leider finde ich keinen passenden Transformator mit entspr. Spannungen.
Gefunden habe ich aber einen mit 115V->10V
Ist es erlaubt/möglich/ungefährlich den auch mit 230->20V zu betreiben?
Klar: unter Berücksichtigung der jew. Leistungswerte!
Das geht nicht, weil sich der Lehrlaufstrom eines Trafos durch Überspannung ab einer bestimmten Größe durch schnell ansteigende Übermagnetisierung der Trafobleche sehr stark erhöht und sich dann gefährlich bis zur Selbstzerstörung überhitzt, sofern keine Thermo-Abschaltsicherung eingebaut ist.
Damit ich nicht dumm sterbe: bitte erklärt mir doch jemand in einem Satz, weshalb das eine blöde Idee ist. Bei einem Trafo kommt es doch auf das WicklungsVERHÄLTNIS an. Ich würde noch das Argument verstehen, daß bei einer höheren Spannung uU die Isolationswirkung des Lackes auf dem Kupferdraht zu gering ist. Oder was noch? Vielen Dank!
Bei einem Trafo kommt es doch auf
das WicklungsVERHÄLTNIS an. Ich würde noch das Argument verstehen, daß
bei einer höheren Spannung uU die Isolationswirkung des Lackes auf dem
Kupferdraht zu gering ist.
Und du kommst nicht auf die Idee dass es einen Grund hat weshalb ein Trafo z.B. für 115V spezifiziert ist?
Nach deiner Theorie bräuchte es gar keine Spannungsangaben, es reicht das Wicklungsverhältnis.
Damit ich nicht dumm sterbe: bitte erklärt mir doch jemand in einem
Satz, weshalb das eine blöde Idee ist. Bei einem Trafo kommt es doch auf
das WicklungsVERHÄLTNIS an.
Richtig.
Nimm einfach einen Trafo 230V - 18V. Der hat im Leerlauf auch rund 20V.
Oder beschreibe mal warum der gesuchte Trafo 20V Ausgangsspannung liefern soll.
380/400V - 42V gehen auch ungefähr.
Nach deiner Theorie bräuchte es gar keine Spannungsangaben, es reicht
das Wicklungsverhältnis.
Das wären dann 11,5 Windungen Primär und eine Windung sekundär.
Wenn man mit der Frequenz rauf geht und statt Blechen, Ferrit nimmt, um die Wirbelstromverluste in den Griff zu bekommen, dann geht das. Die Idee hatten schon andere. nennt sich dann Schaltnetzteil :-)
Neben der maximalen Primärspannung kommt es ggf. auch auf die Netzfrequenz an. Wenn der Trafo sehr knapp dimensioniert ist, funktioniert er erst bei 60 Hz einwandfrei und übersättigt den Kern bei 50 Hz. War der Transformator also z.B. für den Einsatz in Nordamerika bestimmt, kann es da also problematisch werden.
PS: Mit 120 Hz solltest Du Erfolg haben (wenn ich jetzt keinem
Denkfehler aufgesessen bin). ;)
Könnte wohl passen.
Deswegen werden in Flugzeugen 440Hz verwendet. Das spart Gewicht beim Eisenkern. Pro Zyklus der Wechselspannung kann nur so viel Energie über den Kern übertragen werden, wie er in seinem Magnetfeld speichern kann.
Die Induktivität des Kernes nimmt bei magnetischer Sättigung des Kernes aber dramatisch ab, wenn man sich einmal den Zusammenhang zwischen Flussdichte B und Feldstärke H für Kernmaterial anguckt.
https://www.elektroniktutor.de/elektrophysik/magkurve.html
Wenn die Frequenz zu niedrig oder die angelegte Spannung zu hoch ist, d.h. der Kern wegen zu geringer Nenninduktivität gesättigt ("magnetisch aufgeladen") ist, bevor die Halbwelle zu Ende ist, steigt der Strom danach ziemlich ungebremst bis auf den ohmsch begrenzten Wert (DC-Wert) an, wie von Gerhard beschrieben. Und das ist für den Trafo eben gar nie nicht gut.
Damit ich nicht dumm sterbe: bitte erklärt mir doch jemand in einem
Satz, weshalb das eine blöde Idee ist. Bei einem Trafo kommt es doch auf
das WicklungsVERHÄLTNIS an. Ich würde noch das Argument verstehen, daß
bei einer höheren Spannung uU die Isolationswirkung des Lackes auf dem
Kupferdraht zu gering ist. Oder was noch? Vielen Dank!
Wow, genau das hatte ich in 1965 auch mal gedacht. War dann aber verwundert daß die Hausbrandsicherung dem sehr schnell ein Ende gesetzt hat. Und dann jahrelang nicht mehr versucht weil mir ein paar hundert Windungen primär zu blöd waren ;-)
Das war vielleicht sehr verkürzt formuliert, aber warum sonst braucht man zur Übertragung von mehr Leistung einen größeren Kern und warum sonst kann bei gleicher Leistung aber höherer Frequenz der Kern kleiner sein?
Schau dir die Herleitung der Transformatorenhauptgleichung an.
Dinge wie Kerngröße und Sättigung tauchen dort überhaupt nicht explizit auf.
Wenn der Kern in Sättigung geht, ist nicht mehr viel mit Flussänderung, eben weil, flapsig formuliert, der Kern "magnetisch aufgeladen" ist.
Nein, es ist einfach falsch. Die el. Leistung wird durch Kopplung zwischen den Spulen während der mag. Flußänderung übertragen und nicht im Kern "zwischengespeichert". Ein konventioneller Trafo ist kein Sperrwandler.
Der Trafo ist mit dem Prinzip eines Gegentakt-Durchflußwandlers zu vergleichen, bei dem während der Leitphase die Energie übertragen wird.
Die el. Leistung wird durch Kopplung
zwischen den Spulen während der mag. Flußänderung übertragen ...
Und wie ändert sich der mag. Fluss, wenn der Kern in die Sättigung getrieben wird? Da kann sich das Feld noch so sehr ändern, aber mit dem Fluss passiert dann nicht mehr so richtig viel. Es geht hier nicht um den Trafo im normalen Betriebsbereich.
Die el. Leistung wird durch Kopplung
zwischen den Spulen während der mag. Flußänderung übertragen ...
Und wie ändert sich der mag. Fluss, wenn der Kern in die Sättigung
getrieben wird? Da kann sich das Feld noch so sehr ändern, aber mit dem
Fluss passiert dann nicht mehr so richtig viel. Es geht hier nicht um
den Trafo im normalen Betriebsbereich.
Pro Zyklus der Wechselspannung kann nur so viel Energie über
den Kern übertragen werden, wie er in seinem Magnetfeld speichern kann.
Und die ist einfach nicht richtig. Die "pro Zyklus der Wechselspannung" übertragbare Energie zw. Primär- und Sekundärwicklung ist völlig unabhängig von der Energie, die der Kern in seinem Magnetfeld speichern kann.
Die "pro Zyklus der Wechselspannung"
übertragbare Energie zw. Primär- und Sekundärwicklung ist völlig
unabhängig von der Energie, die der Kern in seinem Magnetfeld speichern
kann.
Warum gibt es wohl unterschiedlich große Kerne?
Wie soll der Fluss innerhalb einer Halbwelle ungestört weiter steigen (dφ/dt), um weitere Energie zwischen Primär- und Sekundärseite zu übertragen, wenn der Kern in Sättigung gegangen ist?
Aber vielleicht führt die Diskussion hier zu weit und hilft Martin bei seinem Problem sowieso nicht.
Das ist der Unterschied zwischen euch Wissenschaftlern und uns Bastlern:
Uns genügt es zu wissen, daß ein Trafo primärseitig für eine bestimmte Spannung einen bestimmten "Widerstand" haben muß.
Wie dieser Widerstand aufgebaut ist, und woraus er sich zusammensetzt, und uns völlig Wumpe!
Gefunden habe ich aber einen mit 115V->10V
Ist es erlaubt/möglich/ungefährlich den auch mit 230->20V zu betreiben?
P = U² / R
Also bei doppelter Spannung auf einen Verbraucher nimmt die Leistung um das vierfache zu. Zu Beginn wirst Du noch nichts merken wenn sekundär noch keine Last angeschlossen ist. Aber nach einigen Minuten wird der Kern warm. Irgendwann fängt es an übel zu riechen.
Nimm doch zwei 115 V Trafos und schalte die primär in Reihe.
Es gibt aber auch genügend 230 V Trafos zu kaufen.
mfg Klaus
400Hz Inverter sind in der Luftfahrt allgemein üblich.
Nicht nur Luftfahrt. Beim "Russen-Leo", dem T72 auch.
Am Anfang meiner Lernzeit hatte ich mal mit "Knabbermaschinen"
(blechstanzende Geräte in der Hand, so gross wie kleine Flexe)
zu tun.
Die liefen mit 400 Hz, an relativ kleinen rotierenden Umformern.
Gibt's sowas noch, oder macht man das aktuell eher
mit Hydraulik, Pressluft, oder "volldigital"?
Gefunden habe ich aber einen mit 115V->10V
Ist es erlaubt/möglich/ungefährlich den auch mit 230->20V zu betreiben?
Nein.
Aber wenn du zwei identische 115V Trafos hast (manchmal gibts die als Restposten), dann kannst du deren Primärwicklungen in Reihe schalten, und die Sekundärwicklungen wahlweise hintereinander für 20V oder parallel für 10V Ausgangsspannung bei doppeltem Strom.
Bei der Parallelschaltung musst du aufpassen, dass du keine antiparallel Schaltung baust, denn das wäre gleichbedeutend mit einem Kurzschluss.
Ab besten verbindest du deshalb zuerst nur einen Pol der Sekundärwicklungen und misst dann die Spannung, die sich zwischen den beiden nicht verbundenene Polen ergibt. Wenn das praktisch Null ist, vllt höchstens 1V, dann darfst du die beiden anderen auch miteinander verbinden.
Sollte die Messung aber eine hohe Spannung (20V oder mehr) ergeben, dann musst du zuerst bei einem Trafo entweder die Primärwicklung oder die Sekundärwicklung umpolen.
Kleine Maschinen für Dünnblech gibt es mit Akku, größere offenbar mit Netzspannung. Erstaunlicherweise schweigt sich Trumpf bei den größeren darüber aus, für welche Netzspannungen und Frequenzn die Teile erhältlich sind und wie lang die Anschlussleitung ist.