Tag Zusammen,
ich möchte mehrere dieser Widerstände verbauen:
https://www.conrad.de/de/hochlast-widerstand-10-axial-bedrahtet-100-w-ate-electronics-rb101-10-j-5-6-st-645795.html
Dem Datenblatt ist zu entnehmen, dass der Widerstand ohne Kühlkörper bis
maximal 40 Watt belastet werden darf. Mit einem Kühlkörper 995x3 (cm2 x
mm), kann der Widerstand voll belastet werden. Bei den wenigsten
Kühlkörpern finde ich allerdings eine Angabe zur Fläche.
Bei diesem hier habe ich eine Angabe zur Fläche gefunden, allerdings ist
die nur halb so groß wie benötigt:
https://www.conrad.de/de/profilkuehlkoerper-445-kw-l-x-b-x-h-100-x-60-x-20-mm-pada-engineering-8495100n-188005.html
Da ich mehrere dieser Widerstände verbauen muss, könnte das im Bezug auf
die Größe und Anzahl der Kühlkörper ein wenig ausarten, befürchte ich.
Auf der Info Seite zum Thema Kühlkörper findet man für eine aktive
Kühlung eine Verbesserung des Wärmewiderstands um den Faktor 4-5.
Kann ich das auch ungefähr für einen Lastwiderstand annehmen?
Weil wenn ja, könnte ich den dann theoretisch problemlos voll belasten.
Oder?
Vielen Dank im Voraus!
Christopher
Bei einer Belastung von 100 Watt würde sich Dein Kühlkörper auf 445°C
erwärmen, das hält der nicht aus bzw. dieser Kühlkörper ist
unterdimensioniert. Ein Kühlkörper mit einem Wärmewiderstand von 1K/W
oder kleiner wäre pro Widerstand OK.
Old P. schrieb:> Das Ding macht 2x 1600W bei 4 Ohm.
Das Ding sieht super leistungsfähig aus, schön kräftig solide gebaut und
sogar mit Tragegriffen. Respekt.
Christopher schrieb:> Bei den wenigsten Kühlkörpern finde ich allerdings eine Angabe zur Fläche.
Külkörper werden auch nicht nach Fläche dimensioniert, sondern
nach Wärmewiderstand. Diesen findet man dann in den Datenblät-
tern. Vermutlich wirst Du eine "forcierte Kühlung", alsso eine
mit Ventilator benötigen.
Old P. schrieb:> Das Ding macht 2x 1600W bei 4 Ohm.
Ich bin immer noch begeistert von dem Ding. Wenn beide 4 Ohm Stränge in
Reihe geschaltet werden, könnte man das Ding schon mittelfristig an die
230V Steckdose anschließen, um die Wohnung damit zu heizen.
Old P. schrieb:> Das Ding macht 2x 1600W bei 4 Ohm.
Ich will auch so einen Leistungswiderstand haben, aber wenn ich für
jeden Widerstand 4 mal Gewinde in Alu schneiden müsste, würde ich
wahrscheinlich jeden zweiten Gewindebohrer abbrechen und müsste mir
mehrere Ersatzkühlkörper und Gewindebohrer kaufen. Das kostet Zeit und
Geld. Trotzdem finde ich es gut, dass das mal einer in Echt gebaut hat.
Chefkoch schrieb:> Wir haben das so 1:1 alst Testlasten für> diverses verwendet.
Das ist die deutlich günstigere Variante, die auch zum Ziel führt, sieht
aber nicht so gut aus, wie die Luxusversion von Old-Papa. :)
Je nach anliegender Spannung kann man diese Bratwiderstände samt
Kühlkörper auch in einem Eimer Wasser oder in der Kaffeetasse versenken.
Bei 230V-Anlagen vielleicht nicht gerade, aber im Hifi-Bereich mit <70
Vrms in 4 oder 8 Ohm geht das problemlos.
Falk B. schrieb:> Wieviele? Welche Gesamtverlustleistung?
18 Stück, parallel, sodass ich Widerstände zwischen 10 und 0,56Ohm
wählen kann.
Maximale Gesamtverlustleistung liegt im Bereich von circa 700 Watt:
1,11Ohm (also 9 dieser Widerstände parallel) und eine maximalen Spannung
von 28V.
Bei weniger als 1,11Ohm liegen nur noch maximal 14V an.
Viele Grüße,
Christopher
Ach Du grüne Neune schrieb:> Old P. schrieb:>> Das Ding macht 2x 1600W bei 4 Ohm.>> Das Ding sieht super leistungsfähig aus, schön kräftig solide gebaut und> sogar mit Tragegriffen. Respekt.
Die Eisenstangen sind keine Tragegriffe, sondern die Strommeßshunts. Und
die Mülltonnen im Hintergrund sind für den Spannungsabfall. :)
Was gut gehen müßte wäre ein alter Prozessorkühlkörper mit Lüfter, auf
den der Widerstand draufpaßt Von der Generation, die 50-100 Watt
Verlustleistung verbläst.
Ich habe mal einen Zementwiderstand unter Wasser betrieben. War binnen
kurzer Zeit eine trübe Brühe und die Anschlußdrähte stark korrodiert.
Weil Elektrolyse. Also Wasser und Technik verträgt sich nur bei einer
Herdplatte.
Beim Anblick von blanken glatten Kühlkörpern komme ich immer ins
Theoretisieren:
-matt strahlt besser ab als glänzend, und schwarz besser als blank
-für aktive Kühlung sind glaube ich rauhe, kantige, verwinkelte
Oberflächen besser als glatte, weil bessere Verwirbelung.
-Was am meisten zählt, ist Oberfläche. Als nächstes kommt der
Querschnitt, um genug Wärme nachzutransportieren. Eine Aluplatte mit
Aluborsten wäre wahrscheinlich unschlagbar. Höchstens noch durch einen
Block aus gesinterten Alukugeln, durch den man die Luft durchbläst.
Zur reinen Kühlung nimmt man dann halt destiliertes Wasser.
Oder gleich zwei Elektroden in den Eimer und die Leitfähigkeit des
Wassers mit Salz/Zitronensäure einstellen.
Das gibts durchaus in groß, z.b. als Dummyload für Leistungsendstufen
von Sendeanlagen.
Widerstand schrieb:> Eine Aluplatte mit> Aluborsten wäre wahrscheinlich unschlagbar. Höchstens noch durch einen> Block aus gesinterten Alukugeln, durch den man die Luft durchbläst.
Ne, ein Prozessorkühler (Also Heatpipes mit daran montierten
Kupferfinnen) ist nochmal wesentlich effektiver ;-)
Ach Du grüne Neune schrieb:> würde ich> wahrscheinlich jeden zweiten Gewindebohrer abbrechen
Ich habe kleinere Widerstände auf einen Pentium_II-Kühlkörper gesetzt:
Widerliches Material, schmiert ohne Ende. Die M2,5 habe ich rein
bekommen, ein M3-Maschinenbohrer ist leider verstorben - ich verstehe
Dich.
Der Wärmewiderstand liegt bei etwa 3,8k/W - zeigt meine Messung.
Deneriel schrieb:> Zur reinen Kühlung nimmt man dann halt destiliertes Wasser.
Nee, man nimmt Öl.
Manfred schrieb:> Nee, man nimmt Öl.
Ja und nein...
Ich benutze Spiritus oder auch mal spezielles "Schneidöl"
Mein M3er in der mechan. Werkstatt ist ca. 30 Jahre alt (DDR-Bestand)
und hat bestimmt schon einige Tausend Gewinde geschnitten, auch in Alu.
Vor 2 Wochen erst 120 Gewinde non-stop. Natürlich nicht mit
Akkuschrauber und auch nicht von Hand. Ich benutze zum Kernlochbohren
und dann zum Gewindeschneiden eine Tischbohrmaschine, die
geschwindigkeitsgeregelt ist (FU) und Rechts-Linkslauf kann.
Prömpelt man von Hand rein geht es mit Gefühl auch, mit Akkuschrauber
eher nicht (habe ich aber auch schon gemacht).
Einen gleichen habe ich auch in der elektr. Werkstatt, auch dieser aus
gleicher Quelle (;-)) und eigentlich unkaputtbar.
Irgendwelche aus Baumarktschachteln überleben dagegen selbst Alu nicht
sehr lange.
In der oben gezeigten Last sind insgesamt 32 100Watt-Rs verbaut, also
128x gebohrt und Gewinde geschnitten (Ja, M3) ;) Hätte nie gedacht, das
man sowas nicht hinbekommt....
Old-Papa
Old P. schrieb:>> Nee, man nimmt Öl.>> Ja und nein...> Ich benutze Spiritus oder auch mal spezielles "Schneidöl"
Er meinte es weniger zum schmieren des Bohrers sondern mehr zum
Eintauchen der Widerstände, also als Kühlmittel.
Bei 8KW im NF Bereich kann man auch ein Durchlauferhitzer nehmen, und
die 3 Widerstände parallel schalten.
Ralph Berres
Old P. schrieb:> Ja und nein...> Ich benutze Spiritus oder auch mal spezielles "Schneidöl"> Mein M3er in der mechan. Werkstatt ist ca. 30 Jahre alt (DDR-Bestand)> und hat bestimmt schon einige Tausend Gewinde geschnitten, auch in Alu.
So aus meiner Werkstatt:
Alu und Alu-Legierungen: Spiritus , denn Öl schmiert da mit den
Metallspänen (Ausser, man hat eben ein spezielle gemixtes "Schneidöl")
Messing, Eisen. Stahl: Öl (dünnflüssig, oder halt "Schneidwachs" von
AFAIR Eürth oder so))
Christopher schrieb:> Tag Zusammen,>> ich möchte mehrere dieser Widerstände verbauen:> https://www.conrad.de/de/hochlast-widerstand-10-ax...>>> Da ich mehrere dieser Widerstände verbauen muss, könnte das im Bezug auf> die Größe und Anzahl der Kühlkörper ein wenig ausarten, befürchte ich.> Auf der Info Seite zum Thema Kühlkörper findet man für eine aktive> Kühlung eine Verbesserung des Wärmewiderstands um den Faktor 4-5.> Kann ich das auch ungefähr für einen Lastwiderstand annehmen?> Weil wenn ja, könnte ich den dann theoretisch problemlos voll belasten.> Oder?>>
Sagt: nimm Glühbirnen, damit kann man sogar sehen wie viel Leistung
verbraten wird!
Old P. schrieb:> Ja und nein...> Ich benutze Spiritus oder auch mal spezielles "Schneidöl"
Für Löcher in Alu ja, als Kühlflüssigkeit für elektrische Komponenten
eher nicht.
> Mein M3er in der mechan. Werkstatt ist ca. 30 Jahre alt (DDR-Bestand)> und hat bestimmt schon einige Tausend Gewinde geschnitten, auch in Alu.
Vom Alter her kann ich fast mit, Industrieausrüstung von etwa 1990.
Tausende Gewinde eher nicht.
> Vor 2 Wochen erst 120 Gewinde non-stop. Natürlich nicht mit> Akkuschrauber und auch nicht von Hand. Ich benutze zum Kernlochbohren> und dann zum Gewindeschneiden eine Tischbohrmaschine, die> geschwindigkeitsgeregelt ist (FU) und Rechts-Linkslauf kann.
Tischbohrmaschine traue ich mich nur selten - meine kann Richtungsumkehr
auf dem Tiefenanschlag.
Das ist schwierig, was in diesem "Schmieralu" mit deutlich höherer
Schnittgeschwindigkeit passiert wäre. Das waren nicht die ersten
Gewinde, die ich in Kühlkörper schneide, aber an solch einen widerlich
weichen Werkstoff erinnere ich mich nicht.
Manfred schrieb:> Old P. schrieb:>> Ja und nein...>> Ich benutze Spiritus oder auch mal spezielles "Schneidöl">> Für Löcher in Alu ja, als Kühlflüssigkeit für elektrische Komponenten> eher nicht.>
Oooch, Widerlinge in Spiritus geht schon, mit Pech nur ein mal ;-)
(das hatte ich falsch verstanden, ging ja um Gewinde)
> Tischbohrmaschine traue ich mich nur selten - meine kann Richtungsumkehr> auf dem Tiefenanschlag.
Meine muss ich (rechtzeitig!) von Hand umschalten :-(
> Das ist schwierig, was in diesem "Schmieralu" mit deutlich höherer> Schnittgeschwindigkeit passiert wäre. Das waren nicht die ersten> Gewinde, die ich in Kühlkörper schneide, aber an solch einen widerlich> weichen Werkstoff erinnere ich mich nicht.
Ist mir nur sehr selten unter gekommen. Schwein gehabt.
Old-Papa
Widerstand schrieb:> Ich habe mal einen Zementwiderstand unter Wasser betrieben. War binnen> kurzer Zeit eine trübe Brühe und die Anschlußdrähte stark korrodiert.> Weil Elektrolyse. Also Wasser und Technik verträgt sich nur bei einer> Herdplatte.
Aber direkte Ölkühlung ginge. Wird bei Trafos u.a. angewendet.
Hatte ich letztens bei einem Kumpel gesehen, der einen Schleifringmotor
an seiner Kreissäge hat. Zur Drehzahlsteuerung nix FU, da wird eine
Wicklung über 3 Schleifringe an 3 im Dreieck verschaltete
Lastwiderstände gelegt, die dann mit einem Handrad stufenweise
eingestellt werden. Die Widerstände hängen in 3L Öl. Die Box mit Handrad
sieht aus, wie so ein "Sprengkoffer" ;-)
Ich hab mal schnell aus der Krabbelkiste ein paar Teile zusammengebaut:
- 4 mal 15 Ohm Widerstände mit je 50 Watt
- 1 mal Alukühlkörper 120 x 90 x 40 mm
Das mit dem M3-Gewindeschneiden (von Hand mit Wendeisen) hat gut
funktioniert. Bohrung mit 2,5mm Bohrer vorgebohrt und beim
Gewindeschneiden nach jeder zweiten Umdrehung durch kurzes zurückdrehen
einmal den Span gebrochen.
Die Widerstände lassen sich alle parallel schalten (3,75R) oder in
Zweiergruppen in Reihe schalten, dann erhält man 2 x 7,5R oder 1 x 15R.
Damit kann man dann z.B. einen Verstärker zu Messzwecken mit 3,75R oder
7,5R belasten.
Ohne Kühlung kann ich 18 Volt an 3,75R anschließen, dann werden ca. 90
Watt in Wärme umgewandelt und der Körper wird schon ziemlich warm. Mehr
sollte man ohne Kühlung nicht verheizen. Mit 200 Watt habe ich diesen
Widerstand noch nicht belastet, aber ich könnte für diesen
Anwendungsfall dann noch einen Lüfter auf die Sechskant-Abstandsbolzen
schrauben. Auch dann würde ich ihn nur kurzzeitig mit 200 Watt belasten
wollen.
Ach Du grüne Neune schrieb:> Mit 200 Watt habe ich diesen> Widerstand noch nicht belastet, aber ich könnte für diesen> Anwendungsfall dann noch einen Lüfter auf die Sechskant-Abstandsbolzen> schrauben.
Du kannst ihn dafür problemlos in einen Eimer mit Wasser legen. Schon
zichfach gemacht. Und kribbelt auch schön, wenn man die Hand reintaucht.
Old P. schrieb:> So kann man das machen ;-)>> Das Ding macht 2x 1600W bei 4 Ohm.>> Old-Papa
Ich möchte mir für die Entladung auch so einen Widerstand bauen. Dieser
sollte für die Entladung bei 12V bzw. 24V eingesetzt werden. Die Frage:
Welche Leistungsiedertände ich parallel bzw. in Reihe schalten kann wenn
ich ähnliche Kühlkörper verwende.
Gruß Christian
Meister schrieb:> Ich möchte mir für die Entladung auch so einen Widerstand bauen.Spezialist schrieb:> Puh - Conrad will ca 40€ pro StückJ. T. schrieb:> In China für für 2.15€.
Jetzt zur Strafe 100 mal schreiben:
"Der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen."
Manfred schrieb:> Ich habe kleinere Widerstände auf einen Pentium_II-Kühlkörper gesetzt:
Unter den Widerständen sehe ich keine Wärmeleitpaste - oder hast du bei
der Montage so sauber gearbeitet?
Nach drei Jahren :
Wolfgang schrieb:> Manfred schrieb:>> Ich habe kleinere Widerstände auf einen Pentium_II-Kühlkörper gesetzt:>> Unter den Widerständen sehe ich keine Wärmeleitpaste
Richtig, da ist nämlich keine. Wichtiger war, die Widerstände auf sehr
feinem Schmirgelleinen leicht abzuziehen, die Chinapfuscher haben
leichte Grate an Kante und Bohrungen.
Chefkoch schrieb:> Das ist keine Verarschung. Wir haben das so 1:1 alst Testlasten für> diverses verwendet.
Genau so einen Hochleistungswiderstand hat meine CNC-Drehbank auch als
Motorbremse. Ab Werk! Ich hab zunächst mal blöd geschaut.