Strommessung in Phase BLDC

Gast #5657942
Lesenswert?

Hallo Zusammen,

zur Zeit teste ich mit dem DRV8353-EVAL von TI die Ansteuerung eines 
BLDC. Zur Strommessung wollte ich gerne nicht die LOW-Side Messund 
verwenden sondern in Phase messen. Wenn ich mir jedoch die Ausgänge der 
INA240 ansehe, so ist der Strom fast immer bei maximal Ausschlag, was 
bei der Konfiguration 3mOhm und 5V/V 220A entsprechen würde. Laut 
Netzteil an dem ich die Testschaltung betreibe stehen aber 2,5A, welche 
geliefert werden.

Das Ergebnis ist gleich bei der Phasenmessung und Low-Side Messung. 
Betrieben wird das ganze mit 7kHz PWM.

Wie misst man den Strom bei solch einem Motor richtig?

Peter
Beitrag #5658878 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5658886
Lesenswert?

Schaltplan habe ich gerade nicht zur Hand aber es handelt sich um das 
DRV8353 Eval Board sowie das INA240 Eval Board. Dieses habe ich in die 
Motor Zuleitung U geklemmt.

Shunt ist nicht bindend, ein anderer Sensor geht auch. Hatte schon mit 
dem ACS von Allegro geliebäugelt jedoch hätte ich früher Probleme mit 
dem Sensor durch Äußere Magnetfelder!
Gast #5659534
Lesenswert?

Habe das Eval Board des Sensors. In+ ist an der Halb Brücke, In- geht 
zum Motor. Das System läuft an 3,3 Volt und die Referenz ist so 
eingestellt dass bei 0 Ampere die halbe Betriebsspannung am Ausgang 
anliegt.
#5659568
Lesenswert?

Moin,

Du hast den Schaltplan nicht zur Hand aber wir sollen das im Kopf haben, 
wie die Eval-Boards aussehen?
Schaltplanprosa ist komplett unbrauchbar. Dann zeichne eben schnell 
einen, wenn Du keinen hast.
Mit Brushless und DRV8353-EVAL hat das aber offensichtlich nichts zu 
tun, wenn es schon bei der Low-Side-Messung nicht hinhaut.

Was Du bei den ACS falsch gemacht hast weiß ich nicht aber die Dinger 
sind nicht empfindlich. Wir messen damit über 150A bei 400VAC.
Eine Messung von wenigen A mit 3mOhm ist da viel sportlicher. Mit so 
einem Shunt muß das Layout schon stimmen, sonst kommt da nur Müll raus.

Gruß,
Norbert
Gast #5659622
Lesenswert?

INA240A1 verwende. Da ich da bereits vollauschlag habe, habe ich nicht 
weiter mit höheren Gain probiert.

Direkt am Sunt habe ich nicht gemessen. Komisch dass die Messund in der 
Phase und Low Side gleiche „schlechte“ Ergebnisse liefert.
Gast #5659658
Lesenswert?

Da das Peoblem bei der Phasenmessung sowie Low Side Auftritt, beziehe 
ich mich auf die Low Side Messung. Der DRV8353 besitzt direkt Ausgänge 
dieser Messung. Auch hier habe ich 3,3 Volt am Oszi. Ich erkenne gut die 
PWM am Oszi. Der Taskopf ist an Masse und am ISense Ausgang.
#5659771
Lesenswert?

Kannst du mal versuchen kleinere Ströme zu fahren und dabei zu messen?

220 A * 0,003 V/A = 0,66 V
0,66 V * 20 V/V = 13, 2 V

Natürlich muss ein Verstärker mit 3,3 V Versorgung da clippen...

Ganz allgemein gesprochen ist es für das Debugging ungemein hilfreich, 
ein komplexes Problem in viele Teilprobleme zu zerlegen und durch 
sukzessive Kombination der (für sich allein funktionierenden) 
Teillösungen den Fehler im Zusammenspiel eingrenzen zu können.
#5659811
Lesenswert?

Wenn er schon ein Oszi hat, soll er halt kurz direkt am Shunt messen und 
den INA240 weglassen.

Wenn dort mehr als 0,165V abfallen, dann ist am INA Ausgang nichts 
falsch, sondern der Strom zu hoch oder der Shunt zu groß.

0,165V = 3,3V  : 20V/V = maximale Ausgangsspannung des INA bei 3,3V 
Versorgung.
Gast #5659953
Lesenswert?

Danke für die Antworten. Auf dem DRV8353 mit integriertem OPV ist ein 7 
mOhm Shunt verbaut. Auch da erhalte ich bereits vollausschlag bei 2,5 A. 
Laut Datenblatt soll es aber bis 40A messen können.

Anhand euren Antworten entnehme ich, dass es erstmal nicht normal ist. 
Werde morgen direkt am Shunt messen.
Gast #5661385
Lesenswert?

Guten Morgen,
habe nun mit dem Oszi versucht direkt am Shunt zu messen. Aber es ist 
kein Spanngungsfall in der Höhe festzustellen. Es sind wie zu erwarten 
nur ein paar mV, Genau lässt es sich nicht feststellen, bzw. ich kann es 
nicht genau feststellen, jedoch sind es garantiert keiner 0,165 Volt!

Habe am DRV8353 nun das Gain der Stromausgabe auf 5V/V (daher kam der 
Wert weiter oben) gestellt. Nun habe ich zwar keinen Ausschlag mehr bis 
3,3 Volt sondern nur ca. 2,3 Volt, jedoch entspricht das nach wie vor 
nicht dem Strom welcher laut Netzteil gezogen wird. Mir ist bewusst, 
dass der Stromwert am Netzteil auch nur ein ziemlicher Mittelwert ist 
aber ich glaube nicht, dass im Leerlauf 20 Ampere oder mehr als Spitze 
fließen.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren