Verbindung zw µC und LCD

Gast #611703
d.h. um einen größeren Addressraum realisieren zu können...

also wenn der µC den Daten- und Addressbus hat (von der größe her), dann 
braucht man auch nichts dergleichen dazwischen zu schalten... sondern 
dann gehts direkt vom µC zum LCD-Display...
#611714
Man kann ein Text-LCD auf mehrere Arten anbinden.

- Mit normalen I/O-Ports, wie bei AVRs meist der Fall. Dann meist in der 
4bit-Variante um Pins zu sparen.

- Als Peripheriebaustein an einem externen Adress/Daten-Bus, so 
vorhanden. Für diese Variante ist so ein HD44780 ursprünglich konzipiert 
worden. Dann meist in der 8bit-Variante.

Ein externer Bus überträgt oft Adressen und Daten auf den gleichen 
Leitungen, um Pins zu sparen. Im Jargon ist das ein gemultiplexter Bus. 
Will man Flash-ROMs oder SRAMs daran anschliessen, muss man die 
Adressleitungen erst einmal aus diesem Multiplexbus rausfischen. Dazu 
dient das externe Latch, meist vom Typ '573.

Zudem kann man mit externen Registern oder Latches fehlende 
Portleitungen nachrüsten. Auch das kommt hier in Frage.
#611720
> installiert man bei jedem Out/Input beim LCD auch einen 10kOhm
> Pulldown-Widerstand zu GND, um die logische 0 sicher zu bekommen?

Wozu 0? Die Datenleitungen eines Text-LCD werden vom LCD-Controller 
selbst schon auf 1 gezogen, um offene Eingänge mit einem sauberen Pegel 
zu versorgen - was im 4bit-Modus nötig ist. Einzig bei E könnte man 
theoretisch dran denken, es bis zur Initialisierung des Controllers auf 
0 zu ziehen um irgendwelche Zufallswirkungen auszuschliessen. Ist aber 
effektiv überflüssig.
#611737
Mit diese Pulldowns will der Autor wahrscheinlich erreichen, dass alle 
Anschlüssen im offenen Zustand einen sauberen 0-Pegel haben. 
Ironischerweise erreicht er damit dank der internen Pullups (50-250µA) 
genau das Gegenteil.
Gast #612051
Noch ein Grund, ein Latch zu verwenden: Bei µP kann es durchaus 
vorkommen, dass das Timing auf dem Bus einfach zu schnell für das LCD 
ist. In diesem Fall kann man mit dem Latch die Signale etwas strecken.
#612063
> wie nennt sich denn die Zeit, welche besagt, in welchem Rhythmus das LCD
> Signale an seinen Inputs bzw. Datenbus verarbeiten kann?

Es wäre mal an der Zeit, den Typ des LCD-Controllers zu verraten. 
Grafik-LCDs arbeiten da etwas anders als Text-LCDs.

Und was die üblichen Text-LCDs mit HD44780 oder KS0066 angeht: Steht im 
Manual. Gibt einerseits die Zeitbeziehungen zwischen den Signalen 
selbst, andererseits die Laufzeit der LCD-Befehle.
Gast #612491
@Simon Küppers:
Durchaus. Ein M16C30245 @16Mhz, bei dem ein Standard HD44... LCD an den 
externen Adress/Datenbus angeschlossen wurde, war einfach zu schnell, 
trotz der maximalen Waitstates.
Bei der Ursprungsfrage ging es genau darum: Anschluss an den Datenbus. 
Hierbei unterscheiden sich µP und µC kaum voneinander, nur darin, dass 
man theoretisch für die Dauer des Zugriffs den Daten/Adressbus als 
ordinären Port verwendet. Aber dann wäre ja der Vorteil des einfachen 
Zugriffs per Schreib/Lese-Befehl von der Software aus dahin.

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