Hallo,
ich möchte den Widerstand an verschiedenen 230 V Heizspulen messen und
anhand des Widerstandes entscheiden, welche Heizspule angeschlossen
wurde (um die zugeschaltete Leistung zu regulieren). Die Messung sollte
ohne Mikrocontroller funktionieren. Gibt es eine Möglichkeit, dass ich
an 230 V Pins (im Messmoment natürlich ohne 230 V) den Widerstand messen
kann und anschließend ohne Gefahr die 230 V auf die Heizspule (und
dementsprechend auf die Messelektronik) schalten kann?
Viele Grüße und Danke!
Ich verstehe die Anforderung nicht so ganz. Die Heizungen verändern noch
nicht ihren Widerstand. Also reicht doch einmaliges ausmessen und dann
passend dazu oder wegschalten.
ArmerStudent schrieb:> Gibt es eine Möglichkeit, dass ich> an 230 V Pins (im Messmoment natürlich ohne 230 V) den Widerstand messen> kann und anschließend ohne Gefahr die 230 V auf die Heizspule (und> dementsprechend auf die Messelektronik) schalten kann?
Warum misst Du nicht einfach den Strom jeder Heizplatte?
mfg Klaus
Jede Heizungsspule hat einen anderen Widerstand. Ich möchte diesen
automatisch sobald eine Heizspule angesteckt wurde ausmessen und
dementsprechend die Leistung schalten. Jede Spule besitzt eine anderen
Maximalleistung.
Klaus R. schrieb:> ArmerStudent schrieb:>> Gibt es eine Möglichkeit, dass ich>> an 230 V Pins (im Messmoment natürlich ohne 230 V) den Widerstand messen>> kann und anschließend ohne Gefahr die 230 V auf die Heizspule (und>> dementsprechend auf die Messelektronik) schalten kann?>> Warum misst Du nicht einfach den Strom jeder Heizplatte?> mfg Klaus
Ich möchte vor dem Zuschalten der Leistung wissen, welche Heizplatte
drin ist.
ArmerStudent schrieb:> Jede Heizungsspule hat einen anderen Widerstand. Ich möchte diesen> automatisch sobald eine Heizspule angesteckt wurde ausmessen und> dementsprechend die Leistung schalten. Jede Spule besitzt eine anderen> Maximalleistung.
Es gilt immer noch P = U*I.
U ist konstant 230Veff. Also hängt die Leistung nur von I ab, da
Heizungen reine ohmsche Verbraucher sind.
Der Andere schrieb:> ArmerStudent schrieb:>> Jede Heizungsspule hat einen anderen Widerstand. Ich möchte diesen>> automatisch sobald eine Heizspule angesteckt wurde ausmessen und>> dementsprechend die Leistung schalten. Jede Spule besitzt eine anderen>> Maximalleistung.>> Es gilt immer noch P = U*I.> U ist konstant 230Veff. Also hängt die Leistung nur von I ab, da> Heizungen reine ohmsche Verbraucher sind.
Richtig.
Ich möchte aber den Widerstand VOR der Bestromung messen.
ArmerStudent schrieb:> Ich möchte aber den Widerstand VOR der Bestromung messen.
Das geht nicht!
Keine Widerstandsmessung ohne Strom.
Das liegt in der Natur der Sache.
Wenigstens ein Prüfstrom MUSS fließen.
ArmerStudent schrieb:> Ich möchte vor dem Zuschalten der Leistung wissen, welche Heizplatte> drin ist
Du sollst ja auch die Ströme jeder Platte messen.
Ein Mikrocontroller wird Dir dabei sicher das Leben einfacher machen.
Du willst den Status der Anlage ermitteln und dann nach irgendwelchen
Regeln entscheiden was zu machen ist.
Ganz früher hätte man dies vielleicht mit einem Haufen Relais umgesetzt.
Die Zeiten sind aber zum Glück vorbei.
mfg Klaus
Arduino F. schrieb:> ArmerStudent schrieb:>> Ich möchte aber den Widerstand VOR der Bestromung messen.> Das geht nicht!>> Keine Widerstandsmessung ohne Strom.> Das liegt in der Natur der Sache.>> Wenigstens ein Prüfstrom MUSS fließen.
Prüfstrom ist in Ordnung. Aber keine 230 V Wechselspannung.
Das ich nicht weiß, wie ich den Prüfstrom auf meine 230 V Kontakte
bekomme und anschließend wieder weg bekomme. Alles ohne Mikrocontroller.
Das ist ja die Krux.
ArmerStudent schrieb:> Ich möchte aber den Widerstand VOR der Bestromung messen.
Wie gesagt, Strom messen. Vor der Bestromung vielleicht 10% der Spannung
verwenden. Hiermit wirst Du aber nur die Widerstandserhöhung durch die
Temperatur zusätzlich ermitteln. Der Widerstand bei Normaltemperatur ist
ja konstant.
Ich denke, Du sagst uns nicht alles.
mfg Klaus
ArmerStudent schrieb:> Prüfstrom ist in Ordnung. Aber keine 230 V Wechselspannung.
Warum nicht? Notfalls ein Widerstand dazwischen, z.B. 100k. Dann die
Spannung an der Heizwendel über eine Diode und 1 RC, auf n Komparatoren
und nach 100ms gewinnt der höchste Komparator.
ArmerStudent schrieb:> welche Heizspule angeschlossen wurde
Wie wäre es mit einem Kodierstecker.
Dann brauchste nix zu Messen, außer einmal, bei der Festlegung der
Kodierung.
Und die heiß/kalt Differenz kann dir auch nicht mehr ins Essen spucken.
ArmerStudent schrieb:> Das ich nicht weiß, wie ich den Prüfstrom auf meine 230 V Kontakte> bekomme und anschließend wieder weg bekomme.
Wenn du das schon nicht hinbekommst, wie willst du dann
ArmerStudent schrieb:> dementsprechend die Leistung schalten.
?
Was meinst du überhaupt mit "die Leistung schalten"? Heizungen werden
typisch mit Schwingungspaketsteuerung (eine Art sehr langsame PWM)
gesteuert. Da liegen dann entweder 230V an oder eben keine Spannung.
Statt jetzt den Widerstand separat zu messen kannst du genausogut 230V
aufschalten - und zwar mit genau der Leistungssteuerung die nachher im
Wirkbetrieb verwendet wird - und den Strom messen. Fertig.
Du hast bis jetzt keinen Grund nennen können, warum diese einfachste und
praktikabelste Möglichkeit nicht passen sollte.
Der Andere schrieb:> Es gilt immer noch P = U*I.> U ist konstant 230Veff. Also hängt die Leistung nur von I ab, da> Heizungen reine ohmsche Verbraucher sind.
Bei Elektroheizung kommt noch ein weitere Parameter dazu.
Die (mittlere) Heizleistung hängt zusätzlich linear vom Tastgrad τ/T ab.
ArmerStudent schrieb:> und anschließend ohne Gefahr die 230 V
Wenn Du 1x die Spiralen gemessen hast weißt Du doch die Werte?
Ansonsten Schütz und 10V Probespannung drauf geben? R=U/I meinte Herr
Ohm.
ArmerStudent schrieb:> Gibt es eine Möglichkeit, dass ich> an 230 V Pins (im Messmoment natürlich ohne 230 V) den Widerstand messen> kann und anschließend ohne Gefahr die 230 V auf die Heizspule (und> dementsprechend auf die Messelektronik) schalten kann?
Ich würde auf jeden Fall versuchen, die 230V von der Messelektronik fern
zu halten. Z.B., wie schon genannt wurde, mit einem Schütz, das
entweder die Messeinrichtung oder die 230V auf die Heizung legt.
Man kann sich aber sicherlich auch Schutzbeschaltungen ausdenken, die
Frage ist aber auch, inwiefern diese die Messung beeinflussen werden.
Vorn der Brust ins Auge: Man könnte auch Schwingkreise aus den Spiralen
basteln und über die Resonanz die eine Spirale erkennen? Dann aus der
Tabelle die früher gemessenen Widerstandwerte zuordnen ... Viele Wege
führen nach Rom. Manche sind weiter, aber nicht jede Abkürzung führt
direkt zum Ziel. Übrigens Relais prellen. Das sollte man bei der Messung
wissen.
ArmerStudent schrieb:> und anschließend ohne Gefahr die 230 V auf die Heizspule (und> dementsprechend auf die Messelektronik) schalten kann?
Das ist von Grund auf falsch gedacht. 230V auf die Messelektronik zu
schalten ist barer Unsinn - die Heizspule wird ENTWEDER an die
Messelektronik ODER an 230 V geschaltet. Zwischen der Messelektronik und
230V besteht niemals eine Verbindung.
Georg
Hallo,
ich hab genau so was schon mal gebaut, damals aber mit einer
Schwingungspaketsteuerung, aber sei es drum. Du kannst einfach 1 Relais
mit 2 ZWANGESGEFÜHRTEN Wechslerkontakten nehmen. Die Heizung schliest du
an "P" des Relais an. Die Schließer kommen an die Phase, bzw den
Neutralleiter, die Öfgfner hängst du an eine Messschaltung. Am
allereinfachsten 3,3V, danach einen Festwiderstand, z.B. 62 Ohm, dann
kommt deine Heizung. Den Spannungsfall über der Heizung liest du in
einem µC ein und kannst dann anhand der Spannung den Widerstand
berechnen.
Die Zwangsführung des Relais muss sein um auszuschließen, dass dein µC
beiRelaisfehler 230V o.ä. um die Ohren kriegt.
soundmachine schrieb:> Schwingungspaketsteuerung
Solange der "Arme Student" nicht das konkrete Projekt beschreibt, ist
das kpl. sinnlos. Ich habe eine Triac-Leistungssteuerung gebaut, wo ich
den Strom mit einem ACS712 überwache, auch das ist keine Hexerei.
Die Fragestellung empfinde ich als wirr!
ArmerStudent schrieb:> ich möchte den Widerstand an verschiedenen 230 V Heizspulen messen und> anhand des Widerstandes entscheiden, welche Heizspule angeschlossen> wurde
Wie wäre es mit einer Konstantstromquelle (lineare KSQ mit zwei
Bipolartransistoren sollte reichen) und dann die Spannung über der
Heizung auswerten? Das geht relativ einfach.
Aber mal was anderes...wie sieht es mit der Widerstandsdifferenz kalte
Heizung <> warme Heizung aus, Stichwort Temperaturabhängigkeit des
Widerstands? Funktioniert deine Idee auch dann, wenn das Gerät lief,
kurz abgeschaltet wurde und dann wieder eingeschaltet werden soll?