[V] Telefon mit Wählscheibe

#5914728
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Richard H. schrieb:
> Wie bedient man so eine Wählscheibe?

Man popelt den Finger in das Loch mit der Ziffer, die man wählen will
und dreht die Wählscheibe bis zum Fingeranschlag.
Dann zieht man den Finger aus dem Loch.
Die Wählscheibe läuft in die Ausgangslage zurück.
Dabei wird die entsprechende Anzahl von Wahlimpulsen erzeugt.

"Stern/Rautentaste" geht bei solchen Telefonen natürlich nicht.
#5915549
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Benedikt P. schrieb:
>> ist das Telefon für Wandmontage geeignet?
>
> Nein, das ist ein Tischapparat. Für Wandmontage müsste der Hörer
> (Postdeutsch "Handapparat") anders auf dem Gerät liegen und
> sichergestellt bleiben, daß der Gabelschalter dabei gedrückt bleibt.

Haltewinkel lautet das Zauberwort. Alternativ den Tisch an die Wand 
schieben und das Telefon auch an die Wand schieben. Dann kommt es fast 
aufs gleiche raus, nur mit Tisch drunter. :)
Persönliche Seite #5916913
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Hallo Teo

Teo D. schrieb:
> Ja funst zB. an vielen FritzBoxen, auch an den aktuellen denke ich.

An einem Speedport funktioniert es auch noch.

https://www.flickr.com/photos/22208362@N03/29612287624/in/album-72157667449807354/

> Und
> ja, meist ist der Schleifenstrom etwas schwach. Ist dann mehr ein
> scheppern, als ein Klingeln. :)

Richtig. Der ist etwas mau. Da müssen die Glocken schon gut justiert 
sein.

Noch ein Problem: Man darf sich keine großen Pausen beim Wählen gönnen. 
sonst meint er, man sei fertig.....ist aber bei einem Tastentelephon 
nicht viel anders.

Viel Technik ist heute für Leute entwickelt, die wohl auf Speed 
sind....ok, heisst ja auch Speedport.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
#5916914
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Teo D. schrieb:
> Andreas M. schrieb:
>> "Stern/Rautentaste" geht bei solchen Telefonen natürlich nicht.
>
> Als Stern tuts meistens (zB. FritzBox tut) auch ein "Gabelschlag" (kurz
> drücken).

Nö.
Dann hast du eine "1" gewählt.
Wahlimpulse sind Öffnungsimpulse.

Wenn der Handapparat vom Gabelumschalter genommen wird,
dann wird eine Stromschleife mit dem Amt gebildet.
Dabei erkennt das Amt einen Anrufwilligen
und das Telefon erhält seine Betriebsspannung.
(bei Telefonen ohne externes Netzteil)
Beim Wählen wird der Schleifenstrom abhängig
von der gewählten Ziffer bis zu 10 mal in der Sekunde unterbrochen.
Das kann man im Amt erkennen und automatisch
die entsprechenden Schalthandlungen ausführen.

Ob man die Unterbrechungen dabei mit dem Nummernschalter (Wählscheibe)
oder mit dem Gabelumschalter erzeugt, ist egal,
wenn das Timing der Impulse paßt.

1-1-2 klappt immer.
1-1-0 geht nur mit Zufall.
#5916924
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Bernd W. schrieb:
> Hallo Teo
>
> Teo D. schrieb:
>> Ja funst zB. an vielen FritzBoxen, auch an den aktuellen denke ich.
>
> An einem Speedport funktioniert es auch noch.
>
> 
https://www.flickr.com/photos/22208362@N03/29612287624/in/album-72157667449807354/
>
>> Und
>> ja, meist ist der Schleifenstrom etwas schwach. Ist dann mehr ein
>> scheppern, als ein Klingeln. :)
>
> Richtig. Der ist etwas mau. Da müssen die Glocken schon gut justiert
> sein.

Der Schleifenstrom ist ein Gleichstrom.
Er dient nur zur Stromversorgung von netzteillosen Telefonen
und als "Übertragungsmedium" für die Teilnehmererkennung
und die Wahlimpulse.

Gerufen wird mit Wechselstrom/spannung.
24-60 Volt.
25-50 Hertz.

Man sollte deshalb für Fritzboxen, Speedports, Kabelmodems etc.
immer die Originalnetzteile oder potente Aquivalente nehmen,
damit die Rufspannung nicht zusammenbricht.

Übliche Fehler sind dann z.Bsp nur einmaliges Klingeln
oder Gesprächsabbrüche.
#5916953
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Wer mal mit dem Analoganschluß (hinter seiner FB/seinem SP!!!)
spielen will,
der schaltet zwei ungleichfarbige LEDs antiparallel
und beidseitig jeweils einen 10k-Widerstand.
Das ganze kommt dann zwischen a- und b-Ader der Telefonzuleitung.

Damit erkennt man den Schleifenstrom beim Abheben,
die Öffnungsimpulse bei der Impulswahl,
die Rufwechselspannung
und die Verpolung der Anschlußleitung,
wie sie früher bei einfachen Zweieranschlüssen üblich war.

Das ganze baut man in einen TAE-Stecker,
bei dem man die seitlichen Plastik-Nasen weggeschnitten hat.
Die Kontakte 1 und 6 sowie 2 und 5 sind zu brücken.
Dann funktioniert das in F- und N-Buchsen von TAE-Dosen.

So ein Prüfstecker hat mir immer gut geholfen.
#5916977
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Andreas M. schrieb:
> Der Schleifenstrom ist ein Gleichstrom.
> Er dient nur zur Stromversorgung von netzteillosen Telefonen
> und als "Übertragungsmedium" für die Teilnehmererkennung
> und die Wahlimpulse.
>
> Gerufen wird mit Wechselstrom/spannung.
> 24-60 Volt.
> 25-50 Hertz.

Mea culpa. Hät ich mir aber auch wirklich selber denken können, das da 
was nich zusammen passt....

Andreas M. schrieb:
> Teo D. schrieb:
>> Andreas M. schrieb:
>>> "Stern/Rautentaste" geht bei solchen Telefonen natürlich nicht.
>>
>> Als Stern tuts meistens (zB. FritzBox tut) auch ein "Gabelschlag" (kurz
>> drücken).
>
> Nö.
> Dann hast du eine "1" gewählt.
> Wahlimpulse sind Öffnungsimpulse.

Was "Nö"?
Hab nur behautet das es das selben bewirkt, nicht das es das gleiche 
ist!
Wie was wo differenziert wird, hat mich bisher nich wirklich 
interessiert.
Gast #5917035
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Erdtaste wird halt schwierig wenn wirklich nur die A- und B-Adern 
aufliegen.

Viele Nebenstellenanlagen akzeptieren auch eine gewählte "1" von der 
Nummernscheibe als Hookflash bzw Erdpuls-Ersatz. Auch bei IWV.

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