Passiver Tastkopf

Gast #4831922
Hallo,

auf S.7 von dieser PDF:

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwjFzLny__rQAhUEWywKHYQ2A6sQFggcMAA&url=http%3A%2F%2Fwww.th-nuernberg.de%2Ffileadmin%2FFachbereiche%2Fefi%2FWeigand%2FOszilloskop.pdf&usg=AFQjCNFAtMGNm3vKbj6TtoazdCiZC0Cv7Q&sig2=PabRHytQAZ-D3alPhBxSvQ

ist das ESB eines passiven Tastkopfes zu sehen. Meine Frage bezieht sich 
auf C_Kab. Soll das die Kapazität des Kabels vom Tastkopf sein?
Bisschen irritierend, da ich dachte C_1 ist die Kapazität des 
Tastkopfes?!
@Thorsten (Gast)

>ist das ESB eines passiven Tastkopfes zu sehen. Meine Frage bezieht sich
>auf C_Kab. Soll das die Kapazität des Kabels vom Tastkopf sein?

Ja.

>Bisschen irritierend,

Nö.

> da ich dachte C_1 ist die Kapazität des
>Tastkopfes?!

Nö, das ist Kompensationskapazität parallel zu R1. Der 
Eingangswiderstands des Gesamtkonstrukts Tastkopf ist die 
Reihenschaltung von 9+1=10MOhm, parallel zur Reihenschaltung von C1 und 
(Ccab + C2) ~12pF,

kurz 10MOhm // 12pF.

Und wenn der Tastkop richtig abgeglichen ist (C1 ist variabel), dann 
gilt R1*C1 = R2 * (Ccab+C2)

und dein Tastkopf überträgt Rechteckpulse ohne verbogenen Frequenzgang.
Gast
Falk B. schrieb:
> und dein Tastkopf überträgt Rechteckpulse ohne verbogenen Frequenzgang.

Was genau sind verbogene Frequenzgänge? Meinst Du damit, dass ein 
Rechteck rein ist und nicht durch eine Fouriertransformation angenähert 
wird?
Gast
Alexander schrieb:
> Hannes schrieb:
>> Falk B. schrieb:
>>> und dein Tastkopf überträgt Rechteckpulse ohne verbogenen Frequenzgang.
>>
>> Was genau sind verbogene Frequenzgänge? Meinst Du damit, dass ein
>> Rechteck rein ist und nicht durch eine Fouriertransformation angenähert
>> wird?
>
> So wie hier im Bild:
> http://cmosedu.com/jbaker/courses/ee420L/s15/stude...
>
> Gruß,

EDIT:
Oder hier, wenn es "unterkompensiert" ist:
https://www.google.dk/imgres?imgurl=http%3A%2F%2F2yh5c119vtjz3yoo8229y5bs.wpengine.netdna-cdn.com%2Fwp-content%2Fuploads%2F2016%2F06%2Fbefore-after-combo.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.testandmeasurementtips.com%2Fscope-probe-garble-signal%2F&docid=oUhUFxuYAG3vqM&tbnid=kX2smtmWTvOrgM%3A&vet=1&w=432&h=576&bih=638&biw=1366&q=non%20compensated%20voltage%20probe&ved=0ahUKEwiTs_S5hPvQAhWDECwKHSzkAfsQMwhPKCgwKA&iact=mrc&uact=8
Gast
Alexander schrieb:
> So wie hier im Bild:
> 
http://cmosedu.com/jbaker/courses/ee420L/s15/students/banasn1/Lab2/Under%20comp%20probe.JPG
>
> Gruß,

Das sieht mir eher aus wie ein Aliasing-Fehler. Mit welcher Frequenz 
steuerst Du Deinen Sinus? Du musst auf alle Fälle Shannon einhalten - 
also die Abtastfrequenz des Messgerätes muss mindestens größer als 
doppelt so groß sein wie die Messfrequenz. Dann würden auch die geraden 
Sprünge in dem Bild von Dir verschwinden.
Gast
Hannes schrieb:
> Alexander schrieb:
>> So wie hier im Bild:
>>
> http://cmosedu.com/jbaker/courses/ee420L/s15/stude...
>>
>> Gruß,
>
> Das sieht mir eher aus wie ein Aliasing-Fehler. Mit welcher Frequenz
> steuerst Du Deinen Sinus? Du musst auf alle Fälle Shannon einhalten -
> also die Abtastfrequenz des Messgerätes muss mindestens größer als
> doppelt so groß sein wie die Messfrequenz. Dann würden auch die geraden
> Sprünge in dem Bild von Dir verschwinden.

Hältst du das bei 250uS/DIV wirklich für wahrscheinlich? Ein 4kS/s DSO?
Gast
Hannes schrieb:
> Was genau sind verbogene Frequenzgänge?

Wenn in deinem Link der C1 (13.3pF) fehlen würde, dann hättest du einen 
Tiefpass aus R1||R2 und CKab und C2. Das führt bei höheren Frequenzen zu 
einer Dämpfung, also einem Abfall im Frequenzgang und deshalb spricht 
man auch von 'verbogenem' Frequenzgang. Er ist eben nicht mehr, wie 
gewünscht, über weite Bereiche gerade.
@HildeK (Gast)

>> Was genau sind verbogene Frequenzgänge?

>Wenn in deinem Link der C1 (13.3pF) fehlen würde, dann hättest du einen
>Tiefpass aus R1||R2 und CKab und C2. Das führt bei höheren Frequenzen zu
>einer Dämpfung, also einem Abfall im Frequenzgang und deshalb spricht
>man auch von 'verbogenem' Frequenzgang. Er ist eben nicht mehr, wie
>gewünscht, über weite Bereiche gerade.

Jain. Ein normaler Tiefpass hat keinen "verbogenen" Frequenzgang, und 
JEDER Verstärker ist ein Tiefpass, ganz egal ob mit 100MHz oder 10GHz. 
Das Problem dieser Fehlkompensation ist die "Verbiegung" an der falschen 
Stellen, nämlich irgendwo im mittleren Frequenzbereich, welche sich dann 
bei Rechtecksignalen mit deutlich verschliffenen Flanken oder 
Überschwingern bemerkbar macht. Damit mißt man Dinge, die real im Signal 
gar nicht vorhanden sind.

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