja, wieder unser michael_ ...
Vielleicht findet sich jemand, der erklärt, was ein Boiler ist.
> Gibt es das überhaupt bei Öl?
Durchlauferhitzer mit Öl ist nicht realistisch, ein Ölbrenner ist nicht
schnell genug steuerbar. An einer Ölheizung hat man einen
Brauchwasserkessel, in dem Warmwasser gespeichert wird - entspricht vom
Prinzip her einem Boiler, nur mit etwas mehr Heizleistung.
Manfred schrieb:> Mal rechnen: 1000 Watt bringen 25 kg Wasser in einer Stunde von 10°C auf> 45°C hoch - reicht, wenn man sparsam ist.
Hat es bei dir nocht nicht geklackert?
Hier geht es um Durchlauferhitzer, Durchlauferhitzer, ...!!!
Ben B. schrieb:> Ich glaube aber auch, daß Krypto-Mining in Deutschland als gewerbliche> Tätigkeit angesehen wird, da Gewinnerzielungsabsicht unterstellt werden> kann. Daher keine Ahnung obs so eine gute Idee ist oder welche Regeln> man beachten muss, damit einem das Finanzamt keinen Strich durch die> Rechnung macht.
Wenn beim Heizen noch ein Gewinn entsteht, wäre es doch super. Bei den
deutschen Strompreisen ist das aber leider nur in Ausnahmefällen
möglich.
Phasenschieber S. schrieb:> Wenn die aber nur idle so herumstehen, dann wärmen die nicht genug. Muss> mir mal ein Programm aufziehen das selbständig die Rechner beschäftigt.> Wie wäre es mit Mining, BitCoin oder sowas?
Kannst ja immer noch das gute alte Seti@Home nehmen.
Das hat mit den Stromsparfunktionen der CPUs zwar zunehmend an Bedeutung
verloren, aber diese Stormsparfunktionen nutzen, genau das willst du ja
nicht.
https://setiathome.berkeley.edu/
BTW, wusste gar nicht das Frank Drake am 2. September 2022 verstorben
ist.
Ben B. schrieb:> Was ich dumpf mitbekommen habe ist wohl, daß sich der wichtigste> Mining-Coin nicht mehr minen lässt und dadurch aktuell kein lohnendes> Mining mit dem PC möglich ist. Wobei das relativ ist, wenn die kWh aus> Strom wirklich gleich viel kostet wie eine aus Gas, dann ist es ja egal> ob man mit der Heizung oder mit dem PC heizt, auch wenn die Erträge> extrem gering sind.
Nicht ganz. Das Heizen mit einer Wärmepumpe ist etwas effizienter.
Denn die pumpt die Wärmeenergie ja nur mit Strom und muss den Strom
nicht verheizen um die Wärmeenergie aus Strom zu machen.
> Ich glaube aber auch, daß Krypto-Mining in Deutschland als gewerbliche> Tätigkeit angesehen wird, da Gewinnerzielungsabsicht unterstellt werden> kann. Daher keine Ahnung obs so eine gute Idee ist oder welche Regeln> man beachten muss, damit einem das Finanzamt keinen Strich durch die> Rechnung macht.
In Zeiten des Energiemangels werden die sich sicher Gesetze ausdenken um
den Kryptominer, die die Energie zum Minen verwenden, komplett den
Gewinn abzuschöpfen.
michael_ schrieb:> Wann hast du Frühstück gemacht?
6 Uhr in der Früh.
Manfred schrieb:> Mal rechnen: 1000 Watt bringen 25 kg Wasser in einer Stunde von 10°C auf> 45°C hoch - reicht, wenn man sparsam ist.
Glücklicherweise hatte das Wasser im Boiler bei Start immer fast
Raumtemperatur. Später hatte ich noch eine Zeitschaltuhr ergänzt um ab 5
Uhr einzuschalten.
Nano schrieb im Beitrag #7209186:
> Bundestagspetition zwecks Kernkraftwerke weiterlaufen lassen> unterschreibt:
In der aktuellen Lage ist das notwendig und taktisch klug, so etwas zu
machen. Wobei aber die Professoren sich in einem Punkt hier als
Fachidioten outen im Hinblick auf die Verfahren. In der Petition müßte
stehen, dass der Paragraph entweder gestrichen oder für mindestens
xx-Jahre ausgesetzt wird.
Wobei jedoch zu berücksichtigen wäre, dass ein KKW je MWh erzeugte
elektrische Energie, dann die Gasmenge für die Erzeugung von einer MWh
elektrischer Energie ersetzt werden kann.
Ein KKW, das seine Abwärme ins Fernwärmenetz einspeist, jedoch je MWh
erzeugte elektrische Energie, dann die Gasmenge für die Erzeugung von
0,95 MWh elektrischer Energie ersetzt und zusätzlich 0,7 MWh Gas zur
Wärmeerzeugung der Haushalte ersetzt. D.h. Neubau und umfangreiche
Anlagenerneuerungen mit Auflage der Fernwärme.
Nano schrieb:> In Zeiten des Energiemangels werden die sich sicher Gesetze ausdenken um> den Kryptominer, die die Energie zum Minen verwenden, komplett den> Gewinn abzuschöpfen.
Ich meine , daß man das Mining verbieten müsste.
Oszi Osborn schrieb:> Ich meine , daß man das Mining verbieten müsste.
Was ein einzelner zuhause mit seinem PC und seinem selbst bezahlten
strom anstellt geht dich GAR NIX an!
Wir leben hier in einer pseudodemokratie und nicht in einer totalitären
grünlinken diktatur, also schieb dir deine verbotswut sonstwo hin.
Der Zweck solcher schrägen Artikel besteht wahrscheinlich darin, die
dramatische Situation zu verharmlosen und ins lächerliche zu ziehen, um
von den realen Verantwortlichkeiten abzulenken.
Davon kommt sicher noch mehr.
Alt G. schrieb:> Was ein einzelner zuhause mit seinem PC und seinem selbst bezahlten> strom anstellt geht dich GAR NIX an!
Wenn die Sache wirklich so heiss gegessen werden muss, wie sie derzeit
in Diskussionen hochkocht, droht eine Art Rationierung. Ohne deine
Freiheit irgendwie durch Verbote einzuschränken wäre das mit umgekehrtem
Mengenrabatt machbar, d.h. mit steigendem Verbrauch steigt der Preis pro
kWh für Privatverbraucher, statt wie bisher zu sinken.
Oszi Osborn schrieb:> Nano schrieb:>> In Zeiten des Energiemangels werden die sich sicher Gesetze ausdenken um>> den Kryptominer, die die Energie zum Minen verwenden, komplett den>> Gewinn abzuschöpfen.>> Ich meine , daß man das Mining verbieten müsste.
Wenn du die Gewinne komplett abschöpfst, dann kommt das praktisch einem
Verbot gleich. Weil dann niemand mehr in Deutschland diesen Aufwand
betreiben wird.
Nano schrieb:> Wenn du die Gewinne komplett abschöpfst, dann kommt das praktisch einem> Verbot gleich.
Kommt aber viel besser rüber, nicht so dirigistisch und diktatorisch,
mehr marktwirtschaftlich und kapitalistisch. Man muss keinen Veggieday
erzwingen, wenn Fleisch zu teuer für tägliches Futter wird.
(prx) A. K. schrieb:> Nano schrieb:>> Wenn du die Gewinne komplett abschöpfst, dann kommt das praktisch einem>> Verbot gleich.>> Kommt aber viel besser rüber, nicht so dirigistisch und diktatorisch,> mehr marktwirtschaftlich und kapitalistisch. Man muss keinen Veggieday> erzwingen, wenn Fleisch zu teuer für tägliches Futter wird.
Schon klar, aber die Grünen sind eine Verbotspartei. Daher halte ich das
durchaus für wahrscheinlich.
Die Energiepreise bei einem Mehrverbrauch zu erhöhen, würde zwar auch
gehen, hat aber andere Nachteile, weil es auch Verbraucher gibt, die die
Energie wirklich für wichtige Dinge brauchen, die auch die Gesellschaft
voranbringen.
Man denke da nur mal an einen Bäcker.
Nano schrieb:> Schon klar, aber die Grünen sind eine Verbotspartei.
Und die Gelben sind das Gegenteil. Wenn wir bei solcher plakativen
Zuordnung bleiben.
Nano schrieb:> Man denke da nur mal an einen Bäcker.
Weshalb ich das ausdrücklich auf Privatverbraucher bezog.
(prx) A. K. schrieb:> mit steigendem Verbrauch steigt der Preis pro> kWh für Privatverbraucher
(prx) A. K. schrieb:> Nano schrieb:>> Man denke da nur mal an einen Bäcker.>> Weshalb ich das ausdrücklich auf Privatverbraucher bezog.>> (prx) A. K. schrieb:>> mit steigendem Verbrauch steigt der Preis pro>> kWh für Privatverbraucher
Also auch da bin ich der Meinung, dass bspw. privates Schweißen oder
sonstige energieintensiven Dinge für Hausbauarbeiten wichtiger sind als
Kryptomining.
Phasenschieber S. schrieb:> Einen Saunagang ohne hinterher in den Jacuzzi zu springen, kommt für> mich nicht in Frage.
Echte Männer reiben sich nach dem Saunagang mit Schnee ein und springen
nicht in eine warme Badewanne.
Nano schrieb:> Also auch da bin ich der Meinung, dass bspw. privates Schweißen oder> sonstige energieintensiven Dinge für Hausbauarbeiten wichtiger sind als> Kryptomining.
Warum sich darüber einen Kopf machen?
So lange die Formel1 tausende Liter Sprit (Flüge einbezogen) verballert,
um einfach nur im Kreis zu fahren und die Fußballstadien ihren Rasen
heizen und mit Flutlicht spielen, werde ich weder meine Sauna, noch
meinen Jacuzzi abschalten 😊
Reinhard S. schrieb:> Echte Männer reiben sich nach dem Saunagang mit Schnee ein und springen> nicht in eine warme Badewanne.
Zeitgeistfrage: Warum gibt es es keine richtigen Männer mehr?
Klimaantwort: Wie denn auch, wenn es kaum noch Schnee gibt.
Reinhard S. schrieb:> Echte Männer reiben sich nach dem Saunagang mit Schnee ein und springen> nicht in eine warme Badewanne.
rrrrichtig, aber es kommt ja auch ein danach nach einem danach, dann
springt man halt in den Jacuzzi 😍
Phasenschieber S. schrieb:> werde ich weder meine Sauna
Meine sauna zieht sich 9kw rein. Das sind 3 öcken pro stunde!
Und dann will die frau immer so schweinezeugs.
Ich lagere dort jetzt meinen klopapier und fressalienvorrat.
Alt G. schrieb:> Meine sauna zieht sich 9kw rein. Das sind 3 öcken pro stunde!
Meine hat einen Nominalwert von 8kW. Rauminhalt ca. 8m³.
Eine Session dauert bei mir ca. 2einhalb Stunden, 3 Saunagänge.
Der Verbrauch liegt dann pro Session bei ca. 15kWh.
Bei meinem momentanen Tarif von 27cnt./kWh sind das ~4 Eulen pro
Saunatag.
Ist doch preiswert, odder?
(prx) A. K. schrieb:> Nur so lange, bis deine Eulen flügge werden.
Du tust dich immerwieder hervor mit besonders sinnbefreiten Beiträgen.
Aber bitte, wenn es dir Spaß macht....
Reinhard S. schrieb:> Phasenschieber S. schrieb:>> Einen Saunagang ohne hinterher in den Jacuzzi zu springen, kommt für>> mich nicht in Frage.>> Echte Männer reiben sich nach dem Saunagang mit Schnee ein und springen> nicht in eine warme Badewanne.
Wirklich echte Männer gehen gar nicht erst in die Sauna, die ja nichts
anderes als die Steigerung des Warmduschens ist, sonder springen direkt
ins kalte Wasser, und zwar ins richtig kalte:
https://www.youtube.com/watch?v=8MqbdX6n6yY
Phasenschieber S. schrieb:> Nano schrieb:>> Also auch da bin ich der Meinung, dass bspw. privates Schweißen oder>> sonstige energieintensiven Dinge für Hausbauarbeiten wichtiger sind als>> Kryptomining.>> Warum sich darüber einen Kopf machen?>> So lange die Formel1 tausende Liter Sprit (Flüge einbezogen) verballert,> um einfach nur im Kreis zu fahren und die Fußballstadien ihren Rasen> heizen und mit Flutlicht spielen, werde ich weder meine Sauna, noch> meinen Jacuzzi abschalten 😊
Darum geht es nicht.
A.K. hat oben doch vorgeschlagen, anstatt beim Kryptomining die Gewinne
abzuschöpfen einfach die Energiepreise bei einem Mehrverbrauch zu
erhöhen und das schadet aus obigen Gründen halt deutlich mehr Bürgern
und das bei wichtigen Dingen.
Nano schrieb:> schadet aus obigen Gründen halt deutlich mehr Bürgern> und das bei wichtigen Dingen.
So sachen wie zuhause schweissen wird verboten werden. Eingenreparaturen
sind nicht sozial. Das kann nicht jeder gleich gut, das spaltet die
gesellschaft. Und du erschleichst damit einen unversteuerten mehrwert!
Du sollst gefälligst jemanden beauftragen!
Klar, wird teuer, aber die Riccarda hat hunger!
Nano schrieb:> Also auch da bin ich der Meinung, dass bspw. privates Schweißen oder> sonstige energieintensiven Dinge für Hausbauarbeiten wichtiger sind als> Kryptomining.
Ich auch. Wer Krytomining betreibt, tut dies allerdings im Dauerbetrieb.
Bei privatem Elektroschweissen kann ich mir das nur schwer vorstellen.
Die Masse machts, nicht der Einzelfall, auch bei den Stromkosten.
Es geht bei diesem Ansatz darum, umfangreiche Verbote zu vermeiden. Die
neigen dazu, Proteste auszulösen, unbeliebt zu sein, werden als Diktat
empfunden. Verbote muss man kontrollieren, wenn sie sinnvoll sein
sollen, was verdammt übles Karma bringt. Sie führen zu enormer
Bürokratie.
Wesentlich effektiver ist eine Lenkung des Verbrauchs über das
Eigeninteresse des privaten Verbrauchers. Indem er seine grauen Zellen
einsetzt, um den Verbrauch zu reduzieren. Und nicht dazu, den Staat zu
bescheissen.
Yalu X. schrieb:> Wirklich echte Männer gehen gar nicht erst in die Sauna, die ja nichts> anderes als die Steigerung des Warmduschens ist,
Ja, ich bin bekennender Warmduscher ;-)
Die Verweichlichung der deutschen Gesellschaft hat auch vor mir nicht
halt gemacht ...aber zum Glück nur in Bezug auf die Umgebungstemperatur.
:-)
Nano schrieb:> Darum geht es nicht.>> A.K. hat oben doch vorgeschlagen, anstatt beim Kryptomining die Gewinne> abzuschöpfen einfach die Energiepreise bei einem Mehrverbrauch zu> erhöhen und das schadet aus obigen Gründen halt deutlich mehr Bürgern> und das bei wichtigen Dingen.
Ich bin prinzipiell gegen jeden Eingriff der Politik in die
Marktwirtschaft, jeden!
Das aber jetzt hier breit zu treten, würde dem Forum nicht gerecht
werden, deshalb lasse ich es.
Phasenschieber S. schrieb:> Ich bin prinzipiell gegen jeden Eingriff der Politik in die> Marktwirtschaft, jeden!
Es sei dabei zu beachten, dass bereits das Streikrecht,
Arbeitslosengeld, Krankenversicherung und Rentenversicherung ein
Eingriff der Politik in die Marktwirtschaft darstellt.
Mindestens die Hälfte an warmen Wasser ließe sich bei dem Stromverbrauch
der Großfernseher bei vielne Haushalten erzielen. Es gibt da nicht
wenige, die habe so eine vielzollige Kiste im Dauerbetrieb am
nebenherlaufen. Die heizen das Wohnzimmer, dass es dort gar nicht mehr
kalt werden kann.
Ben B. schrieb:> Das mit der "Resteverwertung" bzw. Atommüll aus den aktuellen> Kernreaktoren erneut in einen Reaktor zu schmeißen, könnt ihr knicken.> Vieleicht ist es mit starker Neutronenstrahlung möglich, das irgendwann> in einen stabilen und damit nicht mehr radioaktiven Zustand zu> überführen - aber das kostet Energie und liefert keine.https://de.wikipedia.org/wiki/Dual-Fluid-Reaktor
Dieter schrieb:> Mindestens die Hälfte an warmen Wasser ließe sich bei dem Stromverbrauch> der Großfernseher bei vielne Haushalten erzielen. Es gibt da nicht> wenige, die habe so eine vielzollige Kiste im Dauerbetrieb am> nebenherlaufen. Die heizen das Wohnzimmer, dass es dort gar nicht mehr> kalt werden kann.
Und du meinst wenn der Fernseher aus ist können die Leute dann zuhause
auch frieren? Oder wie ist das zu verstehen.
Für mich ist das eher ein DualFlopp-Reaktor. Die werden sich damit die
gleichen Probleme einhandeln, die man bereits mit den natriumgekühlten
Brutreaktoren hatte. Nichtmal das atomverliebte Frankreich hat seinen
1200MW-Reaktor in Creys-Malville zuverlässig zum Laufen gekriegt. In den
Dingern ist auch nach wie vor die gleiche radioaktive Pampe drin wie in
heutigen Reaktoren. Dazu noch eine Aufbereitungsanlage in jedem
Kraftwerk... ja nee, is klar. Da wollen mir die Freaks ernsthaft
erzählen, da könne es keine Unfälle geben? Das soll ich glauben? Also
eher friert die Hölle zu.
Im Grunde könnte man das auch mit bereits heute verfügbarer Technik
machen. Die Brennelemente von Leichtwasserreaktoren könnten auch
problemlos aufgearbeitet werden, aber niemand will das. Die
Mischoxid-Brennelemente zur Verwertung von Plutonium in diesen Reaktoren
werden ja schon sehr argwöhnisch betrachtet und sobald man Atommüll zur
Wiederaufarbeitung fahren möchte, kettet sich Greenpups an die Gleise.
Ich sehe an dem Konzept auch keine Lösungsvorschläge, was man mit den
wesentlichen Spaltprodukten Strontium-90 und Cäsium-137 anstellen möchte
- außer zwischenlagern für 300 Jahre. Nach 300 Jahren soll das auf einen
Wert unterhalb dem von Natururan abgeklungen sein, bei ständigem
Nachschub dieser extrem stark strahlenden Stoffe? Niemals.
Kleiner Hinweis dazu: Ein frisches unbestrahltes Brennelement eines
Leichtwasserreaktors kann man ohne Probleme aus dem Lagerbecken
herausheben und mit der bloßen Hand berühren, ohne daß einem was
passiert. Würde man das mit einem bestrahlten Brennelement aus dem
Reaktor machen, erlebt man einen verdammt schlechten Tag. Ich weiß nicht
obs für einen sofortigen Tod reichen würde, aber länger als 'ne Woche
hält man danach definitiv nicht mehr durch. Das Problem ist nicht das
Uran, das Problem sind die Spaltprodukte, die erst im Reaktor aus dem
Uran entstehen.
Eiskalte Progression schrieb:> Wir brauchen ja keinen Gas-Lieferanten mehr, der 50 Jahre lang> zuverlässig lieferte -weil wir die Guten sind!
Dieser Schice-Lieferant liefert nach 50 Jahren eben NICHT mehr
zuverlässig. Du hast doch die Weisheit mit Löffeln einverleibt und
solltest dringend nach vorne schauen!
Benedikt L. schrieb:> Dieser Schice-Lieferant liefert nach 50 Jahren eben NICHT mehr> zuverlässig.
Wenn du die Annahme verweigerst ist die Post trotzdem zuverlässig.
Benedikt L. schrieb:> Eiskalte Progression schrieb:>> Wir brauchen ja keinen Gas-Lieferanten mehr, der 50 Jahre lang>> zuverlässig lieferte -weil wir die Guten sind!>> Dieser Schice-Lieferant liefert nach 50 Jahren eben NICHT mehr> zuverlässig.
Wenn man den Lieferanten nach Kräften sabotiert, dann kann der beim
besten Willen nicht mehr zuverlässig sein.
> Du hast doch die Weisheit mit Löffeln einverleibt und> solltest dringend nach vorne schauen!
Ich schaue nach vorn und sehe die Grundlagen des Landes rasant talwärts
fahren. Weisheit hätte es bei denen an den Hebeln der Macht gebraucht.
Nun
ist es vorbei.
(prx) A. K. schrieb:> Nano schrieb:>> Also auch da bin ich der Meinung, dass bspw. privates Schweißen oder>> sonstige energieintensiven Dinge für Hausbauarbeiten wichtiger sind als>> Kryptomining.>> Ich auch. Wer Krytomining betreibt, tut dies allerdings im Dauerbetrieb.> Bei privatem Elektroschweissen kann ich mir das nur schwer vorstellen.> Die Masse machts, nicht der Einzelfall, auch bei den Stromkosten.
Ja, dann nimm halt nen Hobbybastler, der jede Woche eine kleine
Drehmaschine für Metallberbeitung betreiben will. Das dauert dann schon
etwas länger und diese Maschinen brauchen für Privathausverhältnisse
durchaus viel Strom.
> Es geht bei diesem Ansatz darum, umfangreiche Verbote zu vermeiden. Die> neigen dazu, Proteste auszulösen, unbeliebt zu sein, werden als Diktat> empfunden. Verbote muss man kontrollieren, wenn sie sinnvoll sein> sollen, was verdammt übles Karma bringt. Sie führen zu enormer> Bürokratie.>> Wesentlich effektiver ist eine Lenkung des Verbrauchs über das> Eigeninteresse des privaten Verbrauchers. Indem er seine grauen Zellen> einsetzt, um den Verbrauch zu reduzieren. Und nicht dazu, den Staat zu> bescheissen.
Das ist ein Punkt, da gebe ich dir recht.
Allerdings würde ich Bitcoinmining mit Rauchen vergleichen, dessen
Eingrenzung auf freiwilliger Basis nicht funktioniert, da es gemacht
wird, solange der finanzielle Anreiz bzw. im Falle des Rauchens die
Sucht dafür da ist.
> Wenn du die Annahme verweigerst ist die Post trotzdem zuverlässig.
Die Post sprengt auf dem Weg zu Dir aber nicht 3 von 4 Lieferfahrzeugen.
Und wenn, dann wäre sie intelligenter und erwischt alle 4 und sprengt
nicht aus Versehen eines doppelt.
Ben B. schrieb:> Die Post sprengt auf dem Weg zu Dir aber nicht 3 von 4 Lieferfahrzeugen.> Und wenn, dann wäre sie intelligenter und erwischt alle 4 und sprengt> nicht aus Versehen eines doppelt.
Ach, du redest vom LNG-Lieferanten ?
Dann nehme ich natürlich alles zurück und behaupte das Gegenteil.
fragjanur schrieb:> Dann nehme ich natürlich alles zurück und behaupte das Gegenteil.
Der Ben braucht den auf ARD eingestellen gross-TV zum heizen.
Hoffnungsloser fall.
Ben B. schrieb:> Für mich ist das eher ein DualFlopp-Reaktor. Die werden sich damit die> gleichen Probleme einhandeln, die man bereits mit den natriumgekühlten> Brutreaktoren hatte.
Du vergleichst also Apfel mit Birnen? Interessant!
Nenn doch mal die angeblichen Probleme?
> Nichtmal das atomverliebte Frankreich hat seinen> 1200MW-Reaktor in Creys-Malville zuverlässig zum Laufen gekriegt.
Der Reaktor lief mehrere Jahre zuverlässig und wurde dann aufgrund
allein politischer und nicht technischer Gründe stillgelegt.
> Da wollen mir die Freaks ernsthaft> erzählen, da könne es keine Unfälle geben? Das soll ich glauben? Also> eher friert die Hölle zu.
Hast du Ahnung von Technik?
Dein Apfel Birnen Vergleich sagt mir eher nein.
> Im Grunde könnte man das auch mit bereits heute verfügbarer Technik> machen. Die Brennelemente von Leichtwasserreaktoren könnten auch> problemlos aufgearbeitet werden, aber niemand will das.
Nein, kann man nicht.
Die Leichtwasserreaktoren können die meisten Transurane nicht spalten,
da die Neutronen dafür zu langsam sind.
Außerdem verwechselst du da das Spalten von Transuranen mit dem Spalten
von Plutonium 239. Letzteres können diese Leichtwasserreaktoren mit
ihren moderierten Reaktoren nämlich wiederum spalten. Die
Wiederaufbereitung dient da aber dazu die Neutronenschlucker zu
entfernen. Das ist also ein ganz anderes Konzept und nicht vergleichbar.
https://en.wikipedia.org/wiki/File:Sasahara.svg> Die> Mischoxid-Brennelemente zur Verwertung von Plutonium in diesen Reaktoren> werden ja schon sehr argwöhnisch betrachtet und sobald man Atommüll zur> Wiederaufarbeitung fahren möchte, kettet sich Greenpups an die Gleise.
Mit dem Dual Fluid Reaktor bleibt der spaltbare Kernbrennstoff im
Reaktor bis er energetisch genutzt also gespalten wurde.
Einen Dual Fluid Reaktor verlässt somit nur noch nicht spaltbares
Material.
> Ich sehe an dem Konzept auch keine Lösungsvorschläge, was man mit den> wesentlichen Spaltprodukten Strontium-90 und Cäsium-137 anstellen möchte> - außer zwischenlagern für 300 Jahre. Nach 300 Jahren soll das auf einen> Wert unterhalb dem von Natururan abgeklungen sein,
Cäsium 137 hat eine Halbwertszeit von 30,17 Jahre.
Die 300 Jahre sind von dir, ob deine Behauptung stimmt, muss man mit
der beim Zerfall freigesetzten Energie beider Stoffe vergleichen.
Nach 10 Halbwertszeiten, was ungefähr deinen 300 Jahren entspricht, sind
von C137 jedenfalls nur noch 0,1 % der ursprünglichen Masse vorhanden.
Rechne mal mit 15 Halbwertszeiten, dann sind es nur noch 0,003 % der
ursprünglich radioaktiven Stoffmenge.
Und das erreichst du nach ca. 450 Jahren.
Hier mal zu Veranschaulichung der Halbwertszeitschritte.
Die Prozentwerte sind auf jedes Element anwendbar, die Jahre sind C 137
spezifisch.
Die Anzahl der radioaktiven Atome beginnt bei 9223372036854775807.
Das entspricht 2^(64-1)-1 und entspricht ungefähr 36,8 % eines 1 cm³
Würfels mit der Atomanzahldichte eines idealen Gases. Für Cäsium 137 hat
man natürlich eine andere Dichte, aber als grober Überschlag, damit man
eine Vorstellung davon bekommt, sollte das genügen.
1
1. Halbwertszeit, 4611686018427387903 verbleibende radioaktive Isotope, 50.0000 Prozent noch radioaktiv, 30.17 vergangene Jahre.
2
2. Halbwertszeit, 2305843009213693951 verbleibende radioaktive Isotope, 25.0000 Prozent noch radioaktiv, 60.34 vergangene Jahre.
3
3. Halbwertszeit, 1152921504606846975 verbleibende radioaktive Isotope, 12.5000 Prozent noch radioaktiv, 90.51 vergangene Jahre.
4
4. Halbwertszeit, 576460752303423487 verbleibende radioaktive Isotope, 6.2500 Prozent noch radioaktiv, 120.68 vergangene Jahre.
5
5. Halbwertszeit, 288230376151711743 verbleibende radioaktive Isotope, 3.1250 Prozent noch radioaktiv, 150.85 vergangene Jahre.
6
6. Halbwertszeit, 144115188075855871 verbleibende radioaktive Isotope, 1.5625 Prozent noch radioaktiv, 181.02 vergangene Jahre.
7
7. Halbwertszeit, 72057594037927935 verbleibende radioaktive Isotope, 0.7812 Prozent noch radioaktiv, 211.19 vergangene Jahre.
8
8. Halbwertszeit, 36028797018963967 verbleibende radioaktive Isotope, 0.3906 Prozent noch radioaktiv, 241.36 vergangene Jahre.
9
9. Halbwertszeit, 18014398509481983 verbleibende radioaktive Isotope, 0.1953 Prozent noch radioaktiv, 271.53 vergangene Jahre.
10
10. Halbwertszeit, 9007199254740991 verbleibende radioaktive Isotope, 0.0977 Prozent noch radioaktiv, 301.70 vergangene Jahre.
11
11. Halbwertszeit, 4503599627370495 verbleibende radioaktive Isotope, 0.0488 Prozent noch radioaktiv, 331.87 vergangene Jahre.
12
12. Halbwertszeit, 2251799813685247 verbleibende radioaktive Isotope, 0.0244 Prozent noch radioaktiv, 362.04 vergangene Jahre.
13
13. Halbwertszeit, 1125899906842623 verbleibende radioaktive Isotope, 0.0122 Prozent noch radioaktiv, 392.21 vergangene Jahre.
14
14. Halbwertszeit, 562949953421311 verbleibende radioaktive Isotope, 0.0061 Prozent noch radioaktiv, 422.38 vergangene Jahre.
15
15. Halbwertszeit, 281474976710655 verbleibende radioaktive Isotope, 0.0031 Prozent noch radioaktiv, 452.55 vergangene Jahre.
16
16. Halbwertszeit, 140737488355327 verbleibende radioaktive Isotope, 0.0015 Prozent noch radioaktiv, 482.72 vergangene Jahre.
17
17. Halbwertszeit, 70368744177663 verbleibende radioaktive Isotope, 0.0008 Prozent noch radioaktiv, 512.89 vergangene Jahre.
18
18. Halbwertszeit, 35184372088831 verbleibende radioaktive Isotope, 0.0004 Prozent noch radioaktiv, 543.06 vergangene Jahre.
19
19. Halbwertszeit, 17592186044415 verbleibende radioaktive Isotope, 0.0002 Prozent noch radioaktiv, 573.23 vergangene Jahre.
20
20. Halbwertszeit, 8796093022207 verbleibende radioaktive Isotope, 0.0001 Prozent noch radioaktiv, 603.40 vergangene Jahre.
> bei ständigem> Nachschub dieser extrem stark strahlenden Stoffe?
Der Nachschub kommt natürlich in eine separate Lagerung. Du schüttest ja
auch nicht neuen Whisky zu 30 Jahre im Eichenfass gereiftem Whisky dazu.
> Niemals.
Die Halbwertszeit gilt immer und ist ein physikalisches Gesetz. Das
solltest du in er Schule eigentlich gelernt haben.
> Kleiner Hinweis dazu: Ein frisches unbestrahltes Brennelement eines> Leichtwasserreaktors kann man ohne Probleme aus dem Lagerbecken> herausheben und mit der bloßen Hand berühren, ohne daß einem was> passiert.
Natürlich kann man das. Schließlich handelt es sich hier um leicht
angereichertes Uran das aus Natururan gewonnen wurde und ein
Alphastrahler ist, der deine Haut nicht durchdringen kann.
> Würde man das mit einem bestrahlten Brennelement aus dem> Reaktor machen, erlebt man einen verdammt schlechten Tag.
Weil dass dann nicht mehr nur Uran ist, sondern andere Stoffe, darunter
viele kurzlebige Spaltprodukte mit Beta- und Gammastrahlung, die eine so
geringe Halbwertszeit haben, dass da pro Sekunde sehr viel in was
anderes zerfällt und damit natürlich auch die Aktivität sehr hoch ist.
Soviel sollte man doch eigentlich vom Thema Radioaktivität verstanden
haben, wenn man sich hier in den Thread stellt und behauptet, dass der
Dual Fluid Reaktor ein Dual Flopp Reaktor sei.
Ich kann bei deinem geringen Wissen zu diesem Thema jedenfalls nur den
Kopf schütteln.
Stell dir mal vor, sogar in deinem Kaffee sind Atome drin. Und davon
noch übles Zeug, nämlich gelöstes Natururan, dass als Alphastrahler im
Körperinneren großen Schaden anrichten könnte.
Das Uran befindet sich in Spuren nämlich in unserem Trinkwasser.
Und Alphastrahler sollte man nicht verschlucken, dann sind die nämlich
nicht mehr harmlos. So ein Heliumkern, der durch deine DNS Stränge
durchknallt ist nämlich ziemlich groß und kann weitaus mehr zerstören
als Elektronen (Betastrahlung) oder Photonen bzw. Wellen
(Gammastrahlung), weil er aufgrund seiner Größe auch mit wesentlich
höherer Wahrscheinlichkeit auf irgendwas in deinem Körper trifft und
damit reagiert.
Das ist übrigens auch der Grund, warum Alphastrahlung nur eine sehr
kurze Reichweite hat und nicht durch deine Haut kommt, aber großen
Schaden anrichten kann, wenn der Strahler sich bereits im Körper
befindet.
> Ich weiß nicht> obs für einen sofortigen Tod reichen würde, aber länger als 'ne Woche> hält man danach definitiv nicht mehr durch.
Das ist keine Frage des Durchhaltens. Die Strahlung zerstört deine DNS,
der Grundbauplan deines Körpers.
Wenn die Dosisleistung zu hoch ist, dann ist deine DNS zerstört und
nicht mehr genug fehlerfreie DNS vorhanden, damit sie der Körper
reparieren kann.
Zum Bestrahlen reichen da übrigens, je nach Strahlenleistung,
Nanosekunden.
Sterben tust du aber erst später, den Job übernimmt dann nämlich deine
Zellteilung.
Die DNS ist kaputt, die Zellen können nicht mehr regeneriert werden,
bzw. wird nur noch Schrott gebaut.
Das ist vergleichbar mit defektem RAM im PC, das man dann dazu benutzt,
um per Data scrubbing die Magnesisierungsinformation der Daten auf der
Festplatte zu erneuern.
Zuerst stirbt das, was sich sehr häufig teilt, bzw. kann das nicht mehr
nachgebildet werden oder es wuchert unkontrolliert wie Krebs. Später
kommt dann das, was sich langsam teilt.
Über die Zeit stirbst du dann an multiplem Organversagen, da der Körper
nicht mehr funktionieren kann, weil die DNS kaputt ist.
Schau dir dazu am besten mal dieses Video an:
https://www.youtube.com/watch?v=2TxLrfdMKWY
Dieser Mann hat für einen Sekundenbruchteil einen Fehler mit spaltbarem
Material gemacht. Er bekam aber keine radioaktive Strahlung von
Spaltprodukten ab, zumindest war das kein Hauptteil, sondern er bekam
Neutronenstrahlung ab, weil er mit Kernbrennstoffen hantierte und dabei
Kernspaltung in für einen Sekundenbruchteil in Gang gesetzt wurde.
Also vergleichbar, wie wenn er in einem aktiven Kernreaktor drin gewesen
wäre.
Das hat gereicht. Aber genau deswegen stellt man sich ja auch nicht in
einen Kernreaktor und auch deswegen benutzt man anderes Material als
Abschirmung.
> Das Problem ist nicht das> Uran, das Problem sind die Spaltprodukte, die erst im Reaktor aus dem> Uran entstehen.
Falsch, das Problem ist die hohe, also häufige, Aktivität und
Strahlungsart der Spaltprodukte. Aber deswegen schirmt man das Zeug ja
auch ab.
Und wenn man Atommüll loswerden will, dann muss man es natürlich in
Stoffe mit kurzer Halbwertszeit spalten. Dass das eine hohe Aktivität
bedingt, ist klar.
5 Atome die eine Halbwertszeit von nur 3 Sekunden haben, verursachen in
den ersten paar Sekunden schließlich mehr Zerfälle, als ein Stoff, der
eine Halbwertszeit von 1 Mio Jahre hat.
Aber genau deswegen schirmt man das Zeug ja von der Umwelt ab und dann
besteht auch keine Gefahr mehr, weil die Strahlung nicht durch die
Abschirmung kommt.
Die Gefahr, dass du vom Windrad erschlagen wirst, ist weitaus größer.
Eiskalte Progression schrieb:> Benedikt L. schrieb:>> Eiskalte Progression schrieb:>>> Wir brauchen ja keinen Gas-Lieferanten mehr, der 50 Jahre lang>>> zuverlässig lieferte -weil wir die Guten sind!>>>> Dieser Schice-Lieferant liefert nach 50 Jahren eben NICHT mehr>> zuverlässig.>> Wenn man den Lieferanten nach Kräften sabotiert, dann kann der beim> besten Willen nicht mehr zuverlässig sein.>>> Du hast doch die Weisheit mit Löffeln einverleibt und>> solltest dringend nach vorne schauen!>> Ich schaue nach vorn und sehe die Grundlagen des Landes rasant talwärts> fahren. Weisheit hätte es bei denen an den Hebeln der Macht gebraucht.> Nun> ist es vorbei.
So ist es.
Ich sehe in der Zukunft dieses Landes Zustände wie in einem Dritte Welt
Land und dann wird auch kein Geld mehr da sein um nach ca. 20 bis 30
Jahren die sehr teuren Windkraftanlagen zu erneuern.
Nano schrieb:> Die Prozentwerte sind auf jedes Element anwendbar, die Jahre sind C 137> spezifisch.
Genaugenommen auf jedes Isotop bzw. Nuklid eines jede Elements.
Den Reaktor in Creys-Malville haben die Franzosen nie stabil zum Laufen
bekommen. Zuerst hat das Ding die erste große Kostenexplosion beim Bau
solcher Anlagen verursacht. Daraus haben sie nichts gelernt, ist beim
EPR genau so passiert. Flamanville-3 sollte ursprünglich von 2007 bis
2012 errichtet werden und ist bis heute nicht am Netz.
Danach gab es mit dem Ding eine Reihe von Störfällen, immer wieder war
irgendwas am Natrium-Kühlkreislauf undicht, was lange Stillstandszeiten
verursachte, am Ende kamen Korrosionsprobleme hinzu. Der Mülleimer hat
dazu auch richtig große Mengen Strom verbraucht, weil das Natrium die
ganze Zeit durch elektrische Heizungen flüssig gehalten werden musste.
Dieses Problem hatte der nie in Betrieb gegangene SNR-300 in Kalkar
übrigens auch.
Daß man dann irgendwann keine Lust mehr auf so eine Schrottanlage hat
und das Projekt einstampft, kann ich sehr gut verstehen. Wenn die
Franzosen nicht so extrem abhängig von der Kernkraft wären und eine
Alternative zu ihren inzwischen immer schneller in die Jahre kommenden
Druckwasserreaktoren hätten, dann wäre es dem EPR auch nicht besser
gegangen. Der erträumte Exportschlager wird das Ding definitiv nicht
mehr.
So, und nun kommen die Doppelfurz-Reaktorbastler und wollen mir
erzählen, daß Spaltprodukte und langlebige Transurane so lange im
Reaktor bleiben könnten, bis sie unschädlich sind? Da glaube ich
wirklich nicht dran, denn erstens entstehen während des Betriebes
ständig immer weiter Transurane, möglicherweise mehr als das Ding
vielleicht wieder spalten kann. Dazu kommen alle Prozesse, die Neutronen
einfangen, welche dann nicht zur Aufrechterhaltung der Kettenreaktion
nutzbar sind. Folglich braucht man immer eine recht hohe Menge
spaltbaren Brennstoff im Kern, sonst funktioniert das Ding ähnlich gut
wie ein Lagerfeuer mit durchnässtem Holz. Das kann so weit gehen, daß
sich die Brennstoffzusammensetzung so weit verändert, daß man eben doch
Spaltprodukte oder Transurane entnehmen muss, um das Ding am Laufen zu
halten.
Mir ist schon klar, daß nach 10 Halbwertszeiten nur noch sehr wenig
radioaktives Material vorhanden sein dürfte. Allerdings sind diese
Spaltprodukte deutlich gefährlicher als Natururan. Sie sind keine
relativ harmlosen Alphastrahler und 0,xxx% von etlichen Tonnen sind dann
doch noch eine recht große Menge. Damit das was nutzt, müsste man das
"ungefährlich gewordene" Material von den weiteren strahlenden Isotopen
abtrennen, erst dann ergäbe sich eine Verbesserung der Situation.
300 Jahre sind auch immer noch eine verdammt lange Zeit. Wir nutzen die
Kernenergie zur Stromerzeugung seit 1954, wenn man die 6MW von Obninsk
als erstes kommerzielles Atomkraftwerk betrachtet. Calder Hall hatte
zwei Jahre später immerhin schon 4x 50MW. Das sind 68 Jahre, in denen
die Menschheit schon einen ordentlichen Berg an Spaltprodukten und
Transuranen angesammelt hat. Keine 300 Jahre. Mit einem "kleinen
Zwischenlager" ist es da nicht getan, das muss schon etwas größer
werden. Dazu die Wiederaufarbeitungsanlage... das werden riesengroße und
entsprechend teure Komplexe für ein paar Megawatt Strom.
Den Punkt mit der Abklingzeit hätte ich eher geglaubt, wenn sie als
Abklingzeit keine 300 Jahre, sondern eher 1500..3000 Jahre angesetzt
hätten. Dann ist das Zeug vielleicht wirklich ausreichend weit zerfallen
um als ungefährlich betrachtet werden zu können.
Das Ganze funktioniert auch nur, wenn so eine Anlage 300 Jahre oder
länger läuft. Wenn nicht, ändert sich an der Situation nichts. Wenn so
eine Anlage nach vielleicht 100 Jahren außer Betrieb geht, habe ich
trotzdem eine Anlage randvoll mit noch nicht abgeklungenem Atommüll und
einen abgeschalteten Reaktor voll mit radioaktiver Pampe, die ich
irgendwie aufbereiten und ggf. transportieren und lagern muss. Dabei
kommen auch alle Transurane aus dem Reaktor raus und ich habe rein gar
nichts gekonnt. So und nun wissen wir alle selbst, wie die Bevölkerung
dem Betrieb selbst "nur" etwa 50 Jahre alter Anlagen wie Fessenheim oder
Beznau gegenübersteht. Da willst Du mir doch nicht wirklich eine
Laufzeit von 300 Jahren aufbinden, oder?!
Nee ehrlich, das Geld investieren wir lieber wirklich in ein Projekt wie
Desertec mit solarthermischen Kraftwerken. Das wird zwar auch verdammt
teuer und könnte damit enden, daß man die Region erstmal "stabilisieren"
muss, aber das ist immer noch besser und weniger schädlich als weiter
auf irgendwelche Atom-Ideen ewig gestriger zu setzen. Je eher wir mit
solchen wirklich tragfähigen Lösungen anfangen, desto besser.
Oder lieber mal einen richtig guten Akku zur Energiespeicherung
entwickeln. Das würde auch viele Probleme lösen, dann könnte man reine
PV-Anlagen nutzen und bräuchte keine Solarthermie, nur weil diese im
Gegensatz zu PV auch nachts Strom liefern kann.
Ben B. schrieb:> Oder lieber mal einen richtig guten Akku zur Energiespeicherung> entwickeln.
Oder noch besser einen Generator zur Nutzung von Freier Energie in
KOmbination mit einem Perpetuum mobile.
Dafür sind doch solche Spezialisten wie du prädestiniert !
Gute Nachricht :
Nord Stream 2 B ist wohl noch intakt und hat eine Transportkapazität von
25 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr.
Damit sind alle Versorgungsprobleme gelöst.
Jo, weil wer auch immer das war sich zu blöde angestellt hat, beide
Stränge von Nordstream 2 zu sprengen und stattdessen den ersten Strang
doppelt erwischt hat. Doppelt hält ja bekanntlich besser. Ich finde es
aber gar nicht so schlecht, daß diese Pipelines wahrscheinlich
irreparabel zerstört sind, das beendet die bescheuerte Diskussion, ob
wir jemals nochmal Gas aus Russland beziehen oder nicht. Mit denen
müssen wir uns nicht mehr herumärgern. Sobald dieser Konflikt vorbei ist
wird an der zukünften Ostgrenze der NATO sowieso ein neuer eiserner
Vorhang gebaut. Damit geht die Zeit der Ost-West-Entspannung 1989-2022
in die Geschichte ein und alles ist wie vorher.
sagjanur schrieb:> Gute Nachricht :> Nord Stream 2 B ist wohl noch intakt und hat eine Transportkapazität von> 25 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr.> Damit sind alle Versorgungsprobleme gelöst.
Pure Agitation vom Klassenfeind! Diese Information wurde noch nicht vom
Propagandaministerium freigegeben und deshalb auch nicht in der
Aktuellen Kamera verlesen!
Wenn das so bekannt wird, können die Harbocks wieder nicht ihre Hände in
Unschuld waschen, bezüglich der aktuellen Energiemisere. Und das muß
natürlich auf jeden Fall vermieden werden.
Ben B. schrieb:> Damit geht die Zeit der Ost-West-Entspannung 1989-2022> in die Geschichte ein und alles ist wie vorher.
isses natürlich nich, weil wir dann keine günstige Energie mehr aus dem
Osten bekämen, wie sogar während dem "Kalten Krieg" und damit unsere
wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit wie gewünscht dauerhaft zerstört
wäre.
Das bedeutet Deindustrialisierung und wirtschaftliche Steinzeit, aber
mache kapieren es eben erst, wenn sie Baumrinde fressen müssen.
Auf dem Weltmarkt kostet eine Tonne Aluminium derzeit unter 3.000 Euro,
allein Die Stromkosten für die Produktion in DE liegen bei rund 9.000
Euro.
https://www.youtube.com/watch?v=3Bv1-gyNbTs
aluhut schrieb:> Wenn das so bekannt wird, können die Harbocks wieder nicht ihre Hände in> Unschuld waschen
Die amerikaner werden einfach nachsprengen und Selenskis pass dort
finden.
Hattu das gefühl "2 B ist wohl noch intakt" stimmt?
Alt G. schrieb:> Hattu das gefühl "2 B ist wohl noch intakt" stimmt?
ich höre sowas beim hierzulande verbotenen Feindsender, kann man dort
auch nachlesen.
sagjanur schrieb:> ich höre sowas beim hierzulande verbotenen Feindsender, kann man dort> auch nachlesen.
Wo? Reitschuster? Reichelt? 4chan?
Das gibt ne show ! Hat das US "special operations" schiff schon
umgedreht?
Ah, NZZ. Trau denen nicht.
sagjanur schrieb:>> ich höre sowas beim hierzulande verbotenen Feindsender, kann man dort> auch nachlesen.
Hier in Berlin wurde es auch mal kurz, entweder bei Inforadio oder Radio
eins erwähnt. Eventuell wurde dem verantwortlichen Redakteur ein
Winterurlaub im schönen warmen Guantanamo angeboten. Jedenfalls hört man
jetzt nichts mehr davon...
Alt G. schrieb:> Wo? Reitschuster? Reichelt? 4chan?>> Das gibt ne show ! Hat das US "special operations" schiff schon> umgedreht?>> Ah, NZZ. Trau denen nicht.
ach was, ich nutze bevorzugt Primärqellen, in dem Fall RT.
Orientierungsprobleme können schon mal passieren, wenn man z.B. keine
SI-Einheiten verwendet und deshalb mit Meilen statt Kilometern rechnet.
Hat man damals ja auch bei der Mars-Sonde gesehen.
sagjanur schrieb:> Orientierungsprobleme können schon mal passieren, wenn man z.B. keine> SI-Einheiten verwendet
Gröhl.
Ist RT nicht abgestellt worden?
Alt G. schrieb:> Gröhl.>> Ist RT nicht abgestellt worden?
Im Netz mit einem ganz normalen Browser erreichbar.
Man muss noch nicht mal zu Tor greifen.
Link kann ich hier wohl nicht angeben ohne dass der Thread verschwindet.
Aber man kann ja mal nach dem Begriff "Zweiter Strang von Nord Stream 2
wird überprüft" suchen ...
TY
Jetzt warten die russen bis das ami uboot - schiff - taucher - drohne
wider auftaucht und dann wird life gestreamt wie die amerikaner das
sprengen.
Dann schickt der Putin dem Biden eine gesalzene rechnung.
Ich wage mal die Hypothese, daß es keine Sprengung gab, sondern die
Kombination aus Methanclathrat und Management. Management hat ja auch
bei Chernobyl gut funktioniert..
Dieses Methanclathrat entsteht bei Vorhandensein von Methan, Wasser
(-dampf) und entweder niedrigen Temperaturen oder hohem Druck. Ein damit
gefülltes Rohr verstopft, es gibt einen Propfen, der kann auch mal 1 to
wiegen. Man kann den verdampfen lassen durch Druckabsenkung an beiden
Enden des Rohrs. Man kann aber auch versuchen, den Druck nur an einem
Ende abzusenken. Der Pfropfen schmilzt bzw. verdampft zuerst an der
Außenwand, da wird Wärme aus der Umgebung zugeführt. Und dann wird der
Rest sehr, sehr schell. Bis zur nächsten Biegung des Rohrs.
Helge schrieb:> Der Pfropfen schmilzt bzw. verdampft zuerst an der> Außenwand, da wird Wärme aus der Umgebung zugeführt. Und dann wird der> Rest sehr, sehr schell.
An 3 rohren fast gleichzeitig? Nicht plausibel.
Ben B. schrieb:> Den Reaktor in Creys-Malville haben die Franzosen nie stabil zum Laufen> bekommen.
Das ist Unsinn. Natürlich lief der Reaktor mehrmals über viele Monate
stabil.
Wartungsarbeiten und Reparaturarbeiten zwischendurch sind bei einem
komplexen technischen Geräten und dazu noch Kernreaktoren, die eine hohe
Sicherheit gewährleisten müssen, völlig normal.
Das Natrium¹, mit dem man Erfahrung sammeln wollte, hat lediglich
Reparaturarbeiten erschwert und damit verlängert. Was am Anfang von
völlig neuen Reaktorarten, die ganz anders funktionieren als Druck- und
Siedewasserreaktoren, verständlich ist.
Dadurch sammelt man aber Erfahrung und Wissen und bei neuen Reaktortypen
der gleichen Art, also mit Natrium als Kühlmittel, hätte man das, wie es
die Russen gemacht haben, optimiert und verbessert, so dass
Wartungsarbeiten ökonomischer und schneller ablaufen können.
Lies einfach selbst, aber das hast du wahrscheinlich oben schon getan,
nachdem ich dir den Link zum Thema Core Catcher gegeben habe und in
diesem Artikel dieser Reaktor als einer mit Core Catcher aufgelistet
ist.
Nur gibst du das, was da steht, nicht neutral wieder, sondern mit dem
typischen grünen Beißreflex, gegen alles, was nur mit Kernenergie zu tun
hat.
Wenn du darüber aber berichtest, dann gib das, was da steht, wenigstens
richtig wieder:
https://de.nucleopedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Creys-Malville
Und außerdem, der Dual Fluid Reaktor ist kein Natriumreaktor, da du ja
diesen Reaktor nur deswegen erwähnst, weil du einen Zusammenhang
zwischen diesem und dem Dual Fluid Reaktor herstellen willst. Das sind
aber zwei völlig verschiedene Typen.
Der Dual Fluid Reaktor verwendet gar kein Natrium als Kühlmittel,
sondern Blei.
¹) Natrium darf nicht mit Wasser in Berührung kommen.
> Daraus haben sie nichts gelernt, ist beim> EPR genau so passiert. Flamanville-3 sollte ursprünglich von 2007 bis> 2012 errichtet werden und ist bis heute nicht am Netz.
Die beiden EPR in China sind schon lange in Betrieb.
Es liegt also nicht an der Reaktortechnik, sondern an Fertigungsfehler
vor Ort, sowie Verzögerungen durch Behördengänge. In Flamanville-3
mussten die meines Wissens nach den Reaktordruckbehälter neu bauen, weil
sie beim Stahl Fehler gemacht haben.
Dazu kam dann noch 2011 Fukushima, was dazu führte, dass man das Design
noch einmal von Grund auf durch ging. Sicherheit kostet Zeit.
> Danach gab es mit dem Ding eine Reihe von Störfällen, immer wieder war> irgendwas am Natrium-Kühlkreislauf undicht,
Das Wort Störfall klingt zwar erstmal schlimm, ist es aber nicht, weil
in der Kerntechnik zu den Störfällen zuallererst auch ganz normale
Wartungsarbeiten an Bauteilen gezählt werden, die einem Verschleiß
unterliegen und mal auch ein Gerät Defekt gehen kann oder vorzeitig
ausgetauscht werden muss.
Aber das ist kein Problem, denn bei Kernkraftwerken gibt es genau
deswegen mehrfache Redundanz, gerade weil erwartet wird, dass Geräte
nicht ewig laufen und man sie auch austauschen muss und was bei der
Wartung dann ja auch getan wird. In normalen Wartungsintervallen
geschieht dies auch vorsorglich bei Geräten die noch nicht kaputt sind,
aber ihre zu erwartende Betriebszeit dem Ende zu geht.
Bei deinem Auto musst du ganz genauso auch regelmäßig die Zündkerzen,
Scheibenwischer und Bremsbelege auswechseln lassen und bei deiner
Heizung hast du auch regelmäßig Dinge an der Heizung, die kaputt gehen
und ausgetauscht werden müssen.
Bei Flugzeugen ist das, wie bei den Bremsbelegen an deinem Auto auch,
nur noch extremer, weil es da um die Sicherheit geht, aber auch da nennt
man das nicht Störfall.
Bei der Kerntechnik geht man also mit normalen Wartungsarbeiten nur
ernster um und protokolliert alles als Störfall.
Letzteres liegt aber nicht daran, weil das besonders schlimm wäre,
sondern weil solche Wartungsarbeiten logischerweise den Betrieb
unterbrechen.
Mit kaputten Reifen kannst du dein Auto auch nicht mehr weiterfahren. Du
musst anhalten und die Reifenpanne beheben. Bei Kernkraftwerken gilt das
auch trotz vorhandener Redundanz, die du beim Auto sowieso nicht hast.
> was lange Stillstandszeiten> verursachte,
Die Stillstandzeiten kamen vom schwierigen Umgang mit Natrium. Da kannst
du halt nicht mit dem nassen Putzlappen ran, weil Natrium und Wasser
sind gut zusammen harmonieren. Hier hat man also erst Erfahrung sammeln
müssen, zumal es ja auch der erste Reaktor in Frankreich war, der
überhaupt Natrium einsetzte.
Russland hat mehrere Natriumreaktoren am Laufen, aber viel früher
Erfahrungen damit gesammelt.
Bei denen befinden sich daher inzwischen größere in Bau:
https://de.wikipedia.org/wiki/BN-Reaktor
Und die BN-Reaktoren können Transurane spalten und somit ebenfalls einen
Teil zur Verringerung von Atommüll mit langen Halbwertszeiten beitragen.
> am Ende kamen Korrosionsprobleme hinzu.
Nein, kam es nicht. Natrium ist elementar nicht korrosiv und Wasser ist
keines anwesend. Lies auch mal den obigen nukleopedia Artikel, da steht
auch nichts von Korrosion.
Du verwechselst das sehr wahrscheinlich mit den frühen
Flüssigsalzreaktoren aus den frühen 60ern der USA, oder noch schlimmer,
behauptest es einfach.
Flüssigsalzreaktoren sind aber wieder etwas ganz anderes als
Natriumreaktoren.
Kochsalz (Natriumchlorid) besteht zwar aus Natrium, aber wenn kein
Chlorid und schon gar kein Wasser im Reaktor vorhanden ist, dann hast du
in einem Natriumreaktor auch kein Salz, das korrosiv in Anwesenheit von
Wasser auf Metalle wirken könnte.
> Der Mülleimer hat> dazu auch richtig große Mengen Strom verbraucht, weil das Natrium die> ganze Zeit durch elektrische Heizungen flüssig gehalten werden musste.
Auch Druckwasserreaktoren brauchen Strom, nachdem man sie abgeschaltet
hat. Denn die Zerfallsenergie muss weiterhin abtransportiert werden und
dafür müssen bei den alten Druckwasserreaktoren Pumpen laufen.
Das ist aber alles im Design eingerechnet. So ein Natriumreaktor
produziert im Betrieb ein vielfaches der Strommenge, die nötig ist, um
das Natrium flüssig zu halten.
Mit dieser Strommenge, die er produziert, könntest du den Reaktor
Jahrtausende lang beheizen.
Also wieder nur Hassgrünengeschwurbel. Möglichst dramatisch die Leser in
die Irre führen, anstatt einfach mal sachlich und objektiv zu bleiben.
> Daß man dann irgendwann keine Lust mehr auf so eine Schrottanlage hat> und das Projekt einstampft, kann ich sehr gut verstehen.
Die wollten halt vom Natrium weg, was verständlich ist.
Zumal es ja auch noch andere Reaktortypen gibt, die kein Natrium
benötigen.
Bleigekühlte, wie bspw. der Dual Fluid Reaktor, wären hier sehr
interessant.
> Wenn die> Franzosen nicht so extrem abhängig von der Kernkraft wären und eine> Alternative zu ihren inzwischen immer schneller in die Jahre kommenden> Druckwasserreaktoren hätten, dann wäre es dem EPR auch nicht besser> gegangen.
Es gibt für ein Industrieland mit einem großen Altbaugebäudebestand in
diesen Breitengraden schlichtweg keine Alternative zur Kernenergie.
Deutschland wird das auf die harte Tour lernen, in dem es seine
komplette Industrie verlieren wird.
Und bisher hat Deutschland halt lieber Klimagase in die Luft
geschleudert und auf fossile Energieträger gesetzt, als dem
französischen Beispiel mit klimaneutraler Kernenergie einfach zu folgen.
Früher war das sogar mal das Ziel in Deutschland 50 Kernreaktoren zu
bauen, die zudem noch alle mittellastfähig sind und sich in einem
Gewissen Rahmen schnell regeln lassen. Denn das war damals eine
Anforderung an die deutschen Konvoireaktoren.
Denn es war klar, wenn man den Energiebedarf mit 50 Reaktoren stillen
will, dann müssen Energietagesschwankungen natürlich ausgleichbar sein.
Das ist in den deutschen Reaktoren der Konvoiklasse alles schon
berücksichtigt, die können das also.
> Der erträumte Exportschlager wird das Ding definitiv nicht> mehr.
Der EPR ist in China bereits mit 2 Reaktoren im Betrieb, in Finnland ist
er im Bau. Weitere Kraftwerke werden folgen.
Was die Franzosen aber machen ist eine deutsche Anforderung, der EPR war
mal ein Gemeinschaftsprojekt, zu entfernen.
Der ursprüngliche EPR, wie er derzeit in Flameville in Bau ist, hat
nämlich vier Kühlkreisläufe. Das treibt die Kosten nach oben.
Der EPR 2 wird daher als Weiterentwicklung nur noch 3 Kühlkreisläufe
haben, das senkt die Investitionskosten drastisch und macht ihn somit
ökonomisch effizienter und günstiger.
> So, und nun kommen die Doppelfurz-Reaktorbastler
Ja, ja, Grünenhass. Aber Lösungen, wie man 85 % des Energiedefizits in
Deutschland zeitnah klimaneutral erzeugen will, hast du keine.
> und wollen mir> erzählen, daß Spaltprodukte und langlebige Transurane so lange im> Reaktor bleiben könnten, bis sie unschädlich sind?
Ähm, du hast da etwas falsch verstanden.
Spaltprodukte bleiben beim Dual Fluid Reaktor nicht ewig im Reaktor.
Das Gegenteil ist der Fall, sie werden kontinuierlich während dem
Betrieb aus dem Kernbrennstoff entfernt.
Dadurch hat man nämlich ein paar Neutronenschlucker weniger im
Brennstoffkreislauf, außerdem kann man so dann verhindern, dass diese
Spaltprodukte sich durch die Aufnahme eines Neutrons in etwas anderes
ungünstiges verwandeln, was man vielleicht nicht will. Und wenn man nur
spaltbaren Kernbrennstoff im Reaktor und keine Neutronenschlucker im
Reaktor hat, dann kann der Reaktor auch viel länger bei optimalen
Betriebsbedingungen laufen und ist damit auch wesentlich ökonomischer
als alle anderen Reaktoren die nur mit festen Kernbrennstoffen arbeiten.
Außerdem fallen beim Dual Fluid Reaktor auch Stillstandszeiten weg, die
bei herkömmlichen Reaktoren noch nötig sind, weil man den Kernbrennstoff
auswechseln muss. Das macht ihn erst recht noch ökonomischer.
Dass der Dual Fluid Reaktor gemäß Berechnungen daher ab bereits 0,75
Cent/kWh in der Gewinnzone liegen dürfte, ist keine Überraschung.
Dieser Reaktor wird, wenn alles so klappt, wie geplant, höchstökonomisch
laufen.
Das Verhältnis von alter Druckwasserreaktortechnik zu Dual Fluid
Reaktortechnik wird wie Tag und Nacht sein. Der Unterschied wird daher
ökonomisch gigantisch und der Atomstrom daher spottbillig sein.
> Da glaube ich> wirklich nicht dran, denn erstens entstehen während des Betriebes> ständig immer weiter Transurane, möglicherweise mehr als das Ding> vielleicht wieder spalten kann.
Da dieser Reaktor einen Neutronenüberschuss von N größer 1 haben wird,
wird er mehr Transurane spalten, als neue erzeugen.
Dass ein Urankern mal ein Neutron aufnimmt, anstatt von ihm gespalten zu
werden, wird zwar weiterhin vorkommen können, aber das nächste oder
übernächste Glied in der Kette wird dann gespalten werden und die
Spaltprodukte sind deutlich kleiner und werden dann aus dem Kreislauf
entfernt.
> Dazu kommen alle Prozesse, die Neutronen> einfangen, welche dann nicht zur Aufrechterhaltung der Kettenreaktion> nutzbar sind.
Tja, du zeigst, dass du eine Ahnung hast.
Die Neutronenabsorber werden kontinuierlich aus dem Kreislauf entfernt.
Das ist kein Feststoffbrennstoff, wo man einen festen Brennstab hat und
der nach ein paar Monaten dann einen Cocktail an Neutronenschluckern,
Spaltprodukten und Transuranen aufweist, wie es bei alten
Druckwasserreaktoren der herkömlichen Bauart noch der Fall ist.
> Folglich braucht man immer eine recht hohe Menge> spaltbaren Brennstoff im Kern, sonst funktioniert das Ding ähnlich gut> wie ein Lagerfeuer mit durchnässtem Holz. Das kann so weit gehen, daß> sich die Brennstoffzusammensetzung so weit verändert, daß man eben doch> Spaltprodukte oder Transurane entnehmen muss, um das Ding am Laufen zu> halten.
Wie schon gesagt, du hast keine Ahnung worüber du sprichst. In meinem
letzten Abschnitt habe ich dir das beantwortet.
> Mir ist schon klar, daß nach 10 Halbwertszeiten nur noch sehr wenig> radioaktives Material vorhanden sein dürfte. Allerdings sind diese> Spaltprodukte deutlich gefährlicher als Natururan.
Nein, sind sie nicht.
Nach ein paar Halbwertszeiten hast du so eine geringe Aktivität, dass
sie unterhalb der Radioaktivität von Natururan liegen.
Das hat drei Gründe, erstens ist die Zerfallsenergie von bspw. Cäsium
137 mit < 1,176 MeV deutlich kleiner als die von Uran 238 ZE = 4,27 MeV,
zweitens ist die Aktivität aufgrund der kleiner gewordenen Nuklidanzahl
geringer geworden und dritten sind die meisten Spaltprodukte keine
Schwermetalle wie bspw. Uran.
Da es keine Schwermetalle, sondern kleine leichte Elemente sind, wird
der biologische Körper daher weitaus besser mit ihnen klar kommen
können.
> Sie sind keine> relativ harmlosen Alphastrahler
Falsch, es gibt auch Spaltprodukte die reine Alphastrahler sind.
> und 0,xxx% von etlichen Tonnen sind dann> doch noch eine recht große Menge.
Was glaubst denn du, wieviele radioaktive Nuklide auf dem Boden
natürlich verteilt sind oder in deiner Hauswand stecken? Deiner Logik
nach, dürftest du dein Bett niemals verlassen und müsstest es mitten in
einem Pool von 10 m tiefem leichten Wasser aufstellen.
Wenn du große Mengen an Masse hast und die radioaktiven Spaltprodukte
nach n Halbwertszeit nur noch in Spuren vorkommen, dann ist das so gut
verteilt, dass das völlig harmlos ist.
Außerdem, da bei einem radioaktiven Zerfall immer Elementumwandlungen
stattfinden, Cäsium 137 zerfällt bspw. in Barium 137, kannst du diese
Stoffmenge ganz leicht chemisch trennen und nur das Barium 137 in die
freie Natur rauslassen bzw. sinnvoller, dem Markt zuführen.
Beim restlichen Cäsium 137 wartest du dann einfach bis weiteres Cäsium
zu Barium zerfallen ist und machst die chemische Trennung in einem
letzten Schritt noch einmal.
> Damit das was nutzt, müsste man das> "ungefährlich gewordene" Material von den weiteren strahlenden Isotopen> abtrennen, erst dann ergäbe sich eine Verbesserung der Situation.
Was bei chemisch unterschiedlichen Elementen sehr einfach machbar ist.
> 300 Jahre sind auch immer noch eine verdammt lange Zeit.
Unsere handschriftlichen Bibeln oder Kunstwerke sind älter und für die
Zeit wesentlich anfälliger gegen Umwelteinwirkungen.
> Wir nutzen die> Kernenergie zur Stromerzeugung seit 1954, wenn man die 6MW von Obninsk> als erstes kommerzielles Atomkraftwerk betrachtet. Calder Hall hatte> zwei Jahre später immerhin schon 4x 50MW. Das sind 68 Jahre, in denen> die Menschheit schon einen ordentlichen Berg an Spaltprodukten und> Transuranen angesammelt hat.
Blödsinn. Das ist kein Berg, die Menge ist ziemlich klein.
Der Energiedichte von Kernbrennstoffen sei dank. Informiere dich mal,
wieviel Energie in einem Gramm spaltbarem Uran 235 steckt und vergleiche
es mal mit der Anzahl an Braunkohle, die nötig wäre, um die gleiche
Menge Energie zu erzeugen.
Und dann rechne gleich noch aus, wieviel CO2 diese Braunkohle
freigesetzt hätte.
> Keine 300 Jahre. Mit einem "kleinen> Zwischenlager" ist es da nicht getan, das muss schon etwas größer> werden. Dazu die Wiederaufarbeitungsanlage... das werden riesengroße und> entsprechend teure Komplexe für ein paar Megawatt Strom.
1. Man braucht in Deutschland nur einen solchen Komplex, wenn man eine
nennenswerte Anzahl an Dual Fluid Reaktoren in Deutschland bauen würde.
2. Die Menge an Energie, die man damit gewinnen kann, sind so
gigantisch, dass der Aufwand für so einen Komplex vernachlässigbar ist.
3. Die Größe des Zwischenlagers ist überschaubar. Das Volumen an
Braunkohle, die du für den Energiewert von 1 g Uran abbauen musst, ist
weitaus größer, als das Volumen, dass die Spaltprodukte dieses 1 g Uran
für eine Lagerung von 400 Jahren einnehmen würden. Die scheint also
nicht einmal die Dimensionen und der Unterschied bewusst zu sein, wie
gewaltig hoch die Energiedichte von Kernbrennstoffen ist.
> Den Punkt mit der Abklingzeit hätte ich eher geglaubt, wenn sie als> Abklingzeit keine 300 Jahre, sondern eher 1500..3000 Jahre angesetzt> hätten. Dann ist das Zeug vielleicht wirklich ausreichend weit zerfallen> um als ungefährlich betrachtet werden zu können.
15 Halbwertszeiten sind mehr als ausreichend und das sind bei Cäsium 137
nur 450 Jahre.
> Das Ganze funktioniert auch nur, wenn so eine Anlage 300 Jahre oder> länger läuft. Wenn nicht, ändert sich an der Situation nichts. Wenn so> eine Anlage nach vielleicht 100 Jahren außer Betrieb geht, habe ich> trotzdem eine Anlage randvoll mit noch nicht abgeklungenem Atommüll
Wenn Anlagen aus dem Betrieb gehen, wird man neue Anlagen bauen mit
denen der Betrieb dann weiter geht.
> und> einen abgeschalteten Reaktor voll mit radioaktiver Pampe, die ich> irgendwie aufbereiten und ggf. transportieren und lagern muss.> Dabei> kommen auch alle Transurane aus dem Reaktor raus und ich habe rein gar> nichts gekonnt.
Wenn ein Reaktor abgeschaltet wird, dann wird man den Rest des
Brennstoffs in einem anderen Reaktor energetisch nutzen.
Da die Menschheit viel Energie braucht, wird man solche Reaktoren noch
lange Zeit brauchen um den Energiehunger zu stillen.
> So und nun wissen wir alle selbst, wie die Bevölkerung> dem Betrieb selbst "nur" etwa 50 Jahre alter Anlagen wie Fessenheim oder> Beznau gegenübersteht. Da willst Du mir doch nicht wirklich eine> Laufzeit von 300 Jahren aufbinden, oder?!
Von einer Laufzeit von 300 Jahren hat keiner gesprochen.
Nach ca. 60 Jahren Betriebszeit baut man neue Reaktoren und füttert
diese mit dem Zeugs, das aus den alten noch übrig ist.
Da es sich um Atommüllvernichter handelt, dürften auch Beimengungen von
radioaktiven Stoffen mit langer Halbwertszeit möglich sein, die selbst
nicht spaltbar sind, aber man dem Kernbrennstoff dann einfach nach und
nach in kleinen Mengen drunter mischen könnte, so dass diese auch durch
Neutroneneinfang umgewandelt werden können.
> Nee ehrlich, das Geld investieren wir lieber wirklich in ein Projekt wie> Desertec mit solarthermischen Kraftwerken. Das wird zwar auch verdammt> teuer und könnte damit enden, daß man die Region erstmal "stabilisieren"> muss, aber das ist immer noch besser und weniger schädlich als weiter> auf irgendwelche Atom-Ideen ewig gestriger zu setzen.
Super Idee. Noch eine Abhängigkeit, von Russland und dem Gas nichts
gelernt!
Außerdem würde Desertec zu einem ewigen Import von Energie und damit
Fluss des Geldes in nur noch eine Richtung führen. Denn irgendwann wären
diese Länder alle ausreichend mit Gütern versorgt, so dass sie keinen
großen Wachstumsmarkt mehr darstellen. Der Energiehunger in Deutschland
würde aber nicht zurückgehen. Langfristig würde man hier in Europa also
verarmen.
Drogen an diese verkaufen, wie man es vor ca. 200-300 Jahrhunderten mit
China gemacht hat, damit man überhaupt irgendwas hat, was die benötigen
um Handelsdefizit auszugleichen, dürfte diesmal auch nicht mehr
funktionieren, mal abgesehen davon, dass das menschenverachtend wäre.
Mal abgesehen davon, dass das momentan ohnehin keine Option ist, wir
aber jetzt zeitnahe Lösungen benötigen. Das Ziel ist immer noch bis 2050
klimaneutral zu werden. Das ist derzeit nur mit Kernenergie machbar.
> Je eher wir mit> solchen wirklich tragfähigen Lösungen anfangen, desto besser.
Siehe das Handelsdefizit, diese Lösung ist daher nicht tragfähig.
> Oder lieber mal einen richtig guten Akku zur Energiespeicherung> entwickeln. Das würde auch viele Probleme lösen, dann könnte man reine> PV-Anlagen nutzen und bräuchte keine Solarthermie, nur weil diese im> Gegensatz zu PV auch nachts Strom liefern kann.
Ja dann mach doch. Derzeit ist kein einziger Akku in Sicht, der sich als
bezahlbarer Saisonspeicher eignen würde. Momentan ist das ein Wünsch dir
was Märchen.
Ein Grund mehr, warum die Kernenergie die einzige realistische Lösung
für unseren Energiehunger ist, wenn wir unsere Wirtschaft und unseren
Wohlstand nicht verlieren wollen.
Aber letzter Punkt ist dir vermutlich nicht einmal klar.
Die richtige Frage die du dir stellen musst ist, ob du bereit wärst für
ein "Keine Kernenergie" bettelarm, wie die Menschen in einem Dritte Welt
Land zu leben und deinen Kindern beim Verhungern zusehen zu müssen und
natürlich selbst das Gefühl des ständigen Hungers zu haben.
Mach doch mal die Probe aufs Exempel, gehe für 2 Wochen in den
Hungerstreik und iss nur noch 1/4. Dann weißt du schonmal, ob das
funktioniert, wenn man dann keine Kernenergie und keinen Wohlstand hier
mehr hat.
Nano schrieb:> Ben B. schrieb:>> Den Reaktor in Creys-Malville haben die Franzosen nie stabil zum Laufen>> bekommen.>> Das ist Unsinn. Natürlich lief der Reaktor mehrmals über viele Monate> stabil.
.....
Du bist hier nicht auf einer Buchlesung!
Nano schrieb:> Nicht ganz. Das Heizen mit einer Wärmepumpe ist etwas effizienter.
Nicht nur etwas, sondern massiv effizienter, grob um Faktor 3 bis 5.
(prx) A. K. schrieb:> Nano schrieb:>> Wenn du die Gewinne komplett abschöpfst, dann kommt das praktisch einem>> Verbot gleich.>> Kommt aber viel besser rüber, nicht so dirigistisch und diktatorisch,> mehr marktwirtschaftlich und kapitalistisch. Man muss keinen Veggieday> erzwingen, wenn Fleisch zu teuer für tägliches Futter wird.
Wobei das ein typisches Problem unserer Version von Demokratie in
Kombination mit Kapitalismus ist. Verbote werden gemieden, da sie
diktatorisch wirken. Stattdessen wird es praktisch immer über (mehr oder
minder) massive Verzerrung des Marktes geregelt - sprich durch Steuern,
Sonderabgaben oder auch Subventionen auf ganz bestimmte Dinge. Man
verbietet Sachen nicht, sondern macht sie einfach so teuer, dass viele
sich das nicht mehr leisten können. Damit hat man dann die so geschätzte
Freiheit offiziell nicht eingeschränkt, obwohl der Effekt eigentlich der
gleiche ist - bis auf einen Unterschied. Der Weg über das Geld
vergrößert die Schere zwischen arm und reich, weil nur die Reichen es
sich weiter leisten können. Damit werden auf Dauer immer mehr Dinge, die
bisher selbstverständlich waren, zu einem Privileg für Reiche.
Wooow, der Schnellkochtopf lief irgendwann mal tatsächlich über ein paar
Monate stabil... na dann ist ja alles in Ordnung und Frankreich hat
bestimmt nur aus Dummheit keine weiteren gebaut, weil sie den tollen
Nano nicht hatten, der denen mal sagt wie stabil Creys-Malville doch
tatsächlich über ein paar Monate gelaufen ist. Das ist genau das Gleiche
wie wenn man sagt, der Auto-Motor hat nach Bau und Reparatur tatsächlich
14 Tage funktioniert bevor er wieder verreckt ist. Das reicht ja völlig
aus, können wir prima in Serie bauen. Du weißt selbst, daß ein paar
Monate für einen zuverlässigen Betrieb eines Kernkraftwerks nicht
reichen. Die Korrosionsprobleme treten je nach Quelle auf und ich bin
durchaus geneigt, das auch zu glauben wenn es nicht einstimmig irgendwo
steht.
Was ich auch wieder toll finde, dieses ewige Märchen von der billigen
Atomkraft. Den Amis hatte man damals versprochen, Atomkraft würde den
Strom "too cheap to meter" machen. Hat prima geklappt, glaubt heute
jeder, vor allem in Texas und Kalifornien.
Außerdem tust Du so, als wäre dieser Doppelfurz-Reaktor unsere einzige
Rettung. Also wenn der deutsche Wohlstand von einem experimentellen
Reaktordesign abhängt, von dem derzeit noch nicht einmal eine
Versuchsanlage in Planung ist, geschweigedenn Anlagen, die tatsächlich
einen großen Beitrag zur Stromproduktion liefern könnten... ja dann
sehen ich gewaltig schwarz für den deutschen Wohlstand. Deutschland wird
immer eine Energieimport-Nation bleiben, in welcher Form auch immer. Der
billige Russenfurz war ja auch nur importiert. Man kann eben keine 86
Millionen Menschen in Deutschland auf aktuellem Niveau mit Energie aus
heimischen Quellen versorgen. Dafür ist einfach nicht genug da, auch die
Kohle ist in 20..30 Jahren weg wenn wir es auf Krampf damit versuchen
würden. Dieses Import-Problem haben wir übrigens nicht nur bei
Energieträgern, sondern viele Industrie-Rohstoffe wie seltene Erden
betrifft das genau so. Da haben wir einen sehr hohen Verbrauch, aber so
gut wie keine eigenen Resourcen. Wir werden immer mit dem
Import/Export-Handel der Industrie leben müssen und solange sich dieser
lohnt, funktioniert das ja auch prima. Wenn es eben nicht mehr
funktioniert weil uns keine "rückständigen Kolonien" mehr Rohstoffe oder
Energie liefern wollen, dann haben wir langfristig nur zwei
Möglichkeiten. Entweder wie's die Amis machen - Bombe drauf bis das
Problem weg ist - oder Deutschland wird langfristig das Land der Dichter
und Denker. Wenn wir unseren Wohlstand damit halten können ist auch
alles gut und wenn nicht, ja dann verteilt sich die Wirtschaft halt um
und geht dahin wo die Bedingungen besser sind. Das nennt man
Globalisierung, ist 'ne tolle Sache. Und auch die kommt irgendwann zum
Erliegen wenn ihre treibenden Absatzmärke infolge der Abwanderungen ihre
Kaufkraft verlieren.
Oder wer weiß, was wirklich die treibende Kraft hinter dem
Ukraine-Konflikt ist. Während man die Krim-Annexion noch geopolitisch
erklären kann, gibt's in den Regionen Luhansk und Donezk sehr viele
Bodenschätze. Wer weiß, vielleicht ist Russland doch nicht so reich an
Bodenschätzen wie sie immer rausposaunen und wie wir alle denken.
Vielleicht geht es denen um nichts als die Bodenschätze dort und die
Landbrücke zur Krim ist nichts als schmückendes Beiwerk - wobei man das
dort befindliche AKW Saporischschja sehr gut zur Energieversorgung der
"neu angeschlossenen" Gebiete gebrauchen kann.
Wenn wir wirklich auf die Kernenergie angewiesen wären, könnten wir
problemlos neue Atomkraftwerke mit heute verfügbarer Technik bauen.
Entweder Leichtwasserreaktoren, oder Brutreaktoren zur Verwertung des
U-238. Oder sowas wie den CANDU-Reaktor, der mit Natururan läuft. Dann
bräuchte man nur noch einen Brennstoffkreislauf zu errichten - mit einer
Aufbereitungsanlage überhaupt kein Problem, wir hätten in Wackersdorf ja
fast eine gehabt. Aber dann sollten wir jetzt mit bewährter Technik
anfangen und nicht mit einem Experimentalreaktor, der vielleicht mal in
30 Jahren homöopathische Mengen an Energie liefert, vielleicht aber auch
nie. Wenn der deutsche Wohlstand davon abhängt, brauchst Du Dir bis
dahin keine Gedanken mehr darüber zu machen.
Ach ja, der EPR. Lass mich doch mal nach Olkiluoto 3 googeln, dessen
"Betriebsergebnis" ein ähnliches Ruhmesblatt ist wie das von Flamanville
3. Im Bau seit 2005, versprochen für 3 Mrd. Euro. Dann findet man 2012
die letzten Zahlen zu den Gesamtkosten, 8,5 Mrd Euro bei einer
Inbetriebnahme 2015. Hat prima geklappt und danach finden sich
sicherheitshalber auch gar keine weiteren Zahlen zum Thema Gesamtkosten
mehr. Besonders schön finde ich aber diese Zeile, betreffend eines
geplanten 4. Blocks: "Die finnische Regierung lehnte im September 2014
die Fristverlängerung ab, da TVO nicht garantieren könne, dass der
vierte Reaktor jemals fertiggestellt würde." Hey, sind wir doch mal
ehrlich - wenn irgendwer auf dieser Welt einen Flughafen haben möchte,
dann wird er diesen garantiert auch nicht von den Deutschen bzw.
insbesondere Berlin-Brandenburg bauen lassen solange er einigermaßen
klar bei Verstand ist. Genau das Gleiche ists mit Areva und dem EPR. Da
fragt man lieber die Amis (wobei die im Moment ähnliche Probleme mit
ihren Neubauten haben), die Japaner oder die Südkoreaner. Die Russen
könnten auch liefern, aber die fragt in der westlichen Welt niemand
mehr.
Auf den Rest Deiner dummen Unterstellungen gehe ich nicht mehr ein,
meine eigentlich recht gute Meinung über Dich beginnt ein wenig zu
bröckeln. Wenn man z.B. einen wirklich großen zentralen Komplex zur
Energieerzeugung bauen möchte, dann wäre dies bereits heute durch eine
Wiederaufarbeitungsanlage und "ein paar fette Reaktoren" drum herum
problemlos machbar. Niemand braucht eine unerprobte Reaktortechnologie
dafür. Es ändert sich nichts an den Problemen und Herausforderungen im
Umgang mit dem Atommüll, das Cs137 und Sr90 ist das gleiche und selbst
wenn man es nur 450 Jahre (so wie Du davon sprichst also quasi nur bis
morgen) zu lagern braucht, irgendwo muss das Zeug hin.
Als krönenden Abschluss kannst Du ja gerne mal probieren, hier in
Deutschland eine Baugenehmigung für eine neue Wiederaufarbeitungsanlage,
ein neues Atomkraftwerk oder sogar einen experimentellen
Leistungsreaktor zu bekommen - und einen Geldgeber für ein neues
Atomkraftwerk in Westeuropa. Die wissen nämlich auch über die deutschen
Grünen und französische/finnische Atomkostenexplosionen bescheid. Die
verwöhnten Deutschen tun sich doch schon schwer, wenn sie nur eine
Windkraftanlage für ihr kleines Pissdorf 1000 Meter von der Haustür
entfernt dulden sollen. Oder einen ackerflächenfressenden PV-Park,
"gesponsort" von global agierenden Großkonzernen, die natürlich
überhaupt keine Gewinnerzielungsabsichten haben und den Strom hier ach
so billig machen. Oder wenn es an die Flutung einiger nutzloser
Alpentäler geht bzw. die Aufgabe so mancher Bergkuppe um dort große
Pumpspeicherkraftwerke bauen zu können solange es noch keine wirklich
guten Akkus gibt... dann bauen sogar die Grünen in Bayern neue
Kohlekraftwerke, die hinterher mit Kohle z.B. aus Australien versorgt
werden sollen. Liegt ja quasi gleich um die Ecke und die Frachtschiffe
fahren unter Segel oder so. Ehrlich, verarschen kann ich mich alleine.
Und ja, eine Lösung für diese Energieprobleme habe ich wirklich nicht
(mehr). Der Deutsche will ja nichts. Ich habe Ende der 1990er Jahre den
Bau von Windkraftanlagen durchgerechnet, aber keine Bank hat mir die
benötigten etwa 1,5 Millionen für eine Anlage gegeben, obwohl die
komplett als Sicherheit zur Verfügung gestanden und sich auch bei
pessimistischer Annahme der Betriebsergebnisse nach deutlich unter 10
Jahren selbst abbezahlt hätte. Die hätte ich selbst haben müssen, was
mit nichts als frisch aus der Schule leider ein wenig schwierig ist.
Eine kurzfristige Lösung gibt es sowieso nicht. Es gibt ja nicht mal den
Willen, die letzten drei AKWs noch 2..3 Jahre weiterzubetreiben bis die
Krise evtl. überwunden ist. Oder die drei Blöcke, die zum Jahreswechsel
aus politischen Gründen außer Betrieb gegangen sind, nochmal für 2..3
Jahre anzufahren. Daran sieht man doch sehr gut, daß es um die deutsche
Energie nicht so schlimm bestellt sein kann. Der hohe Strompreis könnte
auch auf nichts als künstliche Verknappung und Panik an den Märkten
zurückzuführen sein, womit sich die international agierenden
Großkonzerne jetzt von der deutschen Bevölkerung die Taschen füllen
lassen. Wenns da wirklich eine große Lücke gäbe, die nicht zu schließen
ist, denke ich nicht, daß man bezüglich der fraglichen 6 AKW-Blöcke so
lange diskutieren würde. Das sind ja alles keine kleinen Reaktoren, das
sind etwa 7,8GW Grundlast-Strom, rechnet man die Stillstandszeiten mit
ein, noch 6,5..7GW. Allein dafür bräuchte man 5 Stück dieser imaginären
1500MW-Dualfurz-Reaktoren.
So, jetzt kannst Du allen Grünen oder weiß ich doch nicht wo die ganzen
Atomkraftgegner in der Politik herkommen, gerne vorwerfen, sie wären für
den hohen Strompreis verantwortlich und würden Deutschland vor die Hunde
gehen lassen... Wo die Reise wirklich hingeht, sieht man vielleicht im
nächsten Frühjahr. Bis dahin erstmal kühlen Kopf bewahren und abwarten,
irgendwelche Lösungen gibt es vorher sowieso nicht.
Rolf M. schrieb:> Damit hat man dann die so geschätzte Freiheit offiziell nicht> eingeschränkt, obwohl der Effekt eigentlich der gleiche ist
Wirtschaftliche Freiheit im Sinn von wirtschaftlicher Gleichheit? "Jeder
darf sich alles kaufen" als Äquivalent zu "Jeder muss sich alles kaufen
können"?
Ich würde sie auch nicht so gerne in der Nähe von politischer Freiheit
setzen.
Wenn Deutschland nur halb so viele Einwohner haette oder das Land
doppelt so gross wie heute waere, dann wuerde nur die Haelfte der
Flaeche mit Solarzellen und Windgeneratoren gepflastert werden muessen.
So einfach waeren die Ziele zu erreichen und da kaeme man mit der
Unabhaengigkeit von fossiler Energie hin. Das Klima wird dadurch nicht
gerettet, weil unsere 2% des Weltenergiebedarfs unbedeutend geringer
Anteil sind. Wahrheiten tun immer weh.
Dieter schrieb:> Mindestens die Hälfte an warmen Wasser ließe sich bei dem Stromverbrauch> der Großfernseher bei vielne Haushalten erzielen. Es gibt da nicht> wenige, die habe so eine vielzollige Kiste im Dauerbetrieb am> nebenherlaufen. Die heizen das Wohnzimmer, dass es dort gar nicht mehr> kalt werden kann.
Das ging noch mit dem Plasma-Fernseher (ca.400-450Watt) und den 300Watt
Halogen-Seilsystem.
Heute wird da nix mehr warm. Nicht so warm, das Wohnzimmer auf
Wohlfühltemepratur zu heizen. Vorlauf wurde auch auf "lauwarm"
abgeregelt.
Es wird einfach nicht warm. Ist doch Mist; immerhin meine Sache, wofür
ich mein Geld ausgeben mag, solange ich noch welches habe. Im Augenblick
will ich ne warme Bude haben.
Im Juni wollte ich einen VNA-Nano haben. Hab ich doch auch bekommen.
Völlig selbstverständlich. Ich sehe da, rein marktpolitisch keinen
Unterschied.
Angebot <-> Nachfrage
Ich habe Nachfrage, das Angebot sinkt, also hat der Preis zu steigen.
Stattdessen verweigert man mir den Konsum? Wo sind wir denn?!? Ich kann
auch den Fernwärmeanbieter nicht wechseln. bin ich gerade richtig
angepisst.
Axel R. schrieb:> Angebot <-> Nachfrage
Strom für Nacht(Strom)speicherheizungen gibt es auch immer nur von einem
Anbieter.
Wie warm ist die Bude eigentlich mit Kohle/Holz? Damals hatten wir noch
Kohle im Kamin, und Schornsteinfeger auf dem Dach.
-> Normalerweise extrem warm, bzw. "schön gemütlich".
Die E-Heizungen damals waren ganz ähnlich warm, da waren die Dinge noch
im grünen Bereich.
Mittlerweile sind ein paar Leistungsstufen kaputt, Ersatz gibt es nicht,
sinnvolle Alternativen eigentlich auch nicht.
Die Experten zu dieser Thematik, also für die Nachtstromspeicherlösung
sind schon tot, oder in Rente gegangen.
Die Jüngeren kennen nur Heizlüfter, aber die sind keine gute
Heiz-Lösung, nur eine Ergänzung für schwierige Zeiten.
Viel Geld für Bildung, wenig Geld für normales Wohnen..
War schon mal jemand in einer Gegend, wo so -40, -50 Grad C normal sind?
Pippifax-Überlegungen kann man sich da nicht erlauben.
https://www.youtube.com/watch?v=N5KBrzVpq80
Axel R. schrieb:> Dieter schrieb:>> Mindestens die Hälfte an warmen Wasser ließe sich bei dem Stromverbrauch>> der Großfernseher bei vielne Haushalten erzielen. Es gibt da nicht>> wenige, die habe so eine vielzollige Kiste im Dauerbetrieb am>> nebenherlaufen. Die heizen das Wohnzimmer, dass es dort gar nicht mehr>> kalt werden kann.>> Das ging noch mit dem Plasma-Fernseher (ca.400-450Watt)
Der "Fortschritt" ist aber nicht aufzuhalten. Mittlerweile schaffen es
einige Hersteller, sogar mit Nichtplasmatechnologien "leistungsfähige"
Fernseher zu bauen. 565 Watt für eine schnöde Glotze sind doch mal eine
Ansage:
https://www.alternate.de/SAMSUNG/GQ-85QN900B-QLED-Fernseher/html/product/1832313
So viel "Power" hat man früher mit Röhrenfernsehern nicht einmal
ansatzweise hinbekommen.
Yalu X. schrieb:> So viel "Power" hat man früher mit Röhrenfernsehern nicht einmal> ansatzweise hinbekommen.
Das gilt aber nur für den HDR Betrieb, oder?
Die damaligen Röhrenfernseher hatten aber auch keine 86" und nicht die
mittlerweile mögliche Helligkeit und Auflösung. Bildwiederholrate haben
wir mittlerweile auch 120Hz...
565Watt ist mal ne Ansage, 10K€ aber auch.
Weis garnicht; ich hatte von Panasonic diesen 40Zoll Plasma. Fünf
Lüfter, die leise drehten und wirklich warme Luft pusteten. Bissl weg
von der Wand gezogen - perfekt. War das dann EnergieklaseeA+++? Ging ja
(im Winter) jedenfalls nix an Energie verloren.
Aber mir gings eigentlich (auch) darum, anzuzeigen, dass mir die
gesellschaftsploitischen Umstände, die ich nicht verschuldet habe, zZt.
mächtig gegen den Strich gehen, OBWOHL wir sowas hier in diesem Forum ja
eigentlich nicht so raushängen lassen wollten, wie wir uns ja nun schon
mehrfach geeinigt hatten.
LG, Axel
DG1RTO
Und weils so gut zum Thema passt, gerade Habeck über RWE plappern hören,
daß man bereits bis 2030 aus der rheinischen Braunkohle aussteigen
möchte und über das Wasserstoffmärchen geträumt. Wasserstoffmärchen
deswegen, weil noch niemand so genau weiß, wie udn wo man den
wirtschaftlich in großen Mengen herstellen soll. Aber natürlich könne
RWE das übernehmen und möchte sich weiter auf die erneuerbaren Energien
konzentrieren... also vollstes Vertrauen in RWE. Was die von günstigen
Strompreisen halten, wissen wir alle selbst.
Also ehrlich, so schlimm kann's um die deutsche Energiepolitik wirklich
nicht stehen.
Axel R. schrieb:> Ich kann> auch den Fernwärmeanbieter nicht wechseln. bin ich gerade richtig> angepisst.
Fernwärme, wenn nur nach wassermenge und nicht nach temperaturdifferenz
abgerechnet wird, eignet sich bestens als primärkreis für eine
wärmepumpe. Das wird so schnell auch niemand merken.
Dasselbe kann man mit nachbarswänden in wohnung oder hasenstall
(reihenEFH) machen. Das wird aber auffallen wenn die nachbarliche seite
der wand eisbedeckt ist.
Ben B. schrieb:> Doppelfurz-Reaktor
Wer bist du, und was hast du mit dem echten Ben B. gemacht?
Normalerweise hat der Ahnung, wenn er über Energietechnik schreibt und
hat dieses Kindergartenniveau auch nicht nötig.
Ben B. schrieb:> Nee ehrlich, das Geld investieren wir lieber wirklich in ein Projekt wie> Desertec mit solarthermischen Kraftwerken. Das wird zwar auch verdammt> teuer und könnte damit enden, daß man die Region erstmal "stabilisieren"> muss, aber das ist immer noch besser und weniger schädlich als weiter> auf irgendwelche Atom-Ideen ewig gestriger zu setzen.
...Afrika rekolonialisieren? Da gab es doch mal so ein Lied von
Landser...
Im Ernst: Das wird nie was. Wenn du Afrika - notfalls mit Gewalt -
stabil genug bekommst daß man über das politische Risiko mal nachdenken
könnte, werden die die Solaranlagen bald für sich selber brauchen.
Die Sahara wird für uns dann das, was Mali momentan für die Franzosen
ist.
Ben B. schrieb:> Soso, hast Du nicht verschuldet...> Wer aus diesem Forum hat's denn verschuldet?
Mindestens die, die SPD/Gründe gewählt haben. ;)
Ben B. schrieb:> nd weils so gut zum Thema passt, gerade Habeck über RWE plappern hören,> daß man bereits bis 2030 aus der rheinischen Braunkohle aussteigen> möchte und über das Wasserstoffmärchen geträumt.
Wieso, E-On hat das doch auch geschafft und machen jetzt nur noch
umweltfreundlich-feuchte Träumereien.
>> Doppelfurz-Reaktor> Kindergartenniveau
Mich nervt es einfach, wenn solche bislang reinen Hirngespinste, die
noch sehr lange Zeit nicht mal über das Erprobungsstadium herausgekommen
sind, sofort als Weltenretter-Technologie propagiert werden. Vor allem
wenn hinsichtlich Atommüll in Form von hochradioaktiven Spaltprodukten
oder Flüssigmetall-Technik, die sich in der Vergangenheit als äußerst
anfällig gezeigt hat, schon Probleme im Entwurf erkennbar sind, von den
politischen Problemen mal ganz abgesehen. Also ziehe ich's durch den
Kakao, damit ich wenigstens stellenweise drüber lachen kann.
Ein gewisses politisches Risiko besteht halt immer. Der Energiebedarf
ist für jede Industrienation ein ernstes Problem. Praktisch könnte es
derzeit nur China schaffen, sich von fossilen Energieträgern unabhängig
zu machen. Aber auch nur weil die ohne jede Rücksicht einige
Gebirgstäler zu wirklich verdammt großen Stauseen machen und ihre
Wüstengebiete mit Windkraft und PV zupflastern. Anders als Westeuropa
haben sie die Fläche dazu.
Die Sahara ist eigentlich groß genug. Da gibts so viel Solarenergie, ein
kleiner Teil davon würde ausreichen, um den Energiebedarf der ganzen
Welt zu decken.
Natürlich ist eine rein politische Lösung und ein friedliches
Miteinander erstrebenswert. Aber wenn sich das nicht erreichen lässt,
was soll man denn machen? Wenn die Sahara irgendwann die einzige
bleibende Option ist, Westeuropa mit Energie zu versorgen (unter der
Voraussetzung Industrie, Bevölkerung und Wohlstand in Westeuropa bleiben
bis dahin erhalten), dann wird man den Wohlstand nicht aufgeben, nur
weil man ein paar Wüstengebiete nicht am Verhandlungstisch überzeugen
kann. Sieht man doch sehr schön an den Demos, die jetzt schon wieder
stattfinden. Ich empfinde russische Fahnen in Deutschland als Ärgernis,
würde am liebsten all ihre Denkmäler und Staatsangehörige zurück nach
Sibirien schicken - aber viele würden die Ukraine einfach komplett dafür
draufgehen lassen, nur damit ihr eigener Arsch möglichst billig warm
durch den Winter kommt. Wahrscheinlich würden sie dafür sogar eine
Annexion Deutschlands durch Russland in Kauf nehmen. Irgendwie schämt
man sich zur Zeit, Ostdeutscher zu sein. Erst schreien sie alle nach der
Bundesrepublik, 33 Jahre später schreien sie nach Russland... ja was
denn nun? Ich hasse solche Opportunisten und Wendehälse.
Wie gesagt, im Augenblick ist es das beste, den kühlen Kopf zu bewahren
und bis zum Frühjahr abzuwarten wie die Lage dann aussieht. Ob die dann
evtl. bereits nutzbaren provisorischen LNG-Terminals eine Entspannung am
Energiemarkt bringen oder ob sich andere Lösungen anbieten.
Ben B. schrieb:> Wie gesagt, im Augenblick ist es das beste, den kühlen Kopf zu bewahren
Mit dieser Metapher wär ich in nächster Zeit vorsichtig. ;-)
Zwar frieren zuerst die Zehen...
Ben B. schrieb:> Aber auch nur weil die ohne jede Rücksicht einige> Gebirgstäler zu wirklich verdammt großen Stauseen machen
Damit Stauseen mehr sind als eindrucksvolle Mauern, braucht man Wasser.
Und damit wars diesen Sommer etwas arg knapp dort.
Ben B. schrieb:> Ich hasse solche Opportunisten und Wendehälse.
Traditionell assoziiert man das deutlich rechts stehende Lager mit
Nationalstolz, übertriebenem Patriotismus und vaterländischer Gesinnung.
Andererseits kann man in eine gewisse Nähe eines erheblichen Teils des
vor dir erwähnten Personenkreises und diesem Lager feststellen. Was dazu
führt, dass man sie aus der Mitte heraus als vaterlandslose Gesellen
verspotten kann. Eine interessante Entwicklung. ;-)
Ja, sowas kann bei erneuerbaren Energien passieren, zumal sie ihre
großen Wasserkraftwerke auch nicht primär als Speicher für schlechte
Zeiten nutzen, sondern die erzeugen damit halt so viel Strom wie gerade
geht.
Vielleicht kann man ja wirklich einmal "etwas Wasserstoff" für schlechte
Zeiten zurücklegen. Aber vorher muss man erstmal so viel
Energie-Überschuss haben, daß sich daraus Wasserstoff wirtschaftlich
erzeugen lässt. Das sehe ich im Moment noch nicht und die schlechte
Lagerbarkeit sowie der miese Energiegehalt pro Volumen werden weitere
Probleme wenn man Wasserstoff lagern oder transportieren will. Ein Liter
flüssiger Wasserstoff wiegt nur 71 Gramm. Der 1000L-IBC-Container
Flüssigwasserstoff enthält nur 71kg Wasserstoff, den kann sich ein
starker Mann auf den Rücken schnallen und in Indien trägt man sowas auf
dem Kopf durch die Gegend. LNG kommt auf immerhin 450 Gramm. Damit hat
ein Kubikmeter LNG 6,1MWh Energiegehalt, ein Kubikmeter Wasserstoff
flüssig nur 2,4MWh. Man braucht also etwa das dreifache Volumen wenn man
LNG durch Wasserstoff ersetzen möchte. Dazu kommt noch, daß man ihn aus
erneuerbarer Energie gewinnen und auf -252°C abkühlen muss, wofür
nochmal eine ordentliche Menge Energie draufgeht. Alternativ könnte man
ihn gasförmig speichern, aber dann geht das Volumen erst recht durch die
Decke. Deswegen Wasserstoffmärchen. So einfach wie das klingt haha wir
machen einfach Wasserstoff, ist es nämlich gar nicht.
Ben B. schrieb:> Deswegen Wasserstoffmärchen.
Wenn man nicht genial genug ist, um genau zu wissen, wohin die nächsten
Jahrzehnte führen, ist es kein Fehler, viele Ansätze parallel zu
verfolgen. Manches wird sich als ungeeignet erweisen, aber nicht immer
weiss man das schon vorher. Die eine Lösung für alles gibts vielleicht
nicht und es kann auf ein Sammelsurium von verschiedenen Lösungen für
verschiedene Einsatzzwecke rauslaufen. Manche als Nischen, manche etwas
breiter nutzbar.
(prx) A. K. schrieb:> Sammelsurium von verschiedenen Lösungen
Das nennt sich Diversität. Die Diversität ist mit Atomkraft höher als
ohne und widerspricht damit nicht der Einstellung je mehr Diversität,
desto besser.
Dieter schrieb:> (prx) A. K. schrieb:>> Sammelsurium von verschiedenen Lösungen>> Das nennt sich Diversität. Die Diversität ist mit Atomkraft höher als> ohne und widerspricht damit nicht der Einstellung je mehr Diversität,> desto besser.
Weshalb ich kein Problem mit Forschung und Entwicklung von Methoden
habe, wie man den Müll der Kernenergie besser loswird, als ihn für 1 Mio
Jahre zu vergraben. Auch wenn ich persönlich annehme, das aufgrund eher
praktischer als theoretischer Probleme aus diesem Ziel nichts wird.
Also, dann fangen wir mal an.
Ben B. schrieb:> Wooow, der Schnellkochtopf lief irgendwann mal tatsächlich über ein paar> Monate stabil... na dann ist ja alles in Ordnung und Frankreich hat> bestimmt nur aus Dummheit keine weiteren gebaut, weil sie den tollen> Nano nicht hatten, der denen mal sagt wie stabil Creys-Malville doch> tatsächlich über ein paar Monate gelaufen ist.
Wie schon gesagt, man wollte ihn aus politischen Gründen nicht. Außerdem
gab's neue Reaktoren in Aussicht.
> Du weißt selbst, daß ein paar> Monate für einen zuverlässigen Betrieb eines Kernkraftwerks nicht> reichen.
Er wurde aus politischen Gründen stillgelegt und nicht weil der
Betreiber dachte, dass sich der nicht rechnen würde.
Was du nämlich noch nicht weißt. Natrium führt zwar zu längeren
Stillstandszeiten, wenn man etwas reparieren muss, aber dafür kann es
100 % des Kernbrennstoffs nutzen, eben weil es auch Uran 238 spalten
kann, was in Druck- und Siedewasserreaktoren nicht geht.
Dieser Faktor muss dann längeren Stillstandszeiten aufgrund von
Reparatuen gegengerechnet werden.
Bei einem Druck- und Siedewasserreaktor musst du den Reaktor nicht aus
Wartungsgründen öfters runterfahren, sondern weil die 3 % nutzbarer
Kernbrennstoff verbraucht sind und dann ein Brennelementwechsel ansteht.
Das ist nämlich einer ihrer großen Haken, die wassermoderierten
Reaktoren können nur ca. 3 % des Kernbrennstoffs nutzen, der Rest bleibt
unbenutzt bzw. muss in eine Wiederaufbereitungsanlage, wo man dann
wenigstens das Pu 239 und restliche Uran 235, falls noch welches da ist,
rausholen kann und das kann man dann wieder in neue Brennelemente
einfügen und in solchen Reaktoren wieder nutzen.
> Die Korrosionsprobleme treten je nach Quelle auf und ich bin> durchaus geneigt, das auch zu glauben wenn es nicht einstimmig irgendwo> steht.
Ich sag es jetzt noch einmal, der Reaktor hatte überhaupt keine
Korrosionsprobleme, da das Natrium ist, damit ist Korrosion nicht
möglich. Quellen kannst du dazu auch nicht liefern, weil es diese
Quellen prinzipbedingt aufgrund der verwendeten Chemie nicht geben kann!
Es gibt Kühlmittel, die korrosiv wirken können, wenn das falsche
Reaktormaterial gewählt wurde, Natrium ist das aber nicht.
Sondern das ist dann Salz oder die Legierung Blei-Wismut, diese
Kühlmittel wurden in diesem Reaktor aber gar nicht verwendet.
Das kannst du auch hier nachlesen, Natrium heißt in Englisch Sodium.
In der WP steht es schon im ersten Satz:
"Sodium and NaK (a eutectic sodium-potassium alloy) do not corrode steel
to any significant degree and are compatible with many nuclear fuels,"
https://en.wikipedia.org/wiki/Liquid_metal_cooled_reactor#Sodium_and_NaK
und im nächsten Artikel:
"Sodium need not be pressurized since its boiling point is much higher
than the reactor's operating temperature, and sodium does not corrode
steel reactor parts, and in fact, protects metals from corrosion."
https://en.wikipedia.org/wiki/Sodium-cooled_fast_reactor#Advantages> Was ich auch wieder toll finde, dieses ewige Märchen von der billigen> Atomkraft. Den Amis hatte man damals versprochen, Atomkraft würde den> Strom "too cheap to meter" machen. Hat prima geklappt, glaubt heute> jeder, vor allem in Texas und Kalifornien.
Atomstrom kostet mit den alten Druckwasserreaktoren nur 4-6 Cent/kWh,
das ist, angesichts dessen, dass man da öfters einen Brennstoffwechsel
durchführen muss und der Reaktor in der Zeit somit still steht, man das
Uran anreichern muss, was energieaufwendig ist und dann nur 3 % des
gesamten Kernbrennstoffs überhaupt gespalten werden kann immer noch sehr
günstig.
Und jetzt stell dir mal einen mit Blei gekühlten Reaktor vor, der:
1. Kaum Unterbrechungen aufgrund von Brennstoffwechsel benötigt.
2. Kaum angereichertes Uran braucht,
3. 100 % des Kernbrennstoffs dank schneller Neutronen spalten kann.
4. Der Carnot Wirkungsgrad aufgrund viel höherer Temperaturen und somit
einer höheren Temperaturdifferenz wesentlich besser ist.
5. Der Reaktor aufgrund der wesentlich höheren Kühlleistung von
Flüssigmetall eine viel höhere Leistungsdichte erzielen kann und
deswegen bei gleicher Leistung kleiner gebaut werden kann und somit im
Bau weniger kostet.
6. Transurane und U238 spalten kann.
dann wird klar und deutlich, warum man beim Dual Fluid Reaktor berechnet
erwartet, dass er ab 0,75 Cent/kWh schon in der Gewinnzone liegt.
Das ist 5,3 bis 8 mal günstiger als mit klassischen Druckwasserreaktoren
und dann nutzt er noch den ganzen Atommüll energetisch.
Dieser französische Natriumreaktor konnte von den 6 genannten Punkten
die Punkte 2, 4 und 5. Sowie in Teilen 3 und 6.
Das erklärt, warum er gebaut wurde.
Natürlich ist es besser, aus Sicherheitsgründen einen mit Blei gekühlten
Reaktor zu verwenden, aber um dieses Thema ging es hier ja nicht.
> Außerdem tust Du so, als wäre dieser Doppelfurz-Reaktor unsere einzige> Rettung.
Die regenerativen Energien decken nur 15 % vom Primärenergiebedarf, man
will bis 2050 von allen fossilen Energieträgern weg und alles auf
elektrisch oder synthetische Biofuels umstellen.
Es fehlen also 85 % und es ist nicht finanzierbar, das zeitnah bis 2050
zu schaffen und auch technisch autark in Deutschland kaum zu schaffen
weil der Energiebedarf zu hoch und die für regnerative Energien nutzbare
Fläche zu klein ist und man bis heute keine ökonomischen Lösungen für
einen ausreichend großen Saisonspeicher hat.
Die Alternative, die Industrie zu verlieren, was übrigens schon durch
die viel zu hohen Energiepreise aufgrund der regenerativen Energien
geschieht und ein Armenhaus der Welt zu werden, nur damit man den
Primärenergiebedarf dann so senken kann, ist keine Alternative.
Rechne es doch mal selber durch, dann wirst du zu den gleichen
Ergebnissen kommen.
Es führt somit gar kein Weg an der Kernenergie vorbei und der Dual Fluid
Reaktor ist eben deswegen unsere einzige Rettung, da er auch Uran 238
und Thorium spalten kann und das Atommüllproblem löst.
Denn das Uran 238 musst du spalten können, wenn dir nach ein paar
hundert Jahren nicht der Kernbrennstoff ausgehen soll.
Neben dem Atommüll ist das nämlich einer der wesentlichen Nachteile der
Druckwasserreaktoren. Mit denen wird der Kernbrennstoff nicht ewig
halten, mit dem Dual Fluid Reaktor aber schon.
https://www.youtube.com/watch?v=BmcHoKswqUA
Außerdem ist der DFR ökonomischer im Betrieb und sorgt somit für
günstigere Kosten. Das ist wichtig, wenn man die Altbauten möglichst
schnell alle mit Elektroheizungen beheizen will. Dann muss Strom günstig
sein.
Druckwasserreaktoren wie der EPR oder die Reaktoren aus Südkorea sind
also nur eine Zwischenlösung.
Ihr Vorteil ist, dass man diese schon jetzt bauen könnte, während der
DFR noch entwickelt werden muss.
Bei 6 Jahren Bauzeit und wenn man gleich mehrere davon errichtet, wären
wir in ca. 6 Jahren ein ganz großes Stück weniger von fossilen
Energieträgern abhängig und damit auch klimaneutraler.
Wir könnten nach 6 Jahren somit deutlich mehr CO2 einsparen, als es uns
das mit dem Ausbau von allein regenerativen Energien gelingen würde.
Denn guck dir mal an, was die Windenergie ausmacht. Die deckt gerade mal
3,3 % vom Primärenergiebedarf und bei der PV Energie sind es 1,8 %.
https://mediathek.fnr.de/primarenergieverbrauch-2021.html
Zusammen also 5,1 % und diese 5,1 % hat man seit ca. 1990 in 32 Jahren
aufgebaut und jetzt willst 85 % in 28 Jahren schaffen ohne das man weiß,
wie man das Saisonspeicherproblem lösen soll? Wie realistisch ist das
bitte?
Also, entweder Kernenergie oder Licht aus. (bzw. bei letzterem
Deindustralisierung und Verarmung)
Die grünen Träume sind ausgeträumt, sie scheitern an der technischen
Realität und der Mathematik. Und Ideologie verliert immer gegen
Mathematik.
> Also wenn der deutsche Wohlstand von einem experimentellen> Reaktordesign abhängt,
Er hängt von der Kernenergie ab. Der DFR ist nur ein wichtiger Baustein,
der die Lösung sein kann. Natürlich müsste man jetzt bereits bestehende
Reaktordesigns wie den EPR schnell bauen und alte Kernreaktoren
reaktivieren bzw. weiterlaufen lassen. Bei 3 ist eine Reaktivierung
möglich, 3 weitere könnte man weiterlaufen lassen macht also 6 Reaktoren
und ca. 65 TWh Strom pro Jahr.
65 TWh, die man nicht mit Gas erzeugen müsste.
> von dem derzeit noch nicht einmal eine> Versuchsanlage in Planung ist, geschweigedenn Anlagen, die tatsächlich> einen großen Beitrag zur Stromproduktion liefern könnten... ja dann> sehen ich gewaltig schwarz für den deutschen Wohlstand.
Ja ist so. Der deutsche Michel weiß es nur noch nicht. Das
Staatsfernsehen hetzt gegen Kernenergie und schenkt dem Michel keinen
reinen Wein bezüglich dem Punkt, was uns die Energiewende kostet, ein.
In der Zwischenzeit sterben hier massenweise die Firmen weil sie sich
die Energiekosten nicht mehr leisten können:
https://www.focus.de/finanzen/energiekosten-der-deutschen-wirtschaft-gehen-die-lichter-aus_id_142379464.html> Deutschland wird> immer eine Energieimport-Nation bleiben, in welcher Form auch immer.
Das muss aber überhaupt nicht so sein. Denn, oh Überraschung,
Deutschland hat eigene Uranvorkommen und mit dem bisher angefallenen
Atommüll und dem Dual Fluid Reaktor könnten wir Deutschland für die
nächsten 900 Jahre versorgen ohne das wir auch nur 1 g weiteres Uran
abbauen müssten.
> Man kann eben keine 86> Millionen Menschen in Deutschland auf aktuellem Niveau mit Energie aus> heimischen Quellen versorgen.
Geht schon, aber dann braucht man schon Kernenergie und effiziente
Reaktoren wie den DFR.
> Wir werden immer mit dem> Import/Export-Handel der Industrie leben müssen und solange sich dieser> lohnt, funktioniert das ja auch prima. Wenn es eben nicht mehr> funktioniert weil uns keine "rückständigen Kolonien" mehr Rohstoffe oder> Energie liefern wollen, dann haben wir langfristig nur zwei> Möglichkeiten. Entweder wie's die Amis machen - Bombe drauf bis das> Problem weg ist - oder Deutschland wird langfristig das Land der Dichter> und Denker.
Du schlägst also Krieg als Lösung vor? Nicht dein ernst?
Aber freue dich nicht zu früh, die Grünen arbeiten bereits daran, dass
es hier noch richtig heiß werden wird.
> Wenn wir unseren Wohlstand damit halten können ist auch> alles gut und wenn nicht, ja dann verteilt sich die Wirtschaft halt um> und geht dahin wo die Bedingungen besser sind.
Dir mag das egal sein, mir aber nicht. Denn ich habe nicht vor
wegzuziehen nur um dann nicht hungern zu müssen.
> Wenn wir wirklich auf die Kernenergie angewiesen wären,
Sind wir. Der Michel weiß es nur noch nicht. Siehe oben.
> könnten wir> problemlos neue Atomkraftwerke mit heute verfügbarer Technik bauen.
Mit den Grünen aber nicht und bevor es jemand behauptet, mit der FDP und
CDU eigentlich auch nicht, denn die haben die Kernenergie 2011 in
Deutschland ja beerdigt. Gründe also schonmal ne neue Partei.
> Entweder Leichtwasserreaktoren, oder Brutreaktoren zur Verwertung des> U-238.
Viele klassischen Brutreaktoren verwenden Graphit als Moderator, das ist
durchaus gefährlich. Siehe Tschernobyl.
Und die Leichtwasserreaktoren können kein U-238 spalten.
> Oder sowas wie den CANDU-Reaktor, der mit Natururan läuft.
Ja, kann man auch machen. Es bleibt aber dabei, an der Kernenergie führt
kein Weg vorbei.
> Aber dann sollten wir jetzt mit bewährter Technik> anfangen
Ich habe nichts dagegen, nur wetter ich nicht so wie du gegen einen
neuen Reaktor so wie du es machst.
> und nicht mit einem Experimentalreaktor, der vielleicht mal in> 30 Jahren homöopathische Mengen an Energie liefert,
15 Jahre!
Davon 10 Jahre Entwicklung mitsamt Prototyp.
5 Jahre Bauzeit für kommerzielle Reaktoren.
Mit einem klugen Wähler, einer gescheiten Mainstream Informationsquelle
und einer gescheiten Regierung könnte man das, wie die USA beim
Mondlandeprogramm machen, aber all das fehlt derzeit.
> vielleicht aber auch> nie. Wenn der deutsche Wohlstand davon abhängt, brauchst Du Dir bis> dahin keine Gedanken mehr darüber zu machen.
Den verlieren wir schneller als dir wohl klar ist.
> Ach ja, der EPR. Lass mich doch mal nach Olkiluoto 3 googeln, dessen> "Betriebsergebnis" ein ähnliches Ruhmesblatt ist wie das von Flamanville> 3. Im Bau seit 2005, versprochen für 3 Mrd. Euro. Dann findet man 2012> die letzten Zahlen zu den Gesamtkosten, 8,5 Mrd Euro bei einer> Inbetriebnahme 2015. Hat prima geklappt und danach finden sich> sicherheitshalber auch gar keine weiteren Zahlen zum Thema Gesamtkosten> mehr.
Ich habe es dir doch schon oben gesagt. Informiere dich doch einmal, was
zu diesen Kostensteigerungen überhaupt geführt hat.
"Es dauerte ebenfalls bis erfahrene Hersteller und Konstrukteure
gefunden werden konnten. Das fortschrittliche Design des EPR bereitete
dabei zusätzliche Probleme, da viele Dinge und Fertigungstechniken zum
ersten Mal eingesetzt wurden. Gleichzeitig hatte Areva den Personalstand
gegenüber früheren Projekten deutlich reduziert, vor allem die Zahl der
Designer war zu klein. Folglich konnte Areva nicht auf seine früheren
Bauerfahrungen zurückgreifen. Zudem übernahm Areva mit der Unterzeichung
eines Vertrages zur schlüsselfertigen Errichtung die Verantwortung,
während früher EdF die Projekte leitete. Der Auftraggeber TVO hatte
zudem keine Erfahrung mit Großprojekten, die Zielvorstellung für die
Bauzeit war daher nicht realistisch."
https://de.nucleopedia.org/wiki/Framatome_EPR#Referenzanlagen
Alles was da steht, hat im Prinzip etwas mit der Ausführung zu tun und
nicht mit dem Design des Reaktors.
> Besonders schön finde ich aber diese Zeile, betreffend eines> geplanten 4. Blocks: "Die finnische Regierung lehnte im September 2014> die Fristverlängerung ab, da TVO nicht garantieren könne, dass der> vierte Reaktor jemals fertiggestellt würde."
Wenn du schon zitierst, dann bitte richtig, denn das hat nichts mit dem
Reaktor zu tun, sondern eher mit der Unfähigkeit und dem Geldmangel von
TVO.
"Am Standort Olkiluoto war ein vierter Block geplant, dessen Bau im Mai
2015 von Investor TVO abgesagt wurde. Als Grund hierfür wurden die
starken Verzögerungen beim Bau von Olkiluoto 3 angeführt. Ein möglicher
Bau in fernerer Zukunft wird hingegen nicht ausgeschlossen."
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Olkiluoto#Block_4
Im Klartext:
Die Finnen haben nicht den Bau eines 4. Blocks grundsätzlich verneint,
sondern man verneinte schlichtweg nur TVO dies machen zu dürfen. Die
Finnen werden sich also andere Betreiber suchen, die das besser und
günstiger können.
> Da> fragt man lieber die Amis (wobei die im Moment ähnliche Probleme mit> ihren Neubauten haben), die Japaner oder die Südkoreaner.
Ja und? Dann nimmt man eben einen Reaktor aus Südkorea. Ich sehe da
jetzt kein Problem. Keine Ahnung wie du auf die Idee kommst, dass das
unbedingt ein EPR sein muss.
Deutschland ist aus dem EPR eh draußen und die Technologie verkauft. Wir
können also jeden fragen, der Reaktoren im Angebot hat.
Den nicht nuklearen Generatorteil kann dann immer noch Siemens bauen,
anderswo funktioniert das auch.
> Wenn man z.B. einen wirklich großen zentralen Komplex zur> Energieerzeugung bauen möchte, dann wäre dies bereits heute durch eine> Wiederaufarbeitungsanlage und "ein paar fette Reaktoren" drum herum> problemlos machbar. Niemand braucht eine unerprobte Reaktortechnologie> dafür.
Das hat hier auch gar niemand behauptet. Es geht aber darum, dass wir
dringend den Dual Fluid Reaktor selber fertig entwickeln sollten, damit
wir das Know How wieder ins Land bekommen und wir später davon
profitieren können.
> Es ändert sich nichts an den Problemen und Herausforderungen im> Umgang mit dem Atommüll, das Cs137 und Sr90 ist das gleiche und selbst> wenn man es nur 450 Jahre (so wie Du davon sprichst also quasi nur bis> morgen) zu lagern braucht, irgendwo muss das Zeug hin.
Da es beim DFR kontinuierlich und sortenrein aus dem Reaktor genommen
wird, ist das sogar ein viel kleineres Problem, als bei Reaktoren, wo
sich große Mengen an CS137 in den Reaktoren und Abklingbecken zusammen
mit dem anderem Zeugs ansammeln.
Denn das CS137 kann man dann gleich sicher unter Tage einlagern und
dadurch verringert man somit die Gefahr, dass damit etwas schlimmes
passiert.
Da CS137 eine Halbwertszeit von ca. 30 Jahren hat, ist auch die Abwärme
überschaubar, so dass man das auch schnell wegpacken kann.
Idealerweise in Form eines nicht flüchtigen Oxids. Das kann man dann
einlagern.
> Als krönenden Abschluss kannst Du ja gerne mal probieren, hier in> Deutschland eine Baugenehmigung für eine neue Wiederaufarbeitungsanlage,> ein neues Atomkraftwerk oder sogar einen experimentellen> Leistungsreaktor zu bekommen - und einen Geldgeber für ein neues> Atomkraftwerk in Westeuropa.
Mach mich zum alleinigen Wähler der nächsten Bundestagswahl und sorge
dafür, dass die jetzige Regierung schnellstmöglich zurücktritt, dann
werde ich dafür sorgen, dass das alles sehr schnell umgesetzt werden
kann.
Kurz: Halt mir einfach die Verhinderer und Technikferne Ideologen vom
Leib.
Insofern an mir liegt es bestimmt nicht. Eher an Leuten wie du, die
bereits jetzt gegen den Dual Fluid Reaktor wettern, ohne dass sie sich
über diesen auch nur richtig informiert haben.
> Die> verwöhnten Deutschen tun sich doch schon schwer, wenn sie nur eine> Windkraftanlage für ihr kleines Pissdorf 1000 Meter von der Haustür> entfernt dulden sollen.
Warum auch schlechte ineffiziente unökonomische Technik verbauen, wenn
man auch einen leistungsfähigen, effizienten und ökonomischen
Kernreaktor haben könnte?
> Oder einen ackerflächenfressenden PV-Park,> "gesponsort" von global agierenden Großkonzernen,
PV auf dem Acker funktioniert nur, solange du Kartoffeln und Co anbauen
willst. Schon der Weizen braucht die 100 % ige Sonnenenergie, ansonsten
wird das nämlich mit dem Weizen nichts.
> Oder wenn es an die Flutung einiger nutzloser> Alpentäler geht bzw. die Aufgabe so mancher Bergkuppe um dort große> Pumpspeicherkraftwerke bauen zu können solange es noch keine wirklich> guten Akkus gibt...
Es spielt keine Rolle ob du 2-4 Pumpspeicherkraftwerke durchgeboxt
bekommst, deren Speichermenge ist so gering, dass sie das eigentliche
Problem, genug Energie speichern zu können, nicht lösen können.
Die ganze Idee ist also bereits eine Schnappsidee.
Bau 50 Kernreaktoren, nutze deren Abwärme als Fernwärme und nimm für den
Sommer noch die PV Energie mitsamt Kurzzeitspeicher für die Nacht dazu,
dann hast du ein tragfähiges klimaneutrales und bezahlbares Konzept.
> Und ja, eine Lösung für diese Energieprobleme habe ich wirklich nicht> (mehr). Der Deutsche will ja nichts.
Ein Grund mehr für den DFR. Denn als Atommülllöser und inheränt sicherer
Gen 4 Reaktor nimmst du weiteren Millionen Bedenkenträgern die
Argumente.
> Ich habe Ende der 1990er Jahre den> Bau von Windkraftanlagen durchgerechnet, aber keine Bank hat mir die> benötigten etwa 1,5 Millionen für eine Anlage gegeben, obwohl die> komplett als Sicherheit zur Verfügung gestanden und sich auch bei> pessimistischer Annahme der Betriebsergebnisse nach deutlich unter 10> Jahren selbst abbezahlt hätte. Die hätte ich selbst haben müssen, was> mit nichts als frisch aus der Schule leider ein wenig schwierig ist.
Aha, daher weht also der Wind.
Dein eigenes Windrad hast du zwar nicht bekommen, aber als Anteilseigner
hast du sicher einen Platz in einem Windenergieunternehmen gefunden und
deswegen wetterst du jetzt gegen die Kernenergie.
> Daran sieht man doch sehr gut, daß es um die deutsche> Energie nicht so schlimm bestellt sein kann.
Es ist schon extrem schlimm bestellt, nur was bringt dir das, wenn du
Ideologen und Märchenbuchschreiber an der Macht hast, die keine Ahnung
haben und der nicht selber denkende Wähler dank Staats Propaganda TV
nicht über seinen wirtschaftlichen Untergang informiert wird?
Hoffnung:
Der Hunger wird es richten, danach wird umgedacht.
Das Problem:
Danach wird es nur zu spät sein. Was an Firmen verloren gegangen ist
kommt nicht mehr wieder.
> Der hohe Strompreis könnte> auch auf nichts als künstliche Verknappung und Panik an den Märkten> zurückzuführen sein, womit sich die international agierenden> Großkonzerne jetzt von der deutschen Bevölkerung die Taschen füllen> lassen.
Unsinn!
Der hohe Strompreis hat drei Gründe.
Erstens am kaputten Euro, die Gaspreise stiegen nämlich schon vor der
Ukrainekrise.
Zweitens an der Tatsache, dass das Gas aus LNG Tanker 10 mal so teuer
ist, wie Gas aus einer Pipeline und es auch nicht genug LNG Tanker gibt
und die erstmal gebaut werden müssten.
Dritten die Bereitschaftshaltung kompletter fossiler Kraftwerksparks
wegen der Unzuverlässigkeit der regenerativen Energien ohne
Saisonspeicher an sich.
> Wenns da wirklich eine große Lücke gäbe, die nicht zu schließen> ist, denke ich nicht, daß man bezüglich der fraglichen 6 AKW-Blöcke so> lange diskutieren würde.
Glaubst du Ideologen wie Habeck werden vernünftig?
Die Wahl in Niedersachsen ist erst am 09.10.2022. Bis dahin wird es von
den Grünen kein "Ja" zur Kernenergie geben.
> Das sind ja alles keine kleinen Reaktoren, das> sind etwa 7,8GW Grundlast-Strom, rechnet man die Stillstandszeiten mit> ein, noch 6,5..7GW. Allein dafür bräuchte man 5 Stück dieser imaginären> 1500MW-Dualfurz-Reaktoren.
Jetzt schwurbelst du. Denn ich werde ganz sicher kein Battle "DFR vs.
bestehende Reaktoren" durchführen, dieses Battle gibt es bei mir nämlich
nicht, es existiert aussschließlich nur in deinem Kopf. Wenn es nach mir
ginge, würden die alten Reaktoren weiterlaufen, dann würde man sofort
bestehende Designs neu bauen und den DFR auch noch bis zur Serienreife
entwickeln.
Wenn der dann fertig ist, würde er nach und nach die alten Reaktoren
ersetzen.
> So, jetzt kannst Du allen Grünen oder weiß ich doch nicht wo die ganzen> Atomkraftgegner in der Politik herkommen, gerne vorwerfen, sie wären für> den hohen Strompreis verantwortlich und würden Deutschland vor die Hunde> gehen lassen...
Sind sie und tun sie.
Ben B. schrieb:>>> Doppelfurz-Reaktor>> Kindergartenniveau> Mich nervt es einfach, wenn solche bislang reinen Hirngespinste, die> noch sehr lange Zeit nicht mal über das Erprobungsstadium herausgekommen> sind, sofort als Weltenretter-Technologie propagiert werden.
Das war gar nicht deine Argumentation.
Du hast gesagt, dass man Atommüll nicht energetisch nutzen könnte und
die Unschädlichmachung Energie kosten würde.
Daraufhin hat Ein T. dich auf den DFR hingewiesen:
Beitrag "Re: CPU Kühler als Durchlauferhitzer"
Und dann kamst du mit den Worten:
> Für mich ist das eher ein DualFlopp-Reaktor.Beitrag "Re: CPU Kühler als Durchlauferhitzer"
D.h. deine Argumentation ist eben nicht, dass der noch nicht verfügbar
ist, sondern deine Argumentation ist, dass er unmöglich zu bauen ist.
Das ist etwas völlig anderes!
> Vor allem> wenn hinsichtlich Atommüll in Form von hochradioaktiven Spaltprodukten> oder Flüssigmetall-Technik, die sich in der Vergangenheit als äußerst> anfällig gezeigt hat, schon Probleme im Entwurf erkennbar sind, von den> politischen Problemen mal ganz abgesehen. Also ziehe ich's durch den> Kakao, damit ich wenigstens stellenweise drüber lachen kann.
Das liegt aber an deinem Unwissen.
Denn es gibt verschiedene Flüssigmetalle mit verschiedenen Eigenschaften
und somit Lösungsstrategien.
Siehe hier nochmal der Link, lies dir am besten den gesamten Artikel
durch:
https://en.wikipedia.org/wiki/Liquid_metal_cooled_reactor> Ein gewisses politisches Risiko besteht halt immer. Der Energiebedarf> ist für jede Industrienation ein ernstes Problem. Praktisch könnte es> derzeit nur China schaffen, sich von fossilen Energieträgern unabhängig> zu machen.
Oh Wunder, China hat den EPR in zweifacher Ausführung Betrieb, also
genau den Reaktor, gegen den du wetterst.
Und es plant neue zu bauen.
Dazu kommen dann noch Kernreaktorexoten, wie ein Kugelhaufenreaktor.
Und vor einem Natriumbasierten Reaktor macht China auch nicht halt:
https://en.wikipedia.org/wiki/CFR-600
China soll deiner Meinung nach also das Problem lösen können, hat bzw.
baut aber genau solche Reaktoren, die du für nicht praktikabel hälst.
> Aber auch nur weil die ohne jede Rücksicht einige> Gebirgstäler zu wirklich verdammt großen Stauseen machen und ihre> Wüstengebiete mit Windkraft und PV zupflastern. Anders als Westeuropa> haben sie die Fläche dazu.
Quatsch!
China setzt nicht auf 100 % regenerativen Energien, bei denen sind die
regenerativen Energien nur eine Ergänzung zum bestehenden Strommix. Der
Hauptteil der Energie soll von den Kernreaktoren und vielleicht später
mal Fusionsreaktoren kommen.
> Die Sahara ist eigentlich groß genug. Da gibts so viel Solarenergie, ein> kleiner Teil davon würde ausreichen, um den Energiebedarf der *ganzen*> Welt zu decken.
Technisch vielleicht ja, aber politisch ist das bis auf absehbare Zeit
keine Lösung.
Speichertechnologien brauchst du aber immer noch.
> Natürlich ist eine rein politische Lösung und ein friedliches> Miteinander erstrebenswert. Aber wenn sich das nicht erreichen lässt,> was soll man denn machen? Wenn die Sahara irgendwann die einzige> bleibende Option ist, Westeuropa mit Energie zu versorgen
Die Sahara ist aber nicht die einzige Option. Die Kernenergie mit neuen
Reaktoren ist eine Alternative und das sogar eine sehr langfristige,
vorausgesetzt uns gelingt es den DFR zur Serienreife entwickeln.
Denn wie ich bereits sagte, mit den bestehenden Druckwasserreaktoren
wird uns der Kernbrennstoff in ein paar Jahrhunderten ausgehen.
> Wie gesagt, im Augenblick ist es das beste, den kühlen Kopf zu bewahren> und bis zum Frühjahr abzuwarten wie die Lage dann aussieht. Ob die dann> evtl. bereits nutzbaren provisorischen LNG-Terminals eine Entspannung am> Energiemarkt bringen oder ob sich andere Lösungen anbieten.
Die LNG Terminals sind keine Lösung.
Das Gas ist aus denen, wie bereits gesagt, prinzipbedingt 10 mal so
teuer und genug Schiffe gibt es frühstens erst ab 2025.
Eine Lösung wäre eine Pipeline nach Griechenland, da gibt es
Erdgasvorkommen vor den griechisch und türkischen Küste.
Diese beiden Länder haben aber ihr 6 Seemeilengrenzproblem noch nicht
gelöst und werden gegeneinander eher in den Krieg ziehen als sich zu
einigen.
Was bleibt ist die Kernenergie.
Ben B. schrieb:> Vielleicht kann man ja wirklich einmal "etwas Wasserstoff" für schlechte> Zeiten zurücklegen. Aber vorher muss man erstmal so viel> Energie-Überschuss haben, daß sich daraus Wasserstoff wirtschaftlich> erzeugen lässt.
Man kann so einen großen Energieüberschuss niemals erreichen, weil
niemand in Erzeugerleistung investiert, wenn er den Strom nicht
gewinnbringend verkaufen kann.
Die Energie, die für den Wasserstoff notwendig ist und über den aktuell
zeitlichen Bedarf hinausgehen wird bzw. muss, muss also einen Preis
haben, weil sonst niemand da sein wird, der zusätzliche Erzeugerleistung
baut, damit es diesen Überschuss überhaupt geben kann.
Der Wasserstoff wird somit niemals wirtschaftlich sein, nicht solange
das nicht jeder auf der Welt so macht.
Denn ob etwas wirtschaftlich ist oder nicht, hängt auch davon ab, was
die alternativen kosten.
Wenn man Kernenergiestrom oder Kohlestrom für 4 Cent/kWh bekommt und
Wasserstoffstrom für 1 €, dann wird sich der Kernenergiestrom bzw.
Kohlestrom immer durchsetzen.
Und damit gewinnen wirtschaftlich die Länder, die keine Kohle- und
Kernenergieverbote haben, während ein Land wie Deutschland, man für viel
Geld so eine Wasserstoffanlage vielleicht bauen wird, aber dann aus
wirtschaftlichen Betriebsgründen sie dann später stilllegen muss, weil
den Strom daraus niemand bezahlen kann und will.
Und das ist auch so ein Punkt, der im Staatsfernsehen nie genannt wird.
Da wird vom grünen Wasserstoffstrom geschwärmt und keiner sagt den
Zuschauern, dass es aus obigen ökonomischen Gründen nicht funktionieren
wird.
> Dazu kommt noch, daß man ihn aus> erneuerbarer Energie gewinnen und auf -252°C abkühlen muss,
Den Wasserstoff wird man nicht abkühlen bzw. flüssig lagern, das ist
viel zu energieaufwendig. Man wird ihn höchstens bei 300 Bar
komprimieren und dann als Gas lagern, denn flüssig wird's ja noch
unökonomischer und teurer.
> Alternativ könnte man> ihn gasförmig speichern, aber dann geht das Volumen erst recht durch die> Decke. Deswegen Wasserstoffmärchen.
So ist es.
Eine weitere nachgeschalteter Prozess zum Methan wäre technisch noch
denkbar, aber das braucht ja auch wieder Energie.
> Quellen kannst du dazu auch nicht liefern, weil es diese Quellen> prinzipbedingt aufgrund der verwendeten Chemie nicht geben kann!
Kann ich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Creys-Malville
Bei flüssigen Metallen ist das halt etwas anders als bei festen
Metallen. Jeder, der nicht erst seit gestern lötet, kennt das aus der
Zeit wo Lötspitzen aus Kupfer und (bleihaltiges) Lötzinn ohne
Kupferanteil war. Dieses Lot frisst nämlich erstaunlich schnell die
Kupfer-Lötspitze weg. Ich durfte die Lötspitze meines alten Lötkolbens
regelmäßig neu anschleifen, damit sie ihrem Namen gerecht wird.
Ich finde es lustig, wie Du Dir immer nur die für Dich passenden Quellen
raussuchst. Merkwürdigerweise hast Du die Wikipedia bei Olkiluoto
gefunden, bei Creys-Malville jedoch nicht. Sowas sehe ich übrigens als
Hauptgrund für Schwurbelei - jeder glaubt nur das, was er glauben will
und ignoriert andere Fakten. Und im Schwurbelnet findet man heute auch
immer eine Bestätigung oder einen "Nachweis" passend zur eigenen
Meinung. Wenn nötig, beweisen die sogar die Existenz von
walfleischfressenden Eskimos mitten in der Sahara.
>> Wenn der deutsche Wohlstand davon abhängt, brauchst Du Dir bis>> dahin keine Gedanken mehr darüber zu machen.> Den verlieren wir schneller als dir wohl klar ist.
Eben. Lange bevor uns Dein heißgeliebter DualFurz-Reaktor davor rettet.
Folglich könnte man argumentieren, wir brauchen ihn gar nicht,
jedenfalls nicht bevor wir erneut mit bereits erprobten Anlagen in die
Kernkraft einsteigen.
> Es spielt keine Rolle ob du 2-4 Pumpspeicherkraftwerke durchgeboxt> bekommst, deren Speichermenge ist so gering, dass sie das> eigentliche Problem, genug Energie speichern zu können, nicht> lösen können. [..]
Dann muss man eben mehr Pumpspeicherkraftwerke oder 4 mit ausreichend
großer Leistungsfähigkeit durchgeboxt bekommen solange keine andere
Technologie zur Verfügung steht.
> Bau 50 Kernreaktoren [..]
Äh, na klar, in Deutschland. Fange ich sofort heute an und stelle mal
eben 'nen Bauantrag für 'ne 4x 1600MW Anlage an der Havel oder so. Die
kostet dann initial geplant 10Mrd. Euro und ist in 5 Jahren fertig, real
landen wir bei 60..70Mrd und 20 Jahren Bauzeit... Du weißt doch selbst
wo das hinführt.
> Aha, daher weht also der Wind.> Dein eigenes Windrad hast du zwar nicht bekommen, aber als> Anteilseigner hast du sicher einen Platz in einem> Windenergieunternehmen gefunden und deswegen> wetterst du jetzt gegen die Kernenergie.
Äh, nein. Leider nicht. Ich überlege derzeit, einen zweiten Versuch mit
einem Solarpark zu machen, allerdings ist das schwerer zu kalkulieren
als die Windkraft weil man die Massen an Modulen zu einem
vergleichsweise extrem günstigen Preis bekommen muss und diesen Preis
vor konkreten Verhandlungen herauszufinden, ist schwierig. Kann auch
sein, die angepeilte Leistung ist zu wenig um einen ausreichend guten
Preis für die Module zu bekommen. Die Zinsen dürfen keinen zu großen
Anteil der Erträge wegfressen, sonst funktioniert das nicht. Abgesehen
davon findet man in Deutschland auch kaum Flächen dafür und die großen
EVUs wollen eigentlich keine fremden Solarparks.
Ich wettere gegen die Kernkraft weil ich die Technologie seit Fukushima
für extrem unsicher halte und wir durchaus Alternativen hätten. Bei
Tschernobyl konnte man noch argumentieren, es sei ein Schrottreaktor -
wobei es nicht der Reaktor war, der den Unfall auslöste, sondern ich
würde es vorsätzliche Fehler der Bedienmannschaft nennen, die den
Reaktor mit abgeschaltetem Reaktorschutz absichtlich weit außerhalb
seiner erlaubten Betriebsgrenzen brachte. Wenn man das mit einem
westlichen Reaktor macht, fliegt da auch der Deckel weg. Es ist auch
nicht der einzige RBMK-Reaktor, viele davon laufen bis heute und es ist
kein zweiter katastrophal explodiert.
Fukushima war dann so... das glaubst du doch gar nicht. Wer bitte baut
ein Atomkraftwerk direkt an eine Küste, von der man weiß, daß regelmäßig
große Tsunamis auftreten - und schützt es dann nicht davor. Glaube die
Anlage steht nur 3,5 Meter über dem Meeresspiegel oder so, was eine 10
Meter Welle dann damit macht hat man gesehen. Und dazu noch - wer ist so
blöde und baut bei diesem Kraftwerk die im Ernstfall absolut
überlebensnotwendigen Dieselgeneratoren in den Keller ein?! Sorry, ab da
war's für mich vorbei mit der Kernkraft. Der Mensch ist nicht in der
Lage, diese Technik absolut sicher zu beherrschen, wie es nötig wäre. In
dem Moment, wo solche Anlagen wirtschaftlich betrieben werden müssen,
geht er Kompromisse auf Kosten der Sicherheit ein. Oder er ist einfach
zu doof zum sicheren Betrieb solcher Anlagen, das wäre auch eine
Möglichkeit. Irgendwas wird nicht bedacht und bumms ist der Reaktor
offen. Oops, ja so ein Pech aber auch, konnte doch keiner wissen.
Bislang hatten wir in Westeuropa Glück, aber irgendwann wird es auch
hier einen solchen katastrophalen Unfall geben. Bei intensiver Nutzung
der Kernenergie ist das nur eine Frage der Zeit.
Mit der Nutzung der Kernenergie halten wir auch die globale Erwärmung
nicht auf. Wir erzeugen zwar vergleichsweise wenig CO2 damit, aber jeder
Reaktor ist global betrachtet eine 3..4,5 Gigawatt starke Heizung. Wenn
wir jetzt unseren kompletten Energiebedarf aus Atomkraft decken würden,
dann müsste man mal durchrechnen wieviel Erwärmung das in 50 oder 100
Jahren verursacht. Oder was machen wir wenn kein Uran (auch -238) mehr
da ist? Willst Du die Dinger dann mit dem inzwischen abgeschmolzenen
Wasser aus den Polkappen betreiben? Das könnte schwierig werden. Die
Kernfusion hat übrigens die gleichen Probleme. Auch diese würde massiv
Wärme freisetzen und auf lange Sicht den wertvollsten Rohstoff des
Planeten verbrauchen, auch wenn die Zeiten bis man das merkt extrem lang
wären. Aber gehen wir mal davon aus, der Mensch möchte noch eine ganze
Weile auf der Erde leben und löscht sich nicht irgendwann im Atomkrieg
selbst aus, dann ist das alles nur eine Brückentechnologie. Daher finde
ich, daß es das einzig richtige ist, sich möglichst bald an den einzig
nachhaltigen Lösungsweg zu machen. Das ist die Solarenergie, egal in
welcher Form (Wind und Wasserkraft kann man als Folgeerscheinung der
Solareinstrahlung betrachten). Je eher wir damit anfangen, desto besser.
Und da wäre man klug, wenn man diese Anlagen dort hin stellt, wo sie am
effizentesten laufen. Umso weniger braucht man davon zu bauen und umso
schneller erzielt man eine nennenswerte Leistung.
Übrigens ist das auch die einzig valide Lösung, wie der nahe Osten
seinen Wohlstand behalten könnte, nachdem es dort kein Öl mehr gibt.
Dann ist das nämlich auch nur noch 'ne lebensfeindliche Wüste am Meer,
wo es außer Sonne gar nichts gibt. Nicht mal Trinkwasser. Wenn die nicht
aufpassen was sie machen und eine Folgetechnologie entwickeln, erleben
wir dort in vielleicht 40..50 Jahren den nächsten großen Krieg wenn
diese Regionen vor dem Kollaps stehen weil kein Geld durch Ölexporte
mehr reinkommt.
>> [Sahara]> Technisch vielleicht ja,
Nicht nur vielleicht, das ist bewiesen.
> aber politisch ist das bis auf absehbare Zeit keine Lösung.
Auch wenn das jetzt brutal klingt und es eigentlich niemand will - wenn
Westeuropa irgendwann mit dem Rücken zur Wand steht und im Begriff ist,
alles zu verlieren, dauert's maximal ein Jahr und sie gehört uns. Keine
große Industrieregion wird sich kampflos ihrem Untergang wegen
Energiemangel fügen, auch Westeuropa nicht.
> Speichertechnologien brauchst du aber immer noch.
Je nach Technologie keinen so großen Teil. Solarthermische Kraftwerke
können ein Teil der tagsüber abgegriffenen Energiemenge als Wärme
speichern und ihre Turbinen damit auch nachts betreiben. Eventuell muss
man auch gezielt nach nächtlichem Einsparpotential suchen, wobei ich das
bei deutlich gesteigerter Nutzung von Wärmepumpen und Elektromobilität
für schwierig halte bzw. durch diese beiden relativ großen
Stromverbräuche sinkt das Einsparpotential vor allem im Winter
beträchtlich.
Eventuell finden sich auch flexible Lösungen, die den Stromkunden dazu
bringen, Strom bevorzugt dann zu nutzen, wenn viel davon vorhanden ist.
Beispielsweise ein Strompreis von 30ct/kWh +-10ct. 20ct wenn sehr viel
Strom aus den schwankenden erneuerbaren Energien gewonnen werden kann,
40ct wenn Strom knapp ist oder die PV z.B. nachts keinen Strom liefern
kann. Wenn man das ausreichend schnell anpassen würde, kommen sicherlich
sehr schnell Ideen, wie man mit einem angepassten Strombezug sparen
kann. Teilweise würden sich die Effekte zwar gegenseitig aufheben und
die Preisschwankung verringern, da müsste man forschen wo sinnvolle
Grenzen liegen. Optimalziel wäre, daß möglichst genau so viel Strom
bezogen wird wie erzeugt werden kann, den Rest könnte man mit
vergleichsweise wenig Regelenergie z.B. aus (Pump)Speicherkraftwerken
oder mit Hilfe steuerbarer Großabnehmer (bspw. Kühlhäuser, Wärmepumpen
in Summe) ausgleichen, deren Potential beim Strombezug oder
Stromerzeugung man ein paar Stunden im Voraus planen kann. Nachteil
wäre, daß der Stromkunde indirekt in die Netzführung eingebunden ist.
Solange sich jeder an die Regeln hält, funktioniert das. Aber in dem
Moment wo z.B. alle gleichzeitig heizen oder Wäsche waschen, kommen die
in diesem System knapp bemessenen Regelreserven bzw. die Reserven
generell an ihre Grenzen. Wenn man das ausschließen möchte, kommt man um
ein paar wirklich extrem leistungsstarke Speicherkraftwerke mit hoher
Kapazität nicht drum herum. Strom jederzeit in ausreichender Menge ist
in einem günstigen System mit knappen Reserven Luxus und muss
entsprechend (aufwendig) bevorratet werden. Bzw. es funktioniert dann
einfach nicht mit knappen Reserven und wird daher in der Summe teurer
und aufwendiger.
Nano schrieb:> Danke für die beiden Links.
Gerne. Manchmal gibt es solche Infos zu finden,, die noch nicht der
Cancel Culture zum Opfer gefallen sind.
Die muellreduzierenden Reaktoren werden voraussichtlich aus China
kommen. Dortige Ingenieure, Physiker, usw. duerfen ohne politische
Behinderungen daran weiterarbeiten.
Danke für die sachlichen und nachvollziehbaren Beiträge von Nano (Gast).
Nano schrieb:> Der hohe Strompreis hat drei Gründe.> Erstens am kaputten Euro, die Gaspreise stiegen nämlich schon vor der> Ukrainekrise.
Dazu diesen Link vom Statistischen Bundesamt:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/09/PD22_397_61241.html
Da gibt es noch mehr Daten, die die Aussagen von Nano (Gast) stützen.
Ben B. schrieb:> Eventuell ...
Dieses "... man könnte, ... man müsste, ... man sollte, ..."
widerspricht den Grundsätzen jeder, wie auch immer gearteten oder
genannten, Marktwirtschaft.
Es sind Wünsche, eher schon Träume, die in der hier genannten Summe am
ehesten in den Lehrbüchern des Kommunismus vorkamen. Nicht mal der real
existierende Sozialismus hat diese umsetzen können und ist daran
zerbrochen. Sogar China geht nicht diesen Weg.
Warum sollten dann diese Träume hier in Deutschland wahr werden?
Blackbird
Ben B. schrieb:>> Quellen kannst du dazu auch nicht liefern, weil es diese Quellen>> prinzipbedingt aufgrund der verwendeten Chemie nicht geben kann!> Kann ich.> https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Creys-Malville
In der Wikipedia kann auch jeder seinen Müll absondern. Wenn du dir mal
die Mühe gemacht hättest der Quelle zu folgen, dann wirst du
feststellen,
dass der Artikelabschnitt eine 1:1 Kopie vom englischen Wikipedia
Artikel ist und der verweist auf eine französische Quelle in der ganz
andere Gründe für die die beiden Lecks aufgeführt werden.
https://web.archive.org/web/20040910020749/http://sfp.in2p3.fr/Debat/debat_energie/Nucleaire/Reacteurs/superphenix.html
Es gab nur zwei Lecks in verschiedenen Bereichen, aber die Ursachen
lagen nicht am Natrium, sondern:
1. Leck:
Im Barilett (Abklingbereich) mit der Ursache der Verwendung einer
falschen Stahlsorte die zu Rissen führte. Siehe 1. Störfall in obigem WP
Artikel.
und
2. Leck, gemäß Google Übersetzung, ich zitiere:
"Juni 1990 Entdeckung eines kleinen Luftlecks, das Natrium verschmutzt.
Das Leck befand sich auf Höhe eines Kompressors im Argonkreislauf.
Natriumreinigungsbetrieb für 8 Monate."
Die Angaben in der WP ist also nicht nur vom Datum 29. April 1990
bezüglich dem zweiten Störfall falsch, sondern auch die Beschreibung ist
falsch bzw. fehlerhaft wiedergegeben.
Denn es war der Argonkreislauf, Argon ist ein Schutzgas. Der
Primärkreislauf leckte somit nicht nach außen, sondern der
Argonkreislauf leckte, gemäß der Übersetzung in den
Natriumprimärkreislauf und verunreinigte dort das Natrium.
Die Ursache steht nicht dabei, vermutlich fehlerhafte Schweißarbeiten,
denn es war nur ein sehr kleines Leck, dass man sehr spät entdeckte.
Das Natrium ist es nicht, da der verwendete Stahl nicht unter
Natriumeinfluss korrodiert. Und das wird durch meine obigen Links
belegt, dass Natrium bei den für den Reaktor verwendeten Stählen nicht
zur Korrosion führt.
> Bei flüssigen Metallen ist das halt etwas anders als bei festen> Metallen. Jeder, der nicht erst seit gestern lötet, kennt das aus der> Zeit wo Lötspitzen aus Kupfer und (bleihaltiges) Lötzinn ohne> Kupferanteil war. Dieses Lot frisst nämlich erstaunlich schnell die> Kupfer-Lötspitze weg. Ich durfte die Lötspitze meines alten Lötkolbens> regelmäßig neu anschleifen, damit sie ihrem Namen gerecht wird.
Metall != Metall
Es gibt verschiedene Metalle die unterschiedlich aufeinander wirken und
beim Reaktorbau achtet man darauf. Was auch der Grund ist, warum man
beim DFR andere Materialien als Stahl für den Brennstoffkreislauf und
gegebenenfalls für den Kühlkreislauf verwenden will.
> Ich finde es lustig, wie Du Dir immer nur die für Dich passenden Quellen> raussuchst.
Ich mache mir wenigistens die Mühe und überprüfe die Quelle und nehme
nicht alles als gegeben hin. Außerdem generalisiere ich nicht und
schwere auch nicht alle Metalle über einen Kamm und fassel dann etwas
von das korrodiert alles.
Schonmal überlegt warum rostfreier Edelstahl nicht unter
Wassereinwirkung korrodiert? Merkste hoffentlich selber!
>>> Wenn der deutsche Wohlstand davon abhängt, brauchst Du Dir bis>>> dahin keine Gedanken mehr darüber zu machen.>> Den verlieren wir schneller als dir wohl klar ist.> Eben. Lange bevor uns Dein heißgeliebter DualFurz-Reaktor davor rettet.> Folglich könnte man argumentieren, wir brauchen ihn gar nicht,> jedenfalls nicht bevor wir erneut mit bereits erprobten Anlagen in die> Kernkraft einsteigen.
Wir brauchen ihn langfristig, wenn das Substanz haben soll. Und das war
meine Aussage. Ich denke nicht nur in die nächsten 4 Jahreszeiträumen.
>>> Es spielt keine Rolle ob du 2-4 Pumpspeicherkraftwerke durchgeboxt>> bekommst, deren Speichermenge ist so gering, dass sie das>> eigentliche Problem, genug Energie speichern zu können, nicht>> lösen können. [..]> Dann muss man eben mehr Pumpspeicherkraftwerke oder 4 mit ausreichend> großer Leistungsfähigkeit durchgeboxt bekommen solange keine andere> Technologie zur Verfügung steht.
Wo denn?!
Du fasselst da etwas von Pumpspeicherkraftwerken und merkst nicht
einmal, dass man die nicht einfach überall bauen kann. Die Geometrie
Deutschlands ist begrenzt.
>> Bau 50 Kernreaktoren [..]> Äh, na klar, in Deutschland. Fange ich sofort heute an und stelle mal> eben 'nen Bauantrag für 'ne 4x 1600MW Anlage an der Havel oder so. Die> kostet dann initial geplant 10Mrd. Euro und ist in 5 Jahren fertig, real> landen wir bei 60..70Mrd und 20 Jahren Bauzeit... Du weißt doch selbst> wo das hinführt.
Lies doch mal den Artikel zum EPR. Die Reaktoren, die man in England
baut, können viel schneller gebaut werden. Die Reaktoren, die man in
China baute, wurden schneller gebaut als die ersten beiden EPR Reaktoren
in Frankreich und Finnland.
Und die Serienmodelle werden noch schneller gefertigt werden können,
weil man hier weiteres Optimierungspotential erkannt hat.
Siehe EPR-NN.
> Ich wettere gegen die Kernkraft weil ich die Technologie seit Fukushima> für extrem unsicher halte und wir durchaus Alternativen hätten.
In Fukushima sind die Notstromaggregate abgesoffen, nicht der Reaktor.
Die hätten aber gar nicht absaufen müssen, wenn man daran gedacht hätte
die Technik von Dieselubooten einzubauen, die dort die Dieselmotoren vor
dem Absaufen schützen. Das Problem ist also technisch für spätere
Reaktoren lösbar und existierende können nachgerüstet werden.
Das Problem war also nicht die Kernreaktortechnik, sondern lag im nicht
nuklearen Teil der Anlage.
Erst weil auf den konventionellen Teil der Anlage kein Verlass mehr war,
wurde der Reaktor zu heiß und schmolz.
Und die Wasserstoffexplosion gab es, weil das Kühlmittel auch noch
Wasser anstatt Blei ist und unter Druck stand.
Außerdem verfügen die Generation 3 Reaktoren wie der EPR über einen Core
Catcher. Wenn da ein EPR anstatt der Fukushimareaktor gestanden hätte
und unter der Prämisse, dass die Dieselaggregate den gleichen Fehler
gehabt hätte (die sind jetzt sicher an Anlagen in Meeresnähe
nachgebessert), dann wäre der Kernbrennstoff zwar auch flüssig geworden,
aber er wäre in den Core Catcher gelaufen und hätte sich dort verteilt.
Durch das Verteilen hätte die Kernspaltung aufgehört, weil die
Kernspaltung geometrisch davon abhängig ist, dass genug Neutronen andere
spaltbare Kerne treffen, was nicht mehr geht, wenn der Brennstoff flach
wie eine Flunder in einem Core Catcher liegt.
Und dann wäre dieses Corium rein passiv abgekühlt. Der Reaktor wäre dann
zwar hin, aber die Umwelt wäre heil geblieben.
Bei den Generation 4 Reaktoren ist es sogar so dass sie gezielt kleiner
gebaut werden, was ermöglicht, dass sie rein passiv gekühlt werden
können.
Außerdem steht bei denen das Kühlmittel Blei nicht unter Druck. (Natrium
übrigens auch nicht)
Und da Blei kein Wasser ist, hätte es auch keine Wasserstoffbildung
geben können.
Man sieht also, wie man durch kleine Änderungen am Reaktorkonzept
riesige Unterschiede erzielen kann. Die Kerntechnik aber ganz
aufzugeben, weil die ersten Reaktordesigns nicht so gut sind, sind aber
falsch.
Hätte man das beim Flugzeug gemacht, dann wäre man nie über das
Doppeldeckerstadium hinaus gekommen.
Und bei Schiffen würde man wohl noch heute Schiffe aus Holz, anstatt aus
Stahl bauen.
> Bei> Tschernobyl konnte man noch argumentieren, es sei ein Schrottreaktor> wobei es nicht der Reaktor war, der den Unfall auslöste, sondern ich> würde es vorsätzliche Fehler der Bedienmannschaft nennen, die den> Reaktor mit abgeschaltetem Reaktorschutz absichtlich weit außerhalb> seiner erlaubten Betriebsgrenzen brachte. Wenn man das mit einem> westlichen Reaktor macht, fliegt da auch der Deckel weg. Es ist auch> nicht der einzige RBMK-Reaktor, viele davon laufen bis heute und es ist> kein zweiter katastrophal explodiert.
Falsch.
Bei westlichen Druckwasserreaktoren führt der Dampfblasenkoeffizient
dazu, dass das Wasser Dampfblasen bildet, wenn der Kern zu heiß wird.
Diese führen dann dazu, dass die Neutronen nicht mehr richtig moderiert
werden und deren Energie nicht mehr zum notwendigen Wirkungsquerschnitt
passt um viele Urankerne zu spalten. Der Reaktor regelt sich somit
runter.
Beim RBMK wurde gar kein Wasser verwendet und da ist der
Dampfblasenkoeffizient auch nicht negativ, sondern steigt mit
zunehmender Reaktortemperatur bis der Reaktor durch geht.
Außerdem ist der Moderator Graphit, das dummerweise auch noch gut
brennen kann und so viele Spaltprodukte durch die bloße Anwesenheit des
Feuers und dessen Kamineffekt in die Umwelt schleuderte.
Also auch hier gilt, völlig anderer Reaktor, man kann das schlichtweg
nicht miteinander vergleichen.
Früher haben Computer mit Elektronenröhren falsch gerechnet, wenn die
Elektronenröhren ausfielen, was sie häufig taten. Da hat man auch nicht
aufgegeben und es mit der Weiterentwicklung der Computer hingeschmissen.
Die Computer aus Silizium sind viel zuverlässiger.
Und so ist das mit der Kerntechnik auch.
Für Generation 4 Reaktoren gilt bspw.
1. Kein Wasser als primäres Kühlmittel, also kein Wasserstoff der
explodieren könnte
2. Core Catcher
3. Passiv kühlbar, keine Dieselaggregate nötig um die Umwelt zu
schützen.
4. Kein Druck, wenn Blei lecken sollte, dann passiert da ziemlich wenig.
Weil es nicht unter Druck steht. Es dringt ein bisschen raus und
erkaltet dann und wird somit fest. Das Leck schließt sich somit selber.
Im Prinzip ist das wie bei einer Kerze, da läuft der flüssige Wachs auch
nicht ewig weiter, sondern wird fest.
5. Kein Graphit, das brennen könnte.
> Fukushima war dann so... das glaubst du doch gar nicht. Wer bitte baut> ein Atomkraftwerk direkt an eine Küste, von der man weiß, daß regelmäßig> große Tsunamis auftreten - und schützt es dann nicht davor. Glaube die> Anlage steht nur 3,5 Meter über dem Meeresspiegel oder so, was eine 10> Meter Welle dann damit macht hat man gesehen.
Die Anlage hätte ursprünglich höher gebaut werden sollen, was aus
Kostengründen aber nicht geschah.
Aber wie schon gesagt, mit der richtigen Technik, siehe oben, ist auch
das kein Problem.
> Und dazu noch - wer ist so> blöde und baut bei diesem Kraftwerk die im Ernstfall absolut> überlebensnotwendigen Dieselgeneratoren in den Keller ein?!
Frag die Verantwortlichen.
> Sorry, ab da> war's für mich vorbei mit der Kernkraft. Der Mensch ist nicht in der> Lage, diese Technik absolut sicher zu beherrschen, wie es nötig wäre. In> dem Moment, wo solche Anlagen wirtschaftlich betrieben werden müssen,> geht er Kompromisse auf Kosten der Sicherheit ein. Oder er ist einfach> zu doof zum sicheren Betrieb solcher Anlagen, das wäre auch eine> Möglichkeit.
Der Mensch lernt aus Fehlern, das hat er schon immer gemacht.
Und daher verbessert er seine technischen Geräte und baut sie beim
nächsten mal besser.
> Bislang hatten wir in Westeuropa Glück, aber irgendwann wird es auch> hier einen solchen katastrophalen Unfall geben. Bei intensiver Nutzung> der Kernenergie ist das nur eine Frage der Zeit.
Das sehe ich nicht so, zumindest nicht ab den Generation 3 Reaktoren.
Die alten Gen 2 Reaktoren müssen natürlich durch neue ersetzt werden.
Die sind nicht für eine Kernschmelze ausgelegt, sondern deren
Sicherheitskonzept besteht nur darin, den laufenden Betrieb zu
gewährleisten. Kernschmelzen sind da nicht als Möglichkeit
berücksichtigt, bei den Gen 3 Reaktoren wie dem EPR aber schon.
> Mit der Nutzung der Kernenergie halten wir auch die globale Erwärmung> nicht auf.
Wir können unseren Anteil in Deutschland damit drastisch reduzieren. Was
andere Länder machen liegt natürlich nicht in unserer Hand. Momentan
gehören wir dank den Grünen und den Kernenergiegegnern aber zu denen,
die noch stärker zur globalen Erwärmung beitragen, schließlich hat die
Grüne Regierung in ihrer bisherigen Amtszeit mehr fossile Energieträger
verbrannt und damit CO2 erzeugt, als das in einem vergleichbaren
Zeitraum z.b. 1990 eine schwarze Regierung mit Kanzler Kohl gemacht hat.
> Wir erzeugen zwar vergleichsweise wenig CO2 damit, aber jeder> Reaktor ist global betrachtet eine 3..4,5 Gigawatt starke Heizung.
Tut mir Leid, aber das so zu betrachten ist Unsinn. Allein dadurch, dass
wir unsere Dächer mit PV Anlagen zupflastern verschlechtern wir das
Albedo der Erde in so einem Ausmaß, dass die nicht reflektierte
Sonneneinstrahlung zu einer viel größeren Heizung wird, als ein paar
hundert Kernreaktoren.
Außerdem kann die Abwärme der Reaktoren für ein Fernwärmenetz genutzt
werden, dann musst du Zuhause nicht mehr mit Gas, Holz und Öl heizen und
hast somit in den kalten Tagen gar keinen Zuheizeffekt.
Und im Sommer reichen, wie ich es oben schon vorgeschlagen haben, die PV
Anlagen. In der Zeit kann man die Reaktoren dann warten. PV und
Kernenergie ergänzt sich prima und man braucht somit auch keine
Langzeitspeicher.
> Wenn> wir jetzt unseren kompletten Energiebedarf aus Atomkraft decken würden,> dann müsste man mal durchrechnen wieviel Erwärmung das in 50 oder 100> Jahren verursacht.
Deutlich weniger als weiter fossile Energieträger zu verfeuern.
> Oder was machen wir wenn kein Uran (auch -238) mehr> da ist?
Das habe ich dir oben schon gesagt. Da habe ich dir sogar einen Link
angegeben. Machst du dir gar keine Mühe dir das anzusehen?
Ich gebe dir jetzt die Lösung ganz bewusst nicht, da ich sie oben schon
genannt habe.
> Die> Kernfusion hat übrigens die gleichen Probleme. Auch diese würde massiv> Wärme freisetzen und auf lange Sicht den wertvollsten Rohstoff des> Planeten verbrauchen, auch wenn die Zeiten bis man das merkt extrem lang> wären.
Wenn das dein Problem ist, dass die Kernfusion das ganze Wasser bzw.
genauer den Wasserstoff verbraucht, dann solltest du dir um den grünen
Wasserstoff aber viel mehr Sorgen machen.
Denn der wird zwangsläufig Wasserstofflecks haben und da man den ganz
groß ausbauen und überall verwenden will, kannst du davon ausgehen, dass
da jedes Jahr Tonnen an Wasserstoff ausgasen wird. Das ist weitaus mehr,
als in Kernfusionsreaktoren, wenn sie mal funktionieren sollten,
verheizt werden würde.
Das Problem an dem ausgasenden Wasserstoff ist nur, dass er so leicht
ist, dass er ganz in die oberen Atomosphärenschichten aufsteigt, also
nach oben beschleunigt und mit dem Schwung diese dann so weit verlässt,
dass er vom Sonnenwind abgetragen werden kann.
Durch den grünen Wasserstoffzyklus wird die Erde also viel mehr
Wasserstoff und somit Wasser verlieren als durch die Kernfusion.
Die Kernfussion verbrennt pro Reaktor ein paar Gramm pro Jahr. So viel
kommt allein durch kleine Eisasteroiden wieder auf die Erde runter.
> Aber gehen wir mal davon aus, der Mensch möchte noch eine ganze> Weile auf der Erde leben und löscht sich nicht irgendwann im Atomkrieg> selbst aus,
Wenn du Atomkriege verhindern willst, dann solltest du besser alles
spaltbare Material auf der Erde in Kernreaktoren verheizen.
Denn solange es spaltbares Material auf der Erde gibt, gibt es auch
Atombomben.
> dann ist das alles nur eine Brückentechnologie. Daher finde> ich, daß es das einzig richtige ist, sich möglichst bald an den einzig> nachhaltigen Lösungsweg zu machen. Das ist die Solarenergie, egal in> welcher Form (Wind und Wasserkraft kann man als Folgeerscheinung der> Solareinstrahlung betrachten). Je eher wir damit anfangen, desto besser.
Gegen mehr regenerative Energien habe ich im Prinzip nichts einzuwenden,
aber dieser Umrüstprozess wird, wenn man es gesund machen will, über 200
Jahre dauern.
Und gesund heißt hier, dass man die eigene Wirtschaft nicht ruiniert und
außerdem sich erst einmal darum kümmert, dass man zuerst die
Langzeitspeicher hat, bevor man damit in großem Stil beginnt.
Ein koste es was es wolle, ist nicht zielführend und dagegen wehre ich
mich auch.
> Und da wäre man klug, wenn man diese Anlagen dort hin stellt, wo sie am> effizentesten laufen. Umso weniger braucht man davon zu bauen und umso> schneller erzielt man eine nennenswerte Leistung.
Die Welt funktioniert aber nicht so. Die Menschen haben ihre Häuser
nicht in den kahlen Wäldern errichtet, sondern haben das Haus direkt
neben ihrem fruchtbaren Acker im Tal errichtet und so nach und nach
Ackerfläche zugebaut.
Und weil das so ist, baut man Stahlwerke da, wo die Arbeitskräfte sind
und nicht irgendwo in der Pampa auf einer Vulkaninsel.
> Übrigens ist das auch die einzig valide Lösung, wie der nahe Osten> seinen Wohlstand behalten könnte, nachdem es dort kein Öl mehr gibt.
Mir sind die eigenen Interessen unseres Landes wichtiger als das, was
die im nahen Osten machen. Das sind souveräne Länder, erkenne ihre
Souveränität an und lass sie machen, was die für richtig halten und wir
müssen schauen, dass wir das machen, was für uns gut und richtig ist.
Also Kernenergie.
> Dann ist das nämlich auch nur noch 'ne lebensfeindliche Wüste am Meer,> wo es außer Sonne gar nichts gibt. Nicht mal Trinkwasser. Wenn die nicht> aufpassen was sie machen und eine Folgetechnologie entwickeln, erleben> wir dort in vielleicht 40..50 Jahren den nächsten großen Krieg wenn> diese Regionen vor dem Kollaps stehen weil kein Geld durch Ölexporte> mehr reinkommt.
Wie schon gesagt, das sind souveräne Länder, die wissen selber besser
was gut für sie ist. Halte dich aus deren Angelegenheiten einfach raus
und versuch nicht mit deinem deutschen Wesen die Welt zu retten.
>>> [Sahara]>> Technisch vielleicht ja,> Nicht nur vielleicht, das ist bewiesen.
Die Salzspeicheranlagen waren ein Epic Fail. Bewiesen ist da also gar
nichts, eher das es ein Fehlschlag war. Die ganzen westlichen Firmen
haben Desert Tech aufgegeben und nicht nur wegen der politischen
Situation, sondern eben auch wegen solchen wie die Salzspeicher.
Bei denen hast du nämlich in der Tat ein Korrosionsproblem.
>> aber politisch ist das bis auf absehbare Zeit keine Lösung.> Auch wenn das jetzt brutal klingt und es eigentlich niemand will - wenn> Westeuropa irgendwann mit dem Rücken zur Wand steht und im Begriff ist,> alles zu verlieren, dauert's maximal ein Jahr und sie gehört uns. Keine> große Industrieregion wird sich kampflos ihrem Untergang wegen> Energiemangel fügen, auch Westeuropa nicht.
Deutschland tut es doch. Hier gibt man alles auf und guckt zu, wie das
Tafelsilber verschwindet.
>> Speichertechnologien brauchst du aber immer noch.> Je nach Technologie keinen so großen Teil. Solarthermische Kraftwerke> können ein Teil der tagsüber abgegriffenen Energiemenge als Wärme> speichern und ihre Turbinen damit auch nachts betreiben.
Und die haben das korrosive Salz als Problem und erstarren darf es auch
nicht, denn sonst ist die Anlage hin.
> Eventuell muss> man auch gezielt nach nächtlichem Einsparpotential suchen, wobei ich das> bei deutlich gesteigerter Nutzung von Wärmepumpen und Elektromobilität> für schwierig halte bzw. durch diese beiden relativ großen> Stromverbräuche sinkt das Einsparpotential vor allem im Winter> beträchtlich.
Lies nochmal oben was ich da geschrieben habe.
Der Altbaubestand ist so riesig, dass du das Problem mit Wärmepumpen nur
in sehr großen Zeiträumen von über 100 Jahren lösen wirst können.
Genau deswegen brauchen wir doch die Kernenergie.
> Wenn man das ausschließen möchte, kommt man um> ein paar wirklich extrem leistungsstarke Speicherkraftwerke mit hoher> Kapazität nicht drum herum. Strom jederzeit in ausreichender Menge ist> in einem günstigen System mit knappen Reserven Luxus und muss> entsprechend (aufwendig) bevorratet werden. Bzw. es funktioniert dann> einfach nicht mit knappen Reserven und wird daher in der Summe teurer> und aufwendiger.
Da isser wieder, der Grüne Verzicht, der den Menschen erziehen soll.
Wenn das mit dem klimaneutral werden etwas werden soll, dann musst du
möglichst viele Kernkraftwerke bauen. Mit denen gewinnst du Zeit und für
Neubauten machst du dann gesetzliche Vorgaben, so dass man die auch
wirklich effizient mit Wärmepumpen beheizen kann. Die Altbauten werden
dann nach und nach durch neue Häuser ersetzt werden und dann kannst du
nach und nach die Gesellschaft in eine erneuerbare Energien Gesellschaft
umwandeln und so den Primärenergiebedarf schonend senken.
Dieser Prozess dauert aus finanziellen Gründen aber 200 Jahre und geht
eben nicht mit grüner Spinnerrei im Hau Ruck Verfahren. Und weil das so
ist, brauchst du jetzt die Kernenergie und davon möglichst viele
Reaktoren.
Dieter schrieb:> Die muellreduzierenden Reaktoren werden voraussichtlich aus China> kommen. Dortige Ingenieure, Physiker, usw. duerfen ohne politische> Behinderungen daran weiterarbeiten.
Nicht nur das. In China werden die MINT Fächer sogar ganz gezielt
gefördert, während man sich hier in Deutschland mit Gendergaga und
Schwurbelthemen abgibt.
Langfristig werden wir somit auch die Fähigkeiten oder zumindest die
Menge an ausreichend vielen MINT Leuten verlieren und so gegenüber China
einen starken Nachteil haben.
Ben B. schrieb:> Weil wir's könnten wenn wir ehrlich sind und es auf lange Sicht> der> einzig richtige Weg und nicht nur eine Brückentechnologie ist.
Ben, wir wollen es doch auch!
Wie sollen wir das aber machen, wenn wir uns gerade, genau genommen seit
2 Jahren, fast alle Grundlagen dafür weghauen?
Blackbird
Nano schrieb:> Beim RBMK wurde gar kein Wasser verwendet und da ist der> Dampfblasenkoeffizient auch nicht negativ, sondern steigt mit> zunehmender Reaktortemperatur bis der Reaktor durch geht.
Kühlwasser hat er schon, wenn alles gut läuft. Aber da es nicht als
Moderator gebraucht wird, dominiert die Wirkung als Neutronenabsorber,
was zum positiven Dampfblasenkoeffizient beiträgt.
Strom für 1 Euro ?
Ich bin dabei.
Bezahle zur Zeit für Strom 37 Cent pro kw/h.
Für mich kein Problem 1 Euro dafür zu Zahlen.
Ist doch nur das 3fache.
Also das Gas Steigt um das Vielfache und nicht nur um das 3fache.
Also nicht meckern.
Ich habe weder die Zeit, noch die Geduld um jedes Mal drei Kilometer
Text dazu zu schreiben. Aber viele Dinge, die Du von Dir gibst, stimmen
einfach nicht.
Zu allererst möchte ich mal betonen, daß ich kein Freund dieser
Wasserstofftechnologie bin. Sonst würde ich das nicht als
Wasserstoffmärchen bezeichnen. Es mag vielleicht Nischenanwendungen
dafür geben oder stellenweise kann man den vielleicht für Fahrzeuge
verwenden, aber an eine großindustrielle Nutzung glaube ich nicht. Dafür
sind die Problem bei der Lagerung einfach zu groß und der volumetrische
Energiegehalt zu gering. Ich habe aber selbst keine wirklich bessere
Idee, da ein wirklich nachhaltiger Kreislauf mit kohlenstoffhaltigen
Kreisläufen diesen aus dem CO2 in der Atmosphäre zurückgewinnen müsste.
Es gibt wohl Versuchsanlagen, die CO2 aus der Luft waschen können, es
gibt vergleichsweise kleine Anlagen auf Atom-U-Booten, aber diese
Prozesse müsste man massiv hochskalieren bevor das überhaupt sinnvoll
nutzbar wird und evtl. irgendwann mal wirtschaftlich werden könnte. Ich
weiß auch nicht wie schwierig es ist, längerkettige Kohlenwasserstoffe
zu erzeugen wenn ich als Ausgangsprodukt nichts als Luft, Wasser und
Strom habe. Das ist nicht mein Spezialgebiet.
Zweitens müssen die Korrosionsprobleme von Creys-Malville nicht Ursache
für die beiden Lecks gewesen sein. Das Ding ist evtl. einfach nur nicht
lange genug gelaufen, damit auch noch diese Probleme einen größeren
Störfall verursachen.
Es ist auch nicht richtig, daß sich ein Leck an einem
Flüssigmetall-Kreislauf von selbst schließt. Damit man möglichst viel
Wärme transportieren kann und der anschließende Dampfturbinenprozess mit
hohem Wirkungsgrad arbeiten kann, muss man das Metall sehr hoch
erhitzen. Das führt dazu, daß es nach dem Austreten aus einem Leck noch
sehr lange flüssig bleibt und deswegen keine Versiegelung des Lecks
eintritt. Übrigens ist genau dieses Temperaturproblem der Grund für den
vergleichsweise schlechten Wirkungsgrad heutiger Atomkraftwerke.
Kohlekraftwerke mit ihren weit höheren Heißdampftemperaturen, Überhitzer
und Zwischenüberhitzer sind da wesentlich besser aufgestellt.
Es ist auch nicht richtig, daß ein wassermoderierter Reaktor nicht
explodieren kann. Beim CANDU müsste ich nochmal nachschauen, aber unsere
Druckwassereaktoren mit schwach angereichertem Brennstoff bekommt man
sicherlich auch prompt überkritisch wenn man genug Steuerstäbe entfernt.
Der geht dann zwar nicht hoch wie eine dafür ausgelegte Kernwaffe, aber
es reicht, um den Kern und ggf. das Kraftwerk sehr nachhaltig zu
zerstören. Ic halte auch nicht viel von diesem Core-Catcher-Patent. Das
ist nur ein weiterer Flicken in einem schwachen Design. Wenn man sowas
baut, dann muß es so sicher sein, daß eine Kernschmelze ausgeschlossen
ist. Bei Tschnernobyl bestand eine nicht zu knappe Gefahr, daß sich
Lösch- und Kühlwasser irgendwo zusammen mit geschmolzenem Kernbrennstoff
sammelt und eine erneute Kritikalität, ggf. eine zweite Explosion
verursacht. Bei der Hiroshima-Bombe geht man auch davon aus, daß sie
beim Eintauchen in Wasser überkritisch geworden und (mit geringerer
Sprengkraft) explodiert wäre.
Die Kernenergie wird auch nicht dazu führen, daß Kernwaffen
verschwinden. Man kann sich ganz sicher sein, daß auf absehbare Zeit
immer genug davon herumliegen werden bzw. genug waffenfähiges Material
bevorratet wird, um die Menschheit viele Male auslöschen zu können.
Selbst dann noch, wenn für Atomkraftwerke kein einziges Gramm Uran mehr
da sein sollte.
Ich teile auch Deine Meinung nicht, daß die Menschheit mit Hilfe
explodierender Atomkraftwerke lernen sollte, wie man sowas unter
Kontrolle kriegt. Dafür ist der Planet dann doch etwas klein, so viele
dieser Katastrophen können wir uns nicht mehr leisten.
Es ist auch völliger Blödsinn, daß die gegenwärtige Regierung an der
Misere Schuld sei. Wer hat uns denn in diese Abhängigkeit hineingeführt?
War das nicht eine CDU-geführte Regierung? Es spielt keine Rolle wer
hier gerade an der Macht ist, wenn eine solche Abhängigkeit platzt, hat
jede Regierung damit ein großes Problem. Natürlich kreischen Opposition
und alle Schwurbler im Einklang, daß das mit ihnen nicht passiert wäre,
sowas nennt man Wahlkampf. Das glaube ich denen aber nicht und vor allem
wenn man wesentlich zu dieser Abhängigkeit beigetragen hat, sollte man
mal besser die Fresse halten.
Abschließend könnte man die Wärmespeicher von solarthermischen
Kraftwerken so bauen, daß wenn sie schon mit flüssigem Salz arbeiten
sollen, dieses nicht durch die Anlage gepumpt werden muss. Man muss
dieses also mehr oder weniger nur lagern, was die Probleme mit
eventueller Korrosion einfacher lösbar macht. Und selbst wenn ein
solcher Speicher versagen sollte, schmilzt mir in der Folge kein
Reaktorkern und versprüht tonnenweise radioaktives Material in der
Gegend. Ich finde das ist ein großer Unterschied.
Ben B. schrieb:>>> Doppelfurz-Reaktor>> Kindergartenniveau> Mich nervt es einfach, wenn solche bislang reinen Hirngespinste, die> noch sehr lange Zeit nicht mal über das Erprobungsstadium herausgekommen> sind, sofort als Weltenretter-Technologie propagiert werden.
Hat das denn jemand getan? Auch wenn ich Nanos Einlassungen zu dem Thema
stellenweise etwas enthusiastisch finde, kann ich das nicht einmal bei
ihm erkennen. Ich selbst hingegen habe lediglich auf dieses neue
Reaktorkonzept hingewiesen und mich wohlweislich bewußt nicht weiter
dazu geäußert. Diese "Propaganda" einer "Weltenretter-Technologie"
scheint mir insofern etwas zu sein, das nur in Deiner Wahrnehmung
stattfindet.
> Die Sahara ist eigentlich groß genug.
Ja, aber politisch und ökonomisch leider völlig instabil und deswegen so
"zuverlässig" sie das aktuelle Rußland. Ich habe große Hoffnungen in das
technische Konzept, Solaranlagen in Nordafrika zu errichten und sowohl
Europa als auch Nordafrika mit Energie aus diesen Anlagen zu versorgen,
allerdings ist das angesichts der aktuellen Instabilitäten leider nicht
realisierbar und insofern ebensoweit entfernt wie Dual-Fluid-Reaktoren,
Kernfusion und effiziente Energiespeicher.
Weißt Du, Energiepolitik ist eine Angelegenheit, die mit ziemlich langen
Vorlaufzeiten arbeiten muß. Denn der Bau von Kraftwerken und
Verteilungen erfordert viel Planung und Zeit, und zwar ganz unabhängig
davon, ob eine große Kernkraftanlage oder eine riesige Vielzahl kleiner
Erzeuger, etwa Windräder und Solarzellen, errichtet werden soll. Da
hilft es ziemlich wenig, sich bestimmten Energieträgern schon deswegen
zu verweigern, weil deren Konzepte noch nicht praktisch erprobt werden
konnten. Und es hilft nochmals weniger, sich in kindischen
Verballhornungen zu üben und damit eine Fundamentalkritik zu
"begründen".
Es würde diese Diskussion sicherlich weiterbringen, wenn Du uns nicht
nur ständig mit immer wieder neuem Kindersprech erklären würdest, was
Deiner Auffassung zufolge alles nicht gehen soll, sondern vielleicht
auch einmal etwas dazu sagst, wie das Kernproblem -- nämlich, daß ein
hochentwickeltes Industrieland in einer gemäßigten Klimazone nun einmal
Energie braucht und die ja irgendwo herkommen muß -- Deiner Meinung nach
gelöst werden soll.
Peter B. schrieb:> Bezahle zur Zeit für Strom 37 Cent pro kw/h.> Für mich kein Problem 1 Euro dafür zu Zahlen.
Deine 37ct/kWh basieren aber auf einem Großhandelspreis von ~4ct/kWh.
Bei 1€ Großhandelspreis sind das dann für den kleinen Endkunden...?
> [..] [..] [.. .. ..] sondern vielleicht auch einmal etwas dazu sagst,> wie das Kernproblem -- nämlich, daß ein hochentwickeltes Industrieland> in einer gemäßigten Klimazone nun einmal Energie braucht und die> ja irgendwo herkommen muß -- Deiner Meinung nach gelöst werden soll.
Habe ich. Aber ist euch ja alles nicht gut genug.
Ich kann mich auch auf den Standpunkt zurückziehen, daß der Planet die
40..50 Jahre, die ich noch lebe, schon noch irgendwie durchhalten wird.
Und dann nach mir die Sintflut, wie es alle machen. Toll, oder?!
Ben B. schrieb:> Ich kann mich auch auf den Standpunkt zurückziehen, daß der Planet die> 40..50 Jahre, die ich noch lebe, schon noch irgendwie durchhalten wird.> Und dann nach mir die Sintflut, wie es alle machen. Toll, oder?!
Vielleicht schafft er noch 1000 ende Jahre.... das darf man natürlich
aus politischer Korrektness nicht sagen!
Nano schrieb:>> Und dazu noch - wer ist so>> blöde und baut bei diesem Kraftwerk die im Ernstfall absolut>> überlebensnotwendigen Dieselgeneratoren in den Keller ein?!>> Frag die Verantwortlichen.
Die Frage kann ich sogar beantworten. Die Generatoren wurden in den
Keller gesetzt, damit die Notversorgung nicht durch einen Luftangriff
einfachst ausser Gefecht gesetzt werden kann. Allerdings haetten in dem
Falle die Generatoren aufgeteilt werden muessen in einen Teil im Keller,
den anderen Teil draussen ausreichend erhoeht und tsunamisicher.
Christian M. schrieb:> Bayerische Familie vergiftet sich selbst mit AbGas und Kerzen.
Wenn das 4,3 Mrd machen wuerden, waeren die Klimaaenderungen auf einmal
gestoppt und das Klimaziel erreicht. Aber das will sicherlich niemand
lesen, wenn ich mich nicht irre.
Ben B. schrieb:>>> Doppelfurz-Reaktor>> Kindergartenniveau> Mich nervt es einfach, wenn solche bislang reinen Hirngespinste, die> noch sehr lange Zeit nicht mal über das Erprobungsstadium herausgekommen> sind, sofort als Weltenretter-Technologie propagiert werden.
Wie schon jemand anders schrieb: Das tut doch niemand, auch nicht Nano
(ich möchte mich an dieser Stelle übrigens ebenfalls für seine Beiträge
bedanken).
Ich persönlich finde ja, daß man alleine deshalb schon an solchen
Reaktorkonzepten forschen muß, um das Atommüllproblem zu lösen. Viele
tausend Jahre strahlenden Abfall einzubuddeln ist für mich keine Lösung.
300 Jahre sind immer noch ein langer Zeitraum, aber ausreichend kurz daß
sich Legenden und Überlieferungen halten, damit sich die Menschen davon
fernhalten. Damit kann man arbeiten.
Und ich sehe in Solar- und Windenergie auch keine Lösung für uns, außer
wir lagern die Industrie komplett aus. Die Gründe muß ich hier nicht
aufzählen, ich bin sicher daß du die fast alle schonmal gehört hast.
Außer einen vielleicht: Ich bin davon überzeugt daß die gesamte
Energietechnik (auch) deshalb so erfolgreich und weit verbreitet ist,
weil sie die wesentlichen Infrastrukturkomponenten – Transformatoren,
Umspannwerke, Freileitungen, Kraftwerke – ewig lange und weit, weit über
deren Abschreibungsdauer hinaus nutzbar waren. Schau dir mal
Altbauwohnungen mit originaler Elektroinstallation an und staune, wie
wenige Steckdosen damals so üblich waren und schließe daraus auf den
Gebrauch von E-Energie.
Mit dem, was wir da derzeit einbauen wollen, werden wir nicht im Ansatz
so weit kommen. Hätten die Kraftwerke schon immer nur eine Nutzungsdauer
von 20 Jahren gehabt, wäre unser Energienetz niemals so groß geworden.
Ich bin durchaus sehr dafür, weniger Fossilbrennstoffe zu verbrennen um
weniger Abgase zu erzeugen, sehe Wind- und Solarenergie auch als gute
Ergänzung, aber keinesfalls mehr als das.
Ben B. schrieb:> Ich empfinde russische Fahnen in Deutschland als Ärgernis,> würde am liebsten all ihre Denkmäler und Staatsangehörige zurück nach> Sibirien schicken - aber viele würden die Ukraine einfach komplett dafür> draufgehen lassen, nur damit ihr eigener Arsch möglichst billig warm> durch den Winter kommt. Wahrscheinlich würden sie dafür sogar eine> Annexion Deutschlands durch Russland in Kauf nehmen. Irgendwie schämt> man sich zur Zeit, Ostdeutscher zu sein. Erst schreien sie alle nach der> Bundesrepublik, 33 Jahre später schreien sie nach Russland... ja was> denn nun? Ich hasse solche Opportunisten und Wendehälse.
Ich denke nicht, daß es alles Opportunisten und Wendehälse sind. Auch
ich lege sehr großen Wert auf gute Beziehungen zu Rußland und mir ist
dieses Land auch durchaus symphatisch, obgleich du versichert sein
kannst daß ich die DDR und deren System keinesfalls wiederhaben will und
heilfroh bin, daß nicht in bewußter Erinnerung zu haben.
Selbst wenn man mal annimmt daß alles so stimmt was die Tagesschau
schreibt, also daß Russland ohne Not und Provokation in die Ukraine
einmarschiert ist und alle Aggression einseitig von Ru ausgeht (was ich
entschieden anders sehe): Dann gibt es für uns immer noch keinen Grund
für einen Wirtschaftskrieg mit Ru. Weder haben wir mit der Ukraine
irgendwelche Kooperations- oder Bündnisverträge, und von den Saudis oder
Aserbaidschan nehmen wir ja auch Gas wenn wir welches bekommen.
Und ich sehe heute viele Parallelen zwischen BRD und DDR, die du als
Ostdeutscher eigentlich ebenso sehen müßtest: staatlich gelenkte Medien,
politisch korrekte Sprechweise und Spracherziehung, staatliche
Indoktrinierung der Kinder so früh wie möglich, usw.
Ich denke, es ist kein Wunder daß gerade die Menschen in Ostdeutschland
daß nicht wiederhaben wollen, was sie vor 30 Jahren hatten.
Ben B. schrieb:> Irgendwie schämt man sich zur Zeit, Ostdeutscher zu sein.
Dann komm rüber. Mach aber schnell, Ende des Jahres wird die ehemalige
Zone an die östlichen Nachbarn verschenkt. Experiment ist gescheitert,
jetzt heisst es Schaden begrenzen.
> Ich hasse solche Opportunisten und Wendehälse.
Deswegen.
Peter Pan schrieb:> Yalu X. schrieb:>> So viel "Power" hat man früher mit Röhrenfernsehern nicht einmal>> ansatzweise hinbekommen.>> Das gilt aber nur für den HDR Betrieb, oder?>> Die damaligen Röhrenfernseher hatten aber auch keine 86" und nicht die> mittlerweile mögliche Helligkeit und Auflösung. Bildwiederholrate haben> wir mittlerweile auch 120Hz...
Weder der Informationsgehalt, noch das Niveau der Unterhaltung wird bei
86" und 120Hz besser als bei 20" und 24Hz...
Nano schrieb:> Dieter schrieb:>> Die muellreduzierenden Reaktoren werden voraussichtlich aus China>> kommen. Dortige Ingenieure, Physiker, usw. duerfen ohne politische>> Behinderungen daran weiterarbeiten.>> Nicht nur das. In China werden die MINT Fächer sogar ganz gezielt> gefördert, während man sich hier in Deutschland mit Gendergaga und> Schwurbelthemen abgibt.>> Langfristig werden wir somit auch die Fähigkeiten oder zumindest die> Menge an ausreichend vielen MINT Leuten verlieren und so gegenüber China> einen starken Nachteil haben.
Das aktuelle Deutschland lebt gerade den Rest der polytechnischen
Oberschulen ab. Wenn die Generation in Rente geht, gehts bergab.