Hi,
linuxi schrieb:
> hast du erfahrung wie das abläuft mitn zoll?? einfach kaufen und dann...
> ??
Im Allgemeinen läuft es so ab:
Du kaufst die Ware. Der Verkäufer versendet es...
Dann ist erst einmal recht lange Schweigen im SChacht... so zwischen
10-30 Tage.
Wenn du Glück hast, dann steht irgendwann der Postbote vor deiner Tür
und übergibt dir ein Päckchen (Technisch gesehen ist das in diesem Fall
ein Einschreiben) aus China. Du packst es aus und wenn es funktioniert
freust du dich. Das war es dann.
Wenn du weniger Glück hast, dann legt dir der Postbote einen kleinen
Brief von dem für dich zuständigen Zollamt in den Kasten, wo du darüber
informiert wirst das da ein Paket für dich angekommen ist.
Wenn es unter der Freigrenze liegt brauchst du nicht selbst zum Amt
fahren, da reicht es meist denen irgendwie einen PP Auszug zukommen zu
lassen, dann kommt es 1-3 Tage später mit der Post an.
(Auf der Karte steht eine Telefonnummer, da Anrufen und fragen wie es
denen vom Ablauf am besten passt)
Hier allerdings würdest du ÜBER der Freigrenze liegen! Also ist eine
Zollerklärung fällig. Dies bedeutet du musst zur Dienststelle des Zolls
fahren, dort einen Wertnachweis erbringen (Meist reicht ein alleiniger
PP Beleg, hat man dann noch einen Ausdruck der Auktion zusätzlich sind
die dann ganz happy). Abhängig vom Wert zahlst du dann deine
Einfuhrabgaben.
Im Wertbereich von unter (ungefähr, müsste den genauen Wert nachsehen)
150Euro fällt kein Zoll an, allerdings sind 19% Einfuhrumsatzsteuer zu
entrichten. Dies auf dem gesamten Zahlbetrag (Ware + Porto)
Würdest du also das Board mit Display und µC für 53 Euro kaufen musst du
noch 10,10Euro beim Zoll lassen. Sobald die bezahlt sind bekommst du
eine Quittung und kannst mit dem Paket nach hause gehen.
ABER:
Bei so kleinen Paketen aus China hat man sehr oft Glück das es einfach
so durchrutscht. Vor allem da die Chinesischen Versender irgendwie alle
so verdammt schusselig sind und sofort nach dem Einpacken vergessen was
sie gerade eingepackt haben und wie hoch der Wert ist.
Daher schreiben die dann irgendeinen "Blödsinn" auf die Zollerklärung
mit einem Wer von vielleicht 5-10 USD. Das liegt für fast alle Staaten
unter der Freigrenze (die in der EU bei 22 Euro liegt).
Sofern das Päckchen dann nicht gerade als Stichprobe geöffnet wird und
dann der Zollbeamte der am Flughafen Frankfurt im Akkord prüft auch noch
sofort erkennt das dieses Board über 22Euro wert sein muss rutscht es
einfach so durch, der Postbote kommt!
Bei solch kleinen Päckchen aus China musste ich NOCH NIE zur
Zolldienststelle. Das lief IMMER Problemlos durch. Selbst wenn das mal
geöffnet wurde, gerade bei Elektronikplatinen ohne Gehäuse u.ä. machen
die sich gar nicht erst die Mühe in Frankfurt den genauen Wert zu
ermitteln, das ist aus Kosten/Nutzen sicht einfach zu uneffektiv.
Bei großen Paketen sieht es natürlich anders aus.
Eine falsche Zollerklärung durch den ABSENDER in China ist für dich im
übrigen Problemlos. Dadurch entstehen dir keine Nachteile. Aber wenn das
Paket dann doch beim Zoll hängenbleibt solltest DU dann spätestens mit
den "RICHTIGEN" Werten auftreten, denn wenn du da selber eine falsche
Angabe machst bist du schneller Beschuldigter in einem
Zollstrafverfahren als dir lieb ist. Das lohnt für die paar Euro nicht.
Ich habe übrigends NOCH NIE eine korrekte Wertangabe auf einem Päckchen
aus China gefunden! Selbst bei Werten die hier definitiv unter der
Freigrenze liegen nicht. (Bei größeren Paketen natürlich schon)
FAZIT:
WEnn du im nicht EU Ausland kaufst, dann plane bei einem Wert über 22
Euro immer noch die 19% EuSt und die Fahrt zum Zoll mit ein. Es kann
dich jederzeit treffen! Bei solch kleinen Dingen aber hat man in den
allermeisten Fällen aber trotzdem glück und es rutscht einfach durch.
Passiert das freue dich und gut.
Musst du aber zum Zoll und die Ware dort selbst abholen akzeptiere dies
und mache alle Angaben ordentlich, vollständig und ehrlich. Dann läuft
es auch glatt und die beißen nicht.
Gruß
Carsten