Du kannst die Frequenz als Schall messen und mit einem Mikrophon
aufzeichnen und analysieren.
Die Frequenz des Schalls ist identisch mit der Drehzahl in 1/s also Hz.
Martin schrieb:> Du kannst die Frequenz als Schall messen und mit einem Mikrophon> aufzeichnen und analysieren.
Wird das Gerät ohne Kabel also so realisiert sein? Oder wäre es auch
noch anders möglich?
Timmo H. schrieb:> Der 4 Takter> macht ja 2 Umdrehungen bis zur nächsten Zündung
Bei Gartengeräten definitiv nicht. Diese Aussage trift fast
ausschließlich auf Motoren in Fahrzeugen zu.
Wozu braucht man bei einer Kettensäge einen Drehzahlmesser? Zu oft ohne
Gehörschutz damit gearbeitet, daß eine akustische Einschätzung der
Drehzahl beim Arbeiten nicht mehr möglich ist?
Gerd schrieb:> Timmo H. schrieb:>> Der 4 Takter>> macht ja 2 Umdrehungen bis zur nächsten Zündung>> Bei Gartengeräten definitiv nicht. Diese Aussage trift fast> ausschließlich auf Motoren in Fahrzeugen zu.
Falsch! Auch bei Gartengeraeten bleibt ein Viertakter ein Viertakter.
Demzufolge zuendet auch in Gartengeraeten ein Viertakter nur jede zweite
Umdrehung.
fonsana
Gerd schrieb:>> Der 4 Takter>> macht ja 2 Umdrehungen bis zur nächsten Zündung> Bei Gartengeräten definitiv nicht. Diese Aussage trift fast> ausschließlich auf Motoren in Fahrzeugen zu.
Aha, bei einem Rasenmäher mit Briggs & Stratton 4 Takt Motor macht der
also bei jeder Kurbelwellenumdrehung alle 4 Takte durch und zündet?
Junge denk nach bevor du so einen Stuss schreibst.
Ein 4 Takter macht 2 Umdrehungen für einen Durchlauf aller Takte, und
ein 2 Takter eine Umdrehung.
Entsprechend hast du beim 2 Takter 1:1 von Zündimpulse und Drehzahl und
beim 4 Takter 1:2
Egal ob das jetzt ein Ferrari ist, ein Honda Generator, ein Kreidler
Mofa, ein Stihl Säge oder ein Rasenmäher.
(Bei Mehrzylinderrn natürlich immer auf den Zündimpuls eines Zylinders
bezogen)
Ben _ schrieb:> Wozu braucht man bei einer Kettensäge einen Drehzahlmesser? Zu oft ohne> Gehörschutz damit gearbeitet, daß eine akustische Einschätzung der> Drehzahl beim Arbeiten nicht mehr möglich ist?
Zum einstellen des Vergasers.
Denn zu hohe Drehzahlen nimmt der Motor irgendwann übel und bei zu
niedrigen verschenkst du Leistung.
Und du hörst nicht ob die Säge jetzt eine Leerlaufdrehzahl von 8000 oder
9000 U/min hat, zumindest nicht ohne direkten Vergleich, den du
normalerweise nicht hast.
Briggs&Stratton Motoren zünden bei jeder(!) Kurbelwellenumdrehung.
Das ist prinzipbedingt, da die Zündspule auf dem Rotor der Kurbelwelle
sitzt.
Da gibts keine extra-Zündspule und Unterbrecher.
Es ist vollkommen egal, ob das Ding während der Ausstossphase nochmal
zündet...
Zum Thema Drehzahlmessen an Motorsägen:
Gerade beim entasten merkt man, ob das Ding irgendwie "langsam" läuft.
Es macht schon einen Unterschied, ob es nun 14.000 U/min oder "nur"
12.000 U/min sind, obwohl man das unter dem Gehörschutz nicht wirklich
raushört.
Mirko
Ben _ schrieb:> Wozu braucht man bei einer Kettensäge einen Drehzahlmesser?
Sowas benötige ich weil der Vergaser einer Motorsäge unter verschiedenen
Temperaturen (Sommer/Winter) und auch Seehöhe verschieden regiert.
Meine Säge hat zB drei externe Einstellschrauben für den Vergaser - wenn
man die Säge mit zu hoher Drehzahl einstellt ist sie gleich mal kaputt!!
MirkoB schrieb:> Briggs&Stratton Motoren zünden bei jeder(!) Kurbelwellenumdrehung.> Das ist prinzipbedingt, da die Zündspule auf dem Rotor der Kurbelwelle> sitzt.> Da gibts keine extra-Zündspule und Unterbrecher.>> Es ist vollkommen egal, ob das Ding während der Ausstossphase nochmal> zündet...>
Ich möchte das noch einmal unterstreichen, Mirko hat Recht.
Auch mein altes Mopped (1980er Suzuki GS1000E) mit 4 Zylindern hatte
original 2 um eine halbe Umdrehung versetzte Unterbrecher (hat jetzt
Geberspulen und Elektronikzündung), die Zündspulen haben 2
Hochspannungsanschlüsse und befeuern jeweils 2 Kerzen in Reihenschaltung
über die Masse. Jeder Zylinder zündet sowohl im Kompressionstakt als
auch beim Ausstoßen.
Die 2:1 Untersetzung spart man sich auf diese Weise, der Vertreiler
fällt auch weg.
Gruß,
Holm
Holm Tiffe schrieb:> über die Masse. Jeder Zylinder zündet sowohl im Kompressionstakt als> auch beim Ausstoßen.
Auch wenn das jetzt haarspalterisch klingt:
Nein der Zylinder im Ausstosstakt zuendet nicht, er bekommt zwar einen
Zuendfunken, aber mangels zuendfaehigem Gemisch zuendet da nichts.
fonsana
Bin ich froh, daß ich 'ne Stihl habe. Die funktioniert nun schon etliche
Jahre im Sommer wie im Winter, springt sofort an und zieht durch wie am
ersten Tag. Ohne technische störende Extras und ohne daß auch nur einmal
die Zündkerze draußen war...
MirkoB schrieb:> Briggs&Stratton Motoren zünden bei jeder(!) Kurbelwellenumdrehung.> Das ist prinzipbedingt, da die Zündspule auf dem Rotor der Kurbelwelle> sitzt.> Da gibts keine extra-Zündspule und Unterbrecher.
Genauso ist es bei dem Honda GX25. Da sitzt der Magnet der
eigengetriggerten Magnetzündung auf dem Lüfterrad, welches auf der
Kurbelwelle sitzt.
Es entsteht also bei jeder Kurbelumdrehung ein Zündfunke.
Natürlich wird nur bei jedem 2. Zündfunken eine Verbrennung eingeleitet.
MirkoB schrieb:> Briggs&Stratton Motoren zünden bei jeder(!) Kurbelwellenumdrehung.
Ok, das wusste ich nicht, glaube ich aber gerne.
Wieder was gelernt.
fonsana schrieb:> Auch wenn das jetzt haarspalterisch klingt:>> Nein der Zylinder im Ausstosstakt zuendet nicht, er bekommt zwar einen> Zuendfunken, aber mangels zuendfaehigem Gemisch zuendet da nichts.
Haare doppelt gespaltet: Auch im anderen Takt wird der Zylinder
nicht gezündet, sondern im besten Fall das in diesem Zylinder ent-
haltene Benzin/Luftgemisch (ange-)zündet. :-)
Meint
Harald
PS: Diese "Doppelzündung" gabs sogar in manchen Autos, z.B. der "Ente".
Gibts heute auch noch. Wird gemacht wenn man eine vollelektronische
Zündanlage ohne Verteiler verbauen will und an den Zündspulen gespart
werden muß. Dann ist eine Zündspule für zwei Zylinder da.
steve schrieb:> Sowas benötige ich weil der Vergaser einer Motorsäge unter verschiedenen> Temperaturen (Sommer/Winter) und auch Seehöhe verschieden regiert.
Soweit richtig, das kann dir jeder aus der profesionellen
Holzfäller-Liga bestätigen, aber...
> Meine Säge hat zB drei externe Einstellschrauben für den Vergaser - wenn> man die Säge mit zu hoher Drehzahl einstellt ist sie gleich mal kaputt!!
...fällst Du Bäume im Akkord oder bist Du der Entaster?
3 Stellschrauben sind auch 8 Freiheitsgrade die man VERstellen kann.
Gut...nach der Einlaufphase könnte man theoretisch das Gemisch etwas
magerer machen (mehr Drehzahl), aber für eine Hof- und Gartensäge... Der
Hersteller hat das Ding schon so eingestellt, dass es geht.
Ansonsten zum Händler, der weiß wo man drehen muss.
Ansonsten der alte Tipp: Ordentlichen Sprit! Kein 1:50 Gemisch, welches
selbst angemischt schon ein halbes Jahr in der Ecke steht.
Entweder frisch anmischen oder auf Aspen umsteigen.
Mirko
MirkoB schrieb:> Ansonsten zum Händler, der weiß wo man drehen muss.
Na ja das ist so wie überall im Handwerk.
Es gibt 90% Leute mit wenig Ahnung und 10% die was taugen.
Die Jungs, bei denen ich meinen Sägeschein gemacht habe haben ihre Sägen
auch selbst eingestellt.
...ich glaube, im Alter(tm) kommt die Erkenntniss, dass man nicht mehr
alles selber machen muss und das es auch Leute geben kann, die besser
sind als man selbst.
Allerdings, wenn ich jeden Tag im Wald wäre, bei jedem Wetter und
Temperatur, würde ich auch irgendwann lernen wollen, wie man das Ding
der Witterung angepasst schnell mal einstellt.
Nun ist es aber sehr philosophisch abgeglitten...was war eigentlich die
Frage?
MirkoB schrieb:> ...ich glaube, im Alter(tm) kommt die Erkenntniss, dass man nicht mehr> alles selber machen muss und das es auch Leute geben kann, die besser> sind als man selbst.
Die gibt es die muss man aber erst mal finden. Bei mindestens 30% der
Fälle wo ich "Fachleute" beauftragt habe, musste ich mich später über
Inkompetenz ärgern.
Und mein Diplom ist auch schon viele Jahre her :-)
Ich kenne einen Mechaniker für Gartengeräte, der zieht alle Schrauben
auch Hohlschrauben und Düsen so an, als wäre er gerade im Body Building
Zentrum. Mit immer wiederkehrenden entsprechenden Problemen.
Dann wird mit Helicoil und co. irgendwas gefriemelt oder händeringend
nach Ersatzteilen geforscht.
Dem würde ich meine Säge nicht mal bei gewaltandrohung geben.
MirkoB schrieb:> Nun ist es aber sehr philosophisch abgeglitten...was war eigentlich die> Frage?
Wie man so einen Drehzahlmesser selbst baut.
Gerd schrieb:> Timmo H. schrieb:>> Der 4 Takter>> macht ja 2 Umdrehungen bis zur nächsten Zündung>> Bei Gartengeräten definitiv nicht. Diese Aussage trift fast> ausschließlich auf Motoren in Fahrzeugen zu.
Auch da nicht immer ;-)
Der NSU Prinz 4 hatte keinen Verteiler! Der hat bei jeder Umdrehung
gezuendet!
Macht ja auch nichts...
Gruss
Michael
Sorry...O.T.
Hallo,
Erstmal danke für die vielen Beiträge, aber:
Ist eigentlich noch bewusst was die hauptsächliche Frage war? ;-)
-> Wie man am einfachsten ein Messgerät realisiert, um die Motordrehzahl
einer Säge zu messen (ohne ein Kabel anzuschließen).
Martin schrieb:> Du kannst die Frequenz als Schall messen und mit einem Mikrophon> aufzeichnen und analysieren.> Die Frequenz des Schalls ist identisch mit der Drehzahl in 1/s also Hz.
Ist dies die einzige Möglichkeit?
Bzw wie würde man dies am einfachsten realisieren?
mfg
fonsana schrieb:> Falsch! Auch bei Gartengeraeten bleibt ein Viertakter ein Viertakter.> Demzufolge zuendet auch in Gartengeraeten ein Viertakter nur jede zweite> Umdrehung.
Messbare Zündspannung erzeugt er aber trotzdem bei jeder Umdrehung.
Drehzahlmesser mit Mikrofon sind nicht sehr weit verbreitet. Meist wird
das mit kapazitiver oder Induktiver Kopplung bewerkstelligt. Bei der
Messweise mit Mikrofon hättest Du natürlich Recht.
steve schrieb:> Bzw wie würde man dies am einfachsten realisieren?
Ich könne mir denken, dass das mit einem Funkempfänger geht, denn die
Zündimpulse liefern bestimmt einiges an HF.
Aber konkrete Erfahrung + Lösung dazu habe ich nicht.
Gruß Dietrich
Hallo,
Hat denn keiner schon Erfahrung mit solchen Schaltungen (außer mit denen
wo man einen Draht um das Zündkabel wickelt - diese Geräte gibts ja
Masse)???
mfg
HI,
ich habe mal angefangen so was zu basteln, ist aber noch nicht fertig
;-).
Hier im Forum gab es dazu schon mal Beiträge und auch Schaltbilder;
einfach mal suchen.
Der Zündimpuls wird kapazitiv abgenommen. Eins der Schaltbilder habe ich
mal angehängt. Anstatt der Klemme wird einfach eine Sensorfläche
verwendet. Der Ausgang des 'Sensors' kann dann analog
(Frequenz-Spannungswandler mit Voltmetermodul) oder digital
(Frequenzzähler mit µC) ausgewertet werden.
Ich habe das als Vorsatz fürs Multimeter, also mit
Frequenz-Spannungswandler aufgebaut. Wenn du ein sehr gutes Multimeter
hast, kann auch die eingebaute Frequenzzählerfunktion ausreichen.
Gruß, RS
Früher gab es ein Haufen Bastelanleitungen für Stroboskoppistolen zur
Zündzeitpunktseinstellung.
Habe mal im Netz gesucht aber auf die Schnelle nichts Gescheites
gefunden.
Ich meine aber, daß die Abnehmer der besseren ein Stromwandler waren,
die man um das Zündkabel (des 1. Zylinders) geclippt hat.
Der Rest ist dann Verstärken, Impulsformung und Frequenzmessung.
@RS Hast du ausprobiert ob man kapazitiv so einfach und zuverlässig
saubere Signale bekommt?
Vor allem bei Mehrzylindern könnte ich mir vorstellen, daß man sich über
das Kabel diverse andere Störungen einfängt.
Udo Schmitt schrieb:> Vor allem bei Mehrzylindern könnte ich mir vorstellen, daß man sich über>> das Kabel diverse andere Störungen einfängt.
Es ging beim TE und bei mir nur um 2-Takt Motorsägen!. 2-Zylindersägen
gab (gibt) es nur sehr wenige und die werden heute nicht mehr im Wald
verwendet, sondern stehen gut gehütet im Regal.
So eine Zündlichtpistole mit magnetischem Abnehmer zum Aufklipsen habe
ich aus alten Opel-Ascona Zeiten auch noch zu hause liegen. Ist bei
Motorsägen aber nicht zu verwenden, da das Öffnen der Haube die Drehzahl
beeinflusst.
Zum Testen habe ich mir eine alte Zündung aus Ersatzteilen meines
verschrotteten Opel Kadett (elektronische Zündung mit Hallgeber am
Verteiler) gebastelt und damit getestet. Die Zündenergie ist um ein
vielfaches größer damit; das Signal ist dann gut zu detektieren. Das
Messen an der Motorsäge ist allerdings etwas schwerer, da man nicht so
gerne neben der Säge mit 120dB und 9000Umin-1 mit dem Oszi messen mag
:-)
An der Stelle habe ich mich dann erst mal mit etwas anderen beschäftigt.
Gruß, RS
RS schrieb:> Ist bei> Motorsägen aber nicht zu verwenden, da das Öffnen der Haube die Drehzahl> beeinflusst.
Richtig, ich habe meine Säge hier im Büro nicht vor mir, aber du hast
recht, man kommt ja so nicht ans Kabel bzw. Zündstecker heran.
Wenn man rotierende Teile sehen könnte, aber dann müsste man schon das
Schwert abbauen, ist also auch keine Lösung.
Ganz ohne Kabel kommt man tatsächlich wieder zur akustischen Lösung :-)
Man kann den Zünd-Kurzschlussschalter als Signalquelle mit einem dünnen
Draht anzapfen. Da kann sehr schön (mit ein wenig Gleichrichten und
Glätten) die Drehzahl messen. Damit geht dann auch die Haube drauf. Ist
aber eben nur die stationäre Methode für die Werkstatt. Nichts für 'mal
eben im Wald'.
Gruß, RS
Udo Schmitt schrieb:> Wenn man rotierende Teile sehen könnte, aber dann müsste man schon das>> Schwert abbauen, ist also auch keine Lösung.
Man könnte versuchen die Magnetzündung (also den Magneten im Polrad) mit
einem Hallgeber oder einer Detektorspule als Signalquelle zu verwenden.
Habe ich aber noch nicht ausprobiert.
Gruß, RS
steve schrieb:> Hat denn keiner schon Erfahrung mit solchen Schaltungen (außer mit denen> wo man einen Draht um das Zündkabel wickelt - diese Geräte gibts ja> Masse)???
Wenn Du noch nicht viel Erfahrung mit der Entwicklung von
elektronischen Schaltungen hast, solltest Du Dich nicht
gleich mit einer so komplizierten Schaltung wie einem
akustischem Drehzahlmesser beschäftigen. Ich denke, da
braucht man u.a. auch ein Oszilloskop. Die Schaltungen mit
kapazitiver Abnahme des Zündimpulses sind dagegen einfach
und zuverlässig.
Gruss
Harald
Hallo,
Harald Wilhelms schrieb:> Wenn Du noch nicht viel Erfahrung mit der Entwicklung von> elektronischen Schaltungen hast, solltest Du Dich nicht> gleich mit einer so komplizierten Schaltung wie einem> akustischem Drehzahlmesser beschäftigen.
Da hast nur teilweise recht.
Aber wie
Udo Schmitt schrieb:> Früher gab es ein Haufen Bastelanleitungen für Stroboskoppistolen zur> Zündzeitpunktseinstellung.> Habe mal im Netz gesucht aber auf die Schnelle nichts Gescheites> gefunden.
fand ich auch nicht wirklich was, oder hald auf die schnelle nicht...
Weiters kenne ich mich in elektronik schon aus, nur dies ist wieder ein
Teilbereich, wo ich noch nichts weis oder auch verstehe...
Falls man aber verschiedene Schaltungen oder Ansätze, als Beispiele hat,
lernt man sicher was dazu...
mfg
steve schrieb:> Falls man aber verschiedene Schaltungen oder Ansätze, als Beispiele hat,>> lernt man sicher was dazu...
Nun, Schaltpläne zu "Drehzahlessgerät" Oder "Frequenzmeßgerät" hast Du
doch sicher gefunden.
Da lernt man schon etliches dazu (was ich generell unterstüze).
Was mich langsam stutzig macht: Du beißt Dich fest an der konkreten
Ausführung/Umsetzung des "akustisch gekoppelten" DZM.
Bzw. das Du genau dafür keine Schaltung findest.
Dabei sind alle Ansätze Dir schon genannt worden:
1. Mikro bzw. Körperschallaufnehemr.
2. Verstärker dran, der Impulse formt die der DZM verarbeitet.
3. DZM daran anbauen.
Also letztlich dreht es sich (so kommt es rüber) darum
das Dir
a. irgendwer entweder mundgerecht den Plan serviert.
oder
b.) Du mal endlich in Puschen kommen solltest und die Teile 1.,2.,3.
aufbaust.
BTW:
Das man nie genau "die konkrete" Schaltung für das aktuelle Problem
findet, ist den OM im Forum klar,
und glaub mir:
Ich wär froh gewesen wenn es zu meiner Beginner-Zeit ein Forum gegeben
hätte was soviel Anregung liefert. Es hätte mir viel Arbeit erspart.
Andrew Taylor schrieb:> Dabei sind alle Ansätze Dir schon genannt worden:>> 1. Mikro bzw. Körperschallaufnehemr.
Weist du ob sich in irgendeinen defekten Haushaltsgerät so ein Teil
befindet, was man nehmen kann?
steve schrieb:> Weist du ob sich in irgendeinen defekten Haushaltsgerät so ein Teil> befindet, was man nehmen kann?
Mikrofon: Normalerweise haben Handys oder alte Telefone so was wie ein
Mikrofon.
Oft auch Laptops.
Es gibt sogar Elektronikversender.
Versuchs doch mal mit einem Headsetmikro und einer der kostenlosen
Programme die auf dem PC mit der Soundkarte einen kleinen
Sprektrumanalysator implementieren.
steve schrieb:> Danke. Also kann so ein "einfaches" Mikrofon nehmen - war mir nicht> bewusst.
Das ist keine vorgefertigte Lösung, sondern rein ein Tipp wie man
forschen kann um evt. zu einer Lösung zu kommen.
> Ich meine aber, daß die Abnehmer der besseren ein Stromwandler waren,> @RS Hast du ausprobiert ob man kapazitiv so einfach und zuverlässig> saubere Signale bekommt?
Hochspannungssignale nimmt man immer kapazitiv ab,
auch denn da ein Draht drumgewickelt war kam es nur auf dessen
Koppelkapazität an.
Allerdings ist
> Eins der Schaltbilder habe ich mal angehängt.
das nicht-optimal, die Schaltung sollte noch ein MonoFlop enthalten.
Man sieht an den Diagrammen oben drüber, daß der Zündimpuls aus
mehreren kurzen Impulsen besteht (schwingt, klingelt),
amna aber hinten ein Signal aus einem Impuls haben will.
Bei eienm uC ist es egal, der kann bei der ersten Flanke reagieren,
und legt dann eine Totzeit ein die sicher länger ist als das
Klingeln, bevor er wieder auf eine Flanke reagiert.
Bei normaler Elektronik wäöre aber die Unterdrückung der
folgenden Flanken desselben Zündfunkens nötig.
Udo Schmitt schrieb:> Ok, das wusste ich nicht, glaube ich aber gerne.> Wieder was gelernt.
Also, erstmal scharf nachdenken und sich mit der Thematik beschäftigen,
bevor man meckert! Das Problem haben über 90% unserer Kunden. Erst
meckern und einem Inkompetenz vorwerfen (aber wenigstens hast Du den
Schneid zuzugeben, etwas nicht gewusst zu haben).
steve schrieb:> Danke. Also kann so ein "einfaches" Mikrofon nehmen - war mir nicht>> bewusst.
Ich denke, dass die Lösung mit dem Mikrofon die komplizierteste und
fehleranfälligste sein wird, die man sich überhaupt aussuchen kann. Ohne
komplexe Signalanalyse ist da gar nichts zu machen. Wenn die Säge bei
voller Drehzahl anfängt zu viertakten, dann ändert sich die Akustik sehr
stark (das Viertakten ist erwünscht und einer der Punkte beim
Einstellen, die man sucht). Das nimmt man ja nicht umsonst zum
'Einstellen nach Gehör'. Wie soll man da mit einem Mikrofon
unterscheiden, ob das jetzt vietakten ist, oder einfach nur die die
halbe Drehzahl?
Gruß, RS
> viertakten
Zumindest könnte das Mikrophon das unterscheiden, die angezeigte
Drehzahl fällt plötzlich auf die Hälfte, während die Zündfunkenaufnehmer
das nicht erkennen würden.
Die Impulse bei Mikro werden nicht so anders sein als bei Zündfunken:
Stark gestörte aber drehzahlabhängig mit dem grössten Peak nur ein mal
pro Zündung.
RS schrieb:> Ich denke, dass die Lösung mit dem Mikrofon die komplizierteste und> fehleranfälligste sein wird, die man sich überhaupt aussuchen kann. Ohne> komplexe Signalanalyse ist da gar nichts zu machen.
Welche Methode würdest du dann empfehlen?
RS schrieb:> Anstatt der Klemme wird einfach eine Sensorfläche> verwendet. Der Ausgang des 'Sensors' kann dann analog> (Frequenz-Spannungswandler mit Voltmetermodul) oder digital> (Frequenzzähler mit µC) ausgewertet werden.
da hab ich zuvor verlesen (sah nur das Bild mit Kabel-Klemme...).
Welchen "Sensor" hast du verwendet?
MaWin schrieb:>> viertakten>> Zumindest könnte das Mikrophon das unterscheiden, die angezeigte> Drehzahl fällt plötzlich auf die Hälfte, während die Zündfunkenaufnehmer> das nicht erkennen würden.>> Die Impulse bei Mikro werden nicht so anders sein als bei Zündfunken:> Stark gestörte aber drehzahlabhängig mit dem grössten Peak nur ein mal> pro Zündung.
Auch wenn der Motor das Viertakten anfängt, werden weiterhin Zündimpulse
erzeugt. Das Gemisch wird nur nicht sauber gezündet, weil es zu fett
ist.
Gruß, RS
steve schrieb:> RS schrieb:>> Ich denke, dass die Lösung mit dem Mikrofon die komplizierteste und>> fehleranfälligste sein wird, die man sich überhaupt aussuchen kann. Ohne>> komplexe Signalanalyse ist da gar nichts zu machen.>> Welche Methode würdest du dann empfehlen?
Die Kapazitive, wie oben angedeutet. Aber ohne Oszilloskop und einen
brauchbaren Prüfaufbau ist das sehr schwierig. Ich konnte immer nur
wenige Minuten an der Säge messen, dann war der Raum voll mit Abgasen.
Dazu kommt, dass man ständig Gas geben muss, Das Kettenöl herumfliegt
usw. Macht so nicht wirklich Spass. Deswegen habe ich das erstmal
verschoben :)
Von Stihl gibt es den Drehzahlmesser für ca 60€. Falls jemand das Teil
ständig braucht, ist das sicher die bessere Alternative.
Gruß, RS
steve schrieb:> RS schrieb:>> Anstatt der Klemme wird einfach eine Sensorfläche>> verwendet. Der Ausgang des 'Sensors' kann dann analog>> (Frequenz-Spannungswandler mit Voltmetermodul) oder digital>> (Frequenzzähler mit µC) ausgewertet werden.>> da hab ich zuvor verlesen (sah nur das Bild mit Kabel-Klemme...).>> Welchen "Sensor" hast du verwendet?
Das war bei den Test einfach ein Stück FR4 mit einseitig Kupfer. So ca.
5x5cm.
Gruß, RS