Kühlkörper für elekronischen Widerstand

OP #621985
Hallo zusammen,

ich möchte mir einen elektronischen Widerstand bauen wie in etwa hier 
http://elektromodellflug.de/stromsenke.htm

Ich werde 8-9 Mosfets verwenden (IRL3803) und nun brauche ich dazu einen 
geeigneten Kühlkörper.

Wenn ich z.B 12V anliegen habe und bis zu 30A belasten will, dann sind 
das ja 360 W die in Wärme umgewandelt werden. Das verlangt einen großen 
Kühlkörper. Aber welchen Wert sollte der in etwa haben? (K/W)

ich hätte sonst vorgehabt 3 dieser Kühlkörper von Conrad Artikel-Nr.: 
188638 - 62 zu verwenden und je auf einem 3 Fets anzubringen.

Wenn ich das aber richtig verstehe, teilt sich die Leistung auf die 3 
Kühlkörper auf, sind aber immer noch 120 W. Bei einem 1,6 K/W Wert würde 
sich der Kühlkörper um 192°C erhöhen? dann wäre der kühlkörper aber zu 
klein...

Würde ein Lüfter den Wert um einiges verbessern? Habt ihr Vorschläge für 
einen geeigneten Kühlkörper oder ca. einen geeigneten K/W Wert?

Danke

mfg Stefan
Gast #621988
>Würde ein Lüfter den Wert um einiges verbessern?

Ich würde mal sagen, dass du ohne aktive Kühlung keine Chance hast, dass 
Problem in den Griff zu bekommen.
(Firma: 4CKnowLedge) Persönliche Seite #622089
Der Wärmeleitwiderstand von Sperrschicht auf Gehäuse, Gehäuse auf 
Kühlkörper und Kühlkörper auf Umgebung bestimmt grundsätzlich wie heiß 
das ganze wird!

Der Lüfter nützt nur das die Umgebungsluft zirkulieren kann, was die 
Umgebungsluft quasi konstant hält.

Wenns nicht anders geht -> noch mehr Transistoren und/oder größere 
Kühlkörper!
OP #622146
Ich will den "Widerstand" zum Belasten von Schaltungen und auch zum 
Entladen von Akkus verwenden.

Wenn ich die Fets per PWM ansteuere, werden dann die Verluste geringer?
aber ich hätte trotzdem gerne einen "ohmschen Widerstand" und keine 
pulsförmige Belastung

mfg Stefan
#622157
PWM ist nicht die Universallösung für alle Probleme. Wenn du eine 
Stromquelle kontrolliert belasten willst, dann wird da unweigerlich 
Leistung verbraten, und zwar nach der einfachen Regel P=U*I. Diese 
Leistung muss irgendwo hin und wenn du nicht in der Lage bist, sie 
anderweitig sinnvoll umzusetzen (Kaffeekocher, Kühlpropeller für's 
Wohnzimmer, Antrieb für Klimaanlage ... ;-) dann wird da Wärme draus. 
Bestenfalls kannst du dir dann noch das entsprechende Bauteil aussuchen, 
also ob Transistor, Widerstand oder was auch immer.
Gast #622215
360W bringt man mit einem Luefter weg. Man muss etwas Kupfer oder Alu 
verbauen, ich wuerd auf einige Quardatdezimeter tippen, und je nach dem 
Waermeuebergang zwischen Kuehlkoerper und Luft mehr oder weniger Luft 
drueberlassen. Fuer 360W wird's schon etwas laermen. Als zweite 
Moeglichkeit kann man auf Wasser gehen, das wird etwas weniger laermig.
OP #622230
Danke. Kann man einen passiven Kühlkörper auch mit Wasser kühlen oder 
gibt es da eigene Systeme?

Wenn ich zum Kühlkörper auch einen Lüfter verwende, dann sollte der 
Kühlkörper so angeordnet werden, dass er den geringsten 
Strömungwiderstand hat? Also die Kühlrippen sollten parallel zum 
Luftstrom verlaufen?

mfg Stefan
Gast #622237
Die Luft stroemt dann schon richtig. Falls noch nichts da ist, schlage 
ich mal einen PC Kuehlkoerper mit Luefter vor. Der macht sicher 100W pro 
Stueck. PC Kuehlkoerper gibt's auch fuer Wasser. Im Wesentlichen ein 
Stueck Kupfer oder Alu mit einem Loch durch.
OP #622265
Ok, mal angenommen ich neheme 4 Stück von dem Kühlkörper von Conrad 
(siehe 1. Beitrag) und bau dann noch einen ordentlichen Lüfter ein, 
reicht das dann?

Kann man in etwa abschätzen wie viel mal der Lüfter die Kühlung 
verbessert?
Gast #622294

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