Hallo werte Bastlerfreunde,
Ich habe mir momentan mit den FAN7390http://www.fairchildsemi.com/ds/FA/FAN7390.pdf
eine Ansteuerung für 3 high und 3 low-side FETs zusammengebaut.
Diese treiben, wie auch nicht anders zu erwarten, einen BL-Motor.
Nun habe ich das Problem dass regelmäßig einer diser Treiber abraucht
und zwar immer der gleiche. Alle drei Treiber sind gleich angeschlossen
und ich konnte auch keine Fehler, Lötbrücken auf der Platine sehen.
In der Beispielschaltung im Datenblatt sind noch einige Wiederstände
eingezeichnet, so der Gatewiederstand und ein Wiederstand vom Gate zur
Source, sowie ein Wiederstand der den Ladestrom des
Boot-Strap-Kondensators begrenzen soll?
Ich habe den Wiederstand für den Boot-Strap-Kondensator weggelassen
(direkt verbunden) sowie die Gates auch direkt angeschlossen. Den
Gate-Source-Wiederstand habe ich offen gelassen.
Leider steht im Datenblatt nichts dazu drin, wofür die Wiederstände
sind.
Meine Vermutung:
Gatewiederstand: Begrenzung des Gate-Stroms beim Aufladen
Gate-Source-Wiederstand: Begrenzung der Gate-Source-Spannung
(Spannungsteiler)
Die einzige Angabe die ich als kritsch empfunden habe ist in auf Seite 3
"Absolute Maximum-Ratings" zu finden:
Maximal Off-Set-Voltage-Slew-Rate, diese wird ja durch die
Einschaltzeiten der Transistoren bestimmt. Kann es sein das diese Slew
Rate zu hoch ist aufgrund der fehlenden Gate-Wiederstände und damit der
Treiber Schaden nimmt?
Vielen Dank für eure Hinweise,
Tueftler
Was hält Dich davon ab, es richtig gemäß Datenblatt anzuschließen?
Der Gatewiderstand verhindert einen zu großen Umladestrom der
parasitären Gatekapazität, das könnte den Treiber töten.
Axel
Hallo,
diser ist auch sehr gut ;)
Die "Wiederstände" sind sehr wichtig, mindestens die die den
Gate-Ladestrom begrenzen.
Sonst wird da sehr scharfkantig.
Grüße
Michal
Wenn du schon schreibst, dass du nicht weißt, wozu Gatewiderstände gut
sind, dann wartet da noch Arbeit auf dicht...
Ich vermute mal den Klassikter als Fehler:
Schlechtes Layout -> hohe Induktivitäten im Gatekreis -> Über- oder
Unterspannung am Treiber durch die Schaltvorgänge -> Treibertot
Viel Erfolg! :-)
Hallo,
Vielen Dank für eure Antworten.
Habe nun mal die Versorgungsspannung auf euren Rat hin untersucht:
Die bricht tatsächlich enorm ein.
Habe auch zugegebener Maßen keine Kondensatoren zur Stabilisierung
direkt an die Treiber angeschlossen, wohl vergessen.
Die Gate-Anschlüsse haben eigentlich keine so hohe Kapazität. Habe euch
mal die Schaltung angehänt.
die Toplayer Leitungen sind per Draht ausgeführt auf selbst geätzter
Platine.
Werde nun also noch Kondensatoren parallel zu den Versorungsanschlüssen
löten, sowie Gate-Wiederstände einlöten. Aber in Welcher Größenordnung
müssen diese liegen?
Tueftler
Ah danke, das hat mich schon die ganze Zeit gestört, dass da so enge
Abstände waren, sah aber auf dem Bildschrim vorher nicht so eng aus, wie
es dann im Nachhinein geworden ist.
Werde später mal die Widerstände einlöten.
Habe nun erstmal Kondensatoren parallel zu den Treibern gemacht, die
Versorgung sieht nun schon wesentlich besser aus.
Tueftler
Hallo,
Habe mir nun eure Tips zu Herzen genommen und nochmal eine neue Platine
gelayoutet. Leider sind mir inzwischen die FAN7390 ausgegangen, und ich
habe keinen deutschen Händler gefunden, der sie im Angebot hat, deshalb
nun mit anderen Low+High-Side-Treibern, nämlich den IR2101.
Ich würde euch bitten, die Schaltung mal anzuschauen und bzgl. der
Bauteilpositionierung und Dimensionierung zu beurteilen.
Sind die Widerstandswerte in etwa korrekt, ist das Layout, speziell die
Stromversorgung der Treiber, und die Gate-Anschlüsse der Transistoren
o.k.?
Drumherum kommt später noch die nicht geroutete Groundfläche.
Ich wäre euch sehr verbunden, wenn ihr mir möglichst viel Input liefert,
da sich die SMD-Treiber nur relativ schlecht auswechseln lassen, also am
besten gar nicht erst kaputt gehen sollten.
Vielen Dank für eure Bemühungen,
Tueftler