Kopplung Motorrad und Smartphone

OP #3710251
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Hallo Experten,
ich habe eine Idee zu einem Projekt, weiß aber nicht, ob sie sich 
umsetzten lässt.

Ich möchte eine eine Kopplung über Bluetooth von einem Motorrad (BMW 
K100RS)und einem Smartphone (Android) als Diebstahlsicherung bauen.
WLAN würde ich ungern verwenden, da ich das WLAN meines Smartphones 
anderweitig brauche, z.B. für meine Actioncam.

Folgende Punkte sollte das Projekt können:

 - Das Smartphone soll sich automatisch per Bluetooth mit der BMW 
verbinden
 - Wenn keine Verbindung zwischen der BMW und dem Smartphone besteht, 
springt  die BMW nicht an bzw. geht aus, wenn sie den Bereich des 
Smartphones verlässt

Meine Fragen:
Ist das Projekt realisierbar?
Aufwand und Kosten des Projektes?

Ich bin kein Elektronikexperte, kann aber löten und kenne elektronische 
Bauteile. Eine Platine kann ich notfalls auch anfertigen. Ein Schaltplan 
von der BMW liegt vor, falls benötigt. Motorrad und Auto repariere ich 
eigentlich immer selbst (inkl. Elektrik).
Gruß
Carsten
PS: Falls es die falsche Rubrik ist, bitte verschieben.
#3710264
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Manche Bluetooth-Module (z.B. das HC-05) haben einen Ausgang, der über 
die bestehende Verbindung informiert. Technisch ist das also einfach, 
mit µC wäre auch eine Code möglich.

Ich bin nur nicht so sicher, ob es wirklich klug ist, wenn dein Töff 
mitten auf der Autobahn bei 130 Sachen aus geht, bloss weil die BT 
Verbindung schwächelt. Und was deine Versicherung dazu sagen wird.
OP #3710270
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A. K. schrieb:
> Ich bin nur nicht so sicher, ob es wirklich klug ist, wenn dein Töff
> mitten auf der Autobahn bei 130 Sachen aus geht, bloss weil die BT
> Verbindung schwächelt.
Denke mal, dass dies kein Problem werden könnte, da ich bisher immer 
stabile Verbindungen gehabt habe. Kenne BT ja auch von 
Freisrecheinrichtungen und hatte da nie Probleme. Mein Smartphone wäre 
ja max. 60-80 cm entfernt und dabei sollte die Verbindung stabil sein. 
Eine Ladevorrichtung für das Smartphone ist an der BMW vorhanden.
#3711027
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Carsten Aus Munderloh schrieb:
> A. K. schrieb:
>> Ich bin nur nicht so sicher, ob es wirklich klug ist, wenn dein Töff
>> mitten auf der Autobahn bei 130 Sachen aus geht, bloss weil die BT
>> Verbindung schwächelt.
> Denke mal, dass dies kein Problem werden könnte, da ich bisher immer
> stabile Verbindungen gehabt habe. Kenne BT ja auch von
> Freisrecheinrichtungen und hatte da nie Probleme. Mein Smartphone wäre
> ja max. 60-80 cm entfernt und dabei sollte die Verbindung stabil sein.
> Eine Ladevorrichtung für das Smartphone ist an der BMW vorhanden.

Sinnvoll ist das nur, wenn du verhinderst, dass die Zündung auch 
unterbrochen werden kann. Praktisch muss die Sache so aussehen:

Zündung aus, keine BT-Verbindung --> Zündung bleibt aus
Zündung aus, aktive BT-Verbindung --> Zündung lässt sich einschalten
Zündung an, KEINE BT-Verbindung --> Zündung bleibt an!

Dass die Zündung ausgeht, wenn die Verbindung unterbrochen wird, ist ein 
großes Risiko, das dir auch der TÜV nicht abnehmen wird. Du riskierst 
damit den Verlust von ABE und Versicherungsschutz. Ich würde das 
wirklich lassen!
Die Bauchschmerzen hätte ich da nicht zwingend bei 130 auf der Autobahn, 
wohl aber im ersten und zweiten Gang in der Stadt, weil das 
Motorbremsmoment doch schon recht ergiebig ist.
Und das ist auch realistisch: BT arbeitet auf 2,4GHz, wie auch WLAN. In 
der Stadt ist die WLAN-Dichte sehr hoch, BT wird dort eher mal kurz 
unterbrochen, wenn man an einem starken WLAN-Sender vorbeifährt (Telekom 
Hotspot). Mit der Freisprecheinrichtung merkst du das kaum, weil es nur 
kurz ist, und das Pairing nicht beeinträchtigt, wenn keine 
Datenverbindung besteht. Aber wenn der Motor dauernd ausgeht, dann 
stellt man erst fest, wie instabil so eine BT-Verbindung eigentlich ist. 
Da musst du dann eigentlich eine Totzeit im der Größenordnung von 10-60 
Sekunden einbauen.
ABE und Versicherung bleiben als Probleme erhalten.
Und mal ehrlich: Möchtest du immer dein Smartphone abgeben, wenn dein 
Töff in der Werkstatt oder beim TÜV ist, oder möchtest du einfach jedes 
Mal zurückbauen?

Aber zurück zur technischen Seite:
Versorgung des BT-Empfängers - Motorrad-Batterien sind schnell leer, wie 
du sicherlich weißt. Da ist was wirklich Stromsparendes in Verbindung 
mit BT4.0/BLE eigentlich Pflicht.

Am besten ist es aber, wenn du statt der Zündung den Starter 
unterbrichst. Der wirkt sich im Betrieb nicht aus, lässt sich aber 
relativ einfach still legen.
#3711328
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Da ich selber Motorradfahrer bin habe ich mir auch schon Gedanken 
gemacht.

Auf welche Weise können Motorräder geklaut werden:
- Motorrad am Straßenrand finden, Zündschloss knacken und wegfahren.
- Motorrad wegschieben
- Mit Transporter anhalten, zwei Mann steigen aus und schieben (tragen) 
das Motorrad in den Transporter.

Dein Lösungsansatz hilft nur gegen den ersten Punkt und selbst dann 
könnten sie es noch versuchen anzuschieben.
Wenn ich Dieb wäre, dann würde ich Methode drei benutzen.
- Geht sehr schnell (weniger als 30Sekunden). Bevor jemand was merkt bin 
ich weg.
- Keiner sieht das geklaute Moped.
- Selbst wenn die Alarmanlage an geht wird der Schall im Fahrzeug 
gedämmt. Mein Partner kann sich während der Fahrt um die Alarmanlage 
kümmern.
- GPS hat wahrscheinlich keinen Empfang
- Sicherheitsmaßnahmen wie Lenkradschloss oder eine Unterbrochene 
Zündung stören mich nicht.
- In der Nacht höre ich wenn jemand mein Motorrad anlässt. Den Klang 
kenne ich und rufe sofort die Polizei. Einen Transporter hört man nicht.
#3711397
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Matthias xxx schrieb:
> - Motorrad wegschieben
> - Mit Transporter anhalten, zwei Mann steigen aus und schieben (tragen)
> das Motorrad in den Transporter.

Dagegen wird man nie eine sinnvolle Lösung finden. Ersteres lässt sich 
evtl. mit einer hydraulischen Kupplung lösen, die erst Systemdruck 
bekommt, wenn die Zündung an ist. Das wird aber auch wieder der TÜV 
rausziehen und zwar völlig zurecht. Ich habe mir da auch schon meine 
Gedanken gemacht, aber selbst die Lösungen der Hersteller überzeugen 
nicht wirklich.
Meist wird da ein Bewegungssensor genutzt, der von der Zündung 
entschärft wird. Das ist aber auch weder Fisch noch Fleisch. In der 
Summe ist eine DWA bei Motorrädern eigentlich recht nutzlos. Das klappt 
nur, wenn man ein ordentliches Motorradschloss hat und das Motorrad 
irgendwo anschliessen kann. Und dieser Gedanke ist einigermaßen 
unrealistisch.

Es bleibt dabei: Wer das Möp klauen will, wird es tun. Gegen 
Gelegenheitsdiebe sprechen das Gewicht und der damit verbundene Aufwand, 
gegen "Profis" ist man machtlos.

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