Intel Pentium D oder Intel Core 2 Duo

Gast #3633589
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Hallo,
ich brauch mal einen Rat.
Würdet ihr einen Intel Core 2 Duo mit 2 x 1,86 GHz oder einen
Intel Pentium D 830 SL88S 3GHz/2MB/800 mit 2 x 3 GHz nehmen?

Der Core 2 Duo soll irgendwie mit weniger GHz effektiver als ein Pentium 
D sein, was mich jetzt verwirrt (Stromverbrauch spielt keine Rolle).
#3633592
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Meines Wissens nach ist ein Pentium D zwei Pentium 4 Dies in einem 
Gehäuse. Sowas würde ich heute nicht mehr haben wollen. Die 
Core-Architektur ist der Nachfolger der Netburst-Architektur und ist 
genau aus dem Grund entwickelt worden, dass der P4 trotz viel GHz gar 
nicht so viel Leistung rausbekommen hat.
#3633780
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Der Pentium 4 war schon zu seinen Anfangszeiten als er auf den Markt kam 
technisch veraltet und eine Totgeburt. Ein typischer Fall einer 
Fehlentwicklung. Das wusste auch Intel und brachte deshalb den Pentium M 
auf den Markt um nicht von AMD ganz überrant zu werden.
Du hättest auch einfach mal in die Wikipedia schauer können um zu sehen, 
dass der Core2Duo auf jeden Fall die bessere Lösung ist.
#3633819
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Paul M. schrieb:
> Der Pentium 4 war schon zu seinen Anfangszeiten als er auf den Markt kam
> technisch veraltet und eine Totgeburt.

Dessen Grundprinzip erwies sich als Sackgasse, ebenso wie der anfangs 
favorisierte RAMBUS Speicher, aber das war anfangs nicht so klar 
ersichtlich, wie du das hier darstellst.

Für die substantiell zweite P4 Generation hingegen kann man das sagen, 
also für Prescott, wenngleich nicht so drastisch. Da war bereits 
absehbar, dass es in dieser Richtung nicht viel weiter gehen würde. Nur 
dauerte es für den Plan B noch etwas.

> Das wusste auch Intel und brachte deshalb den Pentium M
> auf den Markt um nicht von AMD ganz überrant zu werden.

Intel wusste von Anfang an, dass der P4 sich nicht für Notebooks eignet. 
Deshalb wurde der Pentium M von einem anderen Team parallel zum 
Pentium 4 entwickelt. Auf Desktops war der Pentium M keine Konkurrenz 
für AMD, und auch nicht für den P4.
#3633867
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A. K. schrieb:
> Auf Desktops war der Pentium M keine Konkurrenz
> für AMD, und auch nicht für den P4.

Aber AMD hatte ein Konkurrenzprodukt für den Intel P4 und die heutigen 
Intels basieren auf dem Pentium M.

Es war ein Fehler von Intel, den Pentium M nicht auch als Desktop-CPU 
einsetzen zu wollen


A. K. schrieb:
> Dessen Grundprinzip erwies sich als Sackgasse, ebenso wie der anfangs
> favorisierte RAMBUS Speicher, aber das war anfangs nicht so klar
> ersichtlich, wie du das hier darstellst.

Das war vielleicht für dich nicht klar und anfangs wohl auch nicht für 
die Marketingschnösel von Intel.
#3633913
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Paul M. schrieb:
> Es war ein Fehler von Intel, den Pentium M nicht auch als Desktop-CPU
> einsetzen zu wollen

Den haben sie mit den "Core"-CPUs aber recht schnell ausgebügelt. 
Inzwischen eroberte der Pentium-M den Notebookmarkt. Und es gab auch 
einige Desktop-Boards für Sockel 479. Damit habe ich u.a. den ersten 
Media-PC aufgebaut, weil sich die Kühlung sehr leise realisieren ließ.
Gast #3633915
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A. K. schrieb:
>> Das wusste auch Intel und brachte deshalb den Pentium M
>> auf den Markt um nicht von AMD ganz überrant zu werden.
>
> Intel wusste von Anfang an, dass der P4 sich nicht für Notebooks eignet.
> Deshalb wurde der Pentium M von einem anderen Team parallel zum
> Pentium 4 entwickelt. Auf Desktops war der Pentium M keine Konkurrenz
> für AMD, und auch nicht für den P4.

Ja, genau. Und erst als die Rufe nach Desktopsystemen mit Pentium M 
immer lauter wurden, weil viele den P4 nicht wollten, reagierte Intel 
mit der Core-Architektur auf Basis des Pentium M.
#3634106
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Paul M. schrieb:
> Es war ein Fehler von Intel, den Pentium M nicht auch als Desktop-CPU
> einsetzen zu wollen

Preispolitik.

Notebook-CPUs lassen sich trotz geringerer Performance sehr teuer 
verkaufen. Ein Pentium M als reguläre Desktop-CPU hätte die Gewinne bei 
Notebook-CPUs riskiert, weil sich die Desktop-Versionen in das 
Preisgefüge der Desktop-CPUs hätten einfügen müssen. Trotz getrennter 
Mobil- und Desktop-Modelle hätten einige Gerätehersteller dann billige 
Desktop-CPUs in Notebooks verwendet. Um den Gewinn im Notebook-Markt zu 
halten, lag es also nicht im Interesse Intels, den Pentium M im 
Desktop-Markt zu etablieren.

Solche Marktstrategie funktioniert freilich nicht immer. Beim Atom hatte 
es Intel kalt erwischt. Der war eigentlich für Settop-Boxes, NAS und 
andere embedded Systems gedacht und dementsprechend billig. Nur landete 
der ungeplant, und für alle - inklusive Microsoft - ziemlich 
überraschend, in Netbooks, und reduzierte Intels Gewinn in der 
Unterklasse der Notebooks.
(Firma: matzetronics) #3635539
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Der Pentium D und z.B. der Q6600 benutzen beide den Sockel 775 - in den 
Sockel 1155 passen dann die i3 und folgende.

Mein Sockel 775 Board (Asus P5K) lief lange Zeit mit einem Pentium D 830 
und seit einem Jahr nun mit dem Q6600 - lohnt sich schon ein bisschen, 
vor allem, wenn man den Q6600 billig kriegt :-)

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