Guten Tag Forum,
ich bin in der Elektronik über mein Abiturwissen kaum bewandert.
Ich bin dabei mit Freunden ein Netz aus Feldtelefonen der Bundeswehr
(FFOBZB) mit Hilfe einer Vermittlung aufzubauen, was ohne weitere
Probleme bisher möglich gewesen ist.
Jedoch hatte ich den Plan, ausgehend von einem dieser Feldtelefone über
die Vermittlung eine Verbindung zu einem einfachen Lautsprecher
herzustellen.
Nun lassen sich die Feldtelefone mit einfachem Kupferdraht miteinander
verbinden, doch haben die Lautsprecher, die ich in den Händen hatte,
alle mehrere Drähte mit unterschiedlichen Kabelfarben.
Nun zu Frage:
Ist es möglich eine funktionsfähige Verbindung einzurichten von einem
dieser Feldtelefone zum Lautsprecher und wenn ja, wie müssen die Drähte
miteinander verbunden sein?
Ich hoffe meine Schilderung ist ausreichend, um eine Lösung zu erzielen.
Ansonsten einfach nachfragen.
Danke euch schonmal im Voraus!
Mit kameradschaftlichen Grüßen,
Herrmann
Herrmann schrieb:> doch haben die Lautsprecher, die ich in den Händen hatte,> alle mehrere Drähte mit unterschiedlichen Kabelfarben.
Dann solltest Du die exakte Bezeichnung dieses Lautsprechers nennen oder
googlen.
Ich könnt mir vorstellen das es mit nem billigen pc- Lautsprecherset
geht.
Polarität wäre per Multimeter auszumessen, oder, wenn das ganze Netz eh
nur per batterie läuft, auszuprobieren...
Dunno.. schrieb:> Ich könnt mir vorstellen das es mit nem billigen pc- Lautsprecherset> geht.
Ich könnte mir vorstellen, daß es nicht geht, weil die Impedanz von
Lautsprechern i.A. wesentlich kleiner ist als die von
Feldfernsprecherhörkapseln.
> Polarität wäre per Multimeter auszumessen, oder, wenn das ganze Netz eh> nur per batterie läuft, auszuprobieren...
Einen (Mono) Lautsprecher interessiert die Polarität überhaupt nicht.
Die ist nur von Bedeutung, wenn mehrere Lautsprecher zusammenarbeiten
müssen, z.B. in einem Stereosystem.
Herrmann schrieb:> Ich hoffe meine Schilderung ist ausreichend, um eine Lösung zu erzielen.
Nein, das ist sie nicht. Neben Details zum Lautsprecher sind auch Infos
zur "Vermittlung" interessant. Ob die z.B. antik mit Relais arbeitet
oder elektronisch usw.
Also da hat sich doch eine größere Bandbreite an Faktoren eröffnet, als
ich vermutete. Da ich so gut wie keine Ahnung von diesem Thema habe,
bitte ich meine "dummen" Fragen zu entschuldigen.
Zum Lautsprecher:
Da kann ich nicht sagen, was da die Bezeichnung ist. Für mich sind das
alles Lautsprecher ohne Unterscheidung :)
Hoffe das Bild im Anhang gibt euch Aufschluss, um was es sich handelt.
Zur Vermittlung:
Bei der Fernsprechvermittlung 10/30 OB handelt es sich um dieses Gerät:
http://www.behrenberg.de/Frank/Fernmelde/Vermittlung/Vermittlung.htm
Da kann ich auch nicht sagen, ob elektrisch oder relais, da fehlt mir
das Fachwissen für eine Unterscheidung. Das Teil läuft mit Batterie und
ist alt.
Aber zu Beginn würde es für mich reichen, wenn ich von einem Feldtelefon
aus über den Lautsprecher sprechen könnte, da würde dieses Problem erst
einmal wegfallen.
>Du wirst einen Verstärker benötigen.
Kann man einen passenden Verstärker erwerben oder ist das ein
individuelles Teil?
>weil die Impedanz von Lautsprechern i.A. wesentlich kleiner ist
Kann man diese Impedanz anpassen, sodass es geht?
Nehmen wir also an, dass ich einen Verstärker hätte und die Impedanz
auch passen würde. Ich habe also diesen Lautsprecher mit den beiden
Drähten und einen Draht vom Feldtelefon (eigtl zwei, aber ich brauche ja
nur ein Signal vom Telefon, was zum Lautsprecher geht), wie müssten die
Drähte verbunden sein?
Andreas M. schrieb:> Du wirst einen Verstärker benötigen.Andreas M. schrieb:> Die Signalstärke auf den Verbindungskabeln> zwischen den Feldfernsprechern> ist zu niedrig für einen Lautsprecher.> Du wirst einen Verstärker benötigen.Andreas M. schrieb:> Die Signalstärke auf den Verbindungskabeln> zwischen den Feldfernsprechern> ist zu niedrig für einen Lautsprecher.> Du wirst einen Verstärker benötigen.Andreas M. schrieb:> Die Signalstärke auf den Verbindungskabeln> zwischen den Feldfernsprechern> ist zu niedrig für einen Lautsprecher.> Du wirst einen Verstärker benötigen.Andreas M. schrieb:> Die Signalstärke auf den Verbindungskabeln> zwischen den Feldfernsprechern> ist zu niedrig für einen Lautsprecher.> Du wirst einen Verstärker benötigen.Andreas M. schrieb:> Die Signalstärke auf den Verbindungskabeln> zwischen den Feldfernsprechern> ist zu niedrig für einen Lautsprecher.> Du wirst einen Verstärker benötigen.Andreas M. schrieb:> Die Signalstärke auf den Verbindungskabeln> zwischen den Feldfernsprechern> ist zu niedrig für einen Lautsprecher.> Du wirst einen Verstärker benötigen.Andreas M. schrieb:> Die Signalstärke auf den Verbindungskabeln> zwischen den Feldfernsprechern> ist zu niedrig für einen Lautsprecher.> Du wirst einen Verstärker benötigen.
Icke ®. schrieb:> Ob die z.B. antik mit Relais arbeitet oder elektronisch usw.
Die Vermittlung arbeitet manuell, jemand steckt halt die Klinkenstecker
zusammen.
Prähistorisch, statt antik. Stand der Technik in der BW.. :)
Herrmann schrieb:> Das Ende bitte ignorieren, hab da mit der Zitierfunktion Mist> gebaut.
Auch wenn es siebenmal wiederholt wurde, solltest du es NICHT
ignorieren.
Die Leistung des NF-Signales wird dadurch aber auch nicht stärker.
Wenn man da was hören will, dann muß man das Ohr schon auf den
Lautsprecher legen.
Der Ausgangspegel von Feldfernsprechern beträgt ungefähr 0 dB.
Das sind 0,775 Volt und 1,29 mA an 600 Ohm und entspricht 1 mW.
Herrmann schrieb:
>>Du wirst einen Verstärker benötigen.>Kann man einen passenden Verstärker erwerben oder ist das ein>individuelles Teil?
Nimm zum Beispiel einen Aktivlautsprecher, die für Computer
gedacht sind. Da ist der Verstärker schon im Lautsprecher
eingebaut. Den Eingang verbindest du über einen Kondensator,
vielleicht so 50nF mit der Telefonleitung des Feldfernsprechers.
Oder nimm ein Radio, da ist auch schon ein Verstärker drinn.
Manche Radios haben eine Din-Buchse, so daß du das Radio
als Verstärker benutzen kannst.
Hoffentlich überlebt der Verstärkereingang bei dieser Ankopplung an die
Leitung auch die Rufspannung von ca. 60-110 Volt Wechselstrom.
Besser wäre der Abgriff des NF-Signales an der Zuleitung zur Hörkapsel.
Und nochwas, schütze den Verstärkereingang mit zwei
antiparallel geschaltete Dioden und einen Widerstand.
Der Kurbelinduktor des Feldfernsprechers erzeugt etwa 60V,
wenn mann schnell dreht auch 100V.
Es könnte sein, daß der Verstärker das nicht so gerne
hat.
Also ich bin ja unsicher, wie hier die "Vermittlung" aussehen soll -
soll das wirklich eine Person sein, die auf_Abruf umhersteckt...?
Andreas M. schrieb:> Die Leistung des NF-Signales wird dadurch aber auch nicht stärker.> Wenn man da was hören will, dann muß man das Ohr schon auf den> Lautsprecher legen.>> Der Ausgangspegel von Feldfernsprechern beträgt ungefähr 0 dB.> Das sind 0,775 Volt und 1,29 mA an 600 Ohm und entspricht 1 mW.
Eine Möglichkeit könnte sein, den ÜT zu nutzen, und daran dann den
Amp mit d. v. Günter genannten Input-Schutzdioden. Ohne ÜT könnte
man halt bei so hoher Signalamplitude hohe Verzerrungswerte haben,
weil ja alles oberhalb der Flußspannung abgeschnitten würde. Mit
einem ÜT würde die Spannungs-Amplitude (m.o.w. weit) verringert.
Vielleicht nach dem ÜT noch Poti in "Volume" Schaltung dazwischen,
um das ganze so weit anzupassen, daß die Dioden gar_nicht leiten.
Bei Audio geringster Ansprüche wird sich doch eine einfache Lösung
finden, würde man spontan meinen. Spricht etwas gegen meine Kombi?
Andreas M. schrieb:> Der Ausgangspegel von Feldfernsprechern beträgt ungefähr 0 dB.> Das sind 0,775 Volt und 1,29 mA an 600 Ohm und entspricht 1 mW.
Wo hast du denn diese wissenschaftliche Erkenntnis her?
Wenn ich das recht sehe, ist es das uralte Prinzip des FF33.
Also wie damals mit einem Kohlemikrofon und einer Hörkapsel mit
Metallmembran in Reihe geschalten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Feldtelefonhttps://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Feldfernsprecher.jpg
Hier kann man ja noch etwas den Schaltplan sehen.
Mich entsetzt, dass dieses uralte Prinzip noch 1988 für die BW
produziert wurde.
Ich habe gerade eine Hörkapsel aus dieser Zeit gemessen, hat 60Ohm.
Ein Hoch auf die Elektronik der BR zu dieser Zeit!
Bei der NVA wurde da mit dem FF63 (1963)was wesentlich moderneres
eingeführt.
Verstärkt mit Transistoren und der Kapsel HS30.
Diese wurde als Mikro und auch als Hörkapsel eingesetzt.
Ende der 60' ziger habe ich solche FF repariert, und paar Kapseln sind
da mir zugelaufen.
Ich mach noch Bilder.
Bei einem FF63 kann man das Signal leicht am Verstärker abgreifen.
https://do5fox.darc.de/download/Feldfernsprecher%20FF63M,%20OB62-10.pdf
Aber bei deinem BW Gerät ist das wie oben schon gennannt, wegen der
hohen Spannung problematischer.
Also irgendwie induktiv mit einem Übertrager an der Hörkapsel abgreifen.
Es gab auch Lauthörkapseln, welche man sicher auch bei Artilleriebeschuß
noch verstehen konnte :-(
Die haben 120Ohm und wurden einfach gegen die Standard ausgetauscht.
Vielleicht reicht sowas.
Herrmann schrieb:> Ist es möglich eine funktionsfähige Verbindung einzurichten von einem> dieser Feldtelefone zum Lautsprecher und wenn ja, wie müssen die Drähte> miteinander verbunden sein?
PC-Lautsprecher mit Verstärker (Schrottcontainer) + Keramikkondensator
tuts.
michael_ schrieb:> Andreas M. schrieb:>> Der Ausgangspegel von Feldfernsprechern beträgt ungefähr 0 dB.>> Das sind 0,775 Volt und 1,29 mA an 600 Ohm und entspricht 1 mW.>> Wo hast du denn diese wissenschaftliche Erkenntnis her?
So ist in der Fernmeldetechnik die Maßeinheit Dezibel definiert.
Auch bei den FF63 der NVA wurde als durchschnittlicher
Sendepegel 0 dB festgesetzt.
Gut, ich hatte nur die 600Ohm gesehen.
Vielleicht ginge auch so ein passives Modem aus der Urzeit des Internet.
Ich habe hier sowas für ein Handy im Auto.
Wäre fix unfd fertig.
Andreas M. schrieb:> Der Ausgangspegel von Feldfernsprechern beträgt ungefähr 0 dB.> Das sind 0,775 Volt und 1,29 mA an 600 Ohm und entspricht 1 mW.
Dann machen wirs aber ganz genau: es sind nicht einfach 0dB, sondern
0dBm.
m. c. schrieb:> Also ich bin ja unsicher, wie hier die "Vermittlung" aussehen soll -> soll das wirklich eine Person sein, die auf_Abruf umhersteckt...?
Exakt. Ein Fernmeldesoldat besetzt die Vermittlung 24/7, und stellt die
Verbindung nach Rücksprache mit dem Anrufer her.
So wie ganz früher, halt.
Herrmann schrieb:> Kann man einen passenden Verstärker erwerben oder ist das ein> individuelles Teil?
Die gibt es z.B. preiswert hier:
https://www.pollin.de/p/bausatz-nf-verstaerker-810193
Wie von Vorrednern bemerkt, muß vor den Eingang jedoch noch eine
Schutzbeschaltung ran, damit beim Kurbeln nicht die hohe Wechselspannung
den Verstärker tötet.
Dir fehlt es offensichtlich an elementarem Grundwissen. Kennst du
jemanden, der mit dem Lötkolben umgehen kann und dir hilft?
Dunno.. schrieb:> Icke ®. schrieb:>> Ob die z.B. antik mit Relais arbeitet oder elektronisch usw.>> Die Vermittlung arbeitet manuell, jemand steckt halt die Klinkenstecker> zusammen.>> Prähistorisch, statt antik. Stand der Technik in der BW.. :)
Oha.. Geht aber durchaus noch minimalistischer. Die russische Version
der Feldvermittlung besteht aus zwei Lötverteilern, einem Lötkolben, ein
paar Metern Schaltdraht und einem Kopfhörer. Der Operator klappert mit
dem Kopfhörer die Lötverteiler auf Gesprächswünsche ab und "schaltet"
die Leitung mit dem Lötkolben durch. Im wahrsten Sinne des Wortes ein
heißer Draht. So mit eigenen Augen in den 80ern während eines Manövers
mit den Waffenbrüdern gesehen.
Icke ®. schrieb:> Nein, das ist sie nicht. Neben Details zum Lautsprecher sind auch Infos> zur "Vermittlung" interessant. Ob die z.B. antik mit Relais arbeitet> oder elektronisch usw.
Ist dem Lautsprecher völlig egal, darf sogar ganz antik nur mit Stöpseln
sein.
Er braucht letzendlich einen einen einfachen Verstärker mit einer für
Lautsprecheranschluß geeigneten Endstufe. Der Eingang des Verstärkers
wird einfach der Hörkapsel des Fernsprechers parallel geschalten und
fertig ist. Evtl. könnte eine galvanische Trennung zwischen Verstärker
und FErnsprecher erforderlich werden. Das geht im einfachsten Fall mit
zwei Kondensatoren oder besser mit einem geeigneten Übertrager.
Wenn die Fernsprecher einen Übertrager, wie die meisten klassischen
Telefone, eingebaut haben, dann kann man sich das Streufeld des
Übertragers zu Nutze machen und den Versstärker induktiv ankoppeln. Man
benötigt eine Spule die dann direkt an den Verstärker angeschlossen
wird. Die Spule wird dann direkt dem Übertrager plaziert. Das
funktioniert sogar außerhalb des Telefones, wenn das Telefongehäuse aus
Kunststoff ist. Als Spulen eignen sich Spulen aus alten Funkkopfhörern
hervorragend.
So etwas nannte sich früher Telefonadapter. Gibt es sogar noch heute.
Solche Teile wurden seinerzeit benutzt um Telefonate auf Band
mitzuschneiden oder um das das Telefonsingal über einen Lautsprecher
wieder zu geben - Telefone mit Lautsprecher gab es damals noch nicht.
Icke ®. schrieb:> Dir fehlt es offensichtlich an elementarem Grundwissen. Kennst du> jemanden, der mit dem Lötkolben umgehen kann und dir hilft?
Ich schau mal ob sich da jemand findet. An sich würde ich mir gern auch
selbst einen Grundstock an Wissen aneignen wollen bei dem Thema.
Also auf dem Weg zum Ziel lernen :-)
Zeno schrieb:> um das Telefonsingal über einen Lautsprecher> wieder zu geben - Telefone mit Lautsprecher gab es damals noch nicht.
Na das wäre doch die einfachste Lösung:
Ein handelsübliches Telefon mit Lautsprecheinrichtung (und
Steckernetzteil)
als Abfrageeinrichtung für die Fernsprechvermittlung.
Anschluß über Zweidrahtleitung
Spannungsfest und klingelt bei ankommendem Ruf.
Hören über Lautsprecher möglich.
Einfach obendrauf stellen.