Hi,
ich will meine E-Gitarre mit einer aktiven Elektronik ausstatten
(Multieffektgerät). Das benötigt vergleichsweise viel Strom.
Im Moment wird das ganze mit einem externen LiIon-Akku mit 3,7V/6600mA
betrieben (der enthält eine Schutzschaltung, besteht aus drei
18650-Zellen, hat CE und ist von Ansmann).
Am liebsten würde ich diesen Akku samt Ladeschaltung und
Multieffektgerät direkt in die E-Klampfe einbauen, weil es dann viel
handlicher ist.
Die E-Klampfe ist aus massivem Eschenholz.
Kann man realistisch abschätzen, wie sicher das ganze im Hinblick auf
Brandgefahr wäre (weil Holz der Gitarre + LiIon-Akku ist ja nicht ohne)?
john schrieb:> Kann man realistisch abschätzen, wie sicher das ganze im Hinblick auf> Brandgefahr wäre (weil Holz der Gitarre + LiIon-Akku ist ja nicht ohne)?
Wenn Du wirklich Angst hast, dass Deine "Klampfe" wegen einem LiIon-Akku
zu brennen beginnt, dann nimm doch eine aus Metall...
Also eine "Metallica", da kann maximal der Blitz einschlagen...
;-)
john schrieb:> Die E-Klampfe ist aus massivem Eschenholz.
Sehr schön. (Das meine ich ernst - für Esche hab' ich 'was übrig.) Aber
das Material allein gibt wenig Hinweise auf mögliche Arten der
Implementierung.
(Z.B. was genau, wohin genau (INS Holz, AUFS Holz, wo?) - null Ahnung.)
Man müßte schon wissen, wie/wo genau man ansetzte. Auch sagst Du nicht,
was überhaupt im Rahmen Deiner Möglichkeiten liegt (bzw. was eben
nicht).
Es gibt ja unterschiedliche (und unterschiedlich brandgefährliche)
Versionen von LiIon Akkus. LiFePo4 wäre ein guter Kandidat.
Die Auswahl bezüglich weiterer Maßnahmen ist auch gar nicht so klein -
doch liefertest Du keinerlei Infos über Deine technischen Möglichkeiten
und/oder gewisses (nicht all zu verbreitetes) "echtes Geschick" in Bezug
auf Arbeiten an/mit (Hart-)Holz, und auch sonst nicht viel verwertbares.
Also liefere diese Infos bitte, so vollständig wie nur möglich.
Mani W. schrieb:> Metallica
Ich denke, eine Massivmetallgitarre ist nicht zwingend notwendig...
john schrieb:> E-Gitarre...
...ist da nicht sowieso ein Kabel dran? Was stört dann an einem
weiteren?
Ich habe überhaupt keine Ahnung von Musikinstrumenten. Ich frage mich
allerdings ob der Klang des Instruments durch den Einbau der Akkus sowie
weiterer Technik negativ beeinflusst wird.
Wenn man die Akkus nicht extrem mißhandelt sehe ich das unkritisch.
Die einzigen die mir durchgegangen sind waren kurzgeschlossen bzw.
punktiert.
Wenn du zuviel Angst hast baue noch eine zusätzliche Metallhülle um die
Zellen.
@solar77
Da kann man schon eine Menge unterbringen ohne das der Klang leidet.
Hi, bin selbst Gitarrero und beschäftige mich mit Bau und Tuning.
Das Problem ist, ich würde nicht noch mehr ins e-Fach packen, Gewicht,
Störeinstrahlung (vor allem für Ladeelektronik) und evtl. ja auch
Wärmeabfuhr, wenns aktive Komponenten sind..
Aber wenn Du drauf bestehst, das alles onboard zu haben, könntest Du
überlegen, ob Du für die Ladeelektronik entweder ein Zusatzkabel
anbringst, oder, was eigentlich ein bisschen cooler wäre, eine
Ladeerkennung aufs Klinkenkabel legst. Das würde bedeuten, dass man die
Klinke zum laden quasi in ein Ladegerät steckt um den Akku zu füllen.
Zum Spielbetrieb dann umstöpseln in den Amp, die Elektronik erkennt (?)
dass da kein Ladestrom mehr kommt und läuft dann solange, wie der Akku
genug abgibt.
Ladestand könnte sogar per Tonabgabe programmiert werden ;-)
Wenn mans sauberer trennen wöllte, könnte man auch mit Stereoklinke
arbeiten, hier gibts Einbaubuchsen, die einen Umschalter enthalten,
sodass Signal- und Ladeweg sich nicht ins Gehege kommen. Dann auf
Amp-Seite einen Splitter, der Signal und Ladestrom wieder voneinander
trennt.
Aber hier müsste die Abschaltung etc. auch intelligent genug sein,
Störungen einer Ladeelektronik will man auch nicht auf der Signalmasse
haben.
Ganz ehrlich, aus jahrelanger Erfahrung und praktischen Erwägungen, würd
ich lieber überlegen, ob man eine einfachere Batterie/Wechsel-Mechanik
anbaut, wo man sauschnell was austauschen kann. So wie beim
Akkuschrauber ;-)
Effekte in der Gitte ... naja ... wär auch nix für mich
Aber trotzdem, coole Bastelidee, man sollte nix unversucht lassen und
berichte bitte weiter !
LG
Ich würde keinen Akku nehmen, sondern sie uber eine 4-polige Klinke
anschließen. Dann kann man Stromversorgung und Signal getrennt führen.
Ein Akku ist nämlich immer leer, wenn es darauf ankommt.
Achim B. schrieb:> 3-polig reicht.
Dann muß man aber mit exakt symmetrischen Trafos aus- und einkoppeln
(Phantomspeisung).
Für größere Ströme ist das eher ungeeignet, da dann der Trafo sehr groß
wird.
Die Wahrscheinlichkeit daß Du von der Bühne fällst und Dir das Genick
brichst ist um den Faktor 4283 höher als die daß der geschützte
eingebaute Akku abbrennt, lass Dich nicht verrückt machen von der
allgemeinen Panikmache, wenn es nicht möglich wäre diese Akkus absolut
sicher zu betreiben würden sie nicht in so ziemlich jedem Gerät
heutzutage vollkommen problemlos verwendet. Die vergleichsweise
wenigen(!) überlieferten derartigen Vorfälle geschahen entweder beim
Überladen (Ladegerät falsch konfiguriert oder falsch angeschlossen bei
nackten ungeschützten Zellen, gelegentlich auch mal ein
Konstruktionsfehler eines Herstellers was sich dann schnell herumspricht
und bekannt wird) oder bei physikalischer Beschädigung
(Gewalteinwirkung) oder Kurzschluss der Zellen was zur Überhitzung und
thermischem Durchgehen führt, wenn Du solche leicht vermeidbaren Fehler
ausschließen kannst ist alles im grünen Bereich.
Das ist immerhin kein Dynamit, das ist nur ein Akku, gut verstandene und
beherrschbare Technik und vergleichsweise unproblematisch, selbst ein
simples Küchenmesser richtet im Laufe seines Lebens mehr Schaden an als
ein durchschnittlicher LiIon-Akku.
Außerdem machen sich brennende Gitarren zur Not auch ganz gut in der
Bühnenshow, Du wärst nicht der erste der auf möglichst spektakuläre
Weise eine Gitarre zerstört. LiIon-Feuer wäre die zeitgemäße moderne
Variante dieser klassischen Einlage und meiner Meinung nach für einen
ordentlichen Auftritt durchaus angemessen!
Peter D. schrieb:> Dann muß man aber mit exakt symmetrischen Trafos aus- und einkoppeln> (Phantomspeisung).> Für größere Ströme ist das eher ungeeignet, da dann der Trafo sehr groß> wird.
Hää???
Achim B. schrieb:> Hää???
Phantomspeisung ist typisch nur für 1..10mA ausgelegt.
Er hat zwar keinen Wert angegeben, nur das es "viel" sein soll.
Nehmen wir mal an, der 6Ah Akku reicht für 6h.
Und nun rechne mal den Drahtdurchmesser des Trafos für 1A aus.
Außerdem gibt es keinen 100% symmetrischen Trafo. Der Gleichstrom kann
also nie exakt kompensiert werden, d.h. der Kern wird magnetisiert und
geht in die Sättigung.
john schrieb:> Das benötigt vergleichsweise viel Strom.
Hast du das mal einfach gemessen? Dann fallen Vergleiche viel
leichter.
Und wie kommt dein Gitarrensignal zum Amp? Funk oder Kabel?
> Die E-Klampfe ist aus massivem Eschenholz.
Egal. Die Oberfräse packt das schon...
Peter D. schrieb:> Und nun rechne mal den Drahtdurchmesser des Trafos für 1A aus.
Bei der üblichen Phantomspeisung hängt der (Eingangs-)Trafo aber
üblicherweise mit beiden Pins auf dem selben +Potential. Als Differenz
kommt da eigentlich nur das Wechselspannungssignal ran. So wie dort
unten:
https://www.neumann.com/homestudio/de/so-schliesst-du-dein-mikrofon-ans-audio-interface-an
Lothar M. schrieb:> Bei der üblichen Phantomspeisung hängt der (Eingangs-)Trafo aber> üblicherweise mit beiden Pins auf dem selben +Potential.
Eben, beide Wicklungshälften müssen 50% des DC-Stromes verkraften, sonst
brennt der Trafo durch.
Z.B. für Lackdraht 0,05mm Durchmesser sind max 5mA zugelassen.
Peter D. schrieb:> Phantomspeisung ist typisch nur für 1..10mA ausgelegt.
Was soll er denn für seinen Eierschneider mit Phantomspeisung??? Den
Akku laden? Und wo soll die Phantomspeisung herkommen?
Ketarrenverstärker haben sowas nicht.
Und selbst wenn, und der Strom einer üblichen Phantomspeisung für seine
Zwecke ausreichen würde, bräuchte er trotzdem nur 3 Pins am Stecker.
Hallo und danke für die vielen Antworten und Vorschläge!
Lothar M. schrieb:>> Die E-Klampfe ist aus massivem Eschenholz.> Egal. Die Oberfräse packt das schon...
Exakt! Platz ist auch ausreichend vorhanden.
Je nach Effektdichte muss man von max. 250mA ausgehen.
Die Gitarre ist viel unterwegs und soll vor Ort in dort vorhandene Amps
direkt "verstöpselbar" sein, deshalb fällt Phantomspeisung definitiv
aus. Da bleibt es bei 6,3mm-Klinke Mono (wobei die Effekte meist Stereo
sind, eventuell wird da noch was auf Stereo aufgebohrt).
sucs schrieb:> Es gibt ja unterschiedliche (und unterschiedlich brandgefährliche)> Versionen von LiIon Akkus. LiFePo4 wäre ein guter Kandidat.
Also wäre ein LiFePo4-Akku ein guter Kandidat, weil noch weniger
brandgefährdet als 'normale' LiIon?
Welche Effekte für die Gitarre sind denn bei dir Stereo??
Die Akkus sind alle nicht brandgefährdet wenn du sie richtig behandelst!
Ich hätte mir dennoch eine 2. Klinkenbuchse dran gemacht oder eine
normale Hohlsteckerbuchse und die Spannungsversorgung extern geholt.
Achim B. schrieb:> Was soll er denn für seinen Eierschneider mit Phantomspeisung???
Na Du wolltest doch mit nur 3 Leitungen auskommen und das geht eben nur
mittels Phantomspeisung. Ansonsten hast Du den ganzen Dreck der
Versorungsspannung mit auf dem Signal.
250mA für ein paar Effekte? Das ist aber ganz schön viel.
Was für ein Effektgerät ist das denn?
Fest verbauen würde ich die Akkus nicht.
Denn wenn sie mal leer sind, dann stehst da und musst erst mal die
Klampfe laden. Da wäre es doch super, wenn man im Koffer noch nen
Ersatzakku hat, den man eisetzen kann, ohne die halbe Gitarre zerlegen
zu müssen.
Wie wäre es mit einen Fach für 18650 Zelle(n)?
Entsprechende Halter kann man fertig kaufen.
Laden würde ich dann einfach über ein externes Ladegerät
Zum Thema Stereo:
*Stereo-Klinkenstecker vorsehen
*In der Gitarre die Möglichkeit über einen Schalter zwischen Stereo und
Mono umzuschalten
*Adapter von Stereo-Klinke auf 2xMono Klinke am Mischpult
So bist flexibel.
Du kannst mit nem Stereo-Kabel und Adapter auf 2 Lines vom Mischer
Du kannst mit nem Stereo-Kabel auf nen Mono Amp
Du kannst mit nem Mono-Kabel auf nen Mono Amp
Ich würde eine kleine Box mit Gürtelclip bauen, wo das Gitarrensignal
über Klinkenstecker durchgeschlauft wird.
Das funktioniert mit jeder Gitarre und ist nicht so eingeschränkt was
Platz angeht.
Fuer den Klang der Gitarre ist es definiv schlecht so ein Einbau.
Zweitens kann es passieren, dass die Gitarre die Zugspannung der Seiten
nicht mehr aushaelt. Wenn das beim Spielen durchbricht ist es eh meist
mit dem Spielen vorbei. Also vorher denken, wo noch gefraesst werden
koennte.
@Bernd :
Danke für deinen Vortrag hinsichlitch der Gefährlichkeit der Akkus !
Hat mich sogar inspiriert, geiler Bandname : LIon-Fire !!! YEAH ! :-)
@John :
Das mit den Stereo-Effekten, also das ist ein wenig komplizierter,
sowieso für dein integriertertes Effektgerät. Du musst unterscheiden
zwischen PRe- und Post-Effekten. Es gibt einige, die sind sinnvoll VOR
der Vorstufe, also zwischen Gitte und AMP-Eingang platziert, andere
wiederum machen nur Sinn, wenn sie nach der Vorstufe platziert werden,
da hier die grundsätzliche Klangbildung etc. schon erfolgt ist. Dafür
gibt es ja meist die Effektwege in den Amps. Typische Stereoeffekte
machen eher hier Sinn, insbesondere wenn die Möglichkeit besteht auch
eine Stereo-Endstude zu verwenden.
So weit vorne ein Stereo-Effekt zu erzeugen, der durch ein Mono-Signal
und eine Mono-Vorstufe geht, macht nicht wirklich Sinn.
Typische Effekte Pre sind z.B. Verzerrer, Overdrives etc. die gibts
einfach nicht als Stereo. Hier kann ich aus Erfahrung nur raten, bis Du
da was findest, was auf einer selbstgebauten MFX-Platine was taugt und
sich nicht nach LEGO-Kreissäge anhört ... das wird schwierig.
Hey, ich will mich nicht den üblichen Demotivationstiraden anschliessen,
im Gegenteil, ich finde die Bastelidee trotzdem cool.
Will nur ein wenig Bedenken dazu äußern.
Mein Tipp wäre, löse Dich von dem Stereogedanken, den Mehraufwand in der
Umsetzung wirst Du niemals zu hören bekommen.
Zitat aus dem Musiker-Board, da ich zu faul zum abtippen bin ;-)
"
Kommt drauf an welche Effekte du haben willst, manche Effekte gehören
VOR die Zerr-Stufe (Distortion-Pedal, oder auch die
Verstärker-Vorstufe), manche danach.
Davor auf jeden Fall Booster, meistens auch Wah und EQ
Danach auf jeden Fall alle Modulations Effekte: Chorus, Flanger, Phaser,
und alle zeitlichen Effekte: Echo, Delay, Hall, Looper. Auch ein EQ kann
danach Sinn machen.
"
Also siehst Du, dass die Modulationseffekte, da wo Stereo zum tragen
kommen könnte, nix für dein BuiltIn-MFX wären.
Also wenn, ... , also wenn Du wirklich Soundmäßig da was richtiges
rausholen willst, dann kannst Du überlegen gleich richtig crazy
weiterzumachen und das ganze gleich als Pre-Amp bauen. Dann findet die
komplette Soundgestaltung in der Gitta statt, aber so richtig.
Vorteil : Du könntest mit einer Stereo-Klinke direkt in ein Mischpult
bzw. Endstufen reingehen
Nachteil : Brocken Elektronik mit Gewicht, nix mehr Akku und besser mit
externer Stromversorgung über eine eigenes Kabel.
Aber, bevors ausufert, Gruß ;-)
Peter D. schrieb:> Na Du wolltest doch mit nur 3 Leitungen auskommen und das geht eben nur> mittels Phantomspeisung. Ansonsten hast Du den ganzen Dreck der> Versorungsspannung mit auf dem Signal.
Du wolltest einen 4poligen Klinkenstecker benutzen, um Signal und
Stromversorgung über eine Leitung zu schicken. Daraufhin schrieb ich,
dass auch 3 Pole ausreichen.
Und eine Versorgungsspannung muss nicht "dreckig" sein.
Nagut doch noch ein paar Inspirationen ;-)
Willst Du dein BuiltIn-MFX komplett selber bauen ?
Ansonsten guck Dir bei großen T doch mal die Käschtl hier an, die könnte
man vielleicht von ihrer Aussenhülle befreien und ausschlachten :
Hotone Binary Amp (USB-Powered oder 9V ... könnte mit USB-Kabel und
Powerbank am Gurt funzen)
Palmer Pocket Amp MK2 Guitar Preamp (läuft wohl mit 9V-Block von Hause
aus)
Gruß
Achim B. schrieb:> Du wolltest einen 4poligen Klinkenstecker benutzen, um Signal und> Stromversorgung über eine Leitung zu schicken. Daraufhin schrieb ich,> dass auch 3 Pole ausreichen.>> Und eine Versorgungsspannung muss nicht "dreckig" sein.
Gude, also das würde mich auch interessieren, ich bin da ja Signalmäßig
etwas paranoid, da ich versuche jegliche potenziellen Störfaktoren von
der Gitta fernzuhalten.
Wie würdest Du das machen, bzw. welche Art Versorgunsspannung würde man
denn da draufgeben können ?
Also quasi eine Plusleitung, Signalleitung, Signalmasse und Minus
zusammen ?
THX und Gruß
Als einziges Effektmodul verwende ich den FX-1 von Spinsemi. Gibt es
einzeln bei Segor /Berlin. Damit kann man einen recht anständigen
Stereo-Hall und Stereo-Chorus erzeugen.
Der verbraucht bei 3,3V 60..70mA.
In meiner Axe ist lediglich ein kleiner Pufferverstärker mit JFET.
Stromaufnahme um die 100uA.
Danke für die Mühe und die vielen Antworten, besonders auch an Jörich
und Schlumpf!
Mark S. schrieb:> Damit kann man einen recht anständigen> Stereo-Hall und Stereo-Chorus erzeugen.
Ich benutze auch nur Hall und Chorus und davor einen eher weichen
Ge-Dioden-Verzerrer. Der Rest muss am jeweiligen Endverstärker
eingestellt werden.
Mark S. schrieb:> Als einziges Effektmodul verwende ich den FX-1 von Spinsemi. Gibt es> einzeln bei Segor /Berlin.
Einen FX-1 finde ich hier nicht... ist er benutzerfreundlich?
www.segor.de/
john schrieb:> Einen FX-1 finde ich hier nicht... ist er benutzerfreundlich?
Er meint vemutlich den FV-1.
Ein IC. Zum selber basteln eines Reverb/Corus/...
Eigentlich ne coole Sache zum Einbau in eine Gitarre.
https://www.musikding.de/FV-1-Reverb-IC
Schlumpf schrieb:> john schrieb:>> Einen FX-1 finde ich hier nicht... ist er benutzerfreundlich?>> Er meint vemutlich den FV-1.> Ein IC. Zum selber basteln eines Reverb/Corus/...>> Eigentlich ne coole Sache zum Einbau in eine Gitarre.> https://www.musikding.de/FV-1-Reverb-IC
exakt, hatte mich vertan. Auf der Seite von spinsemi findest Du das
Datenblatt. Für meinen Bedarf habe ich mir ein PCB-layout 5x5cm designed
für Hall und chorus.
Mark S. schrieb:>> https://www.musikding.de/FV-1-Reverb-IC>> exakt, hatte mich vertan. Auf der Seite von spinsemi findest Du das> Datenblatt. Für meinen Bedarf habe ich mir ein PCB-layout 5x5cm designed> für Hall und chorus.
Cooles PBC! Kannst du noch was zu dem Aufbau schreiben und mal den
verwendeten Schaltplan posten?
Benutzt du bei deinem Aufbau auch einen zusätzlichen Speicher (Eeprom
oder so) und musste der vorab noch geflasht werden?
Ein paar Worte zum Aufbau-
Der FV-1 wird so verwendet wie er aus der Tüte kommt - keine Tricks.
Zwei Potis gibt es: Chorus-Geschwindigkeit (bei konstant 100%
Effekttiefe) und Reverb Überblendpoti - d.h. regelbar von 100%-trocken
bis 100% "wet".
Natürlich geht nur einer dieser beiden Effekte zu einer Zeit.
Wenn der Chorus-Regler im Linksanschlag steht, ist der Hall aktiv mit
seiner jeweiligen Einstellung. Ansonsten den Chorus etwas aufdrehen -
und er übernimmt. Dies funktioniert mit einem Komparator, der die
Chorus-Potistellung mit mißt.
Die Stereo-Ausgänge des FV-1 werden bei mir Mono zusammengeführt und auf
die Mono - Summierstufe geführt. Die könnten auch getrennt werden durch
entfernen von Kurzschlussbrücken.
Auf dem PCB befindet sich ein 78xx3V3 Schaltregler zum Anschluß an
12V-Versorgung.
Maximaler Eingangspegel ist 3Vpp, Durchgangsverstärkung = 1.
Noch eine Anmerkung: Jegliche distortion/fuzz/overdrive Stufen müssen
VOR dem Reverb/Chorus eingeschleift werden.
Super, vielen Dank!
Der FV-1 kann Chorus und Reverb aber auch gleichzeitig, oder?
Bei youtube hatte ich mal ein Video gesehen, wo jemand mit FV-1 auch
Distortion erzeugt hat. Er hatte dafür, glaube ich (?!?), ein Eeprom
angeschlossen und irgendwelche Werte auf dem Eprom verändert.
Allerdings fand ich den vorgeführten verzerrten Sound, der dabei
entstand, etwas künstlich.
Deine Schaltung sieht sehr solide aus, Kompliment!
Was machen die MOSFETs?
Die MOSFETs fungieren als Analog-Schalter.
Beim Wechsel zwischen Reverb und Chorus muss nämlich der Signalweg
anders geroutet werden.
Beide Effekte zugleich geht nicht. An die Umprogrammierung des internen
DSP habe ich mich nie gemacht, die dazu erforderliche
Entwicklungsumgebung war mir zu teuer. Und die bereits eingebauten
Effekte tun es ja.
Verzerrer mit nem DSP - muß nicht unbedingt sein. Da gibt es genug
analoge Lösungsansätze.
ich sehe gerade, der verkannte Rock'n Roll König hat noch ein paar
Beiträge übersehen bei seiner -1 Bewertung. Das sollte schleunigst nach
geholt werden.
Mark S. schrieb:> der verkannte Rock'n Roll KönigDer IC ist das also, der laufend als erster (und zumeist für alle
anderen beteiligten BE oder -gruppen, oder Controller bzw. MCUs gar
nicht nachvollziehbar) negative Pulse ausgibt?
Interessant. Falsch verdrahtet vielleicht.
ja, das scheint zu gehen. Ist schon ein paar Jährchen her, dass ich die
verschiedenen Effekte ausgetestet habe. Dieses pcb hat inzwischen so
einige Iterationen hinter sich und ist jetzt imho praxistauglich.
Meine Vorgaben sind
Möglichst wenig Bedienknöpfe
Chorus regelbar in der Geschwindigkeit. Fester Mix 50%-50%, Modulation
maximal.
Also nur ein Chorus-Regler.
Hall mit fester Hallzeit, überblendbar von 0% - 100%.
Also ein Hall-Regler
Im übrigen finde ich die Kombination aus Hall und Chorus gleichzeitig
überflüssig, das habe ich noch nie gebraucht. Aber das ist natürlich
Geschmacksache.
Ich benutze gerne Reverb und einen minimalen Chorus gleichzeitig.
Mark S. schrieb:> Möglichst wenig Bedienknöpfe>> Chorus regelbar in der Geschwindigkeit. Fester Mix 50%-50%, Modulation> maximal.> Also nur ein Chorus-Regler.>> Hall mit fester Hallzeit, überblendbar von 0% - 100%.> Also ein Hall-Regler
Den Wunsch nach möglichst wenig Bedienknöpfen kann ich sehr gut
nachvollziehen!
Hattest du damals im Vorfeld mit Reverb1 und Reverb2 und den
dazugehörigen HF- und LF-Filtern rumexperimentiert?
Habe jetzt auf jeden Fall einen FV-1 vorliegen und will am WE damit
experimentieren.
U2A sorgt bei deinem Aufbau dafür, dass der In-Pegel für R und L unter
3V (2,8Vpp) bleibt, damit der FV-1-Eingang nicht beschädigt werden kann,
richtig?
john schrieb:> U2A sorgt bei deinem Aufbau dafür, dass der In-Pegel für R und L unter> 3V (2,8Vpp) bleibt, damit der FV-1-Eingang nicht beschädigt werden kann,> richtig?
So in etwa. Ich will das Teil nicht ins clipping fahren.
Mit den Filtern hatte ich mal experimentiert, irgendwie hatte das aber
keinen hörbaren Effekt gezeigt.