ADC mit USB-Schnittstelle

Gast #4154390
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Hallo,
ich möchte einen ADC über USB auslesen. Wie gehe ich da am besten vor ? 
Viele ADCs bieten ja eine SPI-Schnittstelle an. Bei SPI ist die 
Datenübertragungsrate jedoch zu gering für meine Anwendung. Was für 
einen Chip empfehlt ihr mir um die Daten direkt vom ADC in meinen PC 
einzulesen.
Danke!
Gast #4154426
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Parallelpost :-(
Ok, bei den Bedingungen erst den ADC raussuchen ... die Auswahl ist dann 
nicht mehr so groß: 
http://www.digikey.de/product-search/de?FV=fff40027%2Cfff80183%2C2640005%2C5700038&mnonly=0&newproducts=0&ColumnSort=0&page=1&stock=1&quantity=0&ptm=0&fid=0&pageSize=100

Dann mal kurz die Datenrate überschlagen, du hast dann 1,6 GBit/s. Das 
könnte mit einem USB 3.0 gerade noch so zu machen sein. Dazwischen 
brauchst Du einen schnellen FPGA mit genügend RAM zum Puffern.

Vorschlag: Nach fertigen PCI(e)-Karten suchen. Du kommst mit selbst 
bauen nicht preiswerter, wenn Du nicht schon viel Erfahrung hast.
#4154459
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Michael2x3 schrieb:
> Hm gibts da keine preiswertere Lösung. Was ich mir vorgestellt habe ist
> einfach einen Chip zu benutzen über den ich vom PC aus den ADC ansteuern
> kann.
> Vllt könnte das interessant sein z.B.
> http://www.ftdichip.com/Products/ICs/FT600.html

1.
Auch mit diesem Chip benötigst du ein zusätzliches FPGA und zumindest 
internes BRAM um ein FIFO zu realisieren.

2.
Die nächste Frage ist dann wie muss denn eine Software auf dem PC 
aussehen um so schnell die Daten einzulesen. Erst wenn dieser Frage 
geklärt ist würde ich mit Punkt 1 weitermachen.
Gast #4154482
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Michael2x3 schrieb:
> Was ich mir vorgestellt habe ist
> einfach einen Chip zu benutzen über den ich vom PC aus den ADC ansteuern
> kann.

Das stellst du dir zu einfach vor. Der ADC ist nur ein Teilaspekt, das 
ganze Drumherum muss ebenfalls stimmen.

Selbst der von dir herausgesuchte 16 Bit ADC liefert übrigens nur 
effktive 12 Bit (gut 74 dB SNR), die niederwertigsten 4 Bit zeigen also 
ganz offiziell nichts anderes als Rauschen. Und auch das erreichst du 
nur, wenn Drumherum alles annähernd perfekt läuft (der CLK-Jitter also 
z.B. nicht größer als ~200ps wird....).

Meine Empfehlung:
- wenn du wirklich glaubst, diese Performance zu brauchen, dann kaufe 
eine fertige Lösung und zahle den dafür verlangten Preis (selbst bauen 
ohne viel Erfahrung kannst du diese Performance nicht). Es kann durchaus 
günstigere Produkte geben als die von NI, aber für wirklich wenig Geld 
bekommst du das nicht gekauft.
- ansonsten überlege, ob deine Anforderungen nicht einfach überzogen 
sind und kauf z.B. ein (wesentlich günstigeres) 12 Bit 
Datenerfassungssytem.
Gast #4154560
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okay nehmen wir mal an ich komme mit 12 Bit aus. Die 100 MHz sind aber 
trotzdem Pflicht. Was wäre die geschickteste Lösung ? Ist es 
realisierbar so eine Schaltung zu entwerfen ohne große Erfahrung ?
Gast #4154649
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Helmut S. schrieb:
> Sicher ein Tippfehler - eher 200fs.

genau so ist es natürlich ;-)

Michael2x3 schrieb:
> ja doch die Daten sollen auf den PC ohne vorher irgendwie verarbeitet
> geworden zu sein

müssten die Daten kontinuierlich über lange Zeiten übertragen werden? 
Oder reicht es, einige MB am Stück aufzunehmen und kann man sich dann 
Zeit für die Datenübertragung machen.

Marian B. schrieb:
> oder wenn kein Streaming benötigt wird ein DSO als
> Frontend verwenden.

Ohne Streaming wäre ein DSO natürlich eine preisgünstige Möglichkeit. 
Nur ist man da leider weit von 12 Bit echter Auflösung weg (von 16 Bit 
ganz zu schweigen). Ich bin wahrscheinlich nicht auf dem laufenden, aber 
ich weiß  eigentlich nur von LeCroy-DSOs, die über 8Bit ADCs hinausgehen 
(und ich habe mir noch nie selbst angeschaut, was von der nominellen 
Auflösung dann beim Messen wirklich übrig bleibt und was im Rauschen 
untergeht).
Gast #4154695
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Naja die zu übertragende Datenmenge wäre dann mit overhead so 2,0 
Gbit/s. Eine Messung dauert ca. 200s. Genau die Daten sollen erst einmal 
nur weggeschrieben werden. Der PC dafür wird auch erst noch angeschafft.
Gast #4154750
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Michael2x3 schrieb:
> 2,0
> Gbit/s. Eine Messung dauert ca. 200s.

dann geht's halt kaum für kleines Geld ;-)

Diese Jungs hier sind in der schnellen Erfassung großer 
Analogdatenmengen nicht übel:

www.4dsp.com/solution_configurator.php?ad_samplingFreq=100&ad_channels=& 
function1[]=ad_1&form_factor=PCIe&find=
#4154752
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200 sec * 200MByte waeren 40GByte...  Vergiss das mal. Der PC kann das 
nicht. Windows kann das nicht, und etwas anderes auch nicht. Das 
Einzige, was das kann ist einen ADC direkt an eine Festplatte 
anzuschliessen mit einem FPGA dazwischen. Ich wuerd eine solid state 
disk verwenden. Eine drehende Platte kann das auch nicht.
Persönliche Seite #4154771
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Jetzt Nicht schrieb:
> 200 sec * 200MByte waeren 40GByte...  Vergiss das mal. Der PC kann das
> nicht. Windows kann das nicht, und etwas anderes auch nicht. Das
> Einzige, was das kann ist einen ADC direkt an eine Festplatte
> anzuschliessen mit einem FPGA dazwischen. Ich wuerd eine solid state
> disk verwenden. Eine drehende Platte kann das auch nicht.

>200 MB/s konstant halten ist auf einem PC schon länger kein Problem mehr - man 
braucht natürlich einen anständigen Controller, Platten und Dateisystem. Mit 
Windows wird das allerdings, in der Tat, schwierig.
#4155187
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Michael2x3 schrieb:
> Hm gibts da keine preiswertere Lösung. Was ich mir vorgestellt habe ist
> einfach einen Chip zu benutzen über den ich vom PC aus den ADC ansteuern
> kann.

Vergiss das. Aus dem "einfach einen Chip zu benutzen" wird dann sowas 
hier:

http://spectrum-instrumentation.com/de/m4i4410-x8

Schau Dir diese Karte genau an und überlege, ob Du die nachbauen 
könntest.

fchk

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