Hallo,
Ich spiele liebend gerne mit alten lithium Ionen Akkus herum und da hat
sich schon einiges angesammelt. (Handyakkus, laptopakkus, einige 18650
Zellen)
Es war schon immer ein Traum von mir eine Kapazitätsbestimmung von Akkus
aufzunehmen. Dazu muss man den Akku ja entladen und dabei die entnommene
Energie aufnehmen. Hab ich ab und zu schonmal "händisch" gemacht und
dann alle 5 min Spannung und Strom gemessen. Das ist aber lästig und
sehr aufwändig.
Das sollte doch nicht so schwer sein so etwas zu Bauen oder?
Gibt es dafür gute und günstige Geräte die so etwas aufnehmen?
Was habt ihr für Erfahrungen damit?
Ich freu mich auf eure Antworten!
Beste Grüße
Peter
Hallo Peter,
aus dem gleichen Grund hab ich mir da mal was gebastelt.
Das Teil findet du für unter 4€ unter der Bezeichnung "ZB2L3". Zum
Verheizen hab ich ein paar Lastwiderstände auf dem Kühlkörper montiert.
Versorgung läuft über ein altes Handyladegerät.
Die Entladeschlussspannung lässt sich beim Start über die Taster
einstellen.
Den Entladestrom kann ich über Jumper auf den gewünschten Wert
einstellen.
Mit passenden Adaptern lassen sich so ziemlich alle Akkutypen/größen
damit ausmessen.
Gruß MacGyver
Man kann sich sowas auch etwas größer aufbauen. Für 8 Akkus, 8 KSQ zum
entladen, 8 LiIon-Laderegler TP4056 und deren Statusausgänge mit einem
uC überwachen.
Hallo Leute,
Danke schonmal für die ganzen Tipps. Ihr habt euch ja echt coole Geräte
gebaut ;)
macgyver01 schrieb:> aus dem gleichen Grund hab ich mir da mal was gebastelt.> Das Teil findet du für unter 4€ unter der Bezeichnung "ZB2L3". Zum> Verheizen hab ich ein paar Lastwiderstände auf dem Kühlkörper montiert.> Versorgung läuft über ein altes Handyladegerät.> Die Entladeschlussspannung lässt sich beim Start über die Taster> einstellen.> Den Entladestrom kann ich über Jumper auf den gewünschten Wert> einstellen.
Das schaut gar nicht so schlecht aus. Da ist die Belastung am Anfang der
Messung (4,2V) und am Ende der Messung (3V) aber nicht mehr so gleich
oder?
Juergen P. schrieb:> Suche nach electronic load tester.>> Z.B.:> https://lygte-info.dk/review/Review%20Electronic%20load%20ZKE%20EBD-USB%20UK.html
Das Gerät schaut ziemlich cool aus vor allem die graphische Anzeige
gefällt mir. Dann muss ich aber bei jeder Messung einen Laptop mitlaufen
lassen. Ist für viele Messungen wahrscheinlich auch nicht optimal.
Wie ist denn hier der Anschluss des zu Messenden Akkus? Per USB?
Herr M. schrieb:> was fertiges zum Laden und zum Entladen mit wählbarem Strom und> Schlussspannung ist der> IMAX B6
Da ist mir glaube die Entladeleistung von 5W ein bisschen zu wenig.
Crazy H. schrieb:> Man kann sich sowas auch etwas größer aufbauen. Für 8 Akkus, 8 KSQ zum> entladen, 8 LiIon-Laderegler TP4056 und deren Statusausgänge mit einem> uC überwachen.
Mit was für einem IC machst du hier die "Messung" von der entnommenen
Kapazität?
Ansonsten habe ich noch das hier gefunden:
https://www.amazon.de/dp/B01M6YCP1C/ref=psdc_429652031_t3_B07913JR17
Was haltet ihr davon? Da kann man die Belastung einstellen.
Danke für eure Hilfe und Anregungen von euren eigenen Projekten!
Beste Grüße
Peter
Peter schrieb:
....
> Das schaut gar nicht so schlecht aus. Da ist die Belastung am Anfang der> Messung (4,2V) und am Ende der Messung (3V) aber nicht mehr so gleich> oder?
Also wenn du z.B. mit 10 Ohm belastet, sind es am Anfang halt ca. 420mA
und am Ende nur noch 300mA. Für die Kapazitätsbestimmung wird das aber
korrekt über die Zeit aufsummiert.
Klar wenn du nur minimal belastet, bricht die Spannung nicht so schnell
zusammen und du kannst noch ein paar mAh mehr rausziehen.
Meine 18650er belaste ich mit 3,3Ohm bei 2,9V Entladeschlussspannung. So
lassen sich die Werte meiner Meinung nach gut vergleichen.
Ob der jetzt 100mAh mehr oder weniger hat ist mir egal.
macgyver01 schrieb:> Also wenn du z.B. mit 10 Ohm belastet, sind es am Anfang halt ca. 420mA> und am Ende nur noch 300mA. Für die Kapazitätsbestimmung wird das aber> korrekt über die Zeit aufsummiert.
KSQ bzw. Elektronische-Last, Strom ist bekannt, bis zu
Entladeschlussspannung die Zeit messen.... fettig.
Peter schrieb:> Crazy H. schrieb:>> Man kann sich sowas auch etwas größer aufbauen. Für 8 Akkus, 8 KSQ zum>> entladen, 8 LiIon-Laderegler TP4056 und deren Statusausgänge mit einem>> uC überwachen.> Mit was für einem IC machst du hier die "Messung" von der entnommenen> Kapazität?
Wie im vorigen Post, nur daß ich über eine KSQ (750mA) entlade und über
die Zeit die Kapazität ermittle.
Bedenke, dass ein vollgeladener 8S Akku bis zu 32V im Leerlauf hat.
Unter Umständenhast Du dann unmittelbar beim Anschließen des Akkis an
die Last maximalen Strom weil die 30V das "absolute maximum Rating" des
Transistors ist...
Crazy H. schrieb:> Man kann sich sowas auch etwas größer aufbauen.
Sowas habe ich letztes Jahr in Betrieb genommen, mit zwei Kanälen.
Das Herz ist ein Arduino-Nano, welcher über je einen D/A-Wandler einen
IRF540 analog ansteuert. Zusätzlich gibt es zwei Lastwiderstände pro
Kanal, die der µC per IRLZ44 je nach Strom zuschaltet, um den FET zu
entlasten. Gemessen wird mit INA219, als Spannungsbereich kann ich 0,8
.. 15 Volt.
Eingermaßen aufwendig, aber schön geworden und funktioniert sauber.
Peter schrieb:> Dann muss ich aber bei jeder Messung einen Laptop mitlaufen> lassen. Ist für viele Messungen wahrscheinlich auch nicht optimal.
Ich habe Akkus mit einer Konstantstromlast entladen und die Spannung mit
einem UT-61 am PC aufgezeichnet, das fand ich doof. Mein Eigenbau hat
eine SD-Karte und schreibt alle 15 Sekunden Strom und Spannung auf, die
kann ich später am PC auswerten.
Neben der Kapazität ist mir die graphische Darstellung wichtig, da
erkennt man Akkus, die auf dem Wege des Ablebens sind.
macgyver01 schrieb:> Also wenn du z.B. mit 10 Ohm belastet, sind es am Anfang halt ca. 420mA> und am Ende nur noch 300mA. Für die Kapazitätsbestimmung wird das aber> korrekt über die Zeit aufsummiert.
Den sich ändernden Strom muß man dann berechnen, um auf die realen mAh
zu kommen - finde ich lästig und bevorzuge Konstantstrom.
Der Thread "Mein allerschönstes Akku-Entladegerät" ist leider
eingeschlafen.
Also erst mal Hut ab vor euren Lösungen! Da bin ich leider etwas fauler
gewesen.
Manfred schrieb:> Den sich ändernden Strom muß man dann berechnen, um auf die realen mAh> zu kommen - finde ich lästig und bevorzuge Konstantstrom.Teo D. schrieb:> KSQ bzw. Elektronische-Last, Strom ist bekannt, bis zu> Entladeschlussspannung die Zeit messen.... fettig.
Das macht der ZB2L3 von ganz allein und ich denke auch korrekt. Wenn das
Ding läuft werden im Wechsel Ampere, Ladung, Spannung in der Anzeige
durchgeschalten. Am Ende blinkt die entladene Kapazität... auch fettig
Wenn ich das Teil programmieren müsste ist natürlich Q = t x Iconst
einfacher umzusetzen.
macgyver01 schrieb:> Wenn ich das Teil programmieren müsste ist natürlich Q = t x Iconst> einfacher umzusetzen.
Ich denke, das ist in dem ZB2L3 auch nicht anders gelöst, oder schwanken
die Stromwerte irgendwie nennenswert?
Ich nehm dazu immer noch meinen alten NiCd/NiMH Tester, der schaltet bei
0.9V je Zelle ab. Einen µc hats auch nich... ;)