Bei uns ist folgende Solaranlage im Garten als Inselanlage aufgebaut:
6 x 100Wp Solarmodule mit jew. 4 nach Süden und 2 nach Westen
ausgerichtet
1 x Solartronics Wechselrichter mit 3000 Watt
1 x 12V Bleibatterie 210Ah (AGM VRLA)
und z.Zt. 2x 30A Solarladeregler
Die Laderregler sollen ersetzt werden, weil sie nicht ihren Zweck wie
gewünscht erzielen: Wechselrichter nicht an Lastausgang anschliessbar +
Ladeschlussspannung zu hoch, was vermutungsweise zum schnellen Ableben
der Batterie führt.
Der Wechselrichter ist überdimensioniert (was damals noch erforderlich
war), soll aber erst mal bleiben.
Meine Frage(n) nun zum Laderegler:
Es gibt Laderregler die pulsen den Ladestrom, also ein paar Sekunden
wird eingeschaltet, dann wieder aus. So machen es zumindest die
aktuellen Regler. (1) Meine Überlegung ist nun, dass das nicht optimal
sein kann, weil die Solarenergie nur zur Hälfte genutzt wird. Und ob es
nicht besser wäre so etwas wie einen "Analogregler" zu verwenden, der
auf eine möglichst konstante Spannung regelt. Falls es so etwas gibt.
Die Verschaltung der Solar-Module soll in Zukunft so erfolgen, dass alle
Module über eine Shottky-Diode getrennt werden und dann alle parallel zu
EINEM Regler geführt werden.
Wenn möglich soll die Last (also der Wechselrichter) an den Solarregler
angeschlossen sein. Um im Falle einer vollen Batterie und Sonne eben den
Wechselrichter möglichst direkt zu versorgen. Wobei ich mir nicht klar
bin, ob dies für die (2a) Schonung der Batterie bzw. die (2b) Reichweite
bei ungünstigen Lichtverhältnissen viel aus macht.
Also viele Fragen (1,2a,2b). Vielleicht könnt ihr mir helfen?
Als Ergänzung noch: Mein "ideales" Ladekonzept würde so aussehen:
- ein Laderegler der die Spannung konstant hält,
- die Last wird einfach an die Batterie angeschlossen und
sobald die Last die Spannung der Batterie zu stark nach unten zieht,
regelt der Laderegler auf, ggf. auf 100%. Also im Grunde so wie im Auto.
Jens C. schrieb:> Meine Überlegung ist nun, dass das nicht optimal> sein kann, weil die Solarenergie nur zur Hälfte genutzt wird.
Wo soll denn die Energie hin, wenn sie nicht verbraucht wird
oder den Akku lädt?. Das Prinzip des Ladereglers ist da egal.
Es könnte höchstens sinnvoll sein, bei vollem Akku die Solar-
zellen kurzzuschliessen, um nicht zusätzlich die Innenräume
zu heizen.
> Wenn möglich soll die Last (also der Wechselrichter) an den Solarregler> angeschlossen sein. Um im Falle einer vollen Batterie und Sonne eben den> Wechselrichter möglichst direkt zu versorgen.
Ich würde den Wechselrichter gefühlsmäßig parallel zur Batterie
anschliessen, weil das die einfachste Schaltung ist. Grosse
Unterschiede bzw. Vor- oder Nachteile für verschiedene Schaltungen
sehe ich aber nicht.
> Die Laderregler sollen ersetzt werden, weil sie nicht ihren Zweck wie
gewünscht erzielen: Ladeschlussspannung zu hoch,
Vielleicht reicht es ja, ihn besser einzustellen.
Jens C. schrieb:> Als Ergänzung noch: Mein "ideales" Ladekonzept würde so aussehen:> - ein Laderegler der die Spannung konstant hält,> - die Last wird einfach an die Batterie angeschlossen und> sobald die Last die Spannung der Batterie zu stark nach unten zieht,> regelt der Laderegler auf, ggf. auf 100%. Also im Grunde so wie im Auto.
So in etwa habe ich das bei den Toyo gelesen. Nur das der Wechselrichter
in diesem Fall deine Last darstellt.
Bei den Toyo kann man anscheinend auch die Ladespannung konfigurieren.
So sind alle Akkus verwendbar. Sogar Autobatterien (was nicht
empfehlenswert ist, da die Bleiplatten dünner sind)
Harald W. schrieb:> Wo soll denn die Energie hin, wenn sie nicht verbraucht wird> oder den Akku lädt?. Das Prinzip des Ladereglers ist da egal.> Es könnte höchstens sinnvoll sein, bei vollem Akku die Solar-> zellen kurzzuschliessen, um nicht zusätzlich die Innenräume> zu heizen.>
wenn es so abläuft wie bei (hier IVT) beschrieben:
http://fs5.directupload.net/images/160828/kz4cnnqn.png
dürfte es egal sein. Bei unserem Regler pulst er allerdings auch, bei
vollem Sonnenschein und wenn die Batterie definitiv nicht voll ist (wenn
wir z.B. besonders viel Last dran hatten). Eventuell wird ja die
Ladeschlussspannung schon erreicht, auch wenn die Batterie noch nicht
voll ist. Und da müsste es doch Sinn machen, die Batterie mit
Dauerladestrom zu versorgen. In unserem Praxisfall pulst der Regler mit
ca. 3sec. an / 3sec. aus. Wenn nun angenommen 10A Ladestrom fliessen,
wären das 5A im Mittel. Bei einer Dauerspannung mit etwas weniger Volt
wären es vielleicht 8A oder 9A dauerhaft. Es kommt vermutlich auf den
Innenwiderstand der Batterie zu diesem Ladezeitpunkt an.
> Ich würde den Wechselrichter gefühlsmäßig parallel zur Batterie> anschliessen, weil das die einfachste Schaltung ist. Grosse> Unterschiede bzw. Vor- oder Nachteile für verschiedene Schaltungen> sehe ich aber nicht.>>> Die Laderregler sollen ersetzt werden, weil sie nicht ihren Zweck wie> gewünscht erzielen: Ladeschlussspannung zu hoch,>> Vielleicht reicht es ja, ihn besser einzustellen.
Gute Idee! Kann man aber leider nicht, ich hatte ihn schon
aufgeschraubt. Die aktuelle Konfiguration scheint mir einfach nicht
optimal, da es bei vollem Sonnenschein und hoher Last zu einerseits zu
sich sich entleerenden Batterie kommt und andererseits der Ladestrom
pulst und immer wieder abgeschaltet wird. Eventuell liegt es einfach
daran, dass so eine Batterie nicht schnell genug geladen werden kann,
also der Innenwiderstand zu hoch ist. Und man kann nichts dagegen
machen....
Marc H. schrieb:>> So in etwa habe ich das bei den Toyo gelesen. Nur das der Wechselrichter> in diesem Fall deine Last darstellt.>> Bei den Toyo kann man anscheinend auch die Ladespannung konfigurieren.> So sind alle Akkus verwendbar. Sogar Autobatterien (was nicht> empfehlenswert ist, da die Bleiplatten dünner sind)
Das liest sich ziemlich gut. Nach dem Bildausschnitt von IVT, müssten
alle MPPT eine gleichmäßige Ladungstechnik besitzen.
Jens C. schrieb:> Meine Überlegung ist nun, dass das nicht optimal> sein kann, weil die Solarenergie nur zur Hälfte genutzt wird.
Hä? Dann wird eben im Regler die Energie, die während des Aus-Pulses
geliefert wird in einem Kondensator zwischengespeichert. Verloren geht
die Energie nicht.
Ich habe eine kleinere Anlage mit 2 Modulen und MPPT-Regler. Der
Wechselrichter (Victron) hat einen Spannungsschwellwert, ab dem er
überhaupt anfängt zu arbeiten. Die Batterie wird also nicht tief
entladen (zumindest nicht vom WR).
Meinen WR hab ich auch am Batterieausgang des Ladereglers, weil der
Lastausgang nur 15A schafft. Sehe darin keine Nachteile (außer
Tiefentladung)
Parallelschaltung ist zwar schön und gut, aber die meisten Regler sind
auf Stringverschaltung der Module (in Reihe) optimiert.
Parallelschaltung bedeutet auch größere Verluste im Kabel, sofern dieses
nicht ausreichend Durchmesser hat.
Timo N. schrieb:> Hä? Dann wird eben im Regler die Energie, die während des Aus-Pulses> geliefert wird in einem Kondensator zwischengespeichert. Verloren geht> die Energie nicht.> ..> Meinen WR hab ich auch am Batterieausgang des Ladereglers, weil der> Lastausgang nur 15A schafft. Sehe darin keine Nachteile (außer> Tiefentladung)
Naja, ich weiß auch nicht so genau. Ich meine eine richtige Aufteilung
der Solarleistung, quasi zuerst in die Last und den Rest in die Batterie
wäre schon gut. Aber dass ist eben nicht so einfach, wegen der hohen
Lastströme. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Ladeelektronik
nicht mehr sauber arbeitet, wenn die Last direkt an der Batterie hängt.
Also angenommen die Batterie ist voll und würde eigentlich die
Ladeschlussleistung erreichen, aber wegen der Last liegt die Spannung
tiefer. Dann lieber eine saubere konstante Spannung. Ist halt alles nur
Vermutung, dass das alles die Batterie stresst. Vielleicht ist auch bei
uns die Last oft zu hoch, dass die Batterie fast nie bis auf 100%
geladen wird.
Verstehe noch nicht ganz, wie du zu deinen Vermutungen kommst (zu hohe
Ladeschlussspannung, nicht vollständig aufgeladene Batterie -> passt
eigentlich beides nicht zusammen).
Leider weiß man nicht, wie diese Laderegler intern funktionieren und wie
sie die beiden Anschlüsse für Batterie und Last regeln (z.b. ob es
Rückwirkungen hat, wenn am Batterieanschluss eine Last, also der WR,
hängt).
Ich habe bei meiner Anlage noch nie angezweifelt, dass etwas nicht ganz
optimal funktioniert. Vielleicht sollte ich das auch tun.
> Bei unserem Regler pulst er allerdings auch, bei> vollem Sonnenschein und wenn die Batterie definitiv nicht voll ist
Dann was faul, entweder mit der Batterie oder dem Laderegler.
asd schrieb:>> Bei unserem Regler pulst er allerdings auch, bei>> vollem Sonnenschein und wenn die Batterie definitiv nicht voll ist>> Dann was faul, entweder mit der Batterie oder dem Laderegler.
Könntest du (oder jemand anderes) sich vorstellen, dass die
Parallelschaltung von zwei PWM-Reglern problematisch ist?
jc7 schrieb:> Könntest du (oder jemand anderes) sich vorstellen, dass die> Parallelschaltung von zwei PWM-Reglern problematisch ist?
Ja, das könnte ich.
Harald W. schrieb:> jc7 schrieb:>>> Könntest du (oder jemand anderes) sich vorstellen, dass die>> Parallelschaltung von zwei PWM-Reglern problematisch ist?>> Ja, das könnte ich.
OK, dann wird das schon mal umgebaut.
Ich hatte damals auch einen Gedankengang, der sich in der Praxis so
nicht bewahrheitet hat: 6 Panels, dachte ich, erzeugen auch mal über 30
A. Deshalb reicht ein Regler nicht aus.
Dann, auch durch die unterschiedliche Ausrichtung, sind es in der Summe
auch nie über 30 A geworden. Zudem sollte die Batterie auch nicht mit
mehr als 21 A geladen werden. Es geht auch nicht darum, die volle
Leistung bei maximaler Sonneneinstrahlung zur Batterie zu bringen. Die 6
x 100W Panels, sind primär für Situation mit weniger Sonne eingebaut
worden.
Ein Regler reicht dann also aus. Bin mir jedoch nicht sicher was
passiert, wenn der Überlastungsfall eintreten sollte. Also sagen wir ein
20 A Regler (um mal tief zu stapeln), bekommt so viel Energie von den
Solarzellen, dass die Größe über Stunden überschritten würde. Ob der
Überlastschutz das packt. Insbesondere bei MPPT-Reglern, aber auch ganz
generell.
>> Könntest du (oder jemand anderes) sich vorstellen, dass die>> Parallelschaltung von zwei PWM-Reglern problematisch ist?> Ja, das könnte ich.
Ich wüsste jetzt nicht, warum. Blei-Akku-Lader schalten bei einer
bestimmten Spannung ab, dann bei einer bestimmten (etwas kleineren)
Spannung wieder ein.
Das klappt auch wenn 2 Laderegler das parallel machen.
Das Takten setzt aber erst bei fast voller Batterie ein. Wenn das bei
halb voller Batterie schon passiert dann stimmt was nicht.
Abschaltspannung zu klein, Innenwiderstand der Batterie zu hoch, oder
was anderes...
asd schrieb:>>> Könntest du (oder jemand anderes) sich vorstellen, dass die>>> Parallelschaltung von zwei PWM-Reglern problematisch ist?>>> Ja, das könnte ich.>> Ich wüsste jetzt nicht, warum. Blei-Akku-Lader schalten bei einer> bestimmten Spannung ab, dann bei einer bestimmten (etwas kleineren)> Spannung wieder ein.> Das klappt auch wenn 2 Laderegler das parallel machen.> Das Takten setzt aber erst bei fast voller Batterie ein. Wenn das bei> halb voller Batterie schon passiert dann stimmt was nicht.> Abschaltspannung zu klein, Innenwiderstand der Batterie zu hoch, oder> was anderes...
Wenn ich mich richtig erinnere liefen die auch fast synchron. Nicht
ganz, wegen der Toleranzen (jew. +/- 0.4V).
Vielleicht verlängert sich die Zeit, in der die Batterie anfängt zu
gasen (bzw. gasen würde, es sind ja geschlossene Batterien). Was der
Batterie dann stärker zusetzen würde?
Um nochmal das Prinzip der PWM-Regelung aufzugreifen: Diese schaltet bei
einem oberen Wert ab (bei mir 14,5V) und bei einem unteren wieder ein
(13,3V).
D.h. wenn die Batterie ziemlich voll ist und gleichzeitig eine Last
angeschlossen ist, tritt genau diese Verhalten auf. D.h. die Last
entlädt die Batterie bis 13,3V bis dann der Regler wieder einschaltet,
die Batterie auflädt und parallel die Last versorgt.
1. Diese Zyklen verschleißen die Batterie zwingend, was bei einer
konstanten Spannung nicht passieren würde.
2. Es wird Solarenergie verschwendet, weil ja immer gewartet wird bis
die Spannung wieder abgesunken ist.
3. Das andauernde heranfahren an die 14,5V führt zu mehr Verschleiß in
der Batterie.
4. Eine konstante Spannung würde die Batterie nur mit einem kleinem
Strom versorgen müssen (wenn sie voll ist), was die Batterie schont. Es
kann nahezu die volle Solarenergie der Last zur Verfügung gestellt
werden.
Das lässt sich nur mit einem DCDC-Wandler erreichen. Weiterer Vorteil
ist die Ausnutzung kleiner Spannung (unter 12V) von den Solarzellen bei
schlechtem Wetter.
5. Ein DCDC-Wandler kann die Eingangsleistung abregeln, ein PWM-Regler
muss eine Querlast aufbauen.
6. Erst dadurch lassen sich (in der Theorie zumindest) die Solarzellen
überdimensionieren, was gewünscht ist um genügend Energie bei schlechtem
Wetter zur Verfügung zu haben.
Die Frage ist für mich. Gibt es MPPT-Regler die nur dies tun. Keine
Gasungsphase, keine Desulfatisierungsphase. Bloß das konstant halten der
Spannung?
Vieleicht misst der Laderegler die Batteriespannung in Intervallen
stromlos. Wenn jetzt aber ein 2. Laderegler parallel dazu lädt misst der
erste Mist, meint die Batterie wäre voll und schaltet ab.
Weiter kann auch der WR Störungen verursachen, die die Messung des
Ladereglers verfälschen. Hier ist der mechanische Aufbau wichtig.
Sprich alle Leitungen gehen sternförmig von der Batterie ab.
Ggf. müsste man den WR über eine Drossel entkoppeln.
jc7 schrieb:> 1. Diese Zyklen verschleißen die Batterie zwingend, was bei einer> konstanten Spannung nicht passieren würde.
Es könnte natürlich sein, dass ein linear geregelte Ladeschaltung die
Batterielebensdauer erhöht, wobei nach den Pulser Regenerationstheorien
ja gerade das zyklische kurze Entladen und Laden angeblich die Batterie
besonders "aktiviert" und sogar Sulfatierungen löst :-)
jc7 schrieb:> 2. Es wird Solarenergie verschwendet, weil ja immer gewartet wird bis> die Spannung wieder abgesunken ist.
Das ist jetzt Unfug, weil du ja nahe der Ladeschlussspnnung bist und
nicht genug Energie verbrauchst, sonst würde der Regler ja nicht immer
wieder bis zur Ladeschlussspannung kommen. Wo also soll die Energie
sonst hin.
Nachtrag dazu:
jc7 schrieb:> Diese schaltet bei> einem oberen Wert ab (bei mir 14,5V) und bei einem unteren wieder ein> (13,3V).
Das ist jetzt kein großer Ladezustandsunterschied. Die
Ladeschlussspannung liegt zwar bei 14,2 - 14,5V, aber bei Entladung
sinkt die Spannug eines Bleiakkus sehr schnell auf 13V und darunter.
Der Andere schrieb:> Es könnte natürlich sein, dass ein linear geregelte Ladeschaltung die> Batterielebensdauer erhöht, wobei nach den Pulser Regenerationstheorien> ja gerade das zyklische kurze Entladen und Laden angeblich die Batterie> besonders "aktiviert" und sogar Sulfatierungen löst :-)
Da hast du schon recht. Allerdings werden wir sowieso einen
Batteriepulser (Megapulse von Novitec) kaufen. Der soll auch kurze hohe
Impulse erzeugen und ist TÜV-geprüft. Ich hoffe er funktioniert. Man
lässt den einfach permanent parallel zur Batterie angeschlossen.
> Das ist jetzt Unfug, weil du ja nahe der Ladeschlussspnnung bist und> nicht genug Energie verbrauchst, sonst würde der Regler ja nicht immer> wieder bis zur Ladeschlussspannung kommen. Wo also soll die Energie> sonst hin.Der Andere schrieb:> Nachtrag dazu:> Das ist jetzt kein großer Ladezustandsunterschied. Die> Ladeschlussspannung liegt zwar bei 14,2 - 14,5V, aber bei Entladung> sinkt die Spannug eines Bleiakkus sehr schnell auf 13V und darunter.
Nicht unbedingt. Wir haben uns auch gewundert wie das sein kann, dass
der Regler abschaltet und trotzdem nach ein paar Stunden die Batterie
ziemlich geleert wurde.
Ich erkläre es mir so: Der Ladezustand ist ja nicht nur spannungs-
sondern auch zeitabhängig. Wenn also die Batterie immer wieder Strom an
die Last abgeben muss, reicht die Ladezeit nicht aus um das wieder
auszugleichen. Auch wenn zwischenzeitlich immer wieder die
Ladehöchstspannung erreicht wurde.
jc7 schrieb:> Nicht unbedingt. Wir haben uns auch gewundert wie das sein kann, dass> der Regler abschaltet und ...
Korrektur: Muss natürlich heißen, "immer wieder abschaltet", er schaltet
ja alle paar Sekunden um.
jc7 schrieb:> Batteriepulser (Megapulse von Novitec) kaufen
Na ja dann weisst du ja warum der Laderegler nur noch Blödsinn macht.
chenk dein Geld lieber einer Hilfsorganisation wie Brot für die Welt
oder Ärzte ohne Grenzen.
Aber wenn wir beim Thema Megapulse und co. sind bin ich raus. Voodoo ist
nicht mein Thema, das endet doch wieder in einem Flamewar.
jc7 schrieb:
> 1. Diese Zyklen verschleißen die Batterie zwingend, was bei einer> konstanten Spannung nicht passieren würde.
Diese Mini-Zyklen durch das pulsen des Ladereglers machen der
Bleibatterie IMHO nichts aus.
Der Andere schrieb:> jc7 schrieb:>> Batteriepulser (Megapulse von Novitec) kaufen>> Na ja dann weisst du ja warum der Laderegler nur noch Blödsinn macht.> chenk dein Geld lieber einer Hilfsorganisation wie Brot für die Welt> oder Ärzte ohne Grenzen.>> Aber wenn wir beim Thema Megapulse und co. sind bin ich raus. Voodoo ist> nicht mein Thema, das endet doch wieder in einem Flamewar.
Er ist doch noch nicht verbaut. Ich habe aber auch befürchtet, dass das
eine Nebendiskussion auslösen kann. Dann bitte einfach ignorieren. Wenn
damit das Argument, dass der Ladezustand nicht nur spannungs- sondern
auch zeitabhängig ist, vom Tisch ist, ist das schade. Ich vermute es
stimmt.
asd schrieb:> Diese Mini-Zyklen durch das pulsen des Ladereglers machen der> Bleibatterie IMHO nichts aus.
Ich glaube es kommt darauf an wie man das ganze nutzt. Verbraucht man
gleichzeitig viel Energie, ist es vielleicht einfach die normale
Abnutzung durch die Ladungsträgerverschiebung. Verbraucht man nichts
oder wenig, ändert sich auch kaum der Ladungszustand der Batterie, macht
als nichts aus
Votronic schreibt (das kann nur natürlich auch nur eine Werbeaussage
sein):
> Werden die angeschlossenen Verbraucher auch tagsüber betrieben> oder sollte der tagsüber erzeugte Strom vorzugsweise abends zur Verfügung> stehen?>> Der Mehraufwand für einen MPP-Regler empfiehlt sich besonders dann, wenn> die Batterie auch tagsüber durch die angeschlossenen Verbraucher (z.B.> durch einen Kompressor-Kühlschrank) belastet wird. Wird der tagsüber> erzeugte Strom aber vornehmlich abends verbraucht, ist der SR-Regler eher> zu empfehlen, da die Kapazitätseinlagerung in die Batterie (Ah) ohnehin> mehr Zeit benötigt als die Steigerung der Batteriespannung.> http://www.votronic.de/index.php/de/technik/solarregler-technologie?showall=&start=1
jc7 schrieb:>> Der Mehraufwand für einen MPP-Regler empfiehlt sich besonders dann, wenn>> die Batterie auch tagsüber durch die angeschlossenen Verbraucher ...
Das Marketinggeschwurbel sagt nur aus daß du mit dem MPP Regler eine
insgesamt höhere Energieausbeute (Gesamtwirkungsgrad) hast.
Wenn die Batterie im Laufe des Tages eh voll wird ist das unnötig, es
lohnt sich nur wenn du wirklich die letzte Wattstunde aus den Zellen
holen willst weil du mindestens genausoviel verbrauchst wie die Zellen
liefern und die Batterie nicht voll wird.
Genau das hatte Harald dir schon vor einiger Zeit gesagt, und ich auch
nochmal:
Harald W. schrieb:> Wo soll denn die Energie hin, wenn sie nicht verbraucht wird> oder den Akku lädt?
asd schrieb:>>> Könntest du (oder jemand anderes) sich vorstellen, dass die>>> Parallelschaltung von zwei PWM-Reglern problematisch ist?>>> Ja, das könnte ich.>> Ich wüsste jetzt nicht, warum. Blei-Akku-Lader schalten bei einer> bestimmten Spannung ab, dann bei einer bestimmten (etwas kleineren)> Spannung wieder ein.
Nun, das Problem ist, das der TO von "PWM-Reglern" spricht.
Er hat aber vermutlich ganz normale Regler, die einen Kompa-
rator mit Hysterese beinhalten. Da ist es ganz normal, das
diese bei vollem Akku abschalten und bei nicht mehr ganz
vollen Akku wieder eischalten. Hier von "PWM" zu sprechen,
ist irgendwie unzutreffend.
Harald W. schrieb:> Nun, das Problem ist, das der TO von "PWM-Reglern" spricht.> Er hat aber vermutlich ganz normale Regler, die einen Kompa-> rator mit Hysterese beinhalten. Da ist es ganz normal, das> diese bei vollem Akku abschalten und bei nicht mehr ganz> vollen Akku wieder eischalten. Hier von "PWM" zu sprechen,> ist irgendwie unzutreffend.
Na komm schon! PWM-Regler nennen es die meisten Hersteller, das ist die
allgemein gebräuchliche Bezeichnung. Ich gehe davon aus, dass dir dies
bekannt ist.
Und nein, der Regler schaltet eben nicht ab, wenn wenn die Batterie voll
ist. Sondern wenn die Ladeschlussspannung erreicht wurde. Das ist ein
Unterschied!
jc7 schrieb:> wenn wenn die Batterie voll> ist. Sondern wenn die Ladeschlussspannung erreicht wurde. Das ist ein> Unterschied!
Ich sags ja, jetzt wirds wieder esoterisch.
Kann der Akku noch freie Energie in Form von dunkler Materie speichern
oder warum soll der nicht voll sein wenn die Ladeschlussspannung
erreicht ist?
Der Andere schrieb:> jc7 schrieb:>> wenn wenn die Batterie voll>> ist. Sondern wenn die Ladeschlussspannung erreicht wurde. Das ist ein>> Unterschied!>> Ich sags ja, jetzt wirds wieder esoterisch.> Kann der Akku noch freie Energie in Form von dunkler Materie speichern> oder warum soll der nicht voll sein wenn die Ladeschlussspannung> erreicht ist?
Ja es wird weiterhin Energie aufgenommen. Die Autoindustrie würde es
freuen wenn es anders wäre. Dann wäre - mit genügend Leistung - jedes
E-Auto in Sekundenschnelle geladen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ladeverfahren
jc7 schrieb:> Dann wäre - mit genügend Leistung - jedes> E-Auto in Sekundenschnelle geladen.
Du redest jetzt von Strömen im kA Bereich wo der Innenwiderstand des
Akkus relevant wird.
Jens C. schrieb:> 6 x 100Wp
Wirst du deinen 120Ah Akku nicht in Verlegenheit bringen, ausser er ist
schon kaputt.
Rolf B. schrieb:> grundsätzlich ist ein echter MPPT Regler besser bzw. bringt die> meiste> Energie.> Der Unterschied ist nicht immer einfach.
Das finde ich auch, die Unterschiede sind nicht immer einfach zu
interpretieren, bzw. das Resultat daraus nicht so leicht zu fassen.
Ich hatte vorhin mit einem Techniker von IVT telefoniert. Deren Regler
(MPPT 30A) besitzt zum einem einen Timer der morgens für eine Stunde
einschaltet und mit höherer Spannung (über 14V) versucht die Batterie
möglichst voll zu laden. Über den Tag wird die Spannung dann auf einen
Wert stabilisiert (z.B. 13,8V). Dann gibt es noch ein drittes Verfahren
zur Regenerierung.
Ob das optimal ist, sei dahin gestellt. Es ist tatsächlich auch jeder
MPPT etwas unterschiedlich in der Vorgehensweise.
jc7 schrieb:> Ich hatte vorhin mit einem Techniker von IVT telefoniert. Deren Regler> (MPPT 30A) besitzt zum einem einen Timer der morgens für eine Stunde> einschaltet und mit höherer Spannung (über 14V) versucht die Batterie> möglichst voll zu laden.
Das ist in sich schon eine Falschaussage, nicht der Laderegler bestimmt
die Spannung sondern der Akku, bzw. sind Solarzellen Stromquellen und
nicht Spannungsquellen, Herr Ohm lässt grüßen
Rolf B. schrieb:> jc7 schrieb:>> Ich hatte vorhin mit einem Techniker von IVT telefoniert. Deren Regler>> (MPPT 30A) besitzt zum einem einen Timer der morgens für eine Stunde>> einschaltet und mit höherer Spannung (über 14V) versucht die Batterie>> möglichst voll zu laden.>> Das ist in sich schon eine Falschaussage, nicht der Laderegler bestimmt> die Spannung sondern der Akku, bzw. sind Solarzellen Stromquellen und> nicht Spannungsquellen, Herr Ohm lässt grüßen
Ihr wollt mir wohl immer Fehler unterstellen?
Ein DCDC-Wandler kann eben die Spannung auf einen Wert konstant halten
(sofern nicht die Leistungsabfrage durch leere Batterie oder Last zu
hoch, bzw. die Solarleistung zu niedrig ist), ein Schalter wie in den
anderen Regler kann genau dies eben nicht.
Ohmsches Gesetz beachten! oder kannst Du mit Solarzellen deinen Akku mit
Konstantstrom laden? Wie bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen!
unbelehrbar bin dann raus
Rolf B. schrieb:> Ohmsches Gesetz beachten!>> unbelehrbar bin dann raus
Dem schließe ich mich an. Hab zwar bis jetzt meinen Senf noch nicht dazu
gegeben, solange Ladeverfahren nach jc7 Gesetz als direkten Nachfolger
vom Ohmschen Gesetz diskutiert werden belasse ich es auch beim
Schmunzeln...
Rolf B. schrieb:> Ohmsches Gesetz beachten! oder kannst Du mit Solarzellen deinen> Akku mit> Konstantstrom laden? Wie bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen!>> unbelehrbar bin dann raus
Frage stellen und sich dann verabschieden. Das sind mir die richtigen.
Man merkt deutlich die Abwehr.
na dann...
also die hier machen es ähnlich:
Großteil-Ladung (Bulk):
In dieser Stufe hat die Batteriespannung noch nicht die Starkladung
erreicht, 100% der verfügbaren Solarenergie werden dazu verwendet, die
Batterie aufzuladen.
Starkladung
Wenn die Batterie auf den Boost-Spannungsvollwert aufgeladen wurde, wird
die Konstantspannungsregelung verwendet, um Erhitzen und übermäßige
Batteriegasbildung zu verhindern. Die Boost-Phase bleibt für einige Zeit
bestehen, bis sie zur Erhaltungsladung übergeht. Jedes Mal, wenn der
Regler eingeschaltet wird, wird der Ladevorgang in die Starkladungsphase
eintreten, wenn der Laderegler weder Entladung noch Überspannung
erkennt.
Float-Ladung
Nach der Boost-Spannungsphase wird der iTracer die Batteriespannung
reduzieren, um sich im Spannungssollwert einzupendeln. Wenn die Batterie
vollgeladen ist, werden keine weiteren chemischen Reaktionen auftreten
und der gesamte Ladestrom überträgt sich zeitgleich auf Wärme und Gas.
Anschließend wird der iTracer die Spannung in der Floating-Phase
reduzieren und mit geringerer Ladespannung und geringerem Strom
aufladen. Der Regler setzt die Temperatur der Batterie herab, verhindert
die Gasbildung, und lädt zur selben Zeit geringfügig die Batterie auf.
Der Zweck der Float-Phase besteht darin, den Stromverbrauch, welcher
durch Selbstverbrauch und geringe Belastung im gesamten System
verursacht wird, unter Beibehaltung der vollen Speicherkapazität der
Batterie auszugleichen. Sobald die Float-Phase eintritt, können Ladungen
weiterhin Strom aus der Batterie ziehen. Falls die Systemlast(en) den
Solarladestrom überschreiten, wird der Regler nicht mehr in der Lage
sein, den Akku am Float-Sollpunkt aufrecht zu erhalten. Sollte die
Batteriespannung unterhalb der Boost-Return Spannung bleiben, wird der
Regler die Float-Phase beenden und zur Großteil-Ladung zurückkehren.
https://www.energie24.land/Photovoltaik--Solarenergie--Sonnenstrom--Solar--PV/Photovoltaik--Solar--Laderegler--Sonnenenergie--Sonnenstrom/Funktionsweise--Der-Laderegler-MPPT-Laderegler-und-PVM/Laderegler-IT4415ND-MPPT-45A-12-48V.html
Das für meinen Fall interessanteste:
> Sobald die Float-Phase eintritt, können Ladungen weiterhin Strom aus der >
Batterie ziehen. Falls die Systemlast(en) den Solarladestrom
> überschreiten, wird der Regler nicht mehr in der Lage sein, den Akku am> Float-Sollpunkt aufrecht zu erhalten. Sollte die Batteriespannung> unterhalb der Boost-Return Spannung bleiben, wird der Regler die Float-> Phase beenden und zur Großteil-Ladung zurückkehren.
Es wird versucht die Spannung konstant zu halten. Erst wenn das nicht
mehr gelingt tritt das System in die Bulk-Ladephase ein bzw. in einen
neuen Zyklus.
Es ist also ganz anders, als das Pendeln wie beim Längsschalter.
Noch ergänzend: Im Grunde ist es dem Konzept von IVT ähnlich. Bloß dass
hier auch im Laufe des Tages eine neue Ladephase begonnen werden kann.
Was natürlich ein Vorteil ist....
Harald W. schrieb:> Nun, das Problem ist, das der TO von "PWM-Reglern" spricht.> Er hat aber vermutlich ganz normale Regler, die einen Kompa-> rator mit Hysterese beinhalten. Da ist es ganz normal, das> diese bei vollem Akku abschalten und bei nicht mehr ganz> vollen Akku wieder eischalten. Hier von "PWM" zu sprechen,> ist irgendwie unzutreffend.
Ah ok, es gibt wohl auch echte Shunt-Regler (mit höherer Frequenz) die
die Spannung möglichst konstant halten und nicht per Hysterese schalten.
Das war mir nicht bewusst. Dann tritt der Effekt der bei mir auftritt,
mit diesen Shunt-Reglern vermutlich auch nicht auf.