Hallo an Alle,
meine Frage ist kurz und präzise.
Wieso gibt es ein 13. Jahresgehalt. Das Jahr hat doch nur 12 Monate.
Wann wird es ausbezahlt und wieso verteilt man diesen "Obolus" nicht auf
die 12 Monate??
Danke
oder:
Weihnachtsgeld ist ein Monatslohn = 13. Gehalt.
Weil es aus sicht der Menschenführung ein größeres
Zufriedenheitspotenzial hat, einmalig ne saftige Summe zu bekommen, als
monatlich etwas mehr.
Das 13. ist eine Zusatzleistung, die im Falle einer Insolvenz wegfallen
kann. Ausserdem ist es eine Art Wechselsperre: Weihnachtsgeld kann
rückgefordert werden, wenn man kündigt.
>Das trifft eher für das Urlaubsgeld zu, oder? Nach Weihnachten ist das>Jahr eh rum
Nö, das ist gängige Praxis. Wenn man bis zu einem bestimmten Zeitpunkt
die Firma verlässt, darf man das Weihnachtsgeld "zurückzahlen" (es wird
einfach bei der letzten Lohnabrechnung nicht abgezogen).
Ausserdem ist das auch immer Teil des Arbeitsvertrages.
Zusatzleistungen, die der Arbeitgeber in Betriebvereinbarungen
zusichert, können auch wieder zurückgezogen werden. Leistungen, die im
Arbeitsvertrag stehen, sind dagegen (für beide Seiten) bindend.
Im Handwerk gibt es teilweise kein Urlaubsgeld. Da sind die Leute
darüber froh, wenn der Lohn im Urlaub weitergezahlt wird.
Bei der Bundeswehr wurde das Weihnachtsgeld, soweit ich von einem
Bekannten weiß, auch abgeschafft. Das war wohl eine freiwillige Leistung
des Arbeitgebers...
Bei 13 Monatsgehälter ist Dein Grundgehalt niedriger. Dieses ist aber
relevant für die Gehaltsanpassung.
Deshalb sind 12 Monatsgehälter besser als 13 oder 14. Es kommt
letztendlich auf Dein Jahresbrutto an.
Beispiel: Jahresbrutto 40000EUR, Gehaltsanpassung 3%
Bei 12 Monatsgehäter (all inclusive) --> 3333EUR/Monat --> 3%: 100EUR
Bei 15 Monatsgehäter (all inclusive) --> 2666EUR/Monat --> 3%: 80EUR
Das ist der ganze Trick! Vor allem sind die 12 Monate vertraglich
gesichert, das 13, 14 oder 15 Gehalt meist als Bonus bzw.
Zusatzoptionen...
@ Arbeitnehmer
die Rechnung versteh ich nicht:
Beispiel: Jahresbrutto 40000EUR, Gehaltsanpassung 3% == 41200EUR
Bei 12 Monatsgehäter (all inclusive) --> 3333,33EUR/Monat --> 3%:
100EUR
--> 3433,33EUR/Mon x 12 Mon == 41199,96 EUR
Bei 15 Monatsgehäter (all inclusive) --> 2666,66EUR/Monat --> 3%:
80EUR
--> 2746,66EUR/Mon x 15 Mon == 41199,9 EUR
Wo ist da ein Unterschied? Du sagt ja selbst es kommt auf das
Gesamtjahresbrutto an.
> Wo ist da ein Unterschied?
Das Grundgehalt ist relevant für Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld,
Gratifikationen (Prämien), betriebliche Altersvorsorgung - sprich fast
für alle Sonderleistungen.
Eine Lohnkürzung um 10% ist schwieriger durchzusetzen (Tarif,
Gewerkschaft...) als ein "freiwilliges" Monatsgehalt zu streichen.
Chef wrote:
> [...]> Eine Lohnkürzung um 10% ist schwieriger durchzusetzen (Tarif,> Gewerkschaft...) als ein "freiwilliges" Monatsgehalt zu streichen.
Außer eben man arbeitet in Ö!
>>Das 13. ist eine Zusatzleistung, die im Falle einer Insolvenz wegfallen>>kann. Ausserdem ist es eine Art Wechselsperre: Weihnachtsgeld kann>>rückgefordert werden, wenn man kündigt.
Freut mich jetzt fast, das es eine punkt gibt, indem der arbeitnehmer in
der schweiz besser geschützt ist, als in deutschland. in der schweiz ist
dass 13 monatsgehalt, falls nicht vertraglich vereinbart, ab dem 3ten
mal wo es ausgezahlt wird fixer lohnbestandteil (ausser es wird klar
darauf hingewisen das es sich um eine freiwillige zahlung handelt, was
sehr unüblich ist...)
also in der schweiz sagt man sei es um die steuern zu bezahlen :-( (die
werden hier im gegensatz zu deutschland nicht direkt vom lohn
abgezogen...)
Wenn im Vertrag ein 13. Monatsgehalt angekündigt wird, dann diese Summe
aber in Form eines Weihnachtsgeldes ausbezahlt wird und weniger ist als
ein 13. Ist das rechtends?
Ich habe einen Vertrag mit 13 Monatsgehältern, aber das ist bei mir
lediglich eine Frage der Zahlungsweise. Ein gewisser Liquiditätsvorteil
für die Firma bzw. -Nachteil für mich, fällt aber kaum ins Gewicht.
Verhandelt wird ohnehin das Jahresbrutto, in wieviel Portionen es
gezahlt wird, ist nicht so entscheidend. Also wenn es ganz normaler
Gehaltsbestandteil ist - kein Problem. Hat psychologische Vorteile, wie
oben schon erwähnt: Weil im Dez/Jan viele Jahresausgaben abgebucht
werden, fällt das Bezahlen leichter und der Winter ist nicht so hart..
:-)
Damit ist aber meine Frage nicht beantwortet. Erneut: Wenn im Vertrag
ein 13. Monatsgehalt angekündigt wird, dann diese Summe
aber in Form eines Weihnachtsgeldes ausbezahlt wird und weniger ist als
ein 13. Ist das rechtends?
Danke!
Hallo zusammen,
Frage zum 13. Monatsgehalt, kein Weihnachsgeld.
Ich arbeite für eine Firma, die Insollvenz gemeldet hat unad der
Insolvenz ist seit dem 1. Februar eröffnet worden.Die Gehälter vom Nov
07 - JAN 08 sind vom Insoltvenzverwalter vorfinanziert worden.Aber für
das Jahr 2007 habe ich noch Anspruch auf einen 13. Monatsgehalter, wo
durch das MAG im Oktober durchgeführt mit meinem Chef 60% eines
Monatgehalts noch zu steht.
Meine Frage ist vom wem bekomme ich jetzt die 60%. Ich dachte ist Teil
des Insolvenzgeld da die 60% + 1 Monatgehalt unter 5250 € liegen. Aber
das Buero vom Insolvenzverwlter meinte nein es muss zu Insolvenzmass
gehören.
Ist das überhaupt richtig ? oder soll ich einen anwalt anschalten ?
vielen Dank.
Das kann (und darf) dir hier niemand mit Gewissheit sagen. Wenn du es
genau wissen willst hilft nur ein Anwalt. Aber wenn du keine
Arbeits-Rechtsschutz hast, darfst du zahlen, sogar wenn du im Recht sein
solltest.
Gast wrote:
> Hallo an Alle,>> meine Frage ist kurz und präzise.>> Wieso gibt es ein 13. Jahresgehalt. Das Jahr hat doch nur 12 Monate.> Wann wird es ausbezahlt und wieso verteilt man diesen "Obolus" nicht auf> die 12 Monate??>> Danke
Ich denke, Du bist ein Kandidat für 12 Monatsgehälter .... gg
Poulos wrote:
> Hallo zusammen,>> Frage zum 13. Monatsgehalt, kein Weihnachsgeld.>> Ich arbeite für eine Firma, die Insollvenz gemeldet hat unad der> Insolvenz ist seit dem 1. Februar eröffnet worden.Die Gehälter vom Nov> 07 - JAN 08 sind vom Insoltvenzverwalter vorfinanziert worden.Aber für> das Jahr 2007 habe ich noch Anspruch auf einen 13. Monatsgehalter, wo> durch das MAG im Oktober durchgeführt mit meinem Chef 60% eines> Monatgehalts noch zu steht.>> Meine Frage ist vom wem bekomme ich jetzt die 60%. Ich dachte ist Teil> des Insolvenzgeld da die 60% + 1 Monatgehalt unter 5250 € liegen. Aber> das Buero vom Insolvenzverwlter meinte nein es muss zu Insolvenzmass> gehören.>> Ist das überhaupt richtig ? oder soll ich einen anwalt anschalten ?>> vielen Dank.
In der Regel kann eine insolvente Firma nur noch das zahlen, was sie
hat, ergo so gut wie nix.
Wenn Kohle kommt, dann kommt sie vom Arbeitsamt. Ich vermute, der Inso.
holt sich das vom AA wieder zurück, was er vorfinanziert. Sowas habe ich
mal vor ca. 12 Jahren mitgemacht. Dort war es so, dass das Geld vom Inso
kam und die Angestellten alle Ansprüche des AA an den Inso abtreten
mussten. Das hatte aber keinen Nachteil, denn so bekam man das Geld
schneller.
Da wird sicherlich kein 13. Gehalt bezahlt oder hat das das AA schonmal
jemandem bewilligt ??
Also in der Schweiz wird zwischen einem 13 gehalt und Gratifiktaion
unterschieden...
das 13 gehalt ist im mormalfall ein lohnbestandteil der im
arbeitsvertrag vereinbahrt wurde. Eine gratifikation ist eine
freiwillige leistung ders arbeitgebers, wobei dieser jedesmal darauf
hinweisen muss, das diese freiwillig ist (macht es 3 jahre
hintereinander nicht, ist er in den darauffolgenden jahren verpflichtet
dies weiterhin zu bezahlen...)
grundsätzlich finde ich ein 13. gehalt sinnvoll, da auf anfang jahr
einige höhere rechnungen kommen (versicherungen, etc...)
Wiso einige auf die idee kommen bei lohnerhöhungen wird vom monatsgehalt
ausgegangen, ist mir ein rätsel...
In Österreich werden in JEDEM Beruf ein 13. und ein 14. Monatsgehalt
ausbezahlt, dies aus steuerlichen Gründen (nur 6 % Einkommenssteuer).
Daher ist der monatliche Bruttogehalt in Österreich nominell niedriger
als in Deutschland. Ein "Monatsgehalt" von 1200 Euro in Österreich ist
in Wahrheit ein Monatsgehalt von 1400 Euro!
Ab wann habe ich Anrecht auf 13. Monatsgehalt?
Ich arbeite im Hotel und in mein Chef hat mich jetzt den Vertrag fuer
die Wintersaison unterschreiben lassen, ich bekomme aber jetzt also fuer
die 4. Saison nur 6.25 Anteile. >Da ich seit Juni 2007 dort arbeite
muesst ich doch schon 100% bekommen oder?
Wer kann mir auskunft geben?
MM wrote:
> In Österreich werden in JEDEM Beruf ein 13. und ein 14. Monatsgehalt> ausbezahlt, dies aus steuerlichen Gründen (nur 6 % Einkommenssteuer).
Allerdings geschieht dies auf rein freiwilliger Basis, vom AG her
gesehen. Außer, es ist in Dienst- bzw. Kollektivvertrag so vereinbart!
The Devil wrote:
>> In Österreich werden in JEDEM Beruf ein 13. und ein 14. Monatsgehalt>> ausbezahlt, dies aus steuerlichen Gründen (nur 6 % Einkommenssteuer).>> Allerdings geschieht dies auf rein freiwilliger Basis, vom AG her> gesehen. Außer, es ist in Dienst- bzw. Kollektivvertrag so vereinbart!
Wenn er es schon behauptet, dann nenne er mir bitte eine Berufsgruppe in
deren Kollektivvertrag kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld festgeschrieben
ist.
Iwan
(Geboren und wohnhaft in der Republik Österreich)
Иван S. wrote:
> Wenn er es schon behauptet, dann nenne er mir bitte eine Berufsgruppe in> deren Kollektivvertrag kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld festgeschrieben> ist.>> Iwan> (Geboren und wohnhaft in der Republik Österreich)
Ich kann dir leider keine Berufsgruppe nennen, wo im KV keine
Sonderzahlungen festgelegt sind, vielleicht aber du!
Ich weiß nur, dass es nicht gesetzlich fixiert ist!
(Ebenfalls geboren und wohnhaft in der Republik Österreich)
Hallo ich hab da auch mal ne Frage zum 13 ten Gehalt b.z.w
Weihnachtsgeld,
mein Arbeitgeber zahlt diesen Opulus mit dem Novembergehalt (also zum 1
Dez.) aus, mich ärgert dies ein wenig den er bläst somit mein 11tes
Gehalt übermäßig auf so das ich (persönlich) letztes Jahr eine Netto
einbuse von fast 350€ hatte.
Ich hatte ihn gebeten es doch gesondert b.z.w zum 6.Dezember aus zu
bezahlen und nicht mit dem Novembergehalt zusammen.
Er meinet das ginge nicht....BlaBlaBla
Er meint wahrscheinlich wegen der Steuerprogression.
Ist natürlich Blödsinn, weil er nach der Steuererklärung evt. zu viel
bezahlte Steuern rückerstattet bekommt.
Schliesslich richtet sich der Steuersatz nach dem Jahresverdienst.
Zumindest in D.
Francesco schrieb:> Er meinet das ginge nicht
Es macht zumindest keinerlei Sinn, denn für deine tatsächlich zu
zahlenden Steuern ist immer nur die Gesamtjahressumme relevant, egal
welche (zu geringen oder zu hohen) Steuerabzüge auf deinem Lohnzettel
stehen.
Es ist normal, dass bei Auszahlung dey 13. Monatsgehalts mehr Steuern
abgeziogen werden als bei den 12 normalen Gehältern, weil die höhere
Gesamtbelastung durch die Steuerproggression da nur auf 1 Gehalt gelegt
wurde und nicht auf 12 verteilt wurde.
Ist aber egal, spielt in der Summe keine Rolle. Leider wissen viele
Bürger nicht, wie man Steuerbelastungen azsrechnet, und wundern sich
dann.
Gibt es bei VW/Audi eigentlich immer noch ein 14. Gehalt? Habe das mal
vor ein paar Jahren mitbekommen, als sich die Führer noch in diversen
Puffs rumtrieben(Herr Hartz und Konsorten).