Nabend,
ist es möglich ein SO-8 MosFet - in diesem falle der TPC8107 - durch
einen normalgroßen MosFet im z.B: TO-220 Gehäuse zu ersetzen?
der Kleine P Channel MosFet steckt in einem Netzteil auf der
Sekundärseite in einem Drucker und dieser scheint mächtig heiß geworden
zu sein wie es ausschaut. nun ist halt die frage ob ein klassischer
TO-220 MosFet genausogut wäre? den würd ich direkt auf das PCB löten,
dann halt stehend montieren - platz ist da zu genüge. Ist halt nur die
frage ob das funktioniert oder ob die größeren generell schlechtere
eigenschaften haben?
Ich suche da einen der deutlich besser ist als der alte...aber welchen
da nur? :/
http://www.reichelt.de/IRC-IRF-Transistoren/IRF-9310/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=132127&GROUPID=2891&artnr=IRF+9310
Dieser müsste normal auch in deiner Anwendung funktionieren (Daten
vergleichbar mit TPC8107). Der Innenwiederstand (siehe Drain-Source
resistance) ist bei dem IRF 9310 geringer, damit könnte die
Hitzeentwicklung zurück gehen. Das mit dem TO-220 Gehäuse würde auch
funktionieren, bloß könnten die Lötpads zu stark belastet werden, so
dass diese Abreißen und die Platiene unter umständen unbrauchbar wird.
Gruß bastler
Ich muss dazusagen, das derTPC8107 schon nicht mehr der originale ist,
sondern auch schon ein adäquader ersatz ist. Die bezeichnujg vom
originalem hab ich leider nicht mehr :(
Also gibts auch FETs als P-kannal im SO-8 mit einem geringeren
innenwiderstand? :)
Aber was ist mit den anderen werten wie eingangskapazität, oder
schaltzeiten und sowas? Oder sind diese im regelfall automatisch besser
wenn der innenwiderstand geringer wird?
David P. schrieb:> Ich muss dazusagen, das derTPC8107 schon nicht mehr der originale ist,> sondern auch schon ein adäquader ersatz ist. Die bezeichnujg vom> originalem hab ich leider nicht mehr
Das ist schlecht. Dem "Stille Post" Effekt sind so Tür und Tor geöffnet.
> Also gibts auch FETs als P-kannal im SO-8 mit einem geringeren> innenwiderstand?
Aber hallo.
> Aber was ist mit den anderen werten wie eingangskapazität, oder> schaltzeiten und sowas? Oder sind diese im regelfall automatisch> besser wenn der innenwiderstand geringer wird?
Nein. Und genau das ist der Punkt. In der Regel korreliert ein niedriger
Einschaltwiderstand mit hoher Gatekapazität respektive Gateladung. Die
Treiberschaltung kann aber nur eine bestimmte maximale Kapazität
treiben. Diese Schaltung, der MOSFET und die Schaltfrequenz müssen
aufeinander abgestimmt sein. In den meisten Fällen stört es aber nicht,
wenn der neue MOSFET weniger Gatekapazität hat als der alte.
Durch den allgegenwärtigen Fortschritt der Technik kann man davon
ausgehen, daß man für MOSFET in 10 Jahre alten Geräte mindestens
gleichwertigen Ersatz findet.
ahh, alles klar, danke für die infos :)
und ist der IRF 9310 schon um einiges besser, oder gibt es sogar noch
bessere im SO-8 gehäuse? der TPC8107 hat jetzt 2 jahre lang
durchgehalten, wir hatten den Drucker immer nur kurz an um zu drucken,
danach wieder stromlos gemacht...aber nun war der mal 2 tage
hintereinander angeschaltet gewesen, und dann war ruhe -.-
...die frage ist ja ob der ersatz einfach nicht passte oder ein grdstzl
defekt vorliegt? Vll findest du besser mal raus was da rein gehört bzw
wie hoch Imax sein sollte?
Klaus.
> SO-8 MosFet durch TO-220 ersetzbar?
Na klar! Einfach mal mit dem 1mm-Bohrer dreimal durch die Platine
knallen, dabei alle Ebenen der mehrlagigen Platine miteinander verbinden
und sich nach dem Einschalten wundern wieso es dampft und stinkt.
Kein Kommentar.
David P. schrieb:> Ich suche da einen der deutlich besser ist als der alte...aber welchen> da nur? :/
Sicher kannst du einen TO220 MOSFET einlöten wenn er reinpasst. Dein
alter SO8 P-Kanal hatte 3OV und 5.5 mOhm für bis zu 13A.
Die Gate-Kapazität sollte nicht viel grösser als 6nF sein, obwohl es
wohl nur um langsame Schaltvorgänge geht.
Ein IRF9310 könnte ein leistungsfähigerer Ersatz sein - in SO8.
Mich interessiert, was der MOSFET da tut, dann kann man weiter
fabulieren, welcher passt. Manchmal gibt es verrückte Schaltungstricks
und ob nun Schalt- oder Linearbetrieb vorliegen, lässt sich nicht
schließen. Es könnte alles mögliche sein, von aktiver Diode, weiterer
DC/DC-Wandler über Strombegrenzung bis hin zum Leistungsteil des
(elektron.) Einschalters. Für lineare Einsatzbereiche möchtest du keine
modernen MOSFETs und die Streuung der Parameter, bspw. der
Gate-Source-Schwellenspannung, ist wirkmächtig.
Wenn so viel Platz da ist passt bestimmt ein grosser Kühlkörper drauf,
auch wenn das nur die Symptome kuriert. An die eigentliche Ursache
scheinst Du ohne Aufwand ja nicht heranzukommen (Schaltungs- und
Funktionsanalyse, Daten Original-FET).
Leider keine Möglichkeit an den original-FET ranzukommen, geschweigeden
einen schaltplan :(
Und von Löcherbohren war nie die rede... Man kann den TO-220 ja auch SMD
Typisch verlöten. Das bauteil ist vibrationsfrei montiert, da sollte es
also auch keine Leiterbahn abfetzen :D