falsche Wattangabe auf Glühlampen

OP #4255653
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Sehr geehrte Leser :D

zufällig habe ich heute festgestellt, dass ich 2 "Birnen" habe, auf 
denen 75 W steht aber tatsächlich 100 W eingebaut sind. Das kam daher, 
weil ich mir von einem Kumpel ein Energieverbrauchsmessdingens geliehen 
habe und wollte mal checken, ob das Ding richtig misst. Und bei eben der 
75 W "Birne" zeigte das Teil 100 Watt an und meine Strommessung zeigte 
bei 229V Spannung 438 mA Stromaufnahme an = 100,3 Watt. Bei den anderen 
Lampen passte der aufgedruckte Wert wie auch der Messwert von dem 
Stromverbrauchsmesser.

Die Dinger aka "Birnen" kommen wohl aus Russland, steht jedenfalls in 
lateinischer und kyrillischer Schrift
ECOLUX bzw.
EKOЛУКС

drauf.

Hat jemand sowas auch schon mal gefunden?
OP #4255765
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Max D. schrieb:
> Die sind halt extra hell für Ihre Leistung :P

Für die angegebene Leistung! Eine Angeber-Birne :D

(ihre schreibt man klein, ist ja keine Anrede :P)

Es sind 230V Birnen, denn soooo alt sind die Dinger nicht, ich habe die 
2012 gekauft. Unter den selben 75W Birnen sind auch welche, die 
tatsächlich 75W machen.

Vllt. hat das was mit dem Verkaufsverbot in der EU zu tun. Als 100W 
verboten wurde, labelte man sie eben mit 75W und konnte so die 
Überproduktion verkaufen.

> Was steht im Datenblatt?

Datenblatt? Was'n das? :D

So wie im Bild oben sieht die Verpackung aus und man kann die für den 
Schotter kaufen, für den ich die damals gekauft habe, irgendwas um 75 
Cent/St., nur konnte ich die einzeln kaufen und nicht gleich ein 10er 
Pack. Wer's brauch: 
http://gd-world.rakuten-shop.de/sp/ecolux-gluehbirne-ecolux-10-stueck-75-watt-gluehlampe-e27-klar-birne-842634861.html
Angehängte Dateien:
#4256144
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Rufus Τ. F. schrieb:

>> dass ich 2 "Birnen" habe, auf denen 75 W steht aber tatsächlich 100 W
>> eingebaut sind.
>
> Das wird einfach ein Fertigungsfehler sein. Überleg' mal, zu welchen
> Bedingungen die Dinger wo hergestellt wurden.

Wenn der Fertigungsfehler allerdings darin besteht, das der Draht
zu kurz ist, werden die Lampen wohl nach wenigen Stunden den Geist
aufgeben.
#4256155
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Eher einfach falsch bestempelt oder wie vermutet um das 
100-W-Glühbirnenverbot zu umgehen und den Bestand zu verkaufen...


@Harald: Korinthenk... ;) Macht aber nicht soviel aus, da die 
abgestrahlte Leistung in der dritten Potenz steigt und die Temperatur 
also nicht linear folgt... habe ich jetzt aber keine Lust 
auszurechnen...


@Thorfinn: Das bezieht sich auf eine durchschnittliche Brenndauer von 
ca. 3 Stunden pro Tag, habe ich im Kopf.
OP #4256377
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Tcf K. schrieb:
> @Thorfinn: Das bezieht sich auf eine durchschnittliche Brenndauer von
> ca. 3 Stunden pro Tag, habe ich im Kopf.

Mehr geht ja auch im Schnitt kaum. Entweder Stromausfall oder zu teuer, 
da wo die hergestellt werden.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Das wird einfach ein Fertigungsfehler sein. Überleg' mal, zu welchen
> Bedingungen die Dinger wo hergestellt wurden.

Wo die gebaut wurden steht nicht drauf. Da die halbe Packung aus 
kyrillischer Schrift besteht, würde ich vermuten in (Neu-/Weiß-)Russland 
oder Bulgarien oder so..... <etwas später> Die Teile kommen aus 
Bulgarien also EU. Da steht nämlich auf bulgarisch "Една година живот" 
drauf = ein Jahr Leben.

Harald W. schrieb:
> Wenn der Fertigungsfehler allerdings darin besteht, das der Draht
> zu kurz ist, werden die Lampen wohl nach wenigen Stunden den Geist
> aufgeben.

Dann haben die aber sehr gut zu früh abgeschnitten, weil die 100 Watt 
passen ziemlich genau. Daher halte ich für zu früh abgeschippelt leider 
für unzutreffend.
OP #4256513
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Nun, deswegen müssen sie nicht daher kommen, sie können auch einfach nur
> für den bulgarischen Markt produziert worden sein.

2 Gründe, die dagegen sprechen:
1. Du meinst ernsthaft, das Dumpinglohnland schlechthin importiert 
Waren?

2. Käme das Zeug aus China stünde da wohl "Made in China" drauf o. ä. 
Aber die Bulgaren schreiben niemals "Made in Bulgaria" drauf, das würde 
doch keiner kaufen, also lässt man es weg. Es steht eben nichts davon 
auf der Packung, nichtmal "Made in EU".

Aber so wie die Packung aussieht, also halb bulgarisch und halb 
lateinische Schrift ist das Zeug für die Bulgaren und da gibt es Leute, 
die exportieren das Zeug aus Bulgarien zu deutschen Sonderpostenmärkten. 
Oder hier importieren Exil-Bulgaren preiswerteste Birnen für die 
deutschen 1€-Shops und artverwandte.
Gast #4256578
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K. H. schrieb:
> 2. Käme das Zeug aus China stünde da wohl "Made in China" drauf o. ä.

Ist auch eher unwahrscheinlich. Glühlampen sind billiger Kram mit viel 
Volumen, so dass sich der Transport kaum lohnt. Deshalb wurden die auch 
noch innerhalb der EU hergestellt: Alte abgeschriebene Anlagen und 
kurzer Transportweg.
Gast #4256896
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Guido Körber schrieb:
> Ist auch eher unwahrscheinlich. Glühlampen sind billiger Kram mit viel
> Volumen, so dass sich der Transport kaum lohnt.

Das wird sicher nicht der Grund sein. In den Seefahrtsüblichen 40ft 
Highcube passen sehr viele Glühbirnen, die Transportkosten werden 
dadurch (pro Lampe gerechnet) vernachlässigbar

Guido Körber schrieb:
> och innerhalb der EU hergestellt: Alte abgeschriebene Anlagen und
> kurzer Transportweg.

Die alten Anlagen (=geringe Kapitalkosten) bei gleichzeitigem 
Nachfragerückgang sind ein guter Grund nicht in Neuanlagen zu 
investieren. Und so hoch sind die Lohnkosten in Bulgarien auch nicht.
#4259729
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Spar Fix schrieb:
> Dann guck mal nach ein paar tausend Stunden auf die Stromrechnung - nix
> gleiches Geld.

Meine Meinung ist: Wenn der Betrieb einer Glühlampe ökonomischer als die 
Alternativen wäre, hätte die Glühlampe nicht verboten werden müssen.

Gibt es eine E27 Alternative mit dem Licht einer 100W Glühbirne?
Licht plus Wärmestrahlung werden benötigt.
Gast #4259758
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Lutz H. schrieb:
> Meine Meinung ist: Wenn der Betrieb einer Glühlampe ökonomischer als die
> Alternativen wäre, hätte die Glühlampe nicht verboten werden müssen.

Ein Verbot ist immer Willkür und hat nichts mit Ökonomie zu tun.
Es sollte doch den Obrigen egal sein, was jeder mit seinem Geld macht.
Wenn ich den Grill mit 100EUR Scheinen anzünde, werde ich dich 
zuallerletzt fragen.
So blöd ist das Volk nicht.
Schön war es, als es Glühbirnen gab die matt waren, verschiedene 
Ornamentoberflächen hatten, verschieden eingefärbt waren.
Alles verboten! Das sollte eigentlich auch für Spar- und LED-Lampen 
gelten.
Zumindest bei Sparlampen kommt man ohne Mattierung nicht aus.
#4259964
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Echte Glühbirnen werden außerhalb D von verkauft, allerdings sitzt aus 
Effizienzgründen innerhalb des (nicht gasgefüllten?) Glaskolbens ein 
kleiner Halogenstab.
Die Dinger sind von Philips und in einer Leistung erhältlich die der 
Leuchtkraft einer alten 100-W-Glühlampe entspricht -- ich glaube so um 
die 70W.
Das völlig unsinnige Verkaufsverbot betrifft nur Glühbirnen mit ihrem 
grottigen Wirkungsgrad, nicht Halogen.

@michael_: Wenn Du den Grill mit 100-€-Scheinen anzündest ist das ja 
ökologisch unbedenklich, und Du vernichtest nur Werte im Cent-Bereich. 
Der "Wert" eines 100-€-Scheines ist lediglich eine temporäre soziale 
Zuschreibung und Übereinkunft -- vor 20 Jahren und vermutlich in 20 
Jahren ist der nur noch seinen Materialwert "wert", eben ein paar Cent.
Persönliche Seite #4259988
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Ganz so sinnlos ist das Glühlampenverbot nicht -- ohne das Verbot hätte 
die LED-Industrie nicht die Fortschritte gemacht, die in den letzten 
Jahren gemacht wurden.

Man erinnere sich an das, was einem vor zehn Jahren als LED-Leuchtmittel 
verkauft wurde - und vergleiche das mit dem, was man heute bekommen 
kann.

(Natürlich wird auch heute noch unerträglicher Schrott verkauft, aber 
nicht mehr fast ausschließlich, ganz im Gegenteil, es gibt viele 
brauchbare bis sehr gute LED-Leuchtmittel)
#4260152
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Früher musste ich nur die Glühlampe wechseln, durch die Fortschritte der 
Leuchtdioden - Herstellung muss ich jetzt bei einem Defekt die gesamte 
Leuchte wechseln. Hat natürlich ein viel höheres Bruttosozialprodukt zur 
Folge.
Bei der Typenvielfalt an unterschiedlichen LED ist das auch sinnvoll.
#4260343
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Lutz H. schrieb:
> Früher musste ich nur die Glühlampe wechseln, durch die Fortschritte der
> Leuchtdioden - Herstellung muss ich jetzt bei einem Defekt die gesamte
> Leuchte wechseln. Hat natürlich ein viel höheres Bruttosozialprodukt zur
> Folge.
> Bei der Typenvielfalt an unterschiedlichen LED ist das auch sinnvoll.

Wozu willst du das Modul austauschen können? Hast du angst das es kaputt 
gehen könnte?
Es ist in der Tat so, es schreien alle denen was kaputt gegangen ist, 
aber keiner bei dem es alles Funktioniert. Da braucht man nur 3 Leute 
hier im Forum denen die Waschmaschine nach 3 Jahren ausgestiegen ist, 
schon sieht es aus als wenn Waschmaschinen generell nur 3 Jahre halten.

Dadurch das wir jeden Tag Leuchten mit fest eingebauten und 
austauschbaren LED-Modulen verkaufen, bin ich der Meinung, alles was zum 
Austauschen konstruiert ist muss auch ausgetauscht werden. Da werden 
Ersatzteile vorgehalten. Wenn da ein Stecker ist, dann nur damit das 
Ersatzteil schnell montiert werden kann.

Ist nix austauschbar kann das zwei Gründe haben:
1. es ist so billig das ein Stecker zu teuer wäre.
2. es geht nicht kaputt.

Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel. Auch Namhafte 
Hersteller haben mal eine miese Charge oder ein schlechtes Produkt. Da 
sitzen schliesslich auch Manager die dieses Jahr ihre Bilanz vorweisen 
müssen.

bye uwe
#4262212
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Also mir ist es auch lieber das das LED Leuchtmittel einen Standard 
Sockel hat. Komplett-Lampen mit LED wo kein tausch vorgesehen ist, sind 
mir etwas suspekt.


Tcf K. schrieb:
> Das völlig unsinnige Verkaufsverbot betrifft nur Glühbirnen mit ihrem
> grottigen Wirkungsgrad, nicht Halogen.
Nein, das Verbot betrifft ineffiziente Leuchtmittel. Das betrifft sowohl 
Glühbirnen, wie Halogenlampen, wie auch (einige wenige) ESL.
Gast #4262373
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Ganz so sinnlos ist das Glühlampenverbot nicht -- ohne das Verbot hätte
> die LED-Industrie nicht die Fortschritte gemacht, die in den letzten
> Jahren gemacht wurden.

aber so richtig geht es auch nicht vorwärts.

LEDs mit 150lm/W kann schon kaufen. Bei Lampen hat man glück wenn sie 
über 80lm/W hinbekommen.
selbst wenn 15% in der Elektronik verschwinden, ist doch noch viel 
potenzial vorhanden. Und sie würden damit das Problem der Wärme auch 
umgehen.
Aber es muss ja jeder Cent gespart werden und die LEDs am Limit 
betrieben werden damit kommt man dann nicht auf einen sehr guten 
Wirkungsgrad.
#4262676
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Lutz H. schrieb:

> Früher musste ich nur die Glühlampe wechseln, durch die Fortschritte der
> Leuchtdioden - Herstellung muss ich jetzt bei einem Defekt die gesamte
> Leuchte wechseln.

Früher brauchte ich in den Radios nur die gesteckten Röhren wechseln,
durch die Fortschritte der Elektronik muss ich jetzt die Transistoren
per Lötkolben wechseln. Sind diese dann auch noch in einem IC eingebaut,
muss ich das gesamte IC wechseln. Es lebe die Röhrentechnik! :-)
#4262688
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Harald W. schrieb:
> Lutz H. schrieb:
>
>> Früher musste ich nur die Glühlampe wechseln, durch die Fortschritte der
>> Leuchtdioden - Herstellung muss ich jetzt bei einem Defekt die gesamte
>> Leuchte wechseln.
>
> Früher brauchte ich in den Radios nur die gesteckten Röhren wechseln,
> durch die Fortschritte der Elektronik muss ich jetzt die Transistoren
> per Lötkolben wechseln. Sind diese dann auch noch in einem IC eingebaut,
> muss ich das gesamte IC wechseln. Es lebe die Röhrentechnik! :-)

Na ja, dass früher Radioreparaturen nur durch Tausch der Röhren 
erfolgten halte ich für einen Mythos... der Grund für die Sockelung war 
lediglich dass das die Röhren die Bauteile mit der kürzesten Lebensdauer 
waren.
Demzufolge müsste man heute wieder so manches sockeln...

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