Ich habe eine Ahlborn Orgel (Typenschild sagt "Type C 25"?) geschenkt bekommen, bei denen alle Tasten/Pedale soweit funktionieren, aber die Registerschalter und Regler defekt, d. h. ohne Funktion sind. Das heißt, man kann keine Register zu- oder wegschalten, die Registrierung ist fix. Das wäre zum Üben noch nicht so schlimm, allerdings ist das zweite Manual deutlich lauter als das erste und das Pedal, was das Spielen mit zwei Manualen unmöglich macht. Das Problem liegt wohl darin, dass die Lautstärke von Manual I und P per Schieberegler möglich war (s. Bilder) und jetzt aber auf einer deutlich leiseren Stufe als M II "feststeht".
Ich dachte (naiverweise), dass es evtl. nur ein paar lose Kontakte, o. ä. war, zumal laut Vorbesitzer die Orgel funktioniert habe, bis mal jemand zum "Reparieren" eines Registers vorbeikam und seitdem das Problem herrscht (🤦♂️). Jedoch war nach Öffnen mir die Ursache nicht ganz klar; an den Registerschaltern scheint es nicht zu liegen, evtl. daran, wie die Platinen/Gruppen angeschlossen sind (Kontakt vergessen, etwas falsch angeschlossen?).
Siehe Bilder anbei. Was wäre ein sinnvolles Vorgehen hier? Wenn es einfach zu beheben wäre, würde ich die Orgel als Zweitinstrument behalten, wenn es ein größerer Schaden ist, würde ich mich an ein Midifizierungsprojekt wagen, da die Orgel soweit schön dasteht und alle Tasten/Pedale funktionieren.
Kann natürlich mehr Fotos machen von bestimmten Bauteilen, mir war nur auf den ersten Blick nicht klar, in welcher "Gegend" das Problem liegen könnte.
Bei den vielen Staub sehen, sollte man sehr mit Bedacht vorgehen, um nicht weitere Baustellen zu eröffnen! Wenn ich mich erinnere, gab es hier schon Orgel-Beiträge, die Du mal suchen könntest.
Oder Schaltplan selber zeichnen. Wenn man den Schaltplan
erst mal hat, wird das Ganze kein Problem sein. Sieht so
aus als wären da 96 Ferritschalenkernspulen zu sehen. Also
wird da wohl jeder Ton mit einen LC-Oszillator erzeugt.
Also 96 mal ein und dieselbe Schaltung. Und es sind
jede menge Trimmer zu sehen, warscheinlich für Lautstärke
und Filter.
Danke schonmal. Ich hab noch den Hersteller erreicht, er meinte das Instrument sei von 1978. Die Frage ist eher, ob es sich lohnt, Zeit/Geld zu investieren, bei so einem alten Instrument (Materialien, Weichmacher in Gummis, etc.)...
Ich kann dort mal anfragen wegen Schaltplan. Wie wäre dann das Vorgehen, wenn man den Schaltplan hat? Grundsätzlich so etwas lesen kann ich, Multimeter habe ich auch, nur ich wüsste gar nicht, wo man da beginnt, bzw. wie das alles zusammenhängt (bin Informatiker, kein Elektroniker, also die Zusammenhänge warum da und dort Widerstände, Potis, etc. sind erschließt sich mir nicht)...
Oder du baust dir zumindest mal einen Signalverfolger - im einfachsten Fall ein kleiner Verstärker mit Lautsprecher oder Kopfhörer, mit dem du den Ton durch die Orgel verfolgen kannst. Meist ist dann recht schnell klar, wo der Pegel versackt. Dabei solltest du den Signalverfolger am Eingang durch einen Koppelkondensator von z.B. 0,1µF vor Gleichspannungen schützen.
Orgeln mit solchen LC Generatoren haben im Allgemeinen einen recht schönen Klang, es könnte sich also lohnen.
Evtl. ist der Lautsprecher, sofern vorhanden, etwas 'ausgeleiert' nach all den Jahren, aber das ist ja kein Problem.
Orgel ist repariert >Fehler:
beim ehemaligen Reparaturversuch wurde eine Spannungsschiene überbrückt, der eigentlichen Fehler in Form eines direkt an der Kontaktcrimpung unterbrochenen Drahtes dieser Schienenspannung wurde nicht gefunden. Crimpung erneuert, Lautstärke-Einstellungen wieder ok, Registerumschaltung zum Teil.
Fehler der Registerumschaltungen war ein Serienausfall von 1 MOhm-Widerständen
Im Anhang paar Bilder des beeindruckenden Gerätes und ein Schaltplan, der zu 90% passt
VG Ferdi
Im Anhang paar Bilder des beeindruckenden Gerätes und ein Schaltplan,
der zu 90% passt
Allein schon die Schaltpläne der Netzteile sind "interessant" (Blatt 11 und 20), teils werden die benötigten Spannungen durch Widerstands-Spannungsteiler erzeugt, teils durch Zener-Dioden
Im Anhang paar Bilder des beeindruckenden Gerätes und ein Schaltplan,
Eine Orgel mit Hallspiralen, dass es das noch gibt.
Kann mich an einige Rockbands erinnern, deren Organisten ihre Instrumente hin und her wirbelten, um auf diese Weise die Hallspiralen zu eigenen Klängen zu animieren.
Farben auf Fotos können täuschen aber ich sehe da durchaus braun schwarz grün.
Nach meiner Erfahrung steigt die Ausfallwahrscheinlichkeit mit zunehmendem Widerstand und abnehmender Baugröße.