Kühlkörpergröße

OP #3949498
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Hallo,
ich habe mehrere Wärmewiderstände von Halbleitern berechnet.
Halbleiter ist mittig befestigt und Kühlblech ist senkrecht. Es werden 
Alu Bleche von 2mm dicke verwendet.
0,5 K/W
2,46 /W
0,69 /W
0,78 /W
1,53K/W

Die Breite von 20cm ist vorgegeben.
Ein Alu Blech  bei Umgebungstemperatur 40°C kann:
Seitenlänge (mm)    Wärmewiderstand (K/W)
200                              3 nur ableiten

.
Wie komme ich auf meine geforderten Werte nur mit Alu Blech 2mm?

Gruß Frank
#3949597
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Frank Wa schrieb:
> ich habe mehrere Wärmewiderstände von Halbleitern berechnet.
> Halbleiter ist mittig befestigt und Kühlblech ist senkrecht. Es werden
> Alu Bleche von 2mm dicke verwendet.
> 0,5 K/W
> 2,46 /W
> 0,69 /W
> 0,78 /W
> 1,53K/W

Das verstehe ich schon nicht. Sollen das geforderte thermische 
Widerstände von Kühlkörpern sein?

> Die Breite von 20cm ist vorgegeben.
> Ein Alu Blech  bei Umgebungstemperatur 40°C kann:
> Seitenlänge (mm)    Wärmewiderstand (K/W)
> 200                              3 nur ableiten

Das könnte ungefähr hinkommen für ein quadratisches Blech 200x200x2mm³, 
Alu blank, senkrecht, Wärmequelle in der Mitte.

> Wie komme ich auf meine geforderten Werte nur mit Alu Blech 2mm?

Gar nicht.

Selbst wenn du das Blech beliebig vergrößern könntest, würde der Wärme- 
widerstand nur auf einen Endwert zustreben und nicht gegen 0. Weil die 
Wärmeleitfähigkeit nicht reicht. Du bräuchtest entweder dickeres Blech 
oder ein besser wärmeleitendes Material.

Um auf begrenztem Bauraum möglichst wenig thermischen Widerstand 
hinzubekommen, gibt es paar Möglichkeiten:

1. Oberfläche bearbeiten: kugelstrahlen, schwarz lackieren oder 
eloxieren
2. wirksame Oberfläche vergrößern. Z.B. durch Verwendung von Profilen; 
Bleche können abgekantet oder zu Fingerkühlkörpern (siehe Google 
Bildersuche) geformt werden.
3. notfalls mehrere Bleche stapeln
4. natürliche Belüftung nutzen (Kamineffekt)
5. Zwangsbelüftung (Lüfter)

Variante 3 habe ich früher<tm> mal verwendet, als ich keine richtigen 
Kühlkörper kriegen konnte. Einfach mehrere Alu-Bleche zu U-Form gebogen 
(in verschiedener Breite) und übereinander gestapelt. Auch einen 
Fingerkühlkörper habe ich mal gebaut (am Rand mit der Säge geschlitzt 
und dann abgekantet). Auch Fingerkühlkörper kann man stapeln 
(verschiedene Größe) oder Rücken-an-Rücken verwenden.

Aber 0.5K/W sind schwierig. Selbst mit guten Kühlprofilen wird das groß.
#3952146
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Jetzt Nicht schrieb:
> Bei ueber 50 Watt muss man zwangskuehlen. Schau dir einen PC
> Kuehlkoerper an, die muessen 100W koennen.

Allerdings sind die nicht aus 2mm Aluminiumblech gebaut, was im 
Ursprungspost noch gefordert war:

Frank Wa schrieb:
> Wie komme ich auf meine geforderten Werte nur mit Alu Blech 2mm?

Tatsächlich kommen CPU-Kühler der 100W Klasse typischerweise schon mit 
Kupfer-Bodenplatte, weil bei Alu die Wärmeleitfähigkeit nicht mehr 
reicht, um die Wärme "schnell genug" zu den Finnen (vulgo: Kühlrippen) 
zu leiten.

("schnell genug" meint in Wahrheit: mit dem erforderlichen geringen 
Temperaturgefälle)

Andererseits kann man auch CPU der 100W Klasse noch passiv kühlen. 
Allerdings auch nicht unter ausschließlicher Verwendung von 2mm 
Alu-Blech. Man braucht dafür entweder viele Kühlrippen in freier Luft 
oder gleich ein Gehäuse, dessen Außenseite als Kühlkörper fungiert. Und 
Heatpipes, um die Wäre da hin zu leiten.

Insofern stehe ich nach wie vor zu meiner ersten Antwort:

Axel Schwenke schrieb:
>> Wie komme ich auf meine geforderten Werte nur mit Alu Blech 2mm?
>
> Gar nicht.
Gast #3952460
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Axel Schwenke schrieb:

> Andererseits kann man auch CPU der 100W Klasse noch passiv kühlen.
> Allerdings auch nicht unter ausschließlicher Verwendung von 2mm
> Alu-Blech. Man braucht dafür entweder viele Kühlrippen in freier Luft
> oder gleich ein Gehäuse, dessen Außenseite als Kühlkörper fungiert. Und
> Heatpipes, um die Wäre da hin zu leiten.

Da wäre der Hersteller NoFan eine Anlaufstelle. Ist aber kostspielig. 
Und groß.
Persönliche Seite #3952466
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Axel Schwenke schrieb:
> Tatsächlich kommen CPU-Kühler der 100W Klasse typischerweise schon mit
> Kupfer-Bodenplatte, weil bei Alu die Wärmeleitfähigkeit nicht mehr
> reicht, um die Wärme "schnell genug" zu den Finnen (vulgo: Kühlrippen)
> zu leiten.

Der eigentliche Wärmetransport wird ja von den Heatpipes erledigt, die 
Kupferbodenplatten verringern lediglich den Wärmewiderstand von 
Heatspreader der CPU zu den Heatpipes. Ein Zeichen hoher Qualität sind 
dort btw vernickelte und planpolierte Bodenplatten. Bei hochwertigen 
Kühlern sind das ganz passable Spiegel...
#3952634
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Marian B. schrieb:
> Axel Schwenke schrieb:
>> Tatsächlich kommen CPU-Kühler der 100W Klasse typischerweise schon mit
>> Kupfer-Bodenplatte, weil bei Alu die Wärmeleitfähigkeit nicht mehr
>> reicht, um die Wärme "schnell genug" zu den Finnen (vulgo: Kühlrippen)
>> zu leiten.
>
> Der eigentliche Wärmetransport wird ja von den Heatpipes erledigt, die
> Kupferbodenplatten verringern lediglich den Wärmewiderstand von
> Heatspreader der CPU zu den Heatpipes.

Es gibt (gab?) durchaus auch CPU-Kühler ohne Heatpipes und trotzdem mit 
Kupferboden. Einen hatte ich gerade vorhin in der Hand. Der saß IIRC mal 
auf einem AMD K6-II. Guckstu Bild!

Andererseits bestätigst du genau meinen Punkt: wenn eine (fast) 
punktförmige Quelle die Wärmeleistung loswerden will, dann braucht man 
ein gut wärmeleitendes Material (Kupfer ist besser als Aluminium) in 
ausreichender Dicke. Das ursprünglich genannte 2mm Alublech verfehlt in 
beiderlei Hinsicht den Zweck. Damit kriegt man die Wäme noch nicht mal 
weggeleitet, geschweige denn an die Umgebung abgegeben.
Angehängte Dateien:
Gast #3952639
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hust
Stichwort Direct Touch
hust

Da ist nichts mehr mit Spiegel. Und ich hatte (habe) hochwertige Kühler.

Aber genau dafür gibt es ja Wärmeleitpasten, um solche Unebenheiten 
auszugleichen.

Könnte man -rein theoretisch- deine komplette Schaltung in ein 
Mineralölbad schmeißen? Damit hätte sich das Problem der Kühlung 
weitgehend erledigt.
Gast #3952662
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Bei den neuen Prozessoren ja... ist halt die Frage, ob man das 1:1 auf 
Halbleitergehäuse übertragen kann.
Vor allem die Schnapsidee, die HS nur noch anzupappen statt richtig 
anzulöten macht es ab Sandybridge nicht gerade einfacher, Prozessoren 
kühl zu halten.

B2T: Dünnes Kupferblech dazwischen und darauf noch Kühlprofile 
schrauben? Sprich: Halbleiter - Wand - Kupferblech - Kühlprofil, 
verbunden durch WLP und Schraube?

Schließe mich der Meinung an, dass es mit nur 2mm Alublech nicht gehen 
wird.
Gast #3955684
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oder man orientiert sich an den Angaben der Hersteller seufz
Ein CPU-Kühler hat eine Angabe drauf, für welche TDP er maximal geeignet 
it, damit die zu kühlende CPU nicht verreckt.

Was eine CPU aushält hält ein Halbleiterbauteil erst recht aus.
#3956782
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Du hast bei einem Brückengleichrichter mit vier Dioden von denen immer 
zwei pro Halbwelle leiten, also für die Rechnung effektiv zwei Dioden. 
An diesen fallen bei effektiv 5A jeweils etwa 0,7 - 1,0V ab womit ca 7 - 
10W vom Kühlkörper abgeführt werden müssen. Bei einem aktiven 
Gleichrichter mit Mosfets wird die abfallende Spannung nochmal deutlich 
geringer.

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