In einem anderen Thread kam mal wider die Frage auf, warum man eine
Anstellung beim OEM anstreben sollte.
Darum!
- 35 Stunden in der Woche und dann noch mehr in der Tasche, als die 40h
im Mittelstand
- Ordentliche Gleitzeitregelung, vor allem Gleittage
- Keine Arbeitstage mit mehr als 10h
- 30 Tage Urlaub
- Betriebsrente
- 13,25 Gehälter
- Gehälter kommen pünktlich
- Prämienzahlung
- preiswerte Kantine
- Incentive-Programme
- Vergünstigung auf eigene Produkte
- 28-Stunden-Woche unter bestimmten Umständen mit garantierter
Rückkehrmöglichkeit.
- Teilzeit mit 20h oder 30 Stunden möglich, ohne das einem der
Firmenpatriarch das übel nimmt.
Achja, das wichtigste: Kein Patriarch, der Dankbarkeit erwartet, dass er
dich eingestellt hat.
Ich bitte drum, die Liste zu erweitern!
Es gibt sehr wohl Patriarchen und ig Metall Bezahlung in dem gleichen
Konzern. Home office und Teilzeit verboten. Kantine liefert auch nur
ekelhaftes Fressen. Ig Metall kann nicht alles kontrollieren.
Betriebsrat ist auch kein World Police.
Ich würde nur 2 gute Sachen im Konzern nennen: Gehalt ist extraorbitant
für einfache Arbeit und Überstunden sind geregelt.
Kenne eine 10 Mann Firma mit Home Office, Regelung für Dienstwagen und
noch gutem Gehalt. Kenne auch gleich Große mit lustigem Gehalt end einem
Patriarch drin.
Selbstständigkeit:
- Soviele Stunden, wie du willst
- Gleitzeit? Siehe oben.
- Soviele Stunden pro tag wie ich will
- Soviel Urlaub wie ich will
- Rente sammel ich natürlich selber an
- Wirklich extrem flache Hierarchien ;)
- Keine gehaltsverhandlung
- gekocht wird zu hause
- Eigene Produkte kosten mich so gut wie nichts
- Teilzeit auch möglich
werauchimmer schrieb:>> - 35 Stunden in der Woche und dann noch mehr in der Tasche, als die 40h
Der Unterschied ist teilweise annähernd 50 Prozent mehr Gehalt!!! Und
das hat man dann wirklich auf der Kralle, einige hundert Euro, Monat für
Monat.
Warum unbedingt nicht zum OEM/Konzern?
- konservative, altmodische Strukturen und Hierarchien
- keine Entwicklung, sondern Verwaltung von externen Entwicklungen
- Kein Blick über den Tellerrand/Fachidioten
- Atmosphäre sehr abteilungsabhängig
- variabler Anteil der Vergütung ist oft hoch
- Einfluss auf Erfolg des Unternehmens ist begrenzt
- Arrogante BWLer in der Hierarchie weit über dem Ingenieur
- Grabenkämpfe zwischen den Abteilungen
- Bürokratie und Prozesse
- Innovation kommt eigentlich immer von Extern
- Mehr Schein als Sein
Nicht an jedem OEM Standort gibt es eine Kantine.
Und auch dort kann es Usus sein, nach 10h abgestempelt weiter zu
arbeiten.
Und die vergünstigten Produkte sind zum Teil immer noch teurer als der
Internetpreis.
> In einem anderen Thread kam mal wider die Frage auf, warum man eine> Anstellung beim OEM anstreben sollte.> Darum!
Na, dann geh doch zu Netto!
(Aktuelle Radiowerbung z.B. beim Arbeitslosen- und Rentnersender Antenne
Brandenburg).
Mad schrieb:> 75% von der Liste treffen auch auf den Mittelstand zu.
75% davon können auch auf den Mittelstand zutreffen.
Aber die 75% treffen zu 100% auf die OEMs zu.
Ich kenne aus eigener Erfahrung einige Mittelstandsfirmen bei denen, aus
der Liste aus dem Eingangpost, nur das pünktliche Gehalt zutrifft.
Bürovorsteher schrieb:>> In einem anderen Thread kam mal wider die Frage auf, warum man eine>> Anstellung beim OEM anstreben sollte.>>> Darum!>> Na, dann geh doch zu Netto!>> (Aktuelle Radiowerbung z.B. beim Arbeitslosen- und Rentnersender Antenne> Brandenburg).
Das läuft doch überall im Radio.
werauchimmer schrieb:> Ich bitte drum, die Liste zu erweitern!
- Home Office Möglichkeit
- Zusätzliche, umsatzabhängige Sonderzahlung pro Geschäftsjahr
- Vernünftige/professionelle Ausstattung im Büro oder Labor
- Dein Chef sitzt dir nicht im Nacken und betreibt Micromanagement
Cyblord -. schrieb:> Bürovorsteher schrieb:>> Na, dann geh doch zu Netto!>>>> (Aktuelle Radiowerbung z.B. beim Arbeitslosen- und Rentnersender Antenne>> Brandenburg).>> Das läuft doch überall im Radio.
Er hört nur diesen "Arbeitslosen- und Rentnersender". Woher sollte er
also wissen, daß das auch in anderen Sendern läuft
Bürovorsteher schrieb:>> Das läuft doch überall im Radio.>> Oh, das wusste ich nicht, ich darf hier keine Westsender hören.
Richtig so. Jetzt noch die Ausreisegenehmigungen annulieren dann wäre
alles gut.
Allerdings gehe ich in der Tat ungern in einen Netto. Dito bei Penny und
Kaufland. Dort hörst du kein Deutsch mehr, ohne Witz. Bestimmte
Kopfbedeckungen dominieren auch. Echt heftig. Aldi und Lidl sind lange
nicht so schlimm. Aber ich bevorzuge Marktkauf und Rewe. Da geht es noch
gesittet zu.
Cyblord -. schrieb:> Allerdings gehe ich in der Tat ungern in einen Netto. Dito bei Penny und> Kaufland. Dort hörst du kein Deutsch mehr, ohne Witz. Bestimmte> Kopfbedeckungen dominieren auch. Echt heftig. Aldi und Lidl sind lange> nicht so schlimm. Aber ich bevorzuge Marktkauf und Rewe. Da geht es noch> gesittet zu.
ohoh, gleich kommt die Nazikeule! ;)
Cyblord -. schrieb:> Allerdings gehe ich in der Tat ungern in einen Netto. Dito bei Penny und> Kaufland. Dort hörst du kein Deutsch mehr, ohne Witz. Bestimmte> Kopfbedeckungen dominieren auch. Echt heftig. Aldi und Lidl sind lange> nicht so schlimm. Aber ich bevorzuge Marktkauf und Rewe. Da geht es noch> gesittet zu.
Hängt von der Lage ab, hier wäre eher der Rewe zu nennen als
Integrationshotspot. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, dann am
besten zu Edeka oder Tegut, oder ökologisch korrekt Ebl.
werauchimmer schrieb:> Darum!>> - 35 Stunden in der Woche und dann noch mehr in der Tasche, als die 40h> im Mittelstand> - Ordentliche Gleitzeitregelung, vor allem Gleittage> - Keine Arbeitstage mit mehr als 10h> - 30 Tage Urlaub> - Betriebsrente> - 13,25 Gehälter> - Gehälter kommen pünktlich> - Prämienzahlung> - preiswerte Kantine> - Incentive-Programme> - Vergünstigung auf eigene Produkte> - 28-Stunden-Woche unter bestimmten Umständen mit garantierter> Rückkehrmöglichkeit.> - Teilzeit mit 20h oder 30 Stunden möglich, ohne das einem der> Firmenpatriarch das übel nimmt.>> Achja, das wichtigste: Kein Patriarch, der Dankbarkeit erwartet, dass er> dich eingestellt hat.
-in aller Regel weniger Stress
-Urlaub muss seltenst verschoben werden
-höhere Jobsicherheit
Bin in einem Konzern, aber kein IGM. Wir haben das alles auch, aber nur
38,5 oder 40h Verträge. Ich bin trotzdem unzufrieden. Nicht mit meinem
Arbeitgeber, das Gehalt ist gut, sondern mit dem Staat, für den ich bis
Ende Juni arbeiten muss.
Statistiker schrieb:> Nicht mit meinem Arbeitgeber, das Gehalt ist gut, sondern mit dem Staat,> für den ich bis Ende Juni arbeiten muss.
Ich dagegen zahle meine Steuern und Sozialabgaben gerne. :-)
Qwertz schrieb:> Statistiker schrieb:>> Nicht mit meinem Arbeitgeber, das Gehalt ist gut, sondern mit dem Staat,>> für den ich bis Ende Juni arbeiten muss.>> Ich dagegen zahle meine Steuern und Sozialabgaben gerne. :-)
Kann ich natürlich auch verstehen. Ich bin leider von Natur aus nicht so
sozial eingestellt :D
Hätte während meinem Studium auch Bafög kassieren können, habe aber
lieber 20h als Werkstudent gearbeitet.
Bin auch im Konzern und bei uns arbeiten viele je nach Funktion gerne
auch 45h für bezahlte 35/40.
Mir ist teilweise jedoch schleierhaft wie ihr in verantwortungsvollen
Positionen z.B. als Softwarearchitekt oder Projektleiter jeden Tag
pünktlich um 16:00 Uhr heim kommt.
Und noch schleierhafter ist mir wie der Konzern durch soviele Leute die
bewusst 9 to 5 machen überleben kann. Ich habe das Gefühl dass 20-30%
Leistungsträger den Laden am Laufen halten.
Natürlich bekommen diese auch überproportional mehr Gehalt, aber so groß
ist der Unterschied dann auch nicht.
Autor schrieb:> Mir ist teilweise jedoch schleierhaft wie ihr in verantwortungsvollen> Positionen z.B. als Softwarearchitekt oder Projektleiter jeden Tag> pünktlich um 16:00 Uhr heim kommt.
Indem man das einfach durchzieht. 45h bei einem 35h Vertrag? Und dann
auch noch gerne? Ich glaub es hackt!
Autor schrieb:> Und noch schleierhafter ist mir wie der Konzern durch soviele Leute> die bewusst 9 to 5 machen überleben kann. Ich habe das Gefühl dass> 20-30% Leistungsträger den Laden am Laufen halten.
Dort wird halt richtig Geld verdient, dann kann man sich human
Arbeitsbedingungen leisten.
Dort wird auch mit realistischem Aufwand geplant und nicht noch ein
Projekt dem Team aufgedrückt und noch eins, und noch eins,... wie in der
Ausbeuterbude üblich.
Wer unbezahlte Überstunden kloppt ist selber schuld.
Autor schrieb:> Bin auch im Konzern und bei uns arbeiten viele je nach Funktion> gerne> auch 45h für bezahlte 35/40.>> Mir ist teilweise jedoch schleierhaft wie ihr in verantwortungsvollen> Positionen z.B. als Softwarearchitekt oder Projektleiter jeden Tag> pünktlich um 16:00 Uhr heim kommt.>> Und noch schleierhafter ist mir wie der Konzern durch soviele Leute die> bewusst 9 to 5 machen überleben kann. Ich habe das Gefühl dass 20-30%> Leistungsträger den Laden am Laufen halten.>> Natürlich bekommen diese auch überproportional mehr Gehalt, aber so groß> ist der Unterschied dann auch nicht.
Die Leistungsträger arbeiten halt schneller, dann können sie auch früher
gehen. Ganz einfach.
Autor schrieb:> Bin auch im Konzern und bei uns arbeiten viele je nach Funktion gerne> auch 45h für bezahlte 35/40.
Wie funktioniert das? Ausstempeln und weiterarbeiten, oder wie? Wenn das
herauskommt, kann das mächtig einen auf den Deckel geben! Und dumm ist
es dazu auch noch.
Oder meinst du hier Leute mit Vertrauensarbeitszeit (also nicht im
Tarifkreis und damit AT)? Da ist das natürlich eher üblich, allerdings
dürften 35h AT-Verträge eher unüblich sein.
Qwertz schrieb:> Autor schrieb:>> Bin auch im Konzern und bei uns arbeiten viele je nach Funktion gerne>> auch 45h für bezahlte 35/40.>> Wie funktioniert das? Ausstempeln und weiterarbeiten, oder wie? Wenn das> herauskommt, kann das mächtig einen auf den Deckel geben! Und dumm ist> es dazu auch noch.>> Oder meinst du hier Leute mit Vertrauensarbeitszeit (also nicht im> Tarifkreis und damit AT)? Da ist das natürlich eher üblich, allerdings> dürften 35h AT-Verträge eher unüblich sein.
Am Standort herrscht Vertrauensarbeitszeit trotz Tarif. Auf Wunsch bzw.
standardmäßig kann man auch in der Gleitzeit bleiben, jedoch kann man
sich damit eine langfristige Beförderung zum AT abschminken.
Gewissermaßen geht man mit unbezahlten Überstunden und der Extrameile in
Vorleistung die sich dann irgendwann auszahlt.
Autor schrieb:> Am Standort herrscht Vertrauensarbeitszeit trotz Tarif.
Oh, das tut mir leid für dich. Warum macht das denn der Betriebsrat mit?
> Auf Wunsch bzw.> standardmäßig kann man auch in der Gleitzeit bleiben, jedoch kann man> sich damit eine langfristige Beförderung zum AT abschminken.
Dann würde ich auf jedenfalls dieses Modell wählen.
Vertrauensarbeitszeit ist immer zum Nachteil des Arbeitnehmers, daher
sollte das im Gehalt auch großzügig berücksichtigt sein (übertariflicher
Vertrag).
> Gewissermaßen geht man mit unbezahlten Überstunden und der Extrameile in> Vorleistung die sich dann irgendwann auszahlt.
Mmh, für wie viele wird das wohl der Fall sein? Was schätzt du denn, wie
hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es sich irgendwann auszahlt?
Meiner Ansicht wird durch solch eine Aktion der Geschäftsleitung nur der
Tarifvertrag ausgehöhlt, da insgeheim unbezahlte Überstunden mit
einkalkuliert sind. Nicht gerade sehr fair.
Autor schrieb:> Bin auch im Konzern und bei uns arbeiten viele je nach Funktion gerne> auch 45h für bezahlte 35/40.
Steuerhinterziehung
> Mir ist teilweise jedoch schleierhaft wie ihr in verantwortungsvollen> Positionen z.B. als Softwarearchitekt oder Projektleiter jeden Tag> pünktlich um 16:00 Uhr heim kommt.
Wer seinen Job beherrscht und entspr. Überblick hat, kommt auch in
dieser Position ohne Überstunden klar. Es ist nicht derjenige der Held,
der die meisten Überstunden hat sondern der, der in der vertraglich
vereinbarten regulären Arbeitszeit zuverlässig sein Pensum schafft.
Cyblord -. schrieb:> Dort hörst du kein Deutsch mehr, ohne Witz. Bestimmte> Kopfbedeckungen dominieren auch. Echt heftig.
Am Ort der Arbeit vermeide ich generell das Einkaufen - das hat nichts
mit dem Namen der Handelskette zu tun, sondern der Lage bzw. der im
Umfeld hausenden Einwohner.
Im ???-Markt gibt es eine Kassiererin mit Kopftuch, die ist korrekt und
immer freundlich, wäre kein Ausschlußkriterium - wenn da nicht die
Kunden wären, die mich abschrecken.
> Aldi und Lidl sind lange nicht so schlimm.
Auch bei denen: Abhängig von der geographischen Lage meide ich einige
bzw. habe zwei bevorzugte Märkte.
Daniel schrieb:> Autor schrieb:>> Bin auch im Konzern und bei uns arbeiten viele je nach Funktion gerne>> auch 45h für bezahlte 35/40.> Steuerhinterziehung>>> Mir ist teilweise jedoch schleierhaft wie ihr in verantwortungsvollen>> Positionen z.B. als Softwarearchitekt oder Projektleiter jeden Tag>> pünktlich um 16:00 Uhr heim kommt.> Wer seinen Job beherrscht und entspr. Überblick hat, kommt auch in> dieser Position ohne Überstunden klar. Es ist nicht derjenige der Held,> der die meisten Überstunden hat sondern der, der in der vertraglich> vereinbarten regulären Arbeitszeit zuverlässig sein Pensum schafft.
Bedeutet wohl dass all die Top-Manager Ihre Arbeit nicht schaffen wenn
Abends um 8 die Lichter noch brennen :-)
Die Realität liegt sicherlich irgendwo dazwischen.
Natürlich muss der Fokus eines Mitarbeiters auf Output liegen, aber je
nach Position ist:
Mehr Input + entsprechende Kompetenz = Mehr Output
Qwertz schrieb:>> Auf Wunsch bzw.>> standardmäßig kann man auch in der Gleitzeit bleiben, jedoch kann man>> sich damit eine langfristige Beförderung zum AT abschminken.>> Dann würde ich auf jedenfalls dieses Modell wählen.> Vertrauensarbeitszeit ist immer zum Nachteil des Arbeitnehmers, daher> sollte das im Gehalt auch großzügig berücksichtigt sein (übertariflicher> Vertrag).
Gebe dir Recht, überdurchschnittliches Engagement wird auf jeden Fall
auch gewürdigt (Im Rahmen dessen was eben so möglich ist).
Letztendlich ist es immer ein Geben und Nehmen. Dauerhaft Vollgas und
dafür abgespeist werden ist sicherlich keine Option.
Jedoch sind hier im Forum unbezahlte Überstunden scheinbar sehr verpönt
- teilweise jedoch auch nicht zu Unrecht.
Ich bin jetzt mit 26J bei 80k@40h Vertrag und bin schon ganz zufrieden,
wobei das andere Mitarbeiter beim Porsche bestimmt auch ohne reale 45h
Arbeitszeit haben :-)...
werauchimmer schrieb:> Ich bitte drum, die Liste zu erweitern!
Diese Liste gilt auch für den "Mittelstand".
Statistiker schrieb:> sondern mit dem Staat, für den ich bis Ende Juni arbeiten muss.
Dann geh halt in einen Staat, in dem du das nicht musst. Fahr auf
Sandpisten 300km bis zum nächsten Krankenhaus. Vergiss "Internet" und
"Telefonieren". Und lass auch sonst einfach alles weg, was hier so
angenehm ist. Dann musst du evtl. nur bis Ende März für den Staat
arbeiten.
Autor schrieb:> Bin auch im Konzern und bei uns arbeiten viele je nach Funktion> gerne auch 45h für bezahlte 35/40.
Häh? "Gerne"? Ja, wenn man sonst nix zu tun hat...
Die Tätigkeit kann überall langweilig oder stressig sein. Das weiß man
vorher nicht.
Aber die Randbedingungen (Gehalt, Zeiterfassung usw.) sind bei großen
Unternehmen meistens besser.
Also: lieber einen Scheissjob + gutes Gehalt statt Scheissjob +
Scheissgehalt.
Meiner Erfahrung nach ist der kollegiale Zusammenhalt und allgemein die
Arbeitsatmosphäre bei einem großen Unternehmen um Welten besser als in
einem kleinen Unternehmen, wo Kollegen oft Konkurrenten sind und wo man
jeden Cent zigmal umdreht.
In kleinen Firmen musst Du mit Raubkopien arbeiten, bei größeren Firmen
ist die eingesetzte Software nicht nur lizenziert, man kann sogar beim
Hersteller beim Support anrufen und fragen stellen, wenn man mal nicht
weiterkommt.
Normal schrieb:> bei größeren Firmen> ist die eingesetzte Software nicht nur lizenziert, man kann sogar beim> Hersteller beim Support anrufen und fragen stellen, wenn man mal nicht> weiterkommt.
In den großen Firmen wird aber nur Personal eingestellt, das so gut wie
nie in eine Situation kommt wo sich die große Firma vom Support eine
Drittfirma weiterhelfen lassen muß. Andernfalls wäre man ja nicht groß
geworden.
"Work around" heisst eben:
wie arbeite ich um den Bug/Designfehler herum um weiter zu kommen
und nicht,
Wie lässt man am besten andere diesen Job tun und wartet drauf das es
irgendwann im ineffizenten Trott weiter zur nächsten Zwangspause geht.
Daniel schrieb:> Wer seinen Job beherrscht und entspr. Überblick hat, kommt auch in> dieser Position ohne Überstunden klar. Es ist nicht derjenige der Held,> der die meisten Überstunden hat sondern der, der in der vertraglich> vereinbarten regulären Arbeitszeit zuverlässig sein Pensum schafft.
Das setzt voraus, dass das Pensum auch so aufgeteilt ist. Wenn
Vorgesetzte keine Ahnung von der Materie haben oder es ihnen egal ist,
gerät das schnell aus dem Gleichgewicht.
Zur Vertrauensarbeitszeit, sehr schlecht für die Leute, die ein gewisses
Verantwortungsbewusstsein haben, gut für die, denen das vollkommen egal
ist.
Leider gehöre ich zur ersten Gruppe, ich kann eben nicht um 17 Uhr nach
Hause gehen und die Probleme vom Job in der Firma lassen, wenn gerade
eine unserer Anwendungen nicht läuft. Oder dem Kunde was zu einem
gewissen Zeitpunkt versprochen wurde.
Ein paar Stunden abbauen geht auch bei uns, Freitags mal um 12 oder 14
Uhr Feierabend und 2-4 Stunden abbauen ist kein Problem. Aber wenn mal
wieder eine Woche mit 6x12 Stunden um ist, besteht keine Chance die
Stunden wieder abzubauen. So häuft sich das ganze, denke im
Jahresschnitt liege ich bei 48-50h die Woche. Allerdings werde ich ganz
gut bezahlt, vielleicht nicht im Vergleich zum IG Metall Tarif, aber im
Vergleich zu anderen Mittelständischen Unternehmen schon.
Meine Frau arbeitet bei einem IG Metall Unternehmen und auch da wird
abgestempelt, wenn die 10h um sind. Bringt halt nichts wenn man am
nächsten Tag eine Präsentation oder ein Workshop halten soll und die
Unterlagen noch nicht fertig sind, weil wieder was anderes dazwischen
kam.
SW I. schrieb:> Warum unbedingt nicht zum OEM/Konzern?> - konservative, altmodische Strukturen und Hierarchien> - keine Entwicklung, sondern Verwaltung von externen Entwicklungen> - Kein Blick über den Tellerrand/Fachidioten> - Atmosphäre sehr abteilungsabhängig> - variabler Anteil der Vergütung ist oft hoch> - Einfluss auf Erfolg des Unternehmens ist begrenzt> - Arrogante BWLer in der Hierarchie weit über dem Ingenieur> - Grabenkämpfe zwischen den Abteilungen> - Bürokratie und Prozesse> - Innovation kommt eigentlich immer von Extern> - Mehr Schein als Sein
Stimmt zu 100%, du arbeitest in so einem Konzern.
Cyblord -. schrieb:> Allerdings gehe ich in der Tat ungern in einen Netto. Dito bei Penny und> Kaufland. Dort hörst du kein Deutsch mehr, ohne Witz. Bestimmte> Kopfbedeckungen dominieren auch.
Hab ich auch von Mallorcinern gehört. Die meiden bestimmte Läden auch.
Viel zu viele bierbäuchige Halbnackte die irgendeinen unverständlichen
Kauderwelsch sprechen und glauben sie wären Könige nach denen sich die
Einheimischen unterwürfigst zu richten hätten.
Berufsrevolutionär schrieb:> Normal schrieb:>> bei größeren Firmen ist die eingesetzte Software nicht nur lizenziert,> man kann sogar beim Hersteller beim Support anrufen und fragen stellen,> wenn man mal nicht weiterkommt.>> In den großen Firmen wird aber nur Personal eingestellt, das so gut wie> nie in eine Situation kommt wo sich die große Firma vom Support eine> Drittfirma weiterhelfen lassen muß. Andernfalls wäre man ja nicht groß> geworden.> "Work around" heisst eben:> wie arbeite ich um den Bug/Designfehler herum um weiter zu kommen> und nicht,> Wie lässt man am besten andere diesen Job tun und wartet drauf das es> irgendwann im ineffizenten Trott weiter zur nächsten Zwangspause geht.
Du hast wenig Ahnung, oder? Ich habe das Problem nach 5 Minuten durch
einen Anruf gelöst, und zwar sauber, weil ich einen Fix für die Software
bekomme.
Während Du wahrscheinlich Überstunden machen musst, um irgendeinen
wackligen Workaround zusammenzudrücken.
Normal schrieb:>> In den großen Firmen wird aber nur Personal eingestellt, das so gut wie>> nie in eine Situation kommt wo sich die große Firma vom Support eine>> Drittfirma weiterhelfen lassen muß. Andernfalls wäre man ja nicht groß>> geworden.>> "Work around" heisst eben:>> wie arbeite ich um den Bug/Designfehler herum um weiter zu kommen>> und nicht,>> Wie lässt man am besten andere diesen Job tun und wartet drauf das es>> irgendwann im ineffizenten Trott weiter zur nächsten Zwangspause geht.>>> Du hast wenig Ahnung, oder? Ich habe das Problem nach 5 Minuten durch> einen Anruf gelöst, und zwar sauber, weil ich einen Fix für die Software> bekomme.
Schau, die 5 Minuten hättest Du dir auch sparen können, wenn Du die
patsches automatisiert einspielst. Oder die Software die telefonische
Nahbetreung erforderlich macht, gleich entsorgt. Und "sauber" ist auch
was anderes als auf Software zu setzen die kundenspezifisch gepatcht
werden muss.
> Während Du wahrscheinlich Überstunden machen musst, um irgendeinen> wackligen Workaround zusammenzudrücken.
Nee, nix Überstunden, ganz normaler Büroschluss, weil man eine
produktive Arbeitsumgebung aufgesetzt die mit bewährter Software
auskommt und ohnehin über nacht compiliert und testet und man morgens
nur noch kurz im log durchsschauen muss womit man sich die Langeweile
bis zur Mittagspause vertreibt.
Normal schrieb:> Sorry, nicht für alles gibt es Open Source Geschichten, und wenn es> aktuell sein soll, erst recht nicht.
Na dann schreibt man sich halt welche, So was machen große Firmen alle
Tage weil sie eben Mitarbeiter und Freiberufler beschäftigen, die mehr
können als zum Telefonhörer greifen und hoffen mit 5 Minuten Flennerei
einen wunderkräftigen Patch genannt zu bekommen.
Berufsrevolutionär schrieb:> Normal schrieb:> Sorry, nicht für alles gibt es Open Source Geschichten, und wenn es> aktuell sein soll, erst recht nicht.>> Na dann schreibt man sich halt welche, So was machen große Firmen alle> Tage weil sie eben Mitarbeiter und Freiberufler beschäftigen, die mehr> können als zum Telefonhörer greifen und hoffen mit 5 Minuten Flennerei> einen wunderkräftigen Patch genannt zu bekommen.
Hahaha, darauf hab ich gewartet. Okay, Du hast echt keine Ahnung, oder
willst nur trollen. Lass stecken.
Normal schrieb:> Hahaha, darauf hab ich gewartet. Okay, Du hast echt keine Ahnung, oder> willst nur trollen. Lass stecken.
Alles Klar - du bist ein Möchtegern-Maker, wahrscheinlich Arduino-Fanboy
oder dergleichen. Patch einspielen und alles wird gut ->gibts keinen
Patch, biste so gut wie erschossen.
Na dann viel Spass im Kampf um einen Platz im Fachkräftearbeitsmarkt -
mögest Du immer für dein Wehwechen das passende Pflaster und den Dummen
der das Mass schneidert, finden.
Ach Gottchen... werde mal ein paar Jahre älter und sammle Erfahrungen.
Dir fehlt einfach der Überblick und die geistige Reife, was Dein
Nickname erahnen lässt.
Hmm also meine OEM Erfahrungen waren jetzt nicht so gut. Die meisten
ings dort leiden an Größenwahn. Manche Männer brauchen nen Porsche als
s. Verlängerung, andere einen Konzern. Autonomes Fahren zum Beispiel
wird hauptsächlich von Zulieferern entwickelt, und auch der
Antriebsstrang ist einem OEM technisch nicht mehr zuzumuten. Ein OEM hat
einfach viel Geld in Werbung investiert, und für manche Leute ist das
abfärben aufs Ego eben extrem wichtig. Jemand der ein Jahr Embedded
Erfahrung hat, fühlt sich da ev. wohl.. aber als richtiger Entwickler
eher nicht. Dann gibt es meiner Erfahrung nach viel Fingerpointing und
Grabenkämpfe. Typische Aussagen waren: „Dr. cyz hat keine Ahnung von
seinem Fachgebiet aber ich hab mal ein Buch über c Programmierung
gelesen“ Absolut lächerlich...
SW I. schrieb:> - keine Entwicklung, sondern Verwaltung von externen Entwicklungen
Wenn die externen so toll sind im entwickeln, warum vermarkten die ihre
Innovationen dann nicht selbst?
Oder liegts einfach nur daran, dass extern nichts besonderes entwickelt
wird und das eh jeder kann.
OEMs sind vor allem was für Dampfplauderer. Keine Ahnung aber doch
genug, um darüber reden zu können, ohne das die Hierachiestufe darüber
etwas merkt. So setzt sich das bis nach oben fort. Ein früher Einstieg
beim OEM ist als jemand, der entwickeln will, nicht zu empfehlen. Von
R&D Stellen mal abgesehen. Wenn man natürlich viel Geld und eher
PowerpointING sein will, ist man da richtig.
Die meisten die ich kenne und dort sind, waren auch eher
durchschnittlich und sind mit Vitamin B rein. Also auch nichts, wo man
sich etwas drauf einbilden könnte.
Das mag ja alles stimmen. Aber unterm Strich zählt für viele einfach die
Knete und wenn ich 500€ mehr Netto im Monat abgreifen kann dann ist das
einfach ein Punkt der schwer ins Gewicht fällt.
SW I. schrieb:> Die meisten die ich kenne und dort sind, waren auch eher> durchschnittlich und sind mit Vitamin B rein.
Und die überdurchschnittlichen bleiben freiwillig in der kleinen Firma?
Da Argument Geld ist definitiv valide und die meisten zieht es auch mit
steigendem Alter und Familie zu einem sicheren, gut bezahlten
Arbeitsplatz, weil sich die Prioritäten ändern. Das ist absolut in
Ordnung.
Nur zu denken, man sei die Creme de la Creme, weil man beim OEM
arbeitet, ist unerträglich. Oftmals waren diese Leute noch nie in einem
anderen Unternehmen.
> Und die überdurchschnittlichen bleiben freiwillig in der kleinen Firma?
Ja, es gibt sogar viele, die bewusst in eine kleinere Firma wechseln.
Nicht jede Firma, die klein ist, ist automatisch eine Frickelbude.
SW I. schrieb:>> Und die überdurchschnittlichen bleiben freiwillig in der kleinen Firma?> Ja, es gibt sogar viele, die bewusst in eine kleinere Firma wechseln.
Die kleinen Firmen nehmen doch aus Prinzip keine "verwöhnten
Konzernbubis" und wer ist bitte so bescheuert ohne Not zu wechseln?
Ali schrieb:> Das mag ja alles stimmen. Aber unterm Strich zählt für viele> einfach die Knete und wenn ich 500€ mehr Netto im Monat abgreifen kann> dann ist das einfach ein Punkt der schwer ins Gewicht fällt.
So sieht es aus. Ich habe jeden Monat 2000 Euro zur freien Verfügung.
Da suche ich mir meine Herausforderungen in der Freizeit und bin da mein
eigener Chef.
Welches Hamsterrad? ich spiele lieber Beamtenmikado und verwalte im
Konzern. Ich tue nur genau das Minimum was man von mir verlangt, keinen
Strich mehr. Wurde auf 40 h hoch gestuft, arbeite aber nicht mehr. Da
wird mehr Kaffeepause gemacht oder ein unnützes Meeting einberufen, wo
man sich gegenseitig was vom Pferd erzählt und schnell hat man die
zusätzlichien fünf Stunden rumgebracht. Auch sonst ist es nicht
stressig. Man koordiniert die armen Leute die richtig noch arbeiten
müssen, vom Dienstleister, was die so machen. Man beschäftig sich mit
Bürokratie. Gleichzeitig reicht das Geld für ein nettes Eigenheim,
tolles Auto und vorallem das wichtigste Argument gegen das Hamsterrad:
Es bleibt noch genügend übrig um zu investieren. Aktien, Fonds und
Immobilien. Nächstes Projekt ist ein Segelboot und einen
Privatpilotenschein. Wozu sollte jemand wie ich in so ein Start Up wo
junge, engagierte und vorallem motivierte Leute den ganzen Tag lang und
manchmal sogar noch nachts richtig hart arbeiten?
Also sehr gut am OEM ist, dass man dort so gut wie immer über einen HIL
verfügt und auch Autos immer zur Verfügung stehen.
Schlecht finde ich das Getratsche mehr zählt als Fachwissen.
Also es haben wohl beide Seiten etwas.
Manfred schrieb:>> Aldi und Lidl sind lange nicht so schlimm.>> Auch bei denen: Abhängig von der geographischen Lage meide ich einige> bzw. habe zwei bevorzugte Märkte.
Da muss man durch. Wenigstens so lange, bis man von seinen
Kapitalerträgen leben kann.
Autor schrieb:> Qwertz schrieb:>> Autor schrieb:>>> Bin auch im Konzern und bei uns arbeiten viele je nach Funktion gerne>>> auch 45h für bezahlte 35/40.>>>> Wie funktioniert das? Ausstempeln und weiterarbeiten, oder wie? Wenn das>> herauskommt, kann das mächtig einen auf den Deckel geben! Und dumm ist>> es dazu auch noch.>>>> Oder meinst du hier Leute mit Vertrauensarbeitszeit (also nicht im>> Tarifkreis und damit AT)? Da ist das natürlich eher üblich, allerdings>> dürften 35h AT-Verträge eher unüblich sein.>> Am Standort herrscht Vertrauensarbeitszeit trotz Tarif. Auf Wunsch bzw.> standardmäßig kann man auch in der Gleitzeit bleiben, jedoch kann man> sich damit eine langfristige Beförderung zum AT abschminken.> Gewissermaßen geht man mit unbezahlten Überstunden und der Extrameile in> Vorleistung die sich dann irgendwann auszahlt.
Wenn ich zum Bäcker gehe und sage "heute brauch ich eine gratis
Vertrauenssemmel mehr weil ich mehr Hunger habe", was sagt der dann?
Vermutlich "da ist der Ausgang".
Wenn der Bäcker das akzeptiert, spätestens bei Aldi oder an der
Tankstelle kommt man damit nicht weiter.
Das Gewäsch von der "Extrameile" fängt nur dumme oder unerfahrene
Arbeitnehmer.
Jeder, der schon länger im Berufsleben steht weiß:
Gratis Extraleistung wird sehr selten honoriert.
Weiterkommen tut man über Vitamin B und Verkaufstalent oder (seltener)
durch Kompetenz, niemals durch gratis Extraleistung.
ANGEMESSENE Gegenleistung ist ausreichend, um den Job zu sichern. D.h.
es werden 35h bezahlt, dann wird auch 35h gearbeitet, und nicht 15h
gearbeitet und 20h Facebook gekuckt oder gequasselt. Schon mit 25h
echter Arbeit pro 35h kommt man leistungsmässig mühelos in die oberen
25% der Kollegenschaft einer durchschnittlichen Firma...
Bürovorsteher schrieb:>> Warum unbedingt zum OEM/Konzern?
Konzern: die Kolleginnen sehen besser aus und haben den Kopf frei für
sagen wir mal... andere Sachen. Da könnte ich einige Geschichten
erzählen ;-)
Cyblord -. schrieb:> Allerdings gehe ich in der Tat ungern in einen Netto. Dito bei Penny und> Kaufland. Dort hörst du kein Deutsch mehr, ohne Witz.
Jedenfalls kein Hochdeutsch. ;-)
Ich war heute ausnahmsweise mal Samstags in der Stadt. Jedes zweite Auto
auf der Strasse aus ZH,SG,LU,ZG, in den Läden klang es entsprechend.
A. K. schrieb:> Jedenfalls kein Hochdeutsch. ;-)>> Ich war heute ausnahmsweise mal Samstags in der Stadt. Jedes zweite Auto> auf der Strasse aus ZH,SG,LU,ZG, in den Läden klang es entsprechend.
Das ist wohl der Charme der Bodenseeregion?
Naja Wirtschaftsflüchtlinge gibts wohl überall ;-)
Ich finde es allerdings schon etwas ironisch wenn sich die Schweizer für
so was besseres halten, die Knete dann aber doch nicht ausreicht um auch
zuhause einzukaufen. Aber wir helfen ja allen bedürftigen.
> Ich finde es allerdings schon etwas ironisch wenn sich die Schweizer für> so was besseres halten,
Für meinen Geschmack könnten sie meine Rechnungen etwas pünktlicher
bezahlen. Dass sie landesintern bis zu 120 Tage auf ihr Geld warten
müssen, ist nicht mein Problem. Bei mir gelten 30 Tage.
Jens schrieb:> Selbstständigkeit:> - Soviele Stunden, wie du willst> - Gleitzeit? Siehe oben.> - Soviele Stunden pro tag wie ich will> - Soviel Urlaub wie ich will> - Rente sammel ich natürlich selber an> - Wirklich extrem flache Hierarchien ;)> - Keine gehaltsverhandlung> - gekocht wird zu hause> - Eigene Produkte kosten mich so gut wie nichts> - Teilzeit auch möglich
- Ich arbeite selbst
- Ich arbeite ständig
Statistiker schrieb:> Ich bin trotzdem unzufrieden. Nicht mit meinem> Arbeitgeber, sondern mit dem Staat, für den ich bis> Ende Juni arbeiten muss.
Ja nee is klar...dieser alte Schwachsinnsspruch.
https://youtu.be/AVlbTvnGz8s?t=20m51s
Also ich bin irgendwie zwischen den Stühlen.
Bin gerade als Werkstudent in einer eher entwicklungslastigen Abteilung.
So richtig vorwärts geht es meiner Meinung nach dort nicht. Zu viel
Abstimmungsmeetings mit x-Standorten... veraltete Technologien... kaum
"junge" Kollegen...
Keine Ahnung Leute, ich mein was soll ich hier? Ich lerne/arbeite an
einem Nischenprodukt, und kann mit dem Wissen "draußen" nicht viel
anfangen. Die Kollegen haben alle Haus, Frau und Kinder... so richtig
Interesse an mir jungen haben sie halt auch nicht. Verstehe ich ja
auch...
Klar, dicke Kohle, Stempeluhr, kein Stress, IGM,... was will man mehr??
Aber irgendwie fühle ich mich noch zu sehr berufen, etwas
"aufregenderes" zu machen. Später mit 35 oder so, wechsle ich dann dort
hin, und kann mich aufs Kinderkriegen einlassen. Wenn es bis dahin
überhaupt noch große Konzerne und Gewerkschaften geben wird...
Werkstudent_IGM schrieb:> Klar, dicke Kohle, Stempeluhr, kein Stress, IGM,... was will man mehr??
Eben. Freu dich doch, besser geht's kaum. Ich bin jeden Tag dafür
dankbar, so einen gemütlichen, gutbezahlten Job auszuüben.
> Aber irgendwie fühle ich mich noch zu sehr berufen, etwas> "aufregenderes" zu machen.
Das vergeht schon, hab nur etwas Geduld. Was Aufregendes kannst du in
deiner Freizeit machen.
Hmm, ich seh das erst jetzt... dann wollen wir mal. Ich bin übrigens im
KMU, unter 200 MA.
werauchimmer schrieb:> Darum!>> - 35 Stunden in der Woche und dann noch mehr in der Tasche, als die 40h> im Mittelstand
Istn Argument.
> - Ordentliche Gleitzeitregelung, vor allem Gleittage
Check, hab ich.
> - Keine Arbeitstage mit mehr als 10h
Check, hab ich.
> - 30 Tage Urlaub
Check, hab ich.
> - Betriebsrente
Check, hab ich.
> - 13,25 Gehälter
Check, hab ich.
> - Gehälter kommen pünktlich
Check, hab ich.
> - Prämienzahlung
Check, hab ich. (Gut, bei nem OEM ist's natürlich deutlich üppiger ;) )
> - preiswerte Kantine
Check, hab ich.
> - Incentive-Programme
Check, hab ich.
> - Vergünstigung auf eigene Produkte
Check, hab ich.
> - 28-Stunden-Woche unter bestimmten Umständen mit garantierter> Rückkehrmöglichkeit.
Wers braucht...
> - Teilzeit mit 20h oder 30 Stunden möglich, ohne das einem der> Firmenpatriarch das übel nimmt.
Soll er doch, gibt nen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit.
Also unterm Strich... 35h Woche undn bissel mehr Gehalt als
Schmerzensgeld dafür, ein kleines Rädchen in starren Strukturen zu sein
und, wenn man Pech hat, bis zur Rente nur noch Lastenhefte schreiben zu
dürfen.
Hm. Na ja. Ich weiß schon warum ich mich noch nie beim OEM um die Ecke
beworben hab. ^^
Lu R. schrieb:> ein kleines Rädchen in starren Strukturen zu sein
Ach was, die Abteilungsbezeichnungen ändern sich immer wieder mal, so
starr ist das nicht.
Lu R. schrieb:> bis zur Rente nur noch Lastenhefte schreiben zu> dürfen
Dafür gibts dedizierte Requirement Engineers.
Abradolf L. schrieb:> u R. schrieb:>> ein kleines Rädchen in starren Strukturen zu sein>> Ach was, die Abteilungsbezeichnungen ändern sich immer wieder mal, so> starr ist das nicht.
Wir sind alle mehr oder weniger ein kleines Rädchen. Ich finde das toll,
so bleibt mir mehr Zeit für Familie und Hobbies. Ich hätte keine Lust
mit irgendwelchen "High Performern" zu tauschen, die morgens um 7
anfangen und bis in die Nacht durcharbeiten, danach geht es noch zum
Flughafen und am nächsten Morgen wieder weiter. Ich kenne solche Leute.
Die müssen ständig unter Strom stehen, sonst gehen die ein.
Gemütliches Leben ist mir lieber schrieb:> Wir sind alle mehr oder weniger ein kleines Rädchen. Ich finde das toll,> so bleibt mir mehr Zeit für Familie und Hobbies.
Sehr gut, das ist genau die richtige Einstellung zur Arbeit! Ich
handhabe das auch so, so droht auch gewiss kein Burn-out.
Lu R. schrieb:> ein kleines Rädchen in starren Strukturen zu sein> und
Diese Rädchen wirkten nur so klein, weil es so viele sind. Vor allem
können die "kleinen" Rädchen in den Entwicklungsabteilungen dort viel
mehr bewegen, als die Rädchen in den ausgeschlagenen trocken laufenden
Mittelstandsgetrieben. Markantes Erkennungszeichen dieser verschlissenen
Rädchen ist das laute Laufgeräusch aka Jammern.
Qwertz schrieb:> Werkstudent_IGM schrieb:>> Klar, dicke Kohle, Stempeluhr, kein Stress, IGM,... was will man mehr??>> Eben. Freu dich doch, besser geht's kaum. Ich bin jeden Tag dafür> dankbar, so einen gemütlichen, gutbezahlten Job auszuüben.>>> Aber irgendwie fühle ich mich noch zu sehr berufen, etwas>> "aufregenderes" zu machen.>> Das vergeht schon, hab nur etwas Geduld. Was Aufregendes kannst du in> deiner Freizeit machen.
Findest du es denn nicht unbefriedigent in so einem Schneckenhaus zu
sein bzw. dort zu arbeiten?
Ich mein, du kommst morgens an und weißt bereits, dass all dein Tun
nicht wirklich gewertschätzt wird? Ob du es nun schnell oder erst
nächste Woche erledigst, spielt keine Rolle. Du schwimmst in der breiten
Masse mit und gehst mit ihr auch unter. Zwangsläufig.
Was soll das?
Ist doch klar, das Kollegen wie Jo Kaeser die Buden aufspalten und in
efizientere GmbHs umwandeln. Sie können ja nicht anders.
Meine Wahrnehmung ist die, dass sich dort nur sehr wenige wirklich
reinhängen und etwas erreichen wollen. Was auch immer das sein mag.
Richtig ist, dass mit nur 5% mehr Dampf man dort schon aus der Masse
heraussticht bzw. herausstechen kann, sofern man das denn möchte.
Ich als bald Absolvent frage mich, was soll ich da? Es kommt die Zeit,
da wird wieder die Abteilung umstrukturiert und man wird vor die Wahl
gestellt zu gehen oder zu wechseln. Und da ich Absolvent bin ohne
Anhang, sieht mich der Sozialplan an unterster Stelle.
Wüsste ich, dass meine Anstellung wirklich fest ist, würde ich dort
bleiben. Aber heutzutage ist alles so fragil und schnelllebig, dass ich
es mir zweimal überlege für ein Nischenprodukt zu entwickeln.
Also ich betrachte das immer aus einem größeren Kontext. So wie es
aktuell in meiner Abteilung zu geht, geht es ja in ganz Deutschland von
statten. Und mit dem Wissen, kann ich dir quasi garantieren, das
Deutschland in wenigen Jahren abgeschrieben ist.
Innovation & Fortschritt - Was ist das? Richtig, davon ließt man denn
nur noch in Geschichtsbüchern. Und das die GroKo das beschleunigt dürfte
wohl jedem gedanklich klar sein.
Schöne Ostern Kollege.
Werkstudent_IGM schrieb:>> Findest du es denn nicht unbefriedigent in so einem Schneckenhaus zu> sein bzw. dort zu arbeiten?> Ich mein, du kommst morgens an und weißt bereits, dass all dein Tun> nicht wirklich gewertschätzt wird? Ob du es nun schnell oder erst> nächste Woche erledigst, spielt keine Rolle. Du schwimmst in der breiten> Masse mit und gehst mit ihr auch unter. Zwangsläufig.
Viele gruesse eines kleinen konzernraedchens dessen leistung gewuerdigt
wird und dem kein burnout droht.
Nana schrieb:> Viele gruesse eines kleinen konzernraedchens dessen leistung gewuerdigt> wird und dem kein burnout droht.
dito.
Ich weiss wie sehr hart meine Eltern für ihr Geld schufften mussten. Zum
einen körperlich schwer, zum anderen psychisch hart. Mein Vater erst als
Arbeiter, später hat er sich im Kundenservice hoch gearbeitet. Dort
hatte er es mit brutalen Vertriebszielen die kaum zu schaffen waren zu
tun und Kunden die einem wegen kleinsten Problemen die man nicht zu
vertreten hatte, die Hölle heiss machten, dazu unbezahlte Überstunden,
durch gearbeitete Wochenenden ohne Ende. Das alles für ein Gehalt was
unter meinem Konzernzahnrädchens liegt, bei weit weniger Stress. Wer
natürlich aus einem gehobenen Elternhaus kommt, Einzelkind von zwei
doppeltverdienenden Lehrern, die auch noch geerbt haben, kann man das
nicht so nach vollziehen. Dann möchte man es vielleicht komplett anders
haben als es die Eltern hatten, das wäre wohl dann eher das Start Up
statt ein Konzern oder gar das Beamtentum.
Werkstudent_IGM schrieb:> Findest du es denn nicht unbefriedigent in so einem Schneckenhaus zu> sein bzw. dort zu arbeiten?
Nein. Im Gegenteil gehe ich abends sehr oft mit einem guten Gefühl nach
Hause.
> Ich mein, du kommst morgens an und weißt bereits, dass all dein Tun> nicht wirklich gewertschätzt wird?
Doch, Wertschätzung gibt es schon, allerdings wird man natürlich nicht
ständig gelobt. Mindestens im jährlichen Mitarbeitergespräch gibt es
aber Feedback, und das war bisher immer positiv.
> Ob du es nun schnell oder erst> nächste Woche erledigst, spielt keine Rolle.
Naja, nicht ganz. Die Arbeit ist ja normalerweise nicht komplett
sinnlos. Aber sagen wir mal so: wenn es doch erst nächste Woche erledigt
wird, geht das Unternehmen sicher deshalb nicht pleite.
Das ist doch sehr positiv, wenn man nicht so einen brutalen
Leistungsdruck hat? Oder siehst du das anders und brauchst den
unbedingt?
> Du schwimmst in der breiten> Masse mit und gehst mit ihr auch unter. Zwangsläufig.
Wenn man in der breiten Massen schwimmt, geht man deshalb noch lange
nicht unter.
Werkstudent_IGM schrieb:> Ob du es nun schnell oder erst> nächste Woche erledigst, spielt keine Rolle.
Das unterscheidet den Ingenieur von den Sanitätern in der Notaufnahme,
der Ingenieur kann weitestgehend selbständig entscheiden welche Aufgabe
er wann macht.
In den Kleinunternehmen sitzen die Ingenieure in Wirklichkeit auf
Sanitätsstellen und müssen laufend Notfälle versorgen.
Werkstudent_IGM schrieb:> Ich als bald Absolvent frage mich...
Wenn du Absolvent wärst, würdest du nicht daherreden wie ein alter
Klitscheninsasse, der sich seine Vorstellung über den Konzern
zusammenreimt.
Milo schrieb im Beitrag #5370518:
> rüher war ich in der klitsche und das mit dem Getriebe ohne Schmierfett> kann ich bestätigen. Da hat einem die ansässige BWL Butch das leben zur> Hölle gemacht.
Ich auch. Da hiess es vom BWLer: Schmierfett? brauchen wir nicht, dein
Schweiss und Blut ist Schmierung, im übertragenen Sinne, der Tag hat 24
Stunden und wenn das Projekt nicht pünktlich fertig wird, nimm die Nacht
noch dazu. Hier im Konzern erinnert einen der Betriebsrat, dass man
püntklich seine Überstundenabrechnung einreichen soll und ja genügend
Kompensation nimmt.
Gemütliches Leben ist mir lieber schrieb:> Abradolf L. schrieb:>> u R. schrieb:>>> ein kleines Rädchen in starren Strukturen zu sein>>>> Ach was, die Abteilungsbezeichnungen ändern sich immer wieder mal, so>> starr ist das nicht.>> Wir sind alle mehr oder weniger ein kleines Rädchen. Ich finde das toll,> so bleibt mir mehr Zeit für Familie und Hobbies. Ich hätte keine Lust> mit irgendwelchen "High Performern" zu tauschen, die morgens um 7> anfangen und bis in die Nacht durcharbeiten, danach geht es noch zum> Flughafen und am nächsten Morgen wieder weiter. Ich kenne solche Leute.> Die müssen ständig unter Strom stehen, sonst gehen die ein.
Als ob es nur das andere Extrem gäbe... aber man kann sich halt alles
zurecht biegen, wie man will.
Gemütliches Leben ist mir lieber schrieb:> Hier im Konzern erinnert einen der Betriebsrat, dass man püntklich seine> Überstundenabrechnung einreichen soll und ja genügend Kompensation> nimmt.
Das Zauberwort heißt Mehrarbeitszuschlag (mind. 25%).