Hilfe - Verzögerungsmodul Rost-Motor - Mini Projekt

OP #8031055
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Hallo zusammen,

ich betreibe einen Viessmann Vitoligno 300-P Pelletkessel und habe ein bekanntes Problem: der Getriebemotor der Rostreinigung (SPG ISG-31230D002, 230V AC, 1,2 U/min) dreht nach dem Abschalten minimal zurück, wodurch der Mikroschalter erneut schließt und die Störmeldung F9 ausgelöst wird.

Ich habe eine elegante Lösung gefunden: ein "Verzögerungsmodul Rost-Motor" von Rainer Korsen (Jan. 2019), das den Motor nach dem Abschalten kurz in Gegenrichtung dreht und so den Mikroschalter sauber in die Endlage bringt. Der Schaltplan liegt mir vor bzw. ist im Viessmann Forum zu finden: https://community.viessmann.de/t5/Sonstige-Produkte/Rostreinigung-F9-GetriebemotorVitoligno-300-P-VL3B-Fast/td-p/39910

Die Schaltung besteht aus wenigen günstigen Standardbauteilen:

  • Brückengleichrichter W04G (B400V/1A)
  • R1: 100Ω / 0,5W
  • R2: 470kΩ
  • R3: 100Ω, R4: 270Ω, R5: 4,7kΩ
  • C1: 0,22µF / 250V~ (X2-Kondensator)
  • C2: 2200µF / 25V Elko
  • Zenerdiode ZD 5,1V
  • Optokoppler VO2223A (600V/1A)

Ich biete €25,- Pauschale (inkl. Bauteile, Platine, Lötarbeit Versandkosten). Die Bauteile kosten bei Reichelt ca. 8-10 €, der Rest ist Aufwandsentschädigung.

Wer Interesse hat, bitte melden!

Danke und Gruß, Jan

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#8031058
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M.-A. F. schrieb:

Ich biete €25,- Pauschale (inkl. Bauteile, Platine, Lötarbeit Versandkosten). Die Bauteile kosten bei Reichelt ca. 8-10 €, der Rest ist Aufwandsentschädigung.

Soll derjenige für die sagenhaft generösen fünfzehn Euro (die in der Realität wohl schon für die Zeit draufgehen würden, die Bauteile zu bestellen), die du für das Beschaffen der Komponenten und das Erstellen, Fertigen, Bestücken, Verpacken und Versenden Platine anbietest, auch die Gewährleistung übernehmen?

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#8031151
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Wenn ich den Schaltplan richtig verstehe, läuft der Motor einfach etwa eine Sekunde länger als der Mikroschalter ihn ansteuert. Er läuft nicht rückwärts!

Das eigentliche Problem laut Viessmann-Link ist, dass die steuernde Nockenscheibe sich nach Erreichen der Mikroschalter-Abschaltposition und Antriebsende nochmal minimal zurückdreht. Der Mikroschalter hat mit 0,3mm Schaltdifferenz zu wenig Hysterese und wird nach der Abschaltung dadurch wieder eingeschaltet, was die Fehlermeldung auslöst.

Vermeiden kann man das, wenn man die Abschaltrampe flacher feilt, oder man durch einen kurzen Motornachlauf die Nockenscheibe so weit dreht, dass ein minimales Zurückdrehen den Mikroschalter dann nicht mehr aktiviert. Der Motornachlauf darf auch nicht zu lang sein, weil die Nockenscheibe sonst die darauffolgende Einschaltposition erreicht.

Wenn das flacher feilen nicht gewünscht ist, schlage ich statt einer Bastellösung ein fertiges 230V Relais mit einstellbarer Ausschaltverzögerung für 16€ vor: https://www.amazon.de/DEWIN-Verz%C3%B6gerungszeitrelais-Einzelfunktions-Ausschaltverz%C3%B6gerungs-Zeitrelais-Hutschienenmontage/dp/B0DZHDKYTS

Plus jemanden der weiß wie man das im Kessel anschließt: Man muss N und Dauer-L identifizieren, Relais A1 und 15 mit L verbinden, Relais A2 mit N verbinden, Relais S wird über den alten Mikroschalter mit L verbunden, der Motor wird zwischen N und 18 angeschlossen.

Angehängte Dateien:
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#8031198
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Hallo M.A.F.

wenn ich mir das anschaue, insbesondere das Video, dann ist das ja so, dass der Mikroschalter in der Flanke der Aussparung schaltet, sehr früh sobald die Rolle ganz wenig eintaucht. Dort ist die Flanke am steilsten, d.h. wenig Winkeländerung mach relativ viel Hub am Mikroschalter.

Das der auf dem Videobild auf der Flanke schaltet könnte ein Verschleiß der Rolle sein, zumindest im angehaltenen Video aus dem Blickwinkel könnte man mutmaßen, das die Rolle verschliessen ist und nicht mehr mittig auf der Achse sitzt, also Loch ausgeschlagen durch verschlleiß, dann schaltet die zu früh, auf der Flanke.

Die Scheibe ist im Tal aber relativ Flach, du musst den Mikroschalter nur näher zum Mittellpunkt der Scheibe schieben, so dass der im Tal abschaltet. Am besten mit einem Multimeter am Mikroschalter den Schaltpunkt messen. Den Mikroschallter mittig vor dem Tal platzieren, also Scheibe entsprehend ausrichten. So weit eintauchen das er schaltet, Position markieren, dann langsam zurück bis er öffnet, auch diese Position markieren. Wenn die Positionen ~1mm auseinanderliegen dann sollte das ok sein, den Schalter dann noch mal um den halben weg zwischen den Markierungen weiter von der Scheibe weg. Das wäre der Ausgangspunkt zum testen.

Es gibt auch Mikroschalter mit mehr Hub. Schau mal wieviel Hub der Schalter hat, über Typenbezeichnung Datenblatt suchen, passt das zur Messung? Wenn nicht solltest du den Schalter austauschen.

Ich hab direkt welche mit >1mm gefunden, dürfte reichen.

Die Elektronik als Streifenrasterplatine würde ich nicht machen, in einer Heizung hast du Temperatuzyklen, evtl. Vibrationen bei der Pelletförderung etc. wenn die Platine ausfällt kann zwar nicht viel passieren ausser das der Motor nicht mehr läuft, eine Gefahr das der permanent läuft ist nur vorhanden wenn der Optotriac defekt ist und permanent schaltet. Aber Schutzmaßnahmen für den TRIAC sehe ich keine, deswegen ein poetentielles Risiko. Eine zuverlässige halbwegs getestete Schaltung auf PCB, die man rausgeben kann, da liegt man dann bei 10h Arbeit und mehr, das macht dir keiner zu einem Preis den du bereit bist auzugeben.

#8031355
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Ich dachte wirklich, Du willst jedem, der sowas braucht, eins für 25€ aufbauen. Das wäre okay gewesen. Ich kann Dir das gern, wie abgebildet, aufbauen. 220€ will ich dafür haben.

ich dachte auch, dass sich dort Rost bildet, der irgendwas behindert und hatte schon nach Rostwandler-Spray gegoogelt. Hab ich jetzt aber bleiben lassen, einen Link zu setzen. Alternativ wäre tatsächlich ein Nachlauf-Relais für dich interessant. Link siehe oben Beitrag "Re: Hilfe - Verzögerungsmodul Rost-Motor - Mini Projekt" https://m.media-amazon.com/images/I/61KXRNANuOL._AC_SX679_.jpg

https://www.pollin.de/p/eob-nachlaufrelais-cs3-1b-550351 Die Dinger fürs Badezimmer kannst Du nicht nehmen, weil die a) nicht sofort mit einschalten und b) mehrere Minuten nachlaufen.

: Bearbeitet durch User
#8031506
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Wolf17 schrieb:

Vermeiden kann man das, wenn man die Abschaltrampe flacher feilt, oder man durch einen kurzen Motornachlauf die Nockenscheibe so weit dreht, dass ein minimales Zurückdrehen den Mikroschalter dann nicht mehr aktiviert. Der Motornachlauf darf auch nicht zu lang sein, weil die Nockenscheibe sonst die darauffolgende Einschaltposition erreicht.

Wenn das flacher feilen nicht gewünscht ist,

Wenn man sich das Video anschaut, dann schaltet der direkt am Anfang der Kerbe, wo die Flank steiler ist, wenn man den Mikroschalter näher ran schiebt, dann schaltet der im Tal. Dann braucht man nichts zu feilen.

Wieso kommt das, sieht so aus als ob die Rolle mehr Spiel bekommt über die Jahre, der Schaltpunkt wandert nach aussen. Die liefern ja bei Viessmann nicht allle Heizungen mit Fehller F9 aus, nur der Langzeittest war nicht richtig durchgeführt, Verschleiß nicht ausreichend berücksichtigt, das passiert halt schon mal. Deswegen nachjustieren und gut ist.

Etwas elektronisch zu lösen ist ja schön. Aber eine verschliessene Mechanik und einen ungeigneten Mikroschalter mit 0.3mm Hysterese durch Elektronik am Leben zu halten statt einen neuen Mikroschalter mit etwas mehr Hysterese und an die richtige Postion. Ich weiß nicht, macht wenig Sinn.

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