Hallo,
ich suche eine OpenSource-Schaltung, mit der es möglich ist, sowohl
FPGAs als auch Cortex-Controller zu programmieren/debuggen.
Die FTDI-Chips sind kein Muss, ich hab hier halt ein, zwei Stück
rumfahren :)
Momentan spiele ich mit Cortex-Controllern von NxP und habe die
LPCxpresso Module, auf denen ein abtrennbares Debug-Interface drauf ist,
allerdings funzt das ja nur eben mit den NxPs.
Bzgl.FPGA habe ich noch nie etwas gemacht, aber kürzlich ein (wohl
älteres) Xilinx Spartan3 Sample Pack geschenkt bekommen, dort ist
allerdings kein Programmierkabel dabei.
Da ich in beiden Fällen nicht weiss, ob ich bei den beiden Herstellern
bleibe, ist die Frage einfach, ob es eine OpenSource-Schaltung gibt, mit
der man sowohl Cortex-MCUs als auch FPGAs programmieren und debuggen
kann.
Ralf
Die ARMe sind hier nicht das Problem (Stichwort OpenOCD), die
entscheidende Frage ist, ob es überhaupt eine Möglichkeit gibt, Deine
FPGAs mit irgendwas anderem als dem von Xilinx selbst vorgesehenen
Interface zu programmieren.
Deine Suche sollte sich also zunächst darauf beschränken,
herauszufinden, welche JTAG-Varianten für diese FPGAs geeignet sind.
Sollte dabei auch eine Selbstbauvariante auf Basis des FT2232 enthalten
sein, musst Du nur noch herausfinden, inwiefern sich diese von der
OpenOCD-Variante für ARMe unterscheidet.
FPGA mittels FT2232 (MPSSE) Mode zu laden ist kein Problem und sehr
performant. Stichwort (X)SVF-Player. Eine Programmierung kann dann
mittels des nun geladenen FPGAs erfolgen.
Ein Programmierung per BoundaryScan ist ebenfalls möglich. (Gilt
natürlich auch für die ARMe).
Hier gibt es ein kleines Tool, welches beides kann:
http://wesche.we.ohost.de/Homepage/Version_3/index.php?section=PC_Delphi_FT2232_JTAG.html
@Rufus:
Danke für die "Stichworte" :)
Ich glaube ich hab was gefunden:
http://dangerousprototypes.com/docs/Bus_Blaster_v2_design_overview
Was hältst du davon?
@Wesche:
Ich hab einen kurzen Blick draufgeworfen. Soweit ich das verstanden
habe, handelt es sich um ein reines Softwaretool, ist das korrekt? Wie
steht's mit der Erweiterbarkeit über AddIns?
Ralf
Moin,
> Die ARMe sind hier nicht das Problem (Stichwort OpenOCD), die> entscheidende Frage ist, ob es überhaupt eine Möglichkeit gibt, Deine> FPGAs mit irgendwas anderem als dem von Xilinx selbst vorgesehenen> Interface zu programmieren.> Deine Suche sollte sich also zunächst darauf beschränken,> herauszufinden, welche JTAG-Varianten für diese FPGAs geeignet sind.
Das geht schon seit Jahren, Stichwörter:
- xc3sprog
- xilprg
- xsvfplayer
- cableserver (per Impact)
>> Sollte dabei auch eine Selbstbauvariante auf Basis des FT2232 enthalten> sein, musst Du nur noch herausfinden, inwiefern sich diese von der> OpenOCD-Variante für ARMe unterscheidet.
Die Anpassung ist leicht gemacht. Im Prinzip empfiehlt es sich, sich an
der Belegung populärer FT2232-Adapter zu orientieren, z.B.: ICEbear,
JtagKey, usw.
Beispiel:
https://hackerspace.be/Icebear_jtaghttp://www.amontec.com/openocd.shtml
Die Programmierung der FPGAs ist wohl ueber die gezeigten Wege moeglich,
das Debugging (via EDK sprich Mikroblaze bzw. via Chipscope) jedoch
nicht.
Irgendwo hatte ich gelesen, dass da (zumindestens fuer den Chipscope)
welche dran sind....
Gruss
Vanilla
@Vanilla:
> Die Programmierung der FPGAs ist wohl ueber die gezeigten Wege moeglich,> das Debugging (via EDK sprich Mikroblaze bzw. via Chipscope) jedoch> nicht.
Das heisst, so ein Dingens wäre so oder so nur zum Flashen tauglich?
Schade...
Ralf
Ich glaube, neuerdings geht das. Das billige Digilent HS JTAG Kabel hat
auch nur einen FT2232H drauf, und das wird mittlerweile von Xilix voll
unterstützt. Jedenfalls bei Impact und ChipScope.
Programmieren über (x)SVF geht immer, nur Debuggen ist halt alles closed
source und man ist auf den Hersteller angewiesen.
Hat noch keiner das von Chipscope benutzte JTAG-Protokoll reverse
engineert?
Da ich sowieso ne simulierbare Lösung brauchte, hab ich mir gleich den
JTAG TAP in VHDL mit dazugebacken, darum mir die BSCAN-Primitiven erst
gar nicht angesehen.
Gruss,
- Strubi
Martin S. schrieb:> Hat noch keiner das von Chipscope benutzte JTAG-Protokoll reverse> engineert?
Nein. Das wäre aber mal eine tolle Sache. Ein einigermaßen brauchbares
alternatives Frontend gibt es schon auf sump.org
Grüße
Sven
Christian R. schrieb:
> Programmieren über (x)SVF geht immer, nur Debuggen ist halt alles closed> source und man ist auf den Hersteller angewiesen.
Okay, das heisst also fertige(n) Kabelsalat(e) vom Hersteller kaufen :/
Na gut, dann werd ich mal suchen, was die Bucht etc. so hergeben :)
Ralf