Thyristor für Induktionskochplatte

OP #8062525
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Guten Abend Allerseits, ich würde mit meinen bescheidenen Elektonik-Kentnissen gerne meine Induktions-Kochplatte wieder gebrauchsfähig machen und bräuchte dabei mal wieder eure Hilfe. Das Problem an der Kochplatte ist, daß sie direkt beim Einstecken, also noch vor dem Einschalten, die Netzsicherung rauswirft. Eine Widerstands-Überprüfung hat ergeben, daß die Kochplatte bereits zwischen den Polen des Netzsteckers nur 1 Ohm hat und damit den gleichen Widerstand, den auch die Induktionsspule unter der Kochplatte besitzt. Eine Überprüfung der Thyristoren, mit denen die Spule getaktet wird hat ergeben, daß der linke, im Bild rot markierte Thyristor ständig Durchgang zwischen allen drei Polen hat, also die Netzspannung direkt auf die Spule durchschaltet. Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte doch bei der Widerstandsmessung der vom Messgerät ausgehende Strom ausreichen, um den Durchgang im Thyristor zu löschen? Wenn der Thyristor also weiterhin durchgängig ist, liegt das Problem am Thyristor selber und nicht an der Bereitstellung der Löschspannung auf der Platine? Dann wäre die Frage, um was für einen Thyristor es sich hier handeln könnte. Leider ist so gut wie keine Beschriftung mehr zu erkennen. Wenn man in einem ganz bestimmten Winkel beleuchtet, kann man mit der Lupe so etwas wie TO5H oder T0SH erahnen, aber keine dieser Bezeichnungen ergibt irgendeinen Thyristor bei der Suche. Könnt ihr das trotzdem vermuten, was für ein Thyristor hier passen könnte? Vielen Dank für eure Antworten?

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#8062526
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Löte den aus und mache ein gutes Foto von der Beschriftung und poste auch die Messwerte in diesem ausgelöteten Zustand. Und Dir bewusst, dass auch noch weitere Bauteile betroffen sein können. Deine Kochplatte dürfte doch auch einen Namen/Typ haben.. Warum nennst Du den nicht?

#8062527
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Hallo,

so weit ich mich mit Induktionskochern auskenne, wird dort ein IGBT verbaut sein. Es wäre sinnvoll, diesen auszulöten, um danach den Gleichrichter prüfen zu können.

Meistens ist das Durchlegieren des Transistors ein Folgeeffekt des gealterten Kondensators, der mit der Spule einen Schwingkreis bildet. Diesen müßte man durchmessen oder bestenfalls gleich erneuern. Für Induktionskocher gibt es diese besonders kompakten Bauformen, die aber oft nicht Dauerbelastung aushalten.

Ersatztypen habe ich keine parat. Man müßte bei den Elektronikanbietern aussuchen, was dort verfügbar ist.

mfg

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OP #8062532
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Vielen Dank für die vielen Antworten noch zu so später Stunde. Der Bezeichnung der Kochplatte ist Clatronic EKU 3596, Leistung 2000 W. Dann werde ich den Thyristor mal rauslöten und nochmal messen. Ich fürchte allerdings, daß da kein brauchbares Foto mit der Bezeichnung zu machen ist, kann man schon mit der Lupe kaum erkennen. Ja, wenn da noch mehr kaputt ist, wird die Reparatur wohl meine Kenntnisse und Möglichkeiten übersteigen, aber mit diesem Thyristor könnte ich es halt nochmal probieren.

#8062534
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z.B. Aliexpress hat solche Kondensatoren zu Spottpreisen:

"5 Stück elektro magnetischer Ofen kondensator 0,33 uf spezieller 0,33 uf 1200V Tesla-Spulen kondensator für elektro magnetische Öfen"

"MKP-X2 6,8 UF 7 UF 8 UF400 V J /8 UF J 275 V. AC-400 V. DC Induktionskochfeldkondensator"

oder besser gleich beim seriösen Anbieter bestellen.

mfg

#8062538
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Das sagt die KI zum Clatronic EKU 3596:

Copy & Paste, deshalb unformatiert..

Wenn bei Ihrer Clatronic EKU 3596 (oftmals ist das baugleiche Modell EKI 3569 gemeint) Induktionskochplatte die Sicherung herausfliegt, liegt das fast immer an einem kurzgeschlossenen IGBT-Transistor.Bei diesen 2000-Watt-Geräten steuert der IGBT (Insulated Gate Bipolar Transistor) die Induktionsspule an. Überhitzt das Gerät oder altert das Bauteil, schlägt es durch und erzeugt einen permanenten Kurzschluss.🛠️ Typischer IGBT-Typ für den AustauschIn fast allen Clatronic-Induktionsplatten dieser Leistungsklasse (2000W) ist standardmäßig einer der folgenden IGBTs verbaut:H20R1203 (oder Nachfolger H20R1202 / IHW20N120R3)Spezifikationen: 1200 Volt Spannungsfestigkeit, 20 Ampere Stromstärke, TO-247 Gehäuse.⚠️ Wichtig: Diese Bauteile müssen Sie mitprüfen!Tauschen Sie niemals nur den IGBT aus. Wenn ein IGBT durchbrennt, reißt er fast immer andere Komponenten mit sich. Setzen Sie einen neuen ein, ohne diese zu prüfen, knallt es beim Einschalten sofort wieder:Der Brückengleichrichter: Messen Sie den Gleichrichter (meist ein flacher Vierpol wie GBU808 oder KBL406) mit dem Diodentester durch. Hat er zwischen AC und + / - Durchgang, ist er ebenfalls defekt.Die Feinsicherung: Die interne Schmelzsicherung (meist 10A oder 12A) auf der Platine ist garantiert durchgebrannt und muss ersetzt werden.Die Treibertransistoren (Gate-Ansteuerung): Der IGBT wird oft von zwei kleinen Transistoren (häufig Typen wie S8050 und S8550 oder 2N3904 und 2N3906) angesteuert. Sind diese defekt, bleibt der neue IGBT dauerhaft offen und brennt sofort wieder durch.Der Resonanzkondensator: Prüfen Sie den großen, meist blauen oder schwarzen Blockkondensator (ca. 0,3 µF / 1200V) direkt neben der Spule. Hat dieser an Kapazität verloren, stirbt der IGBT durch Spannungsspitzen.

#8062540
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Frank O. schrieb:

Sollte so was sein: FGA15N120ANTD Ups! Da war der Jörg schneller. Und natürlich stimmt das was Jörg schreibt.

Im Grunde hat Christian S. das wichtigste schon geschrieben. Mein Kommentar ist tatsächlich KI generiert, aufgrund der Eingabe des Typs der Platte in Google. Ich schmücke mich mit fremden Federn;-)

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#8062543
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Jörg R. schrieb:

Mein Kommentar ist tatsächlich KI generiert, aufgrund der Eingabe des Typs der Platte in Google.

Da ich mir gerade ein Induktionskochfeld gekauft habe, hatte ich mich vorher schon rein gelesen und das deckt sich mit dem was man so lesen kann über Defekte. Aber so wahnsinnig viel ist ja nicht auf der Platine. Die Frage ist, ob es die Induktivitäten "von der Stange" gibt, falls die kaputt sind.

#8062549
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Jörg R. schrieb:

Mein Kommentar ist tatsächlich KI generiert,

Die Abhandlung finde ich sogar gut und ausführlich.

Frank O. schrieb:

Jörg R. schrieb:

Das vom TO rot eingerahmte Bauteil ist auf dem PCB sogar als IGBT beschriftet.

Irha S. schrieb:

aber mit diesem Thyristor könnte ich es halt nochmal probieren.

wie Osterhasi und Nikolausi

um es Gerhard Polt erklären zu lassen: https://www.youtube.com/watch?v=bGwOCFMl_Hk

mfg

OP #8062828
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Vielen Dank für eure rege Anteilnahme. Und unglaublich, was die KI da zusammengedichtet hat. Ich fürchte, euer Forum wird bald überflüssig.... Ja, danach ist es ja sehr wahrscheinlich, daß es mit dem reinen Austausch des IGBT alleine leider nicht getan ist. Die anderen dort genannten Komponenten (bis auf die Feinsicherung, die übrigens noch ok ist) würde ich wohl nur mit eurer Hilfe ausfindig machen. Ich selber habe jetzt auch noch brav meine Hausaufgaben gemacht und tatsächlich ein Foto von dem Thyristor mit lesbarer Aufschrift hinbekommen. Allerdings entpuppte sich die zuvor erahnte Typbezeichnung lediglich als der Herstellername Toschiba. Und es bleibt bei dem kontinuierlichen Durchgang zwischen allen drei Polen, auch nach dem Auslöten, Als Schwingkreis-Kondensatoren habe ich jetzt nur ganz handelsübliche Kondensatoren auf der Platine entdeckt, die sehen auch alle noch ok aus. Also ihr habt mich ja jetzt mit guten Infos über diesen Thyristor versorgt, danach sollte ich in der Lage sein, einen geeigneten Thyristor zu finden. Muß ich dann nochmal überlegen, ob ich das riskiere, nur den IGBT zu tauschen...

#8062863
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H. H. schrieb:

Frank O. schrieb:

Ich habe das versucht so einfach wie möglich zu erklären.

Ging nach hinten los.

Thyristorsteuerungen waren lange Zeit mein tägliches Brot.

Für mich auch, aber in der Männerliga:

https://www.semikron-danfoss.com/_next/image?url=https%3A%2F%2Fassets.danfoss.com%2Fphotos%2Fpreview%2Flatest%2F422601%2FID498479475448-0101_preview.jpg&w=640&q=75

So sahen meine auch aus. Die alten Still Stapler, R50 und R60 hatten diese Teile.

(Firma: Q3) #8062878
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Wenn du Wissen erlangen und Spaß haben willst - dann mach weiter, Praxis ist immer gut.

Wen es dir nur um Reparatur und wieder Nutzen geht, vergiss es. Wirtschftlicher Totalschaden und endlos Zeitfresser.

Einerseits sind Induktionsplatten richtig Hitec. Auch wenn das Prinzip simpel und logisch erscheint, der Teufel steckt im Detail.

Andererseits sind die Bauteile aus Kostengründen immer extrem "auf Kante genäht", immer kurz davor zu explodieren. Vor allem in der unteren Preisklasse.

Wenn du länger Freude haben willst, nimm einen Hunni mehr in die Hand und kauf ein neues.

Gast #8062879
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Frank O. schrieb:

Die kleinen (vielleicht 3cm Durchmesser) waren die Löschthyristoren und dicj großen (schätze so 5-8cm) waren die Hauptthyristoren.

Ich war in der >=112mm Liga unterwegs...

Und sicher auch mit vielen Volt mehr.

Aber zurück zum Thema des Threads: @TE: Zeig mal auch die andere Seite der Platine, in guter Auflösung.

#8062881
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Ja, definitiv. Auf dem Beispiel stand 1200 drauf. Ich nehme mal an 1200V. ASEA Stapler waren mit 96V die Stapler mit der höchsten Spannung. Der R50 hat nur 24V. Üblich sind heute überwiegend 80V. Aber ich bin jetzt fast zwei Jahre raus und seit Ende letzten Jahres Rentner. Möchte auch nicht nochmal arbeiten müssen.

: Bearbeitet durch User
OP #8063214
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Hier also für die interessierte Leserschaft nochmal die Rückseite der Platine. Und spaßeshalber eine Abbildung einer der ersten Thyristoren aus einem Elektriker-Lehrbuch von 1964, die ich gerade bei meiner Lektüre entdeckt habe. War damals wohl der neueste Schrei und wurde als Sonderkapitel noch hinten angefügt. Aber wie ich jetzt endlich weiß, geht es hier ja gar nicht um einen Thyristor sondern um ein IGBT, das kannten die damals wohl noch nicht?

Jörg R. schrieb:

Der Brückengleichrichter: Messen Sie den Gleichrichter (meist ein flacher Vierpol wie GBU808 oder KBL406) mit dem Diodentester durch.

Welches Bauteil wäre denn dieser Gleichrichter? Den Resonanz-Kondensator habe ich gefunden. Das kann ich ja dann beides nochmal messen, wenn ich mich mit der Messtechnik hinreichend befasst habe. Aber bei dem Transistor hört's dann wirklich auf bei mir...

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#8063230
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Irha S. schrieb:

Jörg R. schrieb:

Der Brückengleichrichter: Messen Sie den Gleichrichter (meist ein flacher Vierpol wie GBU808 oder KBL406) mit dem Diodentester durch.

Welches Bauteil wäre denn dieser Gleichrichter?

Er musste halt KI-Müll kopieren, weil's modern ist. Auf den Bildern sehe ich erstmal keinen Brückengleichrichter, aber einige Dioden mit Bestückungsdruck 1N4007 und UF4007.

Wie ist das markierte Bauteil beschriftet?

Den Resonanz-Kondensator habe ich gefunden. Das kann ich ja dann beides nochmal messen, wenn ich mich mit der Messtechnik hinreichend befasst habe.

Die Kapazität kann man mit günstiger Ausrüstung messen. Ich wüsste aber keinen Weg, dessen zusätzlich spezielle Eigenschaften zu prüfen.

Aber bei dem Transistor hört's dann wirklich auf bei mir...

Hmm, das wäre doch eher machbar.

.. oder auch nicht, weil Du weder Grundwissen noch Ausrüstung hast.

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#8063259
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H. H. schrieb:

Thyristorsteuerungen waren lange Zeit mein tägliches Brot.

Für mich auch, aber in der Männerliga:

https://www.semikron-danfoss.com/_next/image?url=https%3A%2F%2Fassets.danfoss.com%2Fphotos%2Fpreview%2Flatest%2F422601%2FID498479475448-0101_preview.jpg&w=640&q=75

Hihi, ich habe hier noch als "Erinnerung" von PRX einen DTT-1-060024000 liegen. 600V 2,4 kA :-))) Der war als 6-Pack in einem Gleichrichterschrank für ein Galvanikbecken verbaut. 0-48V, 2 Kiloampere, als gesteuerter Gleichrichter.

#8065269
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Irha S. schrieb:

Habe wie gesagt nur sehr bescheidene Elektronikkentnisse...

Irha S. schrieb:

Ok, Thyristor und IGBT,

Deshalb nach Austausch des Thyratrons bei der erneuten Inbetriebnahme bestenfalls eine Schutzbrille aufsetzen, Gehörschutz kann nicht schaden, Strombegrenzung in der Zuleitung vorsehen, bestenfalls mit Indikator, wieviel Strom momentan gezogen wird und genügend Abstand von dem Teil halten.

Und man sollte nicht davon ausgehen, daß bei dem Gerät irgendwas Netzgetrennt versorgt wird, falls man auf die Idee käme, am eingeschalteten Gerät messen zu wollen.

mfg

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