Für ein Projekt suche ich eine möglichst gut funktionierende Lösung um
spezifikationskonforme UWB-Pulse, also -41,3dBm/MHz von 6 bis 8,5 GHz,
zu erzeugen.
Bislang nutzen wir einen Anritsu Pulsgenerator, der soll nun durch eine
billigere Lösung welche per Mikrocontroller einstellbar ist ersetzt
werden.
Es geht hier nur ums erzeugen der Pulse, das Empfangen ist eine andere
Geschichte.
Kennt jemand eine Schaltung oder gar einen IC der sowas kann?
Wie macht man einen Puls der 6 bis 8.5 GHz abdeckt ? Indem man einen
Dirac (oder aehnlich) auf einen Bandpass (aka Resonator) mit 7.25GHz
Mittenfrequenz und 2.5GHz Bandbreite (macht Guete = 3) gibt.
Vielleicht einen 1 MHz Puls auf einen Hochpass aus einem Stück
Hohlleiter geben? Der läßt sich aus Platinenmaterial auf die Platine
auflöten, zwei Lötnägel als Ein/Auskopplung. Nach höheren Frequenzen hin
wird das Spektrum von Natur aus schwächer.
Ich habe mir mal die Möglichkeit mit Steilen Puls mittels Step-Recovery
effekt eines npn Transistors zu erzeugen und diesen zu differenzieren.
Hat aber nicht so toll funktioniert...
Das Problem scheint damit zu beginnen eine genuegend steile Flanke mit
tiefer Wiederholrate zu erzeugen. Ich wurd mal mit einem ECL Komparator
beginnen. zB einem ADCMP573, der hat eine Verzoegerung von 150ps und
eine minimale Pulsbreite von 80ps. Der wird etwa hinkommen. Davon 2
Stueck. Der erste wird an ein TTL/HCMOS Generatur gehaengt und macht
einen richtigen Rechteck aus dem Schwamm des TTL/HCMOS Generaturs.
Hintendran einen RC Hochpass mit RC=0.5ns oder so. Dann der zweite
Comparator. Mit diesem Signal kann man dann auf den Bandpass/Hohlleiter
gehen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hohlleiter
"...Grenzwellenlänge λc (mit c für „cut-off“). Sie errechnet sich nach
der Beziehung λk= 2·a (wobei a die längere Seite des
Rechteckhohlleiterquerschnitts ist"
6 GHz sind 5 cm Wellenlänge, also ist für den Hochpass eine Breite von
mehr als 30mm nötig, nach der Tabelle
http://de.wikipedia.org/wiki/Hohlleiter#Hohlleiter-Frequenzbänder
wäre das mindestens Standardmaß R70/WR 137 mit 34,85mm
Hallo,
ich finde das UWB-Zeugs sehr interessant, mich würde interessieren, wie
man dafür typischerweise einen Empfänger bauen würde. Meine Idee wäre
es, empfangsseitig den möglichst selben Puls zu erzeugen (wie oben
vorgeschlagen z.B.) und damit mit dem Empfangssignal dann mit einem sehr
breitbandigen Mischer auf 0 runtermischen. Wenn dann der Pulsgenerator
im Empfänger genau synchron (dafür braucht man dann wohl noch irgendein
Korrelator, der das demodulierte Signal auswertet) zum Sender läuft,
müsste sich doch dann dort eine Gleichspannung einstellen? Und wie wird
dann moduliert? Einzelne Pulse verschoben zum Synchrontakt, oder Pulse
auslassen?
Gruß,
Hase
Nachtrag: Bei wikipedia war zu UWB eine nette Einführung verlinkt, das
hat mir schonmal geholfen:
> http://wiki.der-wenz.de/download/hs_final.html
Was mich noch interessieren würde, wie wird der Mischer praktisch
realisiert? Und davor ist kein Vorverstärker für die Antenne?
Gruß,
Hase
Nochwas ;-) Habe dieses hier über Umwege entdeckt:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/27468/osee.pdf
Das könnte evtl. auch dem ursprünglichen Fragesteller (Heinz) helfen.
Der Autor schreibt dort, man könnte die Frequenz durch schnellere Dioden
erhöhen. Inwiefern das dann aber gesetzkonform ist, muß man natürlich
messen. Evtl. braucht man doch zwingend den Bandpassfilter. Könnte man
das nicht auch in Microstriptechnik direkt auf der Platine machen
(anstatt Hohlleiter). Als Antenne auf der Platine könnte man doch auch
so einen Breitbanddipol nehmen, der zu den Enden hin dicker wird. (Das
sind jetzt mal nur meine Gedanken, ich bin bin kein Hf-Profi).
Gruß,
Hase
Ich bin jetzt auf der Suche nach einem möglichst einfachen Design für
eine Breitbandantenne von 1-4GHz welche ich direkt auf die FR4 Platine
"aufbauen" kann. Also Sendeschaltung und Platine auf wenn möglich halber
Europlatine und Empfangsantenne und LNA und SMA-Stecker zum Oszi
anschließen auf der anderen oder wenn möglich sogar alles zusammen auf
Europlatine.
Ich möchte mich nicht in Antennenberechnungstools einarbeiten sondern
benötige eigentlich nur eine Antenne die halt in diesem Bereich was
abstrahlt (möglichst gerichtet) und auch wieder empfangen kann.
Ist nur fürs (abgeschirmte!) Labor, also keine Sorge wegen irgendwelcher
Grenzwerte.
Die Log Antennen die ich zum Routen auf die Platine gefunden habe
strahlen leider nicht besonders gerichtet ab. Es wäre mir aber eben
wichtig das nur in eine Richtung gesendet wird um die anderen
Messschaltungen (Das Teil wird 4-8x gleichzeitig verwendet) wenig zu
beeinflussen.
FR4 dämpft ab einem GHz schon recht deutlich und ist spätestens ab 3GHz
nicht mehr wirklich zu gebraucht - erst recht nicht als Antenne. Also
nimm ein geeignetes Material. Man kann dreiecksförmige Dipole bauen und
diese "stocken" um eine Richtcharakteristik zu machen. Die
Phasenverschkebung muss aber über den Frequenzbereich einigermaßen
konstant bleiben. Breitbandig und richtscharf ist halt nichttrivial.
Viele Grüße,
Martin L.
FR4 muss zum Testen ausreichen, später kann ich ev. Duroid nehmen.
Die Dämpfung war bei unseren Versuchen erst ab 4-6 GHz kritisch.
Gibt es irgendwo einfache Designdaten? Es braucht wirklich keine extreme
Richtwirkung zu haben. Ist nur zum Testen eines Prinzips.