Hallo zusammen,
ich möchte zu einer längerfristigen Messung von Luftfeuchtigkeit und
Temperatur in einem Gebäude etwa 20 (später vielleicht auch mehr)
Sensoren verteilen, die es mir erlauben, zentral Temperatur- und
Luftfeuchtigkeit zu messen.
Ich experimentiere derzeit erfolgreich mit zwei solchen Teilen:
http://www.aliexpress.com/item/32993417784.html
Die sind mir jedoch im Preis in der Menge zu teuer und auch in der Größe
zu aufdringlich (6cm Durchmesser).
Ich würde gerne was selber bauen, dazu suche ich Tips:
Einen kostengünstigen Mikrocontroller, der gleich Bluetooth on board
hat, einen Temperatur-/Feuchtigkeitssensor ( DHT22? )
Das ganze sollte idealerweise per Knopfzelle notfalls halt auch per AAA
versorgt werden können.
Anforderungen:
Temperaturbereich -10 - +30 °C, +/-2°C 20%-80% relative Luftfeuchte,
+/-2%
Messwerte sollen alle 5 min aufgenommen und gesendet werden.
mit zwei/drei ESP32 würde ich Bluetooth->WLAN Gateways bauen.
Lokale Anzeige der Werte per Display (wie im eingangs verlinkten
Beispiel) ist nicht notwendig und wegen des Energieverbrauchs auch nicht
erwünscht.
Batterie/Akku sollte jeweils mindestens 3 Monate durchhalten, besser
länger!
Programmierumgebung für den µC wäre idealerweise platformio
Zu den Sensoren sei noch gesagt, dass es mir hier in erster Linie auf
die Wiederholgenauigkeit ankommt und nicht auf die Absolute Genauigkeit.
Es ist kein Thema für jeden der Sensoren eine Referenz zum Abgleich zu
hinterlegen.
Bin dankbar für jeden Hinweis und für konstruktive Kritik!
ESP-Bastler schrieb:> Einen kostengünstigen Mikrocontroller, der gleich Bluetooth on board> hat, einen Temperatur-/Feuchtigkeitssensor ( DHT22? )> Das ganze sollte idealerweise per Knopfzelle notfalls halt auch per AAA> versorgt werden können
Vergiss es, du bist bei 20 Sensoren dauernd am Nachlegen von Batterien.
Wenn schon, dann ein weniger stromfressemdes Funkverfahren. Aber
eigentlich taugt nur dauerhafte Stromversorgung aus dem Netz. Die
bekommt man am einfachsten zu den Sensoren über ein Kabel. Wenn das von
der Zdntrale kommt, braucht man auch keinen Funk mehr.
Die grenzenlose Faulheit, keine Kabel verlegen zu wollen, führt zum
Batteriemurks.
Schau dir mal LoRa WAN an, das ist eine freie Funk Lösung mit hoher
Reichweite und SEHR geringem Energieverbrauch.
Ein Einstiegspunkt könnte The Things Network sein.
ESP-Bastler schrieb:> Das ganze sollte idealerweise per Knopfzelle notfalls halt auch per AAA> versorgt werden können.
Wenn du es schaffst, ein WLAN-Device länger Zeit (i.e. ohne
wöchentlichen Batteriewechsel) mit einer Knopfzelle zu betreiben, wäre
das wohl ein Geschäftsmodell.
Hier ein 5-teiliger Blog, der sich mit möglichst stromsparendem Betrieb
des ESP8266 zur Anbindung von ein paar Sensoren mit 5min Datenintervall
ans WLAN beschäftigt
https://www.bakke.online/index.php/2017/05/21/reducing-wifi-power-consumption-on-esp8266-part-1/
MaWin schrieb:> Wenn schon, dann ein weniger stromfressemdes Funkverfahren. Aber> eigentlich taugt nur dauerhafte Stromversorgung aus dem Netz. Die> bekommt man am einfachsten zu den Sensoren über ein Kabel. Wenn das von> der Zdntrale kommt, braucht man auch keinen Funk mehr.>> Die grenzenlose Faulheit, keine Kabel verlegen zu wollen, führt zum> Batteriemurks.
Genau deswegen suche ich ja einen Controller mit Bluetooth/BLE. Der
verlinkte Sensor z.b. hält trotz Display bereits 8Wochen mit einer
AAA-Zelle. Ich will nur noch kleiner werden. Das Ding darf 5min
schlafen, dann Messwerte per BLE an ein Gateway und wieder in deb
Deep-Sleep.
Kabel verlegen für Spannungsversorgubg ist nicht möglich. Lieber alle
3-6 Monate eine Runde mit der Leiter zum Batteriewechsel.
Hi ESP Typ,
So etwas ähnliches wie du, habe ich es für mich gebaut!
Ich habe das ganze per Funk laufen! Die Nodes (bei mir 6 Stück) Funken
per 868MHz an ein Gateway welches die Daten via Esp8266 bzw. Esp32 in
eine Cloud (ist quasi freigestellt welche Lösung man nimmt) sendet!
Meine Nodes sind auf 2 Jahre batteriebetrieb ausgelegt (2x 1,5V AA).
Die Nodes selber laufen mit einem BME280 und lesen Temperatur,
Luftfeuchtigkeit und Druck aus! Seit einem Jahr läuft mein Testsystem
ohne Probleme!
Falls du lust hast, dann schau einfach mal auf meine Page:
https://www.fundiy.de/projekte
Vlt. Hilft dir das. :)
In den nächsten Tagen werde ich für dieses Projekt meine HP fertig
stellen!
VG Martin
Nitram E. schrieb:> Falls du lust hast, dann schau einfach mal auf meine Page:>> https://www.fundiy.de/projekte
Wenn man den ADC verwendest, sollte man grundsätzlich AVCC per Ferrit
von VCC entkoppeln, auch wenn es bei der Batteriespannungsmessung
natürlich nicht sooh drauf an kommt.
ESP-Bastler schrieb:> Der verlinkte Sensor z.b. hält trotz Display bereits 8 Wochen mit einer> AAA-Zelle.
Wow, bei 20 Sensoren im Haus nur 130 Batteriewechsel im Jahr, jeden 3.
Tag eine.
Hallo Nitram,
686MHz geht natürlich auch! Danke für den Tip, der Weg Atmega328P und
separater Funkchip geht natürlich auch.
Ich war wohl aufgrund meines aktuellen Setups zu sehr auf BLE
fokussiert.
Da reicht ein ESP32 alleine als Gateway. Da die 868MHz Module einem ja
auch fast nachgeworfen werden, da kann das natürlich auch eine Lösung
sein.
Ich schätze mal, dass man da sogar weniger Gateways benötigt, als mit
Bluetooth, da die Reichweite höher ist.
Ich bin bei weiteren Recherchen auch auf die zwei Boards gestossen, von
denen ich mir mal Testexemplare kommen lasse:
Arduino Nano mit CC2540 BLE on Board bei Nano-Formfaktor:
https://www.aliexpress.com/item/33006686263.html
Arduino nano mit NRF24l01+ on Board bei Nano-Formfaktor:
https://www.aliexpress.com/item/4000112750588.html
Von der Größe würde mir der hier gefallen:
https://www.kickstarter.com/projects/1608192864/rfduino-iphone-bluetooth-40-arduino-compatible-boa
Da müsste -wenn eine Sensor mitspielt- die Sache mit ein oder zwei
Knopfzellen zu lösen sein. Allerdings sprengt der Preis komlett das
Budget.
Mal sehen, was noch so zu finden ist.
MaWin schrieb:> Wow, bei 20 Sensoren im Haus nur 130 Batteriewechsel im Jahr, jeden 3.> Tag eine.
1.) Dürfte das nochmal deutlich länger laufen, die Zellen haben
aktuell immer noch 1,5V.
2.) Werden dann Batterien/Akkus an einem Tag getauscht, dann ist es
einmal ein Rundgang.
3.) Genau daher habe ich ja das Posting hier verfasst, Lösungen zu
finden, die so sparsam sind, dass ein solcher Wechsel nur jährlich oder
gar seltener erfolgen muss.
my2ct schrieb:> Wenn man den ADC verwendest, sollte man grundsätzlich AVCC per Ferrit> von VCC entkoppeln, auch wenn es bei der Batteriespannungsmessung> natürlich nicht sooh drauf an kommt.
Danke, guter Einfall! Was nimmt man da so? 100 bis 120 Ohm?
Nitram E. schrieb:> Was nimmt man da so? 100 bis 120 Ohm?
Die Dinger werden in der Einheit µH gemessen ;-)
Im Datenblatt des ATmega328 wird eine Kombination aus 10µH und 100nF
empfohlen (Figure 24-9. ADC Power Connections)
ESP-Bastler schrieb:> Wow, das erfüllt ja alle Erwartungen
Er nutzt ja auch KEIN BlueTooth, KEIN WLAN, KEIN NRF24l01.
Er war hslt klüger und wusste was geht.