häcksler löst sicherung aus

OP #4108256
Lesenswert?

Hallo
Ich habe ein 2250 watt / der eine einbaute 12 A Sicherung hat.
Und egal wo ich den anstecke selbst an ein unbenutzten 16A B LS haut es 
den JEDES mal raus.
Habe ihn mal aufgemacht und vermessen konnte kein Fehler finden nur 
kommt der der Motor mit 2,3 Ohm mir komisch vor.

Die meisten Motoren die ich bis jetzt für 230 volt hatte waren um 20-150 
Ohm.

Liegt das jetzt an dem LS vom typ B oder dem Motor ?

DANKE
Gast #4108271
Lesenswert?

DAVID ------ schrieb:
> kommt der der Motor mit 2,3 Ohm mir komisch vor.
>
> Die meisten Motoren die ich bis jetzt für 230 volt hatte waren um 20-150
> Ohm.
>
> Liegt das jetzt an dem LS vom typ B oder dem Motor ?

Rechne mal:
I = U/R
230V / 2,3 Ohm = 100 A

P = U * I
230V * 100 A = 23000 Watt

Ich tippe auf einen Windungsschluss.
Gast #4108279
Lesenswert?

Wenn ich mir nicht sicher bin, ob es der Einschaltstrom ist oder ein 
windiger Schluss ist, schließe ich immer eine möglichst lange 
Kabeltrommel davor an. Mag mich der Automat dann immer noch nicht, so 
ist sehr wahrscheinlich mit der Windung Schluss.
Gast #4108394
Lesenswert?

DAVID ------ schrieb:
> Ich habe ein 2250 watt / der eine einbaute 12 A Sicherung hat.

Schmelzsicherung? Die sind gewöhnlich träger als Automaten.

> Und egal wo ich den anstecke selbst an ein unbenutzten 16A B LS haut es
> den JEDES mal raus.

Hat denn das schon mal geklappt, z.B. früher?

> Habe ihn mal aufgemacht und vermessen konnte kein Fehler finden nur
> kommt der der Motor mit 2,3 Ohm mir komisch vor.

Gleichstromwiderstände sind da nicht gerade aussagekräftig.
Bei Wechselstrom wirkt die Induktivität mit. Ist zumindest kein
Kurzschluss.

> Die meisten Motoren die ich bis jetzt für 230 volt hatte waren um 20-150
> Ohm.

Aber sicher nicht bei über zwei KW, oder?

Besteht die Möglichkeit eine Schmelzsicherung zu benutzen?
Andere Alternative wäre eine Softstartschaltung die den Motor
langsam anlaufen lässt. In neueren Geräten findet man heutzutage
so ein kleines Modul, dass den Sanftstart vornimmt.

Kondensatoren im Nanobereich sind nur zum Entstören und selten defekt.
OP #4108436
Lesenswert?

Wollmilchsau schrieb:
> DAVID ------ schrieb:
>> Ich habe ein 2250 watt / der eine einbaute 12 A Sicherung hat.
>
> Schmelzsicherung? Die sind gewöhnlich träger als Automaten.

Weis nicht denke nicht ist eine zurückstell Sicherung zum drücken beim 
griff.
ich habe den motor auch test halber gegen eine 40 watt funzel getauscht 
aber da war alles ok also muss es der Motor sein.


>> Und egal wo ich den anstecke selbst an ein unbenutzten 16A B LS haut es
>> den JEDES mal raus.
>
> Hat denn das schon mal geklappt, z.B. früher?

Kommt vom flomarkt und der motor hat gebrachsspuren die nich erst seit 
gestern da sind.

>
>> Habe ihn mal aufgemacht und vermessen konnte kein Fehler finden nur
>> kommt der der Motor mit 2,3 Ohm mir komisch vor.
>
> Gleichstromwiderstände sind da nicht gerade aussagekräftig.
> Bei Wechselstrom wirkt die Induktivität mit. Ist zumindest kein
> Kurzschluss.
>
>> Die meisten Motoren die ich bis jetzt für 230 volt hatte waren um 20-150
>> Ohm.
>
> Aber sicher nicht bei über zwei KW, oder?

Ne meist um die 100-500 watt.

>
> Besteht die Möglichkeit eine Schmelzsicherung zu benutzen?
Ne leider nicht nur 2oder 3 LS parallel
.
> Andere Alternative wäre eine Softstartschaltung die den Motor
> langsam anlaufen lässt. In neueren Geräten findet man heutzutage
> so ein kleines Modul, dass den Sanftstart vornimmt.

Wäre denkbar das mal eins eingebaut war aber kann ich nicht genau sagen
aber woll eher nicht unsere Gartenpumpe mit 2000 watt hat nur ein elko 
an der seite (wieder zum entstören ein 0,22nf aber auch keine 
Begrenzung.

> Kondensatoren im Nanobereich sind nur zum Entstören und selten defekt.
Das weis ich.
#4108557
Lesenswert?

Mach doch bitte mal ein Bild von dem Motor. Das wird doch sonst wieder 
eine unendliche Geschichte. Ich hab nicht den blassesten Schimmer was da 
für ein Motor verbaut ist und dumm sterben will ich auch nicht.

Und eine 40W Funzel zieht nicht annähernd so viel Startstrom wie ein 2kW 
Kondensatormotor. Einen 2kW Universalmotor werden sie da nicht eingebaut 
haben, oder?
#4108624
Lesenswert?

Schmunzler schrieb:
> Rechne mal:
> I = U/R
> 230V / 2,3 Ohm = 100 A
>
> P = U * I
> 230V * 100 A = 23000 Watt
>
> Ich tippe auf einen Windungsschluss.

Das ist eine Gleichstromrechnung!!!

DAVID ------ schrieb:
> Ich habe ein 2250 watt / der eine einbaute 12 A Sicherung hat.
> Und egal wo ich den anstecke selbst an ein unbenutzten 16A B LS haut es
> den JEDES mal raus.

Welchen haut es denn raus? Den eingebauten (Überlastschalter?)
oder den 16A B LS?

Wenn es der 16A B LS ist, dann auf 16A C tauschen - Anlaufstrom !

Falls der eingebaute abschaltet, ist der möglicherweise defekt, so
wie in vielen Kabeltrommeln...


Gruß
Mani
#4108629
Lesenswert?

Ach du heilige Scheiße. Wer bitte baut denn einen Universalmotor in 
einen Häcksler ein ...

Najo gut. Zieh mal die Stecker von den Kohlen ab, ggf. Kohlen ausbauen, 
dann kannst Du die Ständer- und Rotorwicklungen getrennt messen. Die 
Ständerwicklung ist meistens sehr niederohmig, also schwer messbar. Miss 
beide auch gegen das Gehäuse, solche Motoren neigen gerne mal zu 
Erdschlüssen. Sind die Kohlestifte noch lang genug?

Wie sieht der Kollektor aus? Ist eine der Lamellen stärker angebrannt 
als der Rest? Wenn ja, Wicklungsschaden auf dem Rotor.

Du kannst auch probieren, mal 12Vdc an den Motor anzuschließen. 
Waschmaschinenmotoren laufen damit an, also müßte dieser es auch tun. 
Wenn irgendwas blitzt und dampft, ist er wohl defekt.

Hat dieses Ding eine Art Softstart ähnlich wie die meisten Staubsauger? 
Das ist bei diesen Motoren sehr einfach durch eine 
Phasenanschnittsteuerung realisierbar.
Gast #4108666
Lesenswert?

Schmunzler schrieb:
> DAVID ------ schrieb:
>> kommt der der Motor mit 2,3 Ohm mir komisch vor.
>>
>> Die meisten Motoren die ich bis jetzt für 230 volt hatte waren um 20-150
>> Ohm.
>>
>> Liegt das jetzt an dem LS vom typ B oder dem Motor ?
>
> Rechne mal:
> I = U/R
> 230V / 2,3 Ohm = 100 A
>
> P = U * I
> 230V * 100 A = 23000 Watt
>
> Ich tippe auf einen Windungsschluss.

Ich nicht!

Die 100A (Anlaufstrom) sind nich ungewöhnlich, nachdem der Motor 10A 
Nennstrom hat, ist ein Anlaufstrom mit Faktor 10 durchaus normal. Da 
passen auch die 2,3 Ohm Wicklungswiderstand recht gut, das klingt 
plausibel für einen Motor miot 10A Nennstrom. Wie willst man auch durch 
einen Motor mit 50Ohm Wicklung 10A im Normalbetrieb durchbekommen, Hmm?

Und nein, der ohmsche Widerstand der Wicklung (also des Kupfers) sinkt 
nicht, wenn sich der Motor dreht...

Ich habe das gleiche Problem mit einer elektrischen Kettensäge. An einer 
Steckdose mit 16A B-Charakteristik geht da nichts. Glücklicherweise hat 
die Steckdose im Garten bei mir noch eine Schmelzsicherung.

Lösung:
Tausch den Automaten gegen z.B. 13A C-Charakteristik (ob 16A C erlaubt 
sind, muss man klären, vermutlich schon). Dann sollte Ruhe sein.

@magic smoke:
Was ist an einem Universalmotor denn so schlecht? Der Wirkungsgrad ist 
ok und das Anlaufmoment ist nett. Die Kohlen halten lang genug für einen 
Häcksler. Meiner Meinung ist ein Universalmotor eine gute Wahl für einen 
für diese Anwendung, vor allem wegen dem tollen Anlaufmoment.
Sachen wie Mixer, Häcksler, Bohrmaschinenen ist DIE klassischen 
Anwendungen für einen Universalmotor.
Gast #4108719
Lesenswert?

Mein Vater hat eine Kreissäge mit 2,2KW. An normalen Sicherungsautomaten 
kann man dieses Gerät kaum sinnvoll betreiben. Die Sicherung fliegt 
(mangels Sanfanlauf) beim Einschalten oft raus.

Da er den gleichen Effekt bei mehreren Baumaschinen hatte, zog er es vor 
je eine Steckdose im Keller und Garten auf Schmelzsicherungen umzubauen.
Gast #4108742
Lesenswert?

Udo Schmitt schrieb:
> Ein Häcksler braucht ein hohes Anlaufmoment, falls da noch Häckselgut in
> den Walzen steckt.
> Ausserdem sind Universalmotoren billiger und der typische Deutsche kauft
> Geiz ist Geil beim Baumarkt.

Bei den Spezialisten Lidl und Aldi gibt es das meist billiger - im 
Angebot.
#4108765
Lesenswert?

Helmut Lenzen schrieb:
> Das er ohne Last durchgehen kann.

In den billigsten Elektrogeräten sind überall Universalmotore eingebaut, 
egal ob Handkreissäge, Bohrmaschine, Stichsäge, Flex, aber auch 
halbstationäre Geräte wie Kappsägen, die klassisch nicht 
drehzahlgeregelt werden.
Eigentlich hast du recht, ein Universalmotor ist aufwändiger im Aufbau, 
aber die billigsten Geräte im Baumarkt haben den Universalmotor.
#4108776
Lesenswert?

Udo Schmitt schrieb:
> egal ob Handkreissäge, Bohrmaschine, Stichsäge, Flex, aber auch
> halbstationäre Geräte wie Kappsägen, die klassisch nicht
> drehzahlgeregelt werden.

Das ist richtig Udo, aber die haben ein Getriebe drin das auch Verluste 
hat und damit als Last die obere Drehzahl begrenzt. Lass mal so einen 
Motor ohne so ein Getriebe drehen. Da geht man schon mal einen Schritt 
zurueck in Deckung wenn das Ding immer weiter hochheult.
#4108783
Lesenswert?

Ihr immer mit eurem Durchgehen. Hätte ich mir gleich denken können, daß 
der Helmut wieder mit diesem seinem geistigen Dünnschiss daherkommt.

Ich habs bislang noch nicht geschafft, so einen Motor im Leerlauf an 
Netzspannung zu zerlegen. Das passiert noch nicht mal bei den recht 
leistungsstarken Waschmaschinenmotoren. Da geben nur irgendwann die 
Lager auf, die Wicklung reißt es nicht aus den Nuten.

Die einzigen Motoren, wo das wirklich passiert, sind die Fahrmotoren 
bei der Bahn. Die sind nicht für hohe Drehzahlen konstruiert (nur 
4000..5000 U/min), haben das nötige Megawatt an Leistung und 
dementsprechend viel schweres Kupfer auf dem Rotor. Aber wer bitte hat 
hier so ein Ding im Hausgebrauch?
#4108792
Lesenswert?

Helmut Lenzen schrieb:
> Das ist richtig Udo, aber die haben ein Getriebe drin das auch Verluste
> hat und damit als Last die obere Drehzahl begrenzt.

Meiner Meinung nach nicht alle

;o) schrieb:
> Weil die Drehzahlregelung bei Universalmotore nun einmal billiger und
> kleiner ist.

Schau dir mal die ganzen Kappsägen an. Die billigsten im Baumarkt haben 
keinen Sanftanlauf und keine Drehzahlregelung und trotzdem einen 
Universalmotor. Ein Kondensatrmotor kriegst du nur bei den teuren (z.B. 
Metabo, aber nicht die Baumarktreihe) und zahlst mehr dafür.
Gast #4109267
Lesenswert?

Die Universalmotoren sind nun mal klein und damit auch billig. In der 
Regel ist mit auf der Welle der Lüfter als Grundlast, was wohl schon 
ausreicht um die Drehzahl zu begrenzen. Die meisten der Motoren sind 
schon so ausgelegt, dass die Statorwicklung schon mit den Leerlaufstrom 
relativ nahe an der Sättigung ist. Entsprechend ist die Drehzahl nicht 
so stark von der Belastung abhängig, wie man es ggf. meinen könnte. 
Zunehmend findet man auch Geräte mit Drehzahlregelung / Sanftanlauf. 
Bei gleicher Größe erlaubt das etwas mehr Leistung und der je nach Gerät 
vorgeschriebene Wiederanlaufschutz erfordert ja ggf. sowieso ein 
Schaltelement.

2200 W sind ohne Anlaufstrombegrenzung schon ein Problem, bzw. braucht 
eine träge Sicherung. Ist da ggf. eine ausgefallene Elektronik mit drin 
?

Die Eingebaute Sicherung ist vermutlich ein thermischer Motorschutz, 
also eine Art besonders träge Sicherung, um das Gerät bei längerer 
Überlast abzuschalten.
Gast #4109650
Lesenswert?

Lurchi schrieb:
> 2200 W sind ohne Anlaufstrombegrenzung schon ein Problem

Eigentlich ja. Frage mich gerade, warum üblicherweise auch ein 
B10A-Automat dabei nicht auslöst. Vielleicht ist am Schalter noch so ein 
Widerstand, der kurz in Reihe geschaltet, und dann gebrückt wird. 
Vergleichbar mit größeren Trennjägern, die haben (wenn ohne Elektronik) 
alle sowas.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren