Kosmos Kasten Telefon und Co

OP #8105033
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Hallo zusammen

Vor Kurzem bin ich über den auf dem Bild abgebildeten KOSMOS-Experimentierkasten «Telefon & Co.» gestolpert. Dabei habe ich mich gefragt, ob es heute tatsächlich keinen Markt mehr für solche Experimentierkästen gibt.

Auch an den legendären KOSMOS E2000 musste ich dabei zurückdenken.

Wie seht ihr das? Gibt es heute noch Interesse an solchen Baukästen, oder ist deren Zeit vorbei?

Und hat evtl. Noch jemand einen Telefon und Co zuhause und würde diesen Verkaufen?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

Danke schonmal

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#8105037
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https://rigert.com/ee-wiki/index.php/KOSMOS_Handbuecher kein Handbuch, aber eine Jahreszahl "1998 Telefon & Co. Auflage 1"

https://www.eurobuch.de/buch/isbn/9783440653111.html eine ISBN-Nummer für das Handbuch und ebenfalls 1998

Früher (TM) gab es noch Bastlerläden, daher habe ich noch irgendwo einzelne Hör- und Sprechkapseln. Soll die Styroporverpackung den Handapparat bilden?

#8105113
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C. H. schrieb:

Wie seht ihr das?

Wen interessiert wie "wir" das sehen? Interessant ist nur wie der Markt das sieht. Wer bei der Abwärtsspirale nicht schon ganz unten aufgeschlagen ist (d.h. ehemaliger Hersteller ist) der straucheln als Hersteller und sieht schon den Boden auf sich zukommen.

Gibt es heute noch Interesse an solchen Baukästen, oder ist deren Zeit vorbei?

Kaum noch. Ja.

Es gibt nun mal andere "Vergnügungen".

Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

Und was machst du mit denen? Ausdrucken, an die Wand heften?

Ich frage mich bei solchen Fragen nach Meinungen immer was das soll wenn die Fakten eine klare Sprache sprechen. Was brauch man da Meinungen? It is dead Jim!

#8105117
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Hannes J. schrieb:

Wen interessiert wie "wir" das sehen? Interessant ist nur wie der Markt das sieht. Wer bei der Abwärtsspirale nicht schon ganz unten aufgeschlagen ist (d.h. ehemaliger Hersteller ist) der straucheln als Hersteller und sieht schon den Boden auf sich zukommen.

Der Frankh-Kosmos Verlag hat zahlreiche Experimentierkästen, auch einige bzgl Elektrotechnik/Elektronik.

Die sehen halt anders aus als vor Jahrhunderten.

(Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) #8105127
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C. H. schrieb:

Hallo zusammen Vor Kurzem bin ich über den auf dem Bild abgebildeten KOSMOS-Experimentierkasten «Telefon & Co.» gestolpert. Dabei habe ich mich gefragt, ob es heute tatsächlich keinen Markt mehr für solche Experimentierkästen gibt.

Doch den Markt gibt es noch, aber gewisse Keise haben kein Interesse daran und boykottieren ihn.

Auch an den legendären KOSMOS E2000 musste ich dabei zurückdenken. Wie seht ihr das? Gibt es heute noch Interesse an solchen Baukästen, oder ist deren Zeit vorbei?

Nein.

Und hat evtl. Noch jemand einen Telefon und Co zuhause und würde diesen Verkaufen? Ich bin gespannt auf eure Meinungen! Danke schonmal

#8105168
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C. H. schrieb:

Wie seht ihr das? Gibt es heute noch Interesse an solchen Baukästen, oder ist deren Zeit vorbei?

Zumindest wären solche Kästen für mich nicht mehr altersgerecht. :-))
Aber damals hab ich mich natürlich über solche Kästen gefreut.

Ich such auch gelegentlich nach Bausätzen so wie aus der "guten alten Zeit" von Elektor, Elrad, ... die mich irgendwie reizen könnten. Ich find aber nichts. Einfach mal ein Wochenende hinsetzen, etwas zusammenlöten und zusammenschrauben das man danach auch verwenden kann (und will). Selbst ELV bietet da nichts mehr an das über das Niveau "zusammenstecken und einschalten" hinaus geht.

Ich befürchte, ich bin alt.

#8105185
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H. H. schrieb:

Der Frankh-Kosmos Verlag hat zahlreiche Experimentierkästen, auch einige bzgl Elektrotechnik/Elektronik.

Ja, Kosmos ist ein schönes Beispiel an dem man den Trend sieht. Fast schon der Letzte seiner Art mit deutschsprachigen Elektronik-Experimentierkästen.

Kosmos hat zum Beispiel den Easy Elektro - Big Fun Experimentierkasten https://www.kosmos.de/products/easy-elektro-big-fun

Wenige Bauteile und das System ist meines Wissens gar nicht von Kosmos sondern Elencos Snap Circuit. Ich habe nicht das Gefühl das Kosmos eine Entwicklungsabteilung unterhält die mehr macht als Verpackungen und Anleitungen einzudeutschen.

Die sehen halt anders aus als vor Jahrhunderten.

Die sehen nicht nur anders aus, sondern sind von einer anderen Qualität. Der Markt gibt nicht mehr her, also optimiert man die Kosten zu Lasten der Qualität. Bis das irgendwann nicht mehr geht.

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#8105246
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Hier das Manual der Foto-Quelle, ein Datum ist nicht zu finden.

Scheint ein recht seltener Vogel zu sein, die Suchmaschinen bringen nur allgemeines KI-Geschwätz:

Was ist Revue Optik? Revue war eine Eigenmarke der deutschen Versandhandelsfirma Quelle. Da Quelle selbst keine Optiken herstellte, ließ sie Geräte unter diesem Namen produzieren. Die meisten dieser Produkte stammten aus der ehemaligen DDR, speziell vom VEB Pentacon in Dresden.

Was bedeutet „Variant“? „Variant“ war eine spezifische Modellreihe von Kameras und Zubehör. Besonders bekannt sind die Variant-Kameras, die oft auf bewährten Konstruktionen basierten (ähnlich wie viele andere Revue-Produkte, die oft „Rebrands“ von Praktica- oder Zeiss-Produkten waren).

Also vermutlich ein DDR-Produkt.

Ich musste erst im Keller den Kompressor mit Ausblaspistole finden, der Kasten war ziemlich verstaubt. Hier also ein Foto des Inhalts.

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#8105275
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Meinen habe ich leider nicht mehr. Das war der »Radio + Elektronik 1"«. Den bekam ich, als ich zum ersten Mal über die Tischkante schauen konnte. Und nicht lange danach musste ich zum ersten Mal beim örtlichen Elektronikgeschäft vorbei schauen und einen neuen BC237 vom spärlichen Taschengeld kaufen. Ab da war ich dann vorsichtiger. ;-)

Wie heißt es noch? Seinen ersten Transistor vergisst man nie. Oder so ähnlich…

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(Firma: Starfleet) #8105308
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Früher gab es "Pädagogen" zu deren Bildungsauftrag auch die Vermittlung von Grundkenntnissen der Elektronik gehörte. Die entwickelten "Experiementierkästen mit Anleitungsbüchern wie: https://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Polytronik-Baukasten/PolyTronic.htm

Heute hat es "die Chinesen" die ihren "KrimsKrams" Säckeweise unter die Leute bringen:

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Persönliche Seite #8105328
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Experimentierkästen sind nur bei Sammlern noch gefragt, habe ich den Eindruck. Sind schon lange aus den Spielzeugabteilungen der Kaufhallen verschwunden. Auch online scheint wenig zu laufen. Ich hatte da Allesmögliche.

C. H. schrieb:

Experimentierkasten «Telefon & Co.»

Von Kosmos hatte ich dieses kleine rote quadratische Steckfeld mit den Federklemmen. Da konnte man so ziemlich alles mit machen. Die Papieraufleger zeigten, was gesteckt werden musste.

Später kam das hier: Damit konnte man sogar schon Funkübertragung ins Radio machen. Sozusagen das erste Mobilfunktelefon für daheim.

Norbert schrieb:

Seinen ersten Transistor vergisst man nie.

BC 547

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(Firma: Starfleet) #8105337
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Ich habe nicht das Gefühl das Kosmos eine Entwicklungsabteilung unterhält die mehr macht als Verpackungen und Anleitungen einzudeutschen.

Vor zwanzig Jahren hatten sie den Kainka, aber der zog sich wohl auf's Altenteil zurück:

Das Deutsche Museum in München hat auch eine Abteilung für Baukästen und Co ("Technisches Spielzeug"):

: Bearbeitet durch User
#8105373
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Denkt doch mal an die Zielgruppe. Der wird von den Eltern noch vor dem Aufrecht-sitzen-können ein Smartphone oder wenigstens Tablet vorgesetzt, da ist das Interesse an anderen Dingen schlagartig erloschen.

Selig sind die, die noch Eltern haben, die nicht diesem Schema folgen, aber die sind vor allem wenig.

(Firma: Starfleet) #8105429
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Solche Kästen sind auch Kinder iher Zeit oder auch Zeitzeugen der Kindheit ihres Erfinders ;-)

Mit heutigen Mitteln und Anforderungen würde man solches Edutainment Spielzeug sicher anders aufbauen, bspw. mit optionaler Versorgung per USB statt Batterie, RGB-LED statt roten Einheitsblinker, etc. pp. .

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Beitrag #8105567 wurde vom Autor gelöscht.
#8105590
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Für einen kompletten Kasten reichte das Taschengeld nie. Mein Zugang zum Hobby war "Die Elektronensparbüchse". Meine ersten Transistoren waren SF126 (Bastlertypen), für eine elektronische Sicherung musste ich auf GD241 zurückgreifen. Siliziumleistungstransistoren waren nicht zu bekommen, ich musste mir 2N3055 aus einem damals anderen Land erbetteln.

Mein Sohn, jetzt gut 30, hatte als Kind einen Elektronikbaukasten mit 130 Experimenten. Das 1., 2., 3. 5. und 130. Experiment und das Interesse war vorbei. Verstanden wurde eh nichts.

Ich teile die Einschätzung mit der Aufmerksamkeitsspanne. Nur ist das Problem schon vor den Smartphones entstanden. Die bespaßen eher optimal mit minimalem eigenen Einsatz und das prägt inzwischen eine ganze Generation.

#8105672
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Bradward B. schrieb:

OC70, GFT32...

Im KosmosLKasten "electronic digital" haben die Transistoren nicht so klangvolle Namen, da heissen sie lediglich "npn" und "pnp".

Und eine ELEKTrOnik Bastelzeitung eRfand dann
TUN
TUP
DUS
DUG

für Halbleiter, auf deren genaue Werte es nicht ankommt. Wenn es um die Ansteuerung einer LED o.ä. geht, schreibe ich gerne "BC-irgendwas".

(Firma: Starfleet) #8105712
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Ist also egal ob NPN PNP mit oder ohne Darlington bei dir.

Neee, dafür steht doch das P oder N in TUN oder TUP (Transistor-Universal-NPN). Gibt sogar einen Artikel darüber in der Enzyklopädie:

Wer es nicht kennt, könnte sich ja mit der "Gnade der späten Geburt" herausreden, weil TUP/TUN etc. ein Begriff, der in einigen Hobby-zeitschriften des vergangenen Jahrhunderts geläufig (bspw. Elektor).

: Bearbeitet durch User
#8105803
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Bradward B. schrieb:

Wer es nicht kennt, könnte sich ja mit der "Gnade der späten Geburt" herausreden, weil TUP/TUN etc. ein Begriff, der in einigen Hobby-zeitschriften des vergangenen Jahrhunderts geläufig (bspw. Elektor).

Jepp, TUN und TUP, hab immer noch ein Schubfach mit diesen Universaltypen. Teilweise nichtmal gestempelt. Gabs mal bei Bühler Elektronik. Der Laden existier schon ewig nicht mehr. Und ja, in meinem ersten Elektronik Baukasten waren noch AC... und OC.. Transistoren. Die OCs im schwarz lackierten Glasgehäuse.

#8105905
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Norbert schrieb:

Seinen ersten Transistor vergisst man nie.

Der rote Transistor!

BF194 - bei den Philips-Kästen durch ein rotes Kontaktplatinchen gekennzeichnet. :-D

Und die 'Leucht'-Diode (OA95) war auch nicht besonders langlebig.

Harald K. schrieb:

Denkt doch mal an die Zielgruppe. Der wird von den Eltern noch vor dem Aufrecht-sitzen-können ein Smartphone oder wenigstens Tablet vorgesetzt, da ist das Interesse an anderen Dingen schlagartig erloschen.

Naja, Elektronik, das ist ja auch .... mit Strom!! Und dann später noch ein Lötkolben!! Wir werden alle verbrennen!

Gut, dass bei Bäumen die unteren Äste abgesägt werden, so können die Kids dort nicht raufklettern.

Was war das nur für eine schöne Zeit, in der die Kinder nur Allergien durch die übertriebene Reinheit hatten. Heute haben sie dazu noch ADHS, Laktoseintoleranz und fehlende Feinmotorik.

Mein Neffe setzt Lego-Bausteine 1x zu dem Ding zusammen, was auf der Verpackung abgebildet ist und das bleibt dann so. Damit wird auch nicht gespielt. Abgesehen davon, dass die Baukästen von heute da auch kaum alternative Kombinationen der Bausteine zulassen.

Kreativität scheint aus der Mode.

Gruß

Jobst

#8105935
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Jobst M. schrieb:

Mein Neffe setzt Lego-Bausteine 1x zu dem Ding zusammen, was auf der Verpackung abgebildet ist und das bleibt dann so. Damit wird auch nicht gespielt. Abgesehen davon, dass die Baukästen von heute da auch kaum alternative Kombinationen der Bausteine zulassen.

Lego heutzutage ist nur noch für die Alten - Sauteuer und derart speziell, dass man kaum kreativ werden kann.

Jobst M. schrieb:

Kreativität scheint aus der Mode.

Es muss von den Alten auch gefördert, zumindest unterstützt, aber auf keinen Fall abgewürgt werden. Wenn ein Kind in der Küche mit dem Holzlöffel auf die Böden verschiedener Töpfe haut, dann ist es für die einen einfach nur Lärm, für die anderen das Spielen mit Klängen.

Insofern dürfen wir uns glücklich schätzen, dass wir Märklin Metallbaukästen, einfaches Kindergerechtes Lego und vieles andere hatten. Und die Eltern uns experimentieren ließen. Und uns, als wir noch zu klein waren, regelmäßig vorlasen und dann später Bücher geschenkt haben. Und wir einen Ausweis für die Leihbibliothek besaßen.

Aber das Beste: Es gab keine Smartphones und die elektrische Oma hatte nur drei wenig Kindertaugliche Programme und blieb deshalb ausgeschaltet.

#8106000
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Also ich habe vor kurzem erst einen XN1000 gebraucht besorgt, für meine Tochter.

Die hat auch ne ganze Kiste altes Lego, einen Schrank voller Bücher und leiht sich jetzt schon Bücher in der Kindergartenbibliothek. ;-)

Noch ein bisschen zu jung das alles zu verstehen und das Interesse ist nur sporadisch aber steckt aber nach Anleitung schon die Experimente zusammen.

Ich selbst hatte als erstes den Kosmos Elektro & Co: https://www.radiomuseum.org/r/kosmos_elektro_co.html

Und später den XN1000.

Den Telefonkasten kenne ich durch einen Schulkameraden, der hat richtig Spaß gemacht.

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