Vielleicht gibt's dafür eine Lösung!
Ich hatte neulich diese Hiobs-Botschaft im ISS -> https://www.industriesalon.de/ kommuniziert und dabei die Idee vorgebracht, daß man den Laden vielleicht in den leerstehenden Gebäuden des ehem. Industriegebietes Berlin-Schöneweide unterbringen könnte. Noch dazu, daß es nach wie vor Industrie (auch Elektronik, einschließlich Hersteller, wie ASML) dort gibt, im benachbartem Adlershof die WISTA ist und mit der HTW auch potentiell jüngeres Klientel vorhanden vorhanden sein sollte ...
Diese Idee wurde als "genial" eingeschätzt und so bin ich heute bei "Segor" gewesen. Leider sieht der Chef das etwas anders - mit 70 muss man auch mal Schluss machen können - so seine Sicht und das ist auch verständlich, weil ohne Nachfolger geht's halt nicht weiter. Daß die solange durchgehalten haben, ist mir angesichts des Umfeldes mit "Barber-Shops" und Pizzabuden sowieso ein Rätsel ...
War doch "Segor electronic" der letzte seiner Art, nachdem schon vorher "Radio Arlt", "Radio Atzert", "Plastronic" und letztens auch noch "Conrad" dicht gemacht hatten ...
Deshalb brauchen wir Eure Hilfe. Wer könnte sich denn zutrauen so einen BE-Distributor mit jahrzehntelanger Tradition zu übernehmen und in neuer Umgebung (s.o.) unter neuen Bedingungen weiterzuführen?
Vielleicht können wir gemeinsam das Problem lösen ... bitte nur eMail-Kontakt.
Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden,
für Stärkung und Erhalt eigener Intelligenz, sowie ein liberalisiertes
Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
PSblnkd
Ja, jeder fände das geil wenn der Laden noch woanders wieder aufmachen würde, aber machen will's keiner, weil eigentlich auch jedem klar ist das es sich nicht rechnet.
Der eine Kerl der da drinsitzt und immer nur "hamwanich" sagen kann spielt am Tag 453 Level Candycrush und irgendwann schläft er ein.
So eine Bude ist ein Sauaufwand, wenig Gewinn, viel Ärger, und doch ist irgendwie immer das nicht da was die Leute wollen, aber die alten Kartons da hinten sind noch in DM beschriftet.
Es hat schon seinen Grund warum die alle geschlossen sind, und das liegt nicht am wollen.
Ich hab bei Segor gern bestellt, meistens Lötzinn, war wesentlich billiger als bei den üblichen Verdächtigen.
BTW: einmal sogar 250g bestellt aber 1kg geliefert bekommen und ich hab nicht reklamiert. Bin ich jetzt ein Verbrecher???
Ich hab bei Segor gern bestellt, meistens Lötzinn, war wesentlich
billiger als bei den üblichen Verdächtigen.
BTW: einmal sogar 250g bestellt aber 1kg geliefert bekommen und ich hab
nicht reklamiert. Bin ich jetzt ein Verbrecher???
Jetzt wissen wir warum zugemacht wird! ;-) Zumindest war dein Verhalten nicht ehrenvoll.
Ich hab bei Segor gern bestellt, meistens Lötzinn, war wesentlich
billiger als bei den üblichen Verdächtigen.
BTW: einmal sogar 250g bestellt aber 1kg geliefert bekommen und ich hab
nicht reklamiert. Bin ich jetzt ein Verbrecher???
Jetzt wissen wir warum zugemacht wird! ;-) Zumindest war dein Verhalten
nicht ehrenvoll.
Ich schäme mich immer noch, deswegen erinnere ich mich ja
Du meinst so was wie die Ludolfs die den Schrott von Segor, Pollin, Oppermann, Bassenberg vor die Tur gekippt bekommen und sehen sollen wir sie damit klar kommen ?
Selbst die Ludolfs gibt's nicht mehr.
Aber eben hundert kleine Händler die vom Kinderzimmer aus SMD Rollen kleinschneiden. Kosten gering, ersabdkosten als Brief, konkurrenzfähig zu China. Kessler (Simons) macht auch Kleinkram, wird aber wohl nicht reich damit.
Bei 8€/5000=0.16ct/Widerstand ist jeder Handgriff den rauszusuchen und zu verpacken zu teuer. Und die ganze Rolle fur 8€ ist wieder zu teuer.
Aber seien wir doch mal ehrlich, ich war vor vielen vielen Jahren das letzte Mal physisch in diesem Geschäft und zwischendurch wurde das Internet erfunden...
Der TO, der Peter, kann das doch selber machen. Einfach dem Segor seine Reste, das Mobiliar, etc abkaufen und sich dann SELBER hinter den Tresen der zu erwartenden Goldgrube stellen.
Schliesslich waren ja alle anderen nur zu blöd. Conrad hatte mal über 20 Filialen in Deutschland. Völkner, Bühler, ..., alle blöd.
Pollin läuft noch. Sonntag bestellt, Dienstag geliefert. Das sagt natürlich wenig über Gewinn oder Verlust aus. Wenn Segor schließt, muß er trotzdem den Laden räumen müssen. Da scheint es mir sinnvoller das Zeug abzugeben, als einen Container für Sondermüll zu bestellen.
Wir Bastler sind Schuld. Immer nur so billig wie möglich, immer aus China--
Das fällt nicht nur unseren Autobauern auf die Füße, sonder uns Allen.
Bald wird der kleinste Mist aus China kommen, da sich alles andere nicht mehr lohnt.
"nUser Erich" hat das ja vorausgesehen, das der Kapitalismus es ohne kommunistische Werkbank
sehr schwer haben wird. ;-P
Oberschöneweide ist ein armer Arbeiterbezirk im Osten Berlins. Zu senen besten Ossi-Zeiten hat er im laufe der Zeit 2 Bastlerläden beherbergt, der Letzte war "Radio Girndt".
Heut reihen sich Barber-Shops, Spätis und Billigläden sowie dunkle Raucherkneipen in der Wilhelminenhofstraße und Edisonstraße aneinander.
Aber es gibt ne Hochschule für Technik und Wirtschaft dort. Und ein paar neue dubiose Unternehmen. Dabei war es mal DER Industie-Bezirk in DDR-Zeiten und davor.
Ich hab mit Vater gesprochen.
Oberschöneweide ist zu arm für Nur-Laufkundschaft. Also müsste das neue Unternehmen auch Versand machen.
Vater meint, das nur ne Genossenschaft so ein Projekt stemmen könnte, wenn überhaupt. Und--
Segor müßte noch ein paar Jahre als Mentor zur Verfügung stehen. Denn er hat die jahrzehntelange Erfahrung, die nun verloren geht.
Oberschöneweide ist ein armer Arbeiterbezirk im Osten Berlins. Zu senen
besten Ossi-Zeiten hat er im laufe der Zeit 2 Bastlerläden beherbergt,
der Letzte war "Radio Girndt".
Heut reihen sich Barber-Shops, Spätis und Billigläden sowie dunkle
Raucherkneipen in der Wilhelminenhofstraße und Edisonstraße aneinander.
Du siehst also, was aus dem deutschen Arbeiter geworden ist seit dem er Stütze bezieht;
Schwarzgeldwäsche, Saufen, Müll konsumieren und nochmal saufen.
Die brauchen keine Bastlerläden, von denen tut meiner mehr was sinnvolles.
Wir Bastler sind Schuld. Immer nur so billig wie möglich, immer aus
China
So ein Quatsch. Die Einzelhändler haben nicht von Bastlern gelebt, sondern von Fachfirmen, die repariert und produziert haben.
Wenn ich an der Theke 20 unterschiedliche Bauteile für insgesamt 3,60 DM haben wollte, war schon klar dass das nie und nimmer die Kosten des Ladens deckt. Nicht mal bei Conrad Preisen, die Teils 20x höher waren, als beim Distributor.
Ich war das letzte Mal vor ein paar Jahren bei Segor, aber auch nur um etwas abzuholen was ich vorher bestellt hatte und einfach mal wieder den Laden sehen wollte.
Wenn man ehrlich ist lohnt sich so ein Geschäft (allein) nicht mehr. Fahrzeit mit dem Auto oder Öffis ca. 1h (innerhalb von Berlin wohlgemerkt), die 8 EUR für die ÖPNV Tickets oder Benzingeld - da kann ich auch Online bestellen und habe die Sachen 2-3 Tage später an meiner Haustür (TME).
Soetwas kann nur als Anhängsel eines großen Versands überhaupt noch existieren, so dass das Ladengeschäft quersubventioniert wird und zum anderen Zugriff auf den Warenbestand hat. Aber warum sollte man soetwas tun? Für die paar Bastler die ihre 3 Transistoren und 2 Elkos noch am selben Tag persönlich abholen wollen?
Mich wundert ehrlich gesagt, dass Segor solange durchgehalten hat - es sei ihm gegönnt. Aber wie angemerkt, totes Pferd.
Schliesslich waren ja alle anderen nur zu blöd. Conrad hatte mal über 20
Filialen in Deutschland. Völkner, Bühler, ..., alle blöd.
Es sollte noch mit den Filialen das Jubiläum 100 Jahre Conrad Elektronik gefeiert werden. Die Planungen liefen dafür bereits. Was dazwischen kam, waren der Krieg und dessen Auswirkungen. Daher mußte alles plötzlich relativ schnell geschehen. Andernfalls wären so nach und nach die Läden mit dem Ablaufen der Mietverträge abgewickelt worden.
Es sollte noch mit den Filialen das Jubiläum 100 Jahre Conrad Elektronik
gefeiert werden. Die Planungen liefen dafür bereits. Was dazwischen kam,
waren der Krieg und dessen Auswirkungen. Daher mußte alles plötzlich
relativ schnell geschehen. Andernfalls wären so nach und nach die Läden
mit dem Ablaufen der Mietverträge abgewickelt worden.
Du weisst was jetzt kommt: Wo steht das? Wer sagt das?
Soetwas kann nur als Anhängsel eines großen Versands überhaupt noch
existieren, so dass das Ladengeschäft quersubventioniert wird und zum
anderen Zugriff auf den Warenbestand hat
Segor hat selbstverständlich schon lange Versandhandel betreiben, und Segor hat auch versucht, sich im B2B-Geschäft zu etablieren. Das haben sie dann wohl nicht so gut hinbekommen, dazu waren sie einfach zu klein.
Aber eine mehr-als-Verdreifachung der Ladenmiete, die bricht praktisch jedem Gewerbe das Genick.
Aber eine mehr-als-Verdreifachung der Ladenmiete, die bricht praktisch
jedem Gewerbe das Genick.
Und wenn dann vielleicht noch eine durch den Mieter abzuschließende Vandalismusversicherung als Mietvertragsklausel dazu kommen sollte für 5 Euro pro Quadratmeter würde das noch mehr unlustig.
Und wenn dann vielleicht noch eine durch den Mieter abzuschließende
Vandalismusversicherung als Mietvertragsklausel dazu kommen sollte
Den Vermieter interessiert nicht das Ladeninventar, sondern Vandalismusschäden am Gebäude. Dafür ist die Gebäudeversicherung zuständig, und wer muss die wohl abschliessen, Dieterchen? Genau, der Vermieter.
Ich war ab 1990 sehr oft dort, wurde immer gut beraten (vor allem an der Halbleitertheke). Mit dem Aufkommen des ganzen Onlinehandels wurden auch meine Besuche seltener, auch weil der Mensch hinter der HL-Theke in Rente ging, doch auch jetzt noch war ich mind. 1x im Monat dort, vor allem, weil ich bei Halbleitern immer echte Ware bekommen habe.
Schade, aber irgendwie auch nachvollziehbar.
Old-Papa
Also ein Vollsortimenter auf 200 m^2 der die Industrie beliefert und auch die Hobbyisten mit einzelnen SMD-Widerständen oder antiquierten ICs von Telefunken?
Also ein Vollsortimenter auf 200 m^2 der die Industrie beliefert
Segor hatte zu Hochzeiten eine deutlich größere Außenstelle, in der sie daa nicht-Einzelkundengeschäft abgewickelt haben. Der Laden war nur für --Überraschung!-- Ladenkunden da.
Den Vermieter interessiert nicht das Ladeninventar, sondern
Vandalismusschäden am Gebäude. Dafür ist die Gebäudeversicherung
zuständig, und wer muss die wohl abschliessen, Dieterchen? Genau, der
Vermieter.
Und was ändert das an den Kosten für den gewerblichen Mieter, erklär mal?
Die Meisten hier (auch gelöschte) waren der Ansicht, dass Vermieter alles auf den Mieter umlegt.
Die einschlägigen Fachseiten empfehlen drei rechtssichere Wege dazu:
Die Umlage über die Nebenkosten (Empfohlen)
Vertragliche Verpflichtung zur Kostenübernahme & Selbstbeteiligung
Verpflichtung des Mieters zu einer erweiterten Inhaltsversicherung
Um das Geschäft zu retten, müßte jemand hier aus dem Forum irgendwo geeignete und günstige Geschäftsflächen im Raum Berlin entweder selbst haben oder jemanden kennen, der so etwas hat. Zweitens müßte dieser aktiv werden und den Geschäftsinhaber den Tipp weiter geben.
Und dann müßten die treuen Kunden aber auch weiterhin bei Segor einkaufen und kräftig weiterempfehlen.
Aber eine mehr-als-Verdreifachung der Ladenmiete, die bricht praktisch
jedem Gewerbe das Genick.
Wenn der Vermieter zu weit unter der ortsüblichen Gewerbemiete bleibt, dann droht das als geldwerter Vorteil betrachtet zu werden und wäre somit steuerpflichtig. Bei einer Nicht-Verdreifachung der Ladenmiete wäre das auch zu betrachten.
Wenn der Vermieter zu weit unter der ortsüblichen Gewerbemiete bleibt,
dann droht das als geldwerter Vorteil betrachtet zu werden und wäre
somit steuerpflichtig.
Dieter & Co., versteht einfach, es lohnt sich nicht. Lokale Händler sind out. Auch Tokyos Akihabara, Pekings Dinghao Electronics City und Hailong Electronics Market oder Shenzhens Elektronikviertel Huaqiangbei verschwinden.
Heute wird online bestellt und verschickt, denn wer realistisch rechnet, stellt fest: zu Fuss also kostenlos erreicht er nur Lebensmittel, mit dem Auto sind 10km schon teurer als Porto, mit Öffis jede Fahrt.
Nachdem ein chinesischer Händler mal wieder zu blöd war meine Frage zu verstehen, hab ich über TaoBao das richtige bestellt: 20 statt 26€ und direkt vom Hersteller statt dem Zwischenferengie und schneller gings auch noch.
Kein Mensch braucht Händler, der einzige Vorteil eines Händlers ergibt sich wenn der sich grössere Pakete (Container) liefern lässt und in kleinere Mengen (Einzelstücke) zerteilt und entweder abholbar (Lebensmittel) ist oder günstiger versendet. Und im Zuge von Zoll und CE die notigen Importschritte übernimmt. Aberctrotz enormer Amigohilfe durch korrupte EU Politik mit aberwitziger Zoll und Importhindernissen sterben eher Händler als dass sie aufblügen.
Mich interessiert mal was Wentronic / GooBay macht, ein ehemaliger Conrad Mitarbeiter der selbst importiert und vieles an Pollin weiter erkauft hat, der hat sogar einen Onlineshop, aber kaum Endkundengeschäft. Der könnte zumindest seinen Kram pollinähnlich anbieten um die Lücke zu füllen.
Wenn der Vermieter zu weit unter der ortsüblichen Gewerbemiete bleibt,
dann droht das als geldwerter Vorteil betrachtet zu werden und wäre
somit steuerpflichtig.
Wer sagt das, wo steht das?
Es geht nicht buchstäblich um "geldwerten Vorteil", trotzdem liegt Dieter mit seiner Aussage (wieder einmal) nicht ganz daneben.
Heute wird online bestellt und verschickt, denn wer realistisch rechnet,
stellt fest: zu Fuss also kostenlos erreicht er nur Lebensmittel, mit
dem Auto sind 10km schon teurer als Porto, mit Öffis jede Fahrt.
Da aber die meisten Leute in der Arbeit sind und die Kinder in der Ganztagsschule, bedeutet das für die Ausfahrer viele Spät- und Nachtschichten. Entweder Du läßt Dich aucgh Nachts um zwei aufwecken oder Du verzichtest auf Deine Ware. Oder wenn Du noch etwas willst, mußt Du irgendwo Schließfächer mieten oder einen satten Aufpreis zahlen, wenn Du zu besseren Zeiten beliefert werden möchtest. So wird sich das Geschäft nach dem Prinzip geiz ist geil weiterentwickeln.
Wohnst Du aber in einer schlechten Gegend, bekommst Du gar nichts mehr oder die Lieferung geht nur noch mit satten Aufpreis und festen Termin.
Wenn dadurch ausgewichen wird an die Firma liefern zu lassen, wo man arbeitet, werden das mehr machen und auch nicht mehr möglich sein oder der Arbeitgeber bietet das als besondere soziale Leistung an zusätzlich zum ÖPNV-Fahrtkostenzuschuss.
Da aber die meisten Leute in der Arbeit sind und die Kinder in der
Ganztagsschule, bedeutet das für die Ausfahrer viele Spät- und
Nachtschichten. Entweder Du läßt Dich aucgh Nachts um zwei aufwecken
oder Du verzichtest auf Deine Ware. Oder wenn Du noch etwas willst, mußt
Du irgendwo Schließfächer mieten oder einen satten Aufpreis zahlen, wenn
Du zu besseren Zeiten beliefert werden möchtest. So wird sich das
Geschäft nach dem Prinzip geiz ist geil weiterentwickeln.
Wohnst Du aber in einer schlechten Gegend, bekommst Du gar nichts mehr
oder die Lieferung geht nur noch mit satten Aufpreis und festen Termin.
Wenn dadurch ausgewichen wird an die Firma liefern zu lassen, wo man
arbeitet, werden das mehr machen und auch nicht mehr möglich sein oder
der Arbeitgeber bietet das als besondere soziale Leistung an zusätzlich
zum ÖPNV-Fahrtkostenzuschuss.
Klingt für mich ziemlich weltfremd und an den Haaren herbeigezogen:
Packstationen sind so schon mal kostenlos (zumindest die von DHL, wie das bei anderen Lieferservicen aussieht, weiß ich nicht).
Wenn man keine hat, gibt es noch die Abholung in der Filiale.
Oder mal legt einen Ablageort fest oder man hat so nette Nachbarn, die auch mal eine Lieferung entgegennehmen - das kann man alles vor einer Bestellung klären.
Kleinteile (im gepolsteren Briefumschlag oder ähnlich kleiner Verpackung) landen bei uns immer im Briefkasten.
Mir wären es auch lieber, wenn ich zu einem Elektronik- und einem Modellbauladen fahren könnte - gibt's nicht mehr (wir hatten hier zuletzt eine Conrad-Filiale; im letzten reinen Elektronikladen konnte man Bauteile von Anno dazumal inkl. einer akzeptablen Beratung bekommen).
Die Beratung (auch zu anderen Produkten) nehmen manche ja gerne mit und bestellen sich den Kram dann direkt in China, weil es ja so schön billig ist.
...
Oder wenn Du noch etwas willst, mußt
Du irgendwo Schließfächer mieten
...
Lieferungen an Packstationen kosten doch nicht extra, oder doch?
Noch nicht, aber wenn es jeder braucht, sieht es wieder anders aus.
Zu Zeiten als es noch Lohntüten mit Barem gab, waren die Konten auch umsonst. Erst als genug Firrmen nur noch auf Konten überwiesen, war damit Schluss. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Gesetze und Regeln des Marktes auch an diesen Bereich nicht vorbeiziehen werden.
Auch die Ladendiebe und Ladenplünderer werden sich der neuen Situation anpassen müssen. Das wird die Kosten für Schließfächer oder Packstationen sicherlich nicht sinken lassen.
Auch die Ladendiebe und Ladenplünderer werden sich der neuen Situation
anpassen müssen. Das wird die Kosten für Schließfächer oder
Packstationen sicherlich nicht sinken lassen.
Auch, wenn du das verstehst: Packstationen kosten derzeit gar nichts.
Ich kenne Segor nun nicht, aber unsere Elektronikläden hatten alle eine Theke hinter der die wertvollen Sachen lagerten. Da musste man schon drüber oder herum (Grobi könnte das natürlich bis zum Umfallen...).
Aus dem Bundesanzeiger, der letzte Eintrag ist von 2021:
"Der Jahresüberschuss 2021 von 511,13 EUR (8.531,74 EUR) wird mit dem Verlustvortrag aus 2020 von EUR 68.268,27verrechnet. Der Verlustvortrag von 67.757,14 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen."
Das ist zwar während Corona, aber der Verlustvortrag ist schon erheblich gewesen.
Da aber die meisten Leute in der Arbeit sind und die Kinder in der
Ganztagsschule, bedeutet das für die Ausfahrer viele Spät- und
Nachtschichten. Entweder Du läßt Dich aucgh Nachts um zwei aufwecken
oder Du verzichtest auf Deine Ware. Oder wenn Du noch etwas willst, mußt
Du irgendwo Schließfächer mieten oder einen satten Aufpreis zahlen, wenn
Du zu besseren Zeiten beliefert werden möchtest. So wird sich das
Geschäft nach dem Prinzip geiz ist geil weiterentwickeln.
Das ist nur in Dieters Welt so. Man kann da ganz einfach einen Ablageplatz auf seinem Grundstück festlegen und schon funktioniert das bei allen Paketdienstleistern. Alles was im Briefformat ist kommt in den ganz normalen Briefkasten, Pakete bis Schuhkartongröße in den Paketbriefkasten, alles was größer ist an einen definierten Ablageplatz und wenn man es mit seinen Nachbarn nicht ganz verschissen hat, dann nehmen die auch mal eine Sendung an - dieses System funktioniert seit vielen Jahren zuverlässig, zumindest bei mir.
Hier in Ulm gibt es auch noch eine Mükra-Filiale.
Das Obergeschoss, in dem mal Heimdisko-Equipment und Selbstbau-Boxen
waren, ist schon leergeräumt. Im Erdgeschoss gibt es noch elektronische
Bauteile in THT, wie sie in den 90ern üblich waren.
Wird wohl auch in den nächsten Jahren verschwinden.
Mich wundert es, dass es aktuell noch so viele kleiner deutsche Versender
gibt.
Segor hatte zu Hochzeiten eine deutlich größere Außenstelle,
Hatte? Also nicht mehr in letzter Zeit? Oder wann war das "hatte"?
Ich kenn nicht mal den Segor als Anwesender vor Ort. Ich freu mich auch nicht, dass der zumacht. Es ist halt so, dass es einfach ein Traum ist, so einen kleinen Laden mit Industriekunden am Leben zu erhalten. Das wird nix.
Als Ex-Münchner hab ich sie alle erlebt: Radio RIM, Conrad, Holzinger, Mir, Hartnagel, Schwille, Trin-Computer, ... Alle haben sich gewehrt, alle sind untergegangen. Und ich war traurig drüber. Nur Bürklin hats geschafft indem er raus aus München ist (ich glaub, das Gelände gehörte ihm, das ist wohl nicht billig weggegangen) und was Großes neu gebaut hat. Aber wirklich Vollsortimenter ist er nicht.
Oder wer von euch bestellt lieber beim Bürklin statt bei Mouser, Digikey oder TME (der sich auch nur langsam hocharbeitet).
Ja, früher, gaaanz früher, haben wir alles beim Bürklin bestellt. 74xx, 40xx, OpAmp, Stecker, Schalter, Kabel, Widerstände
Ich sehe da auch keinen Hinweis, wie diese diskret aufgebaute Endstufe auf kapazitive Lasten großartig anders reagierten soll, als ein integrierte Variante.
Das war eine logische (mögliche) Fortsetzung als Prognose, wie es sich weiterentwickeln könnte.
Wobei man das beim Lieferdienst entsprechend anmelden müsste...
Zumindest weiß ich von einem Kollegen, der wohnt in einer Gegend, wo das verwehrt wird und ist deshalb wieder auf Wohnungssuche.
Es gibt übrigens auch Leute, die im Homeoffice arbeiten (können).
Noch gibt es viele Berufe, die gehen nicht von zu Hause aus. Es dachten auch schon diversen Zukunftszenaren, dass die Leute von zu Hause aus ihren Avatar fernsteuern könnten, der die ganzen Arbeiten macht, wo ein Handeln vor Ort erforderlich ist. Aber nun geht die Entwicklung zum Roboter mit KI und der fernsteuernde Arbeiter wird scheinbar überflüssig.
Entweder Du läßt Dich aucgh Nachts um zwei aufwecken oder Du verzichtest
auf Deine Ware. Oder wenn Du noch etwas willst, mußt Du irgendwo
Schließfächer mieten oder einen satten Aufpreis zahlen, wenn Du zu
besseren Zeiten beliefert werden möchtest. So wird sich das Geschäft
nach dem Prinzip geiz ist geil weiterentwickeln.
bei uns wird seid vielen Jahren alles einfach vor die Haustür gelegt. von Hundefutter bis zur Waschmaschine
Ich kenn nicht mal den Segor als Anwesender vor Ort.
Wie lange bist Du schon in Berlin? Segor ist (bzw. war) eine Institution, der mit Abstand beste am Ort, auch vor zwanzig, dreißig Jahren, als es noch einige Konkurrenz gab.
Segor hatte Bauteile am Lager, von denen das "Fachpersonal" bei Conrad noch nicht mal wusste, daß es die überhaupt gibt.
Die haben halt keine RC-Modelle verkauft, auch keine Satellitenantennentechnik oder sonstige Unterhaltungselektronik, sondern elektronische Bauelemente. Und sie hatten ein gut gepflegtes Arsenal an Datenblättern und -Büchern (damals, in der Zeit vor dem Internet, war so etwas verdammt wichtig). Und die haben keine Restposten von irgendwas verhökert, wie es Atzert, A-Z etc. machten.
Das mußte ich mal korrigieren, damit die Aussage Sinn ergibt. Auch wie es in der Überschrift 'gibt auf' würde ich zu 'hört auf' korrigieren.
Dann hatte ich mir auch noch Gedanken zur Nachnutzung des Ladengeschäftes durch den Vermieter gemacht: "Goldankauf"! Das ist innovativ und fehlt noch der Kaiserin-Augusta-Allee.
In unserem Viertel auch nicht, aber bei einzlnen Kollegen ist das nicht mehr zuverlässig möglich, dass die Lieferungen so abgelegt werden. Da muss ein Nachbar die Warensendungen annehmen. Das warum wäre aber ein neuer Thread mit mehr gesellschaftspolitische Inhalten.
Etwas was noch nicht gut geregelt ist, wie der Nachbar das annimmt. Ein Kollege, der etwas juristisch bewandert ist, nahm eine Sendung für den Nachbarn an. Der Auslieferer fragte dabei, ob er ein Video machen dürfe. Er willigte ein nur wenn mit Ton und sagte, dass er die Lieferung nur vorbehaltlich annehme zur Weitergabe an den Empfänger.
@Heinrich K.(minrich) vom 05.11.2026 18:58 #8112832
Mal wieder zum Thema zurückzukommen ...
Wenn ich (Bj 1947) 20 Jahre jünger wäre, würde ich das sofort machen - noch dazu, weil ich sowas ähnliches schon mal zu DDR-Zeiten versucht hatte -> http://www.ps-blnkd.de/Privat_BE_Handel.pdf. Aber das waren andere Zeiten und andere Bedingungen.
Jetzt müssen eben die Jüngeren ran - oder das Ganze geht eben - wie viele schon vermuten - den Bach runter ...
Man kann sich natürlich auch den ganzen Tag - und wenn's sein muß auch auch die Nacht nur noch mit dem Handy beschäftigen ... und wenn man gar beim Studium irgendeines naturwissenschaftlichen Faches ist, seinem Prof die Ansage machen: "Aber Herr/Frau Professor, das brauchen wir doch alles nicht mehr lernen - dazu gibt's doch jetzt KI!"
Daran kann man sehen, wo wir hingekommen sind und welche Perspektiven sich dann noch entwickeln werden ...
Es ist allerhöchste Zeit dagegen anzugehen!
Das Wissen der Menschheit gehört allen Menschen! -
Wissen ist Macht, wer nur glaubt, der weiß nichts! -
Aber - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! -
Gegen KI und die Ausgrenzung von Unwissenden,
für Stärkung und Erhalt eigener Intelligenz,
sowie ein liberalisiertes Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrecht!
PS
Ich habe den Thread aufmerksam verfolgt. Eine Geschäftsaufgabe im Elektronik-Bauteile-Bereich ist ja leider keine Ausnahme mehr. In den 80er Jahren gab es sogar in kleineren Städten Läden mit 20 Quadratmetern, die Bauteile an Bastler und CB-Funker verkauft haben.
Seitdem hat sich Selbstbautätigkeit mehr in Richtung Digital verschoben, heute kommt kaum ein Bastelprojekt ohne Raspi/ESP32/STM/Atmel/PIC aus. 2012 hat ein seit Jahrzehnten in Offenbach am Main bestehender Bauteilladen seine Orientierung ändern wollen. Der Laden war in einer Immobilie des Besitzers untergebracht.
Der Besitzer hat nach einem Abnehmer des bauteilbestands gesucht, und ein Schrottler hatte ihm 150€ für alles geboten - 140 große Raaco-Kästen voll mit Teilen und 2 Kubikmeter Vorrat. Ich habe ihm dann ein Angebot gemacht, und er ging darauf ein. Seitdem habe ich etwa 500000 Bauteile hier liegen, die inzwischen gut 35 jahre alt sind (keine China-BT). Ab und zu kann ich etwas von dem Bestand in meinem Job brauchen, da ich dort einen sehr breiten Aufgabenbereich abdecken muß. Lediglich die ICs vom C64 fanden schnell neue Besitzer, ansonsten ist es selbst für mich als privaten Besitzer praktisch unmöglich, die Bauteile an potentielle Kunden zu verkaufen. Kommerziell wäre das der perfekte Albtraum.