Hallo zusammen,
mein Akku-Pack vom Notebook wurde als VOLL angezeigt. Beim Entladen war
er aber sofort LEER.
Ich habe daraufhin das Gehäuse geöffnet um zu sehen wo das Problem evtl.
liegt und habe die Zellen ausgelötet. An die Ladeschaltung kommt man
aber nicht heran.
Die Aufschrift des Akku ist LGE5318650 ( siehe Bild ). Der Akku-Typ ist
aber nirgends zu finden. Die Spannung beträgt 3,6 Volt pro Zelle.
Hat jemand eine Idee was das für ein Akku ist? ( evtl. ein Datenblatt )
Gruß Rolf
Es ist die typische Bauform "18650".
Das Problem kann aber auch trotz Austausch der Zellen weiter bestehen.
In den Notebookakkus ist in der Regel ein Controller, der sich die
Ladezyklen und anderere Parameter (?) merkt.
Der sorgt dann dafür, das ein voller Akku ganz schnell als leer
angezeigt wird.
Was da genau abläuft, und wie man das "hacken" kann, würde ich auch gern
mal wissen.
Konkrete Infos habe ich auch im Netz kaum gefunden.
Die Hersteller wollen ja nicht, das jedermann die Zellen einfach
austauscht.
Rolf Stecher schrieb:> Beim Entladen war> er aber sofort LEER.
Wie alt ist der Akku? Wahrscheinlich ist der Innenwiderstand (zumindest
einer oder einiger Zelle(n)) inzwischen so hoch, daß der Ladecontroller
Entladeschlussspannung misst wenn der Akku stark belastet wird.
Neuen Akkusatz.
18650 Standard Zelle.
Aber Achtung es ist durchaus Möglich das nach trennen der Alten Zellen
das Balancer Board für immer dicht macht.
Das ist leider bei mehreren Herstellern von Akkus mittlerweile normal.
Als Schutz damit Tiefendladene Zellen niemals mehr verwendet werden.
Der Andere schrieb:> Wie alt ist der Akku? Wahrscheinlich ist der Innenwiderstand (zumindest> einer oder einiger Zelle(n)) inzwischen so hoch, daß der Ladecontroller> Entladeschlussspannung misst wenn der Akku stark belastet wird.
Der Akku ist ein ca. 1 Jahr alter Austausch. Garantie ist also nicht.
Deshalb würde ich ja gerne ein Datenblatt haben.
LG.E53.18650 sagt ja wohl:
LG= Hersteller
E53, ES3, E 53, E S3 oder was auch immer gibt es nicht.
18650= Bauform
xttps://batterybro.com/collections/18650-battery/brand_lg_chem+type_1865
0_battery
Rolf Stecher schrieb:> Deshalb würde ich ja gerne ein Datenblatt haben.
Wirst du nicht bekommen, die werden nur werksintern verwendet. LG Chem
liefert die kompletten Akkupacks an die Gerätehersteller.
BerdB schrieb:> auf dem Zelle steht: LG.ES3. 18650. ("S" und nicht 5)
Ich war mir nicht sicher.
Deshalb hatte ich im vorherigen Post auch geschrieben:
> E53, ES3, E 53, E S3 oder was auch immer gibt es nicht.
Alle Möglichkeiten schon ausprobiert.
Das einzige was ich glaube ist das es sich um eine LI-ION Zelle von LG
handelt. Der AKKU saß in einem Notebook Fujitsu-Siemens Typ
3S4400-G1L3-04, Li-Ion, 11,1V.
3x zwei Zellen paralell a3,7V=11,1V
Wenn ich die Zellen einmal mit einem Labornetzteil auf 4,1V mit 0,5A
auflade, dann dürfte doch eigentlich nichts passieren. ODER ????
Rolf Stecher schrieb:> Der Akku ist ein ca. 1 Jahr alter Austausch.
Originalakku oder billiger Nachbau? Über Amazon werden auch oft
gefälschte vertickt.
Wahrscheinlich eine LG ICR18650S3 - 2200mAh, 3,6 - 3,7V, 2C.
Eigentlich nichts besonderes ca. 4,50 Euro / Stück bei Akkuteile.de
Nichts zum löten und selbst mit Punktschweissgerät - lohnt das??
Nee, das ist nur aus Interesse. Kein Original von Siemens.
Mich irretiert nur das auf dem Pack 11,1V angegeben wurde.
11,1V bei leerem Akku oder was soll das heißen?
Haben die den Controller so konzipiert das er dann abschaltet?
Da komme ich im Moment nur noch nicht dran.
Rolf Stecher schrieb:> Mich irretiert nur das auf dem Pack 11,1V angegeben wurde.> 11,1V bei leerem Akku oder was soll das heißen?
3,7V ist vereinbarungsgemäss die Nennspannung für eine Einzelzelle des
LiIon Types. Geladen wird sie aber bis etwa 4,15-4,20V.
Rolf Stecher schrieb:> Wenn ich die Zellen einmal mit einem Labornetzteil auf 4,1V mit 0,5A> auflade, dann dürfte doch eigentlich nichts passieren. ODER ????
Nö, wobei ich den Strom pro Zelle erstmal auf 1/10C begrenzen würde.
Wenn du also noch die parallel geschaltete Anordnung hast, sind
400-500mA schon ok, bei Einzelzelle auf 200-250mA.
Jau, issn naher Verwandter von dem hier:
https://www.aliexpress.com/item/2-pcs-Lot-New-original-lg-18650-3-7V-2200-mAh-Rechargeable-batteries-for-LG-2200/32359366671.html
Aber wie geschrieben, lohnt sich alles nicht. Die Zelle ist in nichts
besonders - für heutige Verhältnisse geringe Kapazität, dafür nicht
einmal besonders belastbar.
Da die offenbar gut abgehangen ist, würde ich die auch nicht wieder
aufladen. ICR-Chemie ist die reaktionsfreudige, die dir bei Misshandlung
Silvesterfeuerwerk macht.
Pole abkleben, zum Wertstoffhof bringen.
Etwa bei nkon.nl für 4-5€ je Zelle anständige Ware bestellen. Oder ein
wenig teurer und schneller bei Akkuteile.de.
Danke erst einmal an alle.
Ich werde das trotzdem einmal auf dem Balkon probieren.
Mich interessiert nur noch die Kapazität. Oder ob der Controller einen
eingebauten Verschleiß hat. :-))
Hallo,
ich hatte auch schon einen komplett toten Laptop Akku. Dieser wurde gar
nicht mehr erkannt. Ich hab ihn dann zerlegt in der Hoffnung die Zellen
zu ersetzen. Das ist auch möglich nur eventuell muss der IC im Akku
zurückgesetzt werden. Bei mir war es einer von TI mit I2C Bus.
Blieb aber wegen Zeitgründen erstmal liegen. Prinzipiell sollte es aber
möglich sein.
Gruß Jonas
Rolf Stecher schrieb:> Die Aufschrift des Akku ist LGE5318650 ( siehe Bild ). Der Akku-Typ ist> aber nirgends zu finden.
Dann hast Du nicht richtig gesucht...
LGE komt von LG (Sony,Philips o.ä) S3 steht für 2200 oder 2400mAh, weiß
ich grad auch nicht mehr.
Ist neben den Samsung 2600er Zellen ein ganz normaler Standard Notebook
Akku (HP, Sony..)
Ansonsten gilt das bereits geschriebene, sofern es sich um einen
Original-Akku eines bekannten Herstellers handelt.
Du kannst die Zellen jetzt einzeln weiter verwenden (Taschenlampe,
Fahrradakku) aber nicht mehr zusammen mit dem Controller, wo Du sie
ausgelötet hattest.
Vor vielen Jahren gab es mal en OS-Programm zum Rücksetzen bekannter
Controller, das ist aber seit ebenso vielen Jahren -1 nur noch gegen
harte Dollars zu bekommen. :(