Wenn es zumindest von den elektrischen Werten passt, sollte es doch
möglich sein das "neue" durch abfeilen/sonstwas passend zu kriegen, das
Gehäuse scheint genug "Fleisch" zu haben.
Wieso erscheinen hier eigentlich häufig Anfragen gerade zu
Landwirtschaftsmaschinen wo keine Ersatzteile lieferbar sind...?
Gerade bei so langlebigen Geräten sollte das doch der Fall sein,
irgendwann würde ich den Herstellern gegenüber mal anfangen Kopfnüsse zu
verteilen, echt.
Jim Beam schrieb:> Wenn es zumindest von den elektrischen Werten passt, sollte es doch> möglich sein das "neue" durch abfeilen/sonstwas passend zu kriegen, das> Gehäuse scheint genug "Fleisch" zu haben.
Schon der Bohrabstand ist zu weit, das passt schlicht nicht.
Zur Not mach ich auch ein Gehäuse im 3D Druck. Aber wo bekommt man dann
das Poti her?
> Wieso erscheinen hier eigentlich häufig Anfragen gerade zu> Landwirtschaftsmaschinen wo keine Ersatzteile lieferbar sind...?
Keine Ahnung, ist meine erste.
Vielleicht ist es auch möglich, das Gehäuse zu erhalten und nur das
Innenleben aus einem anderen Poti zu transplantieren.
Allerdings scheint die Lage der Kohlebahn unüblich zu sein und dann
stimmt am Ende nix mehr hinsichtlich Aussteuerung der Lenkposition.
Gibt es treckerseitig zumindest eine Nullpunkt-Korrektur oder sowas?
sepp schrieb:> Wo genau ist das Poti drin, um was gehts dabei genau?
In einem Traktor als Lenkwinkelsensor. Denn:
>> Neuerdings biegt sein Trecker auf>> dem Feld aber immer von selber ab und macht die Maiskolben nieder.>> Die Ursache ist gefunden, ein defektes Poti (s. Anhang).>> Welche Daten hat das Pot, Abmessungen ev eine Skizze?
Da empfehle ich, die oben angehangene .pdf-Datei zu öffnen. Dort ist das
Gewünschte drin.
>> lg
So, jetzt hast Du die Informationen und kannst ganz sicher helfen, oder
doch nicht?!
Paul
Wegen den enormen Ernteausausfällen durch die aktuelle Dürre
sollen Landwirte ja grosszügig vom Staat unterstützt werden.
Von dem üppigen Geldsegen könnte man sich ja gleich einen neuen
Trecker anschaffen. ;-) Vorher würde ich mir aber die Ersatzteil-
politik der jeweiligen Landmaschinenhersteller genauestens
anschauen.
sepp schrieb:> Ist meist eine ziemliche Abzocke von den Konzernen, die Mechaniker> kennen sich nicht gut aus mit Elektronischen Dingen....
Der hohe Preis der Ersatzteile hat wohl ehr damit zutun, dass der
(Landmaschinen)Hersteller die Ersatzteile auf Lager legen muss um dem
Produktionsende des (Teile)Herstellers entgegenzuwirken.
Jens M. schrieb:> Die Ursache ist gefunden, ein defektes Poti (s. Anhang). Wird leider> nicht mehr hergestellt
Sagt wer?
Was für ein Trecker und wo ist denn das Teil verbaut?
hat der Landwirt eine Teilenummer?
Ich habe gerade vorgestern für meinen 50 Jahre alten Hobby-Traktor noch
Originalersatzteile bekommen.
Und ein Trecker der "von selbst abbiegt" ist definitiv deutlich neuer.
Jens M. schrieb:> Die Ursache ist gefunden, ein defektes Poti. Wird leider> nicht mehr hergestellt
Das heisst, der Landmaschinenmechaniker repariert den Trecker
nicht mehr und sagt, man soll einen neuen Trecker kaufen?
JJ schrieb:> Der hohe Preis der Ersatzteile hat wohl ehr damit zutun, dass der> (Landmaschinen)Hersteller die Ersatzteile auf Lager legen muss um dem> Produktionsende des (Teile)Herstellers entgegenzuwirken.
Eher wohl damit den Wettbewerb umzukehren, denn wer achtet schon
bei der Anschaffung der Maschine auf die Kosten für Ersatzteile.
Die großen Autohersteller machen es doch vor. Mit den Fahrzeugen
kann man keine großen Gewinne mehr einfahren, aber mit den
Ersatzteilen.
Der Andere schrieb:> Sagt wer?
Vishay
> Was für ein Trecker und wo ist denn das Teil verbaut?> hat der Landwirt eine Teilenummer?
Keine Ahnung, er hat mich halt gefragt.
Harald W. schrieb:> Das heisst, der Landmaschinenmechaniker repariert den Trecker> nicht mehr und sagt, man soll einen neuen Trecker kaufen?
Das weiß ich nicht. Vermutlich kostet das einfach sehr viel Geld.
Jens M. schrieb:> Die Ursache ist gefunden, ein defektes Poti (s. Anhang).
Das ist kein Poti im eigentlichen Sinne, sondern ein
absolut-Winkelsensor, der auf eine lange Lebensdauer (viele
Betätigungszyklen) ausgelegt ist.
Einfach mal die im Spectrol-Datenblatt des "rotary position sensor" zu
findenden Angaben zur Lebensdauer (5 Millionen Drehungen, 10 Millionen
Teildrehungen) mit denen eines Potis vergleichen.
> Eine mögliche Alternative passt leider mechanisch nicht (Platzmangel)
Lässt sich die Drehachse verlängern, so daß der Sensor räumlich
verlagert werden kann? Gegebenenfalls über eine flexible Welle?
Ob das dann so drastisch sein muss ist hald die Frage...
Beispiel ein Gabelgelenkbolzen 13€ irgendwas pro Stück, bekam ich von an
Schraubenhändler 10Stück geschenkt da nur cent Kosten.
Jens M. schrieb:>> Was für ein Trecker und wo ist denn das Teil verbaut?>> hat der Landwirt eine Teilenummer?> Keine Ahnung, er hat mich halt gefragt.
Es ist ärgerlich für einen Sensor den es für 10 Euro im Netz zu kaufen
gibt/gab dann einen dreistelligen Betrag als Originalersatzteil ausgeben
zu müssen.
Aber wenn man den Sensor nicht mehr kriegt muss man halt in den sauren
Apfel beissen und als Originalersatzteil kaufen.
Ein Traktor muss laufen, da ist Zeit Geld wenn die Ernte eingefahren
werden muss. Ich würde erst basteln wollen wenn es wirklich nix
originales mehr gibt.
https://www.topagrar.com/archiv/Was-kostet-die-Maschine-570802.html
Dann halt 50€ für das og. FEBI teil ausgeben... ebay 131740096768
oder 34€ für Hella
oder direkt zu Rover/BMW
sollte es bei jedem größeren Autoteiledealer (Matthies, WM, PV, H+B) im
nächsten Zentrallager geben. Also <24h frei Hof.
Aber wie gesagt..aufpassen das es kein Hirsch ist, dann bringt dir das
Teil mal GARNIX ohne authorisierung
Rufus Τ. F. schrieb:> Lässt sich die Drehachse verlängern, so daß der Sensor räumlich> verlagert werden kann? Gegebenenfalls über eine flexible Welle?
Wohl nicht, sonst könnte man auch einen anderen nehmen.
> Ebay-Artikel Nr. xyz
Danke fürs raussuchen, da stehen leider weder Maße dran noch der
Widerstandswert.
Sebastian H. schrieb:> Wenn er im August so lange auf das Ersatzteil warten kann um eine 3> stellige Summe einzusparen schlage ich vor den Trecker gleich zu> verkaufen.
Die Landwirte helfen sich da in der Regel gegenseitig aus.
Lothar M. schrieb:> Zur internationalen Suche dann einfach "Throttle Position Sensor"> ausprobieren.> https://docs-emea.rs-online.com/webdocs/008f/0900766b8008fc9a.pdf
Danke für die Antwort ist aber leider obsolete.
https://www.mouser.de/ProductDetail/Vishay-Sfernice/971-0002?qs=gYO9MXSt8FPx%2fOLBjWD8QA==sepp schrieb:> wie schaut der Rest von dem Lenkrad aus?
Weiß ich nicht.
Gtx F. schrieb:> Dann halt 50€ für das og. FEBI teil ausgeben
Danke auch dir, der ist aber für die Drosselklappe. Also (nehme ich mal
an, hab da wenig Ahnung) 90° + X Bereich.
Wenn das Teil zu einem Autopilot gehört wird Basteln kaum was
bringen. Wenn dann noch ein Fehlerspeicher involviert ist,
muss ja sowieso ein Autorisierter ran um den Speicher zu reseten.
Hallo
leider kann ich nicht wirklich helfen, aber ich habe da noch eine Frage:
Hat der Trecker (moderne Traktoren allgemein) eine spezielle "Auf dem
Feld" Lenkung?
Kann ich mir nur schwer vorstellen, aber wenn man schon allein die
Unterscheide moderner LKW vs. PKW sieht ist so etwas bei modernsten
Landmaschinen ja nicht als absolut sinnfrei bzw. illusorisch an zu
sehen.
Hintergrund ist:
Wie kann (könnte) man als Rückmeldung (oder sogar Sollwertgeber?) für
eine absolut sicherheitsrelevante Funktion wie eine Lenkung (soweit es
sich auch um die Lenkung handelt die im Straßenverkehr eingesetzt wird)
letztendlich ein, wenn auch besonders gutes, Poti einsetzen?
Ich denke das ein sich selbst überwachender Optischer Geber der
möglichst noch "Failsave" mit einen anderen unabhängigen Winkelgeber
zusammenarbeitet Mindestvoraussetzung sein müsste wenn schon "Steer by
wire" genutzt wird.
Sowieso sollte immer eine rein Mechanisches Backup gewährleistet sein.
Wer schon mal mit seinen Auto, vom Zweirad jeglicher Form ganz zu
schweigen, vor einen "richtigen" Traktor bzw. eine richtige Landmaschine
(also nicht das Modell 1960 das sich der Nebenerwerbslandwirt und
Treckerfan leistet) gefahren ist möchte nicht erleben das so ein Gerät
irgendwie das eigene Gefährt nieder walzt, und das ist kein Witz es gibt
da wirklich Gerätschaften die einen höchsten Respekt einflößen und
gerade bei diesen recht Speziellen Traktoren bzw. Landmaschinen ist
anzunehmen das sehr viel über Lage- und Winkelsensoren und Stellmotoren
aller Art gesteuert wird.
mfg
Jemand
@ Jens M.
ich verstehe dein Problem nicht mehr.
Du wolltest Ersatz für Spectrol 971 haben.
Dir wurde gezeigt das Spectrol inzwischen Vishay ist.
Dir wurde das Vishay Datenblatt verlinkt aus der die Manufactor Prt
Number Hervorgeht -> 971 0001 mit Stecker bzw. hättest du ja 971 0002
mit Kabel dran.
Dir wurde gezeigt das es Nachbautenzu den MfP# in unterschieldichen
Preisen für die Variante mit Stecker dran rund um die Welt bei jedem
Automotivedealer gibt.
Scheitert es jetzt dadran einen oassenden Stecker an den Schlepper zu
Konfektionieren bzw. den vorhandene umzulöten?
Gtx F. schrieb:> Scheitert es jetzt dadran einen oassenden Stecker an den Schlepper zu> Konfektionieren bzw. den vorhandene umzulöten?
Die bisher "gezeigten" sind für die Drosselklappe oder halt zu groß.
Auch die mit Hall Sensoren passen nicht.
Mike B. schrieb:> Sollte man doch in das Plastik-Gehäuse reinbekommen, oder nicht?
Wird man aber auch schnell wieder rausbekommen müssen, da kein
Leitplastik...
Jens M. schrieb:> Die bisher "gezeigten" sind für die Drosselklappe oder halt zu groß.
Die von mir und teilweise anderen genannten ensprechen exakt der
Teilenummer aus deinem ersten Post, nur halt OEM Teil.
Das die bei anderen Fahrzeug Herstellern für Drosselklappen verwendet
werden ist doch egal, nicht jeder poti Hersteller nenn sein Poti
Treckerlenkrad Poti und verbietet den Einsatz in anderen Bereichen ?
GTX freak schrieb:> Die von mir und teilweise anderen genannten ensprechen exakt der> Teilenummer aus deinem ersten Post, nur halt OEM Teil.
Da kann aber nicht riechen, da sind weder Maß noch Widerstandsangaben.
Aber sieht gut aus (von der Teile Nr.). Wenn das passt bist du mein
Held.
Jens M. schrieb:> Da kann aber nicht riechen, da sind weder Maß noch Widerstandsangaben
Weil niemand auf der Welt außer du und ggf der Entwickler des treckers
auf die Idee kommt ein solches Standard Bauteil nach maßoder
Widerstandsangaben zu kaufen. Schau doch in das PDF was du selbst
hochgeladen hast, da steht der orderkey drinne. Und nun kommen die 2.
Source Hersteller und bringen ein gleichwertiges Bauteil auf den Markt
was dem orderkey entspricht.
Der Werkstatt sind die "inneren Werte"(Ohm, Toleranz,Gewicht,
Gehäusematerial, Haltbarkeit, Durchmesser) völlig egal, die bestellen
nach orderkey oder Hersteller Ersatzteilnummer.
Einen 74HCT08E bestellst du doch auch nicht mit der Angabe TTL UND
gatter 5V 4mA 125°C.... das sind einfach Parameter die durch der
orderkey 74 08 hct und e definiert sind. wenn Chinese sing jung ein
Bauteil verkauft was dem 74HCT08Eentspricht dann hat das die o.g.
Daten....oder er verarscht dich, aberdas könnte auch wenn du TTL UND
gatter 5V 4mA 125°C bestellst.
Dieser Fall ist nicht ganz so einfach. Laut PDF hat das 971-0002 Drähte
und Langlöcher mit einem Radius von 16,4-16,5.
Das erste Bild des TE zeigt jedoch Drähte und kein Langloch, sondern
Runde L9cher im Abstand 16,0 - es scheint also eine Spezialversion zu
sein.
Da würde ich auch den Widerstand messen, ob er 5 kOhm ist, optional gibt
es die 971 auch mit anderen Werten im Bereich 1-25k.
Da ja offensichlich ein Teil das Leitplastiks abgeschabt ist, kann die
Messung schwierig werden.
Man könnte vermuten, dass das Teil falsch montiert wurde, weil nur eine
der zwei Bahnen abgewetzt ist und die andere nicht.
Ist selbst zu lenken heutzutage eigentlich noch eine Option?
Ich meine, bevor ich etliche Male den Mais niederwalze,
weil ich so'n Scheiss Poti nicht bekommen darf,
lenke ich lieber selbst und korrigiere später evtl
ein paar stehen gebliebene Stauden.
wat heppt ji bloot fröher mookt?
Ist eben ein Blick in die Glaskugel wenn man nicht weiss wie das genau
verbaut ist und aussieht. Könnte eine Rüfa sein wer weiß das schon mit
diesen angaben.
Besorg dir einfach das Alternativteil und versuchs zu Elektrisch und
Mechanisch sauber zu verbinden, ist nichts mehr zu verlieren bei dem
Ding.
sepp schrieb:> Besorg dir einfach das Alternativteil und versuchs zu Elektrisch und> Mechanisch sauber zu verbinden, ist nichts mehr zu verlieren bei dem> Ding
Außer beim grünen Johnny, da kannste bessergleich den Schlepper
anzünden...?
Mike B. schrieb:> ● J-A V. schrieb:>>> wat heppt ji bloot fröher mookt?>> mit de Seis in de Hand hebben se dat mookt> (lüt beten plattdüütsch Dörnanner ;-) )
vor 20 Jahren ist man auch Trecker gefahren
und die Dinger hatten keine Selbstlenkung, Navigation, Autopilot etc.
Jemand schrieb:> Wie kann (könnte) man als Rückmeldung (oder sogar Sollwertgeber?) für> eine absolut sicherheitsrelevante Funktion wie eine Lenkung (soweit es> sich auch um die Lenkung handelt die im Straßenverkehr eingesetzt wird)> letztendlich ein, wenn auch besonders gutes, Poti einsetzen?
Man benutzt immer 2. Gegenläufig. Weichen die Werte unplausibel ab,
bleibt die Karre stehen.
So was wie von selbst abbiegen kann es also nicht geben. Aber
Fehlercodes und stehenbleiben ist bei PKW auf Grund defekter
Lenkwinkelsensoren Gang und Gäbe. Dass ein Trecker nicht failsafe wie
ein PKW gebaut ist, würde ich als eklatanten Verstoss gegen die
Produktsicherheitsrichtlinien ansehen und den Hersteller in Grund und
Boden verklagen - mit Umrüstungszwang aller ausgelieferten Trecker und
Rückruf über KBA (analog Rapex).
Dabei sollte eine Reparatur durch Umrüstung gratis bei rausspringen,
kann aber 5 Jahre dauern bis die Gerichtsverhandlungen durch sind.
Immerhinn zahlt dann der Landmaschinenhersteller auch den
Verduenstausfall.
Denn ja: Lenkwinkekvorgabe nur durch 1 Poti geht gar nicht. Ich halte
alkerding die reisserisch aufgemachte Beschreibung des jens-martin
"überfährt Mauskolben" auch für gelogen. So mieserabel können nicht mal
Trecker gebaut sein.
Erstmal vielen Dank an alle für die Hilfe und die guten Vorschläge, an
GTXfreak im besonderen.
Das Problem scheint gelöst, das Teil wird bestellt.
Zur Lenkung möchte ich noch sagen das diese natürlich nur auf dem Feld
aktiv ist. Es macht mit nem Trecker auf der Landstraße auch wenig Sinn
genau geradeaus zu fahren :-).
Der Landwirt sagt sein System (GPS basiert) ist eine große
Erleichterung. Spart vieles an Energie und Düngemitteln weil man diese
gezielter Einsetzen kann und auf dem Feld die "Spuren" (fragt mich nicht
wie sich das in der Fachsprache nennt) genauer, dichter und auch
ermüdungsfreier fahren kann.
Danke nochmal und schönes Wochenende.
Es ist noch immer unklar wo genau das Teil verbaut ist und welche
Funktion es hat. Das wurde bislang noch nie direkt und eineutig gesagt.
Gehört es unmittelbar zur Lenkung, sitz also "zwischen Fahrer und
Lenkachse" und arbeitet auch im Straßenverkehr?
Oder gehört es zu einem Zubehör, das nur auf dem Acker eingeschaltet
wird und navigiert?
Ich frage mich nämlich wie er die Maschine im ersten Fall überhaupt noch
fahren kann. Da verbieten sich Basteleien.
● J-A V. schrieb:> vor 20 Jahren ist man auch Trecker gefahren> und die Dinger hatten keine Selbstlenkung, Navigation, Autopilot etc.
Vor 20 Jahren ist man auch mit offener Kabine gefahren, spart die Klima,
und das bißchen Staub kann so schlimm nicht sein.
Manmanman, sich im klimatisierten Auto vom Navi zur Firma schaufeln
lassen, im Fahrstuhl mit Sprachbedienung in den zweiten Stock heben
lassen und bequem vom klimatisierten Computerarbeitsplatz aus posten:
Die Bauern sollen sich mal nicht so haben. Wozu brauchen die moderne
Technik? Ging früher och ohne.
Karl K. schrieb:> Vor 20 Jahren ist man auch mit offener Kabine gefahren, spart die Klima,> und das bißchen Staub kann so schlimm nicht sein.
1998 mit ofener Kab?
Du Meinst eher vor 40 Jahren
Und autonomes Fahren auf dem Feld ist nicht so Raketenwisenschaft wie
mans ich das im Straßenverkehr vorstellt.
Zu beginn der Arbeit fährst Du immer die äußere Bahn des Feldes ab um
die Grenzen aufzunehmen. Jedes mal. Ohne das geht garnichts.
Und danach ist das dann mehr oder weniger nur eine Spurhaltehilfe bzw.
rasteraufteilung um pralle zu eine Außenkante oder parallel zu den
einzelnen spuren zu fahren und an den richtigen Stellen mal das
Arbeitsgerät auszuheben, zu dosieren, auszublenden usw., am Bahnende zu
drehen usw. Aber die Kiste fährt eigentlich nicht von selbst, Gasgeben
und bremsen muss Bauer Horst schon noch weitestgehend selbst.
Das ganze ich vielleicht eher mit einem Einparkasystent zu vergleichen,
wenn der Mal das Lenkrad nicht richtig dreht weil ein Geber defekt
spinnt, dann herrscht ja auch nicht gleich "ALLE VERKLAGEN wegen
Totschlag", sondern das ist ein Mängel der Repariert wird und gut.
Gtx F. schrieb:> 1998 mit ofener Kab?> Du Meinst eher vor 40 Jahren
Vor 20 jahren sind wir mit Traktoren aus den 50ern bis 70ern
herumgefahren. :P
Die halten recht lang. Die sind noch immer im Einsatz. Nur ist
inzwischen auch was Neues hinzugekommen, aus den 90ern. Aber ob die
aktuellen Maschinen mit ihrer Elektronik noch ein Menchenleben
überdauern?
Ist das Teil denn nun Bestandteil eines "Autopiloten" oder sitzt es in
der "normalen" Lenkung? Das müßte einmal eindeutig geklärt werden.
Wenn man nämlich fragen muß und es um die normale Lenkung geht, sollte
spätestens dann nochmal jemand kontrollieren wenn es fertig ist. Etwas
Mais plattfahren ist eine Sche. Aber im Straßenverkehr ....
Harald W. schrieb:> Vor 20 Jahren gabs auch noch nicht so heisse Sommer! :-)
1997 bin ich mit dem Rad quer durch Dland gefahren, da war in der
Kyritz-Ruppiner Heide der Wald prasseldürr und Stück weiter oben waren
Felder abgebrannt.
Und die "Regentrude" von Storm ist von 1873:
Dunst ist die Welle,
Staub ist die Quelle!
Stumm sind die Wälder,
Feuermann tanzet über die Felder!
Heisse Sommer gabs schon immer mal, es wird halt einfach extremer,
genauso wie in Dland verregnete Sommer aufgrund vermehrter Verdunstung
durch höhere Temperatur des Meeres zunehmen.
Nichtdestotrotz würde jeder Bürohengst sofort bei der Gewerkschaft
aufschlagen, wenn er zu den Bedingungen arbeiten müsste, die in so einer
Treckerkabine ohne Klima herrschen.
● J-A V. schrieb:> wird wegen dieser ganzen Automatisiererei> vermehrt parallel zur Hauptwindrichtung gearbeitet?
Das hängt wohl eher damit zusammen, dass man die Saatreihen dann auch
zur Windrichtung ausrichtet, so dass gerade bei Mais die Feuchtigkeit
besser abtrockenen kann und in den typisch deutschen Sommern weniger
Fäulnis entsteht.
Bei einem heissen Sommer ist das halt Pech, dann trocknet der Boden
zusätzlich aus. Weiss man ja vorher nicht.