Das 3x3 der Vivado-Synthese - ein Vergleich

OP Persönliche Seite #8105349
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3 Vivados x 3 Computer x 3 Betriebssysteme = Erkenntnis des Tages (s.u.).

Ich habe meine alte Workstation von Win7 auf Win10 gebracht (Win 11 wollte nicht installieren) und dabei die Gegenheit genutzt, das Syntheseergebnis von Vivado zu testen und mit meiner neuen Workstation sowie meinem Reise-PC zu vergleichen.

Aufgeführt sind nur die Veränderungen. MULs und IOs sind erwartungsgemäß gleich. Es ist immer dasselbe Design meines Synthesizers in der Ausbaustufe für einen Artix 100 - FPGA. Hat alles drin außer Transceivern. Nutzt 8+2 Taktdomänen / CLK-Regionen und damit einiges an SERDES, MCM und PLL. Es wurde von den Sourcen ausgehend synthetisiert, d.h. alle Cores mussten gebaut werden. DCPs und Synth-Verzeichnisse wurden gelöscht.

Was sehen wir da nun?

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OP Persönliche Seite #8105350
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Offenbar ist Win10 langsamer, als Win7 oder es laufen mehr Prozesse im Hintergrund. Das noch installierte 2019 braucht nicht nur länger, sondern bringt auch ein schlechteres Ergebnis. Danach habe ich zum Vergleich Vivado 2022 installiert (geht nicht unter Win 7) und zusätzlich auch Vivado 2025, die ich auf der neuen Workstation nutze. Interessant, was jeweils 3 Jahre Vivado-Fortschritt ausmachen (oder auch nicht ausmachen).

Es scheint zu stimmen, was man öfters liest, daß alte Vivados kleinere files produzieren. Auch ist das Syntheseergebnis von dem Rechner an sich abhängig. Gleiches Vivado auf anderem Rechner ergibt ein anderes Ergebnis. Wurde mir auch schon durch einen FAE bestätigt. Da spielen sogar parallel laufende Programme eine Rolle, weil die Synthesegeschwindigkeiten auf den Cores variieren und damit deren Beitrag zum Gesamtergebnis.

Meine Interpretation ist, dass mit Rücksicht auf schnellere Synthesen weniger gut optimiert wird, um mit den größeren Designs zurecht zukommen.

Besonders eklatant ist es beim Vergleich mit der neuen Workstation: Mehr Cores, mehr Geschwindigkeit- wenngleich es nicht so sehr viel besser ist, wie die Benchmarks versprechen. Eigentlich hätte ich noch mehr Tempo erwartet. Der Rechner ist in der Gesamtperformance beim z.B. Rendern grob doppelt so schnell.

Die interessanteste Zahl findet sich unten rechts! Da fragt man sich, wozu man überhaupt eine moderne workstation nutzen muss! Dazu schreibt XI, dass man "Einschränkungen bei der Multitasking-Fähigkeit" vorgenommen hat. Wer seinen Computer voll nutzen will, muss also die 1.200,- auf den Tisch legen und das jährlich!

Zusammen mit der Einschränkung, dass nur 1 debug core genutzt werden kann, fällt die 2026 erstmal für mich weg!

Interessant an der ist übrigens auch, daß sie wieder ein BRAM mehr benutzt, während die 2025 es irgendwie schafft, eines wegzusparen. Die gewählte Strategie ist jedesmal die gleiche gewesen (Perf OPT) , aber intern dürfte es da sicher Unterschiede geben, wasXI draus macht.

Würde mich mal interessieren, wie das bei anderen aussieht.

#8105367
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Die zeitaufwendigsten Aufgaben sind kaum parallelisierbar. Daher profitiert die Software mehr von einer hohen single-core Performance, als von vielen cores. Und viel RAM hilft.

Ich vermute, der erste Rechner in der Tabelle wurde nicht von der CPU-Kernanzahl, sondern eher von den nur 16 GB RAM ausgebremst.

Übrigens ist die Vivado Performance unter Linux deutlich höher, als unter Windows. Auf dem gleichen Rechner mit 256 GB RAM und CPU mit hoher Single-Core Performance lief ein Projekt für einen großen Ultrascale+ unter Linux in einem Viertel (!) der Zeit durch, wie unter Windows 11. Win11: 8h, Linux: 2h

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#8105586
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Bei uns laufen die Designs deutlich schneller durch Vivado, wenn sie auf einem der Teamcity Agents auf Windows Server bauen. Die VMs laufen auf Proxmox und haben auch nur 16GB RAM zugewiesen und ich glaube 4 Cores. Woran genau das liegt, hab ich noch nicht rausgefunden. Vielleicht sind unsere verwalteten Desktops einfach nur sehr lahm ^^

OP Persönliche Seite #8105971
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Christian R. schrieb:

Vielleicht sind unsere verwalteten Desktops einfach nur sehr lahm

Das mit Sicherheit. Gerade Windows ist aufs Gamen ausgelegt. Da ist viel Multimediamist drin, der bremst, daher wollte ich da ja immer von weg. Gleichwohl sind viele Firmen voll auf der windows-Schiene. Es hat sich einfach festgesetzt. Da muss ich dann eben mitgehen.

Christian R. schrieb:

aben auch nur 16GB RAM zugewiesen

Dazu gab es eine Aussage eines FAEs auf einer Tagung: PCs mit Vivado sollte wenigstens 32GB haben und wenn sie Versal-Chips bauen sollen, dann eher 64GB. Es gibt auch Spezialisten, die die gesamte XI-Installation auf einer RAM-DISK haben und dort laufen lassen. Speicher ist ja billig.

Ein Nachtrag noch von mir:

Wenn man nur Cores baut, zieht sich das weiter auseinander. Die neue Maschine mit dem I9 und den 24 Cores braucht nur noch 60% der Zeit, wie der I7 mit den 16. Ob es am RAM oder am Tempo liegt kann ich nicht sagen. Der neue hat z.B. auch sehr schnelle SSDs.

Wo man es auch merkt: 2 Vivados parallel betreiben und von den gleichen geänderten Sourcen ausgehend, 2 verschiedene designs bauen lassen, die unterschiedliche Testfunktionen und Debug Cores drin haben, damit es jeweils noch ins FPGA passt und man parallel testen lassen kann.

Und natürlich, wenn man 2 FPGAs gleichzeitig umbauen muss, weil die hintereinander hängen. Da schlägt dann der Single-Core-Flaschenhals nur einmal zu.

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