Im Anhang ein Klassiker, der nach diesem Prinzip funktioniert. Der
Schaltplan ist nach guter deutscher Tradition von einer Spinne auf LSD
gezeichnet worden, aber der wichtige Teil ist halbwegs deutlich.
Da man bei einem ernsthaften Kompressor/Limiter schnelle Ansprechzeiten
der Verstärkungsregelung (10ms o.ä.) haben möchte, was der
Ausgangsspannung einer einzelnen Röhrenstufe einen riesigen Spannungshub
überlagert, der jeden Lautsprecher tötet, steuert man zwei dieser Röhren
(E99F) mit gegenphasigen Nutzsignalen an (e wird durch Ü1 in
(gegenphasige) a und b transformiert), überlagert beiden Signalen die
Steuerspannung (r), indem man sie an die Mittelanzapfung von Ü1 legt,
und entfernt hinterher durch Ü2 den durch die Steuerspannung
hervorgerufenen riesigen Gleichtaktanteil. Dahinter bleibt nur der
Gegentaktanteil übrig, nämlich das von der Steuerspannung abhängig
verstärkte Nutzsignal.