Aquarium zerlgen

Gast #5214491
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Ich muss leider das Aquarium meines Vaters stilllegen. Es ist schon 
leergeräumt, jetzt bleibt noch das Problem die Scheiben zu zerlegen.
Ja, Silikon rauskratzen, Scheiben umklappen, fertig. Das Problem sind 
leider die Dimensionen: 300 cm x 210 cm x 100 cm, VG 32 mm, laut 
Glasgewichtrechner ca. 1,3 t.
Das Silikon an den Ecken kriegt man vermutlich noch raus, das Problem 
sehe ich in den Versteifungsstreifen ringsum und die überlappen in den 
Kanten noch. Diese Streifen könnte man kaputtschlagen, aber ich 
befürchte das die Seitenscheiben dann auch ausbrechen. Sind Profis hier 
die da Erfahrung haben?

Im Meerwasserforum.info hatte ich das Becken mal vorgestellt:
https://www.meerwasserforum.info/index.php/Thread/70322-Hallo-aus-GE/#post755464
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Gast #5214518
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Rainer U. schrieb:
> Dann würde ich wohl versuchen es anzulösen mit Silikonreiniger - lt.
> Chemie soll Benol auch gehen.
>
> Willst Du es zerstörungsfrei zerlegen / wieder aufbauen?

Zumindest die grossen Scheiben möchte ich zerstörungsfrei rausbekommen, 
die Versteifung kann man ja wieder neu machen. Aber die Frage ist ob 
sich die von den Seiten lösen lassen. Und ob Chemie überhaupt an die 
Klebestellen kommt?
(Firma: Outside the Asylum) #5214593
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Du kannst versuchen dünne Edelstahldrähte (Klaviersaiten) 
durchzuschieben und als Messer zu benutzen.
Funktioniert normal gut bei Aquarien, 3x2m hab ich aber noch nicht 
zerlegt.
Hast Du genug Leute, die die Scheiben halten können wenn das Silikon 
geschnitten ist?
Gast #5214681
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Won K. schrieb:
> Hast Du genug Leute, die die Scheiben halten können wenn das Silikon
> geschnitten ist?

ich bin noch auf der Suche :-) Beim Zusammenbau vor 27 Jahren war ich 
dabei, ich weiss noch was das für eine Schlepperei war. Mit 6 Mann und 
dicken Saugegriffen. Da war das Haus noch im Rohbau und man konnte wenig 
kaputtmachen, jetzt ist es vermutlich besser eine Firma die gut 
versichert ist zu beauftragen.

Mike B. schrieb:
> "oszillierendes Schneidgerät" heisst so ein Teil
> damit wird die Kleberschicht geschnitten, also nicht die IM Verbundglas
> ;)

So etwas habe ich in elektrisch, ein Bosch PMF Multifunktionsdings, 
daran habe ich auch schon gedacht. Damit bekommt man vielleicht die 
dicken Silikonfugen der Front weggesägt. Die sind übrigends nach 27 
Jahren immer noch einwandfrei und elastisch.
#5214789
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Bist du denn sicher, dass der ganze Auffwand sich lohnt? Es wird 
bestimmt nicht leicht sein, einen Käufer für das Glas zu finden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ein Aquarium aufbauen will 
und dann ein so altes Glas verwenden will, welches auch noch neu 
verklebt werden muss. (Macht ein Aquariumbauer das überhaupt bei so 
einem alten Glas?) Es wird doch bestimmt in den 27 Jahren einiges an 
Kratzern vom Reinigen bekommen haben. Auch wenn das Glas neu bestimmt 
nicht wenig Geld kosten wird, macht es doch nur einen eher kleinen Teil 
aus, von dem, was ein neues Meerwasseraquarium kostet und wer wird da 
gerade am Glas sparen und dafür die Gebrauchspuren in Kauf nehmen.
Vielleicht liege ich da ja auch völlig falsch, aber das sind so meine 
ersten Gedanken dazu.

Grüße Thomas
Gast #5214835
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Danke für eure bisherigen Beiträge,

Thomas L. schrieb:
> Bist du denn sicher, dass der ganze Auffwand sich lohnt? Es wird
> bestimmt nicht leicht sein, einen Käufer für das Glas zu finden.

ich möchte kein Vermögen dafür, ein bisschen Aufwandentschädigung oder 
zumindest die Kosten wenn ein Unternehmen das abbauen muss möchte ich 
rausbekommen. Neupreis des nackten Glases dürfte so bei 16 m² x 200€ 
liegen.
Das Glas wurde zwar immer mit einer langen Klinge gereinigt (Algen), 
aber wenn man das richtig macht passiert da nix und da sind auch keine 
grossen Kratzer zu sehen.
Da hatten sich schon Interessenten gemeldet, aber Grösse und Gewicht wg. 
32 mm Glasstärke unterschätzt. Mit Wasser hat man ja fast 7 Tonnen da 
stehen. Und wenn ein Keller darunter ist sollte die Statik vorher 
berechnet werden, hier wurde das Aquarium konstruiert und das Haus 
drumherum gebaut... Es muss auch nicht als Showbecken genutzt werden, 
ein Interessent wollte es als Lager für Steine und Tiere nutzen.
Ich teste morgen mal ob ich mit einem Teppichmesser etwas an den 
Versteifungen ausrichten kann.
Gast #5216201
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Stahldraht habe ich noch, mein Vater war auch passionierter Angler, da 
habe ich noch einiges an dicken Nylonschnüren und Stahldraht müsste auch 
dabei sein.
Bedenken hatte ich bei dem Teil auf dem Foto, das ist flach aufgeklebt 
und kommt man ja mit dem Seil nicht durch. Aber die Fuge ist 2-3 mm dick 
und man da mit langen Stahlklingen den Kleber rauskratzen. Und ich habe 
eine flache Japansäge, damit ging das ansatzweise auch schon ganz gut. 
Es sind aber eine ganze Menge dieser Verstärkungen eingeklebt und man 
bekommt da nur in Millimeterschritten weiter, das wird eine 
Sisyphusarbeit.
#5216326
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Johannes S. schrieb:
> Ich muss leider das Aquarium meines Vaters stilllegen. Es ist schon
> leergeräumt, jetzt bleibt noch das Problem die Scheiben zu zerlegen.

So ein Becken bliebt im Haus, auch wenn es stillgelegt ist.

Ihr werdet ja den Platz nicht zwingend brauchen, ihr seid ja bisher auch 
so ausgekommen. Und wenn, kann man es als Lagerplatz nutzen. Verdecke 
die Scheiben oder stelle ein Bild dahinter, und gut is.

Du bekommst das Becken niemals an einen anderen Ort.
Gast #5216350
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Den Platz kann man definitv besser nutzen wenn das Glas weg ist, auch 
wenn das Becken nicht zerstörungsfrei zerlegt werden kann. Was stört ist 
der Vorsprung von ca. 40 cm der in den Wohnraum hineinragt und die 
Betonplatte die auch viel Platz in dem Technikraum dahinter kostet.
Alternative Nutzung des Beckens inclusive Pflanzenzucht oder Playmate 
Haltung wurde auch schon diskutiert, aber ich möchte das lieber auf 
'normal' umbauen. Ein bisschen Zeit lasse ich mir noch, wenn ich im 
Lotto gewinne könnte man das ja noch reaktiveren. Aber dann haben meine 
Kinder irgendwann mal das Problem...
Gast #6500887
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Harald W. schrieb:
> ...und? Sind dabei wnigstens einige Scheiben heilgeblieben?

Ja, die Frontscheibe. Wer die haben möchte darf die gerne abholen. Ist 
leider die Unterste im Stapel.

Bernd G. schrieb:
> Da hatte sich jemand einen Traum verwirklicht...

Ja, da hatte mein Vater seeehr viel Geld reingesteckt. Man hätte nur vor 
mindestens 15 Jahren Solarzellen aufs Dach packen müssen, zuletzt waren 
die monatlichen Kosten bei rund 500 €.

Gerade noch den Betonvorsprung mit der dicken Paula bearbeitet.
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