Hallo,
es ist zwar etwas am Thema vorbei, aber da es eh' gerade um H-Brücken
geht, kann ich mich vielleicht mit "reinmogeln":
Ich habe vor, mit einem MOSFET (IRF 7311) eine induktive Last (Motor)
anzusteuern. Bei Verwendung eines üblichen Darlingtons muß ich wegen der
Gegeninduktion eine Diode dazu schalten. Bei einem MOSFET ist bereits
meist eine zwischen Drain und Source integriert. Nun frage ich mich,
wozu die ist. Ist sie bereits dazu da, solche Gegen-EMK abzuhalten, oder
muß ich trotzdem zusätzlich externe Dioden benutzen? Ich muß nämlich so
viel Platz wie nur irgend möglich einsparen.
vielen Dank im Voraus
Weide
Mach einen Testaufbau und du wirst es richen ob Du eine brauchst.
Habe mal mit einm BUZ11 und NE555 ein PWM Regelung für einen KFZ
Innenraum-Lüfter (ca. 6A) aufgebaut. Von Drehzahl hoch auf niedrig (ohne
Freilaufdiode)dampften dort die BUZ'es auf. Mit Freilaufdiode war dann
alles OK.
Bau auf alle Fälle eine externe Diode ein.
Die integrierte Diode des FET ist ähnlich wenig spannungsfest wie der
FET selbst, und das reicht nicht bei induktiver Last.
Was mir noch so einfällt ist:
Die Wiederholungsfrequenz (PRF) sollte einstellbar(Bei der
Inbetriebnahme über Software)sein. Denn je nach Motortype machen die
Wicklungen/Lüfterrad/Metallteile je nach PRF laute Pfeigeräusche.
Die Ansteuerung mit µC vielleicht getrennte Power und HF- Abblockung,
mit Optokoppler ans Gate, sonst Störungen auf dem µC.
Ein Vorwiderstand ans Gate damit die Schaltflanken nicht so steil sind.
Dadurch wird der MOSFET natürlich wärmer, aber weniger HF Störungen.
Kannst Du mit einem Mittelwellenradio testen.
Bin gerade selber bei einer H-Brücke mittlerer Leistung (14V/10A) und
Motorstromerfassung tätig.
Ah, ja, noch so einer g. Sitze gerade an einer Vollbrücke mit 36V/400A
Dauer (kein Schreibfehler).
Optokoppler am Gate sind schwierige Sache, wenn's größere Endstufen zu
treiben gibt. Aber bei einem Transistor - okay. Bei der Dimensionierung
der Ansteuerschaltung gilt es viel auszuprobieren, deren Impedanz ist
ein entscheidender Punkt. Jj niedriger die PWM-Frequenz, desto weniger
Umschaltverluste gibt's. Ich arbeite mit 2kHz. Da pfeift nichts, mag
aber bei kleineren Motoren anders sein.
Was braucht denn 400A wenn Fragen darf ?
Ich meine natürlich Optokoppler und dann MOSFET Treiber MAX 621 z.B.
Wieviel MOSFETS hast Du schon gehimmelt ?
Tja, wer braucht das? Man nennt es "Robot Wars"...
Das sist die kranke Fernsehshow, die (im Moment wenig) bei RTL II läuft
und in der es um seltsame ferngesteuerte Maschinen geht, die nur dazu da
sind, sich gegenseitig zu zerstören...
Sicherlich intellektuell angreifbar, aber konstruktive ein totengeiler
Sandkasten. Tja, und da fährt man mit getunten E-Motoren aus
Rollstühlen, Rollern und ähnlichem. Mit den Dingern biste ziemlich
schnell in den Stromregionen.
Bruch hat's bislang - ich versteh's selbst nicht - noch keinen gegeben,
zumindest nicht in den Endstufen: Vollbrücke mit 6 * IRF3205 parallel.
Macht für zwei Motoren schlanke 48 Leistungs-FETs. Tja, von nix kommt
nix g.
Bricht einen da nicht das Bastlerherz wenn der Robot geschreddert wird
?. Oder wird es durch Zuwendungen vom Veranstalter vermindert?. Ich habe
schon mal eine Robotahnengallerie durchgeschaut. Das aufwendigste an
Zeit, ist doch die Mechanik oder ?
Hallo ihr beiden,
vielen Dank erstmal für die Antworten. Hmm, womöglich werde ich dann
doch auf Darlington's zurückgreifen. Ich dachte, man könnte durch
MOSFET's noch ein paar Bauteile einsparen, aber wenn ich jetzt auch noch
einen Vorwiderstand für's Gate benutzen muß, habe ich gegenüber
Darlingtons nichts gewonnen. Das Ganze ist übrigens für einen Lokdekoder
in Märklin Eisenbahnen. Ich weiß, da gibt's schon diverse Schaltungen,
aber ich möchte (wie fast immer) einen eigenen Weg gehen (mit
Lastregelung und so).
Wow, Robot Wars! Das habe ich mir mal im Fernsehen angeschaut und fand's
hochinteressant; ich hätte viel Lust, dort mitzumachen, aber mir fehlt
leider die Zeit für noch ein Hobby.