Mainboard LED leuchten nur

Gast #5122075
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Hallo
Ich habe hier hier ein IB887 Mainboard.
Wenn ich das einschalte, dann leuchten Power und HDD LED dauerhaft.
Kommt kein Ton aus dem Lautsprecher und kein Bild.
3 Sicherungen habe ich gefunden, diese sind in Ordnung.
Habt Ihr Vorschläge für die Fehlersuche, wollte mal sehen ob es wieder 
zum Leben zu erwecken ist.

Danke Euch schon mal.
Angehängte Dateien:
Gast #5122138
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Hatte ich vergessen...
CMOS Reset habe ich gemacht, Speicher war drin, geht weder mit noch 
ohne. Wie gesagt, kein Piepton.
BIOS neu flashen geht nicht, da das Teil gar nicht anspringt, wie 
geschrieben kein Bild kein nix.
Für eine Post Code Karte fehlt mir der Steckplatz.
Ich vermute irgendetwas an der Hardware.
#5122139
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Damals hat es vielleicht funktioniert in das Bios zu kommen obwohl kein 
RAM und kein Prozessor drin war (lief ja alles über das Bios), aber 
heutzutage muss man eine CPU und Arbeitsspeicher drin haben damit etwas 
läuft.

Besorge dir vom Hersteller des Mainboards eine Anleitung um die 
Fehlercodes (LED-blinken, Buzzer piepsen) identifizieren zu können.
#5122173
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BIOS kann man auch, wenn das Board tot ist, neu flashen.
- entweder gesockelten Chip ausbauen
- ungesockelten Chip auslöten
- mit etwas Glück ist ein (eventuell undokumentierter) Header da, wo man 
die seriellen FLASHs extern ansprechen kann
- oder für SO8 Gehäuse gibt es einen Aufsatzclip, womit man den Flash 
ebenfalls onboard neu proggen kann
Gast #5122204
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Fehlercodes bringen nichts, es kommt kein Piepsen.Blinken tut auch 
nichts, LED brennten dauerhaft. Im Handbuch stehen eh keine Fehlercodes 
drin.
Ja, es ist ein Atom und er wird ohne Kühlung so jetzt 50Grad, also alles 
ok wegen der Wärme.
Das Problem ist auch, das es ein BIOS ist was nicht vom Boardhersteller 
ist sondern von Einer anderen Firma und die rücken keines raus. Die 
möchten ja das man neunkauft und nicht repariert.
Vielleicht könnte man es an einem anderen Baugleichen Board auslesen.
Bin mir aber nicht so wirklich sicher, ob es am BIOS liegt.
Gast #5122214
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BIOS-Chip ist höchstwahrscheinlich der SO-8 mit den drei farbigen 
Punkten. Bei einem ähnlichen Fall habe ich den ausgelötet und einen 
Hotflash auf einem alten AM2-Board mit DIP8-Sockel gemacht (FLASHROM 
unter Linux, da gibts kein Gemecker wegen falscher BIOS-ID, kann aber 
nicht alle Boards/Chipsätze).

Hast Du mal versucht, mechanischen Druck auf die großen Chips auszuüben 
und dabei einzuschalten? Das wären dann die BGA-Kontakte, dann könnte 
man mit dem Ofen etwas pfuschen.

Man könnte auch von ein paar von den Chips die Datenblätter suchen und 
die Betriebsspannungen prüfen.

Alles in Allem aber nicht die Zeit wert.
Gast #5122406
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Der mit den bunten Punkten ist ein pct25vf016b.
Ich dachte der Winbond w83627ehg ist der wo das BIOS mit drin ist.

Selbst wenn ich flashen könnte, mir fehlt immer noch ein Datei zum 
flashen. Vermutlich wird sich da auch aus einem anderen Chip nichts 
auslesen lassen. Denke das wird gesperrt sein oder irre ich mich da? Mit 
Oszi kann ich erst heute Abend mal nachsehen, ebenso ab die Chips 
eventuell ne Kälte Lötstelle haben. Na das wäre es ja wenn es daran 
lögen würde.
Die Zeit ist es schon wert, so ein Board kostet mehr als 100€, da lohnt 
es sich doch schon mal nachzusehen.
Bin mir auch nicht sicher, ob das Betriebssystem nicht an die 
Netzwerkkarten gebunden ist, denn dann kann ich nicht so einfach ein 
anderes Board nehmen.
#5122424
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Kaminsky schrieb:
> Bin mir auch nicht sicher, ob das Betriebssystem nicht an die
> Netzwerkkarten gebunden ist, denn dann kann ich nicht so einfach ein
> anderes Board nehmen.

Das wird nicht nur an die MAC-ID vom Netzwerkchip gebunden sein, sondern 
auch noch an die CPU-ID und andere Sachen.
Wenn der Netzwerkchip ein eigenes Serielles EEPROM hat (war bei den 100 
MHz Realtek NIC's z.B. so) dann kann man auch diesen Chip tauschen oder 
umprogrammieren. Bei Industrieboards waren das z.B. gesockelte DIL8 
Ausführungen. So mußte man beim Mainboardtausch nicht zwingend Windows 
neu installieren
Gast #5122440
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Der pct25vf016b ist schon der Richtige. Auslesen kann man ihn, wie 
sollte denn sonst das BIOS ausgeführt werden? ;) Höchstens verschlüsselt 
(XBOX iirc).

Der Rechner muss doch einen Hersteller haben, dieser stellt evtl BIOS 
updates bereit.
Persönliche Seite #5122682
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*.* schrieb:
> Es gibt Mainboards, die mit leerer Batterie nicht hochfahren...

Jetzt, da du es erwähnst, fällt es mir wieder ein:

Ich hatte vor ein paar Wochen ein ASUS Notebook auf meinem Tisch, 
welches die selben Symptome zeigte. Es ließ sich erst wieder starten 
nachdem die (volle!) Pufferbatterie entfernt und nach einiger Zeit 
wieder eingesetzt wurde. Alle vorherigen Maßnahmen (Tausch von HDD, RAM 
usw.) Waren erfolglos.
Gast #5122882
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So, da bin ich wieder.. die Batterie ist voll.
Irgendwo ist ne Kälte Lötstelle, wenn ich etwas Druck auf die Pkatine 
ausübe dan piept der Lautsprecher schon mal und ich kann über den Taster 
das Board auch wieder ausschalten was ohne Druck nicht geht.

So, was ist jetzt am besten?
Flux drauf und in den Backofen oder mit Heißluft versuchen?
Im Backofen gehen mir die ganzen Kustoffteile flöten denke ich.
Was meint ihr?
Gast #5122976
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Die Bauteile sind heutzutage für den Backofen ausgelegt - aber alles, 
was nach Thermoplast aussieht und entfernbar ist, sollte weg. Aufkleber 
werden auch leiden.

Ich lege da ein Stück Lötzinn auf die Platine, wenn das geschmolzen ist, 
ist gut. Und ja, das ist die Pfuschermethode.
Gast #5123008
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Ja, ist mir klar das es Pfusch ist, aber ne Reworkstation hat ja nicht 
jeder im Keller.

Das mit dem Thermoplast ist Mist..
Der CF Kartenhalter, LVDS, Batterie usw. Lassen sich nicht demontieren. 
Dann bleibt da wohl nur Heißluft.
Mist... na ich werd im Ofen vorheizen.
Das letzte was ich so gemacht hab war mein altes iPhone 4.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Ich werde berichten..
#5123012
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Kaminsky schrieb:
> Irgendwo ist ne Kälte Lötstelle, wenn ich etwas Druck auf die Pkatine
> ausübe dan piept der Lautsprecher schon mal und ich kann über den Taster
> das Board auch wieder ausschalten was ohne Druck nicht geht.

Dann würde ich dir empfehlen, eine Mikroskopkamera zu nutzen oder
mit einem Objektiv einer Kamera die Lötstellen zu durchforsten...

Du kannst das alles aber im Backrohr schmoren lassen:-))
Gast #5123022
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Hab mir das ganze schon unter dem Mikroskop angesehen, ist nichts 
aufälliges.
Es scheint der Grafikchip zu sein, denn wenn den drücke springt auch der 
Monitor an.
Nee, Backofen wird wohl nichts wegen der Kunststoffteile.
(Firma: matzetronics) #5123065
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Habe die Backofen Prozedur bei meinem Fernseher gerade wieder hinter mir 
(hat vorher 14 Monate gehalten).
Temperatur auf knapp über 200°C stellen (205°C - 210°C sind optimal), am 
besten mit Thermometer direkt am Board messen. CI Slot, USB und HDMI 
Buchsen sowie RJ45 leiden nicht darunter.
10 Minuten backen, dann den Ofen abschalten und die Tür nur leicht 
öffnen. Langsam abkühlen lassen und das Board nicht bewegen! Ab etwa 
60°C dann Tür ganz öffnen und ggf. Board entnehmen.
(Firma: matzetronics) #5123891
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Kaminsky schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> Habe die Backofen Prozedur bei meinem Fernseher gerade wieder hinter mir
>
> Was hast an Flußmittel genommen?

Gar keines - wie sollte man das auch unter die BGA Chips applizieren?
Das Symptom ist bei LG Fernsehern bekannt und ist anscheinend auf zu 
hastiges Abkühlen während der Bestückung zurückzuführen.
Die Prozedur hatte ich vor 14 Monaten schon mal gemacht und letzten 
Mittwoch stieg die Glotze wieder aus.

Marc H. schrieb:
> Aber 200°C könnte etwas wenig sein! Bleifreilot schmilzt bei ca 240°C

Auf keinen Fall! Wenn das Lötzinn zu flüssig wird, fallen die Bauteile 
vom Board, was das sichere Ende bedeutet. Nur bitte knapp 210°C, 
gemessen am Board, erlauben. Der gewünschte Aggregatzustand fürs Zinn 
ist 'zähflüssig'.

Mehr Infos zumindest zu den LG Fernsehern gibt es bei Zedic:
http://zedic.com/lg-42dl550-fix-repair/

Kaminsky schrieb:
> Dann wohl ehr doch die Heißluftstation.

Vorsicht - damit haben sich schon viele Leute Bauteile vom Board 
gepustet. Alles mit Alufolie abdecken, was nicht heiss werden soll und 
mit kleinen Lötzinnstückchen auf dem Chip prüfen, ob die Solltemperatur 
erreicht ist.
Gast #5124435
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Matthias S. schrieb:
> Vorsicht - damit haben sich schon viele Leute Bauteile vom Board
> gepustet. Alles mit Alufolie abdecken, was nicht heiss werden soll und
> mit kleinen Lötzinnstückchen auf dem Chip prüfen, ob die Solltemperatur
> erreicht ist.

Hab ich alles mit Kaptonband gemacht.
Hat auch was gebracht, ich kann das Board jetzt einschalten, es piept 
und scheint eine Bootschlwofe zu haben, denn es piept irgendwann wieder 
uns so weiter.
Leider habe ich weder über VGA noch LVDS ein Bild. Scheint noch irgendwo 
was zu sein.
Als Flux hab ich Amtech 559 genommen, das läuft recht gut drunter wenn 
es warm wird. Ob es jetzt überall angekommen ist weiß ich nicht. 
Spiritus mit Kolophonium wollte ich nicht nehmen. ?

Werd dann morgen doch den Backofen nehmen, entweder es geht, dann ok 
oder ich werde mal denn Chip runter nehmen und per Hand reballen und 
dann wieder in den Ofen stecken.
Im Eimer ist es eh schon.
Danke für Deine Hilfe.

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