EL-Leuchtstreifen

Gast #3358978
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Ich habe ettliche Elektroluminiszenz-Streifen aus Ostproduktion, 
gebrauchte als auch unbenutzte, in verschiedenen Größen. Die Dinger 
laufen mit 50Hz und 220V (über Trenntrafo).

Die Streifen sind etwa 3mm dick, Länge zwischen 12 und 20cm, Breite 
zwischen 2 und 5cm, Glassubstrat, Leuchtfarbe ist grün-türkis.

Besteht tendenziell Interesse an sowas, dann würde ich mal ein paar Maße 
und Mengen zusammensuchen, und Bilder machen? Sonst landen die demnächst 
auf dem Recyclinghof, ich wüsste keine Verwendung dafür.

Ich mein, man könnte damit Ziffern für eine 40cm hohe Digitaluhr bauen, 
die kann man aber auch nur im Halbdunkel ablesen. Und für 
Beleuchtungszwecke ist die Energieeffizenz viel zu gering.
Gast #3358988
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Aus Glas? Das dürfte schon deswegen interessant sein, weil es 
ungewöhnlich ist. Von Labormustern abgesehen, kenne ich so etwas nur in 
Form von Kunststoffolien. Sammler gibt es hier sicher auch, also ich 
würde raten: Anbieten.
Gast #3361175
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Hier die Bilder. Es sind drei Typen:

Schmal
Aussenmaße: 167 x 22 x 4
Leuchtfläche: 158 x 18
Strom: ca. 0.3mA bei 190Vac
vorhanden: 8 Stk neu, 30 Stk gebraucht

Breit und kurz
Aussenmaße: 150 x 50 x 4.5
Leuchtfläche: 140 x 45
Strom: ca. 0.5mA bei 190Vac
vorhanden: 5 Stk neu, davon 1 Stk leicht angeknackst

Breit und lang
Aussenmaße: 200 x 50 x 4.5
Leuchtfläche: 190 x 45
Strom: ca. 1mA bei 190Vac
vorhanden: 8 Stk neu, 1 Stk ohne Drähte, 1 Stk gebrochen
Angehängte Dateien:
Gast #3361212
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Getestet habe ich die Lampen mit einem Kleintrafo, der ca. 190V mit 50Hz 
gebracht hat.

Ursprünglich betrieben wurden die Lampen an einem Trenntrafo mit 220V, 
50Hz. Dann sind sie auch etwas heller. Bei Parallelschaltung erhält jede 
Lampe einen Ausgleichswiderstand von einigen kohm, genauen Wert müsste 
ich raussuchen.

Die Helligkeit auf den Bildern täuscht. Ich hatte nur etwas indirekte 
Beleuchtung von der Decke. Als Fernsehuhr am Abend sicher sehr nett, bei 
normaler Raumbeleuchtung schon kaum zu erkennen, geschweige denn bei 
Sonnenlicht.

Die kleinen Lampen (167x22 und 150x50) sind etwas lichtschwächer als die 
Große bei Betrieb an der gleichen Spannungsquelle (und ohne 
Ausgleichswiderstand).

Die Farbe ist ein angenehmes Türkis.

Für den Betrieb gilt (meines Wissens nach und ohne Anspruch auf 
Vollständigkeit):

- Wechselspannung! Bei getakteter Gleichspannung könnte es zu Zerstörung 
durch Elektrolyse kommen.
- Um die 200-220V! Bei zu geringer Spannung werden die Lampen auf Dauer 
fleckig. Deswegen auch...
- Nicht dimmbar! Zumindest nicht durch Verringerung der Spannung / des 
Stromes. Eventuell könnte man die Einschaltdauer der Wechselspannung pro 
Halbwelle variieren, quasi ein Phasenanschnitt. Keine Ahnung, ob die das 
auf Dauer mitmachen.

Die Lampen sehen soweit gut aus, die Ränder sind nicht ganz glatt 
geschnitten, so eine typische Glasschneiderkante, mit leichten 
Ausplatzern.

Einige sind leider - trotz guter Verpackung - angeknackt, die dürften 
vielleicht noch zum Experimentieren gehen.

Ob man die Größe mit dem Diamanttrenner ändern und die Kanten dann neu 
(z.B. mit Epoxy) versiegeln kann, und ob das auf Dauer keinen Schaden 
hinterläßt, käme auf einen Versuch an.
Gast #3361228
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Achso, fixe Figuren, Buchstaben oder Zahlen kann man einfach durch 
Abkleben mit einer entsprechend geschnittenen schwarzen Folie erzeugen.

Also z.B ein Namensschild für die Bastelstube, eine WC-Beschriftung, um 
das Örtchen im Dunkeln zu finden, eine Hausnummer (keine Ahnung, wie 
sich die Dinger bei Kälte und Feuchtigkeit verhalten)...

Alles Sachen, die man heutzutage mit LEDs machen würde. Damals(TM) waren 
die EL-Lampen (zu DDRs auch als Kondensatorlampen bezeichnet) halt 
Spitzentechnologie. ;-)
#3361525
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Timm Thaler schrieb:
> - Nicht dimmbar! Zumindest nicht durch Verringerung der Spannung / des
> Stromes.

Ist das normale EL Technologie? Eine Frequenzänderung sollte doch etwas 
ändern.

50Hz ist auch viel zu niedrig, EL geht doch normal mit einiges mehr.

z.B. hier: 70-110VAC / 800-3500Hz

https://www.sparkfun.com/datasheets/Components/LED/SPECIFICATION%20of%2012V12M-1.pdf
Gast #3361689
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Die üblichen billigen Folien werden mit 300-600Hz und etwa 100-130V 
angesteuert.
Nach den Bildern wird es ein ähnlicher Aufbau sein.
Ich hatte deshalb gefragt, weil es auch lange Folien mit Split Elektrode 
gibt.
Die würden dann die doppelte Spannung brauchen.
Hier gibt es sowas:
http://www.el-light.de/
Natürlich kann man die Helligkeit verändern, mittels PWM.
Entspricht nicht ganz dem Datenblatt, aber es geht.
Gast #3362032
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Michael_ schrieb:
> Die üblichen billigen Folien werden mit 300-600Hz und etwa 100-130V
> angesteuert.

Ihr könnt da gern rumexperimentieren. Im Originalaufbau wurden die mit 
50 Hz aus dem Netz über einen Trenntrafo betrieben, der 220V lieferte. 
Punkt.

Ich nehme an, die höhere Frequenz heutiger Transverter ist ein 
Kompromiss zwischen Übertragergröße (hohe Frequenz) und Verlusten in der 
EL-Fläche (steigen mit der Frequenz).

Die Dinger flimmern auch bei 50 Hz nicht, zumindest ist mir nix 
aufgefallen.

Nicht vergessen: Die Teile sind geschätzt 40-50 Jahre alt.
Gast #3362888
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Timm Thaler schrieb:
> Ich nehme an, die höhere Frequenz heutiger Transverter ist ein
> Kompromiss zwischen Übertragergröße (hohe Frequenz) und Verlusten in der
> EL-Fläche (steigen mit der Frequenz).

Nein, soviel ich weiß, wurden die zuerst für Flugzeuge entwickelt.
Deshalb die hohe Spannung und Frequenz.
Und da es hier einige (ehemalige) Flugzeugmechaniker gibt, werden sie 
bitte mal sagen was für Kennwerte so ein Stromnetz in einem Flugzeug 
hat.
Gast #4040644
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So, die Dinger sind mir beim Frühjahrputz nochmal in die Hände gefallen, 
aber:

Als ich die damals getestet habe, ist mir aufgefallen, dass es winzige 
Entladungsfunken auf den Streifen gab. Auch ist die Ausleuchtung bei 
genauem Hinsehen ungleichmäßig. Liegt wohl am Alter.

Also nur zum Probieren oder als Anschauungsobjekt.

Wer trotzdem Interesse hat, bitte PN mit Größe, Anzahl, Adresse. Sonst 
gehen sie bei nächster Gelegenheit auf den Recyclinghof.

Und natürlich keine Garantie auf Funktion und keine Rücknahme bzw. 
Reklamation.

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